Wirtschaft
Landwirtschaft 2025
Wiesbaden, Berlin 29.10.2025
– Im Jahr 2025 bewirtschaften in Deutschland 1.368 landwirtschaftliche Betriebe zusammen rund 15.350 Hektar Baumschulfläche. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 10,9 % oder 168 Betriebe weniger als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2021. Die Baumschulfläche ging in diesem Zeitraum um 10,5 % oder 1.810 Hektar zurück. Gegenüber 2017 sank die Zahl der Baumschulen um 20,2 % oder 346 Betriebe und die bewirtschaftete Fläche um 17,5 % oder 3.260 Hektar.
Das Anbauspektrum der Baumschulen umfasst unter anderem die Kultivierung von Jungpflanzen der Anbaugruppen Ziersträucher und Bäume, Heckenpflanzen, Forstpflanzen, Obstgehölze, Rosen und sonstige Gehölze wie beispielsweise Koniferen, zu denen beliebte Weihnachtsbaumarten zählen. Dabei liegen 97,8 % (15.010 Hektar) der Baumschulfläche im Freiland. Knapp die Hälfte der Betriebe (46,1 % bzw. 630) verfügen über Produktionsflächen unter Glas oder hohen begehbaren Schutzabdeckungen, die zusammen 2,2 % (350 Hektar) der gesamten Baumschulfläche ausmachen.
Mehr Bäume für Parks, Alleen und Straßen trotz weniger Baumschulen
Die bedeutendste Anbaugruppe sind mit 6 770 Hektar die Ziersträucher und Bäume (ohne Forstpflanzen). Sie wachsen im Jahr 2025 in 1.003 Baumschulbetrieben auf 45,1 % der gesamten Freilandfläche heran. Die Produktion von Bäumen für Parks, Alleen und Straßen ist hierbei die wichtigste Nutzungsart: Obwohl die Zahl der produzierenden Betriebe seit 2021 um 9,3 % auf 622 Betriebe abnahm, stieg die Fläche für die Anzucht dieser Bäume um 16,3 % auf 3.410 Hektar. Die Ziersträucher und Laubgehölze (ohne Heckenpflanzen) bilden eine weitere bedeutende Nutzungsart in dieser Gruppe. 745 Betriebe erzeugen auf 1.650 Hektar diese Pflanzen, wobei sowohl die Zahl der Betriebe als auch die bewirtschaftete Fläche gegenüber 2021 stark rückläufig ist (-13,2 % bzw. -20,1 %).
Mit 1.850 Hektar oder 12,3 % der Gesamtfläche im Freiland steht die Anzucht von Gehölzen für die Forstpflanzung an zweiter Stelle der Nutzungsartengruppen. Die Zahl der Betriebe blieb hier mit 251 im Jahr 2025 nahezu unverändert gegenüber 2021 (250 Betriebe), obwohl die Fläche in diesem Zeitraum um 8,4 % abnahm. Hielt sich die Anzucht von Laub- und Nadelbäumen im Jahr 2021 mit jeweils rund 1.000 Hektar nahezu die Waage, liegt der Schwerpunkt im Jahr 2025 mit 57,6 % der Anzuchtfläche auf den Laubbäumen (+6,5 % auf 1 070 Hektar). Die Jungpflanzenzucht von Nadelbäumen verkleinerte sich dagegen um fast ein Viertel (-23,1 % auf 790 Hektar).
Heckenpflanzen werden im Jahr 2025 auf 1.650 Hektar oder 11,0 % der gesamten Baumschulfläche im Freiland von insgesamt 734 Betrieben angebaut. Mit 52,6 % und 47,4 % entfallen dabei jeweils ähnliche Flächenanteile auf die Anzucht von Nadel- und Laubgehölz-Heckenpflanzen.
Über ein Viertel der Baumschulfläche befindet sich in Niedersachsen
Unverändert befinden sich im Jahr 2025 die meisten Baumschulen mit 346 Betrieben in Niedersachsen auf einer Fläche von 4.060 Hektar, was einem Anteil von mehr als einem Viertel (26,4 %) der gesamtdeutschen Baumschulfläche entspricht. Danach folgen Nordrhein-Westfalen (293 Betriebe und 3.230 Hektar) und Schleswig-Holstein (200 Betriebe und 2.630 Hektar).
Berlin
Weil der Apfel nicht im Regal wächst: Lernen auf dem ErlebnisBauernhof
Berlin 17.01.2026
– Auf dem ErlebnisBauernhof feiern die Agrar Scouts ihr Jubiläum, Frauen stehen im Fokus – und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner erinnert daran, dass der Apfel am Baum wächst.
Die Traube vor dem Aktionsrad wird immer größer. Gerade durften die Kinder schätzen, wie viele Lebewesen in einem Liter Boden wohnen und haben gelernt, dass es nicht 300, sondern sogar über zehn Milliarden sind. „Können wir nochmal drehen?“, fragt ein kleines Mädchen und schaut mit großen Augen zu Erwin Koster, der erklärt, was sie tun kann, damit möglichst wenig Lebensmittel im Müll landen. Erwin Koster kommt bereits seit 29 Jahren auf die Grüne Woche, früher als Berufsschullehrer für Landwirtinnen und Landwirte, seit 2020 ist er AgrarScout. „Unser Ziel ist zu informieren. Die Kunst besteht darin, schwierige Sachverhalte so herunterzubrechen, dass man sie nicht mehr vergisst“, sagt er.
AgrarScouts feiern 10-jähriges Jubiläum
Die AgrarScouts feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2. „Ohne die hochmotivierten Landwirtinnen und Landwirte, die seit Jahren mit den Menschen in Kontakt treten, offen erklären und einordnen, geht es nicht“, sagte Lea Fließ. Die Geschäftsführerin vom Forum Moderne Landwirtschaft holte die AgrarScouts im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Erlebnisbauernhofes auf die Bühne. Außerdem gebe es noch eine weitere Hauptfigur, verkündet sie: „Die Vereinten Nationen haben 2026 als internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen. Frauen übernehmen Verantwortung mit Selbstverständnis und diese Persönlichkeiten stehen im Mittelpunkt auf dem Erlebnisbauernhof.“
Frauen als Rückgrat der Landwirtschaft
Zehn Porträts von Betriebsleiterinnen, Funktionärinnen und Mitarbeiterinnen präsentierte Lea Fließ auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs, darunter das von Marianne Albersmeier, Betriebsleiterin vom Hof Albersmeier, die sagt: „Wir Frauen werden oft als Rückgrat der Landwirtschaft bezeichnet. Es ist an der Zeit, dass wir ein Gesicht bekommen und echte Gleichberechtigung gelebt wird.“ Marianne Albersmeier ist ebenfalls AgrarScout – genau wie Charlotte Schlichting, die auf dem Vorwiesenhof ihrer Eltern in Lübeck aufgewachsen ist und plant, diesen mit ihrem Bruder zu übernehmen. Auch ihr Porträt befindet sich in der Präsentation, die über den gesamten Messeverlauf zwischen den Programmpunkten auf der Bühne in Halle 3.2 abgespielt werden soll. „Ich habe mich riesig über die Anfrage gefreut, weil es darum geht, Frauen sichtbarer zu machen“, sagt Charlotte Schlichting. Auf Instagram hat sie 12.600 Follower und bei YouTube gibt es unter „NDR auf´m Land“ eine Reportage über ihr Landleben.
Keine Grüne Woche ohne ErlebnisBauernhof
Auch Johanna Bensch von der Deutschen Phytomedizinische Gesellschaft bemüht sich um Sichtbarkeit. Die angehende Doktorandin erklärt gerade einer Familie, was passiert und wie es aussieht, wenn eine Gurke oder Zuckerrübe von einem Virus befallen wird. Sie klärt auf über Hintergründe zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und auch zu Alternativen wie Fruchtfolge und Mischanbau oder Beschnitt. „Ich möchte Menschen informieren und sensibilisieren für Maßnahmen, die es rund um den Pflanzenschutz gibt und für ein Bild abseits der medial geprägten Inhalte“, sagt sie.
Landwirtschaft zum Verstehen und Anfassen, das ist das Motto des ErlebnisBauernhofs, ein Gemeinschaftsprojekt des Forums Moderne Landwirtschaft mit mehr als 70 Partnern aus der Agrar- und Ernährungsbranche. Sie alle laden in Halle 3.2 dazu ein, Landwirtschaft spielerisch zu entdecken mit interaktiven Stationen, Mitmachaktionen und praxisnahen Angeboten rund um Prävention, Sicherheit und Bildung für die Grüne Branche. „Ich kann mir Berlin nicht ohne Grüne Woche vorstellen und ich kann mir die Grüne Woche nicht ohne den Erlebnisbauernhof vorstellen. Wir Stadtmenschen und gerade auch die Kinder sollten wissen, dass der Apfel am Baum wächst und nicht im Regal“, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner.
Ninja Priesterjahn Foto, © Messe Berlin
Berlin
Brandenburg vernetzt, Berlin inszeniert
Berlin 17.01.2026
– Ein zweiter Tag voller Köstlichkeiten liegt hinter uns – von der Straußenbratwurst bis zur Wasserbüffelsülze, dem Wacheteleierlikör und der Gurkenbrause.
Enge Vernetzung in Brandenburg
„Hier in Brandenburg entstehen Netzwerke“, sagt Karl-Dietmar Plentz. „Vor zwei Jahren haben wir hier Landwirte kennengelernt, die Kichererbsen in Brandenburg anbauen“, erzählt er. Die Kichererbsen der Agrargenossenschaft Trebbin vertreibt Karl-Dietmar Plentz nun mit an seinem Stand. Außerdem kam er dadurch auf die Idee, neben dem Roggenbrot aus Natursauerteig, das auf dem Rezept seines Urgroßvaters basiert, Brot aus Kichererbsenmehl anzubieten. Der Bäckermeister stellt seit 25 Jahren in der Brandenburg-Halle aus. Zum 100. Jubiläum hat er ein etwa 1,20 Meter langes Grüne-Woche-Brot gebacken. Sein Unternehmen ist mit 148 Jahren noch älter ist als die Messe. In Brandenburg sind alle eng vernetzt – auch mit der Landwirtschaftsministerin Hanka Fröhlich. „Sie war selbst lange Ausstellerin in der Brandenburg-Halle. Wir sehen sie als eine von uns“, sagt Karl-Dietmar Plentz. „Das ist hier wie ein Familientreffen.“
Originale Berliner Mauersteine selbst kloppen
Auch Berlin setzt ein Zeichen für Verbindung, Herkunft und gelebte Tradition: Die Fläche wurde von 500 auf 1.200 Quadratmeter vergrößert und befindet sich in diesem Jahr in Halle 21b. Übersehen lässt sich der Bereich kaum: Das DDR-Museum präsentiert 3,60 Meter hohe Originalsteine der Berliner Mauer, aus denen Besucherinnen und Besucher selbst Stücke abschlagen, mit einer alten DDR-Wage abwiegen und käuflich erwerben können. BRYX Toys baut aus 50.000 Klemmbausteinen bis zum 20. Januar den Berliner Fernsehturm im Maßstab von 1:54 auf einer Höhe von 6,80 Metern nach, der Berliner Funkturm wird in einer Höhe von 25 Zentimetern zum Kauf angeboten. Außerdem hat Berlin eine bunte Mauer als Foto-Spot und eine eigene Bühne, die von rbb 88,8 bespielt wird.
Berliner Kleingärtner beleben Grüne Woche nach Kriegsende
Auch ein Stück Berlin zeigt der Stand des Berliner Landesverbands der Gartenfreunde (Halle 21b/223). Hier lässt sich nachvollziehen, welchen Einfluss die Kleingärtner auf das Bestehen der Grünen Woche haben und hatten. „Dank der Kleingärtner, die ihr Obst und Gemüse aufs Messegelände brachten, konnten 1948 erstmals nach dem zweiten Weltkrieg wieder Agrarerzeugnisse gezeigt werden“, sagt Lars Jaeger, Direktor der Grünen Woche.
Für das aktuellen Berlin-Flair sorgt der Start-up-Bereich, in dem sich über die Laufzeit der Messe 17 unterschiedliche Unternehmen vorstellen, der Gemeinschaftsstand „Crafted in Berlin“ mit ausgewählten regionalen Manufakturen und die „Initiative gegen Beliebigkeit“, ein Zusammenschluss verschiedener Traditionsbetriebe. Sterne-Koch Tim Raue präsentiert am Mittwoch, 21. Januar um 11.00 Uhr die neue Currywurst-Kreationen für das Fernsehturm-Restaurant (21b/221).

Ein Stück Berliner Mauer für Zuhause – gibt´s in der Berlinhalle.
Heute präsentierte sich die Reiterstaffel der Bundespolizei und in der Blumenhalle wurde im Stil der Goldenen 20er getanzt, herzlich Willkommen morgen zum Tag 3 der Grünen Woche.
Fotos: © Messe Berlin
Berlin
Mit der Grünen Woche auf Deutschlandreise
Berlin 16.01.2026
Einmal quer durch Deutschland an einem Tag: Von Grünkohl und Stadionbratwurst über Glühweinbrot, echte Berliner Currywurst und Wein aus dem Ländle bis zum bayerischen Biergarten: Besucherinnen und Besucher entdecken auf der Deutschland-Tour regionale Klassiker, kreative Neuinterpretationen, Jubiläumsaktionen zu 100 Jahren Grüne Woche und touristische Highlights aus allen Bundesländern – genussvoll, überraschend und vielfältig.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
EU-Agrarkommissar Hansen zieht Bilanz
Berlin 16.01.2026
EU-Agrarkommissar Christophe Hansen zieht auf der Grünen Woche Bilanz seines ersten Amtsjahres. Im Fokus stehen Einkommen der Landwirte, die Zukunft der GAP, Herkunftskennzeichnung und der direkte Dialog mit der Praxis. „Für mich ist es eine große Ehre, in dieser wunderbaren Veranstaltung der Grünen Woche in Berlin teilnehmen zu dürfen. Wir sind hier wieder auf einer der größten Landwirtschaftsmessen in Europa und in der Welt.“
Foto: © Messe Berlin-Christoph Hansen
Berlin
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet Grüne Woche
Berlin 16.01.2026
– Zum 100. Jubiläum lobte das deutsche Staatsoberhaupt bei seiner Ansprache im City Cube die Messe als Ort der Debatte, an dem die wichtigen Zukunftsfragen verhandelt werden.
Das deutsche Staatsoberhaupt lobte die Messe 100 Jahre nach ihrer Gründung als einen Ort der Debatte, an dem die wichtigen Zukunftsfragen verhandelt werden. Aus der Politik hielten außerdem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin des Partners Mecklenburg-Vorpommern, EU-Kommissar Christophe Hansen sowie Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer Reden bei der Eröffnung der Grünen Woche im City Cube.
Klänge des Swing Orchestra David Hermlin versetzten die rund 2.000 geladenen Gäste in die Gründungsjahre der Grünen Woche zurück. Filmausschnitte erzählten die Geschichte von damals bis heute. Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin, sprach von den Umbrüchen und Neuanfängen, die die Messe erlebt hat. Sie sei Genuss- und Erlebnisort – und zugleich eine politische Plattform von größter Internationalität.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte der Grünen Woche, die über Berlin hinaus strahle. Sie trage seit ihrer Gründung zur Annäherung von Stadt und Land bei. Bis heute unterschieden sich die Lebenserfahrungen. Mit einem Abbau von Bürokratie sollten landwirtschaftliche Berufe attraktiv bleiben. Auch wenn er die Besorgnisse verstehe, sei er überzeugt von neuen Allianzen wie dem Mercosur-Abkommen. Wie wollen wir leben, wie uns ernähren seien große Zukunftsfragen, die auf der Grünen Woche verhandelt werden.
Für Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner steht die Messe – genau wie Berlin – für Weltoffenheit, Vielfalt und Innovation. Sie habe einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Berlinerinnen und Berliner und sei eine absolute Erfolgsgeschichte. Stadt und Land bräuchten einander. Die Messe biete Gelegenheit für Austausch und Zusammenhalt.
Als erstes deutsches Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr Partner der Grünen Woche. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigte sich stolz, dass ihr Bundesland seit 25 Jahren mit einem eigenen Messeauftritt dabei ist. Die Messe sei eine echte Leistungsschau für Unternehmen. Gegen den Bundestrend gebe es in Meck-Pom ein Wirtschaftswachstum, ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit von Branchen wie Landwirtschaft und Tourismus. Agrarwirtschaft und Naturschutz würden nicht als Konkurrenz, sondern als Partner gedacht.
Bei einem Podium zum Thema „Landwirtschaft und Ernährung – Wege in die Zukunft“ spracht sich Agrarminister Alois Rainer dafür aus, Deutschland nicht kaputt zu reden, zugleich aber Bürokratie abbauen und der Landwirtschaft Freiräume zu lassen. Bauernpräsident Joachim Rukwied bezeichnete die Grüne Woche als hervorragende Plattform für einen Dialog, der im Land weitergeführt werden müsse. Produktivität und Wirtschaftlichkeit sind für Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, wichtige Aspekte von Nachhaltigkeit, die es brauche, um einen Genrationswechsel in der Landwirtschaft einzuleiten. Dr. Christian von Boetticher, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), sprach sich für Wachstumsimpulse durch die Politik aus.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
100 Jahre Grüne Woche – 100 Jahre Landwirtschaft – Die Jubiläumstour
Berlin 16.01.2026
– 1.500 Aussteller aus Deutschland, Europa und der Welt präsentieren kulinarische Köstlichkeiten, touristische Highlights, blumige und tierische Erlebnisse und laden zum Austausch über Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau ein.
Ein Jahrhundert Messegeschichte an einem Tag: Die Grüne Woche 2026 feiert ihr 100-jähriges Jubiläum und verbindet historische Einblicke mit Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Innovation und Ernährung. Die Tour beginnt mit einer Reise in die Vergangenheit: Die Blumenhalle entführt die Besucherinnen und Besucher in die goldenen 20er. Die Messegäste erwarten nostalgische Fassaden, elegante Details und liebevoll arrangierte Blumen, die den grauen Berliner Winter für einen Moment in den Hintergrund treten lassen.
Foto: © Messe Berlin
Welt
ifo Institut: Mercosur-Abkommen kann negative Effekte der US-Zollpolitik abfedern
München 16. 01.2026
– Das Mercosur-Abkommen kann Einbußen der US-Zollpolitik teilweise kompensieren. „Die Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist ein wichtiger erster Schritt. Es sind aber zusätzliche Handelsabkommen mit weiteren Handelspartnern nötig, um die negativen Folgen der US-Zollpolitik zu kompensieren“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft. „Die EU sollte sich darauf konzentrieren, auch in den derzeit laufenden Freihandelsverhandlungen zügig zu Ergebnissen zu kommen. Das Handelsabkommen mit Indonesien liegt beispielsweise bereits ausgehandelt auf dem Tisch.“
Eine Studie des ifo Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat ergeben, dass neue Freihandelsabkommen mit sieben wichtigen Handelspartnern die negativen Effekte der US-Zollpolitik nicht nur ausgleichen, sondern sogar überkompensieren würden. Die deutschen Exporte würden durch diesen Schritt trotz der US-Zölle um bis zu 4,1 Prozent wachsen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt würde um bis zu 0,5 Prozent erhöht. Positive Wertschöpfungseffekte könnten vor allem in exportstarken Industriebranchen wie dem Maschinenbau (2,7 Prozent), der Chemieindustrie (3,1 Prozent) und der Automobilindustrie (3,2 Prozent) realisiert werden.
Für die Studie wurden neben dem EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) auch Abkommen mit Indien, Australien, Indonesien, Malaysia, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten angenommen. Ohne neue Handelsabkommen würden die US-Zölle das deutsche BIP mittelfristig um 0,13 Prozent und die Exporte um 1,3 Prozent verringern.
Berlin
Der Aufstieg von Bioprodukten
Berlin,15.01.2026
Auf seiner Konferenz im Rahmen der Grünen Woche am vergangenen Donnerstag zeigte sich der Verband zufrieden mit der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach Bioprodukten. Dies hat zu einem Anstieg der ökologisch bewirtschafteten Fläche beigetragen, die bis Ende 2025 22 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschlands von 1,8 Millionen Hektar erreichen wird.
Der Verband wies darauf hin, dass die Einnahmen der Bio-Landwirtschaftsbetriebe im vergangenen Jahr rund 18 Milliarden Euro betrugen, ein Plus von 8 % gegenüber 2024. Der Aufschwung der Bioprodukte hat zudem rund 388.000 Arbeitsplätze gesichert, und der Sektor hat das Potenzial, noch mehr Arbeitsplätze zu schaffen, wenn Deutschland durch politische und wirtschaftliche Unterstützung zu einem führenden Produzenten von Agrar- und Bioprodukten in Europa wird.
Foto: © PWO
Wirtschaft
ifo Institut: Geschäftsklima im Wohnungsbau eingetrübt
München 15.01.2026
– Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich zum Jahresende leicht eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel im Dezember von minus 19,3 auf minus 20,6 Punkte. Die Unternehmen schätzten die aktuelle Lage schlechter ein und auch die Erwartungen für die kommenden Monate. „Der Wohnungsbau kommt nicht so recht vom Fleck“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die strukturellen Probleme der Branche bestehen fort.“
Der Anteil der Unternehmen im Wohnungsbau, die von zu wenig Aufträgen berichten, stieg weiter: von 47,0 auf 47,7 Prozent. Auch die Stornierungen nahmen erneut zu: Der Anteil der Firmen, die von abgesagten Bauprojekten berichten, kletterte von 11,0 auf 11,5 Prozent. „Die zuletzt gestiegenen Wohnungsbaugenehmigungen schlagen sich bislang nicht in der Stimmung der Unternehmen nieder“, so Wohlrabe. „Viele Betriebe warten weiterhin auf eine spürbare Belebung der Nachfrage.“ Im Schnitt dauert es 3 bis 6 Monate bis sich die erteilten Genehmigungen in konkreten Aufträgen bei den Unternehmen niederschlagen.
Wirtschaft
Die Deutsche essen zu viel
Berlin 15.01.2026
In der Ernährungsindustrie erwirtschaften knapp 6.000 Betriebe einen jährlichen Umsatz von 232,6 Mrd. Euro. Mit rund 644.000 Beschäftigten ist diese Branche der viertgrößte Industriezweig Deutschlands. Über 90 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittelständische Betriebe. Die Branche trägt wesentlich zur Stabilität, zum Wohlstand und zur Beschäftigung in allen Regionen Deutschlands bei.
Täglich überzeugt sie 84 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland mit bezahlbaren Lebensmitteln, die sich durch höchste Qualität, Sicherheit, Tradition, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung auszeichnen. Dank eines Exportanteils von rund 35 Prozent genießen Menschen weltweit Lebensmittel „Made in Germany“.
Gleichzeitig steht die Branche vor großen Herausforderungen: steigende Bürokratieanforderungen, zunehmende wirtschaftspolitische Unsicherheiten und ein
gedämpftes Konsumverhalten belasten die Unternehmen. Die deutsche Wirtschaft entwickelt sich insgesamt seit längerer Zeit schwächer als vergleichbare Industrieländer, und die Prognosen für den Standort Deutschland wurden erneut nach unten korrigiert. Auch die Ernährungsindustrie ist davon betroffen – der Ausblick bleibt verhalten, was sich negativ auf die Investitionsentscheidungen der Lebensmittelhersteller auswirkt.
Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2024 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,2 Prozent gewachsen ist, sieht der World Economic Outlook (Stand Januar 2025) für das Jahr 2025 ein Wachstum von plus 3,3 Prozent und für das Jahr 2026 von ebenfalls plus 3,3 Prozent vor. Damit korrigiert der IWF seine Prognose gegenüber Oktober 2023 um 0,1 Prozentpunkte für 2025 nach oben. Für die Industrieländer wird 2025 ein durchschnittliches Wachstum von 1,9 Prozent erwartet – eine Erhöhung der Prognose um 0,1 Prozentpunkte gegenüber Oktober 2024. Besonders stark wurde die Wachstumsprognose für die USA angehoben. Die Eurozone soll 2025 um 1,0 Prozent und 2026 um 1,7 Prozent wachsen. Von allen Weltregionen wird der Eurozone damit das geringste Wachstum prognostiziert. Innerhalb der Eurozone verzeichnet Deutschland mit voraussichtlich nur 0,3 Prozent Wachstum im Jahr 2025 die schwächste Entwicklung.
Wirtschaft
ifo Institut: Mehr Unternehmensgründungen durch Zuzug von Geflüchteten
München 14.01.2026
– Der Zuzug von Geflüchteten erhöht die Anzahl der Gewerbeanmeldungen und schafft zusätzliche Arbeitsplätze. Dies geht aus einer neuen Studie des ifo Instituts hervor. Die neuen Unternehmen werden jedoch nicht von Flüchtlingen oder anderen Ausländern, sondern überwiegend von Deutschen gegründet. „Durch den Zuzug von Geflüchteten entsteht vielerorts Bedarf für neue Geschäftsmodelle, zum Beispiel im Bereich Gesundheit oder Finanzdienstleistungen“, sagt ifo-Forscher Sebastian Schirner. Dabei sei allerdings zu beachten, dass der gestiegene Bedarf eine Folge steuerfinanzierter Transfers sein könnte. In welchem Umfang das der Fall ist, untersucht die Studie nicht. „Gleichzeitig steigt mittelfristig das Angebot an Arbeitskräften, was für potenzielle Gewerbetreibende attraktiv ist.“
Der Studie zufolge führt ein Anstieg von 100 Geflüchteten pro 10.000 Einwohner zu durchschnittlich sieben zusätzlichen Gewerbeanmeldungen mit 27 neuen Arbeitsplätzen. Das entspricht einem Anstieg bei den Gewerbeanmeldungen von 7,9 Prozent im Vergleich zu den durchschnittlichen Anmeldungen in einem durchschnittlichen Landkreis. Die entstehenden Unternehmen konzentrieren sich auf die Bereiche Verkehr, Gesundheit, das verarbeitende Gewerbe sowie auf Finanzdienstleistungen. Durch neue Gewerbeanmeldungen und bestehende Firmen entstehen durch den Zuzug von 100 Geflüchteten auf 10.000 Einwohner insgesamt 109 zusätzliche Arbeitsplätze. Davon entfallen drei Viertel auf bereits bestehende Unternehmen. Dabei handelt es sich vor allem um Vollzeitstellen.
Die Studie basiert auf Daten einer Sonderauswertung der Gewerbeanzeigenstatistik auf Kreisebene zwischen 2007 und 2021. Die Zahl der Geflüchteten auf Landkreisebene wird mit Daten des Ausländerzentralregisters gemessen. Die Forscher nutzten außerdem die offiziellen Zuteilungsquoten (nach dem Königsteiner Schlüssel und Landesregeln). Diese Quoten bestimmen, wie viele Geflüchtete ein Landkreis theoretisch aufnehmen sollte. Darauf basierend bestimmt die Studie die kausalen Effekte des Zuzugs von Geflüchteten auf die Zahl der Unternehmensgründungen und Arbeitsplätze.
Berlin
Entdecken, genießen, Geburtstag feiern: was die Grüne Woche 2026 besonders macht
Berlin 13.01.2026
Eine kulinarische Weltreise, clevere Ideen für den Klimaschutz und Landwirtschaft zum Anfassen: Das alles erwartet Besucherinnen und Besucher auf der der Jubiläumsausgabe der Grünen Woche.
In ihrem hundertsten Jahr zeigt sich die Grüne Woche in ihrer ganzen Vielseitigkeit. Zum Jubiläum können sich Gäste auf dem Berliner Messegelände auf besonders viele Highlights freuen. Partner ist in diesem Jahr die beliebte Reise- und Genussregion Mecklenburg-Vorpommern.
Zurück in die goldenen Zwanziger
Im Januar 1926 öffnete die erste Grüne Woche als Warenmesse für Landwirtschaft und Gartenbau auf dem Berliner Messegelände ihre Tore. An diese Zeit erinnert hundert Jahre später die Blumenhalle. Sie steht unter dem Motto „Babylon Garden – Blütezeit der goldenen Zwanziger“. Auf 3.000 Quadratmetern entstehen Parklandschaften mit einem floralen Nachtclub und dem „KaDeFleur“. Tausende Pflanzen und Springbrunnen schaffen in Halle 2.2 eine blühende Insel im winterlichen Berlin. In Halle 26a zeichnet eine Sonderschau mit Fotos und Plakaten die Entwicklung der Messe über ein Jahrhundert hinweg nach. Historische Exponate wie Kutschen und der Radschlepper „Fordson Bj. 1926“ treffen auf moderne Landmaschinen. Regionale Handwerksbetriebe wie eine Brandenburger Böttcherei machen die Geschichte der Messe lebendig.
Tierhalle mit Reiterstaffel und Hippologica
Ein Anziehungspunkt besonders für Familien ist die Tierhalle 25. Besucherinnen und Besucher treffen dort auf landwirtschaftliche Nutztiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Alpakas. Am ersten Messewochenende zeigt erstmals die Reiterstaffel der Bundespolizei auf der Grünen Woche ihr Können. Am 17. Januar findet die Bundeschau Süddeutsches Kaltblut statt. An den letzten drei Messetagen, nämlich vom 22. bis zum 25. Januar 2026, findet mit der Hippologica Berlins größtes Hallenpferdesportturnier statt mit Disziplinen wie Springen, Dressur und Voltigieren.
Tierwohl wird auf der Grünen Woche großgeschrieben. Die Tiere sind in der Tierhalle tierschutzgerecht untergebracht, verfügen über ausreichend Rückzugsräume und werden während der gesamten Messezeit von einer Stallcrew sowie Tierärztinnen und Tierärzten rund um die Uhr betreut.
Wenn weniger mehr ist: ZERO Themeninsel und Bio-Halle
Auf kreative Weise begegnen Startups und Unternehmen den Herausforderungen durch den Klimawandel. Die neue ZERO Themeninsel in Halle 27 geht mit gutem Beispiel in Sachen Kreislaufwirtschaft voran. Dort gibt es auf einem Messefußboden aus recycelten Altreifenmatten Re-Use-Workshops, gesunde, naturbelassene Snacks und Innovationen wie eine vegane Brille. Wer ökologisch wirtschaftende Höfe kennenlernen möchte, wird in der Bio-Halle 22a fündig. Dort stellen sich neben Erzeugerverbänden auch Teilnehmende des Bundesprogramms Ökologischer Landbau vor, darunter Bio-Winzer und -Landwirte aus unterschiedlichen Regionen.
Landwirtschaft entdecken
Wie arbeiten Landwirte heute? Vor welchen Herausforderungen stehen sie und welche Innovationen helfen ihnen weiter? Auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 gibt der Deutsche Bauernverband (DBV) unter dem Motto „Ernährung sichern. Natur schützen.“ praxisnahe Einblicke in die moderne Landwirtschaft. Besucherinnen und Besucher erfahren aus erster Hand, was Erzeugerinnen und Erzeuger umtreibt.
Sie kommen mit Agrarscouts von echten Höfen ins Gespräch und lernen dank dem Netzwerk der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) Wichtiges über die deutsche Lebensmittelwirtschaft.
Deutschlandreise auf der Grünen Woche: Mecklenburg-Vorpommer ist Partner
An einem Tag (fast) ganz Deutschland entdecken? Das geht nur auf der Grünen Woche. 13 Bundesländer zeigen ihre kulinarischen Spezialitäten. Neben Klassikern nehmen viele Aussteller die Grüne Woche auch für Experimente zum Anlass. Partner der diesjährigen Grünen Woche ist Mecklenburg-Vorpommern, welches in Halle 5.2 ein extra für die Messe kreiertes Glühweinbrot vorstellt. In der Berlin-Halle 21b präsentieren sich Food-Startups aus der Hauptstadt, es gibt ein eigens für das Jubiläum gebrautes BRLO-Bier. In der Niedersachsen-Halle kommt die Original Stadion-Wurst von Werder Bremen auf den Grill. Für Karnevalsstimmung sorgen Funkemariechen, Kölsch und Blaskapelle in der NRW-Halle 5.2.
Die Welt kulinarisch entdecken
Doch auch weiter entfernte Länder und Kulturen lassen sich auf der Grünen Woche entdecken. Erstmals 2026 dabei ist der bedeutende Kakao-Exporteur Côte d’Ivoire. Es gibt Kaffee aus Südamerika, saftige Thai-Mangos, würzigen Schweizer Käse und polnische Pierogi. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Viele Länder nutzen die Grüne Woche, um ihre Tourismus-Regionen vorzustellen. Ob Karibik oder Kaukasus, Besucherinnen oder Besucher finden auf der Messe Inspirationen für ihr nächstes Reiseziel.
Grüne Woche Bühne: Wo Bento-Snack auf Blasmusik trifft
Wer im Messetrubel eine Pause braucht, findet an der Grüne Woche Bühne in Halle 27 nicht nur Sitzgelegenheiten, sondern auch ein spannendes Programm. Schulklassen können sich vormittags im Zubereiten von Onigiri üben. Der Reissnack ist das japanische Äquivalent zum deutschen Butterbrot. Am Samstag, 17. Januar 2026, wird die Grüne Woche außerdem zum Austragungsort der 12. offenen Berliner Cosplay-Meisterschaft. Mit dem „Grünwochler“ wird an ausgewählten Tagen mittags ein eigens für das 100-jährige Jubiläum entworfenes Gericht vorgestellt. Es bringt drei Berliner Spezialitäten zusammen und besteht aus einem aufgeschnittenen und getoasteten Berliner Pfannkuchen ohne Füllung, dazu Dönerfleisch, Salat und Currysauce. Abends klingt der Messetag mit Jazz aus.
Berufsorientierung für Teens
Eine Halle voller Zukunftschancen erwartet Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse. Beim young generation hub in Halle 2.1 können sie vom 19. bis zum 23. Januar 2026 zwischen 10 und 15 Uhr mehr als 125 unterschiedliche Berufe kennenlernen. Praxisnah und zum Mitmachen bringen Innungen und Betriebe den jungen Menschen Ausbildungswege aus den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft, Gartenbau, Gastronomie, Bau und Klima nah. Es gibt Gelegenheiten zum Mitmachen und für den direkten Austausch auf Augenhöhe.
Foto: Grüne Woche Tierhalle_Hippologica © Messe Berlin
Berlin
ITB Berlin Kongress 2026
Berlin 13.01.2026
Vielseitiges Programm setzt neue Akzente und diskutiert Tourismus der Zukunft
Ein ebenso umfangreiches wie vielseitiges Angebot erwartet die Teilnehmenden des ITB Berlin Kongress 2026, der vom 3. bis 5. März im Rahmen der ITB Berlin stattfindet. Unter dem zukunftsweisenden Motto „Leading Tourism into Balance“ diskutieren renommierte Speaker die wichtigsten Trends und Themen der internationalen Reisewelt. Das hochkarätige Kongressprogramm ist ab sofort online abrufbar.
Mit neuem Motto und zahlreichen Innovationen blickt der ITB Berlin Kongress 2026 in wenigen Wochen auf eine Tourismusbranche, die mit unterschiedlichsten Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert wird. Die dreitägige Veranstaltung präsentiert auch in diesem Jahr ein hochaktuelles Programm, das neue Denkansätze, spannende Fallstudien und lebhafte Diskussionsrunden bietet. Im Verlauf von 200 Sessions und im Rahmen von 17 Themen-Tracks debattieren über 400 Experten und Speaker aus Unternehmen und Wissenschaft auf vier Bühnenzukunftsfähige Geschäftsmodelle, technologische Innovationen und branchenrelevante Mega-Trends. Das Programm ist ab sofort online einsehbar unter Kongressprogramm der ITB Berlin 2026.
Alle Kongress-Sessions können vor Ort oder im Live-Stream über den ITB Navigator– der zentralen Eventplattform der ITB Berlin mit Informationen zu Ausstellern, Kongress- und Eventprogramm sowie Hallenplänen – verfolgt werden. Im Anschluss stehen die Beiträge zudem auf dem YouTube-Kanal der ITB Berlin zur Verfügung.
Foto: © ITB Berlin
Wirtschaft
Tourismus in Deutschland
Wiesbaden 13.01.2026
– Im November 2025 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 32,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 0,2 % mehr als im November 2024.
Leichte Zunahme bei Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland
Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland nahm im November 2025 gegenüber November 2024 um 0,1 % auf 26,5 Millionen zu. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland wuchs um 0,4 % auf 5,7 Millionen.
Januar bis November 2025: Übernachtungszahl erreicht das Rekordniveau des Vorjahres
In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 465,5 Millionen Übernachtungen verbuchen. Damit liegt die Zahl 0,1 % über dem bisherigen Rekordwert von 465,1 Millionen Übernachtungen im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg dabei 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,6 % auf 388,4 Millionen. Bei den Gästen aus dem Ausland sank die Übernachtungszahl dagegen um 2,2 % auf 77,2 Millionen.
Politik
Bundeswirtschaftsministerium und EIF erweitern Start‑up‑Finanzierung
Berlin 13.01.2026
– Mit zusätzlichen 1,6 Milliarden Euro bündeln das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und der Europäische Investitionsfonds (EIF) ihre Kräfte, um technologiegetriebene Start‑ups zu unterstützen. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis junger Technologieunternehmen zu stärken und den Zugang zu professionellen Venture‑Capital‑ und Wachstumsfonds spürbar zu verbessern.
Unter der neuen Programmlinie „EIF German Equity“ wird die seit 2004 bestehende Partnerschaft ausgebaut. Das Mandat ist branchenoffen und umfasst damit Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, datengetriebenen Anwendungen, FinTech, Digitalisierung und industrielle Innovation bis hin zu Energie‑, Produktions- und Life‑Science‑Technologien. Deutschland soll damit stärker in die Lage versetzt werden, aus exzellenten Innovationen skalierbare Geschäftsmodelle und internationale Technologieführer hervorzubringen.
Ergänzt durch bestehende gemeinsamen Wachstums- und Scale‑up‑Programme der Bundesregierung mit dem EIF entsteht ein Programmportfolio mit einem Gesamtvolumen von über zehn Milliarden Euro (inkl. des deutschen Beitrags zu European Tech Champions Initiative), das alle Unternehmensphasen abdeckt. Gründerinnen und Gründer erhalten verlässlicheren Zugang zu privatem Kapital, während institutionelle Investoren einen starken öffentlichen Anker finden, der Governance‑ und ESG‑Standards setzt und privates Wachstumskapital mobilisiert.
Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie: „Wir investieren dort, wo Zukunft entsteht: bei jungen Technologieunternehmen. Gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds stellen wir dafür 1,6 Milliarden Euro bereit. Das Geld wirkt. Denn wir investieren Seite an Seite mit privaten Kapitalgebern und mobilisieren so zusätzliches privates Kapital. Wir stärken die Eigenkapitalbasis. Wir eröffnen besseren Zugang zu professionellen Venture-Capital- und Wachstumsfonds. Und wir geben auch neuen Fondsmanagerinnen und Fondsmanagern eine Chance. So entstehen tragfähige Geschäftsmodelle. So wachsen Innovationen zu Unternehmen. Und so schaffen wir die Technologieführer von morgen – hier in Europa. Zusammen mit unseren bestehenden Wachstums- und Scale-up-Initiativen entsteht ein durchgängiges Finanzierungskonzept. Es schließt Lücken. Es gibt Gründerinnen und Gründern Planungssicherheit. Und es sorgt dafür, dass gute Ideen nicht ins Ausland abwandern, sondern bei uns groß werden.“
Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank (EIB): „EIF German Equity zeigt, wie europäische Partnerschaft wirkt: Gemeinsam mit Deutschland bauen wir eines der erfolgreichsten Eigenkapitalprogramme Europas weiter aus. Zusammen mit Instrumenten wie der European Tech Champions Initiative entsteht eine abgestimmte Förderarchitektur vom ersten VC‑Ticket bis zur Wachstumsfinanzierung. Der Zugang zu Eigenkapital ist entscheidend für die strategische Souveränität Europas – genau hier setzt dieses Mandat an.“
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