Berlin
Verleihung des „Preises der Vielfalt 2024“ an Zweitzeugen e.V.
Der Preise würdigt außergewöhnliches Engagement für Erinnerungskultur und Vielfalt
Berlin, 13. September 2024
Am Freitagabend wurde im Willy-Brandt-Haus in Berlin eine feierliche Zeremonie abgehalten, die ganz im Zeichen der Vielfalt stand. Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der SPD verlieh den angesehenen „Preis der Vielfalt 2024“ an den Verein Zweitzeugen e.V., dessen unermüdlicher Einsatz für die Erinnerungskultur und ein tolerantes Miteinander herausragend ist.
In ihrer bewegenden Laudatio ließ Reem Alabali-Radovan (SPD) keinen Zweifel an der enormen Bedeutung der Arbeit von Zweitzeugen e.V.: „Dieser Verein ist ein Leuchtturm der Menschlichkeit“, erklärte sie. „Er gibt den Geschichten von Holocaust-Überlebenden eine Stimme, die auch über den Tod hinaus hallt und mahnt uns, die Gefahren von Hass und Intoleranz nicht zu unterschätzen“. Inmitten der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen rief sie die Anwesenden dazu auf, sich aktiv für eine vielfältige und gerechte Gesellschaft einzusetzen.
Zweitzeugen e.V. hat in seiner beeindruckenden Bilanz bereits 38 Lebensgeschichten von Überlebenden dokumentiert und berührt damit mehr als 38.000 Kinder und Jugendliche. Ihre Workshops und Fortbildungsangebote sind ein Aufruf an die Jugend, selbst zu „Zweitzeug*innen“ zu werden – eine Einladung, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern aktiv zu gestalten und für Demokratie sowie Respekt gegenüber Vielfalt einzutreten.
„In einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und andere Formen der Hetze wieder Einzug in unseren Alltag halten, ist das Engagement von Zweitzeugen von unschätzbarem Wert“, betonte Alabali-Radovan mit Nachdruck. Die verliehene Auszeichnung ist nicht nur ein Zeichen der Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz des Vereins, sondern auch für die über 100 Ehrenamtlichen, die mit Herzblut und Überzeugung für eine solidarische und gerechte Gesellschaft eintreten.
Der Preis der Vielfalt wurde ins Leben gerufen, um Organisationen zu würdigen, die sich in vorbildlicher Weise für die Stärkung der Vielfalt und den aktiven Kampf gegen Diskriminierung engagieren. Zweitzeugen e.V. ist somit ein strahlendes Beispiel für gelebte Erinnerungskultur und ein leidenschaftliches Plädoyer für eine offene und inklusive Gesellschaft.
Berlin
AICA Deutschland kürt Georg Kolbe Museum zum Museum des Jahres 2025.
Berlin 05.02.2026
– Am Samstag, 1. Februar 2026 vergab die deutsche Sektion des internationalen Kunstkritikverbands AICA auf ihrer Jahresversammlung in der Hamburger Kunsthalle die Auszeichnungen „Besondere Ausstellung des Jahres“, „Ausstellung des Jahres“ und „Museum des Jahres“.
Die diesjährige Wahl für das Museum des Jahres 2025 fiel auf das Georg Kolbe Museum in Berlin. Nominator Jan Verwoert lobte „hinsichtlich zahlreicher, für Aufgaben und Möglichkeiten von Museen heute entscheidender Gesichtspunkte das hervorragende Programm des Hauses“, das seit 2022 von Dr. Kathleen Reinhardt geführt wird und im letzten Jahr sein 75-jähriges Bestehen feierte. „Der Leitung gelingt es, unter budgetär höchst prekären Bedingungen einen Ort zu schaffen, der auf kleinstem Raum und beispielhafte Weise Konzentration, Selbstreflexion und kritisches Engagement in der Beschäftigung mit der eigenen Sammlung und aktuellen Kunst möglich macht“, so Verwoert.
Das Museum des Jahres wird alljährlich in einem zweistufigen Auswahlverfahren durch die AICA Deutschland bestimmt. Eine dreiköpfige Jury unterbreitet der Jahresversammlung dabei drei Vorschläge, über die nach einer ausführlichen Fachdiskussion abgestimmt wird. Maßgeblich für die Auswahl sind zukunftsweisende Konzepte der Museumsarbeit, nachhaltige Forschungsarbeit mit der eigenen Sammlung, kuratorische Sorgfalt, vorbildliche Vermittlungsarbeit und hohe Standards bei Klimagerechtigkeit und Mitarbeiter:innenführung.
Der Jury für die Auszeichnung zum Museum des Jahres 2025 gehörten an: Jan Verwoert, Annelie Pohlen und Sabeth Buchmann. Die Auszeichnungen der vergangenen Jahre gingen an das Archiv der Avantgarden (ADA) in Dresden, das Brücke-Museum Berlin und die Krefelder Kunstmuseen – Kaiser-Wilhelm-Museum.
Foto: Ausstellungssansicht Tea and Dry Biscuits 2025, Foto: © Enric Duch
Berlin
LGBTQ+ Tourism Pavilion zeigt Inklusion als Wachstumsstrategie
Berlin 05.02.2026
– Der LGBTQ+ Tourism Pavilion in Halle 4.1 bringt zur ITB Berlin 2026 neue starke Partner wie Booking.com, Queer Destinations, Grindr und Turespaña zusammen. Mit seinem vielseitigen Eventprogramm verdeutlicht das Segment seine wachsende Bedeutung für die globale Tourismusbranche. Dabei wird klar: Inklusion ist ein entscheidender Wachstumstreiber und das Thema Sicherheit bleibt ein zentrales Element für nachhaltige Entwicklung.
Der LGBTQ+ Tourism Pavilion ist vom 3. bis 5. März 2026 auf der ITB Berlin erneut in Halle 4.1 präsent und vereint Destinationen, Unternehmen und Medien zu einem Programm, das den LGBTQ+ Reisemarkt als etablierten und zugleich dynamisch wachsenden Tourismussektor sichtbar macht. Ziel ist es, die Bedeutung von Vielfalt und Inklusion als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor zu stärken – gerade in einer Zeit, in der sich globale Rahmenbedingungen und Reiseentscheidungen spürbar verändern.
Neue Partner, starke Destinationen – und ein klares Signal aus der Branche
Zu den wichtigsten Neuerungen zählt der erstmalige Auftritt von Booking.com als Aussteller und Supporting Partner im LGBTQ+ Tourism Pavilion 2026. Ebenfalls als Supporting Partner beteiligt, sind Queer Destinations sowie Valencia, Gastgeber der Gay Games 2026. Erstmals engagiert sich zudem die Gay-Dating-Plattform Grindr als Presenting Partner der LGBTQ+ Tourism Lounge und erweitert das Segment um eine starke Community- und Marktperspektive. Als Premium Partnerengagiert sich in diesem Jahr München Tourismus.
Auch geografisch zeigt sich 2026 ein deutlicher Trend: Spanien stärkt seine Präsenz als LGBTQ+-freundliche Destination und gewinnt im LGBTQ+ Tourism Pavilion weiter an Bedeutung. Premiere feiert Queer Destinations als Supporting Partner, gemeinsam mit den Unterausstellern Baskenland und Salou, die ihre Positionierung als LGBTQ+-freundliche Reiseziele in Spanien weiter stärken. Als Supporting Partner ist Valencia erneut vertreten – gemeinsam mit Benidorm sowie mit einem internationalen Ausblick auf die Gay Games 2026 in Valencia. Ergänzt wird der spanische Auftritt durch JN Global Project, das im Pavilion ausstellt und weitere Destinationen wie Madrid, Torremolinos, Gandia und Gran Canaria präsentiert.
Foto: © Messe Berlin GmbH
Berlin
Wenn Gesundheit zur Reise-Motivation wird
Berlin 04.02.2026
Der Medical & Health Tourism Pavilion in Halle 4.1 wächst und bündelt auf der ITB Berlin vom 3. bis 5. März 2026 internationale Aussteller, europäische Partner sowie erstmals die Charité, Universitätsmedizin Berlin, und bietet neue Formate rund um medizinische Versorgung, Prävention und Longevity. Networking, Bühnenprogramm und erstmals zwei Awards runden das Angebot ab.
Medical & Health Tourism ist längst mehr als ein Trend. Auf der ITB Berlin 2026 wird deutlich, wie geplante Behandlungen im Ausland, spezialisierte Kliniken, hochwertige Präventionsangebote und ganzheitliche Regeneration weltweit wachsen. Die Kombination aus medizinischer Kompetenz, evidenzbasierten Health-Angeboten und touristischer Infrastruktur macht das Segment für Destinationen, Kliniken und Reiseanbieter gleichermaßen attraktiv.
Neue Aussteller und internationale Vielfalt in Halle 4.1
Der Pavilion bleibt ein zentraler Treffpunkt für Gesundheitspartner, Kliniken, Destinationen, Verbände und die Reiseindustrie in Halle 4.1, mit dem Ziel, Qualität, Vertrauen und messbaren Mehrwert für Reisende und Patient:innen sichtbar zu machen. Für 2026 wächst der Medical & Health Tourism Pavilion in Halle 4.1 weiter und begrüßt zahlreiche neue wie etablierte Partner: Crescent Meditours bringt ein Netzwerk aus 20 Kliniken aus Indien nach Berlin, Astana Tourism ist mit vier Kliniken aus Kasachstan vertreten und zugleich Supporting Partner des Pavilion, und Health Croatia ist bereits im dritten Jahr dabei, vergrößert erneut die Fläche und reist mit zwölf Gesundheitspartnern aus Kroatien an.
Erstmals ist zudem Bulgarien mit einem eigenen Stand im Pavilion präsent und ebenfalls Supporting Partner des Medical Pavilion. Neu dabei ist außerdem die Health Tourism Association aus Saudi-Arabien. Wieder mit an Bord sind die Gremi Klinik aus Albanien sowie das Bangkok Hospital aus Thailand, ein starkes Zeichen für die wachsende internationale Relevanz des Segments.
Starke Partner: Thermal Health, Longevity und europäische Gesundheitskompetenz
Mit neuen und bewährten Partnern rückt die ITB Berlin 2026 die Schnittstelle zwischen Tourismus und evidenzbasierter Gesundheitsförderung noch stärker in den Fokus. Erstmals im dem Pavilion präsentiert die European Historic Thermal Towns Association (EHTTA), langjähriger Organizational Partner und Aussteller der ITB Berlin, gleich drei neue Thermal-Destinationen: Spa (Belgien), Baden (Schweiz)und Viterbo (Italien).
Die ESPA – European Spas Association ist langjähriger Aussteller und Organizational Partner der ITB Berlin. Sie rückt zentrale Zukunftsthemen in den Fokus und beleuchtet dabei die wissenschaftlichen Hintergründe aktueller Branchentrends und Buzzwords. Geplant sind Panel-Formate wie „Longevity, Regeneration & Prevention: Beyond the Buzzwords“, in dem es um die medizinisch validierte Rolle von Thermalmedizin als Prävention, natürliche Heilmittel und Klimatherapie sowie Evidenz aus europäischen Spas geht.
Darüber hinaus beleuchtet die Session „Nature-Based Health: From Trend to Treatment“ den Wandel naturbasierter Gesundheitsangebote hin zu ernstzunehmenden Therapieansätzen. Dazu zählen Green Care und Forest Therapy, bei denen Natur gezielt zur Förderung von körperlicher und mentaler Gesundheit eingesetzt wird und deren Wirksamkeit wissenschaftlich durch Studien zum Naturkontakt belegt ist. Ergänzt werden diese Ansätze durch etablierte Therapieformen wie Thalasso, Klimatherapie und Balneologie. Alternativ ist auch ein Format wie „Digital Health Meets Thermal Health“ vorgesehen, das die Verbindung moderner digitaler Gesundheitslösungen mit klassischen Health-Angeboten diskutiert. Mit eigenem Stand vertreten ist erneut der Partner HTI – Health Tourism Industry. Neu hinzugekommen ist die EHMTA – European Health & Medical Tourism Association, die die internationale Vernetzung des Segments weiter stärkt.
Charité erstmals als Partner im Bühnenprogramm
Ein besonderes Highlight 2026: Erstmals ist die Charité, Universitätsmedizin BerlinPartner des Bühnenprogramms im Medical & Health Tourism Pavilion. Sie wird eine Präsentation halten und zudem an einem Panel teilnehmen, das ihr Engagement in Saudi-Arabien beleuchtet, einem neuen Aussteller im Pavilion. Für die ITB Berlin ist diese Partnerschaft ein wichtiger Schritt, um gezielt Medical Buyer anzusprechen, die im Bereich Patientenvermittlung tätig sind und nach belastbaren, vertrauenswürdigen Netzwerken suchen.
Awards 2026: Erstmals zwei Auszeichnungen für Medical & Health Tourism
Ein weiteres Signal für die wachsende Bedeutung des Segments: 2026 werden erstmals zwei Awards vergeben, statt wie bisher nur einem Preis. Die Auszeichnungen werden von einer internationalen Jury nach festen Kriterien vergeben. Der ITB Medical Tourism Award 2026 geht an Visit Düsseldorf, der ITB Health Tourism Award 2026 an Italien.
Foto: © ITB Berlin
Berlin
Kinder: Opfer der Gier
Berlin 30.01.2026
– Die Bundesministerin für Entwicklung und Internationale Zusammenarbeit, Reem Al-Abbali Radovan, und Vertreter von UNICEF eröffneten eine Fotoausstellung, die das Leid von Kindern in Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, Gaza und Afghanistan dokumentiert. Die Bilder verdeutlichen die Notlage von Kindern unter der Herrschaft ihrer Regierungen, die Gewalt ausüben, Menschenrechte verletzen und ungerechte Politik betreiben, wie beispielsweise das Schulverbot für Mädchen durch die Taliban.
Die Ministerin betonte, dass sich die Bundesregierung dem Schutz von Kindern verpflichtet fühlt und im ständigen Dialog mit internationalen Organisationen steht, um moralische und politische Unterstützung zu gewinnen und der Tragödie dieser Kinder ein Ende zu setzen, die Opfer staatlicher Gewalt sind, welche Menschenrechte verletzt und zu Hunger, Armut und Krankheit führt.
Die Ausstellung ist noch bis Ende April im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu sehen.
Berlin
Andreas Maus zeigt seine Werke
Berlin 27.01.2026
– Pop-up Ausstellung in der Berliner Philharmonie
„Es ist sinnlos und nutzlos, wenn man die Naziverbrechen unter dem Teppich kehrt, sich hinter Lügen versteckt, da muss man in Deutschland offen und ehrlich sein.“ Andreas Maus
Andreas Maus arbeitet im Kunsthaus KAT18 in Köln und wurde 2021 mit dem „euward 8“, dem europäischen Kunstpreis für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung, ausgezeichnet.
Der Kölner Künstler Andreas Maus, Jahrgang 1963, ist bekannt für seine kunstvollen und gesellschaftskritischen Zeichnungen. Immer wieder beschäftigt er sich mit dem bevorstehenden Tod aus der Perspektive des Opfers und mit der Angst, durch äußere Gewalt zu sterben.
In den ausgestellten Werken geht es um die Gräueltaten des NS-Regimes und um das Leben und erfahrene Leid von Anne Frank und ihrer Familie. Beide Themen sind Schwerpunkte im Schaffen des Ausnahmekünstlers. Er verbindet die historischen Ereignisse mit Gewaltdarstellungen aus anderen Epochen um Leid nachempfindbar zu machen.
Dabei setzt er sich auch mit der eigenen Biografie und erlebten Gefühlen auseinander.
Die Technik von Andreas Maus ist einzigartig: Detailliert und kraftvoll. Fluide und doch auch ganz genau. Sich immer widerholende Muster aus Kästchen, Kreisen und Schnörkeln bilden die Fläche für figurative Zeichnungen und Szenen, die an Kupferstiche erinnern. Entweder in Schwarz-Weiß mit Bleistift oder Grafit gezeichnet. Oder auch knallig mit verschiedenfarbigen Kugelschreiberfarben. Ergänzt werden die Bilder manchmal durch Texte oder Überschriften: Ein genaues Hinschauen und Studieren lohnt sich.
Dabei macht Maus es den Betrachtern seiner Kunst nicht immer einfach: Grausamste Szenen, die ungeschönt die menschenverachtende Haltung der Nationalsozialisten spürbar machen sollen, hat Maus in seinen Künstlerbüchern integriert. Für diese Ausstellung ist eine Kopie des Künstlerbuchs von Anne Frank ausgewählt, wo neben Bildern über Anne Frank und ihre Familie, auch Gräueltaten szenisch dargestellt werden.
Die ergänzend ausgestellten abstrakten Arbeiten sind ein wichtiger Ausgleich zur künstlerischen Erinnerungsarbeit, auch für Andreas Maus selbst. In der Ausstellungskonzeption schaffen sie Bezüge und Anknüpfungspunkte zur expressiven Architektur der Berliner Philharmonie.
Nach einer Begrüßung durch den Behindertenbeauftragten Jürgen Dusel um 13:00 Uhr erwartet Sie außerdem ein Podiumsgespräch mit dem Künstler Andreas Maus, der künstlerischen Leiterin vom Kunsthaus KAT18 Jutta Pöstges und Jürgen Dusel. Um 14:30 Uhr gibt es einen Ausstellungsrundgang mit dem Künstler. Es werden Live-Audiodeskription und Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache angeboten. Die Ausstellung ist nur am 27. Januar von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.
Am 28. Januar um 11:00 Uhr folgt die Gedenkveranstaltung am Gedenk- und Informationsort T4 in der Tiergartenstraße 4 in Berlin. Dort kommen wir zur Kranzniederlegung in Gedenken an die Opfer zusammen. Der Gedenkakt wird musikalisch begleitet von Jeremi und Silas Zschocke. Merken Sie sich gleich unsere Veranstaltungen vor!
Die Termine im Überblick:
27. Januar 2026 von 11:00 bis 16:00 Uhr
Ausstellung mit Werken von Andreas Maus
in der Berliner Philharmonie in der Herbert-von-Karajan-Straße 1 in 10785 Berlin
13:00 Uhr Podiumsgespräch mit Jürgen Dusel, Andreas Maus und Jutta Pöstges (Künstlerische Leitung Kunsthaus KAT18, GWK START)
Musikalische Begleitung: Jeremi, Johanna und Silas Zschocke
Veranstaltung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache und Live-Audiodeskription.
14:30 Uhr Ausstellungsführung mit Live-Audiodeskription und Übersetzung in Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache
28. Januar 2026 um 11:00 Uhr (bis max. 11:30 Uhr) Kranzniederlegung mit musikalischer Begleitung durch Jeremi und Silas Zschocke
am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in der Tiergartenstraße 4 in 10785 Berlin
Veranstaltung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache und Live-Audiodeskription.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Quelle: Kunsthaus KAT18/ Andreas Maus
Berlin
UNICEF Foto des Jahres 2025
Berlin 27.01.2026
UNICEF Deutschland zeichnet mit dem internationalen Wettbewerb UNICEF Foto des Jahres jährlich Bilder und Reportagen professioneller Fotojournalist:innen aus, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern dokumentieren. Die frisch gekürten Gewinnerbilder des Wettbewerbs 2025 werden vom 30.01. bis 26.04.2026 im Willy-Brandt-Haus präsentiert. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen unterschiedliche Facetten der prekären Lebenssituation von Millionen Kindern weltweit, deren Rechte tagtäglich verletzt werden – und dabei allzu häufig unsichtbar bleiben.
Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 29.01.2026 | 19:00 Uhr
- Es sprechen: Mirja Linnekugel (Künstlerische Leiterin FkWBH), Reem Alabali Radovan MdB (Bundesentwicklungsministerin), Peter-Matthias Gaede (Juryvorsitzender & Mitglied des Deutschen Komitees für UNICEF) und Anya Tsaruk (Preisträgerin)
- Eintritt frei | Ausweis erforderlich
- Foto: © Tdh/Elise Blanchard
Berlin
350.000 Gäste feiern 100 Jahre Grüne Woche
Berlin 26.01.2026
Grüne Woche begeistert zum Jubiläum 350.000 Gäste. Bundespräsident, Bundeskanzler, zwei EU-Kommissare und sieben Bundesminister:innen gratulierten persönlich.
100 Jahre und kein bisschen leise: Die Grüne Woche hat zu ihrem Jubiläum die Erwartungen der Veranstalterin Messe Berlin weit übertroffen. 350.000 Messegäste feierten das 100-jährige Bestehen auf dem Berliner Messegelände. Das entspricht einem Besucherzuwachs von rund 40.000 im Vergleich zum Vorjahr. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz, sieben Bundesminister:innen und zahlreiche Ministerpräsident:innen gratulierten persönlich. Zehn Tage lang fungierte das Berliner Messegelände als international wichtigster Treffpunkt für Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau.
Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Jubiläumsausgabe, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft, neue Produkte und internationale Perspektiven zu informieren. Rund 1.600 Aussteller aus über 50 Ländern präsentierten ihre Angebote – von traditionellen Spezialitäten und innovativen Produktideen über vegetarische und vegane Ernährung bis hin zu zuckerreduzierten Konzepten. Als diesjähriger Partner der Grünen Woche zeigte Mecklenburg-Vorpommern eindrucksvoll die kulinarische und touristische Vielfalt des nördlichen Bundeslandes.
Neben dem vielfältigen Genussangebot rückten zentrale Zukunftsfragen in den Mittelpunkt – von Ernährungssicherung und Wasserresilienz über Nachhaltigkeit und Tierwohl bis hin zu Innovationen in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Historische Einblicke – etwa in der Sonderschau „100 Jahre Grüne Woche“ – trafen auf moderne Technologien sowie neue Ernährungstrends und machten den Wandel der Branche über ein Jahrhundert hinweg anschaulich erlebbar.
„Das enorme Besucherinteresse war überwältigend. Die Grüne Woche 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch nach 100 Jahren so relevant ist wie eh und je“, sagt Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin. „Die gute Stimmung in den Hallen, intensive Debatten und das große politische Interesse machen deutlich: Die Grüne Woche ist der Treffpunkt für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und bietet dem öffentlichen Diskurs über Landwirtschaft und Ernährung eine aufmerksamkeitsstarke Bühne. Der große Erfolg ist nur durch das Engagement der Aussteller, Partner, Bundesländer, internationalen Beteiligungen – und nicht zuletzt der Besucherinnen und Besucher – möglich. Ihnen allen gilt unser großer Dank: Sie tragen die Grüne Woche und schaffen die Basis für die kommenden 100 Jahre.“
Politische Bühne und internationaler Dialog
Die Grüne Woche 2026 bestätigte erneut ihre Rolle als politischer Place-to-be zu Jahresbeginn. Eine besondere Würdigung war die Eröffnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch Bundeskanzler Friedrich Merzinformierte sich bei einem eigenen Rundgang durch die Messehallen über die Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainererlebte die Grüne Woche erstmals in seinem Amt und nutzte die Messe als zentrale Plattform für Gespräche. Während der gesamten Messelaufzeit hieß er nationale und internationale Gäste in der Halle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) willkommen.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer: „Die Grüne Woche ist seit 100 Jahren das Schaufenster der Branche. Die Messe hat auch bei ihrer Jubiläumsausgabe diesem Ruf alle Ehre gemacht: Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Gartenbau haben mit ihren hochwertigen Produkten erneut bewiesen, dass ‚Made in Germany‘ ein Markenversprechen ist und bleibt – und zwar weltweit. Als Bundesregierung unterstützen wir unsere heimischen Hersteller dabei, ihre Produkte international noch bekannter und erfolgreicher zu machen.
Mir ist wichtig: Wir brauchen für die großen Herausforderungen der Branche einen Austausch auf Augenhöhe, um gemeinsam zu den besten Lösungen zu kommen. Die Grüne Woche ist für diesen Austausch eine wichtige Plattform. In den vielen Gesprächen, die ich hier tagtäglich geführt habe, war die Resonanz durchweg positiv. Das Interesse an der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft ist groß und unser politischer Kurswechsel stieß auf breite Unterstützung. Ich freue mich daher schon auf die Messe im 101. Jahr.“
Neben dem BMLEH war die Bundesregierung mit dem Bundesentwicklungsministeriumund Bundesumweltministerium mit eigenen Sonderschauen vertreten. Insgesamt sieben Bundesminister:innen kamen auf der Jubiläumsausgabe der Grünen Woche mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch: Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Dr. Johann Wadephul, Bundesminister des Auswärtigen, Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr sowie Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Ergänzt wurde die hohe politische Präsenz durch zahlreiche Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder, allen voran Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das als Partner der Grünen Woche 2026 den offiziellen Auftakt gestaltete und mit einer eigenen Halle vertreten war. Zudem waren Olaf Lies, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Mario Voigt, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein sowie Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, auf dem Berliner Messegelände zu Gast. Die internationale Dimension der Grünen Woche unterstrichen Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, sowie Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierwohl. Ergänzt wurde die politische Präsenz durch zahlreiche Botschafter, Diplomatinnen und Diplomaten sowie Attachés, die die Grüne Woche als internationale Plattform für den Austausch zu Landwirtschaft, Ernährung und Handel nutzten.
Ein zentraler Bestandteil des politischen Programms war erneut das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), das im Umfeld der Grünen Woche stattfand. Unter dem Motto „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“ diskutierten rund 2.000 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über globale Herausforderungen der Land- und Ernährungswirtschaft. Höhepunkt war die 18. Berliner Agrarministerkonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern aus 61 Staaten. Sie verabschiedeten eine gemeinsame Abschlusserklärung zu effizienter Wassernutzung, besserem Hochwasserschutz sowie zum Erhalt von Wäldern und Gewässern.
Dialog-Plattform für Land- und Ernährungswirtschaft
Die Grüne Woche bestätigte erneut ihre Rolle als zentrale Themenbühne für den Austausch über aktuelle Entwicklungen der Branche. Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussionen standen unter anderem das Mercosur-Abkommen sowie gesunkene Erzeugerpreise. Der Lebensmitteleinzelhandel war auf der diesjährigen Grünen Woche mit Unternehmen wie der Schwarz Gruppe, Rewe, Edeka und Aldi Süd auf der Grünen Woche stark vertreten. Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Ernährungs- und Landwirtschaftsbranche zeigten sich mit dem Verlauf der Grünen Woche sehr zufrieden.
Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, zieht eine äußerst positive Bilanz zur diesjährigen Grünen Woche: „Die Jubiläumsmesse hat die Besucher in hoher Zahl angelockt. Das ist sehr erfreulich. Auffallend war, dass sich viele Messebesucher zunehmend Gedanken über Ernährungs- und Versorgungssicherheit, auch verbunden mit Lebensmittelpreisen machen. Dies war auch Thema bei zahlreichen Gesprächen mit hochkarätigen politischen Gästen, wie auch Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau. Insgesamt war die Grüne Woche im 100sten Jahr ein voller Erfolg.“
Auch die Ernährungsindustrie nutzte die Grüne Woche intensiv als Plattform für den Austausch mit Politik und Öffentlichkeit.
Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie und Lebensmittelverband Deutschland: „Wir durften in diesem Jahr viele Politiker an unseren Stand begrüßen und über die zentrale Rolle informieren, die die Ernährungsindustrie für unser Land spielt. Als drittgrößter Industriezweig sichern wir die Versorgung von 84 Millionen Menschen in Deutschland und tragen zugleich zur Ernährung von Millionen weltweit bei – denn Food Made in Germany bleibt ein Exportschlager und steht für Qualität, Innovation und Vielfalt. Ich bin überzeugt, dass Politik und Wirtschaft den Standort Deutschland nur gemeinsam wieder stark machen können – wenn sie mehr miteinander reden und enger zusammenarbeiten, als es in der Vergangenheit der Fall war.“
Blick in die Zukunft: Startup-Days und Ernährungstrends
Auch in ihrem 100. Jahr zeigte sich die Grüne Woche als Testmarkt und Impulsgeber für die Ernährung von morgen. Bei den Startup-Days präsentierten zehn junge Unternehmen aus der Agtech- und Foodbranche innovative Ideen, darunter Lösungen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung, neue Proteinquellen und digitale Anwendungen für Produktion und Lagerung. Das Gewinner-Startup SkoneLabs überzeugte mit einem KI-gestützten Sensorsystem, das hilft, frische Früchte effizienter zu lagern und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
Ebenfalls im Fokus des Wettbewerbs standen Konzepte wie das fermentierte, pflanzenbasierte Suppenpulver von Miss Mineva’s, das für alltagstaugliche, gesunde Ernährung steht, sowie MicroHarvest mit neuen Proteinlösungen aus Mikroorganismen. Den Trend zu bewusster, gesunder und nachhaltiger Ernährung griff auch die Themeninsel ZERO auf und zeigte, wie sich bewusster Genuss, Ressourcenschonung und Innovation im Alltag verbinden lassen – mit zuckerfreien Produkten, pflanzlichen Protein-Snacks oder fermentierten Getränke-Konzepten.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
Knödel, Käse und Cannoli: Die Aromen Südeuropas auf der Grünen Woche
21.01.2026
– Kaiserschmarrn aus Österreich, Raclette aus der Schweiz, sizilianische Oliven, französische Macarons und portugiesische Klassiker: Die Grüne Woche schmeckt nach Südeuropa – und nach Wohlfühlen.
Zwei Stunden bevor die ersten Gäste die Hallen der Grünen Woche betreten, wird auf der Christl Alm bereits geschäftig gewerkelt. Es gibt auch einiges zu tun im beliebten Restaurant am österreichischen Gemeinschaftsstand: Brötchen aufschneiden für Bratwurst, Leberkäs und Käsekrainer, Semmelknödel und Spinatknödel drehen, Salatdressing vorbereiten und – ganz wichtig – Das Fleisch in den Ofen schieben.
Vor dem Ansturm: Hochbetrieb auf der Christl Alm
„Es dauert etwa zwei Stunden, bis die erste Runde Schweinebraten fertig ist“, sagt Hannes Traunberger aus Linz, Chef der Christl Alm. Seit über zehn Jahren gehört das Restaurant mit den rot-weiß-karierten Tischdecken zu den Anziehungspunkten der World Tour der Grünen Woche. An über 50 Tischen verköstigen Hannes und sein 33-köpfiges Team die Besucherinnen und Besucher mit hausgemachten Marillenknödeln, Kaiserschmarrn und Riesengermknödeln, Kartoffelgröstl, Grillschinken und Schweinebraten „Viele kommen wegen des Schweinebratens oder der Speckknödel. Vor drei Jahren haben wir mit den Spinatknödeln etwas Neues mitgebracht und die werden geliebt“, sagt Hannes. Er mag die Atmosphäre in der südeuropäisch geprägten Halle 4.2: „Die Gäste sind gern und lange hier – und wir auch. Es ist einfach super mit der Schweiz, Italien und Frankreich“, sagt er.
Die süße und herzhafte Seite Siziliens
Wer den Blick durch die Halle schweifen lässt, sieht zunächst die farbenfrohen Macarons von Petit Paris, etwas weiter hinten stapeln sich in der Auslage grüne und schwarze Oliven aus Sizilien, gefüllt mit Mandeln oder Knoblauch, wahlweise mit oder ohne Kern, getrocknete Tomaten sowie Thunfisch aus dem Mittelmeer. Es ist der Stand von Giuseppe Farruggio und Corinn Gallo von La Qualita Autentica. Die Reise durch die Aromen Siziliens hat gerade begonnen, das sagt Corinn: „Wir haben noch einen zweiten Stand.“
Mit einem Lächeln weist sie in Richtung der Berge von kandierten Mandeln und Erdnüssen. In dunkle Schokolade gehüllte Orangen- und Zitronensticks liegen neben kunstvollen Schokoblöcken aus heller und dunkler Schokolade, veredelt mit Chili, Kaffeebohnen und der berühmten Pistazie aus Bronte – dem „grünen Gold“ Siziliens. Neben Torrone (karamellisierter Mandel- oder Pistazien-Nougat) Aragustina und Cannoli mit Vanille-, Schoko- oder Pistazienfüllung gibt es Schoko-Lollies in verspielten Formen wie Schmetterling, Hase, Teddybär oder Clown – und frische Erdbeeren und Bananen zum Genießen mit geschmolzener Schokolade direkt am Stand.
Schweizer Klassiker und ein Abstecher nach Portugal
Schokolade findet sich natürlich auch in der Schweiz, zum Beispiel bei Chocosuisse, dem Verband der Schweizer Schokoladenfabrikanten. Und was darf in der Schweiz nicht fehlen? Natürlich, Raclette. Die mit geschmolzenem Käse gefüllten Pfännchen haben bei uns in Deutschland zwischen Weihnachten und Silvester ihren großen Auftritt. Danach verschwindet der Raclette-Grill in meisten Haushalten wieder im Keller. Bei Raclette Suisse gilt: „Raclette geht immer!“ Und das zeigt sich auch an der langen Schlange am Stand. Hier wird der original Schweizer Raclettekäse mit dem typisch würzigen Aroma traditionell vom Laib geschabt (frönzösisch:„racler“) und mit oder ohne Schinken und Pfeffer auf dem Handbrot serviert.
Danach bietet sich ein kleiner Verdauungsspaziergang in die Halle 7.2c an, wo Galáxia Gulosa mit saftigen Bifana- oder Leitão-à-Bairrada-Sandwiches die herzhafte Seite der portugiesischen Küche präsentiert. Cremige Pastéis de Nata und kunstvoll gefertigte Doce Fino aus der Algarve bilden die süße Ergänzung.
Foto: Messe Berlin
Berlin
Zwischen Feld und Welt: Metropolregion Nürnberg will Welt-Agrarkulturerbe werden
21.01.2026
– Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region in Deutschland um den Titel Welt-Agrarkulturerbe und setzt sich damit für eine stadtnahe Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und mehr ein.
Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region Deutschlands um den Titel Welt-Agrarkulturerbe. Damit setzt sie ein Zeichen: für eine einzigartige, stadtnahe Landwirtschaft, nachhaltige Kreisläufe und Ernährungssicherheit. Vorgestellt wird der Antrag am Donnerstagnachmittag in Halle 23a. Im Fokus der Bewerbung steht eine außergewöhnlich vielfältige Agrarkultur, die seit Jahrhunderten in enger Verbindung mit den Städten der Region steht. Ob das Nürnberger Knoblauchsland, die traditionsreiche Karpfenteichwirtschaft im Aischgrund und in der Oberpfalz oder Streuobstwiesen, Hopfengärten und Weinberge in Franken – sie alle bilden ein einzigartiges, lebendiges Gesamtsystem. Rund 100.000 Menschen arbeiten in der Land- und Ernährungswirtschaft in Nordbayern. Sie versorgen Millionen Menschen mit regionalen Lebensmitteln und leisten zugleich einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaften, zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt.
Vorgestellt wird die Bewerbung am Donnerstag um 14 Uhr in einer Podiumsdiskussion in der Halle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Dabei informieren Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Vertreter und Vertreterinnen aus der Landwirtschaft über Inhalt und Stand des Antrags bei der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).
Kulturell und ökologisch ein Schatz
Der internationale Titel „Welt-Agrarkulturerbe“ wird von der FAO an landwirtschaftliche Systeme verliehen, die durch Tradition, ökologische Resilienz und kulturelle Bedeutung herausragen. Weltweit tragen ihn bisher 104 Landstriche – in Deutschland allerdings noch ein einziger. Mit ihrer Bewerbung möchte die Metropolregion Nürnberg diese Lücke schließen und ihre Agrarkultur international sichtbar machen. Die Auszeichnung bietet die Chance, ein starkes gesellschaftliches Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft zu schaffen. Ob die Metropolregion den Titel erhält, entscheidet die FAO im Laufe des Jahres.
Dabei geht es nicht um Nostalgie, sondern um die Zukunft. Landwirtschaftliche Traditionen wie Streuobstanbau, Weidetierhaltung oder Brennkunst stehen für Wissen, Handwerk und Innovationskraft. Ein begleitender Aktionsplan soll die regionale Wertschöpfung stärken, mehr Produkte aus der Region in öffentliche Einrichtungen bringen und durch Bildungs- und Erlebnisangebote das gesellschaftliche Wissen und Bewusstsein für die Leistungen regionaler Landwirtschaft entwickeln.
Nürnberg auf der Grünen Woche
Die Europäische Metropolregion Nürnberg präsentiert sich mit einem Stand in der Messehalle 23a vom BMLEH. Am Donnerstag um 14 Uhr wird auf der Bühne eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zwischen Feld und Welt – Metropolregion Nürnberg als Welt-Agrarkulturerbe“ abgehalten. Um 14:45 Uhr beginnt das anschließende Pressegespräch am Stand 314.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
SconeLabs gewinnt Startup-Days der Grünen Woche 2026
Berlin 22.01.2026
– Zehn Startups, viele Visionen für die Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung: Im Finale der Startup-Days auf der Grünen Woche setzt sich SconeLabs mit einer KI gegen Lebensmittelverschwendung durch.

Die Jury, Finalisten und der Gewinner der Startup-Days 2026.
Wie soll man einen trinkfertigen Matcha aus der Dose, einen E-Traktor und eine Künstliche Intelligenz, die den Verfall von Obst und Gemüse vorhersagt, vergleichen? Oder ein fermentiertes, zuckerfreies und veganes Instant-Gericht, das zu 100 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht, mit einem autonomen Feldroboter und der Proteinherstellung aus Mikroorganismen und Nebenströmen der Landwirtschaft?
So vielfältig, dass ein Preis kaum reicht: Zehn Startups im Wettbewerb
Dieser Aufgabe widmen sich die Juriorinnen und Juroren des Startup-Preises nun bereits im achten Jahr. Am Dienstag und Mittwoch stellten zehn Startups aus der Agtech- und Foodbranche in dreiminütigen Pitches ihre innovativen Ideen für die Ernährungs- und Landwirtschaft auf der Grüne-Woche-Bühne vor. Die Preisverleihung fand am Mittwochabend im Rahmen des Netzwerkabends der Partner auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs statt. Der Startup-Preis wird in Kooperation mit der Andreas-Hermes-Akademie und der Landwirtschaftlichen Rentenbank verliehen. Er beinhaltet ein Coachingpreisgeld von 1.000 Euro, die Teilnahme an einem Accelerator-Programm von der Rentenbank und eine kostenfrei Präsentationsfläche auf der Grünen Woche 2027.
„Startups bringen frischen Mut, Geschwindigkeit und Flexibilität in die Branche und die Projekte, die ich hier im Rahmen der Startup-Days gesehen habe, haben alle einen greifbaren Mehrwert“, sagte Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. „Wir haben zehn Pitches gesehen. Das war eine breite Welt an Überraschungen und bei allen Unternehmen sehen wir eine Perspektive“, sagte Jury-Sprecher Gerald Dohme vom Deutschen Bauernverband.
KI-gestützte Sensorik reduziert Verluste in der Lebensmittelkette
Am Ende überzeugte SconeLabs, die sich auf innovative Art dem Thema Lebensmittelverschwendung widmen: Gründer Nishit Agrawal und sein Team haben die Bedingungen in Lagerhallen als eines der größten Probleme ausgemacht. „Jeder kennt das Problem, dass man nicht weiß, wann eine Avocado reif und wann sie schlecht ist“, sagte er im Pitch. Das Problem gibt es in Lagerhallen auch, nur hat es einen weitaus größeren Effekt, als wenn man im Haushalt eine einzelne Avocado entsorgen muss. Das Berliner Technologieunternehmen hat eine Sensorik mit einer Künstlicher Intelligenz kombiniert, die Echtzeitdaten aus Lagerung und Produktion frischer Lebensmittel in verwertbare Erkenntnisse verwandelt. So können Risiken, Qualitätsverluste und Verderb frühzeitig erkannt werden, was Lebensmittelverschwendung verringert, und die Haltbarkeit optimiert.
„Ich kann mir nicht vorstellen, warum man das für sein Lager nicht haben wollen würde und eigentlich auch nicht, warum es das nicht schon längt gibt“, sagte Jury-Mitglied Jana Moritz von der Schwarz Gruppe.
Gesunde Fertiggerichte und neue Proteinquellen begeistern die Jury
Ähnliches gilt für Miss Mineva’s moderne, gesunde Alternative zu herkömmlichen Fertiggerichten. Auch MicroHarvest hat beeindruckt. Das Biotechnologie‑Unternehmen hat eine neue Art der Proteinproduktion entwickelt, die auf natürlichen Mikroorganismen basiert.
„Ich fände es schön, wenn wir drei Preise vergeben könnten“, hatte Jury-Mitglied Clement Tischer von der Rewe Group noch vor der Preisverleihung gesagt. Zum Glück geht es ja beim Startup-Preis nicht darum, dass nur eine Idee weiterverfolgt wird. „Wir haben in der Agrar- und Ernährungswirtschaft komplexe Herausforderungen, also brauchen wir auch viele Ideen“, sagte Nikola Steinbock von der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Im Rahmen des Netzwerkabends lud sie noch einmal explizit zum Austausch ein: für eine bessere Vernetzung zwischen Startups und der Landwirtschaft.
Fotos: © Messe Berlin
Berlin
young generation hub: Berufe entdecken und Geschicklichkeit trainieren
Berlin 21.01.2026
– Von A wie Agrarwirtschaftlich-Technischer Assistent bis Z wie Zimmerer reicht die Auswahl an Berufen im young generation hub. Viele Stationen können ganz praktisch selbst ausprobiert werden.
Es braucht etwas Fingerspitzengefühl, bis die Schweißnaht richtig sitzt. Eine VR-Brille zeigt den Verlauf an, die Umstehenden fiebern über den Bildschirm mit. Am Stand des Gleisbauers und Bahninfrastrukturdienstleisters Spitzke erfahren Jugendliche, welche Ausbildungsberufe das Unternehmen anbietet. Tom und Marvin sind im dritten Lehrjahr zum Baugeräteführer. Sie schweißen zwar keine Schienen zusammen wie ihre Kollegen. Aber wenn an einer ihrer Maschinen etwas kaputt ist, reparieren sie es selbst, zur Not auch mit dem Schweißgerät. Gute Noten in Mathe und Physik sind in ihrem Job von Vorteil. Was ihnen Spaß macht: Der Umgang mit den Maschinen und viel draußen zu sein.
Mehr als 80 Berufe können Jugendliche im young generation hub in Halle 2.1 noch bis Freitag entdecken. Zu den Ausstellern gehören Unternehmen und Innungen, aber auch Ausbildungseinrichtungen wie der Lehrbauhof. Jeder Stand bietet eine Mitmachaktion an. Bei der Schornsteinfegerinnung können die Schülerinnen und Schüler auf einer Slackline ihren Gleichgewichtssinn trainieren und sich im Besenbinden üben. Die S-Bahn-Berlin hat einen Fahrsimulator mitgebracht. Bei der Bundeswehr wird an einer Trainingspuppe Reanimation geübt. Gartenbauer pflastern einen Weg.
Geduld und Geschicklichkeit
Am Stand des Bauunternehmens Porr erwartet die Jugendlichen eine besondere Challenge: Mit einem Elektro-Bagger soll ein Bolzen in ein Rohr versenkt werden – gar nicht so einfach. Trotzdem ist die Schlange lang. „Wir wollen die Baubranche für junge Menschen attraktiv machen“, sagt der Kaufmännische Regionalleiter Spezialtiefbau, Markus Schwarz. Eine Ausbildung wie beispielsweise zum Spezialtiefbauer biete viele Entwicklungsmöglichkeiten – bis hin zum Bauleiter. „Auf Veranstaltungen wie diesen versuchen wir auch Mädchen zu begeistern. Viele Maschinen werden inzwischen per Touchscreen gelenkt. Körperliche Kraft ist keine Voraussetzung mehr für die Arbeit am Bau“, so Schwarz.
Balász, Jake und Paul aus Pankow haben sich extra bei dem noch größeren Baufahrzeug von Gottlieb Tesch Kanal- und Rohrleitungsbau angestellt. Sie haben bereits bei den Konstruktionsmechanikern um die Wette Schrauben und Muttern eingeschraubt. Balász würde gerne Polizist werden, Jake vielleicht Tischler. Auch Solina, Philine und Karlotta haben das Mutter- und Schrauben-Spiel ausprobiert. Zu ihren Traumberufen – Ärztin, Psychologin, Sportmoderatorin – haben sie allerdings beim young generation hub nur wenig Informationen gefunden, wobei auch verschiedene Studiengänge vorgestellt werden.
Jeden Tag um 13 Uhr gibt es im young generation hub eine Podiumsdiskussion. Am Montag beispielsweise sprach sich Berlins Arbeits- und Sozialsenatorin und Schirmherrin Cansel Kisiltepe für die Einrichtung eines Azubi-Werks nach dem Vorbild des Studierenden-Werks aus, vor allem um günstigen Wohnraum zu schaffen. Denn der Wohnungsmarkt schreckt viele junge Menschen ab, eine Ausbildung in Berlin zu machen – zum Nachteil der ortsansässigen Wirtschaft.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
Kinder lernen Ernährung auf der Grünen Woche
Berlin 21.01.2026
– Fußball trifft Ernährung: Während Philipp Lahm am Kaufland-Stand für Gesundheitsbewusstsein wirbt, entdecken Schülerinnen und Schüler am Gemeinschaftsstand „Zukunft schmeckt“ die Freude am Kochen.
Nicht viele Menschen können von sich behaupten, schon einmal von einem Fußball-Weltmeister einen Einkaufskorb voller Lebensmittel in die Hand gedrückt bekommen zu haben – die Schülerinnen und Schüler aus der sechsten Klasse der Havelland-Grundschule gehören seit dieser Woche dazu.
„Wer hat schonmal etwas vom Klimafußabdruck gehört?“, fragt Philipp Lahm. 13 Hände schießen in die Höhe. Der ehemalige Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft überreicht den Kindern Körbe mit Lebensmitteln und einen Scanner. Auf einem Tablet konnten sie ablesen, wie viel CO2 das jeweilige Lebensmittel pro Kilogramm verursacht, außerdem sprechen sie mit Ernährungspsychologin Bastienne Neumann spielerisch über ausgewogene Ernährung. Der Workshop „Machen macht Schule“ fand am Montag am Kaufland Stand in Halle 3.2 statt, wo Philipp Lahm und die Supermarktkette ihre gemeinsame Initiative vorstellten, um Kinder und Jugendliche in Deutschland stärker für ausgewogene Ernährung, Bewegung und persönliche Entwicklung zu sensibilisieren.
Genuss und Spaß an der Kochinsel von „Zukunft schmeckt“
Am Gemeinschaftsstand „Zukunft schmeckt“ kümmern sich die Berufsköche Daniel Schade und Philipp Schundau um spielerische Genusserlebnisse. Am Stand der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und dem Lebensmittelverband Deutschland finden täglich zwei Kochevents für Schülerinnen und Schüler statt. Heute gibt es Gemüsecurry, Mie-Nudeln mit Gemüsesoße und Waffeln. Die Klasse 6a der Schule am Wäldchen aus Hohenschönhausen verteilt sich in kleinen Gruppen an den Tischen. Sie bekommen Brettchen, Schüsseln, Schäler und kleine Messer. „Passt auf eure Finger auf und lasst euch Zeit“, sagt Philipp Schundau, der Karotten, rote Paprika, Gurken, Zwiebeln und grüne Bohnen an den Tischen verteilt.
Luca (12) und Maja (13) dürfen Champignons und das geschälte Gemüse in der Küchenmaschine verarbeiten. „Das macht Spaß“, sagt Luca. Keine zehn Minuten sind vergangen und schon ist alles Gemüse kleingeschnitten. Daniel Schade bereitet mit zwei Schülerinnen den Waffelteig vor. „Wir wollen den Kindern auf spielerische Weise das Kochen näherbringen und wie man mit einfachen Zutaten und Spaß in kurzer Zeit etwas Leckeres herstellen kann“, sagt Kerstin Steinchen vom Deutschen Lebensmittelverband.
Gesundheit und Ernährung im Fußball
„Als ich klein war, habe ich noch nicht so viel über Ernährung nachgedacht, aber zum Glück hatte ich meine Eltern und Großeltern, die darauf geachtet haben“, sagt Philipp Lahm. Durch seine Verletzungen wie einen Mittelfußbruch, Kreuzbandriss oder den Trizeps Abriss kurz vor der Heim-WM 2006, habe er sich mehr Gedanken darüber gemacht, was Gesundheit bedeutet und gesunde Ernährung. „Wenn du das, was du liebst, nicht mehr machen kannst, merkst du wie wichtig Gesundheit ist“, sagt er.
Junge Fußballerinnen und Fußballer im Alter von 11-12 Jahren lernen bei FoodSkillz in Halle 23 im Rahmen von IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung spielerisch, was gute Ernährung im Sport bedeutet – mit einem kurzen Theorieteil und gemeinsamen Kochen im Team. Vor Ort lädt das Team am Mittwoch noch von 11.00 bis 13.00 Uhr sowie von 16.00 bis 17.00 Uhr an der Zubereitungsinsel zu Kochaktionen ein.
„Nicht alle haben die Möglichkeit, sich mit Ernährung zu beschäftigen. Die haben ganz andere Sorgen“, sagt Philipp Lahm. Das sei ihm klarer geworden, als er 2007 nach Südafrika gereist ist. Die Eindrücke vor Ort gaben den Startschuss für die Philipp Lahm Stiftung. „Es gibt aber auch in Deutschland benachteiligte Kinder“, ergänzt er. Bei seinen Camps achtet er darauf, die Kinder zu berücksichtigen, die nicht unter so behüteten Verhältnissen aufgewachsen sind wie er selbst.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
André Thomkins in Berlin
Berlin 21.01.2026
André Thomkins (1930 Luzern – 1985 Berlin) verbindet surrealistische Impulse, dadaistische Sprachspiele und eine experimentelle Offenheit zu einer künstlerischen Sprache, die ihresgleichen sucht. Im Herzen war Thomkins weniger Maler als vielmehr Zeichner, Dichter, Konzept- und Objektkünstler mit einer Vorliebe für poetische Sprachsysteme und absurde Welten.
Trotz des experimentierfreudigen Gesamtwerkes, ist Thomkins vor allem für seine Zeichnungen bekannt. Erst in den letzten fünfzehn Jahren wurde seine Werkgruppe der Lackskins wiederentdeckt; eine ungewöhnliche Technik, die der zweifache documenta-Teilnehmer durch Zufall bereits in den 1950er Jahren entwickelte: Abgeleitet von einem Buchbindeverfahren ließ er in Experimenten Lack mittels Stäbchen auf eine Wasseroberfläche tropfen. Wie bei der traditionellen Herstellung von Marmorpapier, bearbeitete er den entstehenden Farbfilm, den Zufall miteinbeziehend, um das so entstandene Bild zuletzt mit Papier vom Wasser abzuziehen.
Die Ausstellung André Thomkins. Lackskins startet in der Galerie Michael Haas in Berlin, Niebuhrstraße 5 am 23. Januar 2026. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Foto: © Galerie Haas
Berlin
Wenn Reis zu Kunst wird – Asien auf der Grünen Woche
Berlin 20.01.2026
Auf der Grünen Woche trifft Tadschikistans Kunsthandwerk auf Cosplay und Onigiri aus Japan: Kulinarik, Handwerk und Anime-Kultur zeigen Asiens Vielfalt mitten in Berlin.
Eine der vielleicht aufwändigsten Würdigungen der Grünen Woche steht am Stand von Tadschikistan. Auf 1,35 Meter Breite und 60 Zentimeter Höhe klebt Reiskorn an Reiskorn, rote Linse an Buchweizen und Leinsamen sowie ein Schriftzug aus kleinen grünen Bohnen. „Die Bohnen haben wir alle einzeln im Bild arrangiert“, sagt Fayzimakhmad Amonov, Leiter der Abteilung für internationale Beziehungen des Landwirtschaftsministeriums von Tadschikistan.
Seit vier Jahren ist das kleinste Land Zentralasiens auf der Grünen Woche präsent. Am Stand gibt es Mandeln, Walnüsse und Trockenfrüchte, Äpfel und Granatäpfel, die in den fruchtbaren Tälern des Landes angebaut werden, sowie Honig von regionalen Imkern und traditionelles Kunsthandwerk. Ein ganz besonderer Publikumsmagnet ist das kunstvolle Grüne-Woche-Reisbild, an dem laut Fayzimakhmad Amonov sechs Personen drei Tage gearbeitet haben, bevor es auf dem Luftweg nach Berlin kam.
Japanische Reisbällchen zum Selbermachen
Ein anderes Kunstwerk aus Reis kommt aus Japan. Es heißt Onigiri. Wörtlich übersetzt bedeutet das „gegriffener Reis“ oder „Reisknödel“. Damit sind traditionelle japanische Reisbällchen gemeint mit verschiedenen Füllungen wie Lachs, Pflaume oder Gemüse, die oft in Dreiecks- oder Kugelform gebracht und häufig in Nori-Algenblätter eingewickelt werden. Sie sind ein handlicher Snack für unterwegs oder als Pausenbrot sehr beliebt. Im Gegensatz zu Sushi wird der Reis nicht gesäuert, und die Füllung ist vollständig vom Reis umschlossen, wodurch sich die Aromen intensivieren.
Im Rahmen des Schulprogramms findet im Bereich „Home Green Home“ noch am Donnerstag, 22.01. und Freitag, 23.01. der Koch-Workshop: „How to Onigiri – Das japanische Butterbrot“ statt. Dabei bereiten Schüler:innen gemeinsam mit Showkoch Mori ihre eigenen Onigiri zu. Besucherinnen und Besucher können zuschauen.
Onigiri sind in Deutschland und anderen Ländern nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch durch ihre Präsenz in Anime und Manga bekannter geworden. Viele Menschen außerhalb Japans wurden durch Serien und Filme auf diese typischen japanischen Reisbällchen aufmerksam, zum Beispiel durch Szenen, in denen Figuren Onigiri beim Picknick, auf Reisen oder einfach als Snack essen.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“.
Berlin 20.01.2026
Bundesforschungsministerin Dorothee Bahr eröffnete am Dienstag, den 20. Januar, das Wissenschaftsjahr 2026 unter dem Motto „Medizin der Zukunft“.
„Gesundheit betrifft uns alle“, betonte sie und fügte hinzu, dass dieses Jahr der Intensivierung und Stärkung der medizinischen Forschung gewidmet sei. Ihr Ministerium wolle Deutschlands Führungsrolle in der medizinischen Forschung unterstreichen und die Gesundheitssysteme durch diese Fortschritte weiter verbessern.
Die Konferenz, die noch bis Mittwoch andauert, bringt medizinische Experten, insbesondere aus den Bereichen Gynäkologie und Weltraummedizin, aus der Europäischen Union, Kanada und mehreren arabischen Ländern zusammen.
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