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Welt

Erderwärmung seit 2015 deutlich beschleunigt

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Potsdam 09.03.2026

– Die globale Erwärmung hat sich seit 2015 deutlich beschleunigt.

 Das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das Forschungsteam berücksichtigt in der Untersuchung bekannte natürliche Einflüsse auf die globale Temperatur und weist die Beschleunigung des Erwärmungstrends erstmals statistisch signifikant nach.

Die ermittelte Erwärmungsrate lag in den vergangenen zehn Jahren je nach Datensatz um rund 0,35°C  pro Jahrzehnt, verglichen mit knapp 0,2°C pro Jahrzehnt im Durchschnitt der Jahre 1970 bis 2015. Damit ist das jüngste Erwärmungstempo höher als in jedem vorherigen Jahrzehnt seit Beginn der Messungen im Jahr 1880.

 „Wir können nun erstmals eine starke und statistisch signifikante Beschleunigung der Erderwärmung nach 2015 belegen,“ sagt Grant Foster, ein US-Statistikexperte und Co-Autor der Studie, die in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht wurde. „Entscheidend ist, dass wir aus den Messdaten bekannte, natürliche Schwankungen herausrechnen, sodass das zufällige ‚Rauschen‘ geringer wird und daher das langfristige Erwärmungssignal klarer hervortritt.“

Kurzfristige natürliche Schwankungen der globalen Temperatur, verursacht durch El Niño, Vulkanausbrüche und solare Zyklen, können Veränderungen der langfristigen Erwärmungsrate überlagern. In der Datenanalyse, die auf Messdaten basiert, arbeitet das Forschungsteam mit fünf großen etablierten, globalen Temperaturdatensätzen (NASA, NOAA, HadCRUT, Berkeley Earth, ERA5). „Die bereinigten Daten zeigen eine Beschleunigung der Erderwärmung seit 2015 mit einer statistischen Sicherheit von über 98 Prozent, konsistent in allen untersuchten Datensätzen und unabhängig von der gewählten Auswertungsmethode,“ erklärt Stefan Rahmstorf, PIK-Forscher und Leitautor der Studie.  

Ursachen nicht untersucht

Die extrem warmen Jahre 2023 und 2024 werden nach der Korrektur für El Niño und das Sonnenmaximum kühler, bleiben aber die beiden wärmsten seit Beginn der Messungen. In allen Datensätzen setzt bereits ab 2013 oder 2014 die Beschleunigung ein. Um zu überprüfen, ob sich die Erwärmungsrate seit den 1970er Jahren verändert hat, nutzte das Forschungsteam zwei statistische Ansätze: eine quadratische Trendanalyse und ein stückweise lineares Modell, das statistisch objektiv ermittelt, wann sich die Erwärmungsrate verändert.

Die Studie hat nicht die konkreten Ursachen der beobachteten Beschleunigung untersucht. Klimamodelle zeigen jedoch, dass eine zunehmende Erwärmungsrate grundsätzlich im Rahmen der aktuellen Klimamodellierungen liegt, so das Autorenteam. 

„Setzt sich die Erwärmungsrate der vergangenen zehn Jahre fort, würde das zu einem langfristigen Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze des Pariser Abkommens vor dem Jahr 2030 führen,“ sagt Stefan Rahmstorf. „Wie schnell sich die Erde weiter erwärmt, hängt letztlich davon ab, wie rasch wir die globalen CO₂-Emissionen aus fossilen Energien auf null reduzieren.“

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Politik

Wenn Politik den Krieg mit Religion tarnt

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Berlin 08.03.2026

Es ist nicht neu, dass Kriege nach einer Erzählung suchen, um sie in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

Gefährlicher ist es jedoch, wenn diese Erzählung religiös gekleidet wird, wodurch ein politischer Konflikt in einen Heiligen Krieg verwandelt wird und eine rationale Diskussion über Interessen und Folgen einem Mobilisierungsdiskurs auf der Grundlage von Glauben und Vorurteilen untergeordnet wird.

In einem kürzlich von Al Jazeera und Phoenix, einem mit dem ersten und zweiten deutschen Fernsehsender verbundenen Netzwerk, veröffentlichten Bericht wurde die Frage aufgeworfen: Warum greifen einige führende Politiker in den Vereinigten Staaten und Israel auf religiöse Terminologie zurück, wenn sie über den andauernden Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel sprechen? Und warum werden Ausdrücke wie „Armageddon“ oder „die letzte Schlacht“ im Kontext eines Krieges verwendet, der im Kern ein Kampf um Einfluss, Interessen und Strategien ist?

Besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang sind Berichte, in denen ein Offizier zitiert wird, der behauptet, sein Kommandeur habe seiner Einheit mitgeteilt, US-Präsident Donald Trump sei von Jesus Christus beauftragt worden, einen Konflikt im Iran zu entfachen – als Vorbote der Schlacht von Harmagedon und der Wiederkunft Christi auf Erden. Auch wenn die Meinungen über die Richtigkeit und den Kontext dieser Aussage auseinandergehen mögen, verdeutlicht allein die Verbreitung solcher Äußerungen die Gefahr, theologische Narrative in den militärischen und politischen Bereich einzuführen.

Kriege sind im Kern keine religiösen Auseinandersetzungen, sondern Konflikte um Macht, Interessen und Einflussverhältnisse. Werden sie jedoch in einem religiösen Kontext präsentiert, verwandeln sich Konflikte von lösbaren Streitigkeiten in existenzielle Konfrontationen, in denen Kompromisse oder ein Mittelweg praktisch unmöglich werden.

Eines der auffälligsten Paradoxien unserer heutigen Realität ist, dass religiöser Diskurs nicht nur dazu dient, Kriegsbefürworter zu mobilisieren, sondern auch beeinflusst, wie Menschen mit den Opfern des Krieges mitfühlen. Viele Menschen sympathisieren beispielsweise nicht mit dem Iran angesichts von Angriffen, nicht unbedingt aufgrund einer bewussten politischen Haltung, sondern weil der Iran in der öffentlichen Wahrnehmung als schiitischer Staat gilt.

Hier durchdringt und verzerrt die konfessionelle Spaltung die moralische Beurteilung von Ereignissen.

Der ethische Maßstab in der internationalen Politik sollte jedoch nicht auf konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeit beruhen, sondern auf einem einfacheren und klareren Prinzip: der Ablehnung von Aggression, unabhängig von ihrer Ursache, und der Ablehnung der Umwandlung politischer Konflikte in ideologische Kriege.

Wenn Konfessionalismus zum Kriterium für Empathie wird, verliert man die Fähigkeit, Tragödien mit menschlichen Augen zu sehen.

Die Geschichte lehrt uns, dass die gefährlichsten Kriege nicht jene sind, die allein mit Waffen geführt werden, sondern jene, die von Narrativen angeheizt werden. Eine heilige Ideologie lässt Kompromisse wie Verrat erscheinen und Krieg als unausweichliches Schicksal. Wenn Politik zum Dogma wird, ist der Frieden das erste Opfer.

In einer so turbulenten Welt wie der unseren besteht die größte Herausforderung vielleicht nicht nur darin, Kriege zu verhindern, sondern auch darin, ihre Umwandlung in religiöse Mythen zu verhindern, die die Vernunft zum Schweigen bringen.

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Politik

Hat der Dritte Weltkrieg begonnen?

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Berlin 08.03.2026

Vor sieben Tagen erfuhr die Welt, dass US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschlossen hatten, einen neuen Krieg im Nahen Osten zu beginnen. Noch bevor die Menschen das Bild eines Angriffs der USA und Israels auf den Iran verarbeiten konnten, hatte sich die Stimmung verdüstert und die globalen Spannungen hatten sich deutlich verschärft.

Mit dieser Einleitung eröffnete der Militärhistoriker Guy Walters einen Artikel im Independent. Er erklärte, dass die Parallelen zwischen den Ereignissen der letzten sieben Tage und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 unübersehbar seien.

Der Autor beschreibt die rasanten Veränderungen, die die Welt innerhalb nur einer Woche erlebt hat, als sich die öffentliche Aufmerksamkeit von den üblichen innenpolitischen Angelegenheiten hin zu der realen Angst vor einem größeren Krieg im Nahen Osten verlagerte, der sich möglicherweise zu einem globalen Konflikt ausweiten könnte.

Der Autor weist darauf hin, dass sich mit dem Beginn des Angriffsaustauschs zwischen den Vereinigten Staaten und Israel einerseits und dem Iran andererseits die Spannungen deutlich verschärften und sich die Auswirkungen des Konflikts auf die Weltwirtschaft ausdehnten, insbesondere durch die Unterbrechung der Öl- und Gastransportwege und die Zerstörung von Energieanlagen im Golf.

Raketenstarts, Drohnenangriffe und die Evakuierung von Ausländern aus einigen Ländern der Region dauern an, und die Sicherheitslage hat sich in westlichen Ländern wie Großbritannien aufgrund der Angst vor terroristischen Vergeltungsangriffen verschärft.

Angesichts dieser rasanten Eskalation diskutieren Militäranalysten offen die Möglichkeit, dass ein regionaler Krieg leicht zu einem Konflikt zwischen Großmächten eskalieren könnte. Die Warnungen vor einem unmittelbar bevorstehenden oder – noch beunruhigender – bereits begonnenen dritten Weltkrieg mehren sich.

Der Autor argumentiert, dass die Gefahr der Situation nicht in einer einzelnen Krise liegt, sondern im gleichzeitigen Zusammentreffen mehrerer globaler Brennpunkte wie dem russischen Krieg in der Ukraine, den Spannungen zwischen China und Taiwan, dem Konflikt zwischen Israel und Iran sowie der nuklearen Rivalität zwischen Indien und Pakistan.

Diese Verflechtung von Krisen erinnert Historiker an die Atmosphäre vor dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1914, als ein einzelnes Ereignis eine Reihe von Allianzen und Konflikten auslöste, die rasch zu einem globalen Krieg eskalierten. Der Artikel lenkt die Aufmerksamkeit auf die Rolle politischer Führer bei der Anheizung der Spannungen und stellt fest, dass einige der harten Aussagen und Reden von US-amerikanischen und israelischen Führern eher eine Tendenz zur Eskalation als zur Deeskalation widerspiegeln, wobei es an einer klaren strategischen Vision für das Ende des Konflikts mangelt.

Was die Situation laut dem Historiker noch besorgniserregender macht, ist, dass im Zentrum dieses Tumults politische Führer stehen, deren Instinkt eher zur Eskalation als zur Zurückhaltung tendiert. Wir haben erlebt, wie amerikanische Politiker die Krise in einer Sprache kommentierten, die an eine Schlägerei auf dem Schulhof erinnert: „Wir haben gerade erst angefangen“,

 „Das wird kein fairer Kampf.“ Der Autor argumentiert, dass Präsident Trump die Aufgabe mit einer bekannten Mischung aus Impulsivität und Unberechenbarkeit angegangen sei.

 Neben Trump steht Netanjahu, dessen Reaktion auf regionale Bedrohungen zunehmend auf aggressiven und präventiven Militärschlägen beruht. Laut dem Historiker hat er sich das Image eines „Falken“ geschaffen, der bereit ist, zuerst zuzuschlagen und später Fragen zu stellen. 

In diesem Zusammenhang weist der Historiker darauf hin, dass die Verbreitung moderner Waffen wie kostengünstiger Drohnen, Langstreckenraketen und Hyperschallwaffen Kriege gefährlicher und unkontrollierbarer gemacht hat, da die Fähigkeit anzugreifen einfacher geworden ist als die Fähigkeit zu verteidigen. Der Autor schließt mit der Feststellung, dass die Welt einen hochsensiblen historischen Moment erlebt, in dem militärische und politische Krisen in mehreren Regionen gleichzeitig zusammenlaufen und die internationale Ordnung fragiler denn je machen. Obwohl der 

Ausbruch eines dritten Weltkriegs nicht sicher ist, hat die rasante Eskalation der Ereignisse ein weit verbreitetes Gefühl erzeugt, dass die Welt jeden Moment am Rande eines Flächenbrands steht und dass die Möglichkeit eines solchen Krieges durchaus gegeben ist. Die Gefahr plötzlicher und gefährlicher Entwicklungen ist nicht mehr fern.

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Politik

Kanzler Merz zur Lage im Nahen Osten

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Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich zur sich zuspitzenden militärischen Lage im Nahen Osten und teilte seine Besorgnis mit Israel und der US-Regierung über die Gefahren der fortgesetzten Urananreicherung durch den Iran.

Merz sagte dies am Freitag, dem 6. März, vor Journalisten in Berlin:

Wir teilen die Ziele der Vereinigten Staaten und Israels, die das iranische Nuklear- und Raketenprogramm, Teherans Bedrohung Israels, seine Unterstützung von Terrorismus und Proxies betreffen. Das iranische Volk hat das Recht, frei über sein Schicksal zu entscheiden.

Mit zunehmender Dauer und Ausweitung der Kampfhandlungen sehen wir aber auch wachsende Risiken. Diese betreffen die Sicherheit Israels und unserer Partner in der Region, insbesondere am Golf. Sie betreffen auch die Staatlichkeit und territoriale Integrität Irans. Ein endloser Krieg ist nicht in unserem Interesse.

Gleiches gilt für einen Zusammenbruch iranischer Staatlichkeit oder auf iranischem Boden ausgetragene Stellvertreterkonflikte. Solche Szenarien könnten weitreichende Folgen für Europa haben, unter anderem für Sicherheit, Energieversorgung und Migration.

Deshalb arbeiten wir mit unseren Partnern daran, eine gemeinsame Perspektive zu einer Beendigung der Kampfhandlungen zu formulieren und zu ihrer Umsetzung beizutragen. Diese Überlegungen sind im Fluss. 

Sie orientieren sich zunächst an folgenden Parametern:

Leitbild muss eine regionale Friedensordnung sein, die Sicherheit und Existenz aller Staaten einschließlich Israels und der Golfstaaten gewährleistet. Der regionale Konflikt muss beendet werden. Ein politischer Prozess des Dialogs und der Vertrauensbildung in der Region muss nach Ende der Kampfhandlungen beginnen. Das militärische Nuklearprogramm sowie das ballistische Raketenprogramm Irans müssen überprüfbar beendet werden. Es muss sichergestellt werden, dass Nuklearmaterial aus Iran nicht an nicht-staatliche Akteure oder Drittstaaten gelangt. Iran muss die Unterstützung von Terror-Netzen und Proxies einstellen.

Die territoriale Integrität des Iran muss gewahrt bleiben; Iran darf nicht zum Schauplatz von Stellvertreterkriegen werden. Der iranische Staat muss funktionsfähig bleiben, öffentliche Ordnung und Grundversorgung müssen aufrechterhalten werden. Die iranische Volkswirtschaft darf nicht zusammenbrechen. Unkontrollierte Migrationsbewegungen aus Iran müssen verhindert werden. Perspektivisch können dann auch Sanktionen aufgehoben und Hilfen gegeben werden – aber nur, wenn Iran die vorgenannten Bedingungen erfüllt.“

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Politik

Libanon: Eine Million Menschen könnten vertrieben werden

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Berlin Freiburg. 06.03.2026 Caritas international verurteilt die Raketenangriffe der Hisbollah-Miliz auf Israel und die darauf erfolgte militärische Reaktion der israelischen Armee im Süden des Llibanon scharf. Die Eskalation des Iran-Krieges könnte zur Vertreibung von einer Million Menschen führen, befürchtet die Organisation.

„Wir sind tief besorgt über die Eskalation und die Ausweitung des Iran-Kriegs auf Teile des Libanons. Bereits die ersten Angriffe haben Tote, eine Vielzahl an Verletzten und eine massive Vertreibung der Bevölkerung im Süden und Osten des Libanons sowie in der Hauptstadt Beirut zur Folge gehabt“, berichtet Oliver Müller, Leiter von Caritas international und Vorstand Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes.

„Die humanitäre Situation ist dramatisch. Caritas Libanon schätzt, dass es zu mehr als einer Million Binnenvertriebenen kommen wird“, berichtet Müller. „Selbst die Mitarbeitenden einer lokalen Partnerorganisation sind davon betroffen, auch sie mussten sich in Sicherheit bringen und haben die Arbeit vorerst eingestellt“. Im Libanon lebende Syrerinnen und Syrer haben sich ebenfalls zur Flucht entschlossen und sind nach Syrien aufgebrochen, wo bereits Tausende die Grenze überschritten haben.

Für die Binnenvertriebenen wurden im Libanon bislang 325 Akutunterkünfte für rund 43.000 Menschen eingerichtet. Fast 200 von ihnen haben bereits Menschen aufgenommen, 53 erreichten schon ihre Kapazitätsgrenze. Auch die Caritas Libanon hat Notunterkünfte bereitgestellt. Zudem sind medizinische Teams mit Krankenfahrzeugen im Südlibanon unterwegs, um Familien und Flüchtlinge zu versorgen.

„Unsere libanesischen Partner beklagen nicht nur die aktuelle Vertreibung“, sagt Müller, „vielmehr sind auch die Wunden des Krieges Ende Jahr 2024 längst nicht verheilt.“ 62.000 Vertriebene konnten noch nicht in ihre Heimatdörfer zurückkehren, da die israelische Armee diese Regionen auch nach dem vereinbarten Waffenstillstand immer wieder angriff. „Die Menschen im Libanon sind müde vom Krieg und dem jahrelangen wirtschaftlichen Niedergang. Sie brauchen endlich Frieden und eine Perspektive“, fordert Müller.

Dagegen weitet die israelische Armee die Pufferzone zwischen dem Libanon und Israel aus und hat für den Südlibanon und der Bekaa-Ebene Evakuierungsanordnungen erlassen. 56 Dörfer sind aus Sicherheitsgründen geräumt worden, Bodentruppen rücken vor. „Der Bedarf an humanitärer Hilfe steigt an. Schon jetzt, berichtet uns Caritas Libanon, sind die Mittel knapp. Caritas international stellt daher in einem ersten Schritt 250.000 Euro für Nothilfe bereit“, so Oliver Müller. Das Geld werde besonders für Nahrungsmittel und Hygieneartikel gebraucht sowie für die Unterbringen der Menschen. Es fehlten Matratzen, Kissen und Decken. „Wir werden den Menschen und unseren Partnern zur Seite stehen, aber dazu sind wir auf Spenden dringend angewiesen.“

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Berlin

Malediven: Offizielles Gastland der ITB Berlin 2027

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Berlin 05.03.2026

Die Malediven sind 2027 offizielles Gastland der ITB Berlin und präsentieren der internationalen Reisebranche auf der weltweit führenden Tourismusmesse ihre Schönheit, Vielfalt und Gastfreundschaft aus dem Indischen Ozean.

Die Partnerschaft wurde während der ITB Berlin 2026 offiziell besiegelt: Ibrahim Shiuree, CEO and Managing Director of Visit Maldives (MMPRC) und Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin, unterzeichneten den Vertrag bei einem offiziellen Fototermin am Malediven-Stand in Halle 5.2. „Wir freuen uns sehr, dass die Malediven 10 Jahre nach ihrem ersten Auftritt erneut als Gastland der ITB Berlin im Rampenlicht stehen. Diese langjährige Partnerschaft unterstreicht die Bedeutung der ITB Berlin als globale Plattform und den hohen Stellenwert der Malediven in der internationalen Tourismusbranche. 2027 wollen wir die außergewöhnliche Schönheit und Vielfalt der Malediven präsentieren und gleichzeitig zeigen, wie Tourismus und Nachhaltigkeit erfolgreich Hand in Hand gehen“, erklärte Dr. Mario Tobias, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin.

Eine globale Bühne für ein außergewöhnliches Reiseziel 

Mit über 1.000 Inseln, türkisblauen Lagunen, weißen Sandstränden und farbenprächtigen Korallenriffen zählen die Malediven zu den bekanntesten Fernreisezielen weltweit. Das Land steht für exklusive Resort-Erlebnisse, authentischen Inseltourismus und herzliche Gastfreundschaft. 

Als Gastland der ITB Berlin 2027 werden die Malediven die gesamte Vielfalt ihres touristischen Angebots präsentieren: von Luxus- und Boutique-Resorts über Tauch- und Wassersporterlebnisse bis hin zu Wellness-Retreats und kulturellen Begegnungen. Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Bestandteil der Tourismusstrategie des Landes, mit zahlreichen Initiativen zum Schutz der Meeresökosysteme und zur Unterstützung der lokalen Gemeinschaften.

„Die ITB Berlin bietet uns die ideale Plattform, um die einzigartigen Angebote unserer Inseln Reisenden aus aller Welt zu präsentieren. Wir freuen uns darauf, die internationale Tourismusbranche in Berlin willkommen zu heißen und die Vielfalt, Qualität und Gastfreundschaft zu zeigen, die die Malediven als Reiseziel auszeichnen“, sagte Ibrahim Shiuree, CEO and Managing Director of Visit Maldives.

Nur wenige Wochen zuvor besuchte der Präsident der Malediven Berlin und wurde vom deutschen Bundespräsidenten empfangen. Dieser historische Besuch unterstrich die strategische Bedeutung des Inselstaates sowohl für Deutschland als auch für die internationale Gemeinschaft.

Visit Maldives Year 2027: Die Malediven der Welt präsentieren 

Das Jahr 2027 wurde offiziell zum „Visit Maldives Year“ erklärt – einer bedeutenden nationalen Tourismusinitiative, die die Einzigartigkeit und Anziehungskraft der Malediven international in den Fokus rückt. Präsident Dr. Mohamed Muizzu betonte, dass die Kampagne das Engagement des Landes für nachhaltiges Wachstum, internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Stärkung des Tourismussektors als zentralen Wirtschaftsmotor unterstreicht. Im Rahmen der Initiative werden die Malediven durch eine Vielzahl globaler Marketingmaßnahmen, darunter die Teilnahme an internationalen Reisemessen, Roadshows und gezielte digitale Kampagnen, ihre atemberaubende Natur, kulturelle Vielfalt und erstklassige Gastfreundschaft Reisenden und Partnern weltweit präsentieren. So soll die Position der Malediven als eines der führenden Fernreiseziele weiter gefestigt werden.

Starke Präsenz auf der ITB Berlin 2027

Als Gastland werden die Malediven die offizielle Eröffnungsgala am 15. März 2027 auf dem Berliner Messegelände ausrichten und vom 16. bis 18. März ein insgesamt abwechslungsreiches Programm präsentieren. Alle Teilnehmer der ITB Berlin können sich auf einen imposanten Messestand, kulturelle Darbietungen, Networking-Events und Presseaktivitäten freuen, die die Malediven in der internationalen Tourismusbranche prominent positionieren.

Mit der Rolle als Gastland unterstreichen die Malediven ihr langjähriges Engagement auf der ITB Berlin und betonen die Bedeutung des deutschen und europäischen Marktes. Die ITB Berlin 2027 bietet ihnen die ideale Plattform, um Partnerschaften weiter zu stärken, neue Reisetrends zu inspirieren und die Malediven fest ins Rampenlicht der globalen Reisebranche zu rücken.

Foto: © ITB Berlin, Abdulla Ghiyas (Chairperson, Visit Maldives Corporation), Ibrahim Shiuree (CEO und Managing Director, Visit Maldives), Deborah Rothe (Direktorin der ITB Berlin), Dr. Mario Tobias (CEO der Messe Berlin), David Ruetz (Senior Vice President der Messe Berlin (v.l.n.r.)

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Welt

Blockade der Straße von Hormus trifft Importe in die EU direkt und indirekt 

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München 05.03.2026

– Eine Blockade des Schiffsverkehrs wirkt neben den ausbleibenden Lieferungen von Öl, Gas und anderen Grundstoffen indirekt über die weltweiten Lieferketten auf die Handelsströme der EU. Das ergab eine aktuelle Analyse des ifo Instituts und von Econpol Europe. „Die Importe aus dem Iran und den angrenzenden Staaten, die über die Straße von Hormus nach Europa geliefert werden, machen einen vergleichsweise geringen Teil aller Importe aus. Anders sieht es aus, wenn man nur die Öl- und Gaslieferungen betrachtet. Risiken bergen überdies indirekte Effekte über globale Lieferketten“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft. 
 
Nach den Berechnungen der Außenhandelsexperten liegt der Anteil der Importe aus Iran und den Nachbarstaaten, der über die Straße von Hormus in die EU geliefert wird, bei rund zwei Prozent der gesamten Extra-EU-Importe. Bei Rohöl- und Flüssiggas sind die Anteile mit 6,2 bzw. 8,7 Prozent dagegen deutlich höher. Neben diesen möglichen Lieferengpässen bei einer Blockade sieht Flach indirekte Risken: „Eine Blockade der Straße von Hormus könnte die Ölexporte der westlich der Meerenge gelegenen Golfstaaten stark einschränken. Auch wenn die direkten Auswirkungen für Europa nicht erheblich sind, stellen die indirekten Effekte durch steigende Ölpreise und Lieferkettenstörungen ein größeres Risiko für Europa dar.“ 

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Politik

Iran-Krieg: Pistorius schließt Beteiligung aus

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Berlin 05.03.2026

Keine Kriegsteilnahme und Kritik an den USA und Israel: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine Beteiligung Deutschlands am Iran-Krieg ausgeschlossen und eine fehlende „Exit-Strategie“ für die Region bemängelt.

Keine Kriegsteilnahme und Kritik an den USA und Israel: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine Beteiligung Deutschlands am Iran-Krieg ausgeschlossen und eine fehlende „Exit-Strategie“ für die Region bemängelt. „Deutschland wird sich an diesem Krieg nicht beteiligen“, sagte Pistorius am Mittwoch im Bundestag. In einer Aktuellen Stunde zu dem Konflikt im Parlament ging es auch um die völkerrechtliche Bewertung.

„Deutschland ist nicht Kriegspartei“, sagte Pistorius in der Debatte. „Die Bundesrepublik werde stattdessen alles daran setzen, zur Deeskalation beizutragen und eine weitere Ausbreitung von Gewalt einzudämmen“. Er stehe dazu im Austausch mit seinen Kollegen in Israel, in den USA und in der EU.

Es brauche einen Plan für die Zeit nach den Kämpfen, sagte Pistorius. „Die Geschichte lehrt, Kriege zu beginnen ist einfacher als sie zu beenden.“ Das heiße im Umkehrschluss, es brauche ein klare Exit-Strategie – „und die sehe ich gerade nicht“. Es sei „illusorisch zu denken, die Konflikte der Region ließen sich allein mit militärischer Gewalt und Alleingängen lösen“, fügte der Minister hinzu.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sieht das „Terroregime der Mullahs“ im Iran „maximal geschwächt“. Dies sei ein „maximaler Gewinn“ für die Iranerinnen und Iraner und bedeute einen Sicherheitsgewinn über die Region hinaus. Röttgen verwies in der Bundestagsdebatte unter anderem auf das iranische Raketen- und Atomprogramm und den Angriff der islamistischen Hamas im Gazastreifen. „Ohne Teheran, ohne dieses Regime hätte es den 7. Oktober nicht gegeben.“

In der Frage der völkerrechtlichen Einordnung sprach Röttgen von einer „komplizierten Abwägung“. Es gebe im Fall des Iran-Krieges „kein Richtig oder Falsch“, sondern es gehe um die Frage des „kleineren Übels“: „Krieg ist ein Übel, ohne jede Frage. Aber ich sage genauso klar: Das Regime der Mullahs ist das größte Übel für die Region, für die Menschen im Iran und darüber hinaus.“

Linken-Chefin Ines Schwerdtner kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Dieser benenne nicht „den Völkerrechtsbruch“ im Iran. Es sei nicht Sache von Merz persönlich, das Völkerrecht „nach Belieben auszulegen“. Ein Regimewechsel von außen bringe keine Freiheit sondern einen Flächenbrand, sagte Schwerdtner.

Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour appellierte an die Bundesregierung, dem Libanon beizustehen. „Wenn wir nichts tun, wird der Flächenbrand in der Region immer größer.“ Nouripour forderte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf, gegen die iranischen Revolutionsgarden ein Betätigungsverbot in Deutschland zu verhängen. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) müsse dazu beitragen, dass Gelder der iranischen Führung eingefroren werden. Die Justiz müsse schließlich Ermittlungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit prüfen.

Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch forderte eine „Germany First“-Politik. Damit sich die Flüchtlingskrise von 2015 nicht wiederhole, müsse unter anderem EU-Recht verschärft werden, damit etwa Griechenland und Italien „Schiffe zurückschicken“ könnten.

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Politik

Schwangere Frauen und Mütter weltweit immer schlechter versorgt

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Berlin 05.03.2026

Zum Internationalen Frauentag am 8. März fordern die SOS-Kinderdörfer, die Widerstandsfähigkeit von Gesundheitsdiensten zu stärken.

Mehr als 700 Frauen täglich starben 2023 während der Schwangerschaft. Rund 90 Prozent der Todesfälle ereigneten sich in Ländern mit niedrigem und unterem mittleren Einkommen. Der Großteil dieser Sterbefälle sowie der Tod vieler Neugeborener wäre mit einer kontinuierlichen medizinischen Betreuung vermeidbar, doch in Ländern des globalen Südens sind viele Schwangere medizinisch unterversorgt. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hin. „Ausschlaggebend für die unzureichende Betreuung der Frauen sind Armut, patriarchale Gesellschaftsstrukturen und die Instabilität vieler Gesundheitssysteme. Wir müssen die Widerstandsfähigkeit von Gesundheitsdiensten stärken, damit die Mutter-Kind-Gesundheit jederzeit gewährleistet ist“, sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Müttersterblichkeit als Ausdruck struktureller Benachteiligung

Die hohe Müttersterblichkeit ist in mehrfacher Hinsicht Ausdruck von Benachteiligung: Sie offenbart die Kluft zwischen Arm und Reich und sie spiegelt Geschlechterungleichheiten.

Schwangere Frauen, Mütter und Babys haben im globalen Süden oft keinen Zugang zu ausgebildetem Gesundheitspersonal, zu notfallmäßiger Geburtshilfe und Neugeborenen-Versorgung sowie postnatalen Dienstleistungen.

Medizinische Unterversorgung und Geschlechterungleichheit als Haupttreiber

Ressourcenknappheit: 16 Prozent der weltweiten Fälle von Müttersterblichkeit sind auf Bluthochdruck-Erkrankungen wie Präeklampsie/Eklampsie zurückzuführen. Laut WHO waren das 2023 42.000 Todesfälle. Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs kann mit medizinischer Betreuung, insbesondere mit der Gabe von Magnesiumsulfat, um mehr als 50 Prozent gesenkt werden. Doch in strukturschwachen Regionen kommt das Mittel oft gar nicht zur Anwendung oder die Schwangeren haben aufgrund von Armut keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten.

Mädchen haben kein Mitspracherecht bei der Familienplanung: Besonders anfällig für Eklampsie oder lebensbedrohliche Infektionen sind schwangere Minderjährige. Gemäß WHO-Bericht von 2025 machen Entbindungen von Minderjährigen fast zehn Prozent aller Geburten aus. Rund 21 Millionen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren werden jährlich in Ländern des globalen Südens schwanger, die meisten in Ländern der Subsahara. Patriarchalische Strukturen zwingen sie in Kinderehen und verhindern ihren Zugang zu Verhütungsmitteln.

Bewaffnete Konflikte: Mit 55 Prozent liegt die Todesfall-Rate in Konfliktgebieten deutlich höher als in anderen strukturschwachen Regionen (sieben Prozent). Überproportional viele Mütter und Neugeborene sterben etwa im Sudan und Südsudan. In diesen Regionen steigt der allgemeine Bedarf an Gesundheitsleistungen der Gesamtbevölkerung, gleichzeitig werden viele Gesundheitseinrichtungen gezielt zerstört. Vielfach ist auch der Zugang zu humanitärer Hilfe eingeschränkt. Jüngste Entwicklungen in der Entwicklungszusammenarbeit deuten darauf hin, dass Schwangere zukünftig noch schlechter versorgt werden, weil Geberländer wie die USA oder Großbritannien ihre Finanzmittel für die globale Gesundheit massiv gekürzt haben.

So helfen die SOS-Kinderdörfer

Die SOS-Kinderdörfer treten weltweit für die Rechte von Mädchen und Frauen ein und für ihre umfassende Gesundheitsversorgung. In den Mutter-Kind-Kliniken und medizinischen Einrichtungen der SOS-Kinderdörfer erhalten Frauen und ihre Kinder kostenlos ärztliche Hilfe. Mobile medizinische Teams versorgen Familien mit Spezialnahrung und leisten Aufklärungsarbeit zu Gesundheitsthemen und Ernährung.

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Politik

Das Recht des Stärkeren darf nicht obsiegen!

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Berlin 04.03.2026

Seit diesem Wochenende pulsiert in mir eine Mischung aus Hoffnung und Wut: Hoffnung für die Menschen im Iran, dass diese menschenverachtende Regierung stürzt – und Wut darüber, dass das Völkerrecht schon wieder mit Füssen getreten wird und die Zivilbevölkerung erneut für eine rücksichtslose Machtpolitik leiden muss. Das dürfen wir nicht hinnehmen!

Der Konflikt zwischen dem Iran, Israel und den USA ist in den vergangenen Tagen eskaliert. Die Militäroperationen haben sich über die gesamte Region ausgebreitet und betreffen mittlerweile mehr als zehn Länder. Hunderte Menschen sind gestorben, es kam zu massiver Zerstörung ziviler Infrastruktur. Spitäler und Schulen wurden direkt angegriffen.

Das alles zeigt: Der Angriff auf den Iran wird die Welt nicht sicherer machen. Stattdessen führt er zu Chaos und neuer Gewalt. Die Gefahr eines Bürgerkriegs im Iran ist aufgrund des Angriffs der USA und Israels so gross wie nie.

Ali Khamenei und weitere hochrangige Führerfiguren der Islamischen Republik mögen zwar tot sein, die lange Geschichte der modernen Kriege hat aber gezeigt, dass auf die Bombardierung eines Landes kein nachhaltiger Frieden folgt. Das zeigen die Beispiele Irak, Afghanistan oder Libyen, wo ähnliche Angriffe unbeschreibliches Leid auslösten und die Länder ins Verderben stürzten.

Der Angriff auf den Iran war völkerrechtswidrig.
 Auch wenn ich persönlich wenig Sympathien für Ali Khamenei hegte ­– schliesslich fordern wir bei Amnesty International seit Jahren, dass er für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen wir –, drängende Gründe, einen Angriffskrieg gegen den Iran zu starten, gab es keine. Trump selbst behauptete noch im November, die US-Streitkräfte hätten die Nuklearanlagen im Iran im Juni 2025 komplett ausgelöscht. Es gibt zudem keine Indizien, dass der Iran im Besitz weitreichender Raketen ist, die eine Bedrohung für die USA darstellen könnten. Auch gegen Israel stand kein unmittelbarer Angriff Irans bevor, der ein Recht zur Selbstverteidigung begründet hätte.

Die Krise stellt eine ernsthafte Bedrohung für den Multilateralismus und die internationale Rechtsordnung dar. Wir fordern alle Staaten, auch die Schweiz, auf, ihre diplomatischen Bemühungen zu intensivieren, um eine weitere militärische Eskalation zu verhindern und zusätzlichen Schaden für die Zivilbevölkerung abzuwenden. Im Einklang mit dem Völkerrecht müssen die Staaten äusserste Zurückhaltung üben und sich jeglicher Handlungen enthalten, die weitere Verstösse begünstigen könnten.

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Politik

AußenministerJohann Wadephul beim Ostseerate in Warschau

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Berlin 04.04.2026

Im Mittelpunkt der Beratungen steht die fortgesetzte und enge Unterstützung der Ukraine. Deutschland und die anderen Staaten des Ostseerats, Dänemark, Estland, Finnland, Litauen, Lettland, Polen und Schweden sowie Island, Norwegen und die EU zählen zu den verlässlichsten Partnern Kyjiws seit Beginn der russischen Vollinvasion.

Vor seiner Abreise sagte Außenminister Wadephul:

So sehr die Golfregion unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt: Die größte sicherheitspolitische Herausforderung für Europa bleibt Russlands Aggressionskrieg gegen die Ukraine. Im Ostseerat treffen sich heute die stärksten und klarsten Unterstützer der Ukraine. Ich will deutlich machen, dass Deutschland hier weiter seine Priorität sieht. Gemeinsam haben wir verstanden, dass die Ukraine und der Ostseeraum der Fokus unseres Sicherheitshandelns in Europa bleiben“.

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Politik

Krieg im Nahen Osten, Tel Aviv und Washington gegen den Iran

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Berlin 04.04.2026

Wir glauben nicht, dass irgendjemand, der die Entwicklungen im Iran verfolgt, über die Tötung des iranischen Führers Ali Khamenei und einiger Generäle der sogenannten Revolutionsgarde geweint hat. Wir glauben auch nicht, dass der Militäreinsatz von Washington und Tel Aviv auf internationaler Legitimität oder der Unterstützung der israelischen Siedler und der amerikanischen Bevölkerung beruht. Politische und Geheimdienstexperten sind sich einig, dass die Behauptungen Teherans über dessen Vorgehen gegen Tel Aviv und Washington erfunden sind und dass die Behauptungen der Regierung Benjamin Netanjahu über Teherans Atomprogramm vergleichbar sind mit Washingtons Behauptungen über Saddam Husseins angeblichen Besitz von Massenvernichtungswaffen – Behauptungen, die sich später als falsch erwiesen.

Jeder, der das Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump im Oval Office beobachtet hat, konnte deutlich erkennen, dass Trump durch einen Militäreinsatz seiner politischen Zwickmühle entkommen will und glaubt, der Bundeskanzler könne ihn aus seiner misslichen Lage in Teheran befreien. Merz‘ Besuch beim amerikanischen Präsidenten ist bedeutungslos, und wer glaubt, Bundeskanzler Merz werde Trump gegenüber seine Ablehnung des Krieges zum Ausdruck bringen, irrt sich. Merz ist nicht wie sein Vorgänger Gerhard Schröder, der sich mutig der Arroganz von Präsident George Bush entgegenstellte. Jede Ära hat ihre eigenen Persönlichkeiten.

Zum Treffen von US-Präsident Trump und Bundeskanzler Merz schreibt der KÖLNER STADT-ANZEIGER: „Trumps Auftritt mit Friedrich Merz im Weißen Haus war vor allem dies: eine Show. Und für den Bundeskanzler ein Showdown, eine enorme Kraftanstrengung. In seinem Bemühen, auch im sicherheitspolitischen Sinne Deutschlands und Europas irgendwie einen Draht zu dem nach Großmacht strebenden und jetzt auch Krieg führenden Präsidenten aufrechtzuerhalten, vermied er bewusst jede Konfrontation. Auch wenn er anderer Meinung war. Der Lohn: Trump bleibt ihm gewogen und lobt ihn als ‚erfolgreich‘ und ‚beliebt‘. Der Preis: Merz muss sich den Vorwurf des Kuschelkurses mit dem angehenden Autokraten gefallen lassen“, heißt es im KÖLNER STADT-ANZEIGER.

Die TAZ schreibt in ihrer Online-Ausgabe: „Trump hielt bei Merz‘ Besuch im Oval Office die übliche Suada: Ein Stakkato von Selbstlob, Beschimpfungen und grotesken Lügen, etwa dass die USA im Iran ausschließlich militärische, der Iran nur zivile Ziele getroffen hätten. Merz saß daneben und beteuerte, Deutschland unterstütze den Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Die Deutschen werden zur Staffage in einem Drama, in dem sie keine Rolle spielen. Die Trump-Regierung ist der irrigen Ansicht, dass der Mächtige am stärksten alleine ist, und verachtet Europa – in diesem Fall vielleicht zu Recht. Die EU wäre von einem instabilen Iran und Migrationsströmen direkt betroffen – ist aber geopolitisch in diesem Krieg nicht auf dem Platz. Dabei würde es Hebel geben, die USA nutzen Ramstein als militärisches Drehkreuz. Aber ein deutscher Kanzler, der wie der spanische Ministerpräsident den USA mit dem Entzug der Nutzung von Basen für diesen völkerrechtswidrigen Krieg droht, ist kaum vorstellbar. Stattdessen sekundierte Musterschüler Merz Trumps Hassrede gegen Spanien brav mit dem Hinweis, Madrid müsse seinen Wehretat erhöhen“, ärgert sich die TAZ.

Wegen des Irankriegs sitzen zehntausende Urlauber in der Golfregion fest. „Soll die Bundesregierung die Gestrandeten zurückholen?“, fragt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG: „Ja, das sollte sie – und zwar in Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern, die vorrangig in der Pflicht sind, aber wohl nicht überall und rasch werden helfen können. Die Urlauber haben sich nicht fahrlässig in diese Situation begeben. Sie sind nicht in ein Bürgerkriegsgebiet gereist, nicht in ein Land, für das das Auswärtige Amt bereits eine Reisewarnung ausgegeben hatte. Es gab noch am Freitag reguläre Flüge an und über die großen Drehkreuze der Region. Reiseveranstalter wie Tui, die eigene Abteilungen in ihren Häusern haben, um Sicherheitslagen zu bewerten, haben weiterhin Pauschalurlauber in den Nahen Osten befördert und Schiffe dorthin fahren lassen. Beide, Regierung und Reiseveranstalter, werden allerdings die Frage beantworten müssen, ob sie die Lage falsch eingeschätzt haben.“ Das war die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG vermerkt: „Natürlich möchte man derzeit nicht in der Haut der deutschen Urlauber stecken, die seit Beginn des Irankriegs in der Golfregion festsitzen. Es ist aber Unsinn, für diese Situation nun die Bundesregierung, allen voran den deutschen Außenminister Johann Wadephul verantwortlich zu machen. Wadephul mag kein großer (Krisen-) Kommunikator sein. Dennoch hatte er recht, als er den deutschen Reisenden in der Region zumindest eine Mitverantwortung für ihre Lage bescheinigte, da es nicht ganz unbekannt gewesen sei, dass es gefährlich werden könnte. Das bedeutet nicht, dass man die Urlauber nun sich selbst überlassen sollte. Das hatte die Bundesregierung gar nicht vor, auch nicht Wadephul. Es ist aber verständlich, dass eine solche Evakuierung Vorbereitung und eine gewisse Zeit braucht“, ist in der F.A.Z. zu lesen.

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Politik

BMZ kritisiert Verschärfung der „Global Gag Rule“

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Berlin 04.03.2026 

Die US-Regierung streicht weitere finanzielle Förderungen für Organisationen, die sich für Diversität, die Gleichstellung der Geschlechter und für sexuelle und reproduktive Rechte einsetzen. Die ausgeweitete „Global Gag Rule“ verbietet es künftig US-geförderten Organisationen, zu diesen Themen zu arbeiten – auch mit Mitteln Dritter. Gleichzeitig ziehen sich die USA aus der Finanzierung von 66 Entwicklungsorganisationen zurück. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) kritisiert die Entscheidung gemeinsam mit internationalen Partnern.

„Gleiche Rechte und die Entscheidung über den eigenen Körper sind kein Privileg oder eine Ideologie, sondern sie gelten für alle“, erklärte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan. „Wer Gleichberechtigung zurückdrängt und Organisationen zum Schweigen bringt, trifft die Schwächsten zuerst und damit meist vor allem Frauen und Mädchen in den ärmsten Ländern. Deshalb stehen wir international zusammen und verteidigen das Recht von Frauen und Mädchen auf Selbstbestimmung und Teilhabe. Wer Frauen stärkt, stärkt Gesellschaften.“

Die globale SheDecides Bewegung setzt sich seit 2017 für das Recht von Frauen und Mädchen auf selbstbestimmte Familienplanung ein. Innerhalb von SheDecides, deren deutscher Champion Reem Alabali Radovan seit Oktober 2025 ist, hat die Bundesministerin mit weiteren Unterstützern aus anderen Ländern ein Statement gesetzt.

Mitunterzeichner sind unter anderem Maxime Prévot, Vizepremier- und Außenminister von Belgien, sowie Yuriko Backes, Ministerin für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt und Außenminister Xavier Bettel aus Luxemburg, der norwegische Minister für internationale Entwicklung, Åsmund Grøver Aukrust und Sisisi Tolashe, Ministerin für soziale Entwicklung aus Südafrika.

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Berlin

Joschka Fischer mahnt die Reisebranche zu vorausschauender Politik:

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03.03.2026

– Joschka Fischer mahnt die Reisebranche zu vorausschauender Politik: Eine Welt ohne Katastrophen werde es nicht geben. Die Branche muss die Zeitenwende verstehen und sich anpassen.

Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer hat die Reisebranche aufgefordert, sich den neuen geopolitischen Herausforderungen anzupassen. Die Zeiten der regelbasierten Weltordnung seien vorbei, erklärte Fischer in einer Keynote zur ITB Berlin 2026 am Dienstag. Stattdessen herrschten jetzt die Regeln der Macht, repräsentiert durch die beiden Weltmächte USA und China, zu denen vielleicht noch Indien hinzukomme. Die führenden Köpfe des Tourismus sollten versuchen, präventiv zu agieren, ja möglichst „Teil der Diplomatie“ zu werden.

Der Politikberater und frühere Grünen-Politiker sagte, er bedauere, keine positivere Weltsicht verkünden zu können. Konflikt, Naturkatastrophen und Krieg seien sozusagen unveränderliche Elemente des Daseins, und es sei eine Illusion, sie eliminieren zu können. Deshalb müsse sich auch der Tourismus anpassen. Als positive Nachricht formulierte er, dass trotz dieser Zeitenwende die Menschen nicht aufhören würden zu reisen. „Aber sie bezahlen nicht dafür, ihr Leben im Zimmer eines Luxushotels zu riskieren“, sagte er in Anspielung auf den Iran-Krieg, bei dem iranische Drohnen gerade Hotels der Golfregion trafen.

„Ich habe es erwartet“

Zu dem aktuellen Krieg zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran sagte Fischer: „Ich habe es erwartet.“ Spätestens als Israels Premier Benjamin Netanjahu in der vergangenen Woche nach Washington geflogen sei, sei ihm klar gewesen, dass eine Militäraktion bevorstehe. Welche konkreten Folgen sie haben werde und ob es alles positiv ausgehe, bezweifelte er.

Fischer, der vor Jahren selbst an den Atomverhandlungen mit dem Iran beteiligt war und mit der Tochter eines iranischen Oppositionellen verheiratet ist, zog den Fortbestand des Staates insgesamt in Zweifel. Es gebe so viele verschiedene Volksgruppen dort und der Hass sei so groß, dass ein Bürgerkrieg in der Folge der Eliminierung des Mullah-Regimes nicht auszuschließen sei. Das könne Instabilität für die ganze Region, auch für die Golfstaaten bedeuten.

Mehr Krisenmanagement von der Branche gefordert

Die Tourismusindustrie sollte nach Fischers Worten die Verhinderung gefährlicher Situationen mehr in ihr Reisemanagement integrieren und Krisenreaktion in die eigenen Regeln aufnehmen. Fischer nannte als warnendes Beispiel für solche Defizite den Tsunami in Thailand, der an Weihnachten 2004 nicht nur den Tourismus, sondern auch die Diplomatie unvorbereitet getroffen hatte. Fischer war damals Außenminister. Nicht nur die Urlauber, sondern auch die Beschäftigten der Botschaften und Konsulate vor Ort seien jeweils im Weihnachtsurlaub gewesen, was die Krisenreaktion erheblich erschwert habe, erinnerte er sich. Entsprechend sollte die Branche auch aus den Defiziten der Krisenreaktion im aktuellen Fall lernen.

Foto: © ITB Berlin

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Berlin

Berlin – Always now-

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Berlin 03.03.2026 

– Vom 3. bis 5. März 2026 präsentiert sich Berlin gemeinsam mit Brandenburg und dem Flughafen BER sowie zahlreichen weiteren Partnern auf der ITB Berlin im Hub27 (Stand 304). Zum 60-jährigen Jubiläum der weltweit führenden Tourismusmesse setzt die Hauptstadt auf ein neues Stand-Design und vielfältige Themen: von international beachteten Kultur- und Show-Highlights bis hin Produkten aus Berliner Manufakturen.

Burkhard Kieker, visitBerlin-Geschäftsführer: „Glückwunsch, ITB, zu 60 Jahren. Kaum eine Messe steht so für Berlin und den Begriff von Freiheit, Toleranz und Verständigung wie die Tourismusbörse mit Besucherinnen und Besuchern aus fast allen Ländern der Welt. Die ITB als internationale Bühne hat geholfen, Berlin zu dem zu machen, was es ist: zu einer der Top-3-Städtedestinationen Europas.“

Sabine Wendt, visitBerlin-Geschäftsführerin: „Berlin begeistert in diesem Jahr mit zahlreichen Kulturhighlights, innovativen Show-Formaten und neuen touristischen Angeboten. Genau das zeigen wir auf der 60. ITB. Mit ‚Crafted in Berlin‘ geben wir außerdem lokalen Manufakturen aus den Berliner Bezirken eine internationale Bühne. Gleichzeitig setzen wir mit dem Projekt ‚Reisen für Alle‘ ein klares Zeichen für barrierefreien Tourismus. So präsentieren wir Berlin als weltoffene, nachhaltige und zukunftsorientierte Metropole.“

Jahreshighlights am Berlin-Stand

2026 steht Berlin erneut für außergewöhnliche Erlebnisse, internationale Ausstellungen und große Events. Die Partner am Messe-Stand geben einen Ausblick auf die kommenden Highlights. So rücken gleich zwei Museen die französische Kunst in den Fokus: Die Neue Nationalgalerie präsentiert vom 20. März bis 9. August eine Werkschau des Bildhauers Constantin Brancusi. Die Alte Nationalgalerie widmet dem Kunsthändler Paul Cassirer vom 22. Mai bis 27. September eine umfangreiche Sonderausstellung. Eine Vorschau auf die Teil-Wiedereröffnung des Pergamonmuseums mit dem berühmten Pergamonaltar im Frühjahr 2027 wird ebenfalls am Berlin-Stand geboten.

Mit der atemberaubenden Show „Alizé“ des Cirque du Soleil, die derzeit das Publikum im Theater am Potsdamer Platz begeistert, und der neuen Hit-Produktion „Blinded by Delight“ des Friedrichstadt-Palast sind zwei Show-Highlights auf der ITB präsent. Auf der Tourismusmesse richtet Berlin außerdem den Blick auf Ocean Berlin, einem neuen Meerespark, der in wenigen Monaten mit einem riesigen Aquarium, einem begehbaren Acrylglastunnel und sechs thematischen Erlebniswelten Besucherinnen und Besucher in eine faszinierende Unterwasserwelt einlädt.

Neben Museen wie dem Humboldt Forum und dem Samurai Museum sowie beliebten Attraktionen wie Madame Tussauds präsentieren sich auf der ITB auch Sightseeing-Anbieter und die Gärten der Welt, um die grüne Vielfalt Berlins zu zeigen.

„Crafted in Berlin“ – Produkte aus Berliner Manufakturen 

Nach erfolgreichen Auftritten auf der ITB 2025 und auf der Grünen Woche Anfang Januar bringen Berliner Handwerksbetriebe und Manufakturen aus allen zwölf Bezirken im Rahmen von „Crafted in Berlin“ ihre kreativen und hochwertigen Produkte erneut auf die Tourismusmesse. Pünktlich zur ITB wurden drei Crafted in Berlin Manufakturen-Routen zusammengestellt, die Besucher:innen per QR-Code direkt am Messe-Stand oder alternativ unter visitberlin.de/de/crafted-in-berlin abrufen können.

Reisen für alle

Ein zentrales Anliegen von visitBerlin ist die Förderung eines barrierefreien Tourismus in Berlin. Auf der ITB informiert visitBerlin über das Thema Barrierefreiheit in Berlin und stellt konkrete Maßnahmen vor. So koordiniert visitBerlin unter anderem das Projekt „Reisen für Alle“, das Gästen verlässliche Informationen zu barrierefreien Angeboten wie Hotels, Museen und Attraktionen bereitstellt.

Nachhaltigkeit als Selbstverständnis

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil des Berliner Messeauftritts. Das Catering am Gemeinschaftsstand arbeitet nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards und ist durch Sustainable Berlin zertifiziert. Werbemittel werden reduziert eingesetzt und nicht neu produziert. Die verwendeten Materialien am Stand sind teils recycelbar und werden nach der ITB zur Weiterverarbeitung an einen Dienstleister übergeben.

Foto: © visit Berlin

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Politik

Völkerrecht verbogen. Verbrauchertäuschung verurteilt. Gerechtigkeit für Iran.

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Berlin 04.03.2026

„Wir halten militärische Drohgebärden nicht für die geeignete Antwort auf das Problem der anhaltenden Gewalt und Straffreiheit.“ Dieser Satz, den ECCHR Legal Advisor Nerges Azizi auf einer Veranstaltung zum Umgang mit den Verbrechen des iranischen Regimes sagte, könnte in diesen Zeiten eine Art Motto unserer Arbeit werden. Auch, und gerade, weil Machthabende überall auf der Welt offenbar das Recht des Stärkeren wiederentdecken. Was noch lange nicht heißt, dass sie damit auch durchkommen: Denn solange es Menschen gibt, die auf die Stärke des Rechts vertrauen, sich Verbündete suchen und hartnäckig bei der Sache bleiben, lassen sich die Bullys dieser Welt in Schach halten. Das zeigt sich in den von uns begleiteten Verfahren gegen die Mörder Patrice Lumumbas oder im Verfahren um die Verantwortung für einen tödlichen Staudammbruch in Brasilien. Kleine Erfolge gegen die Straflosigkeit, die Mut machen, auch vor großen Angriffen nicht klein beizugeben.

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