Connect with us

Welt

Weltfrauentag: Frauen sind die treibende Kraft des Wandels

Published

on

Berlin, Duisburg 07.03.2025

Anlässlich des Weltfrauentags rückt die Kindernothilfe zusammen mit Schauspielerin und Kindernothilfe-Botschafterin Natalia Wörner die beeindruckende Stärke und den Mut von Frauen weltweit in den Fokus. Angesichts der Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit wird deutlich, dass die Förderung von Frauen weltweit eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft ist. „Nur wenn wir Frauen stärken, können wir Armut weiter bekämpfen“, betont Natalia Wörner.
Die Kindernothilfe unterstützt weltweit über 36.500 Selbsthilfegruppen (SHGs) mit rund 600.000 Mitgliedern – die meisten davon Frauen. Diese Gruppen sind mehr als wirtschaftliche Initiativen: Sie sind Orte des Zusammenhalts, der Solidarität und des Empowerments. Die Frauen stärken nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Gemeinschaften, setzen sich für Kinderrechte ein und bekämpfen Armut an der Wurzel. Dank der SHGs der Kindernothilfe lernen diese Frauen, wirtschaftlich unabhängig zu werden – sei es durch kleine Hühnerfarmen, den Verkauf kunstvoll geflochtener Körbe oder die Produktion traditioneller Öllämpchen.

Das erlebte Natalia Wörner auch bei ihrem Besuch im Norden Sri Lankas. In den Projekten der Kindernothilfe begegnete sie Müttern, die oft als alleinige Versorgerinnen ihrer Familien unermüdlich daran arbeiten, sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Auf dem Gelände eines ehemaligen Lagers für Menschen, die vor dem Bürgerkrieg geflüchtet sind, leben auch heute noch viele Frauen und Kinder ohne echte Perspektiven. Doch sie geben nicht auf. „Ich habe Frauen getroffen, die kaum ein Dach über dem Kopf haben – und trotzdem den Mut und die Kraft finden, für sich und ihre Kinder zu kämpfen“, berichtet Natalia Wörner, die sich bereits seit 2006 ehrenamtlich für die Kindernothilfe engagiert. „Die Selbsthilfegruppen geben ihnen nicht nur das nötige Wissen, um eigene Geschäftsideen zu entwickeln, sondern auch ein starkes Netzwerk, das sie auffängt und ihnen Hoffnung gibt. Diese Frauen sind wahre Heldinnen des Alltags.“

„Der Weltfrauentag erinnert uns daran, dass echte Veränderung oft leise beginnt – in kleinen Gruppen, in Gemeinden und Dörfern, wo Frauen sich zusammenschließen, um für ihre Rechte und die Zukunft ihrer Kinder zu kämpfen. In Anbetracht der globalen politischen Herausforderungen müssen wir diese lokalen Initiativen stärker unterstützen, um sicherzustellen, dass Frauen weltweit nicht nur gehört, sondern auch in ihrer Rolle als treibende Kräfte des Wandels gestärkt werden“, sagt Wörner.

Information zur Kindernothilfe:  
Die Kindernothilfe gehört zu den größten Kinderrechtsorganisationen in Europa und unterstützt weltweit mehr als zwei Millionen Kinder und ihre Familien in 36 Ländern.

 Unterstützen Sie mit der Nahdran-Patenschaft Frauen weltweit dabei, ein unabhängiges Leben zu führen. Das hilft nicht nur ihnen selbst, sondern sichert vor allem den Kindern eine bessere Zukunft.

Mehr

Politik

Deutschland wahrscheinlich wichtigstes Zielland bei Fluchtbewegungen

Published

on

By

Berlin 13.03.2026

– Sollte es infolge des Kriegs im Iran und im Libanon zu grenzüberschreitenden Fluchtbewegungen kommen, dürfte Deutschland das wichtigste Zielland sein. Kanada ist ein weiteres bevorzugtes Ziel, gefolgt von Großbritannien, der Türkei, Frankreich und Australien. Das ist das Ergebnis eines neuen Berichts der Rockwool Foundation Berlin (RFBerlin).

Deutschland ist das beliebteste Zielland für potenzielle Auswanderer aus dem Iran (28 Prozent nennen Deutschland als wahrscheinlichstes Zielland), gefolgt von Kanada mit 13 Prozent, der Türkei mit 10 Prozent, dem Vereinigten Königreich mit 6 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent. Bei Befragten aus dem Libanon liegt Kanada mit 16 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Deutschland mit 14 Prozent, Australien mit 11 Prozent, Frankreich mit 9 Prozent und den USA mit 8 Prozent. Diese Zahlen stammen aus dem Gallup World Poll, der im Jahr 2024 die beabsichtigten Zielländer erfasst hat.

Die Migrationsabsichten stimmen weitgehend mit den tatsächlichen Ansiedlungsmustern jüngerer Geflüchteter aus beiden Ländern überein. Bis Ende 2025 lebten 29 Prozent der iranischen Geflüchteten in Deutschland, gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 26 Prozent, Kanada mit 8 Prozent und Österreich mit 5 Prozent. Auch unter Geflüchteten aus dem Libanon liegt Deutschland mit 34 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Kanada mit 12 Prozent, Dänemark mit 10 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent. Diese Zahlen stammen vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR).

„Migrationsmuster bauen häufig auf bestehenden Verbindungen zwischen Herkunfts- und Zielländern auf“, sagt Christian Dustmann, Direktor von RFBerlin, Professor für Volkswirtschaftslehre am University College London und Mitautor der Studie. „Dies unterstreicht die Bedeutung von Diaspora-Netzwerken, die die Kosten und Risiken von Migration verringern.“

„Die geografische Verteilung der Migrationsabsichten spiegelt stark die geografische Verteilung bestehender Flüchtlingsgemeinschaften wider“, ergänzt Tommaso Frattini, stellvertretender Direktor des Centre for Research and Analysis of Migration (CReAM) bei RFBerlin, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mailand und Mitautor der Studie. „Das deutet darauf hin, dass Migration im Falle zunehmender Vertreibung in der aktuellen Krise wahrscheinlich den bereits bestehenden Migrationskorridoren folgen wird.“

Migrationsabsichten führen jedoch nicht automatisch zu tatsächlichen migrationsbewegungen. „Praktische Einschränkungen können die tatsächlichen Migrationsbewegungen insbesondere in den frühen Phasen einer Krise beeinflussen“, erklärt Professor Dustmann. „Weiter entfernte Ziele wie Kanada, Australien und die Vereinigten Staaten sind schwieriger zu erreichen. Es ist daher wahrscheinlich, dass Europa – und insbesondere Deutschland – zum wichtigsten Ziel möglicher Fluchtbewegungen wird“.

Mehr

Politik

Irankrieg verschärft humanitäre Krisen

Published

on

By

Berlin 12.03.2026

– Die Diakonie Katastrophenhilfe ist besorgt, dass der anhaltende Irankrieg immer mehr Menschen innerhalb des Irans zur Flucht zwingt und sich die humanitäre Lage im gesamten Nahen und Mittleren Osten verschlechtert. „Durch die gegenseitigen Angriffe drohen Fortschritte der vergangenen Monate bei der Versorgung Notleidender zunichte gemacht zu werden“, warnt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Die Gefechte zwischen Pakistan und Afghanistan scheinen dabei völlig aus dem Blick der internationalen Gemeinschaft zu geraten. Es droht eine regionale Destabilisierung mit unvorhersehbaren Folgen für die gesamte Region.“

Mit dem Beginn des Irankriegs sind die Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der islamistischen Hisbollah im Libanon eskaliert. Fast 700.000 Menschen sind dort laut UN-Angaben auf der Flucht. Viele syrische Flüchtlinge verlassen den Libanon und suchen Schutz in ihrem Heimatland. „Es ist eine Wahl zwischen Not und Elend. Syrien ist politisch instabil und hat die humanitäre Krise im Land längst nicht überwunden. Wenn nun Tausende Geflüchtete in Syrien ankommen, droht die Versorgung für viele Menschen zusammenzubrechen. Die Zivilbevölkerung in Syrien ist dringend auf internationale Unterstützung angewiesen“, sagt Martin Keßler. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet mit zwei Partnern in Syrien psychosoziale Unterstützung, saniert Wohnraum und fördert einkommensschaffende Maßnahmen.

Zahlreiche Übergänge nach Gaza sind seit mehr als einer Woche geschlossen, sodass weniger Hilfsgüter den stark zerstörten Küstenstreifen erreichen. „Wir rechnen mit weiter steigenden Preisen für Nahrungsmittel. Dies bedeutet, dass viele öffentliche Küchen weniger oder keine Mahlzeiten für die Familien zubereiten können. Der Hunger in Gaza wird wieder zunehmen, wenn die meisten Grenzübergange geschlossen bleiben“, so Keßler. Lokale Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe verbessern in Gaza den Zugang zu Trinkwasser und Nahrungsmitteln für rund 2.000 Familien. Weitere Familien erhalten Unterstützung, um Notunterkünfte auszubessern sowie Saatgut.

Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan

Unterdessen geht der bewaffnete Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan weiter, der seit Ende Februar vor allem auf afghanischer Seite bereits mehr als 100.000 Menschen vertrieben hat. Pakistan wirft den Taliban unter anderem Terroranschläge und politische Einmischung vor. Parallel setzt Pakistan die Ausweisung afghanischer Geflüchteter fort. Fast eine Million Afghan*innen mussten Pakistan im vergangenen Jahr verlassen.

„Wir erleben in der Region nicht nur kriegerische Auseinandersetzungen mit neuen Geflüchteten und vielen Todesopfern, sondern auch die anhaltende Ausweisung von Menschen, die Schutz vor Gewalt suchen und in diesen neuen Konflikt hineingetrieben werden“, kritisiert Martin Keßler. „Trotz des Irankriegs darf die internationale Gemeinschaft vor dieser Lage nicht die Augen verschließen. Sie muss dringend zwischen den Konfliktparteien vermitteln, um eine militärische Eskalation zu verhindern und die wachsende humanitäre Not einzudämmen.“ In der afghanischen Provinz Nangarhar stabilisieren Partner der Diakonie Katastrophenhilfe die Ernährungslage von rund 25.000 Geflüchteten und Rückkehrern. Rund 22 Millionen Menschen sind in Afghanistan auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Mehr

Politik

Immer mehr Kinder sind Opfer des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten

Published

on

By

New York, Köln 12.03.2026

– Gut zehn Tage nach Beginn des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten ist die Lage für Millionen von Kindern in der gesamten Region katastrophal. Seit dem 28. Februar wurden mehr als 1.100 Kinder bei den Gewalttaten verletzt oder getötet. Darunter sind 200 Kinder, die Berichten zufolge im Iran getötet wurden, 91 im Libanon, vier in Israel und eines in Kuwait. Da die Gewalt eskaliert und sich ausbreitet, werden diese Zahlen wahrscheinlich noch steigen.

Durch die weitreichenden Beeinträchtigungen im Bildungsbereich können Millionen von Kindern in der gesamten Region nicht zur Schule gehen. Hunderttausende Kinder wurden durch unerbittliche Bombardierungen vertrieben. Zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen sowie Wasser- und Abwassersysteme, von denen Kinder zum Überleben abhängig sind, wurden von den Konfliktparteien angegriffen, beschädigt oder zerstört. Nichts rechtfertigt die Tötung und Verstümmelung von Kindern oder die Zerstörung und Beeinträchtigung lebenswichtiger Dienstleistungen, auf die Kinder angewiesen sind.

Schwere Verstöße gegen Kinder in bewaffneten Konflikten können Verstöße gegen das Völkerrecht darstellen, einschließlich des humanitären Völkerrechts und der internationalen Menschenrechtsnormen. UNICEF bekräftigt die Forderung des UN-Generalsekretärs an die Konfliktparteien, die Kämpfe zu beenden und diplomatische Verhandlungen aufzunehmen. UNICEF fordert die Konfliktparteien außerdem auf, bei der Wahl der Mittel und Methoden der Kriegsführung alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um Schäden für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten.

Die Kinder der Region – insgesamt 200 Millionen – zählen darauf, dass die Welt schnell handelt.

Mehr

Politik

Humanitäre Maßnahmen werden intensiviert

Published

on

By

Berlin 11.03.2026

– Als Reaktion darauf verstärkt „Aktion gegen den Hunger“ seine Nothilfe, unterstützt neu eingerichtete Sammelunterkünfte und weitet die Verteilung lebenswichtiger Hilfsgüter an betroffene Familien aus.

Seit der Konflikt am 2. März den Libanon erreicht hat, hat Aktion gegen den Hunger Notfallmechanismen aktiviert, rasche Bedarfsanalysen durchgeführt und die Maßnahmen eng mit Behörden und humanitären Partnern abgestimmt. Nach aktuellem Stand unterstützt die Organisation 32 Sammelunterkünfte, darunter Einrichtungen in Baalbek, West Bekaa, Zahle und Aley. Die Teams verteilen Lebensmittel, Trinkwasser und Hygienesets und leisten zudem Unterstützung im Bereich der Säuglings- und Kleinkindernährung.

Zu den zentralen Maßnahmen gehören:

•   Verteilung von 323 Familien‑Hygienesets

•   Verteilung von 136 Baby‑Hygienesets

•   Bereitstellung von 9.168 Litern Trinkwasser

•   Ausgabe von 800 verzehrfertigen Lebensmittelpaketen, ausreichend für rund 1.800 Menschen für eine Woche

•   Unterstützung von drei Krankenhäusern – zwei in Zahle, eines in Tyre – bei der Versorgung von Hochrisikoschwangerschaften

•   Versorgung von über 150 Kindern mit Nahrungsergänzungen oder energiereichen Keksen zur Vorbeugung von Mangelernährung

Aktion gegen den Hunger ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Gewalt unverzüglich zu deeskalieren, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts zu gewährleisten, sicheren humanitären Zugang uneingeschränkt zu ermöglichen und die Finanzierung lebensrettender Hilfe angesichts der rasant wachsenden Bedarfe deutlich zu erhöhen.

Seit 2006 ist Aktion gegen den Hunger im Libanon im Einsatz und arbeitet zudem in mehreren Ländern der Region, darunter Irak, Afghanistan und Pakistan, ebenso wie in den besetzten palästinensischen Gebieten, in Jordanien, Syrien und im Jemen.

Mehr

Europa

Europäischer Austauch zur Wettbewerbsfähigkeit

Published

on

By

Berlin 11.03.2026 

– Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und des belgischen Premierministers Bart de Wever haben am Dienstagnachmittag 21 Staats- und Regierungschefs sowie die Präsidentin der Europäischen Kommission einen Meinungsaustausch zum Thema Wettbewerbsfähigkeit geführt. Die Unterstützungsgruppe zum Thema Wettbewerbsfähigkeit hatte sich aus Anlass der Klausurtagung Anfang Februar in Belgien gebildet und sich nun vor dem bevorstehenden Treffen des Europäischen Rates abgestimmt.

Die Staats- und Regierungschefs waren sich einig, dass der Binnenmarkt gestärkt und gleichzeitig vor unlauterem Wettbewerb geschützt werden muss. Sie identifizierten die Energiepreise als vordringliches Thema, zu dem der bevorstehende Europäische Rat Entscheidungen treffen müsse. Maßnahmen müssten zielgerichtet, temporär und gut koordiniert getroffen werden.

Bundeskanzler Friedrich Merz mahnte eine Beschleunigung bei der Überprüfung des Emissionshandels an. Er sprach sich weiterhin für eine weitere Vereinfachung des EU-Regelwerks und Entlastungen der Wirtschaft aus.

Mehr

Politik

Deutsch-Tschechische Gespräche

Published

on

By

Berlin 10.03.2026

– Bundeskanzler Friedrich Merz und sein tschechischer Amtskollege, Ministerpräsident Andrej Babiš, zeigten sich zufrieden mit den Beziehungen zwischen ihren beiden Nachbarländern und bekräftigten ihr Engagement für deren weiteren Ausbau.

Der tschechische Ministerpräsident bezeichnete die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland als ausgezeichnet, insbesondere die Umsetzung von Infrastrukturprojekten wie dem Ausbau des Eisenbahnnetzes und dem Bau zweier neuer Autobahnen zur Verbesserung der Verbindungen zwischen deutschen und tschechischen Städten.

Der Bundeskanzler und sein tschechischer Gast erörterten auch die Lage in der Ukraine und bekräftigten ihre anhaltende Unterstützung für die Ukraine und deren territoriale Integrität. Beide äußerten ihre Besorgnis über einen möglichen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Israel gegen den Iran und hofften auf ein baldiges Ende des Konflikts. Sie betonten, dass militärische Aktionen den Streit um das iranische Atomprogramm nicht lösen würden, und appellierten an den Iran, Washington und Tel Aviv, eine Politik der Deeskalation zu verfolgen.

Foto: © PWO

Mehr

Politik

Pressekommentare zur Iran-Situation

Published

on

By

Berlin 10.03.2026

US-Präsident Donald Trump kündigte das baldige Ende des Krieges an, den er und die Regierung von Benjamin Netanjahu gegen den Iran führen. Sollte Trump seine Ankündigung wahr machen, wäre dies ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Militäraktion gegen den Iran ungerechtfertigt war und die US-Regierung nun nach jemandem sucht, der sie aus dem von Benjamin Netanjahu verursachten Kriegssumpf befreit.

Niemand wird dem derzeitigen Mullah-Regime in Teheran nachtrauern, sollte eine tolerantere Regierung an die Macht kommen, die auf die Bedürfnisse des iranischen Volkes eingeht. Allerdings unterstützt im Westen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, niemand die Wiedereinführung der Monarchie im Iran. Washington befürwortete das Ende der Monarchie; niemand hat die Aussage des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter vergessen, dass Washington die Menschenrechte unterstützt und der Schah zurücktreten muss. Sollte Washington das Ende des derzeitigen Mullah-Regimes unterstützen, wird es sich bemühen, ein anderes Mullah-Regime zu etablieren – niemand hat Washingtons Unterstützung für die Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan vergessen.

Und wer weiß, was die kommenden Tage bringen? Sie bergen viele Überraschungen.

Nun in den Iran. Dort ist mitten im Krieg Modschtaba Chamenei, der Sohn des getöteten Ajatollahs, zum neuen religiösen und staatlichen Oberhaupt gewählt worden. Für die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG ist dies „… ein unmissverständliches Signal, dass das Regime nicht ans Aufgeben denkt. Das Venezuela-Modell hat bisher nicht funktioniert in Iran. US-Präsident Trump konnte trotz massiver Luftschläge nicht verhindern, dass die Führung des Landes an einen Mann überging, den er ausdrücklich abgelehnt hatte. Wird sich daran etwas mit zunehmender Dauer des Krieges ändern? Es dürfte auf beiden Seiten auch von technischen Voraussetzungen abhängen, Stichwort Munition. Jede Seite hat aber einen strategischen Nachteil. Die Iraner verlieren an Schlagkraft, wenn ihnen immer mehr Waffen weggeschossen werden. Die amerikanisch-israelische Allianz wiederum kann den Lauf der Dinge ohne Bodentruppen nicht ausreichend kontrollieren. Im Grunde ist auch Trump wieder mit einer Situation asymmetrischer Kriegführungen konfrontiert, an der der Westen in jüngerer Zeit so oft gescheitert ist. Iran ist seinen Angreifern weit unterlegen und weicht deshalb auf andere Ziele aus: Amerikas Verbündete, die globalen Ölmärkte, letztlich die öffentliche Meinung in den USA. Ausgang offen“, konstatiert die F.A.Z.

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt zu Modschtaba Chamenei: „Klar ist, dass es keine echte Wahl war. Nicht die Kleriker bestimmten, sondern die Revolutionsgarde. Die Islamische Republik ist eine Militärdiktatur geworden, mit Chamenei als Erbverwalter, als Symbolfigur für Kontinuität. Bisher hat sich Chamenei nicht gezeigt. Würde er öffentlich auftreten, müsste er um sein Leben fürchten. Israel hat angekündigt, auch ihn zu töten. Schon allein deshalb wird Chamenei der Jüngere kaum die Rolle seines Vaters übernehmen können. Fürs Erste bleibt er, was er seit Jahren ist: ein Phantom. Und ein Symptom für ein scheiterndes, aber noch nicht gescheitertes System.“ Das war die Einschätzung der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG.

Mehr

Politik

Projekte der GIZ in Zentralasien

Published

on

By

Berlin 09.03.2026

– In den Jahren 2024 und 2025 sind laut Bundesregierung Mittel in Höhe von 78,88 Millionen Euro aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an Projekte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in den zentralasiatischen Ländern Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan geflossen. Für 2026 seien zum Zeitpunkt der Fragestellung systembedingt keine Angaben möglich, schreibt sie in einer Antwort (21/4401) auf eine Kleine Anfrage (21/4107) der AfD-Fraktion, in der die Bundesregierung tabellarisch über die laufenden Projekte informiert.

Elf Projekte seien evaluiert worden – fünf bilaterale Vorhaben sowie drei Globalvorhaben, zwei Regionalvorhaben und ein Sektorvorhaben, führt sie weiter aus. Alle Projekte seien als „erfolgreich“ eingestuft worden, darunter ein Projekt zur Unterstützung des Reform- und Modernisierungsprozesses im beruflichen Bildungssystem Usbekistans und eines zur Verbesserung der Ernährung für Frauen und Kleinkinder im ländlichen Raum Tadschikistans.

Die Bundesregierung betont, die Projekte der GIZ in Zentralasien zielten auf nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und wirtschaftliche Kooperation, auf verstärkte Resilienz gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels und auf die Förderung von Berufsbildung, Gesundheit und sozialer Sicherung als Beitrag zur sozialen Kohäsion und Stabilität in der Region. Sie stünden somit in Einklang mit den entwicklungspolitischen Zielen Deutschlands und mit den Zielen der Europäischen Union.

Mehr

Welt

Erderwärmung seit 2015 deutlich beschleunigt

Published

on

By

Potsdam 09.03.2026

– Die globale Erwärmung hat sich seit 2015 deutlich beschleunigt.

 Das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das Forschungsteam berücksichtigt in der Untersuchung bekannte natürliche Einflüsse auf die globale Temperatur und weist die Beschleunigung des Erwärmungstrends erstmals statistisch signifikant nach.

Die ermittelte Erwärmungsrate lag in den vergangenen zehn Jahren je nach Datensatz um rund 0,35°C  pro Jahrzehnt, verglichen mit knapp 0,2°C pro Jahrzehnt im Durchschnitt der Jahre 1970 bis 2015. Damit ist das jüngste Erwärmungstempo höher als in jedem vorherigen Jahrzehnt seit Beginn der Messungen im Jahr 1880.

 „Wir können nun erstmals eine starke und statistisch signifikante Beschleunigung der Erderwärmung nach 2015 belegen,“ sagt Grant Foster, ein US-Statistikexperte und Co-Autor der Studie, die in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht wurde. „Entscheidend ist, dass wir aus den Messdaten bekannte, natürliche Schwankungen herausrechnen, sodass das zufällige ‚Rauschen‘ geringer wird und daher das langfristige Erwärmungssignal klarer hervortritt.“

Kurzfristige natürliche Schwankungen der globalen Temperatur, verursacht durch El Niño, Vulkanausbrüche und solare Zyklen, können Veränderungen der langfristigen Erwärmungsrate überlagern. In der Datenanalyse, die auf Messdaten basiert, arbeitet das Forschungsteam mit fünf großen etablierten, globalen Temperaturdatensätzen (NASA, NOAA, HadCRUT, Berkeley Earth, ERA5). „Die bereinigten Daten zeigen eine Beschleunigung der Erderwärmung seit 2015 mit einer statistischen Sicherheit von über 98 Prozent, konsistent in allen untersuchten Datensätzen und unabhängig von der gewählten Auswertungsmethode,“ erklärt Stefan Rahmstorf, PIK-Forscher und Leitautor der Studie.  

Ursachen nicht untersucht

Die extrem warmen Jahre 2023 und 2024 werden nach der Korrektur für El Niño und das Sonnenmaximum kühler, bleiben aber die beiden wärmsten seit Beginn der Messungen. In allen Datensätzen setzt bereits ab 2013 oder 2014 die Beschleunigung ein. Um zu überprüfen, ob sich die Erwärmungsrate seit den 1970er Jahren verändert hat, nutzte das Forschungsteam zwei statistische Ansätze: eine quadratische Trendanalyse und ein stückweise lineares Modell, das statistisch objektiv ermittelt, wann sich die Erwärmungsrate verändert.

Die Studie hat nicht die konkreten Ursachen der beobachteten Beschleunigung untersucht. Klimamodelle zeigen jedoch, dass eine zunehmende Erwärmungsrate grundsätzlich im Rahmen der aktuellen Klimamodellierungen liegt, so das Autorenteam. 

„Setzt sich die Erwärmungsrate der vergangenen zehn Jahre fort, würde das zu einem langfristigen Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze des Pariser Abkommens vor dem Jahr 2030 führen,“ sagt Stefan Rahmstorf. „Wie schnell sich die Erde weiter erwärmt, hängt letztlich davon ab, wie rasch wir die globalen CO₂-Emissionen aus fossilen Energien auf null reduzieren.“

Mehr

Politik

Wenn Politik den Krieg mit Religion tarnt

Published

on

By

Berlin 08.03.2026

Es ist nicht neu, dass Kriege nach einer Erzählung suchen, um sie in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

Gefährlicher ist es jedoch, wenn diese Erzählung religiös gekleidet wird, wodurch ein politischer Konflikt in einen Heiligen Krieg verwandelt wird und eine rationale Diskussion über Interessen und Folgen einem Mobilisierungsdiskurs auf der Grundlage von Glauben und Vorurteilen untergeordnet wird.

In einem kürzlich von Al Jazeera und Phoenix, einem mit dem ersten und zweiten deutschen Fernsehsender verbundenen Netzwerk, veröffentlichten Bericht wurde die Frage aufgeworfen: Warum greifen einige führende Politiker in den Vereinigten Staaten und Israel auf religiöse Terminologie zurück, wenn sie über den andauernden Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel sprechen? Und warum werden Ausdrücke wie „Armageddon“ oder „die letzte Schlacht“ im Kontext eines Krieges verwendet, der im Kern ein Kampf um Einfluss, Interessen und Strategien ist?

Besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang sind Berichte, in denen ein Offizier zitiert wird, der behauptet, sein Kommandeur habe seiner Einheit mitgeteilt, US-Präsident Donald Trump sei von Jesus Christus beauftragt worden, einen Konflikt im Iran zu entfachen – als Vorbote der Schlacht von Harmagedon und der Wiederkunft Christi auf Erden. Auch wenn die Meinungen über die Richtigkeit und den Kontext dieser Aussage auseinandergehen mögen, verdeutlicht allein die Verbreitung solcher Äußerungen die Gefahr, theologische Narrative in den militärischen und politischen Bereich einzuführen.

Kriege sind im Kern keine religiösen Auseinandersetzungen, sondern Konflikte um Macht, Interessen und Einflussverhältnisse. Werden sie jedoch in einem religiösen Kontext präsentiert, verwandeln sich Konflikte von lösbaren Streitigkeiten in existenzielle Konfrontationen, in denen Kompromisse oder ein Mittelweg praktisch unmöglich werden.

Eines der auffälligsten Paradoxien unserer heutigen Realität ist, dass religiöser Diskurs nicht nur dazu dient, Kriegsbefürworter zu mobilisieren, sondern auch beeinflusst, wie Menschen mit den Opfern des Krieges mitfühlen. Viele Menschen sympathisieren beispielsweise nicht mit dem Iran angesichts von Angriffen, nicht unbedingt aufgrund einer bewussten politischen Haltung, sondern weil der Iran in der öffentlichen Wahrnehmung als schiitischer Staat gilt.

Hier durchdringt und verzerrt die konfessionelle Spaltung die moralische Beurteilung von Ereignissen.

Der ethische Maßstab in der internationalen Politik sollte jedoch nicht auf konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeit beruhen, sondern auf einem einfacheren und klareren Prinzip: der Ablehnung von Aggression, unabhängig von ihrer Ursache, und der Ablehnung der Umwandlung politischer Konflikte in ideologische Kriege.

Wenn Konfessionalismus zum Kriterium für Empathie wird, verliert man die Fähigkeit, Tragödien mit menschlichen Augen zu sehen.

Die Geschichte lehrt uns, dass die gefährlichsten Kriege nicht jene sind, die allein mit Waffen geführt werden, sondern jene, die von Narrativen angeheizt werden. Eine heilige Ideologie lässt Kompromisse wie Verrat erscheinen und Krieg als unausweichliches Schicksal. Wenn Politik zum Dogma wird, ist der Frieden das erste Opfer.

In einer so turbulenten Welt wie der unseren besteht die größte Herausforderung vielleicht nicht nur darin, Kriege zu verhindern, sondern auch darin, ihre Umwandlung in religiöse Mythen zu verhindern, die die Vernunft zum Schweigen bringen.

Mehr

Politik

Hat der Dritte Weltkrieg begonnen?

Published

on

By

Berlin 08.03.2026

Vor sieben Tagen erfuhr die Welt, dass US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschlossen hatten, einen neuen Krieg im Nahen Osten zu beginnen. Noch bevor die Menschen das Bild eines Angriffs der USA und Israels auf den Iran verarbeiten konnten, hatte sich die Stimmung verdüstert und die globalen Spannungen hatten sich deutlich verschärft.

Mit dieser Einleitung eröffnete der Militärhistoriker Guy Walters einen Artikel im Independent. Er erklärte, dass die Parallelen zwischen den Ereignissen der letzten sieben Tage und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 unübersehbar seien.

Der Autor beschreibt die rasanten Veränderungen, die die Welt innerhalb nur einer Woche erlebt hat, als sich die öffentliche Aufmerksamkeit von den üblichen innenpolitischen Angelegenheiten hin zu der realen Angst vor einem größeren Krieg im Nahen Osten verlagerte, der sich möglicherweise zu einem globalen Konflikt ausweiten könnte.

Der Autor weist darauf hin, dass sich mit dem Beginn des Angriffsaustauschs zwischen den Vereinigten Staaten und Israel einerseits und dem Iran andererseits die Spannungen deutlich verschärften und sich die Auswirkungen des Konflikts auf die Weltwirtschaft ausdehnten, insbesondere durch die Unterbrechung der Öl- und Gastransportwege und die Zerstörung von Energieanlagen im Golf.

Raketenstarts, Drohnenangriffe und die Evakuierung von Ausländern aus einigen Ländern der Region dauern an, und die Sicherheitslage hat sich in westlichen Ländern wie Großbritannien aufgrund der Angst vor terroristischen Vergeltungsangriffen verschärft.

Angesichts dieser rasanten Eskalation diskutieren Militäranalysten offen die Möglichkeit, dass ein regionaler Krieg leicht zu einem Konflikt zwischen Großmächten eskalieren könnte. Die Warnungen vor einem unmittelbar bevorstehenden oder – noch beunruhigender – bereits begonnenen dritten Weltkrieg mehren sich.

Der Autor argumentiert, dass die Gefahr der Situation nicht in einer einzelnen Krise liegt, sondern im gleichzeitigen Zusammentreffen mehrerer globaler Brennpunkte wie dem russischen Krieg in der Ukraine, den Spannungen zwischen China und Taiwan, dem Konflikt zwischen Israel und Iran sowie der nuklearen Rivalität zwischen Indien und Pakistan.

Diese Verflechtung von Krisen erinnert Historiker an die Atmosphäre vor dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1914, als ein einzelnes Ereignis eine Reihe von Allianzen und Konflikten auslöste, die rasch zu einem globalen Krieg eskalierten. Der Artikel lenkt die Aufmerksamkeit auf die Rolle politischer Führer bei der Anheizung der Spannungen und stellt fest, dass einige der harten Aussagen und Reden von US-amerikanischen und israelischen Führern eher eine Tendenz zur Eskalation als zur Deeskalation widerspiegeln, wobei es an einer klaren strategischen Vision für das Ende des Konflikts mangelt.

Was die Situation laut dem Historiker noch besorgniserregender macht, ist, dass im Zentrum dieses Tumults politische Führer stehen, deren Instinkt eher zur Eskalation als zur Zurückhaltung tendiert. Wir haben erlebt, wie amerikanische Politiker die Krise in einer Sprache kommentierten, die an eine Schlägerei auf dem Schulhof erinnert: „Wir haben gerade erst angefangen“,

 „Das wird kein fairer Kampf.“ Der Autor argumentiert, dass Präsident Trump die Aufgabe mit einer bekannten Mischung aus Impulsivität und Unberechenbarkeit angegangen sei.

 Neben Trump steht Netanjahu, dessen Reaktion auf regionale Bedrohungen zunehmend auf aggressiven und präventiven Militärschlägen beruht. Laut dem Historiker hat er sich das Image eines „Falken“ geschaffen, der bereit ist, zuerst zuzuschlagen und später Fragen zu stellen. 

In diesem Zusammenhang weist der Historiker darauf hin, dass die Verbreitung moderner Waffen wie kostengünstiger Drohnen, Langstreckenraketen und Hyperschallwaffen Kriege gefährlicher und unkontrollierbarer gemacht hat, da die Fähigkeit anzugreifen einfacher geworden ist als die Fähigkeit zu verteidigen. Der Autor schließt mit der Feststellung, dass die Welt einen hochsensiblen historischen Moment erlebt, in dem militärische und politische Krisen in mehreren Regionen gleichzeitig zusammenlaufen und die internationale Ordnung fragiler denn je machen. Obwohl der 

Ausbruch eines dritten Weltkriegs nicht sicher ist, hat die rasante Eskalation der Ereignisse ein weit verbreitetes Gefühl erzeugt, dass die Welt jeden Moment am Rande eines Flächenbrands steht und dass die Möglichkeit eines solchen Krieges durchaus gegeben ist. Die Gefahr plötzlicher und gefährlicher Entwicklungen ist nicht mehr fern.

Mehr

Berlin

Malediven: Offizielles Gastland der ITB Berlin 2027

Published

on

By

Berlin 05.03.2026

Die Malediven sind 2027 offizielles Gastland der ITB Berlin und präsentieren der internationalen Reisebranche auf der weltweit führenden Tourismusmesse ihre Schönheit, Vielfalt und Gastfreundschaft aus dem Indischen Ozean.

Die Partnerschaft wurde während der ITB Berlin 2026 offiziell besiegelt: Ibrahim Shiuree, CEO and Managing Director of Visit Maldives (MMPRC) und Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin, unterzeichneten den Vertrag bei einem offiziellen Fototermin am Malediven-Stand in Halle 5.2. „Wir freuen uns sehr, dass die Malediven 10 Jahre nach ihrem ersten Auftritt erneut als Gastland der ITB Berlin im Rampenlicht stehen. Diese langjährige Partnerschaft unterstreicht die Bedeutung der ITB Berlin als globale Plattform und den hohen Stellenwert der Malediven in der internationalen Tourismusbranche. 2027 wollen wir die außergewöhnliche Schönheit und Vielfalt der Malediven präsentieren und gleichzeitig zeigen, wie Tourismus und Nachhaltigkeit erfolgreich Hand in Hand gehen“, erklärte Dr. Mario Tobias, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin.

Eine globale Bühne für ein außergewöhnliches Reiseziel 

Mit über 1.000 Inseln, türkisblauen Lagunen, weißen Sandstränden und farbenprächtigen Korallenriffen zählen die Malediven zu den bekanntesten Fernreisezielen weltweit. Das Land steht für exklusive Resort-Erlebnisse, authentischen Inseltourismus und herzliche Gastfreundschaft. 

Als Gastland der ITB Berlin 2027 werden die Malediven die gesamte Vielfalt ihres touristischen Angebots präsentieren: von Luxus- und Boutique-Resorts über Tauch- und Wassersporterlebnisse bis hin zu Wellness-Retreats und kulturellen Begegnungen. Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Bestandteil der Tourismusstrategie des Landes, mit zahlreichen Initiativen zum Schutz der Meeresökosysteme und zur Unterstützung der lokalen Gemeinschaften.

„Die ITB Berlin bietet uns die ideale Plattform, um die einzigartigen Angebote unserer Inseln Reisenden aus aller Welt zu präsentieren. Wir freuen uns darauf, die internationale Tourismusbranche in Berlin willkommen zu heißen und die Vielfalt, Qualität und Gastfreundschaft zu zeigen, die die Malediven als Reiseziel auszeichnen“, sagte Ibrahim Shiuree, CEO and Managing Director of Visit Maldives.

Nur wenige Wochen zuvor besuchte der Präsident der Malediven Berlin und wurde vom deutschen Bundespräsidenten empfangen. Dieser historische Besuch unterstrich die strategische Bedeutung des Inselstaates sowohl für Deutschland als auch für die internationale Gemeinschaft.

Visit Maldives Year 2027: Die Malediven der Welt präsentieren 

Das Jahr 2027 wurde offiziell zum „Visit Maldives Year“ erklärt – einer bedeutenden nationalen Tourismusinitiative, die die Einzigartigkeit und Anziehungskraft der Malediven international in den Fokus rückt. Präsident Dr. Mohamed Muizzu betonte, dass die Kampagne das Engagement des Landes für nachhaltiges Wachstum, internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Stärkung des Tourismussektors als zentralen Wirtschaftsmotor unterstreicht. Im Rahmen der Initiative werden die Malediven durch eine Vielzahl globaler Marketingmaßnahmen, darunter die Teilnahme an internationalen Reisemessen, Roadshows und gezielte digitale Kampagnen, ihre atemberaubende Natur, kulturelle Vielfalt und erstklassige Gastfreundschaft Reisenden und Partnern weltweit präsentieren. So soll die Position der Malediven als eines der führenden Fernreiseziele weiter gefestigt werden.

Starke Präsenz auf der ITB Berlin 2027

Als Gastland werden die Malediven die offizielle Eröffnungsgala am 15. März 2027 auf dem Berliner Messegelände ausrichten und vom 16. bis 18. März ein insgesamt abwechslungsreiches Programm präsentieren. Alle Teilnehmer der ITB Berlin können sich auf einen imposanten Messestand, kulturelle Darbietungen, Networking-Events und Presseaktivitäten freuen, die die Malediven in der internationalen Tourismusbranche prominent positionieren.

Mit der Rolle als Gastland unterstreichen die Malediven ihr langjähriges Engagement auf der ITB Berlin und betonen die Bedeutung des deutschen und europäischen Marktes. Die ITB Berlin 2027 bietet ihnen die ideale Plattform, um Partnerschaften weiter zu stärken, neue Reisetrends zu inspirieren und die Malediven fest ins Rampenlicht der globalen Reisebranche zu rücken.

Foto: © ITB Berlin, Abdulla Ghiyas (Chairperson, Visit Maldives Corporation), Ibrahim Shiuree (CEO und Managing Director, Visit Maldives), Deborah Rothe (Direktorin der ITB Berlin), Dr. Mario Tobias (CEO der Messe Berlin), David Ruetz (Senior Vice President der Messe Berlin (v.l.n.r.)

Mehr

Politik

Kanzler Merz zur Lage im Nahen Osten

Published

on

By

Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich zur sich zuspitzenden militärischen Lage im Nahen Osten und teilte seine Besorgnis mit Israel und der US-Regierung über die Gefahren der fortgesetzten Urananreicherung durch den Iran.

Merz sagte dies am Freitag, dem 6. März, vor Journalisten in Berlin:

Wir teilen die Ziele der Vereinigten Staaten und Israels, die das iranische Nuklear- und Raketenprogramm, Teherans Bedrohung Israels, seine Unterstützung von Terrorismus und Proxies betreffen. Das iranische Volk hat das Recht, frei über sein Schicksal zu entscheiden.

Mit zunehmender Dauer und Ausweitung der Kampfhandlungen sehen wir aber auch wachsende Risiken. Diese betreffen die Sicherheit Israels und unserer Partner in der Region, insbesondere am Golf. Sie betreffen auch die Staatlichkeit und territoriale Integrität Irans. Ein endloser Krieg ist nicht in unserem Interesse.

Gleiches gilt für einen Zusammenbruch iranischer Staatlichkeit oder auf iranischem Boden ausgetragene Stellvertreterkonflikte. Solche Szenarien könnten weitreichende Folgen für Europa haben, unter anderem für Sicherheit, Energieversorgung und Migration.

Deshalb arbeiten wir mit unseren Partnern daran, eine gemeinsame Perspektive zu einer Beendigung der Kampfhandlungen zu formulieren und zu ihrer Umsetzung beizutragen. Diese Überlegungen sind im Fluss. 

Sie orientieren sich zunächst an folgenden Parametern:

Leitbild muss eine regionale Friedensordnung sein, die Sicherheit und Existenz aller Staaten einschließlich Israels und der Golfstaaten gewährleistet. Der regionale Konflikt muss beendet werden. Ein politischer Prozess des Dialogs und der Vertrauensbildung in der Region muss nach Ende der Kampfhandlungen beginnen. Das militärische Nuklearprogramm sowie das ballistische Raketenprogramm Irans müssen überprüfbar beendet werden. Es muss sichergestellt werden, dass Nuklearmaterial aus Iran nicht an nicht-staatliche Akteure oder Drittstaaten gelangt. Iran muss die Unterstützung von Terror-Netzen und Proxies einstellen.

Die territoriale Integrität des Iran muss gewahrt bleiben; Iran darf nicht zum Schauplatz von Stellvertreterkriegen werden. Der iranische Staat muss funktionsfähig bleiben, öffentliche Ordnung und Grundversorgung müssen aufrechterhalten werden. Die iranische Volkswirtschaft darf nicht zusammenbrechen. Unkontrollierte Migrationsbewegungen aus Iran müssen verhindert werden. Perspektivisch können dann auch Sanktionen aufgehoben und Hilfen gegeben werden – aber nur, wenn Iran die vorgenannten Bedingungen erfüllt.“

Mehr

Politik

Libanon: Eine Million Menschen könnten vertrieben werden

Published

on

By

Berlin Freiburg. 06.03.2026 Caritas international verurteilt die Raketenangriffe der Hisbollah-Miliz auf Israel und die darauf erfolgte militärische Reaktion der israelischen Armee im Süden des Llibanon scharf. Die Eskalation des Iran-Krieges könnte zur Vertreibung von einer Million Menschen führen, befürchtet die Organisation.

„Wir sind tief besorgt über die Eskalation und die Ausweitung des Iran-Kriegs auf Teile des Libanons. Bereits die ersten Angriffe haben Tote, eine Vielzahl an Verletzten und eine massive Vertreibung der Bevölkerung im Süden und Osten des Libanons sowie in der Hauptstadt Beirut zur Folge gehabt“, berichtet Oliver Müller, Leiter von Caritas international und Vorstand Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes.

„Die humanitäre Situation ist dramatisch. Caritas Libanon schätzt, dass es zu mehr als einer Million Binnenvertriebenen kommen wird“, berichtet Müller. „Selbst die Mitarbeitenden einer lokalen Partnerorganisation sind davon betroffen, auch sie mussten sich in Sicherheit bringen und haben die Arbeit vorerst eingestellt“. Im Libanon lebende Syrerinnen und Syrer haben sich ebenfalls zur Flucht entschlossen und sind nach Syrien aufgebrochen, wo bereits Tausende die Grenze überschritten haben.

Für die Binnenvertriebenen wurden im Libanon bislang 325 Akutunterkünfte für rund 43.000 Menschen eingerichtet. Fast 200 von ihnen haben bereits Menschen aufgenommen, 53 erreichten schon ihre Kapazitätsgrenze. Auch die Caritas Libanon hat Notunterkünfte bereitgestellt. Zudem sind medizinische Teams mit Krankenfahrzeugen im Südlibanon unterwegs, um Familien und Flüchtlinge zu versorgen.

„Unsere libanesischen Partner beklagen nicht nur die aktuelle Vertreibung“, sagt Müller, „vielmehr sind auch die Wunden des Krieges Ende Jahr 2024 längst nicht verheilt.“ 62.000 Vertriebene konnten noch nicht in ihre Heimatdörfer zurückkehren, da die israelische Armee diese Regionen auch nach dem vereinbarten Waffenstillstand immer wieder angriff. „Die Menschen im Libanon sind müde vom Krieg und dem jahrelangen wirtschaftlichen Niedergang. Sie brauchen endlich Frieden und eine Perspektive“, fordert Müller.

Dagegen weitet die israelische Armee die Pufferzone zwischen dem Libanon und Israel aus und hat für den Südlibanon und der Bekaa-Ebene Evakuierungsanordnungen erlassen. 56 Dörfer sind aus Sicherheitsgründen geräumt worden, Bodentruppen rücken vor. „Der Bedarf an humanitärer Hilfe steigt an. Schon jetzt, berichtet uns Caritas Libanon, sind die Mittel knapp. Caritas international stellt daher in einem ersten Schritt 250.000 Euro für Nothilfe bereit“, so Oliver Müller. Das Geld werde besonders für Nahrungsmittel und Hygieneartikel gebraucht sowie für die Unterbringen der Menschen. Es fehlten Matratzen, Kissen und Decken. „Wir werden den Menschen und unseren Partnern zur Seite stehen, aber dazu sind wir auf Spenden dringend angewiesen.“

Mehr

Welt

Blockade der Straße von Hormus trifft Importe in die EU direkt und indirekt 

Published

on

By

München 05.03.2026

– Eine Blockade des Schiffsverkehrs wirkt neben den ausbleibenden Lieferungen von Öl, Gas und anderen Grundstoffen indirekt über die weltweiten Lieferketten auf die Handelsströme der EU. Das ergab eine aktuelle Analyse des ifo Instituts und von Econpol Europe. „Die Importe aus dem Iran und den angrenzenden Staaten, die über die Straße von Hormus nach Europa geliefert werden, machen einen vergleichsweise geringen Teil aller Importe aus. Anders sieht es aus, wenn man nur die Öl- und Gaslieferungen betrachtet. Risiken bergen überdies indirekte Effekte über globale Lieferketten“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft. 
 
Nach den Berechnungen der Außenhandelsexperten liegt der Anteil der Importe aus Iran und den Nachbarstaaten, der über die Straße von Hormus in die EU geliefert wird, bei rund zwei Prozent der gesamten Extra-EU-Importe. Bei Rohöl- und Flüssiggas sind die Anteile mit 6,2 bzw. 8,7 Prozent dagegen deutlich höher. Neben diesen möglichen Lieferengpässen bei einer Blockade sieht Flach indirekte Risken: „Eine Blockade der Straße von Hormus könnte die Ölexporte der westlich der Meerenge gelegenen Golfstaaten stark einschränken. Auch wenn die direkten Auswirkungen für Europa nicht erheblich sind, stellen die indirekten Effekte durch steigende Ölpreise und Lieferkettenstörungen ein größeres Risiko für Europa dar.“ 

Mehr

The Week