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Politik

Humanitäre Maßnahmen werden intensiviert

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Berlin 11.03.2026

– Als Reaktion darauf verstärkt „Aktion gegen den Hunger“ seine Nothilfe, unterstützt neu eingerichtete Sammelunterkünfte und weitet die Verteilung lebenswichtiger Hilfsgüter an betroffene Familien aus.

Seit der Konflikt am 2. März den Libanon erreicht hat, hat Aktion gegen den Hunger Notfallmechanismen aktiviert, rasche Bedarfsanalysen durchgeführt und die Maßnahmen eng mit Behörden und humanitären Partnern abgestimmt. Nach aktuellem Stand unterstützt die Organisation 32 Sammelunterkünfte, darunter Einrichtungen in Baalbek, West Bekaa, Zahle und Aley. Die Teams verteilen Lebensmittel, Trinkwasser und Hygienesets und leisten zudem Unterstützung im Bereich der Säuglings- und Kleinkindernährung.

Zu den zentralen Maßnahmen gehören:

•   Verteilung von 323 Familien‑Hygienesets

•   Verteilung von 136 Baby‑Hygienesets

•   Bereitstellung von 9.168 Litern Trinkwasser

•   Ausgabe von 800 verzehrfertigen Lebensmittelpaketen, ausreichend für rund 1.800 Menschen für eine Woche

•   Unterstützung von drei Krankenhäusern – zwei in Zahle, eines in Tyre – bei der Versorgung von Hochrisikoschwangerschaften

•   Versorgung von über 150 Kindern mit Nahrungsergänzungen oder energiereichen Keksen zur Vorbeugung von Mangelernährung

Aktion gegen den Hunger ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Gewalt unverzüglich zu deeskalieren, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts zu gewährleisten, sicheren humanitären Zugang uneingeschränkt zu ermöglichen und die Finanzierung lebensrettender Hilfe angesichts der rasant wachsenden Bedarfe deutlich zu erhöhen.

Seit 2006 ist Aktion gegen den Hunger im Libanon im Einsatz und arbeitet zudem in mehreren Ländern der Region, darunter Irak, Afghanistan und Pakistan, ebenso wie in den besetzten palästinensischen Gebieten, in Jordanien, Syrien und im Jemen.

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Allianz für faire Fachkräftegewinnung

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Berlin 12.03.2026

Entwicklungsministerin Alabali Radovan startet Allianz für faire Fachkräftegewinnung mit deutscher Wirtschaft.

Die gemeinsame Initiative mit der Privatwirtschaft setzt auf einen dreifachen Gewinn – für den Wirtschaftsstandort Deutschland, für die Fachkräfte und für ihre Herkunftsländer. Dafür bündelt die Allianz das Know-how der Wirtschaft mit den Netzwerken der Entwicklungszusammenarbeit und schafft langfristig tragfähige Strukturen für die Fachkräftegewinnung. Gemeinsam arbeiten die Partner an verbesserten Ausbildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern und einer transparenten Rekrutierung.

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Deutschland braucht qualifizierte Fachkräfte. Die Rekrutierung aus Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika wird für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger. Mit vielen Ländern arbeiten wir bereits eng zusammen und unterstützen sie dabei, Fachkräfte auszubilden. Jetzt starten wir gemeinsam mit der deutschen Privatwirtschaft eine neue Fachkräfteallianz. Unser Ziel ist ein dreifacher Gewinn: für den Wirtschaftsstandort Deutschland, für die Menschen, die zu uns kommen, und für ihre Herkunftsländer.“

An der Fachkräfteallianz „WE‑Fair: Wirtschaft und Entwicklungspolitik für faire Fachkräftegewinnung“ beteiligen sich als Gründungsmitglieder unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und deutsche Unternehmen wie DHL, der Personaldienstleister Randstad und der Maschinenbauer Klein. Am heutigen Start der Initiative nehmen rund 120 Vertreter*innen von Unternehmen, Kammern und Verbänden, Diaspora-Organisationen und Gewerkschaften teil.

Mit der Fachkräfteallianz intensivieren das Entwicklungsministerium (BMZ) und die deutsche Wirtschaft ihre Zusammenarbeit für eine faire, geordnete und nachhaltige Fachkräftegewinnung. Davon profitieren die Fachkräfte selbst, ihre Herkunftsländer und Deutschland. Durch bessere, praxisnahe Ausbildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern und transparente Rekrutierungsverfahren können qualifizierte Fachkräfte gut vorbereitet nach Deutschland kommen und sich schneller in Betriebe und Gesellschaft integrieren. Gleichzeitig profitieren die Herkunftsländer von stärkeren Ausbildungsstrukturen und Wissenstransfers.

Innerhalb der Allianz bringt jeder Partner seine Stärken entsprechend ein. Die deutsche Entwicklungspolitik hat langjährige, verlässliche Netzwerke in Partnerländern. Unternehmen bringen ihr praktisches Know-how und ihre Erfahrungen in Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung sowie bei der Integration von Fachkräften ein. Kammern, Branchen- und Außenwirtschaftsverbände, Diaspora-Organisationen und Gewerkschaften bündeln Interessen und können bei der Gewinnung, Vorbereitung und Integration der internationalen Fachkräfte unterstützen und eine wichtige Brückenfunktion übernehmen. So entstehen wirtschaftlich tragfähige Strukturen.

Ein konkretes Beispiel ist Vietnam: Dort unterstützt Deutschland Programme, die die berufliche Bildung an deutschen Standards ausrichten und so das Ausbildungsniveau insgesamt stärken. Rund die Hälfte der Absolvent*innen dieser Programme arbeitet anschließend in einem Unternehmen in Deutschland. Auch in Ägypten fördert Deutschland seit mehreren Jahren eine umfassende Reform des Berufsbildungssystems, um es praxisnäher und international anschlussfähiger zu machen. Gemeinsam mit ägyptischen Partnern, der deutschen Privatwirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit entwickelt das BMZ in ausgewählten Berufsgruppen Standardverfahren, um Fachkräfte und Auszubildende auf eine Tätigkeit in Deutschland vorzubereiten und an Unternehmen zu vermitteln.

Die international ausgerichtete Fachkräfteallianz ist Teil des umfassenden Engagements der Bundesregierung zur Fachkräftesicherung. Als weiteren Baustein startet das Bundesarbeitsministerium (BMAS) sogenannte Regionale Fachkräftewerkstätte in Deutschland. Sie vernetzen wichtige Akteure vor Ort und fördern den Austausch. Die erste dieser Regionalen Fachkräftewerkstätten startet ebenfalls heute.

Foto: © PWO

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0,9 % mehr Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen

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Wiesbaden 12.03.2026

– Im Schuljahr 2025/2026 werden rund 11,5 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an Schulen des Gesundheitswesens in Deutschland unterrichtet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, sind das 0,7 % oder 84 300 Schülerinnen und Schüler mehr als im Schuljahr 2024/2025. Die Schülerzahl steigt damit im vierten Jahr in Folge. Der Anstieg der Schülerzahlen deckt sich mit dem Bevölkerungsanstieg: Ende des Jahres 2024 gab es 0,8 % mehr Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 19 Jahren als zum Ende des Vorjahres.

An den allgemeinbildenden Schulen stieg die Schülerzahl im Schuljahr 2025/2026 gegenüber dem Schuljahr 2024/2025 um 0,9 % auf rund 9 Millionen, wobei in fast allen Bundesländern mehr Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr unterrichtet wurden. Einzig Thüringen (-0,5 %), das Saarland (-0,3 %) und Berlin (-0,1 %) wiesen einen leichten Rückgang auf. Am stärksten stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Bayern (+2,9 % beziehungsweise 38 600 Schülerinnen und Schüler). Dies ist vor allem auf die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums und den dadurch unvollständigen Abiturjahrgang 2025 in Bayern zurückzuführen. Durch den Wechsel vom G8- zum G9-Modell bleiben die Schülerinnen und Schüler ein Schuljahr länger an den allgemeinbildenden Gymnasien. An den beruflichen Schulen sank die Zahl der Schülerinnen und Schüler geringfügig um 0,4 % auf 2,3 Millionen.

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Irankrieg verschärft humanitäre Krisen

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Berlin 12.03.2026

– Die Diakonie Katastrophenhilfe ist besorgt, dass der anhaltende Irankrieg immer mehr Menschen innerhalb des Irans zur Flucht zwingt und sich die humanitäre Lage im gesamten Nahen und Mittleren Osten verschlechtert. „Durch die gegenseitigen Angriffe drohen Fortschritte der vergangenen Monate bei der Versorgung Notleidender zunichte gemacht zu werden“, warnt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Die Gefechte zwischen Pakistan und Afghanistan scheinen dabei völlig aus dem Blick der internationalen Gemeinschaft zu geraten. Es droht eine regionale Destabilisierung mit unvorhersehbaren Folgen für die gesamte Region.“

Mit dem Beginn des Irankriegs sind die Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der islamistischen Hisbollah im Libanon eskaliert. Fast 700.000 Menschen sind dort laut UN-Angaben auf der Flucht. Viele syrische Flüchtlinge verlassen den Libanon und suchen Schutz in ihrem Heimatland. „Es ist eine Wahl zwischen Not und Elend. Syrien ist politisch instabil und hat die humanitäre Krise im Land längst nicht überwunden. Wenn nun Tausende Geflüchtete in Syrien ankommen, droht die Versorgung für viele Menschen zusammenzubrechen. Die Zivilbevölkerung in Syrien ist dringend auf internationale Unterstützung angewiesen“, sagt Martin Keßler. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet mit zwei Partnern in Syrien psychosoziale Unterstützung, saniert Wohnraum und fördert einkommensschaffende Maßnahmen.

Zahlreiche Übergänge nach Gaza sind seit mehr als einer Woche geschlossen, sodass weniger Hilfsgüter den stark zerstörten Küstenstreifen erreichen. „Wir rechnen mit weiter steigenden Preisen für Nahrungsmittel. Dies bedeutet, dass viele öffentliche Küchen weniger oder keine Mahlzeiten für die Familien zubereiten können. Der Hunger in Gaza wird wieder zunehmen, wenn die meisten Grenzübergange geschlossen bleiben“, so Keßler. Lokale Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe verbessern in Gaza den Zugang zu Trinkwasser und Nahrungsmitteln für rund 2.000 Familien. Weitere Familien erhalten Unterstützung, um Notunterkünfte auszubessern sowie Saatgut.

Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan

Unterdessen geht der bewaffnete Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan weiter, der seit Ende Februar vor allem auf afghanischer Seite bereits mehr als 100.000 Menschen vertrieben hat. Pakistan wirft den Taliban unter anderem Terroranschläge und politische Einmischung vor. Parallel setzt Pakistan die Ausweisung afghanischer Geflüchteter fort. Fast eine Million Afghan*innen mussten Pakistan im vergangenen Jahr verlassen.

„Wir erleben in der Region nicht nur kriegerische Auseinandersetzungen mit neuen Geflüchteten und vielen Todesopfern, sondern auch die anhaltende Ausweisung von Menschen, die Schutz vor Gewalt suchen und in diesen neuen Konflikt hineingetrieben werden“, kritisiert Martin Keßler. „Trotz des Irankriegs darf die internationale Gemeinschaft vor dieser Lage nicht die Augen verschließen. Sie muss dringend zwischen den Konfliktparteien vermitteln, um eine militärische Eskalation zu verhindern und die wachsende humanitäre Not einzudämmen.“ In der afghanischen Provinz Nangarhar stabilisieren Partner der Diakonie Katastrophenhilfe die Ernährungslage von rund 25.000 Geflüchteten und Rückkehrern. Rund 22 Millionen Menschen sind in Afghanistan auf humanitäre Hilfe angewiesen.

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Startschuss für Fachkräftesicherung

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Berlin 12.03.2026

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat heute gemeinsam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke die erste Regionale Fachkräftewerkstatt beim Flugzeugtriebwerkshersteller Rolls-Royce in Dahlewitz eröffnet. Das neue Dialogformat wird in den kommenden Monaten in mehreren Regionen fortgesetzt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nutzt den Diskurs mit Unternehmen, Vertretern der Länder und Arbeitsmarktakteuren in unterschiedlichen Arbeitsmarktregionen, um daraus politischen Handlungsbedarf und Handlungsempfehlungen zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland abzuleiten.

Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas: „Unser Ziel ist Wirtschaftswachstum und dafür braucht es hochqualifizierte Fachkräfte. Damit Fachkräftesicherung gelingt, müssen Wirtschaft, Politik und Beschäftigte an einem Strang ziehen. Die Arbeitsmarktpolitik schafft den Rahmen, der Motor der Fachkräftesicherung bleiben die Unternehmen und ihre Beschäftigten. Dabei gehen viele Unternehmen neue Wege und erarbeiten kreative Konzepte zur Fachkräftesicherung. Die guten Beispiele wollen wir mit unserer Fachkräftestrategie in die Fläche tragen, um die Wirtschaft bei der Fachkräftegewinnung zu unterstützen. Denn jeder kluge Kopf, jede helfende Hand, schafft Wachstum und Wohlstand und bringt unser Land voran.“

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Ich freue mich sehr, dass die erste Regionale Fachkräftewerkstatt des Bundesarbeitsministeriums bei uns in Brandenburg bei Rolls-Royce stattfindet. Hier hat das Thema Fachkräftegewinnung einen besonderen Stellenwert. Das Unternehmen kann mit seiner Strategie Vorbild sein – bei der Ausbildung und auch bei der Anwerbung von Arbeits- und Fachkräften aus dem In- und Ausland. Ich danke Bärbel Bas dafür, dass sie mit ihrem neuen Format der Fachkräftewerkstatt alle maßgeblichen Akteure zum Austausch über notwendige Strategien und deren Umsetzung zusammenholt.“

Dr. Dirk Geisinger, Rolls-Royce Deutschland, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Rolls-Royce beschäftigt hier in Deutschland rund 10.000 hochqualifizierte Fachkräfte und wir wollen weiter wachsen, darum investieren wir so viel wie nie in Deutschland und hier in Brandenburg. Um die offenen Stellen in Zukunft auch besetzen zu können, bedarf es aber der richtigen Weichenstellungen durch die Politik, weshalb uns der Austausch im Rahmen der ersten Regionalen Fachkräftewerkstatt sehr wichtig ist.“

Die branchen- und ressortübergreifende Fachkräftestrategie der Bundesregierung beschreibt seit 2022 fünf Handlungsfelder, in denen Potenziale für die Fachkräftegewinnung und -sicherung bestehen. Diese sind Ausbildung, Weiterbildung, Fachkräfteeinwanderung, Arbeitskultur sowie die Erwerbspersonenpotenziale, unter anderem von Frauen, Älteren oder von Menschen mit Behinderungen. Im Impulspapier des Bundesarbeitsministeriums zur Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie werden mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung sowie der Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Unternehmen und Arbeitsmarktakteuren zwei weitere Handlungsschwerpunkte hinzugefügt.

Die Ergebnisse der Regionalen Fachkräftewerkstätten werden in die Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie einfließen.

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Immer mehr Kinder sind Opfer des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten

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New York, Köln 12.03.2026

– Gut zehn Tage nach Beginn des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten ist die Lage für Millionen von Kindern in der gesamten Region katastrophal. Seit dem 28. Februar wurden mehr als 1.100 Kinder bei den Gewalttaten verletzt oder getötet. Darunter sind 200 Kinder, die Berichten zufolge im Iran getötet wurden, 91 im Libanon, vier in Israel und eines in Kuwait. Da die Gewalt eskaliert und sich ausbreitet, werden diese Zahlen wahrscheinlich noch steigen.

Durch die weitreichenden Beeinträchtigungen im Bildungsbereich können Millionen von Kindern in der gesamten Region nicht zur Schule gehen. Hunderttausende Kinder wurden durch unerbittliche Bombardierungen vertrieben. Zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen sowie Wasser- und Abwassersysteme, von denen Kinder zum Überleben abhängig sind, wurden von den Konfliktparteien angegriffen, beschädigt oder zerstört. Nichts rechtfertigt die Tötung und Verstümmelung von Kindern oder die Zerstörung und Beeinträchtigung lebenswichtiger Dienstleistungen, auf die Kinder angewiesen sind.

Schwere Verstöße gegen Kinder in bewaffneten Konflikten können Verstöße gegen das Völkerrecht darstellen, einschließlich des humanitären Völkerrechts und der internationalen Menschenrechtsnormen. UNICEF bekräftigt die Forderung des UN-Generalsekretärs an die Konfliktparteien, die Kämpfe zu beenden und diplomatische Verhandlungen aufzunehmen. UNICEF fordert die Konfliktparteien außerdem auf, bei der Wahl der Mittel und Methoden der Kriegsführung alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um Schäden für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten.

Die Kinder der Region – insgesamt 200 Millionen – zählen darauf, dass die Welt schnell handelt.

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Politik

Unterstützung für Deutschen Volkshochschul-Verband

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Berlin 11.03.2026 

– Die Bundesregierung begründet die Zuschüsse zu den Verwaltungskosten des Deutschen Volkshochschul-Verbandes aus dem Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem entwicklungspolitischen Interesse des Bundes an Projekten des Volkshochschul-Verbandes in Partnerländern.

In ihrer Antwort (21/4494) auf eine Kleine Anfrage (21/4162) der AfD-Fraktion führt die Bundesregierung aus, dass das im Jahr 1977 bewilligte Projekt „Zuschuss zu den Verwaltungskosten des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e. V.“ dazu diente, die mit der Durchführung von Auslandsprojekten verbundenen inländischen Verwaltungskosten zu bündeln. Diese seien im Inland für eine Vielzahl von Vorhaben entstanden und daher nicht einzelnen Regionen oder Ländern zuordenbar.

Die AfD-Abgeordneten hatten sich unter anderem erkundigt, welche konkreten Ziele das BMZ mit der Finanzierung reiner Verwaltungskosten im Rahmen der öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit (ODA) verfolgt habe. Den Fragestellern zufolge lief das Projekt über einen Zeitraum von mehr als 35 Jahren bis zum 21. Juni 2013 mit Gesamtausgaben in Höhe von 23,16 Millionen Euro.

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Europa

Europäischer Austauch zur Wettbewerbsfähigkeit

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Berlin 11.03.2026 

– Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und des belgischen Premierministers Bart de Wever haben am Dienstagnachmittag 21 Staats- und Regierungschefs sowie die Präsidentin der Europäischen Kommission einen Meinungsaustausch zum Thema Wettbewerbsfähigkeit geführt. Die Unterstützungsgruppe zum Thema Wettbewerbsfähigkeit hatte sich aus Anlass der Klausurtagung Anfang Februar in Belgien gebildet und sich nun vor dem bevorstehenden Treffen des Europäischen Rates abgestimmt.

Die Staats- und Regierungschefs waren sich einig, dass der Binnenmarkt gestärkt und gleichzeitig vor unlauterem Wettbewerb geschützt werden muss. Sie identifizierten die Energiepreise als vordringliches Thema, zu dem der bevorstehende Europäische Rat Entscheidungen treffen müsse. Maßnahmen müssten zielgerichtet, temporär und gut koordiniert getroffen werden.

Bundeskanzler Friedrich Merz mahnte eine Beschleunigung bei der Überprüfung des Emissionshandels an. Er sprach sich weiterhin für eine weitere Vereinfachung des EU-Regelwerks und Entlastungen der Wirtschaft aus.

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Politik

KI-Verordnung: Bundesregierung legt Umsetzungsgesetz vor

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Berlin 11.03.2026 

– Die Bundesregierung will die europäische Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI) in Deutschland umsetzen und dafür insbesondere die Zuständigkeiten der Behörden sowie Aufsichts- und Bußgeldregelungen festlegen. Dafür hat sie den Gesetzentwurf für ein KI-Marktüberwachungs-und-Innovationsförderungs-Gesetz (21/4594) vorgelegt. Mit diesem soll die Durchführung der EU-Verordnung 2024/1689 geregelt werden, die seit August 2024 in Kraft ist. Zur Umsetzung muss jeder Mitgliedsstaat der Europäischen Union national zuständige Behörden, etwa für Marktüberwachung und Notifizierung von KI-Systemen, festlegen.

Zentrale Rolle soll dabei nach Darstellung der Bundesregierung die Bundesnetzagentur (BNetzA) übernehmen. Sie werde als Marktüberwachungsbehörde für die Einhaltung der KI-Verordnung benannt, soweit diese Aufgabe nicht anderen Fachbehörden zugewiesen sei. Zudem solle dort ein Koordinierungs- und Kompetenzzentrum eingerichtet werden, das einerseits die Zusammenarbeit mit anderen zuständigen Behörden sowie Expertise bündeln und andererseits als Ansprechpartner für europäische Institutionen fungieren soll. Auch eine unabhängige KI-Marktüberwachungskammer zur Überwachung bestimmter Hochrisiko-KI-Systeme soll bei der Bundesnetzagentur eingerichtet werden.

Darüber hinaus solle die Behörde als zentrale Anlauf- und Beschwerdestelle dienen. Bürgerinnen und Bürger könnten dort Beschwerden über mögliche Verstöße gegen die KI-Vorschriften einreichen, die dann an die jeweils zuständige Marktüberwachungsbehörde weitergeleitet würden, heißt es im Entwurf weiter.

Neben Aufsicht und Koordinierung sind laut Gesetzentwurf auch Maßnahmen zur Innovationsförderung vorgesehen. So solle die Bundesnetzagentur Informationsangebote bereitstellen, Beratungsleistungen organisieren und mindestens ein sogenanntes KI-Reallabor einrichten und betreiben, in dem neue Anwendungen unter Aufsicht getestet werden können. Ziel sei es, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start-ups den Zugang zu KI-Innovationen zu erleichtern.

Darüber hinaus enthält der Entwurf Vorschriften zu Ordnungswidrigkeiten und Bußgeldern. Verstöße gegen bestimmte Mitwirkungs- und Auskunftspflichten gegenüber den zuständigen Behörden oder notifizierenden Stellen sollen dem Entwurf zufolge mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden können, heißt es darin weiter.

Der Bundesverwaltung entsteht laut Stellungnahme des Nationalen Normenkontrollrats ein einmaliger Erfüllungsaufwand in Höhe von rund vier Millionen Euro, heißt es in der Vorlage. Der jährliche Erfüllungsaufwand betrage rund 15,9 Mio. Euro. Bei den Ländern entstehe demnach ein jährlicher Erfüllungsaufwand von rund 33,1 Mio. Euro sowie „geringfügiger Umstellungsaufwand“.

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Förderpolitik des Bundeswirtschaftsministeriums

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Berlin 11.03.026   

– Kein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) verfolgt das Ziel einer grundlegenden Neuausrichtung der Wirtschaftsordnung. Strukturpolitische Instrumente sind seit langem fester Bestandteil der Sozialen Marktwirtschaft. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/4492) auf eine Kleine Anfrage (21/4177) der AfD-Fraktion.

Im BMWE seien Förderprogramme so auszugestalten, dass sie fairen Wettbewerb und die Integrität des europäischen Binnenmarktes gewährleisteten sowie im Einklang mit nationalem Recht, insbesondere den Verwaltungsvorschriften zur Bundeshaushaltsordnung und dem europäischen Beihilferecht stünden.

Die Programme des Bundeswirtschaftsministeriums zur Förderung der Industrie sowie Maßnahmen zur Umsetzung der Transformation und der Klimaschutzverträgen seien „mit der Sozialen Marktwirtschaft und dem Eigentumsgrundrecht vereinbar. Im BMWE ist daher keine Evaluation zu dieser Fragestellung geplant“, heißt es in der Antwort.

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Deutsch-Tschechische Gespräche

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Berlin 10.03.2026

– Bundeskanzler Friedrich Merz und sein tschechischer Amtskollege, Ministerpräsident Andrej Babiš, zeigten sich zufrieden mit den Beziehungen zwischen ihren beiden Nachbarländern und bekräftigten ihr Engagement für deren weiteren Ausbau.

Der tschechische Ministerpräsident bezeichnete die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland als ausgezeichnet, insbesondere die Umsetzung von Infrastrukturprojekten wie dem Ausbau des Eisenbahnnetzes und dem Bau zweier neuer Autobahnen zur Verbesserung der Verbindungen zwischen deutschen und tschechischen Städten.

Der Bundeskanzler und sein tschechischer Gast erörterten auch die Lage in der Ukraine und bekräftigten ihre anhaltende Unterstützung für die Ukraine und deren territoriale Integrität. Beide äußerten ihre Besorgnis über einen möglichen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Israel gegen den Iran und hofften auf ein baldiges Ende des Konflikts. Sie betonten, dass militärische Aktionen den Streit um das iranische Atomprogramm nicht lösen würden, und appellierten an den Iran, Washington und Tel Aviv, eine Politik der Deeskalation zu verfolgen.

Foto: © PWO

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Transport Research Arena 2030 findet in München statt

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Berlin 10.03.2026

Deutschland wird Gastgeber der Transport Research Arena (TRA) 2030. Die führende europäische Konferenz für Mobilitätsforschung und Innovation im Verkehrssektor findet vom 20. bis 23. Mai 2030 in München statt. Die Europäische Union hat Deutschland den Zuschlag für die Ausrichtung erteilt.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Die Auswahl Deutschlands als Austragungsort der Transport Research Arena 2030 ist ein starkes Signal für die internationale Bedeutung unseresLandes als Mobilitäts- und Forschungsstandort. Mit der TRA 2030 schaffen wir eine zentrale Plattform, die Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenbringt, um gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu gestalten. Deutschland steht mit der Ausrichtung der TRA 2030 für Innovationskraft, technologische Exzellenz und eine nachhaltige Gestaltung der Mobilität von morgen.“

Die Transport Research Arena ist Europas größte interdisziplinäre Plattform für Forschung,
Innovation und politischen Austausch im Bereich Mobilität und Verkehr. Die Konferenz findet im zweijährigen Turnus statt und bringt Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie und Politik zusammen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen, neue Forschungsergebnisse sowie gemeinsame Strategien für die Mobilität der Zukunft.

Für den Standort Deutschland bietet die Ausrichtung der TRA 2030 zahlreiche Chancen:
internationale Sichtbarkeit für Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups, Impulse für Investitionen und Wertschöpfung im Mobilitätssektor, zusätzliche Anziehungskraft für Fachkräfte und Talente aus aller Welt, weitere Positionierung Deutschlands als Leitmarkt für nachhaltige, digitale und resiliente Mobilitätslösungen.
Deutschland wird die Konferenz nutzen, um gemeinsam mit internationalen Partnern konkrete Antworten auf zentrale Herausforderungen wie Klimaschutz, Digitalisierung und globale Wettbewerbsfähigkeit zu entwickeln.

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Zunehmende religiöse und rassistische Diskriminierung

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Berlin 10.03.2026

Größte Repräsentativbefragung zu Benachteilung: Neun Millionen Menschen erleben Diskriminierung. Besonders von Diskriminierung betroffen: Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Muslim  Frauen und Menschen mit Behinderungen. Antidiskriminierungsbeauftragte Atama sagte: „Dieses Ausmaß an Diskriminierung gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. 

Foto: © PWO

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Pressekommentare zur Iran-Situation

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Berlin 10.03.2026

US-Präsident Donald Trump kündigte das baldige Ende des Krieges an, den er und die Regierung von Benjamin Netanjahu gegen den Iran führen. Sollte Trump seine Ankündigung wahr machen, wäre dies ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Militäraktion gegen den Iran ungerechtfertigt war und die US-Regierung nun nach jemandem sucht, der sie aus dem von Benjamin Netanjahu verursachten Kriegssumpf befreit.

Niemand wird dem derzeitigen Mullah-Regime in Teheran nachtrauern, sollte eine tolerantere Regierung an die Macht kommen, die auf die Bedürfnisse des iranischen Volkes eingeht. Allerdings unterstützt im Westen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, niemand die Wiedereinführung der Monarchie im Iran. Washington befürwortete das Ende der Monarchie; niemand hat die Aussage des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter vergessen, dass Washington die Menschenrechte unterstützt und der Schah zurücktreten muss. Sollte Washington das Ende des derzeitigen Mullah-Regimes unterstützen, wird es sich bemühen, ein anderes Mullah-Regime zu etablieren – niemand hat Washingtons Unterstützung für die Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan vergessen.

Und wer weiß, was die kommenden Tage bringen? Sie bergen viele Überraschungen.

Nun in den Iran. Dort ist mitten im Krieg Modschtaba Chamenei, der Sohn des getöteten Ajatollahs, zum neuen religiösen und staatlichen Oberhaupt gewählt worden. Für die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG ist dies „… ein unmissverständliches Signal, dass das Regime nicht ans Aufgeben denkt. Das Venezuela-Modell hat bisher nicht funktioniert in Iran. US-Präsident Trump konnte trotz massiver Luftschläge nicht verhindern, dass die Führung des Landes an einen Mann überging, den er ausdrücklich abgelehnt hatte. Wird sich daran etwas mit zunehmender Dauer des Krieges ändern? Es dürfte auf beiden Seiten auch von technischen Voraussetzungen abhängen, Stichwort Munition. Jede Seite hat aber einen strategischen Nachteil. Die Iraner verlieren an Schlagkraft, wenn ihnen immer mehr Waffen weggeschossen werden. Die amerikanisch-israelische Allianz wiederum kann den Lauf der Dinge ohne Bodentruppen nicht ausreichend kontrollieren. Im Grunde ist auch Trump wieder mit einer Situation asymmetrischer Kriegführungen konfrontiert, an der der Westen in jüngerer Zeit so oft gescheitert ist. Iran ist seinen Angreifern weit unterlegen und weicht deshalb auf andere Ziele aus: Amerikas Verbündete, die globalen Ölmärkte, letztlich die öffentliche Meinung in den USA. Ausgang offen“, konstatiert die F.A.Z.

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt zu Modschtaba Chamenei: „Klar ist, dass es keine echte Wahl war. Nicht die Kleriker bestimmten, sondern die Revolutionsgarde. Die Islamische Republik ist eine Militärdiktatur geworden, mit Chamenei als Erbverwalter, als Symbolfigur für Kontinuität. Bisher hat sich Chamenei nicht gezeigt. Würde er öffentlich auftreten, müsste er um sein Leben fürchten. Israel hat angekündigt, auch ihn zu töten. Schon allein deshalb wird Chamenei der Jüngere kaum die Rolle seines Vaters übernehmen können. Fürs Erste bleibt er, was er seit Jahren ist: ein Phantom. Und ein Symptom für ein scheiterndes, aber noch nicht gescheitertes System.“ Das war die Einschätzung der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG.

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Zeitungskommentare zur Landtagswahl in Baden-Württemberg

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Berlin 10.03.2026

Zwar konnte die Alternative für Deutschland (AfD), die Europa und Demokratie feindlich gesinnt ist und eine Bedrohung für die Freiheit darstellt, bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit 18 % der Stimmen ihre Popularität unter Beweis stellen, doch der Spitzenplatz der Grünen und der zweite Platz der CDU sind eine Erleichterung für alle. Sie zeigen, dass es derzeit keinen Grund zur Sorge um die Demokratie in Deutschland gibt.

Dies bedeutet jedoch nicht Selbstzufriedenheit oder die Schwäche der Nationalisten zu ignorieren. Vielmehr sendet es ein klares Signal, unsere Anstrengungen zum Erhalt von Freiheit und Demokratie zu verdoppeln und unsere Arbeit für die soziale und kulturelle Integration zu intensivieren.

Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER spricht von Störfeuern aus Berlin. „Es ist Zeit, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken. Die CDU ist die Nummer 2 in Baden-Württemberg. Manuel Hagel hat die Wahlschlappe mit echter Größe auf seine Kappe genommen. Das sollte honoriert werden, besonders weil sein Ergebnis eine echte Koalition auf Augenhöhe ermöglicht.“

Die Zeitung DIE WELT befasst sich mit der CDU näher: „Der Eindruck verfestigt sich, dass die CDU in Baden-Württemberg wie im Rest des Landes eigentlich eine Partei sein will, die nicht mehr so ist wie zu Zeiten Angela Merkels. Aber sie ist weiterhin genau das. Nur ohne Merkel an der Spitze. Wenn die Partei so weitermacht, wird sie in zehn Jahren so dastehen wie die SPD jetzt. Die große Gefahr für die Christdemokratie sind nicht nur die politischen Ränder, die Populisten, das Anwachsen von AfD und Linken. Die große Gefahr ist, dass die CDU in der Mitte erodiert, dass sich dort dauerhaft erst die Grünen ausbreiten und dann andere. Und alle werden erzählen, sie seien ‚die Mitte‘.“ Wir zitierten DIE WELT.

Die FRANKFURTER RUNDSCHAU nennt Gründe für das schlechte Abschneiden der Sozialdemokraten: „Der SPD fehlt es an Biss, Courage und Ausstrahlung. Ihr Desaster im Südwesten ist nicht durch das Wettrennen von CDU und Grünen oder durch die AfD verursacht worden. Dieses Debakel ist hausgemacht.“

Das Portal T-ONLINE hält fest: „Nur fünf bis sieben Prozent der Arbeiter machten ihr Kreuz bei der SPD. Bei solchen Werten müssten im Willy-Brandt-Haus eigentlich seit Sonntagabend ununterbrochen die Alarmglocken schrillen. Nicht der Kurs des Pragmatikers Lars Klingbeil wurde bei der Wahl abgestraft, sondern seine wenig glaubwürdige Umsetzung. Wenn die SPD daraus nicht die richtigen Lehren zieht, wird der Absturz weitergehen.“

Der KÖLNER STADT-ANZEIGER erläutert: „Die SPD hat versagt, weil sie viele Menschen in diesen aufgewühlten nationalen und internationalen Zeiten nicht mehr erreicht. Nach den Wahlergebnissen ist sie sowohl im Bund als auch in vielen Ländern keine Volkspartei mehr. Überhaupt kommen Zweifel über Volksnähe in ihren Reihen auf. Der Absturz in Stuttgart könnte das allerletzte Warnsignal für die Bundespartei vor dem schleichenden Untergang sein.“

Das HANDELSBLATT blickt auf die AfD: „Sie hat in Baden-Württemberg ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in einem westdeutschen Bundesland erzielt und damit ein politisches Signal gesetzt, das weit über Prozentpunkte hinausreicht. Es ist mehr als eine Momentaufnahme: Es ist Ausdruck einer fortschreitenden Normalisierung, die selbst durch handfeste Skandale kaum zu bremsen ist. Die Partei fischt nicht mehr nur am rechten Rand. Dass fast ebenso viele Wähler von der FDP wie von der CDU zur AfD wechseln, verweist auf eine tiefe Entfremdung im wirtschaftsliberalen und wertkonservativen Spektrum. Die AfD profitiert dort, wo Union und Liberale an Profil verloren haben“, analysiert das HANDELSBLATT.

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Projekte der GIZ in Zentralasien

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Berlin 09.03.2026

– In den Jahren 2024 und 2025 sind laut Bundesregierung Mittel in Höhe von 78,88 Millionen Euro aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an Projekte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in den zentralasiatischen Ländern Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan geflossen. Für 2026 seien zum Zeitpunkt der Fragestellung systembedingt keine Angaben möglich, schreibt sie in einer Antwort (21/4401) auf eine Kleine Anfrage (21/4107) der AfD-Fraktion, in der die Bundesregierung tabellarisch über die laufenden Projekte informiert.

Elf Projekte seien evaluiert worden – fünf bilaterale Vorhaben sowie drei Globalvorhaben, zwei Regionalvorhaben und ein Sektorvorhaben, führt sie weiter aus. Alle Projekte seien als „erfolgreich“ eingestuft worden, darunter ein Projekt zur Unterstützung des Reform- und Modernisierungsprozesses im beruflichen Bildungssystem Usbekistans und eines zur Verbesserung der Ernährung für Frauen und Kleinkinder im ländlichen Raum Tadschikistans.

Die Bundesregierung betont, die Projekte der GIZ in Zentralasien zielten auf nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und wirtschaftliche Kooperation, auf verstärkte Resilienz gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels und auf die Förderung von Berufsbildung, Gesundheit und sozialer Sicherung als Beitrag zur sozialen Kohäsion und Stabilität in der Region. Sie stünden somit in Einklang mit den entwicklungspolitischen Zielen Deutschlands und mit den Zielen der Europäischen Union.

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