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Kunst

AICA Deutschland zeichnet Kunstmuseum Wolfsburg aus

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Małgorzata Mirga-Tas. Eine alternative Geschichte erhält den Preis „Besondere Ausstellung 2025“

Berlin 04.02.2026

– Das Kunstmuseum Wolfsburg gehört erneut zur Spitze der internationalen Museumslandschaft: Die AICA Deutschland e. V. (Association Internationale des Critiques d’Art) hat die von Andreas Beitin im Kunstmuseum Wolfsburg kuratierte Ausstellung Małgorzata Mirga-Tas. Eine alternative Geschichte als die „Besondere Ausstellung 2025“ ausgezeichnet. Mit dieser seit 1996 vergebenen Ehrung würdigt der internationale Kunstkritik-Verband AICA Ausstellungen, die Maßstäbe setzen – konzeptuell, kuratorisch und gesellschaftlich.

Am Samstag, 31. Januar 2026, vergab die deutsche Sektion des internationalen Kunstkritik-Verbands AICA auf ihrer Jahresversammlung in der Hamburger Kunsthalle die Auszeichnungen „Museum des Jahres“, „Ausstellung des Jahres“ und „Besondere Ausstellung des Jahres“. 

Die diesjährige Wahl für das „Museum des Jahres 2025“ fiel auf das Georg Kolbe Museum in Berlin. Nominator Jan Verwoert betonte: „Der Leitung gelingt es, unter budgetär höchst prekären Bedingungen einen Ort zu schaffen, der auf kleinstem Raum und beispielhafte Weise Konzentration, Selbstreflexion und kritisches Engagement in der Beschäftigung mit der eigenen Sammlung und aktuellen Kunst möglich macht“.

Zur „Ausstellung des Jahres 2025“ kürt der deutsche Kunstkritikverband die Ausstellung „Fünf Freunde. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly“, die im Museum Ludwig Köln und im Museum Brandhorst in München zu sehen war. Nominatorin der Gruppe Ulrike Lehmann sieht das große Verdienst der Ausstellung darin, dass sie „die enge Verbindung der fünf Künstler und ihre Entwicklung nachzeichnet und dabei anhand der Werke auch die gesellschaftliche und politische Lage für queere Menschen in der McCarthy-Zeit für unsere Gegenwart reflektiert“.

Die Auszeichnung „Besondere Ausstellung 2025“ für Małgorzata Mirga-Tas. Eine alternative Geschichte unterstreicht die herausragende Rolle des Kunstmuseum Wolfsburg als Ort international relevanter Gegenwartskunst und reflektierter kuratorischer Praxis. Bemerkenswert ist zudem, dass Andreas Beitin im Laufe seiner kuratorischen und leitenden Tätigkeit als bisher einziger Kulturschaffender in Deutschland in allen drei AICA-Kategorien – „Museum des Jahres“ (2018), „Ausstellung des Jahres“ (2018) und nun mit „Besondere Ausstellung“ – ausgezeichnet wurde.

Als Gründe für die Anerkennung der Auszeichnung nennt Ann-Katrin Günzel, AICA-Jurorin, unter anderem: „Es ist ihre erste große Einzelausstellung in Deutschland und auch wenn ihre Arbeiten bereits andernorts zu sehen waren und sie in der Kunstwelt keine Unbekannte mehr ist – nicht zuletzt hat sie 2022 als erste Roma-Künstlerin ihre Heimat Polen auf der Biennale in Venedig vertreten – so überzeugt diese Ausstellung dadurch, dass sie schon in der räumlichen Setzung einen ästhetischen Erfahrungsraum erschafft, der die Besucher*innen einlädt, teilzuhaben an Geschichte und Geschichten der Rom*nja. […] Die aktuelle Relevanz dieser Ausstellung ist evident in einem politischen Klima der europaweit erstarkenden rechten Parteien sowie den damit verbundenen Ängsten vor Migration und dem ,Fremden‘ und man muss sich nicht der Utopie hingeben, dass Kunst die Welt retten kann oder soll, aber die ,alternative Geschichte‘ ist ein visionärer Hinweis auf die Möglichkeit einer neuen Perspektive.“

Die Ausstellung Małgorzata Mirga-Tas. Eine alternative Geschichte ist im Kunstmuseum Wolfsburg an ihrer dritten und letzten Station zu sehen, nachdem sie bereits bei den Kooperationspartnern im Kunstmuseum Luzern und dem Henie Onstad Kunstsenter in Høvikodden, Norwegen, präsentiert worden ist. Die Erstauswahl der Kunstwerke erfolgte im Kunstmuseum Luzern durch die dortige Direktorin und Kuratorin Fanni Fetzer. Im Kunstmuseum Wolfsburg wurde die Schau durch weitere Werke ergänzt. Des Weiteren wurde in Kooperation mit dem ERIAC European Roma Institute for Arts and Culture eine „Nomadic Library“ integriert, eine mobile Bibliothek, die Literatur über weitere Rom*nja-Künstler*innen und allgemeine Informationen für die Besucher*innen bereitstellt. 

Andreas Beitin, Kurator der Ausstellung und Direktor des Kunstmuseum Wolfsburg: „Über diese erneute Auszeichnung der AICA freue ich mich außerordentlich, da mir die Ausstellung mit Małgorzata Mirga-Tas eine echte Herzensangelegenheit ist. Die Themen ihrer eindrucksvollen Kunstwerke sind dringender denn je: Solidarität, Zusammenhalt, Widerstand und Empowerment. Bereits in Venedig auf der Biennale von 2022 war ich begeistert von ihren Werken und wenige Wochen später habe ich weitere auf der documenta gesehen. Das war der Zeitpunkt, an dem ich beschlossen habe, Małgorzatas beeindruckende Arbeiten bei uns in einem größeren Umfang zu zeigen. Besonders freut mich, dass wir fast den gesamten Zyklus aus Venedig präsentieren können.
Ich gratuliere auch sehr herzlich den ebenfalls von der AICA ausgezeichneten Kolleg*innen: Kathleen Reinhardt vom Georg Kolbe Museum sowie Yilmaz Dziewior und Achim Hochdörfer.“

Foto: © Kunstmuseum Wolfsburg

Berlin

Andreas Maus zeigt seine Werke

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Berlin 27.01.2026

Pop-up Ausstellung in der Berliner Philharmonie

„Es ist sinnlos und nutzlos, wenn man die Naziverbrechen unter dem Teppich kehrt, sich hinter Lügen versteckt, da muss man in Deutschland offen und ehrlich sein.“ Andreas Maus

Andreas Maus arbeitet im Kunsthaus KAT18 in Köln und wurde 2021 mit dem „euward 8“, dem europäischen Kunstpreis für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung, ausgezeichnet.

Der Kölner Künstler Andreas Maus, Jahrgang 1963, ist bekannt für seine kunstvollen und gesellschaftskritischen Zeichnungen. Immer wieder beschäftigt er sich mit dem bevorstehenden Tod aus der Perspektive des Opfers und mit der Angst, durch äußere Gewalt zu sterben.

In den ausgestellten Werken geht es um die Gräueltaten des NS-Regimes und um das Leben und erfahrene Leid von Anne Frank und ihrer Familie. Beide Themen sind Schwerpunkte im Schaffen des Ausnahmekünstlers. Er verbindet die historischen Ereignisse mit Gewaltdarstellungen aus anderen Epochen um Leid nachempfindbar zu machen.

Dabei setzt er sich auch mit der eigenen Biografie und erlebten Gefühlen auseinander.

Die Technik von Andreas Maus ist einzigartig: Detailliert und kraftvoll. Fluide und doch auch ganz genau. Sich immer widerholende Muster aus Kästchen, Kreisen und Schnörkeln bilden die Fläche für figurative Zeichnungen und Szenen, die an Kupferstiche erinnern. Entweder in Schwarz-Weiß mit Bleistift oder Grafit gezeichnet. Oder auch knallig mit verschiedenfarbigen Kugelschreiberfarben. Ergänzt werden die Bilder manchmal durch Texte oder Überschriften: Ein genaues Hinschauen und Studieren lohnt sich.

Dabei macht Maus es den Betrachtern seiner Kunst nicht immer einfach: Grausamste Szenen, die ungeschönt die menschenverachtende Haltung der Nationalsozialisten spürbar machen sollen, hat Maus in seinen Künstlerbüchern integriert. Für diese Ausstellung ist eine Kopie des Künstlerbuchs von Anne Frank ausgewählt, wo neben Bildern über Anne Frank und ihre Familie, auch Gräueltaten szenisch dargestellt werden.

Die ergänzend ausgestellten abstrakten Arbeiten sind ein wichtiger Ausgleich zur künstlerischen Erinnerungsarbeit, auch für Andreas Maus selbst. In der Ausstellungskonzeption schaffen sie Bezüge und Anknüpfungspunkte zur expressiven Architektur der Berliner Philharmonie.

Nach einer Begrüßung durch den Behindertenbeauftragten Jürgen Dusel um 13:00 Uhr erwartet Sie außerdem ein Podiumsgespräch mit dem Künstler Andreas Maus, der künstlerischen Leiterin vom Kunsthaus KAT18 Jutta Pöstges und Jürgen Dusel. Um 14:30 Uhr gibt es einen Ausstellungsrundgang mit dem Künstler. Es werden Live-Audiodeskription und Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache angeboten. Die Ausstellung ist nur am 27. Januar von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Am 28. Januar um 11:00 Uhr folgt die Gedenkveranstaltung am Gedenk- und Informationsort T4 in der Tiergartenstraße 4 in Berlin. Dort kommen wir zur Kranzniederlegung in Gedenken an die Opfer zusammen. Der Gedenkakt wird musikalisch begleitet von Jeremi und Silas Zschocke. Merken Sie sich gleich unsere Veranstaltungen vor!

Die Termine im Überblick: 

27. Januar 2026 von 11:00 bis 16:00 Uhr 
Ausstellung mit Werken von Andreas Maus
in der Berliner Philharmonie in der Herbert-von-Karajan-Straße 1 in 10785 Berlin

13:00 Uhr Podiumsgespräch mit Jürgen Dusel, Andreas Maus und Jutta Pöstges (Künstlerische Leitung Kunsthaus KAT18, GWK START)
Musikalische Begleitung: Jeremi, Johanna und Silas Zschocke

Veranstaltung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache und Live-Audiodeskription.

14:30 Uhr Ausstellungsführung mit Live-Audiodeskription und Übersetzung in Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache

28. Januar 2026 um 11:00 Uhr (bis max. 11:30 Uhr) Kranzniederlegung mit musikalischer Begleitung durch Jeremi und Silas Zschocke
am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in der Tiergartenstraße 4 in 10785 Berlin

Veranstaltung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache und Live-Audiodeskription.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Quelle: Kunsthaus KAT18/ Andreas Maus

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Berlin

UNICEF Foto des Jahres 2025

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Berlin 27.01.2026

UNICEF Deutschland zeichnet mit dem internationalen Wettbewerb UNICEF Foto des Jahres jährlich Bilder und Reportagen professioneller Fotojournalist:innen aus, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern dokumentieren. Die frisch gekürten Gewinnerbilder des Wettbewerbs 2025 werden vom 30.01. bis 26.04.2026 im Willy-Brandt-Haus präsentiert. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen unterschiedliche Facetten der prekären Lebenssituation von Millionen Kindern weltweit, deren Rechte tagtäglich verletzt werden – und dabei allzu häufig unsichtbar bleiben.

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 29.01.2026 | 19:00 Uhr 

  • Es sprechen: Mirja Linnekugel (Künstlerische Leiterin FkWBH), Reem Alabali Radovan MdB (Bundesentwicklungsministerin), Peter-Matthias Gaede (Juryvorsitzender & Mitglied des Deutschen Komitees für UNICEF) und Anya Tsaruk (Preisträgerin) 
  • Eintritt frei | Ausweis erforderlich 
  • Foto: © Tdh/Elise Blanchard
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Berlin

André Thomkins in Berlin

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Berlin 21.01.2026

André Thomkins (1930 Luzern – 1985 Berlin) verbindet surrealistische Impulse, dadaistische Sprachspiele und eine experimentelle Offenheit zu einer künstlerischen Sprache, die ihresgleichen sucht. Im Herzen war Thomkins weniger Maler als vielmehr Zeichner, Dichter, Konzept- und Objektkünstler mit einer Vorliebe für poetische Sprachsysteme und absurde Welten.

Trotz des experimentierfreudigen Gesamtwerkes, ist Thomkins vor allem für seine Zeichnungen bekannt. Erst in den letzten fünfzehn Jahren wurde seine Werkgruppe der Lackskins wiederentdeckt; eine ungewöhnliche Technik, die der zweifache documenta-Teilnehmer durch Zufall bereits in den 1950er Jahren entwickelte: Abgeleitet von einem Buchbindeverfahren ließ er in Experimenten Lack mittels Stäbchen auf eine Wasseroberfläche tropfen. Wie bei der traditionellen Herstellung von Marmorpapier, bearbeitete er den entstehenden Farbfilm, den Zufall miteinbeziehend, um das so entstandene Bild zuletzt mit Papier vom Wasser abzuziehen.

Die Ausstellung André Thomkins. Lackskins startet in der Galerie Michael Haas in Berlin, Niebuhrstraße 5 am 23. Januar 2026. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Foto: © Galerie Haas

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Berlin

Porträts von Stefan Hanke

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Berlin 12.01.2026

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus vom 23. Januar – bis 26. April 2026 die Ausstellung KZ überlebt mit Porträts des Fotografen Stefan Hanke. Er fotografierte Überlebende nationalsozialistischer Konzentrationslager aller noch erreichbaren Verfolgtengruppen. Neben Porträts von Zeitzeugen jüdischer Herkunft porträtierte Stefan Hanke Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, sowjetische Kriegsgefangene, ehemalige politische Häftlinge und andere Verfolgte.

Mit Empathie fotografierte Stefan Hanke die Zeitzeugen an historischen Orten ihres Leids und in ihrem Lebensumfeld. Seine individuellen Bildkompositionen und die Aufnahmeorte reflektieren die Geschichte der Protagonist:innen. Dabei reduziert Stefan Hanke die Überlebenden nicht auf ihr früheres Häftlingsdasein, sondern nimmt sie als Persönlichkeiten in den Fokus.

Stefan Hanke reiste in insgesamt sieben europäische Länder und fotografierte 121 Überlebende. In der Ausstellung im Willy-Brandt-Haus sind nun 50 großformatige Porträts zu sehen. Die Besucher:innen erfahren durch die Einzelschicksale der Porträtierten, wie die Schreckensherrschaft und die Gräueltaten der Nationalsozialisten das Leben der Menschen bestimmten und wie die Opfer mit dem Leid weiterlebten.

https://www.fkwbh.de/ausstellung/kz-ueberlebt

Fotos: © Stefan Hanke

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Berlin

Berlin-Ausblick auf 2026

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Berlin 23.12.2025

– Berlin ist 2026 eine der spannendsten Städte Europas. Von Shows über internationale Sportereignisse und Kunstausstellungen bis hin zu neuen Attraktionen und einem vollen Messe- und Kongresskalender: Berlins Gäste erwartet ein Programm mit großer Strahlkraft.

Entertainment der Extraklasse

Berlin hat neue Show-Highlights: Der Cirque du Soleil präsentiert im Theater am Potsdamer Platz mit Alizéseine erste permanente Show in Europa. Die Produktion verbindet Artistik mit Magie und großer Erzählkunst – und unterstreicht Berlins Ruf als weltoffene, internationale Entertainment-Metropole. Im Friedrichstadt-Palast läuft eine neue Grand Show: In „Blinded by Delight“ entführen über 100 Künstler:innen das Publikum in eine Traumwelt auf der größten Theaterbühne der Welt. 

Große Sportmomente

2026 hat Berlin die Weltelite des Basketballs zu Gast. Wenn beim NBA Berlin Game 2026 am 15. Januar in der Uber Arena die Orlando Magic auf die Memphis Grizzlies treffen, erlebt Deutschland sein erstes reguläres Saisonspiel der NBA. Rund um die Partie entsteht mit dem „NBA House“ vom 9. bis 11. Januar in der Uber Eats Music Hall ein kostenloses, interaktives Basketball-Fanfest, das Fans mit NBA-Legenden und einem Jugendprogramm für mehr als 2.500 Teilnehmende begeistern wird. Vom 4. bis 13. September gibt es mit dem FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 ein weiteres bedeutendes Sportereignis. Unter dem Motto „Time for HER Game“ spielen die besten Basketballerinnen der Welt in der Uber Arena und der Max-Schmeling-Halle um den WM-Titel – ein starkes Zeichen für den Frauensport.

Kunst- und Kultur-Highlights

Ein kultureller Höhepunkt im Jahr 2026 ist die Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom. Nach sechsjähriger Sanierung ist die 1.500 Quadratmeter große Gruft mit 91 Särgen der Hohenzollern wieder zugänglich. Gefeiert wird das am Tag der offenen Tür am 28. Februar und beim Festgottesdienst am 1. März

Mit einem „French Summer“ geht es weiter: Die Neue Nationalgalerie zeigt in Kooperation mit dem Centre Pompidou vom 20. März bis 9. August die erste große Werkschau des Bildhauers Constantin Brancusi in Deutschland seit mehr als 50 Jahren – inklusive einer Teilrekonstruktion seines Pariser Ateliers. Die Alte Nationalgalerie widmet dem Kunsthändler Paul Cassirervom 22. Mai bis 27. September eine große Sonderausstellung mit über 100 Meisterwerken des französischen Impressionismus. Darunter sind Werke von Monet, Degas oder Cézanne. Vom 1. bis 3. Mai öffnen über 50 Galerien beim Gallery Weekend Berlinihre Türen und präsentieren zeitgenössische Kunst. Immer wichtiger werden interaktive und immersive Ausstellungen: Rund 20 Museen in Berlin bieten eine Kulisse für Selfies und digitale Kunstmomente.

Der kulturelle Sommer spielt sich natürlich auch draußen ab. So bringen der Karneval der Kulturen vom 22. bis 25. Mai, die Staatsoper für alle am 24. Mai, die Fête de la Musique am 21. Juni oder das Festival Classic Open Airvom 9. bis 12. Juli Musik in die Stadt. Auch Open-Air-Kinos, Freilufttheater und das Waldbühnenkonzert der Berliner Philharmoniker am 27. Juni gehören zum traditionellen Outdoor-Programm. Das internationale Pop-Kultur-Festival 2026 findet vom 24. bis 29. August statt, mit der Kulturbrauerei und dem silent green als zentralen Orten für Konzerte, Talks und Lesungen.

Design, Gaming und neue Attraktion zur Faszination Meereswelt

Berlin feiert 2026 das 20-jährige Jubiläum als „UNESCO City of Design“. Über 30.000 Kreativunternehmen machen die Stadt zu einem der spannendsten Designstandorte weltweit – von nachhaltiger Mode bis hin zu offenen Innovationsräumen wie dem CityLab Berlin. Festivals wie die Berlin Design Week oder das DMY Design Festival, Designmuseen, Street-Art-Spots und Kiez-Touren zeigen die Vielfalt der Szene. Im Jubiläumsjahr sind besondere Events geplant, darunter im September die DesignDays.Berlin , das neue Festival für Interior, Architektur und Design.

Mit dem House of Games bekommt Berlin in der zweiten Jahreshälfte 2026 einen neuen Anlaufpunkt für Gaming, E-Sport und digitale Kultur. Auf über 15.000 Quadratmetern entstehen in Friedrichshain Flächen für Ausstellungen, Konferenzen, Turniere und interaktive Erlebnisse.

Ende 2026 steht mit der Eröffnung des Estrel Tower ein Highlight bevor: Der 45-stöckige Wolkenkratzer wird Deutschlands höchster Hotelturm – ein spektakulärer Ort zum Übernachten, Arbeiten, Tagen und Netzwerken. Es wird Event- und Coworking-Flächen sowie ein Restaurant mit Skybar geben.

In Lichtenberg entsteht derzeit mit „Ocean Berlin“ ein hochmodernes Meereserlebniszentrum. Herzstück ist ein 7,5 Millionen Liter fassendes Raubfischbecken. Innovative Vermittlungsformate verbinden Unterhaltung, Bildung und Engagement für das Meer und ergänzen das Berliner Angebot um eine weitere Familienattraktion.

Highlight der Messe- und Kongressmetropole Berlin: 100 Jahre Grüne Woche

Auch der Messe- und Kongresskalender der Hauptstadt ist voll. Vom 16. bis 25. Januar feiert die Internationale Grüne Woche Berlin ihr 100-jähriges Jubiläum. Was 1926 als lokale Landwirtschaftsausstellung begann, hat sich zur weltweit führenden Fachmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau entwickelt und vereint globale Regionen und kulinarische Trends. visitBerlin präsentiert auf der Messe mit „Crafted in Berlin“ vielfältige lokale Produkte vom Parfum bis zur Schokolade, die in kleinen Berliner Handwerksbetrieben und Manufakturen entstehen. 

Weitere wichtige Termine sind der 37. Deutsche Krebskongress vom 18. bis 21. Februar, die 60. ITB vom 3. bis 5. März, der SuperReturn International vom 8. bis 12. Juni, die ILA Berlin vom 10. bis 14. Juni, die Berlin Brettspiel Con vom 10. bis 12. Juli, die IFA Berlin vom 4. bis 8. September und die 30. InnoTrans vom 22. bis 25. September.

©  visitBerlin, Foto: Cirque du Soleil, ALIZÈ

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Berlin

Gustav Kluge im Künstlergespräch

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Berlin 09.12.2025

– Seit 60 Jahren führt Gustav Kluge Aufzeichnungen zum Tage mit Zeichnungen, Skizzen, Naturstudien, Bildentwürfen und Improvisationen mit Texten in Skizzenblöcken und Tagebüchern und schafft im Wissen um kulturhistorisch bedeutsame Codices seinen eigenen Codex Delta.

»Disegno ≠ Disegno« gibt einen umfassenden Einblick in dieses Schaffen und verbindet die zeichnerische und schreibende Tätigkeit des Malers miteinander. Ein einleitender Text des Kunsthistorikers, Kurators, Autors und ehemaligen Direktors des Museums der bildenden Künste in Leipzig Hans-Werner Schmidt sowie ein Briefwechsel mit dem Dichter und Künstler Arne Rautenberg und weitere Texte und theorienahe Paragraphen begleiten durch den konzeptuellen Band. Die Publikation ist auf 144 Exemplare, davon 55 signierte und nummerierte Vorzugsausgaben, limitiert.

Am Mittwoch, den 10. Dezember, um 18 Uhr findet hierzu ein Künstlergespräch mit Gustav Kluge und Hans-Werner Schmidt in der Galerie Michael Haas in der Niebuhrstraße 5 in Berlin-Charlottenburg statt.

Fotos: © Galerie Michael Haas, Gustav Kluge, Show me the way to the next Galaxy

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Galerie Haas im Charlottenwalk am 29.11.2025

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Berlin 25.11.2025

– Diesen Samstag findet der nächste Charlottenwalk statt. In diesem Rahmen öffnet die Galerie Haas am Samstag für Besichtigungen der aktuellen Ausstellung Reinhard Pods Neue Bilder 2023-2025 ihre Türen. Unter anderem wird der Film ENIGMA PODS, eine 53-minütige Dokumentation aus dem Jahr 2023 von Regisseur und Produzent Michael Krause, nochmals zu sehen sein. Vorführungen finden während der Öffnungszeiten zwischen 12 und 18 Uhr in der Niebuhrstraße 5, 10629 Berlin statt.

Fotos: © Reinhard Pods. Neue Bilder 2023-2025, Ausstellungsansicht, Foto: Sebastian Eggler

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Berlin

Berlin ist die Hauptstadt der Weihnachtsmärkte

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Berlin 24.11.2025

Mehr als 90 Weihnachts- und Wintermärkte in Berlin. Neue Märkte eröffnen, darunter auf dem Wittenbergplatz am KaDeWe, Weihnachtsmarkt wieder zurück am Gendarmenmarkt.

Weihnachten ist nicht gleich Weihnachten, das zeigt Berlin auch wieder in diesem Jahr. Ob klassisch, alternativ, nordisch, kreativ, nachhaltig oder queer: mehr als 90 Weihnachts- und Wintermärkte hat die Hauptstadt dieses Jahr zu bieten. Einen Überblick über alle Märkte gibt es auf visitBerlin.de.

Bereits vor dem offiziellen Beginn am 24. November sind mehrere Wintermärkte und -rummel in die Weihnachtssaison gestartet: Die Winterwelt am Potsdamer Platz mit Rodelbahn, die LGBTQIA* Winterdays und Christmas Avenue am Nollendorfplatz, der Glühwald am Uber Platz in Friedrichshain, die Lichtenberger Winterzeit, der Berliner Wintertraum in Treptow-Köpenick, und das Spandauer Winterland haben den Dezember-Countdown eingeläutet.

Neue Weihnachtsmärkte 

Keine Premiere, dafür aber eine besondere Wiederaufnahme: Mit dem WeihnachtsZauber am Gendarmenmarkt ist der wohl berühmteste Weihnachtsmarkt der Hauptstadt wieder zurück an seinem historischen Ort. Über tausend strahlende Weihnachtskugeln und Lichter sorgen für festliche Stimmung. Zudem können sich Berliner:innen und Gäste gleich auf mehrere Neuheiten freuen. Auf dem Wittenbergplatz eröffnet erstmals der Weihnachtsmarkt am KaDeWe mit stilvoll geschmückten Hütten und exklusivem Kunsthandwerk. Neu ist auch der Wintermarkt an der Alten Frachtkantine: Am 29. und 30. November können sich Besucher:innen auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel auf die Weihnachtszeit einstimmen. Der Weihnachtsmarkt im Winterquartier ist ebenfalls ein neuer Weihnachts-Hotspot. Das Gemeinschaftsprojekt des Strandbades Wendenschloss und des Napoleon Komplexes setzt auf Winterspaß mit eigener Schlittschuhbahn und Kulturprogramm. Ebenfalls dabei: der Wintermarkt am Humboldt-Forum. Immer dienstags und donnerstags verwandelt eine Lasershow den Schlüterhof 18 Uhr und die Außenfassade der Spreeterrassen 20 Uhr in eine zauberhafte Lichterwelt.

Eine weitere Premiere gibt es bei den Forest – Winterlights bei Dark Matter. Die immersive Lichtinstallation aus 600 Tannenbäumen in der Transformator-Halle in Lichtenberg wird um eine Eisbahn ergänzt. Gäste können nun gemütlich auf ihren Schlittschuhen durch den Wald aus Licht und Klang gleiten. Große und kleine Eislauffans kommen ebenfalls auf der neuen Eisbahn im Center am Potsdamer Platz auf ihre Kosten. Die 600 qm große überdachte Eisfläche mitten in der City bietet bis Ende Januar winterliches Eislaufvergnügen. Die vielfältige Gastronomie rundum lädt zum gemütlichen Verweilen, Aufwärmen und Genießen ein.

Besondere Weihnachtsmärkte

Von urban bis naturverbunden: Berlins Weihnachtsmärkte lassen nichts aus. So kombiniert das Heissa Holzmarkt Winterfestival alternative Kultur, Kunst, Streetfood und Clubspirit. Auch beim Holy Shit Shopping am 29. und 30. November zeigt Berlin sich von seiner Lifestyle-Seite mit über 250 Designer:innen und Indie-Brands. Das Pop-up-Kaufhaus gibt es seit 20 Jahren und ist aus dem vorweihnachtlichen Berlin nicht mehr wegzudenken. Unkonventionell und designorientiert präsentiert sich auch der Weihnachtsrodeo Designweihnachtsmarkt am 13. und 14. Dezember im Colosseum. Zahlreiche Designer, Kunsthandwerker und Manufakturen bieten kreative und hochwertige Produkte zum Kauf an.

Das Winterfest im Silent Green verwandelt das Kulturquartier im Wedding am 6. und 7. Dezember in einen besonderen Ort für Kunst, Kulinarik und Konzerte. Im Zeichen nordischer Folklore steht der Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei. Auf diesem gemütlichen Markt gibt es Glühwein in allen Variationen: vom schwedischen Glögg über finnischen Glögi bis zum isländischen Jolaglögg. „Very britisch“ wird es am 6. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt an der St. George’s Church, wenn die Carol Singers zu englischen Weihnachtsliedern anstimmen und dazu Spezialitäten wie Mince Pies und Christmas Pudding angeboten werden.

Am Stadtrand gibt es gleich mehrere Weihnachtsmärkte: Die Domäne Dahlem lädt an allen Adventswochenenden zum traditionellen Adventsmarkt – mit regionalen Spezialitäten, Kunsthandwerk und einem kinderfreundlichen Rahmenprogramm. Ein naturverbundenes Erlebnis ist der Waldweihnachtsmarkt am Forstamt Grunewald am 14. Dezember. Dort stellen Berliner Forsten ihre Arbeit vor – inklusive der imposanten Rückepferde und moderner Forstmaschinen.

Funkelnde Weihnachtsmärkte

Berlin verwandelt sich gleich an mehreren Orten in stimmungsvolle Lichtwelten. Die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung am Kurfürstendamm und in der Tauentzienstraße macht auch in diesem Jahr aus dem Shopping- und Ausgehviertel in der City West ein glänzendes Lichtermeer. Der Christmas Garden im Botanischen Garten verwandelt die Gartenlandschaft in ein funkelnden Winterpfad aus Installationen, Projektionen und Klanginszenierungen. Im Weihnachten im Tierpark erwartet ein über zwei Kilometer langer Rundweg mit mehr als 30 kunstvollen Lichtinstallationen und illuminierten Tierfiguren seine großen und kleinen Gäste.

©  visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

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Berlin

Reinhard Pods NEUE BILDER 2023-2025

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Berlin 10.11.2025

Die aktuelle Ausstellung „Neue Bilder 2023-2025“ mit einer Auswahl neuer Gemälde von Reinhard Pods eröffnet am 14. November 2025,um 18.00 Uhr in der Galerie Haas Berlin in der Niebuhrstraße 5 in Berlin-Charlottenburg. Der Künstler wird anwesend sein, zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Sonderöffnungszeitengibt es im Rahmen des nächsten Charlottenwalks am Samstag, den 29. November, von 12-18 Uhr.

Foto: © Galerie Haas

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Berlin

Zeitschriftenunwesen

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Berlin 07.11.2025

– Im März 1982 entstand in Ostberlin mit ENTWERTER/ODER eine original-grafische Künstlerzeitschrift. Die Gründer waren Uwe Warnke und Siegmar Körner. Die Seiten der Zeitschrift wurden von verschiedenen namhaften Künstler:innen gestaltet und sind nun vom 7.11.2025 bis 12.04.2026 in der Ausstellung ENTWERTER/ODER und das sogenannte „Zeitschriftenunwesen“ im Willy-Brandt-Haus zu sehen.

500 Künstler:innen aus 15 Ländern haben sich an insgesamt 130 Ausgaben von ENTWERTER/ODER beteiligt. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen Schaffensperioden der Zeitschrift mit Fokus auf die 1980er Jahre. Zu sehen sind Grafiken aller Techniken, Fotografien, Objekte, Handschriften und Texte. ENTWERTER/ODER war ein Versuch, eine Zeitschrift jenseits von Genehmigungs- und Kontrollverfahren zu gestalten, selbstbestimmt zu agieren und Beiträgen von jungen Autor:innen und Künstler:innen ein Podium zu bieten. Mit dabei waren unter anderem Claus Bach, Kurt Buchwald, Harald Hauswald, Strawalde, Peter Wawerzinek und Ruth Wolf-Rehfeldt. Anlässlich der Ausstellung wird im November 2025 eine letzte Ausgabe von ENTWERTER/ODER erscheinen.

Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus 
Parallel zur Ausstellung ENTWERTER/ODER setzt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus einen neuen Schwerpunkt in der Dauerausstellung: Ab sofort wird nonkonforme Kunst der DDR aus der Sammlung des Hauses gezeigt. Die ausgestellten Werke zeigen, wie vielfältig Kunst in der DDR war – zwischen Anpassung und Eigenständigkeit, Alltag und Experiment. Manche Künstler:innen suchten leise Wege, andere rebellierten offen, einige gingen in den Westen. Gemeinsam ist allen der Anspruch, künstlerische Freiheit zu behaupten

Foto: Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

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Kunst

Modernisierung der Kultureinrichtungen

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Berlin 06.10.2025

– Staatsminister Wolfram Weimer stellt rund 29 Millionen Euro für die Sanierung und Modernisierung von rund 20 national bedeutsamen Kultureinrichtungen in ganz Deutschland zur Verfügung. Zu den geförderten Einrichtungen gehören ab 2025 unter anderem das Museum Folkwang in Essen, die Kunstsammlungen Chemnitz, das Kulturzentrum Kampnagel in Hamburg, das Hambacher Schloss, das Kleist-Museum in Frankfurt an der Oder und die Synagoge Gröbzig in Sachsen-Anhalt. 

Staatsminister Wolfram Weimer: „Deutschland verfügt über zahlreiche Kultureinrichtungen, die unsere Identität als Kulturnation prägen. Diese kulturellen Leuchttürme machen die Strahlkraft unseres Landes auch international sichtbar. Deshalb freue ich mich, dass wir auch 2025 wieder eine Vielzahl von Einrichtungen bei der Modernisierung und Weiterentwicklung ihres Angebots unterstützen können. Damit sichern wir unser kulturelles Erbe, stärken zielgerichtet die kulturelle Infrastruktur unseres Landes und stehen als verlässlicher Partner an der Seite der Länder und Kommunen.“

Die Mittel stammen aus dem Programm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland“. Die jeweiligen Bundesländer fördern in der Regel in gleicher Höhe. 

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Berlin

Sony Center feiert 25 Jahre

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  • Vierwöchiges Jubiläumsprogramm vom 17. Juli bis 17. August 2025
  • Unter dem Motto „Coming Back to Life“ wird das Forum künstlerisch bespielt.
  • High Swing und House Running sorgen für den nötigen Nervenkitzel. 
  • Familienevents und musikalische Highlights wie das Broadway-Musical begleiten durch die Festsaison.

Berlin 24.07.2025

Zum 25-jährigen Jubiläum lädt das Center am Potsdamer Platz, ehemals Sony Center, vom 17. Juli bis 17. August zu einem vierwöchigen Sommerfestival ein – mit Kunstinstallationen, Musik und atemraubenden Sportevents. Das ikonische Architekturensemble, das auf historischem Boden zwischen Ost und West errichtet und am 14. Juni 2000 feierlich eröffnet wurde, steht seit jeher für Aufbruch und Wandel. Heute präsentiert sich das Center nach umfassender Sanierung und Neukonzeption als lebendiger Stadtcampus, in dem Arbeit, Kultur und Lebensqualität zusammenfinden.
 
„Ein Ort lebt nicht von seiner Architektur allein – sondern von den Menschen, die ihn mit Leben füllen“, betont Benjamin Gschnell, Geschäftsführer Oxford Properties Deutschland. „Gerade in einer Stadt wie Berlin, die sich ständig verändert, braucht es Orte, die offen, wandelbar und einladend bleiben. Unser Jubiläum ist eine Einladung an alle, genau das zu erleben – mitten am Potsdamer Platz.“

Foto: Inflatable Animals des Künstlers Mr. Kaplin beleben das Forum im Center am Potsdamer Platz | Fotograf: Konrad Langer ©ceeceecreative | Das Center

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Berlin

Wiedereröffnung des Potsdamer Neuen Palais 

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Berlin, Potsdam 15.07.2025 

– Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat heute mit Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) an der Wiedereröffnung der Oberen Galerie des Neuen Palais in Potsdam teilgenommen. Erstmals nach drei Jahrzehnten sind damit sechs der wertvollsten Gemälde der Stiftung wieder öffentlich zugänglich. 

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: „Mit der Wiedereröffnung der Oberen Galerie erblickt heute ein wahres Schatzhaus italienischer Meisterwerke das Licht der Öffentlichkeit. Vor allem die liebevoll restaurierten Gemälde der römischen Malerin Artemisia Gentileschi füllen den Raum auf ergreifende Weise. Angesichts des tragischen Schicksals dieser Powerfrau des Barocks sind die Werke ein großer emanzipatorischer Akt, mit dem sie das Trauma ihres Lebens auf feinsinnige Art künstlerisch verarbeitet. Dass es der Stiftung gelungen ist, für die Restaurierung der Gemälde erhebliche Drittmittel einzuwerben, ist ein Riesenerfolg. Er steht beispielhaft dafür, wie sich öffentliche Investitionen und privates Kulturengagement fruchtbar ergänzen können. Der Bund wird der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten auch in Zukunft verlässlich zur Seite stehen, wenn es darum geht, das Neue Palais künftig auch von außen in seiner ganzen Pracht erstrahlen zu lassen.“ 

Die zur originalen Ausstattung der Oberen Galerie gehörenden Bilder wurden von Friedrich dem Großen (1712-1786) erworben und 1768 fest in die Wandvertäfelung eingebaut. Die beiden Gemälde von Gentileschi (1593-1654) hatte der König erworben, ohne zu wissen, dass sie von einer Frau stammten. Gentileschi war eine der ersten europaweit bekannten Malerinnen. Ihre Werke wurden jedoch lange Zeit unter männlichen Namen geführt. Mit 17 Jahren wurde sie Opfer einer Vergewaltigung, die sie entgegen der damalige Verhältnisse sogar zur Anzeige brachte. Nach einem demütigenden Prozess wurde sie verheiratet, wirkte künstlerisch in Florenz, Rom, Venedig, London und Neapel und war dadurch als Frau in der ungewöhnlichen Lage, ihre Familie selbst zu ernähren.

Die Instandsetzung des Neuen Palais wird ermöglicht durch das sogenannte Sonderinvestitionsprogramm II. Dieses hatte der Bund 2017 gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg zur Rettung der preußischen Schlösser und Gärten aufgelegt. Damit stehen der Stiftung bis 2030 insgesamt 400 Millionen Euro zur Restaurierung ihrer zahlreichen historischen Einrichtungen zur Verfügung. Der Bund steuert 200 Millionen Euro bei.

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Die Straße ist mein Atelier

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Berlin 08.07.2025

Vom 10. Juli bis 21. September 2025 zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Fotografien von Mahmoud Dabdoub. Er ist in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Baalbek im Libanon aufgewachsen und kam 1981 mit einem Stipendium in die DDR. In Leipzig studierte er Fotografie und wurde zum teilnehmenden Beobachter des Alltags und der sozialen Realität. Er war neugierig auf das Unbekannte und wollte zugleich ein Bild vom Leben um ihn herum vermitteln. Mahmoud Dabdoub erzählt in seinen Fotografien vom Alltag der Menschen im Nahen Osten, der DDR und dem wiedervereinigten Deutschland.

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.
Stresemannstraße 28
10963 Berlin

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag
12:00 – 18:00 Uhr
Eintritt frei | Ausweis erforderlich

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Dominique Gato im Slumberland

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Austellungseröffnung am 18.06.2025 im Slumberland –

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