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Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima in der Chemie deutlich verschlechtert

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München 02.04.2026

– Das Geschäftsklima in der Chemischen Industrie hat sich im März deutlich verschlechtert. Der Branchenindikator des ifo Instituts fiel auf minus 25,0 Punkte, nach minus 16,7* Punkten im Februar. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage mit minus 31,9 Punkten erheblich schlechter als im Februar mit minus 21,2* Punkten. Auch die Erwartungen trübten sich deutlich ein und sanken von minus 12,1* auf minus 17,9 Punkte. „Die Folgen der Kriegshandlungen im Nahen Osten treffen die ohnehin angeschlagene Chemiebranche mit voller Wucht“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Die Chemische Industrie litt bereits vor dem Iran-Krieg unter einem ausgeprägten Auftragsmangel, der sich im März weiter verschärfte. Hinzu kommen nun die stark gestiegenen Kosten für Rohöl, Rohstoffe und Energie. Um den Kostendruck aufzufangen, planen die Unternehmen mit deutlich höheren Preisen. Gleichzeitig brachen die Beschäftigungserwartungen mit minus 32,1 Punkten auf ein historisches Tief ein. „Die Unternehmen können die schwierigen Rahmenbedingungen kaum beeinflussen; ihnen bleibt daher nur der Abbau von Arbeitsplätzen als Handlungsspielraum“, sagt Wolf.

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Wirtschaft

Deutsche Wirtschaftsinstitute warnen vor schweren Einbußen für die Weltwirtschaft

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Berlin 01.04.2026

– Wirtschaftsexperten von sieben wirtschaftswissenschaftlichen Instituten deutscher Universitäten befürchten, dass die iranische Blockade der Straße von Hormus die Energieknappheit in Industrie- und Entwicklungsländern massiv verschärfen wird. Sie warnten zudem, dass ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten ähnliche Folgen wie die COVID-19-Pandemie haben könnte.

Auf ihrer Konferenz am Mittwoch präsentierten die Experten ihre Prognosen für die deutsche und die Weltwirtschaft. Sie sagten voraus, dass Deutschland 2026 nach der aktuellen Stagnation kein signifikantes Wirtschaftswachstum mehr verzeichnen werde und rechneten mit einem Produktionsanstieg von lediglich 0,6 % gegenüber 2025. Für 2027 prognostizierten sie einen leichten Anstieg auf 0,9 %, eine moderate Verbesserung, die etwas Entlastung bringen und eine vorsichtige Entspannung der Wirtschaftslage ermöglichen würde.

Foto: © PWO

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Viele Eier aus Holland

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Wiesbaden 02.04.2026 

– Ob bemalt, gefärbt oder ausgeblasen – bunte Eier gehören an Ostern für viele dazu. Ein Teil der hiesigen Versorgung mit Hühnereiern wird durch Importe aus den Nachbarländern sichergestellt. Aus den Niederlanden stammten 3,7 Milliarden (68,7 %) der im Jahr 2025 importierten frischen Hühnereier, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Weitere wichtige Eier-Lieferanten waren Polen mit einem Anteil an den Eier-Einfuhren von 15,9 % (861 Millionen) und Belgien mit 3,5 % (190 Millionen).

Insgesamt wurden 5,4 Milliarden Eier im Jahr 2025 importiert. Demgegenüber standen Exporte von 1,2 Milliarden Eiern und eine heimische Produktion von 13,7 Milliarden Eiern. Die Zahl der importierten Eier ist zurückgegangen: Im Jahr 2025 wurden 3,8 % weniger Eier importiert als im Vorjahr (5,6 Milliarden). In den vergangenen zehn Jahren sank die Importmenge um 20,9 % (2015: 6,9 Milliarden Eier). Auch die Zahl der exportierten Eier ist gesunken: Im Jahr 2025 waren es 11,6 % weniger ausgeführte Eier als im Vorjahr (1,4 Milliarden) und 40,1 % weniger als im Jahr 2015 (2,1 Milliarden). Die inländische Eierproduktion hingegen ist in den vergangenen zehn Jahren um 16,4 % gestiegen (2015: 11,8 Milliarden).

Eier-Verbrauch pro Kopf gestiegen

Ob als Osterei, Backzutat oder Frühstücksei: Der Verbrauch von Eiern in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Der durchschnittliche Verbrauch lag im Jahr 2025 nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung(BLE) bei 252 Eiern pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Verbrauch um vier Eier pro Kopf. 2015 waren es 228 Eier pro Kopf.

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Wirtschaft

Tai Chi und Yoga in der COPD-Rehabilitation

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Berlin 02.04.2026  

Achtsamkeitsbasierte Körperübungen wie Tai Chi und Yoga können die Lungenfunktion und körperliche Leistungsfähigkeit bei Menschen mit COPD signifikant verbessern. Diese Übungen stellen somit eine mögliche nicht-medikamentöse Ergänzung in der Rehabilitation dar.


Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) stellt weltweit ein Gesundheitsproblem dar. Achtsamkeitsbasierte Körperübungen wie Tai Chi und Yoga werden zunehmend als nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Behandlung von COPD diskutiert. Eine aktuelle Metaanalyse hat nun den Einfluss dieser Körper-Geist-Übungen auf die Lungenfunktion und körperliche Leistungsfähigkeit bei Menschen mit stabiler COPD. Ziel war es, ihre Wirksamkeit innerhalb der Rehabilitation zu ermitteln.

Können Tai Chi und Yoga eine Rolle in der COPD-Rehabilitation spielen?

Ein systematischer Review in medizin-wissenschaftlichen Datenbanken identifizierte relevante randomisierte kontrollierte Studien bis April 2024. Primäre Endpunkte waren Messungen der Lungenfunktion (FEV1, FVC, FEV1/FVC, FEV1%) sowie die Ergebnisse des 6-Minuten-Gehtests.

Systematischer Review und Metaanalyse über 15 randomisierte, kontrollierte Studien

Insgesamt wurden 15 Studien mit 1 047 Studienteilnehmern in die Metaanalyse einbezogen. Die achtsamkeitsbasierten Körperübungen führten zu signifikanten Verbesserungen bei folgenden Messwerten der Lungenfunktion: FEV1 (Mittelwertdifferenz, MD: 0,87), FEV1/FVC (MD: 0,19), FEV1% (MD: 0,43) sowie beim 6-Minuten-Gehtest (MD: 1,21) im Vergleich zur Standardbehandlung. Die Ergebnisse wurden durch Sensitivitätsanalysen und Subgruppenanalysen bestätigt, was die Robustheit der Ergebnisse unterstreicht. Allerdings war eine gewisse Heterogenität zwischen den Studien vorhanden, berichteten die Autoren.

Signifikante Verbesserungen durch Körper-Geist-Übungen

Achtsamkeitsbasierte Körperübungen wie Tai Chi und Yoga können demnach die Lungenfunktion und die körperliche Leistungsfähigkeit bei stabiler COPD verbessern. Die Studienautoren halten eine Integration dieser Übungen in ganzheitliche Rehabilitationsprogramme deshalb für sinnvoll. Zukünftige Studien sollten den spezifischen Einfluss unterschiedlicher Übungstypen und -intensitäten weiter untersuchen.

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Wirtschaft

Unternehmen planen mit höheren Preisen

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München 30.03.2026

– Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen. Der ifo Indikator kletterte im März auf 25,3 Punkte, nach 20,3 Punkten im Februar. Das ist der höchste Wert seit März 2023. „Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die hohen Energiepreise dürften die Inflation in den kommenden Monaten erhöhen.“

Der jüngste Anstieg der Preiserwartungen steht laut Wohlrabe im Zusammenhang mit deutlich höheren Preisen für Rohöl, Gas und Strom infolge des Kriegs im Nahen Osten. Nachdem die Energiekomponente die Inflation zuletzt gedämpft hatte, zeichnet sich nun eine Umkehr ab. „Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter“, so Wohlrabe. „Über höhere Produktions- und Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen.“

Besonders stark fiel der Anstieg der Preiserwartungen in der Industrie aus: Dort legten sie von 13 auf 20 Punkte zu. Auch im Baugewerbe zogen sie deutlich an, von 10 auf 20,2 Punkte. Die konsumnahen Dienstleister erhöhten ihre Preiserwartungen kräftig von 25,1 auf 31,6 Punkte. Auch die unternehmensnahen Dienstleister (inklusive Großhandel) planen öfter mit steigenden Preisen; der Indikator stieg von 24,7 auf 27 Punkte. Die Ergebnisse zeigen, dass der Preisdruck über viele Branchen hinweg wieder zunimmt.

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung. 

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Zahl der Campingübernachtungen binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt

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Wiesbaden 30.03.2026

– Der Boom beim Camping setzt sich fort und hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. Mit fast 44,7 Millionen Gästeübernachtungen im Jahr 2025 haben so viele Menschen wie noch nie auf Campingplätzen in Deutschland übernachtet, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Start der Campingsaison mitteilt. Das waren 4,2 % mehr Campingübernachtungen als im Jahr 2024 (42,9 Millionen) und 24,9 % mehr als vor der Pandemie (2019: 35,8 Millionen).

Zahl der Campingübernachtungen binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt

Mit Ausnahme der von Reisebeschränkungen und Beherbergungsverboten geprägten Pandemiejahre 2020 und 2021 ist die Zahl der Campingübernachtungen in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen. Binnen 20 Jahren hat sie sich mehr als verdoppelt (+105,5 %): 2005 hatten Campingplätze hierzulande noch 21,7 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Zum Vergleich: Die Übernachtungszahlen über alle Beherbergungsbetriebe hinweg sind im selben Zeitraum um 44,6 % gestiegen.

Jede elfte Gästeübernachtung entfällt auf einen Campingplatz

Rund jede elfte (9,0 %) der insgesamt 497,4 Millionen Gästeübernachtungen im Jahr 2025 fand auf einem Campingplatz statt. Im Pandemiejahr 2020 war sogar jede neunte Übernachtung (11,2 %) auf Campingplätze entfallen, da die Übernachtungszahlen insgesamt damals deutlich stärker eingebrochen waren als die Zahl der Campingübernachtungen. Gegenüber 2024 (8,6 %) ist der Anteil der Campingübernachtungen 2025 wieder gestiegen und lag weiter über dem Vor-Corona-Niveau von 7,2 % im Jahr 2019.

Ostsee und Schwarzwald erneut meistbesuchte Reiseregionen zum Campen

Die meisten Camperinnen und Camper zog es auch 2025 an die schleswig-holsteinische Ostsee mit 3,5 Millionen Übernachtungen, darunter 3,4 Millionen von Gästen aus dem Inland. Dahinter folgten ebenfalls wie im Jahr zuvor der Schwarzwald (2,6 Millionen Übernachtungen), die niedersächsische Nordseeküste (2,0 Millionen) sowie das bayerische Allgäu (1,8 Millionen). Die Region Bodensee-Oberschwaben (1,7 Millionen) konnte ihren Platz in den Top 5 der meistbesuchten Reiseziele zum Campen zurückerobern und an der mecklenburgischen Ostseeküste (1,6 Millionen) sowie Vorpommern (1,5 Millionen) vorbeiziehen.

Grenznahe Regionen im Südwesten bei Campinggästen aus dem Ausland am beliebtesten

Campinggäste aus dem Ausland zieht es insbesondere in den Südwesten Deutschlands. Sie verbrachten 2025 erneut die meisten Nächte im Schwarzwald (735 000), gefolgt von den Regionen Mosel-Saar (369 000), der rheinland-pfälzischen Eifel (301 000), Bodensee-Oberschwaben (239 000) sowie dem bayerischen Allgäu (162 000).

Höchste Campingdichte in Seenlandschaften

Gemessen am Anteil der Übernachtungen auf Campingplätzen an den Übernachtungen über alle Beherbergungsbetriebe hinweg war das Fränkische Seenland 2025 erneut die Campinghochburg. Fast jeder zweite Gast (47,1 %) übernachtete dort auf Campingplätzen. Auch im Lausitzer Seenland (37,3 %), im Hegau am Bodensee (33,7 %), in der Holsteinischen Schweiz (31,1 %) sowie in der Region Haßberge in Franken (26,4 %) hatte Camping einen hohen Anteil an allen Übernachtungen. Bundesweit lag der Anteil 2025 im Schnitt bei 9,0 %.

2025 waren Wohnmobilstellplätze 32,2 % teurer als im Jahr 2020

Die Preise für Übernachtungen auf Campingplätzen sind in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als die Übernachtungspreise insgesamt. Im Jahr 2025 waren Übernachtungen auf einem Wohnmobilstellplatz 32,2 % teurer als im ersten Pandemiejahr 2020. Etwas moderater fiel der Preisanstieg bei der Campingplatzgebühr mit +28,7 % gegenüber dem Jahr 2020 aus. Zum Vergleich: Über alle Formen von Unterkünften hinweg haben sich Übernachtungen insgesamt im selben Zeitraum um 26,9 % verteuert, die Verbraucherpreise insgesamt stiegen um 21,9 % gegenüber 2020.

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Wirtschaft

Wirtschaft trägt mehr als zwei Drittel der Ausgaben für Forschung und Entwicklung

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Berlin, Wiesbaden 27.03.2026   

– Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland sind im Jahr 2024 um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 137,1 Milliarden Euro gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach bei 3,17 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995 (2023: 3,13 %). Deutschland hat damit das Ziel der EU-Wachstumsstrategie „Europa 2020“, mindestens 3 % des BIP für Forschung und Entwicklung aufzuwenden, im Jahr 2024 erneut übertroffen. Das nationale Ziel, wonach die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bis 2025 auf 3,5 % des BIP steigen sollen, wurde dagegen noch nicht erreicht. In die Zahlen fließen alle Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft, an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen ein.

Einen bedeutsamen Ausgabenzuwachs im Bereich Forschung und Entwicklung von 2,3 % gegenüber dem Vorjahr auf 92,5 Milliarden Euro verzeichneten im Jahr 2024 die Unternehmen. Damit bestritt die Wirtschaft weiterhin mehr als zwei Drittel der Gesamtausgaben in diesem Bereich. Die Ausgaben der Hochschulen stiegen um 4,7 % auf 24,1 Milliarden Euro. Außeruniversitäre Einrichtungen für Forschung und Entwicklung, zu denen öffentliche und überwiegend öffentlich geförderte Forschungseinrichtungen zählen, wendeten 20,4 Milliarden Euro auf. Das war eine überdurchschnittliche Zunahme von 10,1 %.

Naturwissenschaften und Mathematik führend bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung in außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Im Jahr 2024 entfiel ein Großteil (39,9 %) der Ausgaben für Forschung und Entwicklung der außeruniversitären Einrichtungen auf Institutionen, die im Wissenschaftszweig Naturwissenschaften und Mathematik aktiv sind. Hier stiegen die Ausgaben im Vorjahresvergleich um 22,8 % auf 8,2 Milliarden Euro. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die Wissenschaftsgebiete Physik und Astronomie mit Ausgaben von insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Dieses Plus von 46,2 % im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf hohe Investitionen bei einer Großforschungseinrichtung zurückzuführen.

Bund und Länder investieren weiterhin hohe Summen in Einrichtungen für Forschung und Entwicklung

Mit einem Zuwachs von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr auf 14,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 nahmen die etwa 300 gemeinsam von Bund und Ländern geförderten Einrichtungen ohne Erwerbszweck, wie etwa die Institute der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft, bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung den Spitzenplatz ein. Die übrigen außeruniversitären Forschungseinrichtungen wendeten im gleichen Zeitraum zusammen 6,0 Milliarden Euro (+26,0 %) für Forschung und Entwicklung auf. Den prozentual stärksten Zuwachs erzielten dabei mit +54,9 % zum Vorjahr die sonstigen öffentlich geförderten Organisationen ohne Erwerbszweck, zu denen auch die bereits erwähnte Großforschungseinrichtung gehört.

Leichte Personalzuwächse in außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Die Personalsituation in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen verbesserte sich auch im Jahr 2024. Diese Entwicklung folgt einem langjährigen Trend, der sowohl das wissenschaftliche Personal als auch die Beschäftigten insgesamt im Bereich der Forschung und Entwicklung betrifft. So nahm die Zahl der auf die volle Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten für Forschung und Entwicklung (Vollzeitäquivalente) beim wissenschaftlichen Personal um 2,1 % auf 67 200 Personen zu. Bei dem weiblichen Forschungspersonal mit wissenschaftlichen Aufgaben war der Anstieg mit +4,1 % ausgeprägter als bei den männlichen Beschäftigten (+0,9 %).

Mit einem Anteil der Frauen von 36,7 % an allen wissenschaftlichen Beschäftigten konnte beim wissenschaftlichen Personal im Jahr 2024 erneut keine Geschlechterparität erreicht werden, wenngleich der Frauenanteil gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte stieg (2023: 36,0 %). Etwas günstiger stellte sich die Situation beim insgesamt in der Forschung und Entwicklung tätigen Personal dar: Hier lag der Frauenanteil im Jahr 2024 bei 42,2 % (2023: 41,9 %).

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Wirtschaft

ifo Institut: Stellenabbau verlangsamt sich leicht

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München 27.03.2026

– Der Stellenabbau deutscher Unternehmen hat sich im März etwas verlangsamt. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im März auf 93,4 Punkte, nach 93,1 Punkten im Februar. „Die Unternehmen planen zwar etwas seltener, Stellen zu streichen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Es ist aber noch zu früh, um von einer echten Trendwende zu sprechen.“ 
 
In der Industrie bleibt der Personalabbau weiter ein zentrales Thema. Nahezu alle Branchen planen, Stellen zu streichen, aber etwas weniger ausgeprägt als zuletzt. „Der strukturelle Anpassungsprozess in der Industrie hält an“, sagt Wohlrabe. Bei den Dienstleistern hat sich das Barometer etwas erholt. Die Pläne zu Entlassungen und Einstellungen halten sich in etwa die Waage. Auch im Baugewerbe planen die Unternehmen, ihre Mitarbeiterzahl weitgehend konstant zu halten. Der Handel will wieder mehr Personal abbauen. „Die aktuelle geopolitische Lage bleibt ein Unsicherheitsfaktor“, sagt Wohlrabe. „Sollten sich die Rahmenbedingungen weiter eintrüben, könnte das auch den Arbeitsmarkt wieder stärker belasten.“ 

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Politik

Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Umwelt

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Berlin 26.03.2026

– Wirtschafts- und Technologieministerin Katharina Reiche und Umweltminister Karsten Schneider kündigten eine Zusammenarbeit ihrer Ministerien an, um die Industrie bei der Sicherung qualifizierter Industrie- und Umwelttechnologien zu unterstützen. Sie erklärten außerdem ihre Absicht, die Belastung für Industrieunternehmen durch Reformen der Steuerinfrastruktur zu verringern und gemeinsam mit dem Finanzministerium finanzielle Entlastungen für Industrieunternehmen zu erarbeiten.

Foto: © PWO

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Wirtschaft

ifo Institut: Exporterwartungen gefallen

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München 26.03.2026

– Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen sanken im März auf minus 0,9 Punkte, nach plus 2,7 Punkten im Februar. „Der Krieg im Iran hat die Unsicherheit unter den Exporteuren merklich erhöht“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Viele Unternehmen befürchten eine sinkende Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten.“ 
 
Einen deutlichen Schub bei den Exporten erwarten dagegen die Automobilhersteller; der Indikator stieg auf den höchsten Wert seit Juni 2020. Auch die Möbel- und die Elektronikbranche sowie die Getränkeindustrie rechnen mit steigenden Auslandsumsätzen. Im Maschinenbau zeichnet sich derzeit wenig Dynamik ab, ebenso in der Metallerzeugung und -bearbeitung. Mit rückläufigen Ausfuhren rechnen weiterhin das Papiergewerbe, die Druckindustrie sowie die chemische Industrie. „Wie sich die Exportentwicklung in den kommenden Monaten gestaltet, hängt stark vom weiteren Verlauf des Konflikts ab“, sagt Wohlrabe.

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Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima in Bayern nähert sich dem gesamtdeutschen Niveau

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München 23.03.2026

– Die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft hat sich seit Jahresanfang verbessert. Demnach ist der ifo Geschäftsklimaindex für Bayern im Februar gestiegen auf minus 6,6 Punkte, nach minus 9,9 Punkten im Januar. „Die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft hinkte der gesamtdeutschen etwa zwei Jahre lang hinterher. Inzwischen liegt sie jedoch nahezu auf dem Niveau des bundesdeutschen Durchschnitts“, sagt ifo-Forscherin Daria Schaller.

Im Oktober 2024 lag das bayerische Geschäftsklima mit 9,8 Punkten Differenz am deutlichsten unter dem gesamtdeutschen. Bis Februar 2026 erholte sich das Geschäftsklima im Freistaat jedoch spürbar, während die gesamtdeutsche Stimmung im selben Zeitraum weitgehend stagnierte. Die Differenz schrumpfte in der Folge auf 0,2 Punkte. Die Erholung des Geschäftsklimas in Bayern geht vor allem auf eine weniger pessimistische Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe zurück. „Insbesondere fehlende Aufträge in der Automobilindustrie und bei der Herstellung elektrischer Ausrüstungen drückten lange Zeit auf die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft. Inzwischen ist dort eine Erholung zu beobachten“, sagt Schaller. 

Auch im Dienstleistungssektor kletterte das bayerische Geschäftsklima auf das gesamtdeutsche Niveau. Treiber waren vor allem die Bereiche Verkehr und Lagerhaltung. Im Handel, insbesondere im Einzelhandel mit Textilien und Möbeln, bewerten die bayerischen Unternehmen ihre Lage und Erwartungen zuletzt sogar besser als der deutsche Durchschnitt. Das regionale Geschäftsklima im bayerischen Bauhauptgewerbe liegt hingegen seit Juli 2020 durchweg unter dem deutschen Durchschnitt. Maßgeblich für die schlechtere Stimmung waren insbesondere der öffentliche und gewerbliche Hochbau sowie der Straßenbau. „Angesichts der weltpolitischen Ereignisse und den damit immer unklareren Rahmenbedingungen ist eine weitere Erholung keineswegs sicher“, sagt Schaller.

Während die deutsche Wirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt stagnierte oder nur minimal wuchs, stand der traditionell international stark verflochtene Industriestandort Bayern besonders unter dem Einfluss der Krisen in der Welt und der globalen Nachfrageschwäche. Die bayerische Industrieproduktion verzeichnete einen deutlichen Rückgang, da Schlüsselbranchen wie der Automobilbau und der Maschinenbau durch hohe Energiekosten, US-Zölle und die schwächelnde Weltkonjunktur unter Druck gerieten.

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Berlin

Earth Hour 2026: Berlins Hotels schalten eine Stunde Licht aus

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Berlin 25.03.2026 

– Wenn am Sonnabend, den 28. März, zur „Earth Hour“ weltweit das Licht ausgeschaltet wird, beteiligen sich auch zahlreiche visitBerlin Partnerhotels an der bekannten Aktion des WWF. Zwischen 20:30 und 21:30 Uhr schalten sie symbolisch das Licht aus oder reduzieren die Beleuchtung in Lobbys, Bars und weiteren öffentlichen Bereichen ihrer Häuser. Von Drei-Sterne-Hotels bis zur gehobenen Hotellerie machen die Hotels damit auf den Klimaschutz aufmerksam und ihr Engagement im Umgang mit Energie sichtbar.

Am Brandenburger Tor findet die zentrale Aktion zur „Earth Hour“ in Berlin statt. Um 20:30 Uhr werden auch hier die Lichter ausgeschaltet. Das Rote Rathaus, Schloss Britz sowie die Rathäuser in Neukölln, Köpenick und Treptow beteiligen sich ebenso.

„Die Earth Hour macht sichtbar, dass sich viele Hotels in Berlin mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzen“, sagt Conny Doß, Sprecherin der beteiligten Partnerhotels. „Neben dem symbolischen Charakter steht vor allem die Sensibilisierung von Gästen und Mitarbeitenden in den Hotels im Mittelpunkt.“

Auch visitBerlin begrüßt die Aktion: „Ich freue mich über das Engagement unserer Partnerhotels zur Earth Hour. Die Aktion setzt ein wichtiges Zeichen und trägt dazu bei, Aufmerksamkeit für die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu schaffen. Gerade die Tourismusbranche ist auf intakte Lebensräume angewiesen – umso wichtiger ist es, das Thema immer wieder sichtbar zu machen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Zusammen mit unseren Partnern in der Stadt arbeiten wir an zahlreichen Projekten, um eine nachhaltige Entwicklung weiter voranzubringen und den Berlin-Tourismus zukunftsfähig aufzustellen“, sagt visitBerlins Geschäftsführerin Sabine Wendt.

„Earth Hour“-Aktionen in den Berliner Hotels
Die teilnehmenden Hotels setzen die „Earth Hour“ unterschiedlich um: So reduzieren Häuser wie das The Ritz-Carlton, Berlin, Hotel Berlin, Berlin und das Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz die Beleuchtung, informieren ihre Gäste über die Aktion und laden sie ein, sich auch in den Zimmern zu beteiligen. Im Scandic Hotel Potsdamer Platz und im Park Plaza Berlin setzen spezielle „Earth Hour“-Drinks und Cocktails an den Bars zusätzliche Akzente. Das MOA Berlin schafft mit gedimmtem Licht im Restaurant und einem vollständig ausgeschalteten Atrium eine besondere Atmosphäre, begleitet von einem eigens kreierten „Earth Hour“-Drink an der Bar.

Das Hotel Oderberger inszeniert die Aktion mit LED-Kerzen sowie reduzierter Beleuchtung und verbindet dies mit langfristigem Engagement: Mit der Aktion „Hotels for Trees“ wird pro Zimmerbuchung ein Baum gepflanzt. Das Hostel Three Little Pigs zeigt mit einer stromfreien „Unplugged“-Lounge, wie sich ein Aufenthalt bewusst ohne Strom gestalten lässt, etwa bei gemeinsamen Brettspielen.

Engagement über die „Earth Hour“ hinaus
Viele der beteiligten Häuser arbeiten kontinuierlich daran, ihren Energie- und Ressourcenverbrauch zu senken, etwa durch effizientere Beleuchtung, angepasste Betriebsabläufe oder veränderte Angebote im Gastronomiebereich. In der Arbeitsgemeinschaft „Green Pillow“ bündeln Hotels entsprechende Maßnahmen und tauschen sich aus. Darüber hinaus beteiligen sich einige Häuser an Initiativen wie am Zertifizierungssystem Sustainable Berlin, dem Clean-up-Day oder Projekten im Bereich erneuerbare Energien. Über visitBerlins E-Learning-Plattform TourismusHub bildet sich die Branche u.a. im Bereich Klimaschutz weiter. Damit zeigt die Berliner Hotellerie, wie sich Klimaschutz zunehmend im Betriebsalltag verankert.

Foto: © PWO

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Europa

Industriebeschleunigungsgesetz

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Berlin 23.03.2026

Ist das mehr Motor oder doch wieder Bremse?

Mit dem am 4. März vorgestellten Industriebeschleunigungsgesetz („Industrial Accelerator Act“, IAA) möchte die EU-Kommission die industrielle Wertschöpfung in Europa stärken und den Anteil der verarbeitenden Industrie bis 2035 auf mindestens 20 Prozent steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Nachfrage nach CO2-armen, in Europa hergestellten Industrieprodukten und Netto-Null-Technologien angekurbelt werden – etwa durch Vorgaben für öffentliche Aufträge und Förderungen. Gleichzeitig sollen ausländische Investitionen in Europa, die 100 Millionen Euro übersteigen, an Prüf- und Joint-Venture-Regeln geknüpft werden. Das soll dann gelten, wenn diese Investitionen aus Staaten stammen, die über mehr als 40 Prozent der weltweiten Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge, Batterien, Solaranlagen oder kritische Rohstoffe verfügen. Diese geplanten EU-Vorgaben klingen angesichts protektionistischer Wettbewerber auf den Weltmärkten auf den ersten Blick verständlich. Sie werfen allerdings grundlegende Fragen auf: Kann ein langfristiger Wachstumsschub über diese Vorhaben erzielt werden? Und was rechtfertigt Eingriffe in die unternehmerische Freiheit?

Lichtblick: schnellere Genehmigungsverfahren 

Positiv zu bewerten ist der Ansatz, Genehmigungsverfahren für Industrieprojekte zu beschleunigen. Allerdings sollen manche der Erleichterungen nur für energieintensive Branchen gelten. Der positive Effekt wäre größer, wenn alle Unternehmen weniger Zeit und Ressourcen in solche Prozesse stecken müssten. Auch die Idee, in den Mitgliedsländern für bestimmte Industrien Zonen festzulegen, innerhalb derer die Genehmigungsverfahren weniger aufwendig sein sollen, könnte zur Beschleunigung beitragen. Noch effektiver wäre es jedoch, entsprechende Verfahrenserleichterungen für die Breite der Wirtschaft zugänglich zu machen und gleichzeitig das gesamte regulatorische Umfeld zu entschlacken.

Schattenseiten: Kosten, Bürokratie und Handelskonflikte 

Die von der Kommission geplante Einführung von Mindestanforderungen an EU-Wertschöpfung sowie Klimafreundlichkeit bei der öffentlichen Beschaffung und der Förderung ausgewählter Sektoren gibt es nicht zum Nulltarif. Zusätzliche Auflagen, bürokratische Ursprungsnachweise und potenzielle Gegenreaktionen von Handelspartnern belasten vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Eine aktuelle DIHK-Umfrage zeigt, dass drei von vier Betrieben mit spürbaren Auswirkungen der „Buy European“-Maßnahmen auf ihr Geschäft rechnen. Die größte Sorge ist dabei die zusätzliche Bürokratie: Mehr als die Hälfte der Befragten erwarten mehr Aufwand durch Herkunftsnachweise, 43 Prozent gehen von höheren Produktionskosten aus, und 36 Prozent befürchten Gegenreaktionen von Handelspartnern sowie einen erschwerten Zugang zu wichtigen Drittlandmärkten. Wer Europa stärken will, darf wichtige Partner nicht vor den Kopf stoßen.

Wirtschaft frühzeitig einbinden 

Der IAA wird demnächst von den EU-Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament diskutiert. Hier sollte die Wirtschaft in die Entscheidungsfindungen einbezogen werden, um die Eingriffe in die unternehmerische Freiheit so gering wie möglich zu halten. Umfassende Folgenabschätzungen mit Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen sowie eine Konsultation der Breite der Wirtschaft sind unerlässlich. Dabei sollte das Hauptaugenmerk darauf liegen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern, Bürokratie abzubauen und Investitionen zu erleichtern – statt sie durch neue Hürden zu bremsen.

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Wirtschaft

ifo Institut: Berufseinsteiger mit moderner Berufsausbildung verdienen mehr

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München 19.03.2026

– Durch modernisierte, an den technischen Fortschritt angepasste Ausbildungen, verdienen Berufseinsteiger im Schnitt 3,3 Prozent mehr. Dies zeigt eine neue Studie des ifo Instituts zum Einfluss des technologischen Wandels auf die Berufsausbildung in Deutschland. Wenn Berufsausbildungen an den technischen Fortschritt angepasst wurden, führt dies zudem zu Lohneinbußen bei älteren Fachkräften (55 bis 65 Jahre) von bis zu 10 Prozent. „Berufe haben sich durch den technologischen Fortschritt grundlegend verändert. Nicht nur der Abschluss an sich, sondern die im Ausbildungsplan vermittelten Inhalte sind entscheidend“, sagt ifo-Forscherin Cäcilia vom Baur. 
 
Die modernisierten Ausbildungspläne setzten dabei vor allem auf die Vermittlung neuer Fähigkeiten bei Auszubildenden, die Nicht-Routinearbeiten erfordern. „Gerade bei Berufen, die stark vom technologischen Wandel betroffen sind, wurden die Ausbildungsinhalte zwar deutlich häufiger modernisiert, dennoch bleibt der technische Fortschritt in vielen Ausbildungsplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt“, sagt vom Baur.  
 
Laut Studie blieben etwa 40 Prozent der Ausbildungspläne von Berufen, die in hohem Maße vom technologischen Wandel betroffen sind, auch nach 15 Jahren unverändert. Bei Berufen mit geringer Technologiebetroffenheit sind es sogar rund 70 Prozent. „Auf den technischen Stand abgestimmte Ausbildungsverordnungen können die Löhne für neue Fachkräfte deutlich verbessern. Gleichzeitig wird die Weiterbildung von älteren Fachkräften immer relevanter, damit diese von dem technischen Wandel nicht abgehängt werden“, sagt vom Baur. 
 
Die Studie umfasst einen Datensatz von 756 staatlich anerkannten Berufsausbildungen. Die Forschenden verknüpften den Datensatz mit der Entwicklung der US-Patente, die als Indikator für technologischen Fortschritt gelten. Um zu messen, wie stark Ausbildungsberufe von neuen Technologien betroffen sind, vergleicht die Studie die Texte der Ausbildungsverordnungen mit Patenttexte

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Politik

Kooperation zwischen Wirtschaft und Rüstungsindustrie

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Berlin 19.03.2026

– Wirtschaftsministerin Katarina Reiche, Verteidigungsminister Boris Pistorius und der Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Industrie,(BDI) Peter Leibinger, gaben nach ihrem Treffen eine enge Zusammenarbeit bekannt. Diese Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Herstellung von Rüstungsgütern, die zu den Verteidigungseinnahmen beitragen, und auf die Entwicklung deutscher Industrietechnologien.

Verteidigungsminister Pistorius erklärte, die Notwendigkeit der Entwicklung von Rüstungsgütern sei dringlich geworden, da der russische Krieg gegen die Ukraine den Europäern das Gefühl gebe, ihre Freiheit sei bedroht. Er fügte hinzu, dass auch das ukrainische Verteidigungsministerium in die Zusammenarbeit einbezogen werde.

Bezüglich der Forderung von US-Präsident Donald Trump, europäische und andere Länder sollten die Straße von Hormus verteidigen, erklärte der Verteidigungsminister, die Europäer und andere wollten den Krieg auf politischem Wege beenden, und Trumps Forderung sei eine Blamage für die NATO-Mitgliedstaaten.

BDI Chef  Leibinger bekräftigte seinerseits die Bereitschaft der Rüstungsindustrie, ihre Produktion zu steigern, um die Verteidigung und die Wirtschaft zu unterstützen.

Foto: © PWO

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Wirtschaft

Weiterhin große Unterschiede zwischen den Branchen

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Wiesbaden 20.03.2026 

– Knapp die Hälfte (49 %) aller Beschäftigten in Deutschland waren
im Jahr 2025 in einem tarifgebundenen Betrieb beschäftigt. Damit blieb die
Tarifbindung im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Die Tarifbindung weist
hierbei den Anteil der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben an allen
Beschäftigten aus. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt,
bestanden auch 2025 deutliche Unterschiede zwischen den Branchen: Die höchste
Tarifbindung gab es im Wirtschaftsabschnitt „Öffentliche Verwaltung,
Verteidigung; Sozialversicherung“ mit 100 %. Es folgten die Abschnitte
„Energieversorgung“ (84 %), „Erziehung und Unterricht“ (79 %) und „Finanz- und
Versicherungsdienstleistungen (68 %)“.

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