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Wirtschaft

Höhere Zuwachsrate bei Pflegehelferinnen und -helfern als bei examinierten Pflegekräften

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Berlin 28.01.2026

Die Zahl der auf die volle Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) lag Ende 2024 bei gut 4,4 Millionen und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % (2021: +1,9 %, 2022: +0,4 %, 2023: +0,5 %).

Personalzuwachs in allen (teil-)stationären Einrichtungen

Im Jahr 2024 ist die Zahl der Beschäftigten in (teil-)stationären Einrichtungen mit einem Zuwachs von 64 000 oder 3,0 % wesentlich stärker gestiegen als im ambulanten Sektor (+32 000 oder +1,3 %). In allen (teil-)stationären Einrichtungen hat die Zahl der Beschäftigten zugenommen: in Krankenhäusern um 38 000 Personen oder 2,9 %, in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen um 5 000 Personen oder 4,2 % und in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen um 21 000 Personen oder 2,8 %.

Zuwachs in ambulanten Einrichtungen insbesondere in der Pflege und in Praxen sonstiger medizinischer Berufe

Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl war im Jahr 2024 in den verschiedenen Bereichen des ambulanten Sektors unterschiedlich. Beschäftigungszuwächse gab es in der ambulanten Pflege (+11 000 oder +2,6 %), in Praxen sonstiger medizinischer Berufe, zum Beispiel in der Physio- und Ergotherapie (+14 000 oder +2,4 %) sowie in Arztpraxen und Zahnarztpraxen (jeweils +4 000 oder +0,5 % bzw. +1,0 %). Hingegen blieb das Personal in Apotheken mit insgesamt 237 000 Beschäftigten und im Einzelhandel mit augenoptischen, medizinischen und orthopädischen Artikeln mit insgesamt 136 000 Beschäftigten unverändert.

Die Zahl der Pflegekräfte in Krankenhäusern, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Insgesamt arbeiteten in diesen Einrichtungen 49 000 oder 3,4 % Pflegekräfte mehr als im Jahr 2023. Hierbei stieg die Zahl der Pflegehelferinnen und -helfer mit +5,2 % deutlich stärker als die der examinierten Pflegekräfte (+2,6 %). In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Anstieg um 24 000 auf insgesamt 485 000 Pflegehelferinnen und -helfer und um 25 000 examinierte Pflegekräfte auf insgesamt rund 1 Million. Hiermit setzt sich der Trend der letzten zehn Jahre mit höheren Wachstumsraten bei Pflegehelferinnen und -helfern als bei examinierten Pflegekräften fort.

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Wirtschaft

ifo Institut: Familienunternehmen in Europa erwarten ein besseres Wirtschaftsjahr 2026

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München 30.01.2026

– Familienunternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien rechnen mehrheitlich mit einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung. Das geht aus einer Umfrage der Stiftung Familienunternehmen unter 2.000 Familienunternehmen hervor, durchgeführt von Edelman Data & Intelligence in Zusammenarbeit mit dem ifo Institut. In den vier wirtschaftlich stärksten Ländern Europas erwartet mehr als jedes zweite (55 Prozent) befragte Familienunternehmen eine Verbesserung seiner Geschäftslage für das erste Halbjahr 2026. Weniger als ein Drittel geht von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. Nur 13 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.  
 
„Noch optimistischer sind die Unternehmen mit Blick auf die kommenden fünf Jahre. Hier erwarten etwa zwei Drittel der Familienunternehmen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien eine bessere Wirtschaftsentwicklung“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Befragungen. Der Anteil der Firmen, die mit einer besseren langfristigen Geschäftsentwicklung rechnen, liegt in Deutschland bei 66 Prozent, in Spanien bei 72 Prozent, in Italien bei 67 Prozent und in Frankreich bei 63 Prozent.  
 
Wichtigste EU-Reformen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sind für zwei Drittel der befragten Familienunternehmen Bürokratieabbau sowie schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren. „Auch wenn die Familienunternehmen in Europa die vielen bürokratischen Vorhaben der EU kritisch für die eigene Wettbewerbsfähigkeit sehen, bewertet eine Mehrheit die Arbeit der EU in den letzten fünf Jahren als positiv“, sagt Wohlrabe. 
 
Die Umfrage untersuchte auch, welche Risiken die Familienunternehmen für die eigene Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre sehen. Am häufigsten nannten die Befragten steigende Energiepreise, dicht gefolgt vom Mangel an Fachkräften und IT-Sicherheitsrisiken. Danach folgen geopolitische Risiken, Zölle und Handelshemmnisse sowie verschiedene Facetten von Regulierung und Bürokratie. Besonders in Deutschland werden die Kosten von Bürokratie häufiger genannt als in den anderen Ländern. 
 
Die Umfrage wurde zwischen dem 28. Mai und 7. Juli 2025 durchgeführt. Die Auswertung umfasst insgesamt knapp 2.000 Familienunternehmen. Jedes der vier Länder ist mit etwa 500 Unternehmen vertreten. 

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Politik

Exportkontrolle von Rüstungs- und Dual use-Gütern

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Berlin 30.01.2026

Maßnahmenpaket zur Beschleunigung und Vereinfachung tritt zum 1. Februar in Kraft

Genehmigungsverfahren für Rüstungsgüter und Dual use Güter werden beschleunigt – Erleichterungen u.a. für europäische Rüstungskooperationen und Cloud-Nutzung zum Technologieaustausch vorgesehen. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) setzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) zum 1. Februar 2026 verschiedene Maßnahmen in Kraft, die die Exportkontrolle von Rüstungs- und Dual use-Gütern vereinfachen und beschleunigen.

Dr. Thomas Steffen, Staatssekretär im BMWE: „Mit dem Maßnahmenbündel passen wir die Exportkontrolle an die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen an, indem wir vor allem europäische Kooperationen stärken. Zugleich schaffen wir durch neue Genehmigungsformen und gestraffte Verfahren mehr Verlässlichkeit für die Ausführer. Auf diese Weise bauen wir Bürokratie ab, konzentrieren Ressourcen und schaffen Erleichterungen für Unternehmen, wo immer dies unter Einhaltung hoher Prüfstandards möglich ist. Hierbei wird das BAFA weiterhin risikoorientiert vorgehen und die beteiligten Bundesressorts angemessen einbeziehen.“

Als Teil des Maßnahmenbündels werden weitere Allgemeine Genehmigungen (AGGs) eingeführt und bestehende AGGs aktualisiert. AGGs sind pauschale Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter und Dual use-Güter, die von Exporteuren in Anspruch genommen werden können, ohne beim BAFA einen Ausfuhrantrag stellen zu müssen. Sie gelten für den unkritischen, gleichwohl genehmigungspflichtigen Export ausgewählter Güter in ausgewählte Länder. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Kontrollressourcen auf die Exporte zu konzentrieren, die einer vertieften Bewertung bedürfen.

Als weiteres wesentliches Element werden die Entscheidungsbefugnisse des BAFA gestärkt, um die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu verkürzen. Insbesondere über den Austausch von Technologie kann so künftig schneller entschieden werden, wenn er innereuropäisch oder konzernintern erfolgt. Einen weiteren Schwerpunkt stellen Verfahrenserleichterungen für Gemeinschaftsprojekte dar. So soll mit einem neuen Verfahren der bürokratische Aufwand für nationale Teilnehmer an amtlich anerkannten Gemeinschaftsprojekten erheblich verringert werden. Hierzu wird das Instrument der „Sondergenehmigung“ geschaffen.

Im Detail zu Änderungen der AGGs:

Es wird eine neue AGG für Anträge auf die Verbringung und Ausfuhr von Technologie und Software im Rahmen des Europäischen Verteidigungsfonds eingeführt. Auch der Upload bzw. die Datenspeicherung auf näher definierten Servern in europäischen Staaten wird geregelt und erleichtert. Die AGG Nr. 21 wird dahingehend erweitert, dass sie stärker für Schutzausrüstung nutzbar ist. Mit dem Beitritt des Vereinigten Königreich zum Übereinkommen über Ausfuhrkontrollen im Rüstungsbereich wird die korrespondierende AGG Nr. 28 auch für entsprechende Ausfuhren in das Vereinigte Königreich nutzbar. Vorübergehende Ausfuhren und Verbringungen (AGG Nr. 24) sind künftig in zusätzliche Länder möglich. Für eine zeitnahe Umsetzung der Regimeentscheidung des Wassenaar Plenary vom 5.12.25 zur Entlistung bestimmter Laser vom Anhang I EU-Dual-Use-Verordnung und einer damit verbundenen möglichen Verfahrenserleichterung wird bis zum Inkrafttreten des überarbeiteten Anhangs I der Verordnung in 2026 der Güterkreis der AGG Nr. 17 um diese Laser erweitert.

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Politik

Arbeitsmarkt weiter unter Druck

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Die Arbeitsmarktzahlen im Januar 2026

Berlin 30.01.2026

Mit der beginnenden Winterpause ist die Zahl arbeitsloser Menschen im Januar 2026 gestiegen. Insgesamt waren 3,085 Millionen Menschen arbeitslos – das waren 177.000 mehr als vor einem Monat. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte gestiegen und liegt nun bei 6,6 Prozent.

Ein kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Januar aufgrund der Witterungsbedingungen üblich. Saisonbereinigt blieb die Zahl der Arbeitslosen weitgehend unverändert.

Die Unterbeschäftigung, die u. a. auch Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen umfasst, hat sich gegenüber dem Vormonat um 128.000 erhöht. Saisonbereinigt nahm die Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vormonat um 4.000 ab. Im Vergleich zum Vorjahr fiel sie um 8.000 geringer aus. Damit setzt sich der Trend einer leicht abnehmenden Unterbeschäftigung weiter fort.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Oktober auf November um 22.000 auf 35,21 Millionen gesunken. Ohne Beschäftigungsaufnahmen von ausländischen Staatsbürgern würde die Zahl der Beschäftigten in Deutschland jedoch schon seit längerem sinken. Im November waren erstmals sechs Millionen Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 257.000 gestiegen. Dieser Zuwachs geht ganz auf Personen aus sogenannten Drittstaaten zurück. Insgesamt waren 804.000 Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern (plus 69.000 im Vergleich zum Vorjahr) und 374.000 Ukrainerinnen und Ukrainer (plus 78.000 im Vergleich zum Vorjahr) in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt. Das zeigt: Die Bemühungen um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt wirken.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Die deutsche Wirtschaft zeigte zum Jahresende eine leichte Aufwärtsbewegung. Auf dem Arbeitsmarkt macht sich dies allerdings auch wegen des Wintereinbruchs noch nicht bemerkbar. Saisonbereinigt stagnieren die Arbeitslosenzahlen. Als Bundesregierung investieren wir mit 500 Milliarden Euro gegen die Konjunkturflaute an und bauen unnötige Bürokratie ab. Darüber hinaus investieren wir in Qualifizierung und Weiterbildung, um den Strukturwandel zu gestalten und die Beschäftigten fit zu machen für den Arbeitsmarkt von morgen. An die Arbeitgeber appelliere ich, auch in Zeiten der Krise in Ausbildung zu investieren. Denn die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen, und die werden angesichts des demographischen Wandels dringend gebraucht.“

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Politik

Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien

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Berlin 28.01.2026

Umfassender Marktzugang und tiefere wirtschaftliche Zusammenarbeit – 
Politischer Abschluss der Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen 
zwischen der EU und Indien. Die EU und Indien haben heute am Rande des EU-Indien Gipfels in Neu-Delhi den politischen Abschluss der Verhandlungen über ein wegweisendes Freihandelsabkommen bekanntgegeben. 
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: „Das Freihandelsabkommen zwischen der EU 
und Indien markiert einen nächsten großen Schritt für Europas wirtschaftliche Resilienz. Mit fast zwei Milliarden Menschen entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt. Das Abkommen macht deutlich: Europa handelt entschlossen und stellt seine Partnerschaften breiter auf. Davon profitiert unsere Exportwirtschaft – und Europas Position in der globalen Wirtschaft.“ 

Das Abkommen verbessert den Marktzugang zum indischen Markt insbesondere für die 
exportorientierten Branchen der deutschen Wirtschaft – darunter Maschinenbau, Chemie / 
Pharmazie, Elektrotechnik. Luft- und Raumfahrt sowie die Fahrzeug- und Zulieferindustrie. 
Nach vollständiger Umsetzung werden Zölle auf rund 96,6 % der EU-Ausfuhren nach Indien 
abgeschafft oder gesenkt. Darüber hinaus zielt das Abkommen darauf ab, bestehende 
Handelshemmnisse zu reduzieren und Verfahren im bilateralen Handel zu erleichtern, um 
den Marktzugang für Unternehmen praktikabler zu gestalten. Dies ist vor allem auch für 
mittelständische Unternehmen ein wichtiger Fortschritt. 
Die Einigung schließt sich an die erfolgreichen Verhandlungsabschlüsse mit Indonesien und 
MERCOSUR und Indien an und fügt sich in die Freihandelsagenda der Europäischen Union 
und Deutschlands ein. 

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Wirtschaft

ifo Institut: Exporterwartungen leicht gestiegen

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München 28.01.2026

– Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich etwas verbessert. Die ifo Exporterwartungen stiegen im Januar auf minus 1,2 Punkte, nach minus 3,0 Punkten im Dezember. „Auch wenn die Unternehmen weniger skeptisch bezüglich ihrer Auslandsgeschäfte sind, bleibt die Unsicherheit hoch“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Für das erste Quartal 2026 fehlen klare Signale für einen Aufwärtstrend.“ 

Die Automobilbranche und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen blicken etwas zuversichtlicher auf das Auslandsgeschäft und planen mit wachsenden Exporten. In der Metallerzeugung und -bearbeitung geht der jahrelang anhaltende Pessimismus spürbar zurück. Die Exporterwartungen stiegen auf den höchsten Wert seit Februar 2022; positive und negative Einschätzungen halten sich derzeit die Waage. In der Getränkeindustrie erwarten die Unternehmen ein stabiles, expansives Exportumfeld. Die Hersteller von Bekleidung und Nahrungsmitteln sowie die Druckindustrie rechnen hingegen weiterhin mit rückläufigen Exporten.

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Politik

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

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Berlin 28.01.2026

Der Tourismus ist nicht nur eine wichtige Säule unserer Wirtschaft, er ist mit seinen vielfältigen Möglichkeiten für menschliche Begegnungen auch aus unserem gesellschaftlichen Leben nicht wegzudenken. Die Bundesregierung will deshalb dafür sorgen, dass die deutsche Tourismuswirtschaft einen stabilen Wachstumskurs einschlagen kann und hat heute im Kabinett die Nationale Tourismusstrategie (NTS) beschlossen. 
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche: „Mit der Nationalen Tourismusstrategie stellen wir den Tourismusstandort Deutschland konsequent auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Wir entlasten Unternehmen, bauen Bürokratie ab und schaffen mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt. Unser Ziel ist klar: Der Tourismus in Deutschland soll investieren, wachsen und gute Arbeitsplätze sichern können. Dafür setzen wir jetzt die richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.“ 
Der Koordinator für Maritime Wirtschaft und Tourismus Christoph Ploß: „Wir schaffen mit der 
Nationalen Tourismusstrategie bessere Rahmenbedingungen für die Unternehmen und Mitarbeiter der Tourismusbranche. Mehr Investitionen in die Infrastruktur, geringe Standortkostenkosten für die Luftfahrt und die Digitalisierung von Visaverfahren werden neben vielen anderen Maßnahmen dazu beitragen, dass die Tourismuswirtschaft in Deutschland in den nächsten Jahren wachsen wird. Die Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, mit der in Zukunft eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit gilt, soll noch in diesem Jahr beschlossen werden. Diese Reform wird vor allem den kleinen und mittelständischen Betrieben sehr helfen.“ 

Die Strategie setzt einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um, indem sie die für den Tourismus relevanten Maßnahmen aller Ressorts erstmals unter dem übergeordneten Ziel der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandortes Deutschland bündelt. Dabei werden die fürden Tourismus wichtigen Schwerpunktthemen Unternehmensentlastung und Bürokratieabbau, Attraktivität und Anbindung des Reiselands Deutschland, Digitalisierung, Arbeitsbedingungen und Arbeitskräftegewinnung, nachhaltiger Tourismus und EU-Tourismuspolitik adressiert und alle Bereiche der Querschnittsbranche Tourismus gleichermaßen berücksichtigt. 

So braucht ein wettbewerbsfähiges Reiseland eine gute Anbindung an das Ausland, leistungsfähige Verkehrsverbindungen vor Ort und einen den Ansprüchen entsprechenden Mobilitätsmix an Tourismusstandorten. Deshalb wird die Bundesregierung massiv in eine moderne, effiziente und Berlin, umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur investieren sowie die Digitalisierung und Elektrifizierung vorantreiben. Im Luftverkehr wird auf Kostenreduktionen, Effizienzsteigerung und regulatorische Entlastung gesetzt, um vielfältige und bezahlbare Flugverbindungen zu ermöglichen. Damit mehr Gäste nach Deutschland kommen, wird zudem die Vermarktung Deutschlands als Reiseziel verstärkt. Die Strategie konzentriert sich auf Maßnahmen in Bundeszuständigkeit. Der Bund setzt Rahmenbedingungen und hat eine koordinierende Funktion, die Länder steuern Entwicklung, Vermarktung und Finanzierung des Tourismus und haben ihre eigenen Tourismusstrategien.

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Politik

Krisen, Katastrophen und Konflikte

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Berlin 27.01.2026

Wie sich Unternehmen in Zeiten der Unsicherheit schützen können.

Dies war das Thema des Seminars „Sicherheit und Verteidigung als starker Faktor im Staat – Herausforderungen und Chancen für Unternehmen und Regierungen“, das heute in Berlin stattfand.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius betonte, dass Deutschland nicht länger schweigt. Es ist tief in den Krieg Russlands gegen die Ukraine involviert. Die Verteidigung der Ukraine durch militärische und andere Formen der Unterstützung ist eine Verteidigung Deutschlands und der Werte der Freiheit innerhalb der Europäischen Union.

Der Verteidigungsminister rief die Arbeitgeber auf, die Bundeswehr zu unterstützen und das Vertrauen sowie die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Militär und Industrie zu fördern. Er forderte die Rüstungsindustrie auf, ihre Technologien weiterzuentwickeln, um mit der europäischen, amerikanischen und asiatischen Rüstungsindustrie mithalten zu können.

Der Präsident der Bundeswirtschaftskammer, Peter Adrian, erklärte, die Entwicklung deutscher Rüstungstechnologien sei eine Priorität für die deutsche Industrie, um Deutschlands Ruf als „Made in Germany“ zu wahren. Wir leben in Kriegen, und es ist Deutschlands Pflicht, sich militärisch und politisch für den Frieden einzusetzen, nicht für Kriege.

Foto: © PWO

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Politik

Deutschland und Dänemark schließen bilaterale Vereinbarung

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Investition in Bornholm Energy Island und stärken europäische Energiesicherheit

Berlin 27.01.2026

– Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche und der dänische Energieminister Lars Aagaard haben beim Nordsee-Gipfel im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz und der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen eine Vereinbarung zu Bornholm Energy Island getroffen. Die Einigung bedeutet einen wegweisenden Schritt zur Vertiefung der deutsch-dänischen Partnerschaft und zur Umsetzung der gemeinsamen Ziele für einen saubereren, sichereren und wettbewerbsfähigeren Kontinent. Das erste grenzüberschreitende Projekt seiner Art erhöht Europas Energieunabhängigkeit, treibt Innovation voran und schafft Resilienz in Zeiten geopolitischer Herausforderungen.

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie: „Bornholm Energy Island ist ein Flaggschiff europäischer Kooperation und ein strategisches Projekt für unsere gemeinsame Sicherheit. In einer Welt wachsender geopolitischer Spannungen übernehmen Deutschland und Dänemark Verantwortung für Europas Energiezukunft. Grenzüberschreitende Vorhaben wie dieses verringern kritische Abhängigkeiten, stärken unsere strategische Autonomie und machen Europa widerstandsfähiger gegenüber politischem und wirtschaftlichem Druck. Damit senden wir ein klares Signal: Europa handelt geschlossen, souverän und vorausschauend.“

Lars Aagaard, Minister für Klima, Energie und Versorgung: “Bornholm Energy Island markiert eine neue Ära der Verbindung und gemeinsamen Energiesicherheit. Zusammen vertiefen wir die Verbindung zwischen unseren Ländern und zeigen, dass große grenzüberschreitende Projekte möglich sind. Zu einer Zeit, in der internationale Kooperation unter Druck gerät, ist Bornholm Energy Island ein Zeichen für Europas Einheit und Entschlossenheit. Wir setzen unsere gemeinsame Vision um, zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen in beiden Ländern und ganz Europa.“

Durch die Verbindung des deutschen und des dänischen Energienetzes schafft Bornholm Energy Island einen neuen Standard für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa. Die erhöhte Vernetzung stärkt die Versorgungssicherheit und die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen den beiden Ländern und fügt sich in die allgemeinen europäischen Bemühungen für eine stärkere Integration des Energiemarkts ein. Mit einer zusätzlichen Gesamtkapazität von 3 GW Offshore-Windanlagen, die an Dänemark und Deutschland angeschlossen werden, liefert die Energy Island verlässliche Elektrizität um etwa 3 Millionen Haushalte zu versorgen.

Mit der Partnerschaft gehen Deutschland und Dänemark beim Aufbau robuster Lieferketten und enger Industriekooperation in ganz Europa voran. Durch neue technologische Lösungen und Wissensaustausch hilft das Projekt beim Erhalt der Technologieführerschaft Europas und schafft eine Basis für langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die Umsetzung des Projekts ist nicht nur eine wegweisende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark, sondern auch zwischen den beteiligten Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz (Deutschland) und Energinet (Dänemark).

Deutschland und Dänemark haben sich darauf geeinigt, die Kosten für die erforderliche Unterstützung für die Offshore-Windenergie zu teilen. Die Kostenteilung spiegelt die Stromflüsse des Windparks nach Deutschland und Dänemark sowie den beiderseitigen Nutzen des Projekts wider. Das Projekt ist das erste Beispiel für die gemeinsame Finanzierung einer Offshore-Windfarm durch zwei Länder und stellt einen Meilenstein in der Entwicklung der europäischen Offshore-Zusammenarbeit dar.

Bornholm Energy Island ist eine von acht zentralen „Energieautobahnen“, die von der Europäischen Kommission als vorrangig eingestuft wurden, und wird die weltweit erste HVDC-Hybridverbindung mit mehreren Terminals sein. Bornholm Energy Island erhält eine Unterstützung von 645 Millionen Euro durch die Connecting Europa Facility der Europäischen Union.

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Politik

Nordsee-Gipfel: VKU fordert Kursanpassung beim Offshore-Ausbau

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Hamburg, Berlin, 26.01.2026. 

– Anlässlich des Nordsee-Gipfels fordert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) einen Realitätscheck beim Ausbau der Windenergie auf See. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing: „Ziel muss ein Offshore Ausbau sein, der bezahlbaren Strom liefert und Investitionen verantwortbar macht.“ Dafür brauche es klare Leitplanken: Netzausbau durch Überbauung minimieren, Verschattung vermeiden und dadurch Netzauslastung maximieren, sowie Ausschreibungen reformieren.

Liebing verweist auf die Größenordnung der geplanten Investitionen: „In Offshore-Wind sollen inklusive Netzausbau mehrere einhundert Milliarden Euro investiert werden. Damit dieses Geschäftsmodell tragfähig ist, müssen Offshore-Parks deutlich mehr Volllaststunden liefern als moderne Anlagen an Land. Heute ist das oft nicht der Fall“, so Liebing und weiter: „Leider beobachten wir aktuell heftige Kostensteigerungen beim Übertragungsnetzausbau ebenso wie bei Offshore-Anlagen. Dies betrifft nicht nur Deutschland, sondern ist in ganz Europa und sogar weltweit zu beobachten, weshalb viele Projekte aktuell scheitern. Für den Offshore-Ausbau ist der Übertragungsnetzausbau sowohl auf See wie auch an Land jedoch zwingende Voraussetzung. Wir müssen daher aufpassen, nicht zu Systemkosten zu kommen, die sich ansonsten für 20 Jahre auf 200 Euro und mehr die Megawattstunde aufsummieren können. Das wäre für niemanden tragbar.“

Der VKU fordert deshalb eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine klare Prioritätensetzung: Netzausbau nur dort, wo er unvermeidbar ist und maximale Auslastung der vorhandenen Infrastruktur. Ausschreibungen müssten mehr Wettbewerb ermöglichen und verschiedene, auch kleinere, Akteure zum Zug kommen lassen, um das Klumpenrisiko bei scheiternden Projekten zu reduzieren. Gleichzeitig müsse der Ausbaupfad in der Deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) system- und kosteneffizient gestaltet werden.

Die Linie des VKU lautet: Entzerren statt verdichten. Eine stärkere Koordinierung mit den Nachbarländern und gemeinsame Offshore-Projekte könnten Erträge verbessern und Netzkapazitäten sinnvoller nutzen. „Die gegenseitige Verschattung frisst Erträge und damit Wirtschaftlichkeit. Sie ist kein Randproblem, sie ist zentral. Deshalb ist eine engere Abstimmung mit unseren Nachbarn richtig und wichtig. Wenn wir realistisch planen wollen, müssen wir dichter stehende Parks entzerren. Wir empfehlen 45 bis 50 GW Erzeugungsleistung als Zielgröße für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone. Das ist aus unserer Sicht vernünftig und verantwortbar“, erklärt Liebing.

Der VKU begrüßt, dass das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie die Bundesregierung Schritte in diese Richtung unternommen haben. Die vorgeschriebene Überbauung der Netzanschlusspunkte und die höhere Netzauslastung wertet der VKU als richtige Weichenstellungen. Liebing: „BSH und Bundesregierung sind zuletzt mit guten Ansätzen vorangegangen. Die höhere Netzauslastung zeigt: Es geht auch klug, nicht nur groß.“

Auch an Land besteht Handlungsdruck: Der Offshore-Strom erreicht die Verbraucher vor Ort erst durch Umspannung auf die 110kV-Verteilnetze und tiefer, die vielerorts in kurzer Zeit erheblich verstärkt werden müssen. Dafür braucht es schnellere und praxistaugliche Genehmigungen, insbesondere für die Ertüchtigung bestehender Trassen. Es gehe nicht um überall neue Leitungen, sondern um eine schnelle Modernisierung der Netze, die bereits vorhanden sind.

Der VKU plädiert für eine Offshore-Strategie, die ökonomische Vernunft, technische Realität und europäische Abstimmung verbindet. Liebing: „Wir müssen die Energiewende so gestalten, dass sie nicht nur schneller, sondern vor allem bezahlbar und belastbar ist.“

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Politik

DAK warnt vor Finanzlücke in 2027 

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Berlin 26.01.2026

– In der gesetzlichen Krankenversicherung  (GKV) droht 2027 eine Finanzlücke von bis 12 Mrd Euro. DAK Chef forderte in Berlin 3 Stufen-Planfür stabile Kassenbeiträge ;

– Neue IGES Projektion berechnet weitere Beitragsentwicklung in der Sozialversicherung.

– 2035 könnte die Gesamtbelastung der Sozialabgaben erstmals die 50% Marke erreichen.

– DAK-Gesundheit plädiert für Gesundheitsreformen.

Foto: © PWO

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Wirtschaft

Einfluß der Mikrozensus in Deutschland 

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WIESBADEN 26.01.2026

– Der Mikrozensus 2026 hat begonnen. Von Januar bis Dezember 2026 wird insgesamt 1 % der Bevölkerung in privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften nach einem statistischen Zufallsverfahren ausgewählt und befragt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bittet die zufällig ausgewählten Haushalte um ihre Unterstützung. Stellvertretend für viele andere Menschen in Deutschland geben sie Auskunft zu Themen wie Familie, Bildung, Arbeitsmarktbeteiligung, Migration, Einkommen und Lebensbedingungen, Wohnsituation sowie Internetnutzung. Die Ergebnisse des Mikrozensus stehen der Öffentlichkeit, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien zur Verfügung.

Daten des Mikrozensus sind wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage

Der Mikrozensus stellt – anders als der Zensus, der in der Regel alle zehn Jahre durchgeführt wird (zuletzt 2022) – jährlich aktuelle Daten zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Situation der Bevölkerung bereit. Die Ergebnisse des Mikrozensus bilden eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, die das Leben der Menschen in Deutschland betreffen. Sie fließen unter anderem in die Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung und der Länder ein sowie in den Kinder- und Jugendbericht, den Familienbericht, den Bildungsbericht, den Migrationsbericht und den Integrationsbericht der Bundesregierung.

Mikrozensus 2026 liefert Daten zur Wohnsituation

Alle vier Jahre werden im Mikrozensus vertiefende Fragen zum Thema Wohnen gestellt – so auch 2026. Die Daten aus diesem Zusatzprogramm geben zum Beispiel Aufschluss über die Eigentumsquote, Wohnfläche oder die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte in Deutschland. Damit liefern die Daten umfassende Informationen über die aktuelle Wohnsituation der Menschen in Deutschland.WIESBADEN – Der Mikrozensus 2026 hat begonnen. Von Januar bis Dezember 2026 wird insgesamt 1 % der Bevölkerung in privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften nach einem statistischen Zufallsverfahren ausgewählt und befragt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bittet die zufällig ausgewählten Haushalte um ihre Unterstützung. Stellvertretend für viele andere Menschen in Deutschland geben sie Auskunft zu Themen wie Familie, Bildung, Arbeitsmarktbeteiligung, Migration, Einkommen und Lebensbedingungen, Wohnsituation sowie Internetnutzung. Die Ergebnisse des Mikrozensus stehen der Öffentlichkeit, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien zur Verfügung.

Daten des Mikrozensus sind wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage

Der Mikrozensus stellt – anders als der Zensus, der in der Regel alle zehn Jahre durchgeführt wird (zuletzt 2022) – jährlich aktuelle Daten zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Situation der Bevölkerung bereit. Die Ergebnisse des Mikrozensus bilden eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, die das Leben der Menschen in Deutschland betreffen. Sie fließen unter anderem in die Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung und der Länder ein sowie in den Kinder- und Jugendbericht, den Familienbericht, den Bildungsbericht, den Migrationsbericht und den Integrationsbericht der Bundesregierung.

Mikrozensus 2026 liefert Daten zur Wohnsituation

Alle vier Jahre werden im Mikrozensus vertiefende Fragen zum Thema Wohnen gestellt – so auch 2026. Die Daten aus diesem Zusatzprogramm geben zum Beispiel Aufschluss über die Eigentumsquote, Wohnfläche oder die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte in Deutschland. Damit liefern die Daten umfassende Informationen über die aktuelle Wohnsituation der Menschen in Deutschland.WIESBADEN – Der Mikrozensus 2026 hat begonnen. Von Januar bis Dezember 2026 wird insgesamt 1 % der Bevölkerung in privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften nach einem statistischen Zufallsverfahren ausgewählt und befragt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bittet die zufällig ausgewählten Haushalte um ihre Unterstützung. Stellvertretend für viele andere Menschen in Deutschland geben sie Auskunft zu Themen wie Familie, Bildung, Arbeitsmarktbeteiligung, Migration, Einkommen und Lebensbedingungen, Wohnsituation sowie Internetnutzung. Die Ergebnisse des Mikrozensus stehen der Öffentlichkeit, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien zur Verfügung.

Daten des Mikrozensus sind wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage

Der Mikrozensus stellt – anders als der Zensus, der in der Regel alle zehn Jahre durchgeführt wird (zuletzt 2022) – jährlich aktuelle Daten zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Situation der Bevölkerung bereit. Die Ergebnisse des Mikrozensus bilden eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, die das Leben der Menschen in Deutschland betreffen. Sie fließen unter anderem in die Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung und der Länder ein sowie in den Kinder- und Jugendbericht, den Familienbericht, den Bildungsbericht, den Migrationsbericht und den Integrationsbericht der Bundesregierung.

Mikrozensus 2026 liefert Daten zur Wohnsituation

Alle vier Jahre werden im Mikrozensus vertiefende Fragen zum Thema Wohnen gestellt – so auch 2026. Die Daten aus diesem Zusatzprogramm geben zum Beispiel Aufschluss über die Eigentumsquote, Wohnfläche oder die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte in Deutschland. Damit liefern die Daten umfassende Informationen über die aktuelle Wohnsituation der Menschen in Deutschland.WIESBADEN – Der Mikrozensus 2026 hat begonnen. Von Januar bis Dezember 2026 wird insgesamt 1 % der Bevölkerung in privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften nach einem statistischen Zufallsverfahren ausgewählt und befragt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bittet die zufällig ausgewählten Haushalte um ihre Unterstützung. Stellvertretend für viele andere Menschen in Deutschland geben sie Auskunft zu Themen wie Familie, Bildung, Arbeitsmarktbeteiligung, Migration, Einkommen und Lebensbedingungen, Wohnsituation sowie Internetnutzung. Die Ergebnisse des Mikrozensus stehen der Öffentlichkeit, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien zur Verfügung.

Daten des Mikrozensus sind wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage

Der Mikrozensus stellt – anders als der Zensus, der in der Regel alle zehn Jahre durchgeführt wird (zuletzt 2022) – jährlich aktuelle Daten zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Situation der Bevölkerung bereit. Die Ergebnisse des Mikrozensus bilden eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, die das Leben der Menschen in Deutschland betreffen. Sie fließen unter anderem in die Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung und der Länder ein sowie in den Kinder- und Jugendbericht, den Familienbericht, den Bildungsbericht, den Migrationsbericht und den Integrationsbericht der Bundesregierung.

Mikrozensus 2026 liefert Daten zur Wohnsituation

Alle vier Jahre werden im Mikrozensus vertiefende Fragen zum Thema Wohnen gestellt – so auch 2026. Die Daten aus diesem Zusatzprogramm geben zum Beispiel Aufschluss über die Eigentumsquote, Wohnfläche oder die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte in Deutschland. Damit liefern die Daten umfassende Informationen über die aktuelle Wohnsituation der Menschen in Deutschland.

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Wirtschaft

ifo Geschäftsklimaindex unverändert

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München 26.01.2026

– Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland ist unverändert geblieben. Der ifo Geschäftsklimaindex verharrte im Januar bei 87,6 Punkten. Die Urteile zur aktuellen Lage wurden geringfügig nach oben korrigiert. Die Erwartungen trübten sich leicht ein. Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr.

Im Verarbeitenden Gewerbe konnte der Index merklich zulegen. Die Unternehmen waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen fielen deutlich weniger skeptisch aus. Die Kapazitätsauslastung gab hingegen von 78,1 auf 77,5 Prozent nach. Sie liegt damit weiterhin unterhalb des langfristigen Mittelwertes von 83,2 Prozent.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima eingetrübt. Die aktuelle Lage wurde etwas schlechter eingestuft. Auch die Erwartungen waren skeptischer. In der Logistik bewegten sich Auftragsbestand und Stimmung nach unten. Auch im Tourismus kühlte das Geschäftsklima merklich ab.

Im Handel ist der Index deutlich gestiegen. Die Unternehmen zeigten sich merklich zufriedener mit der Geschäftslage. Zudem waren die Erwartungen weniger pessimistisch. Diese Entwicklung konnte sowohl im Einzel- als auch im Großhandel beobachtet werden. In beiden Sparten liegen die Indikatoren aber weiterhin deutlich unter ihren langfristigen Mittelwerten.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima aufgehellt. Dies war auf bessere aktuelle Geschäfte zurückzuführen. Der Erwartungsindikator blieb hingegen unverändert. Vor allem im Hochbau blieb die Auftragslage schlecht.

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Politik

Gold erlebt einen regelrechten Höhenflug

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Berlin 27.01.2026

– Wenn die Märkte die Sprache der Angst sprechen. In Momenten großer Umbrüche brauchen sie weder Inflationsdaten noch Arbeitsmarktberichte, um sich zu bewegen; ein tief sitzendes Gefühl, dass die grundlegenden Spielregeln infrage gestellt werden, genügt. Genau diese Situation herrschte am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, im Goldhandel, als der Preis von 4.757 auf 4.878 US-Dollar pro Unze kletterte und damit seinen Aufwärtstrend mit Rekordgewinnen seit Wochenbeginn fortsetzte.

Dieser Anstieg war nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen, sondern vielmehr auf das Zusammentreffen eines seltenen Zusammentreffens geopolitischer Risiken, rechtlicher Unsicherheit und beispielloser Erschütterungen hinsichtlich der Unabhängigkeit der US-Geldpolitik – und das zu einem Zeitpunkt, an dem diese Faktoren mit drängenden Problemen wie Grönland, den transatlantischen Zöllen, den Botschaften des Weltwirtschaftsforums in Davos und dem andauernden russisch-ukrainischen Krieg zusammentreffen.

Daten von Preisplattformen bestätigen, dass Gold diese Woche neue Allzeithochs erreicht hat und zwischen 4.872 und 4.888 US-Dollar gehandelt wird. Technische Indikatoren zeigen, dass der Preis deutlich über seinen monatlichen und jährlichen gleitenden Durchschnitten liegt. Dies deutet klar darauf hin, dass der Markt diese Entwicklung nicht als bloße Spekulationswelle, sondern als eine tiefgreifende Neubewertung des Risikobegriffs selbst interpretiert.

Aktuelle Lage: Eskalation ohne Grenzen und Unsicherheit ohne Zeitplan

Im Handelsstreit haben die Vereinigten Staaten ihre Rhetorik verschärft, indem sie Zölle gegen acht europäische Länder verhängt haben, die in direktem Zusammenhang mit der Grönland-Frage stehen. Sie drohen zudem, die Zölle von 10 % im Februar auf 25 % bis Juni schrittweise zu erhöhen. Die derzeit vorbereitete europäische Antwort ist nicht weniger drastisch: ein Gegenzollpaket im Umfang von bis zu 93 Milliarden Euro, verbunden mit der Drohung, die Anti-Zwangsmaßnahmen (ACI) anzuwenden und die letzten Phasen eines Handelsabkommens auszusetzen.

Rechtlich gesehen steht die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA über die Rechtmäßigkeit von „allgemeinen Zöllen“ weiterhin aus, obwohl seit November Anhörungen stattfinden. Diese Verzögerung selbst hat sich zu einer Belastung für die Märkte entwickelt, da sie die Unsicherheit verlängert, anstatt sie zu beseitigen.

Unterdessen wird der Fall von Lisa Cook vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt, nachdem der Präsident versucht hat, sie „aus bestimmten Gründen“ ihres Amtes zu entheben. Jerome Powell gab bekannt, dass das Justizministerium strafrechtliche Ermittlungen im Zusammenhang mit seiner Aussage vor dem Kongress zu den Kosten der Renovierung des Hauptsitzes der Federal Reserve eingeleitet hat. Das Zusammentreffen dieser Entwicklungen hat die Frage nach der Unabhängigkeit der US-Zentralbank mit beispielloser Vehemenz wieder in den Vordergrund gerückt.

All dies geschieht, während sich die Staats- und Regierungschefs der Welt vom 19. bis 23. Januar in Davos unter dem Motto „Geist des Dialogs“ treffen, mit einer mit Spannung erwarteten Rede des US-Präsidenten. Gleichzeitig deuten Marktberichte darauf hin, dass die Marke von 5.000 US-Dollar pro Unze Gold nicht länger nur ein Extremszenario darstellt, sondern eine psychologische Barriere ist, die tatsächlich in die Preismodelle von Spekulanten und Risikomanagern eingeflossen ist.

Warum bewegt sich der Goldpreis so stark?

Grönland: Wenn Geografie zum Finanzschock wird

Der Handels- und Souveränitätsstreit um Grönland hat die Nachfrage nach sicheren Anlagen sprunghaft ansteigen lassen. Allein die Einbeziehung einer so wichtigen Souveränitätsfrage in den Kern des Handelskonflikts hat die Befürchtungen vor den schlimmsten Szenarien eines geoökonomischen Zerfalls neu entfacht. Amerikanische Drohungen, denen eine breite europäische Reaktion entgegengesetzt wurde, haben ein klassisches Rezept für eine sinkende Risikobereitschaft und eine Verlagerung von Liquidität hin zu Gold als Anlage „außerhalb des politischen Systems“ geliefert.

Rechtliche Unsicherheit: Der Markt reagiert empfindlich auf Ungewissheit

Der Zollstreit vor dem Obersten Gerichtshof stellt die Grenzen des Notstandsgesetzes von 1977 (Emergency Economic Powers Act) auf die Probe. Trotz Skepsis sowohl konservativer als auch liberaler Richter hält die ausbleibende endgültige Entscheidung die Märkte in Atem. Erfahrungsgemäß steigen die Kosten für Absicherungsgeschäfte mit zunehmender Dauer von Gerichtsverfahren in Handels- und staatsbezogenen Angelegenheiten – und Gold profitiert am meisten davon.

Die Unabhängigkeit der Fed unter Beschuss

Die Affäre um Lisa Cook, die zeitgleich mit den strafrechtlichen Ermittlungen gegen Powells Äußerungen stattfand, erweckte an den Märkten einen beunruhigenden Eindruck: die potenzielle Politisierung der Geldpolitik. Allein dieser Verdacht reicht aus, um das Vertrauen in den Dollar zu schwächen, noch bevor sich die Zinssätze tatsächlich ändern. Die Geschichte zeigt deutlich: Wenn Anleger die Unabhängigkeit der Zentralbanken infrage stellen, profitiert Gold als eines der ersten.

Davos: Eine Plattform für Botschaften, nicht für Lösungen

Das Weltwirtschaftsforum in Davos erzeugt enormes Medieninteresse, bietet aber selten unmittelbare Lösungen. Daher kann jede aggressive Rhetorik in Handels- oder Grönlandfragen die Volatilität kurzfristig eher erhöhen als beruhigen. Taktische Zentren verstehen dies und sichern sich daher im Vorfeld mit sicheren Anlagen ab.

Der Dollar und die Risikostimmung

Der Dollar ging mit der Last eines schwierigen Jahres in das Jahr 2026. Angesichts erneuter Anzeichen einer frühen Schwächephase im Zusammenhang mit Schulden und Politik führt jeder Rückgang des Dollar-Index (DXY) automatisch zu einer zusätzlichen Stärkung des Goldpreises – eine inverse Beziehung, die in dieser Phase des Zyklus nahezu automatisch geworden ist.

Die Realität vor Ort hält die „Angstprämie“ hoch.

Laut Forschungsinstituten zeigt der russisch-ukrainische Krieg keine Anzeichen einer Entspannung, mit begrenzten russischen Erfolgen und verstärkten Angriffen auf die Infrastruktur. Diese Realität hält die geopolitische Risikoprämie weiterhin hoch und beeinflusst die Preisbildung.

In Europa verschärft sich der politische Ton gegenüber Washington, während die starke politische Präsenz in Davos dafür sorgt, dass die Märkte jede Aussage „im Minutentakt“ beobachten. Da die Grönland-Frage immer komplexer wird, etabliert sich ein Anlageverhalten, das sich wie folgt zusammenfassen lässt: Zuerst Schutz kaufen … Fragen später stellen.

Silber: Gold bleibt im Rennen um den Goldpreis bis 2026. Aus Anlegersicht hat Silber von einer breiten Umschichtung von Vermögenswerten hin zu Edelmetallen profitiert. Die positive Dynamik hält an und wird durch Handelsrisiken und Erwartungen hinsichtlich der Zins- und Dollarentwicklung gestützt. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Performance nicht auf Annahmen über ein „Angebotsengpass“-Syndrom beruht, sondern vielmehr auf der Absicherung der Investitionsnachfrage in einem turbulenten makroökonomischen Umfeld – ein Umstand, der sich deutlich in den Handelsströmen börsengehandelter Produkte widerspiegelt. Technische Analyse: Der Trend ist stärker als die Marktschwankungen.

Die Aufwärtsdynamik dominiert die Tagescharts. Der wichtigste psychologische Widerstand liegt zwischen 4.900 und 5.000 US-Dollar, wo Gewinnmitnahmen und Stop-Loss-Aktivitäten zu erwarten sind.

Ein deutlicher Tagesschlusskurs über 5.000 US-Dollar eröffnet den Weg für weitere Kursziele im Bereich von 5.120 bis 5.180 US-Dollar. Umgekehrt liegt die erste Unterstützung weiterhin bei etwa 4.748 bis 4.760 US-Dollar, gefolgt von 4.620 bis 4.640 US-Dollar und schließlich 4.536 bis 4.585 US-Dollar als tieferliegende Begrenzungszone für mögliche Korrekturen.

Hohe Volatilität bedeutet, dass eine einzelne politische oder rechtliche Entwicklung innerhalb einer Sitzung dreistellige Kursbewegungen auslösen kann. Risikomanagement ist daher unerlässlich.

Szenarien für die kommenden Wochen:

Eskalation des Handels + Weitere Verzögerungen im Rechtsstreit: Dollar-Druck und steigende Absicherungsprämien → Schneller Test der 5.000-Dollar-Marke

Taktische Pause + Rechtssicherheit: Gesunde Gewinnmitnahmen in Richtung 4.640–4.585, wobei der Aufwärtstrend so lange intakt bleibt, wie die Marke von 4.500 hält.

Dramatische Wendung im Streit um die Unabhängigkeit der US-Notenbank: Ein Anstieg der Absicherungsprämien könnte den Preis vor einer anschließenden Korrektur über 5.000 treiben.

Gold als Indikator für Vertrauen

Gold ist im Kern nicht nur ein Inflationsschutz, sondern ein täglicher Indikator für das Vertrauen institutioneller Anleger. Wenn eine souveräne Frage wie die Grönlandfrage mit einem vielschichtigen Handelsstreit zusammenfällt, die Märkte gespannt auf ein ausstehendes Gerichtsurteil warten und die Debatte über die Unabhängigkeit der wichtigsten Zentralbank der Welt an Schärfe gewinnt, wandelt sich Gold von einem Edelmetall zu einem Sprachrohr, durch das die Märkte ihre kollektive Angst ausdrücken.

Mit einem aktuellen Kurs zwischen 4.757 und 4.878 US-Dollar benötigt Gold nicht viel, um die 5.000-Dollar-Marke zu testen; eine weitere beunruhigende politische Nachricht oder eine weitere verschobene Entscheidung genügt. Selbst wenn die Nachrichtenlage einen deutlichen Kursrückgang in der Zukunft auslösen sollte, bleibt der Gesamttrend aufwärtsgerichtet, solange die Marke von 4.500 US-Dollar nicht strukturell durchbrochen wird.

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Berlin

350.000 Gäste feiern 100 Jahre Grüne Woche

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Berlin 26.01.2026

Grüne Woche begeistert zum Jubiläum 350.000 Gäste. Bundespräsident, Bundeskanzler, zwei EU-Kommissare und sieben Bundesminister:innen gratulierten persönlich. 

100 Jahre und kein bisschen leise: Die Grüne Woche hat zu ihrem Jubiläum die Erwartungen der Veranstalterin Messe Berlin weit übertroffen. 350.000 Messegäste feierten das 100-jährige Bestehen auf dem Berliner Messegelände. Das entspricht einem Besucherzuwachs von rund 40.000 im Vergleich zum Vorjahr. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz, sieben Bundesminister:innen und zahlreiche Ministerpräsident:innen gratulierten persönlich. Zehn Tage lang fungierte das Berliner Messegelände als international wichtigster Treffpunkt für Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau. 

Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Jubiläumsausgabe, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft, neue Produkte und internationale Perspektiven zu informieren. Rund 1.600 Aussteller aus über 50 Ländern präsentierten ihre Angebote – von traditionellen Spezialitäten und innovativen Produktideen über vegetarische und vegane Ernährung bis hin zu zuckerreduzierten Konzepten. Als diesjähriger Partner der Grünen Woche zeigte Mecklenburg-Vorpommern eindrucksvoll die kulinarische und touristische Vielfalt des nördlichen Bundeslandes.

Neben dem vielfältigen Genussangebot rückten zentrale Zukunftsfragen in den Mittelpunkt – von Ernährungssicherung und Wasserresilienz über Nachhaltigkeit und Tierwohl bis hin zu Innovationen in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Historische Einblicke – etwa in der Sonderschau „100 Jahre Grüne Woche“ – trafen auf moderne Technologien sowie neue Ernährungstrends und machten den Wandel der Branche über ein Jahrhundert hinweg anschaulich erlebbar.

„Das enorme Besucherinteresse war überwältigend. Die Grüne Woche 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch nach 100 Jahren so relevant ist wie eh und je“, sagt Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin. „Die gute Stimmung in den Hallen, intensive Debatten und das große politische Interesse machen deutlich: Die Grüne Woche ist der Treffpunkt für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und bietet dem öffentlichen Diskurs über Landwirtschaft und Ernährung eine aufmerksamkeitsstarke Bühne. Der große Erfolg ist nur durch das Engagement der Aussteller, Partner, Bundesländer, internationalen Beteiligungen – und nicht zuletzt der Besucherinnen und Besucher – möglich. Ihnen allen gilt unser großer Dank: Sie tragen die Grüne Woche und schaffen die Basis für die kommenden 100 Jahre.“

Politische Bühne und internationaler Dialog

Die Grüne Woche 2026 bestätigte erneut ihre Rolle als politischer Place-to-be zu Jahresbeginn. Eine besondere Würdigung war die Eröffnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch Bundeskanzler Friedrich Merzinformierte sich bei einem eigenen Rundgang durch die Messehallen über die Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainererlebte die Grüne Woche erstmals in seinem Amt und nutzte die Messe als zentrale Plattform für Gespräche. Während der gesamten Messelaufzeit hieß er nationale und internationale Gäste in der Halle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) willkommen.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer: „Die Grüne Woche ist seit 100 Jahren das Schaufenster der Branche. Die Messe hat auch bei ihrer Jubiläumsausgabe diesem Ruf alle Ehre gemacht: Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Gartenbau haben mit ihren hochwertigen Produkten erneut bewiesen, dass ‚Made in Germany‘ ein Markenversprechen ist und bleibt – und zwar weltweit. Als Bundesregierung unterstützen wir unsere heimischen Hersteller dabei, ihre Produkte international noch bekannter und erfolgreicher zu machen.

Mir ist wichtig: Wir brauchen für die großen Herausforderungen der Branche einen Austausch auf Augenhöhe, um gemeinsam zu den besten Lösungen zu kommen. Die Grüne Woche ist für diesen Austausch eine wichtige Plattform. In den vielen Gesprächen, die ich hier tagtäglich geführt habe, war die Resonanz durchweg positiv. Das Interesse an der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft ist groß und unser politischer Kurswechsel stieß auf breite Unterstützung. Ich freue mich daher schon auf die Messe im 101. Jahr.“

Neben dem BMLEH war die Bundesregierung mit dem Bundesentwicklungsministeriumund Bundesumweltministerium mit eigenen Sonderschauen vertreten. Insgesamt sieben Bundesminister:innen kamen auf der Jubiläumsausgabe der Grünen Woche mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch: Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Dr. Johann Wadephul, Bundesminister des Auswärtigen, Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr sowie Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

Ergänzt wurde die hohe politische Präsenz durch zahlreiche Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder, allen voran Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das als Partner der Grünen Woche 2026 den offiziellen Auftakt gestaltete und mit einer eigenen Halle vertreten war. Zudem waren Olaf Lies, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Mario Voigt, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein sowie Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, auf dem Berliner Messegelände zu Gast. Die internationale Dimension der Grünen Woche unterstrichen Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, sowie Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierwohl. Ergänzt wurde die politische Präsenz durch zahlreiche Botschafter, Diplomatinnen und Diplomaten sowie Attachés, die die Grüne Woche als internationale Plattform für den Austausch zu Landwirtschaft, Ernährung und Handel nutzten.

Ein zentraler Bestandteil des politischen Programms war erneut das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), das im Umfeld der Grünen Woche stattfand. Unter dem Motto „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“ diskutierten rund 2.000 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über globale Herausforderungen der Land- und Ernährungswirtschaft. Höhepunkt war die 18. Berliner Agrarministerkonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern aus 61 Staaten. Sie verabschiedeten eine gemeinsame Abschlusserklärung zu effizienter Wassernutzung, besserem Hochwasserschutz sowie zum Erhalt von Wäldern und Gewässern.

Dialog-Plattform für Land- und Ernährungswirtschaft

Die Grüne Woche bestätigte erneut ihre Rolle als zentrale Themenbühne für den Austausch über aktuelle Entwicklungen der Branche. Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussionen standen unter anderem das Mercosur-Abkommen sowie gesunkene Erzeugerpreise. Der Lebensmitteleinzelhandel war auf der diesjährigen Grünen Woche mit Unternehmen wie der Schwarz Gruppe, Rewe, Edeka und Aldi Süd auf der Grünen Woche stark vertreten. Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Ernährungs- und Landwirtschaftsbranche zeigten sich mit dem Verlauf der Grünen Woche sehr zufrieden.

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, zieht eine äußerst positive Bilanz zur diesjährigen Grünen Woche: „Die Jubiläumsmesse hat die Besucher in hoher Zahl angelockt. Das ist sehr erfreulich. Auffallend war, dass sich viele Messebesucher zunehmend Gedanken über Ernährungs- und Versorgungssicherheit, auch verbunden mit Lebensmittelpreisen machen. Dies war auch Thema bei zahlreichen Gesprächen mit hochkarätigen politischen Gästen, wie auch Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau. Insgesamt war die Grüne Woche im 100sten Jahr ein voller Erfolg.“

Auch die Ernährungsindustrie nutzte die Grüne Woche intensiv als Plattform für den Austausch mit Politik und Öffentlichkeit.

Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie und Lebensmittelverband Deutschland: „Wir durften in diesem Jahr viele Politiker an unseren Stand begrüßen und über die zentrale Rolle informieren, die die Ernährungsindustrie für unser Land spielt. Als drittgrößter Industriezweig sichern wir die Versorgung von 84 Millionen Menschen in Deutschland und tragen zugleich zur Ernährung von Millionen weltweit bei – denn Food Made in Germany bleibt ein Exportschlager und steht für Qualität, Innovation und Vielfalt. Ich bin überzeugt, dass Politik und Wirtschaft den Standort Deutschland nur gemeinsam wieder stark machen können – wenn sie mehr miteinander reden und enger zusammenarbeiten, als es in der Vergangenheit der Fall war.“

Blick in die Zukunft: Startup-Days und Ernährungstrends

Auch in ihrem 100. Jahr zeigte sich die Grüne Woche als Testmarkt und Impulsgeber für die Ernährung von morgen. Bei den Startup-Days präsentierten zehn junge Unternehmen aus der Agtech- und Foodbranche innovative Ideen, darunter Lösungen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung, neue Proteinquellen und digitale Anwendungen für Produktion und Lagerung. Das Gewinner-Startup SkoneLabs überzeugte mit einem KI-gestützten Sensorsystem, das hilft, frische Früchte effizienter zu lagern und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

Ebenfalls im Fokus des Wettbewerbs standen Konzepte wie das fermentierte, pflanzenbasierte Suppenpulver von Miss Mineva’s, das für alltagstaugliche, gesunde Ernährung steht, sowie MicroHarvest mit neuen Proteinlösungen aus Mikroorganismen. Den Trend zu bewusster, gesunder und nachhaltiger Ernährung griff auch die Themeninsel ZERO auf und zeigte, wie sich bewusster Genuss, Ressourcenschonung und Innovation im Alltag verbinden lassen – mit zuckerfreien Produkten, pflanzlichen Protein-Snacks oder fermentierten Getränke-Konzepten.

Foto: © Messe Berlin

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Berlin

Knödel, Käse und Cannoli: Die Aromen Südeuropas auf der Grünen Woche

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21.01.2026

– Kaiserschmarrn aus Österreich, Raclette aus der Schweiz, sizilianische Oliven, französische Macarons und portugiesische Klassiker: Die Grüne Woche schmeckt nach Südeuropa – und nach Wohlfühlen.

Zwei Stunden bevor die ersten Gäste die Hallen der Grünen Woche betreten, wird auf der Christl Alm bereits geschäftig gewerkelt. Es gibt auch einiges zu tun im beliebten Restaurant am österreichischen Gemeinschaftsstand: Brötchen aufschneiden für Bratwurst, Leberkäs und Käsekrainer, Semmelknödel und Spinatknödel drehen, Salatdressing vorbereiten und – ganz wichtig – Das Fleisch in den Ofen schieben.

Vor dem Ansturm: Hochbetrieb auf der Christl Alm

„Es dauert etwa zwei Stunden, bis die erste Runde Schweinebraten fertig ist“, sagt Hannes Traunberger aus Linz, Chef der Christl Alm. Seit über zehn Jahren gehört das Restaurant mit den rot-weiß-karierten Tischdecken zu den Anziehungspunkten der World Tour der Grünen Woche. An über 50 Tischen verköstigen Hannes und sein 33-köpfiges Team die Besucherinnen und Besucher mit hausgemachten Marillenknödeln, Kaiserschmarrn und Riesengermknödeln, Kartoffelgröstl, Grillschinken und Schweinebraten „Viele kommen wegen des Schweinebratens oder der Speckknödel. Vor drei Jahren haben wir mit den Spinatknödeln etwas Neues mitgebracht und die werden geliebt“, sagt Hannes. Er mag die Atmosphäre in der südeuropäisch geprägten Halle 4.2: „Die Gäste sind gern und lange hier – und wir auch. Es ist einfach super mit der Schweiz, Italien und Frankreich“, sagt er.

Die süße und herzhafte Seite Siziliens

Wer den Blick durch die Halle schweifen lässt, sieht zunächst die farbenfrohen Macarons von Petit Paris, etwas weiter hinten stapeln sich in der Auslage grüne und schwarze Oliven aus Sizilien, gefüllt mit Mandeln oder Knoblauch, wahlweise mit oder ohne Kern, getrocknete Tomaten sowie Thunfisch aus dem Mittelmeer. Es ist der Stand von Giuseppe Farruggio und Corinn Gallo von La Qualita Autentica. Die Reise durch die Aromen Siziliens hat gerade begonnen, das sagt Corinn: „Wir haben noch einen zweiten Stand.“ 

Mit einem Lächeln weist sie in Richtung der Berge von kandierten Mandeln und Erdnüssen. In dunkle Schokolade gehüllte Orangen- und Zitronensticks liegen neben kunstvollen Schokoblöcken aus heller und dunkler Schokolade, veredelt mit Chili, Kaffeebohnen und der berühmten Pistazie aus Bronte – dem „grünen Gold“ Siziliens. Neben Torrone (karamellisierter Mandel- oder Pistazien-Nougat) Aragustina und Cannoli mit Vanille-, Schoko- oder Pistazienfüllung gibt es Schoko-Lollies in verspielten Formen wie Schmetterling, Hase, Teddybär oder Clown – und frische Erdbeeren und Bananen zum Genießen mit geschmolzener Schokolade direkt am Stand.

Schweizer Klassiker und ein Abstecher nach Portugal

Schokolade findet sich natürlich auch in der Schweiz, zum Beispiel bei Chocosuisse, dem Verband der Schweizer Schokoladenfabrikanten. Und was darf in der Schweiz nicht fehlen? Natürlich, Raclette. Die mit geschmolzenem Käse gefüllten Pfännchen haben bei uns in Deutschland zwischen Weihnachten und Silvester ihren großen Auftritt. Danach verschwindet der Raclette-Grill in meisten Haushalten wieder im Keller. Bei Raclette Suisse gilt: „Raclette geht immer!“ Und das zeigt sich auch an der langen Schlange am Stand. Hier wird der original Schweizer Raclettekäse mit dem typisch würzigen Aroma traditionell vom Laib geschabt (frönzösisch:„racler“) und mit oder ohne Schinken und Pfeffer auf dem Handbrot serviert. 

Danach bietet sich ein kleiner Verdauungsspaziergang in die Halle 7.2c an, wo Galáxia Gulosa mit saftigen Bifana- oder Leitão-à-Bairrada-Sandwiches die herzhafte Seite der portugiesischen Küche präsentiert. Cremige Pastéis de Nata und kunstvoll gefertigte Doce Fino aus der Algarve bilden die süße Ergänzung.

Foto: Messe Berlin

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