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Wirtschaft

Schwung im Seeverkehr

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Berlin, Wiesbaden 18.03.2025

Der Güterumschlag der deutschen Seehäfen ist im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden insgesamt 274,0 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Damit überwand der Seeverkehr zwei Jahre mit sinkenden Güterumschlägen, blieb aber noch 6,7 % unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 (293,5 Millionen Tonnen). 

Der umschlagstärkste deutsche Seehafen war erneut Hamburg mit einem Umschlag von 97,0 Millionen Tonnen (-2,6 % gegenüber dem Vorjahr), gefolgt von Bremerhaven (42,5 Millionen Tonnen, +8,6 %), Wilhelmshaven (34,5 Millionen Tonnen, +15,7 %) und Rostock (23,2 Millionen Tonnen, -2,8 %). 

USA mit 29,8 Millionen Tonnen umgeschlagener Güter bedeutendster Handelspartner 

Wichtigstes Partnerland im Seehandel 2024 waren wie bereits 2023 die USA mit einem Güterumschlag von 29,8 Millionen Tonnen. Damit wuchs der Seehandel mit den USA im Vorjahresvergleich deutlich um 6,7 %. In der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner im Seeverkehr 2024 folgten Norwegen (25,8 Millionen Tonnen; +2,6 % zum Vorjahr), Schweden (23,8 Millionen Tonnen; +3,3 %) und China (19,1 Millionen Tonnen; -4,9 %). Insgesamt entfielen mehr als zwei Fünftel (13,7 Millionen Tonnen) des Güterumschlags mit den USA auf den Empfang fossiler Energieträger. 

Fossile Energieträger nach wie vor wichtige Säule des Seehandels 

In den deutschen Seehäfen gingen im Jahr 2024 insgesamt 40,1 Millionen Tonnen Kohle, Erdöl und Erdgas aus dem Ausland ein, das waren 5,6 % mehr als im Jahr 2023. Bereits 2023 war der Seehandel mit fossilen Energieträgern markant gestiegen (+5,3 % gegenüber 2022). Allerdings zeigten sich auch 2024 unterschiedliche Entwicklungen bei den einzelnen Energieträgern: So ging der Empfang von Kohle erneut zurück, und zwar um 8,0 % gegenüber dem Vorjahr auf 6,7 Millionen Tonnen. Demgegenüber nahm der Empfang von Erdöl um 9,7 % auf 28,5 Millionen Tonnen zu. Der Empfang von Erdgas (vornehmlich Flüssiggas), der sich im Zuge der Energiekrise nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine von 317 000 Tonnen im Jahr 2022 auf 4,8 Millionen Tonnen im Jahr 2023 vervielfacht hatte, wuchs 2024 weiter, und zwar um 4,0 % auf 5,0 Millionen Tonnen. 

Das mit Abstand wichtigste Lieferland für Erdgas im Jahr 2024 waren die USA mit 4,3 Millionen Tonnen, gefolgt von Norwegen (294 000 Tonnen) und Angola (137 000 Tonnen). Beim Empfang von Erdöl waren Norwegen (7,7 Millionen Tonnen), die USA (7,4 Millionen Tonnen) und Großbritannien (4,6 Millionen Tonnen) die wichtigsten Lieferländer. 

China bleibt wichtigster Partner der deutschen Seehäfen im Containerverkehr 

Der Containerumschlag der deutschen Seehäfen lag im Jahr 2024 mit 13,3 Millionen TEU (Twenty-foot-Equivalent-Unit) um 4,9 % über dem Vorjahreswert (12,7 Millionen TEU). Das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 von 15,0 Millionen TEU wurde damit noch nicht wieder erreicht. Knapp ein Fünftel (2,6 Millionen TEU) des deutschen Containerumschlags entfiel 2024 auf China, gefolgt von den USA mit knapp einem Zehntel (1,3 Millionen TEU). Der Containerhandel mit China wuchs dabei um moderate 0,8 %, während er mit den USA rückläufig war (-3,0 %). Der deutsche Containerumschlag mit den Partnerländern der Europäischen Union (3,6 Millionen TEU) wuchs dagegen deutlich um 17,7 % gegenüber 2023 (3,1 Millionen TEU) und machte nun mehr als ein Viertel des Containerhandels der deutschen Seehäfen aus.

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Berlin

Entdecken, genießen, Geburtstag feiern: was die Grüne Woche 2026 besonders macht

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Berlin 13.01.2026

Eine kulinarische Weltreise, clevere Ideen für den Klimaschutz und Landwirtschaft zum Anfassen: Das alles erwartet Besucherinnen und Besucher auf der der Jubiläumsausgabe der Grünen Woche.

In ihrem hundertsten Jahr zeigt sich die Grüne Woche in ihrer ganzen Vielseitigkeit. Zum Jubiläum können sich Gäste auf dem Berliner Messegelände auf besonders viele Highlights freuen. Partner ist in diesem Jahr die beliebte Reise- und Genussregion Mecklenburg-Vorpommern. 

Zurück in die goldenen Zwanziger

Im Januar 1926 öffnete die erste Grüne Woche als Warenmesse für Landwirtschaft und Gartenbau auf dem Berliner Messegelände ihre Tore. An diese Zeit erinnert hundert Jahre später die Blumenhalle. Sie steht unter dem Motto „Babylon Garden – Blütezeit der goldenen Zwanziger“. Auf 3.000 Quadratmetern entstehen Parklandschaften mit einem floralen Nachtclub und dem „KaDeFleur“. Tausende Pflanzen und Springbrunnen schaffen in Halle 2.2 eine blühende Insel im winterlichen Berlin. In Halle 26a zeichnet eine Sonderschau mit Fotos und Plakaten die Entwicklung der Messe über ein Jahrhundert hinweg nach. Historische Exponate wie Kutschen und der Radschlepper „Fordson Bj. 1926“ treffen auf moderne Landmaschinen. Regionale Handwerksbetriebe wie eine Brandenburger Böttcherei machen die Geschichte der Messe lebendig. 

Tierhalle mit Reiterstaffel und Hippologica

Ein Anziehungspunkt besonders für Familien ist die Tierhalle 25. Besucherinnen und Besucher treffen dort auf landwirtschaftliche Nutztiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Alpakas. Am ersten Messewochenende zeigt erstmals die Reiterstaffel der Bundespolizei auf der Grünen Woche ihr Können. Am 17. Januar findet die Bundeschau Süddeutsches Kaltblut statt. An den letzten drei Messetagen, nämlich vom 22. bis zum 25. Januar 2026, findet mit der Hippologica Berlins größtes Hallenpferdesportturnier statt mit Disziplinen wie Springen, Dressur und Voltigieren. 

Tierwohl wird auf der Grünen Woche großgeschrieben. Die Tiere sind in der Tierhalle tierschutzgerecht untergebracht, verfügen über ausreichend Rückzugsräume und werden während der gesamten Messezeit von einer Stallcrew sowie Tierärztinnen und Tierärzten rund um die Uhr betreut. 

Wenn weniger mehr ist: ZERO Themeninsel und Bio-Halle

Auf kreative Weise begegnen Startups und Unternehmen den Herausforderungen durch den Klimawandel. Die neue ZERO Themeninsel in Halle 27 geht mit gutem Beispiel in Sachen Kreislaufwirtschaft voran. Dort gibt es auf einem Messefußboden aus recycelten Altreifenmatten Re-Use-Workshops, gesunde, naturbelassene Snacks und Innovationen wie eine vegane Brille. Wer ökologisch wirtschaftende Höfe kennenlernen möchte, wird in der Bio-Halle 22a fündig. Dort stellen sich neben Erzeugerverbänden auch Teilnehmende des Bundesprogramms Ökologischer Landbau vor, darunter Bio-Winzer und -Landwirte aus unterschiedlichen Regionen.

Landwirtschaft entdecken

Wie arbeiten Landwirte heute? Vor welchen Herausforderungen stehen sie und welche Innovationen helfen ihnen weiter? Auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 gibt der Deutsche Bauernverband (DBV) unter dem Motto „Ernährung sichern. Natur schützen.“ praxisnahe Einblicke in die moderne Landwirtschaft. Besucherinnen und Besucher erfahren aus erster Hand, was Erzeugerinnen und Erzeuger umtreibt. 

Sie kommen mit Agrarscouts von echten Höfen ins Gespräch und lernen dank dem Netzwerk der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) Wichtiges über die deutsche Lebensmittelwirtschaft.

Deutschlandreise auf der Grünen Woche: Mecklenburg-Vorpommer ist Partner

An einem Tag (fast) ganz Deutschland entdecken? Das geht nur auf der Grünen Woche. 13 Bundesländer zeigen ihre kulinarischen Spezialitäten. Neben Klassikern nehmen viele Aussteller die Grüne Woche auch für Experimente zum Anlass. Partner der diesjährigen Grünen Woche ist Mecklenburg-Vorpommern, welches in Halle 5.2 ein extra für die Messe kreiertes Glühweinbrot vorstellt. In der Berlin-Halle 21b präsentieren sich Food-Startups aus der Hauptstadt, es gibt ein eigens für das Jubiläum gebrautes BRLO-Bier. In der Niedersachsen-Halle kommt die Original Stadion-Wurst von Werder Bremen auf den Grill. Für Karnevalsstimmung sorgen Funkemariechen, Kölsch und Blaskapelle in der NRW-Halle 5.2.

Die Welt kulinarisch entdecken

Doch auch weiter entfernte Länder und Kulturen lassen sich auf der Grünen Woche entdecken. Erstmals 2026 dabei ist der bedeutende Kakao-Exporteur Côte d’Ivoire. Es gibt Kaffee aus Südamerika, saftige Thai-Mangos, würzigen Schweizer Käse und polnische Pierogi. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Viele Länder nutzen die Grüne Woche, um ihre Tourismus-Regionen vorzustellen. Ob Karibik oder Kaukasus, Besucherinnen oder Besucher finden auf der Messe Inspirationen für ihr nächstes Reiseziel.

Grüne Woche Bühne: Wo Bento-Snack auf Blasmusik trifft

Wer im Messetrubel eine Pause braucht, findet an der Grüne Woche Bühne in Halle 27 nicht nur Sitzgelegenheiten, sondern auch ein spannendes Programm. Schulklassen können sich vormittags im Zubereiten von Onigiri üben. Der Reissnack ist das japanische Äquivalent zum deutschen Butterbrot. Am Samstag, 17. Januar 2026, wird die Grüne Woche außerdem zum Austragungsort der 12. offenen Berliner Cosplay-Meisterschaft. Mit dem „Grünwochler“ wird an ausgewählten Tagen mittags ein eigens für das 100-jährige Jubiläum entworfenes Gericht vorgestellt. Es bringt drei Berliner Spezialitäten zusammen und besteht aus einem aufgeschnittenen und getoasteten Berliner Pfannkuchen ohne Füllung, dazu Dönerfleisch, Salat und Currysauce. Abends klingt der Messetag mit Jazz aus.

Berufsorientierung für Teens

Eine Halle voller Zukunftschancen erwartet Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse. Beim young generation hub in Halle 2.1 können sie vom 19. bis zum 23. Januar 2026 zwischen 10 und 15 Uhr mehr als 125 unterschiedliche Berufe kennenlernen. Praxisnah und zum Mitmachen bringen Innungen und Betriebe den jungen Menschen Ausbildungswege aus den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft, Gartenbau, Gastronomie, Bau und Klima nah. Es gibt Gelegenheiten zum Mitmachen und für den direkten Austausch auf Augenhöhe.

Foto: Grüne Woche Tierhalle_Hippologica © Messe Berlin

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Berlin

ITB Berlin Kongress 2026

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Berlin 13.01.2026

Vielseitiges Programm setzt neue Akzente und diskutiert Tourismus der Zukunft

Ein ebenso umfangreiches wie vielseitiges Angebot erwartet die Teilnehmenden des ITB Berlin Kongress 2026, der vom 3. bis 5. März im Rahmen der ITB Berlin stattfindet. Unter dem zukunftsweisenden Motto „Leading Tourism into Balance“ diskutieren renommierte Speaker die wichtigsten Trends und Themen der internationalen Reisewelt. Das hochkarätige Kongressprogramm ist ab sofort online abrufbar. 

Mit neuem Motto und zahlreichen Innovationen blickt der ITB Berlin Kongress 2026 in wenigen Wochen auf eine Tourismusbranche, die mit unterschiedlichsten Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert wird. Die dreitägige Veranstaltung präsentiert auch in diesem Jahr ein hochaktuelles Programm, das neue Denkansätze, spannende Fallstudien und lebhafte Diskussionsrunden bietet. Im Verlauf von 200 Sessions und im Rahmen von 17 Themen-Tracks debattieren über 400 Experten und Speaker aus Unternehmen und Wissenschaft auf vier Bühnenzukunftsfähige Geschäftsmodelle, technologische Innovationen und branchenrelevante Mega-Trends. Das Programm ist ab sofort online einsehbar unter Kongressprogramm der ITB Berlin 2026

Alle Kongress-Sessions können vor Ort oder im Live-Stream über den ITB Navigator– der zentralen Eventplattform der ITB Berlin mit Informationen zu Ausstellern, Kongress- und Eventprogramm sowie Hallenplänen – verfolgt werden. Im Anschluss stehen die Beiträge zudem auf dem YouTube-Kanal der ITB Berlin zur Verfügung. 

Foto: © ITB Berlin

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Wirtschaft

Tourismus in Deutschland

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Wiesbaden 13.01.2026

– Im November 2025 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 32,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 0,2 % mehr als im November 2024.

Leichte Zunahme bei Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland nahm im November 2025 gegenüber November 2024 um 0,1 % auf 26,5 Millionen zu. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland wuchs um 0,4 % auf 5,7 Millionen.

Januar bis November 2025: Übernachtungszahl erreicht das Rekordniveau des Vorjahres

In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 465,5 Millionen Übernachtungen verbuchen. Damit liegt die Zahl 0,1 % über dem bisherigen Rekordwert von 465,1 Millionen Übernachtungen im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg dabei 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,6 % auf 388,4 Millionen. Bei den Gästen aus dem Ausland sank die Übernachtungszahl dagegen um 2,2 % auf 77,2 Millionen.

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Politik

Bundeswirtschaftsministerium und EIF erweitern Start‑up‑Finanzierung

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Berlin 13.01.2026

– Mit zusätzlichen 1,6 Milliarden Euro bündeln das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und der Europäische Investitionsfonds (EIF) ihre Kräfte, um technologiegetriebene Start‑ups zu unterstützen. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis junger Technologieunternehmen zu stärken und den Zugang zu professionellen Venture‑Capital‑ und Wachstumsfonds spürbar zu verbessern.

Unter der neuen Programmlinie „EIF German Equity“ wird die seit 2004 bestehende Partnerschaft ausgebaut. Das Mandat ist branchenoffen und umfasst damit Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, datengetriebenen Anwendungen, FinTech, Digitalisierung und industrielle Innovation bis hin zu Energie‑, Produktions- und Life‑Science‑Technologien. Deutschland soll damit stärker in die Lage versetzt werden, aus exzellenten Innovationen skalierbare Geschäftsmodelle und internationale Technologieführer hervorzubringen.

Ergänzt durch bestehende gemeinsamen Wachstums- und Scale‑up‑Programme der Bundesregierung mit dem EIF entsteht ein Programmportfolio mit einem Gesamtvolumen von über zehn Milliarden Euro (inkl. des deutschen Beitrags zu European Tech Champions Initiative), das alle Unternehmensphasen abdeckt. Gründerinnen und Gründer erhalten verlässlicheren Zugang zu privatem Kapital, während institutionelle Investoren einen starken öffentlichen Anker finden, der Governance‑ und ESG‑Standards setzt und privates Wachstumskapital mobilisiert.

Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie: „Wir investieren dort, wo Zukunft entsteht: bei jungen Technologieunternehmen. Gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds stellen wir dafür 1,6 Milliarden Euro bereit. Das Geld wirkt. Denn wir investieren Seite an Seite mit privaten Kapitalgebern und mobilisieren so zusätzliches privates Kapital. Wir stärken die Eigenkapitalbasis. Wir eröffnen besseren Zugang zu professionellen Venture-Capital- und Wachstumsfonds. Und wir geben auch neuen Fondsmanagerinnen und Fondsmanagern eine Chance. So entstehen tragfähige Geschäftsmodelle. So wachsen Innovationen zu Unternehmen. Und so schaffen wir die Technologieführer von morgen – hier in Europa. Zusammen mit unseren bestehenden Wachstums- und Scale-up-Initiativen entsteht ein durchgängiges Finanzierungskonzept. Es schließt Lücken. Es gibt Gründerinnen und Gründern Planungssicherheit. Und es sorgt dafür, dass gute Ideen nicht ins Ausland abwandern, sondern bei uns groß werden.“

Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank (EIB): „EIF German Equity zeigt, wie europäische Partnerschaft wirkt: Gemeinsam mit Deutschland bauen wir eines der erfolgreichsten Eigenkapitalprogramme Europas weiter aus. Zusammen mit Instrumenten wie der European Tech Champions Initiative entsteht eine abgestimmte Förderarchitektur vom ersten VC‑Ticket bis zur Wachstumsfinanzierung. Der Zugang zu Eigenkapital ist entscheidend für die strategische Souveränität Europas – genau hier setzt dieses Mandat an.“

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Politik

Agrar Kongress in  Berlin

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Berlin 13.01.2026 

Das Thema des Agrarkongresses 2026 wird die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sein, denn die Veranstaltung findet in einer für die Agrarumweltpolitik wichtigen Phase statt: Auf EU-Ebene wird über die Entwürfe der Europäischen Kommission zum EU-Haushalt und zur GAP nach 2027 verhandelt. Die Ausgestaltung der GAP ist von zentraler Bedeutung, da sie ein wesentliches Förderinstrument für den Umwelt-, Klima- und Naturschutz ist. Auf dem Agrarkongress 2026 sollen also wichtige Impulse für die Beibehaltung von Umwelt-, Klima- und Naturschutz in der GAP gegeben werden und auch die nationale Umsetzung in Deutschland wird diskutiert werden.

Seit 2017 bieten die Agrarkongresse des BMUKN eine Plattform für politisch aktuelle Themen im Spannungsfeld von Umwelt-, Natur-, Klimaschutz und Landwirtschaft im Vorfeld der Grünen Woche. Die Agrarkongresse widmen sich aktuellen Herausforderungen und fördern den Dialog zwischen Landwirtschaft, Umweltverbänden, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft sowie Gesellschaft. Übergeordnetes Ziel ist es, eine ökologisch und ökonomisch zukunftsfähige Landwirtschaft in Deutschland und Europa zu etablieren.

Bundesumweltminister Carsten Schneider und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer werden die Veranstaltung eröffnen und an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, während Staatssekretär Jochen Flasbarth das Schlusswort halten wird.

Die heutige Konferenz findet im Vorfeld der Internationalen Lebensmittelausstellung Berlin statt, die am Donnerstag, den 15. Januar, unter Beteiligung von Landwirtschaftsministern aus rund 100 Ländern der Welt eröffnet wird. Hauptthema der Konferenz wird das Thema Umwelt sein.

Foto: © PWO

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Politik

Siedlungs- und Verkehrsfläche

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Wiesbaden 13.01.2026

– Die Siedlungs- und Verkehrsfläche ist in den Jahren 2021 bis 2024 um durchschnittlich 50 Hektar am Tag gewachsen. Zum Vergleich: Vatikanstadt als kleinster Staat der Welt hat mit insgesamt 44 Hektar eine ähnlich große Fläche. Der tägliche Anstieg im vierjährigen Mittel nahm hierzulande damit um rund einen Hektar gegenüber dem Zeitraum der Vorjahre ab (51 Hektar pro Tag in den Jahren 2020 bis 2023), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Mittel der Jahre 2019 bis 2022 war er mit 49 Hektar pro Tag schon einmal noch niedriger ausgefallen.

Ziel der Bundesregierung in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist es, den täglichen Anstieg im Vierjahres-Durchschnitt bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar zu begrenzen. Bis 2050 wird eine Flächenkreislaufwirtschaft angestrebt. Das heißt, es sollen dann netto keine weiteren Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke beansprucht werden.

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche kann nicht mit versiegelter Fläche gleichgesetzt werden, weil sie auch unversiegelte Frei- und Grünflächen enthält. Dazu zählen beispielsweise alle Flächen, die zu Gebäuden gehören, wie Haus- und Vorgärten. Aber auch Campingplätze, Parks, Spielplätze und Friedhöfe zählen zur Siedlungs- und Verkehrsfläche.

72 % des Wachstums gehen auf Flächen für Wohnbau, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen zurück

Der größte Teil des Wachstums geht auf Flächen für Wohnbau, Industrie- und Gewerbefläche sowie öffentliche Einrichtungen zurück: Sie wuchsen im Schnitt um 36 Hektar pro Tag im Mittel der Jahre 2021 bis 2024. Sport-, Freizeit- und Erholungs- sowie Friedhofsflächen nahmen um 14 Hektar pro Tag zu. Die Verkehrsflächen blieben nahezu unverändert. 

14,6 % der Fläche Deutschlands wird für Siedlung und Verkehr genutzt

Trotz des anhaltenden Anstiegs der Siedlungs- und Verkehrsfläche machte diese auch im Jahr 2024 14,6 % (5,2 Millionen Hektar) der gesamten Bodenfläche Deutschlands aus. Davon werden 3,4 Millionen Hektar für Siedlungszwecke (einschließlich Bergbaubetriebe, Tagebau, Grube und Steinbruch) und 1,8 Millionen Hektar für Verkehr genutzt.

Insgesamt umfasst die Fläche Deutschlands 35,8 Millionen Hektar. Die Fläche für Vegetation bildet mit 83,1 % den höchsten Anteil (29,7 Millionen Hektar). Diese besteht im Wesentlichen aus Flächen für Landwirtschaft mit 50,2 % (18,0 Millionen Hektar) und Waldflächen mit 29,9 % (10,7 Millionen Hektar). Lediglich 2,3 % der bundesdeutschen Fläche sind mit Gewässern (0,8 Millionen Hektar) bedeckt.

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Berlin

Schauen und staunen in der Tierhalle

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Berlin 12.01.2026

Die Tierhalle in der Halle 25 gehört zu den Highlights der Grünen Woche. Schauprogramm und Hippologica bieten viele Veranstaltungen für Pferdefans, unter anderem kommt die Reiterstaffel der Bundespolizei. 

Ein Besuch in der Tierhalle auf der Grünen Woche ist nicht nur für Familien mit Kindern ein Muss. Auch Erwachsene können vom 16. bis 25. Januar 2026 in Halle 25 des Berliner Messegeländes viel Neues erfahren. Seit Jahren sind der Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg, die Arche Warder oder die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) wichtige Partner der Messe Berlin Während der internationalen Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau sind in der Tierhalle Pferde, Mulis, Rinder, Schafe, Ziegen, Esel und Hütehunde zu sehen. Ergänzt wird das Angebot durch Aquarien und Terrarien mit Fischen und Amphibien in Halle 24.

In der Tierhalle wird das Thema Tierwohl großgeschrieben. So sind die Tiere tierschutzgerecht untergebracht, verfügen über ausreichend Rückzugsräume und werden während der gesamten Messezeit von einer Stallcrew sowie Tierärztinnen und Tierärzten rund um die Uhr betreut. Darüber hinaus werden die Unterschiede der Boxengrößen für die Haltungsstufen 1-5 zusammen mit der “Initiative Tierwohl” gezeigt.

Pferde-Premieren im Schauprogramm

Jeden Tag stehen mehrere Tierschauen zu unterschiedlichen Themen auf dem Programm. Das Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse) wird sich mit seinen Reitern und Pferden erstmalig daran beteiligen. Es blickt auf eine mehr als 230-jährige Geschichte zurück. Aufgrund der historischen Bedeutung des Gestüts trägt Neustadt (Dosse) seit 2000 offiziell den Beinamen „Stadt der Pferde“. 

Erstmals auf der Grünen Woche ist auch die Reiterstaffel der Bundespolizei. Acht Dienstpferde mit Reiterinnen und Reitern werden am 17. und 18. Januar 2026 im Reitring in Halle 25 ihr Können zeigen. Sie geben einen Einblick in das Gewöhnungstraining und ihre polizeiliche Arbeit. Die Dienstpferde sind eine wichtige Stütze, um beispielsweise einen Rettungswagen durch eine Menschenmasse zu leiten. „Die Grüne Woche ist für viele Berliner und Brandenburger Tradition und einen jährlichen Besuch wert“, sagt Diana Teich von der Bundespolizeiinspektion Polizeiliche Sonderdienste. „Da auch wir ein Landwirtschaftsbetrieb sind, zu Berlin und Brandenburg und der hiesigen Landwirtschaft gehören, möchten wir unsere Arbeit zum 100. Gründungsjubiläum der Grünen Woche gerne vorstellen.“

18 voll ausgebildete Dienstpferde sowie sechs Remonten, also Pferde in der Ausbildung, sowie 24 Polizeireiterinnen und -reiter gehören zu der in Stahnsdorf stationierten Staffel. Aber auch Pferdewirte sowie ein Hufschmied sind Teil des Teams. Die Anforderungen an die Pferde sind hoch. Sie müssen ein ruhiges Gemüt mitbringen, fit und teamfähig sein. Mehr über die Arbeit der Reiterstaffel erfahren Gäste der Grünen Woche am ersten Messe-Wochenende.

Hippologica: Mehr Reitsport in der Tierhalle

Noch mehr Pferde werden während der Hippologica in den Reitring treten. In dem vom Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg und der Messe Berlin ausgerichteten Reitsport-Turnier treten vom 22. bis zum 25. Januar 2026 Reiterinnen und Reiter in Turnierdisziplinen wie Fahren, Springen, Dressur und Voltigieren gegeneinander an. Aufgrund des großen Interesses wurde die Dauer des Events um einen vollen Tag verlängert. Erstmals wird es Präsentationen im Hobby Horsing geben. Dabei handelt es sich um eine Sportart, bei der Teilnehmende mit einem Steckenpferd verschiedene Disziplinen des Reitsports wie Springen oder Dressur nachahmen.

Foto: © Messe Berlin, Grüne Woche Tierhalle.

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Politik

Mercosur-Abkommen gefährdet Menschenrechte

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Berlin 12.01.2026

– Das Mercosur-Abkommen ist nach 25 Jahren Verhandlungen von den EU-Botschaftern in Brüssel angenommen worden. Damit steht einer Unterzeichnung durch die EU-Kommissionspräsidentin und die Mitgliedsstaaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay nichts mehr im Wege. Brot für die Welt sieht Rückschritte für Umwelt und Menschenrechte.

Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein Rückschritt für die Menschenrechte, den Klimaschutz und die südamerikanische Wirtschaft“, sagte Sven Hilbig, Handelsexperte von Brot für die Welt. „Es ist bitter, dass kein EU-Mitgliedsstaat diesbezüglich Einwände erhoben hat. Europäische Bedenken ergaben sich lediglich in Bezug auf den Schutz der eigenen Konkurrenzfähigkeit.“

Das Vorgehen der EU zeige, dass die Menschenrechte im Globalen Süden keine Priorität in der EU haben, erklärte Brot für die Welt. Das evangelische Hilfswerk sei nicht gegen fairen und nachhaltigen globalen Handel. Die Herausforderung bestehe darin, die internationale Zusammenarbeit und faire Handelsbeziehungen zu stärken, ohne dabei Nachhaltigkeit und Menschenrechte aus dem Blick zu verlieren. Gerade in Zeiten globaler Krisen sei dies von größter Bedeutung. Fehlende Fairness heute nähre die Konflikte von morgen.

„Das Mercosur-Abkommen in seiner jetzigen Form ist alles anderes als fair. Das Abkommen verbietet größtenteils Exportbeschränkungen und baut schützende Importzölle ab. Diese Maßnahmen begünstigen den Ausbau von Monokulturen, wie Soja, und den Bergbau in Südamerika. Diese Wirtschaftszweige sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass Regenwälder zerstört und indigene Gemeinschaften vertrieben werden. Das Abkommen trägt nicht dazu bei, Armut und Arbeitslosigkeit zu mindern. Vielmehr droht es, die ökonomische Kluft zwischen der EU und den Mercosur-Staaten zu vertiefen. Das Abkommen ist eine schwere Hypothek für Klima und Menschenrechte“, sagte Hilbig.

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Berlin

Nationale Reserve schaffen, regulatorische Hürden abbauen, Redundanzen stärken

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VKU fordert nach Berliner Stromausfall: Finanzierung über Sondermittel sicherstellen

Berlin 09.01.2026. 

– Der über vier Tage andauernde Stromausfall in Teilen Berlins nach dem Anschlag auf die Strominfrastruktur zeigt: Die Versorgungssicherheit ist auch eine Frage der nationalen Sicherheit. Das Präsidium des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) hat die Ereignisse beraten. VKU-Präsident Dr. Ulf Kämpfer fordert die Politik zum entschlossenen Handeln auf.

„Der Anschlag auf die Berliner Stromversorgung hat gezeigt: Unsere Energienetze sind verwundbar. Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit gegen derartige Anschläge. Wir müssen aber alles daransetzen, die Schäden zu begrenzen und die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen. Ziel einer nationalen Reserve und entsprechender Kriseninterventionsmaßnahmen im Großschadensfall muss sein, dass der Strom möglichst binnen 24 Stunden provisorisch wieder fließt. Denn ohne Energie steht alles still: Staat, Wirtschaft, Gesellschaft.“ so der VKU-Präsident und Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer. 

Und weiter: „Berlin hat in dieser Ausnahmesituation gezeigt, wie professionell und engagiert die Netzbetreiber arbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen von Stromnetz Berlin verdienen ausdrücklich Anerkennung für die geleistete Arbeit. Auch die Solidarität in der Branche über helfende Netzbetreiber aus dem ganzen Bundesgebiet war beeindruckend. Angesichts der geänderten Bedrohungslage und einer neuen Intensität von Anschlägen, die auch in der Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann, stehen wir vor einer neuen nationalen Aufgabe. Klar ist, selbst bei bester Vorbereitung kann es keine absolute Sicherheit geben. Es geht nicht um technische Störungen, deren Behebung für Netzbetreiber alltägliche Arbeit ist, die sie hervorragend beherrschen. Es geht um gezielte Angriffe, die eine neue Dimension darstellen.“

Ziel: Stromversorgung möglichst binnen 24 Stunden wiederherstellen

Im Falle eines Großschadensereignisses sollte die Stromversorgung möglichst innerhalb von 24 Stunden nach Aktivierung der nationalen Reserve über einen provisorischen Inselnetzbetrieb wieder anlaufen können. Im Ernstfall zählt ausschließlich, dass der Strom so schnell wie möglich wieder fließt. Die Reparatur zerstörter Stromnetzinfrastruktur ist oftmals technisch und logistisch hochkomplex und kann erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Der Aufbau sogenannter Inselnetze mithilfe mobiler, schnell einsetzbarer dezentraler Stromerzeugung ist daher häufig die einzige Möglichkeit, kurzfristig eine Notversorgung sicherzustellen.

Vor diesem Hintergrund fordert der VKU einen klaren politischen Kurs für mehr Resilienz:

  1. Nationale Notfallreserve schaffen
    Der VKU fordert in enger fachlicher Abstimmung mit den Netzbetreibern den zügigen Aufbau einer „Nationalen Reserve Blackout und Krisenintervention“. Mobile Netzersatzanlagen, Blockheizkraftwerke und Gasturbinen im Umfang von mehreren einhundert Megawatt Leistung müssen über Deutschland verteilt in regionalen Versorgungssicherheitshubs vorgehalten werden, um im Ernstfall möglichst binnen 24 Stunden eine Notversorgung zu ermöglichen. Ein „One-Stop-Shop“ für betroffene Netzbetreiber muss die Aktivierung der Reserve ohne Kompetenzstreitigkeiten mit nur einem Anruf ermöglichen. 
  2. Regulatorische Hürden abbauen
    Im Krisenfall dürfen Kompetenzfragen ebenso wenig wie Haftungs-, Genehmigungs-, Kosten-, arbeitsrechtliche oder versicherungsrechtliche Aspekte die Wiederherstellung der Versorgung verzögern. Bestehende Regelungen müssen vor dem Hintergrund der Berliner Ereignisse und einer veränderten Bedrohungslage unverzüglich auf ihre Krisentauglichkeit überprüft werden.
    Erforderlich sind klare, rechtssichere gesetzliche Regelungen für Netzanschluss und Betrieb im Notfall. Bürokratie darf nicht zum Risiko für die Versorgung werden.
  3. Dezentralität, Redundanzen und Netzvermaschung stärken
    Eine stärker dezentrale Energieversorgung basierend auf erneuerbaren Energien, Speichern und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sowie private und kommunale Vorsorgeoptionen (z. B. Speicher, Notstrom, Wärmequellen) können die Auswirkungen von Ausfällen erheblich abmildern. Der regulatorische Rahmen ist hierfür bislang nicht ausreichend krisenfest ausgestaltet. Zudem fehlt den Unternehmen Planungssicherheit, da unklar ist, ob Investitionen auch künftig über das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) gefördert werden. 

    Um Ausfallrisiken und -dauer zu senken, müssen zusätzliche Redundanzen und eine stärkere Netzvermaschung systematisch geprüft werden. Dies erfordert eine enge Abstimmung zwischen Bundesnetzagentur, Landesregulierungsbehörden und Stromverteilnetzbetreibern sowie eine Anpassung der regulatorischen Anreize, damit Investitionen in die Resilienz der Netze wirtschaftlich tragfähig bleiben und nicht zulasten der Netzbetreiber gehen.

Finanzierung des Bundes sicherstellen

Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfordert erhebliche Investitionen. Der VKU fordert, die Finanzierung über die nach Art. 109 Grundgesetz geschaffene Ausnahme von der Schuldenbremse für Landesverteidigung und Bevölkerungsschutz sowie aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) sicherzustellen.

„Resilienz ist keine rein technische Aufgabe der Netzbetreiber, sondern eine gesamtstaatliche Verantwortung. Auch jeder Einzelne ist gut beraten, selbst Vorsorge zu treffen.“, betont Kämpfer. „Wir brauchen klare Prioritäten, verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit von Staat und kommunaler Wirtschaft.“

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Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima in der Autoindustrie etwas besser

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München 09.01.2026

– Der Geschäftsklimaindex in der Automobilindustrie hat sich im Dezember 2025 leicht verbessert: Der Saldo stieg auf minus 19,8 Punkte, von minus 20,2* Punkten im November. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage schlechter beurteilen, sehen sie den kommenden Monaten weniger pessimistisch entgegen. „Einen Lichtblick stellt die Entwicklung bei der Elektromobilität dar“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. 

Im Dezember 2025 wurden den Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes zufolge in Deutschland knapp 55.000 batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) neu zugelassen; das entspricht mehr als 22 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen. Im Jahresdurchschnitt 2025 haben BEV dadurch mit einem Anteil von 19 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht. Hinzu kommt, dass die BEV-Neuzulassungen im Jahresverlauf nahezu kontinuierlich gewachsen sind, während Pkw-Neuzulassungen bei Benzin- und Diesel-Fahrzeugen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat stetig abgenommen haben. „Die Elektromobilität scheint in Deutschland angekommen zu sein“, so Wölfl.

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Wirtschaft

Außenhandelsbilanz für November 2025

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Wiesbaden 09.01.2026

– Im November 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 2,5 % gesunken und die Importe um 0,8 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 nahmen die Exporte um 0,8 % ab und die Importe um 5,4 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitte

Im November 2025 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 128,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 115,1 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im November 2025 mit einem Überschuss von 13,1 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2025 hatte der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo +17,2 Milliarden Euro betragen. Im November 2024 hatte er bei +20,0 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im November 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 73,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 58,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Oktober 2025 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 4,2 % und die Importe aus diesen Staaten um 4,0 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro (-3,9 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 39,1 Milliarden Euro (-3,7 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 22,2 Milliarden Euro (-4,8 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,7 Milliarden Euro (-4,7 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im November 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 55,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,3 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Oktober 2025 sanken die Exporte in die Drittstaaten um 0,2 %, die Importe von dort stiegen um 6,3 %.

Die meisten deutschen Exporte gingen im November 2025 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 10,8 Milliarden Euro exportiert, das waren 4,2 % weniger als im Oktober 2025. Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2024 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 22,9 % geringer. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen im November 2025 im Vergleich zum Oktober 2025 um 3,4 % auf 6,5 Milliarden Euro. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 8,1 % auf 6,0 Milliarden Euro ab.

Die meisten Importe kamen im November 2025 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 14,9 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 8,0 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 7,9 % auf 7,7 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 10,9 % auf 3,4 Milliarden Euro zu.

Die Exporte in die Russische Föderation sanken im November 2025 gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 5,5 % auf 0,6 Milliarden Euro. Gegenüber November 2024 nahmen sie um 22,5 % ab. Die Importe aus Russland stiegen im November 2025 gegenüber Oktober 2025 um 22,5 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber November 2024 nahmen sie um 2,7 % ab.

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Wirtschaft

Öffentliches Finanzierungsdefizit bis zum 3. Quartal 2025 bei 108 Milliarden Euro

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Wiesbaden, Berlin 08.01.2026

– In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 hat der ÖffentlicheGesamthaushalt 5,6 % mehr ausgegeben und 6,0 % mehr eingenommen als im Vorjahreszeitraum: Einnahmen von 1 490,5 Milliarden Euro standen Ausgaben von 1 598,0 Milliarden Euro gegenüber. Damit verzeichneten die  Kern- undExtrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung in den ersten drei Quartalen 2025 ein – in Abgrenzung der Finanzstatistik errechnetes
– Finanzierungsdefizit von 107,6 Milliarden Euro. Das Defizit lag somit nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (-67 Millionen Euro). Wie dasStatistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen der vierteljährlichen
Kassenstatistik w eiter mitteilt, verzeichneten alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts − Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung – ein Minus.
Zwar trug der Bund wie in den Vorjahren seit 2020 den größten Anteil des Gesamtdefizits, jedoch ist das Finanzierungsdefizit bei den Gemeinden weiter
gewachsen.

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Wirtschaft

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe

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Berlin 08.01.2026

– Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe setzen im November ihre Erholung fort. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts[1] stieg das Ordervolumen gegenüber Oktober preis-, kalender- und saisonbereinigt um deutliche 5,6 Prozent. Eine überdurchschnittliche Häufung inländischer Großaufträge sorgte auch im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich für eine deutliche Zunahme von 4,0 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Auch ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen legten die Auftragseingänge im Dreimonatsvergleich um deutliche 2,1 Prozent zu. Im Verhältnis zum November 2024 beträgt die Steigerung beachtliche 10,5 Prozent.

Der stärkste Nachfrageimpuls stammte erneut aus dem Inland, von wo die Bestellungen – auch beflügelt durch Großaufträge – um 6,5 Prozent zulegten. Die Nachfrage aus dem Ausland zog allerdings ebenfalls spürbar mit +4,9 Prozent an. Vermehrte Orderzuflüsse stammten dabei sowohl aus dem Euroraum als auch aus Drittländern. In den einzelnen Gütergruppen machten sich die Großaufträge bei den Konsum- sowie den Investitionsgütern bemerkbar, die eine Expansion um jeweils 8,2 Prozent bzw. 7,9 Prozent verbuchen konnten. Auch Vorleistungsgüter waren mit +1,0 Prozent stärker nachgefragt.

Die überwiegende Mehrheit der Wirtschaftszweige registrierte höhere Auftragseingänge: Am stärksten ausgeprägt war diese Entwicklung in den Bereichen Bekleidung (+29,6 Prozent), Metallerzeugnisse (+25,3 Prozent), Sonstiger Fahrzeugbau (+12,3 Prozent) und EDV und Optik (+8,3 Prozent). In der gewichtigen Kfz-Industrie kam es zu einer moderaten Steigerung von 0,8 Prozent. Rückläufig war die Nachfrage dagegen bei pharmazeutischen Erzeugnissen (‑3,5 Prozent), Metallerzeugung (-2,3 Prozent) und Textilien (-1,0 Prozent).

Bereits seit einigen Monaten führen Großaufträge – v. a. vor dem Hintergrund verteidigungswirtschaftlicher Beschaffungen – zu Ausschlägen bei den monatlichen Auftragseingängen. Grundsätzlich verstetigt sich aber der Trend einer zunehmenden Nachfrage aus dem Inland sowie dem Euroraum. Demgegenüber entwickeln sich die Auftragseingänge aus Drittländern angesichts der handels- und geopolitischen Unwägbarkeiten seit Frühjahr 2025 tendenziell schwach. Somit ist weiter mit einer gedämpften Exportentwicklung zu rechnen.

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Politik

Massive Unterversorgung von afrikanischen Flüchtlingen droht

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Berlin 07.01.2026 

– Angesichts massiver Unterfinanzierung schlagen das Welternährungsprogramm (WFP) und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Alarm. Die prekäre Situation von Millionen von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in afrikanischen Ländern könnte sich mit Beginn des neuen Jahres weiter verschärfen. Die beiden Organisationen warnten am Montag, dass sie 2026 in vielen Ländern selbst grundlegendste Hilfe zum Überleben – Nahrung, Schutz oder Unterbringung – nicht mehr leisten können.

Mehr als ein Drittel der weltweit 117 Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebenen lebt in Afrika. Konflikte, etwa im Sudan und in der Demokratischen Republik Kongo zwingen weiterhin Hunderttausende Menschen in die Flucht – oft in Nachbarländer, die selbst von Hunger und Instabilität betroffen sind. Allein im bitterarmen Burundi sind im Dezember 2025 über 90.000 Flüchtlinge angekommen, die vor neuer Gewalt in der DR Kongo geflohen sind. WFP musste knappe Mittel strecken, um auch Neuankömmlinge zu versorgen. Die Nahrungsmittelrationen wurden auf 75 % reduziert, Aufnahmezentren sind überbelegt.

Die Mittel für die humanitäre Hilfe, auch aus Deutschland, sind zuletzt massiv gesunken: So standen UNHCR für seine Arbeit in Afrika im Jahr 2025 weniger als ein Viertel der benötigten Mittel zur Verfügung. WFP unterstützt über sechs Millionen Flüchtlinge in mehr als 20 afrikanischen Ländern mit Nahrungsmitteln und Programmen zur Existenzsicherung. Doch die Finanzierungslücken sind beispiellos: In einigen Ländern fehlen über 80 Prozent der Mittel, in allen Einsatzländern wurden Rationen gekürzt oder Programme der Ernährungshilfe komplett gestrichen.

„Die weltweiten Kürzungen in der humanitären Hilfe, treffen Flüchtlinge auf unserem Nachbarkontinent besonders hart. In vielen Ländern müssen wir nach Lage der Dinge die Hilfe schlicht einstellen“, sagte Dr. Martin Frick, Direktor des Berliner WFP-Büros. “Wenn wir Aufnahmestaaten nicht unterstützen, schafft das mehr Instabilität in fragilen Regionen.”

Zu wenig Nahrungsmittelhilfe

Katharina Thote, UNHCR-Vertreterin in Berlin: “Dieses Jahr wird entscheidend für unsere Arbeit. Wir benötigen dringend Mittel, um Leben retten zu können, aber auch um längerfristige Perspektiven zu bieten.“

Trotz Erfolgen im Kampf gegen die Hungersnot in Teilen des Sudans, drohen wegen fehlender Gelder schon im Januar Kürzungen bei der Nahrungsmittelhilfe, selbst für Menschen, die kurz vor dem Verhungern stehen.

Dramatisch sieht es laut WFP und UNHCR auch in Sudans Nachbarländern aus, etwa im Tschad, wo über 200.000 neu angekommene sudanesische Flüchtlinge ohne ausreichende Hilfe im Grenzgebiet ausharren. UNHCR fehlt es an Zelten für Neuankömmlinge. Einige Familien müssen unter freiem Himmel schlafen und haben kaum sauberes Trinkwasser. In Uganda, einem wichtigen Aufnahmeland für Flüchtlinge aus mehreren afrikanischen Staaten wie dem Sudan und der Demokratischen Republik Kongo, musste WFP kürzlich die Nahrungsmittelhilfe für eine Million Flüchtlinge einstellen, in Äthiopien droht das in gleicher Größenordnung in wenigen Wochen.

Angesichts dieser düsteren Aussichten für das neue Jahr appellieren UNHCR und WFP an die Bundesregierung und andere Geber, dringend die Mittel für die Flüchtlingsversorgung aufzustocken. Das wäre menschlich richtig und politisch klug, denn Destabilisierung und neue Fluchtbewegungen wären sonst die Konsequenz.

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Wirtschaft

Erwerbstätigkeit im Abschluss 2025

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WIESBADEN 7.1.2026

– Im November 2025 waren rund 46,0 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) blieb die Zahl der Erwerbstätigen damit saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert (-1 000 Personen; 0,0 %). Im Oktober lag die Zahl der Erwerbstätigen um 3 000 Personen über dem Niveau des Vormonats. Von Mai bis September 2025 war sie dagegen gegenüber dem Vormonat um durchschnittlich 14 000 Personen zurückgegangen.

Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, November 2025
0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt)
0,0 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt)
-0,1 % zum Vorjahresmonat

Nicht saisonbereinigt stieg die Zahl der Erwerbstätigen im November 2025 gegenüber Oktober 2025 geringfügig um 7 000 Personen (0,0 %) an. Dieser Anstieg gegenüber dem Vormonat lag leicht unter dem November-Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024 (+16 000 Personen).

Erwerbstätigenzahl im November 2025 leicht unter Vorjahresniveau

Im Vorjahresvergleich gegenüber November 2024 sank die Zahl der Erwerbstätigen im November 2025 um 51 000 Personen (-0,1 %). In den Monaten August bis Oktober 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls bei -0,1 % gelegen. Damit setzte sich der seit Juli 2025 auf dem Arbeitsmarkt erkennbare Abwärtstrend im Vorjahresvergleich fort.

Bereinigte Erwerbslosenquote im November 2025 bei 3,8 %

Im November 2025 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 1,64 Millionen Personen erwerbslos. Das waren 171 000 Personen oder 11,6 % mehr als im November 2024. Die Erwerbslosenquote stieg auf 3,7 % und zeigte damit im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg um 0,4 Prozentpunkte (November 2024: 3,3 %).

Bereinigt um saisonale und irreguläre Effekte lag die Erwerbslosenzahl im November 2025 mit 1,67 Millionen Personen um 7 000 Personen über dem Vormonat Oktober (0,4 %). Die bereinigte Erwerbslosenquote lag unverändert bei 3,8 %.

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