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Wirtschaft

Handel unter Freunden ist wichtig: Warum eine Fusion von Nippon Steel und U.S. Steel im Interesse aller NATO-Staaten ist

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Berlin, 09.10.2024

In den letzten Monaten hat sich ein erheblicher politischer Widerstand gegen die Übernahme von U.S. Steel durch Nippon Steel formiert. Diese Fusion könnte jedoch nicht nur für die beteiligten Unternehmen, sondern auch für die gesamte NATO und die globalen Handelsbeziehungen von entscheidender Bedeutung sein. Die Politisierung internationaler Handelsabkommen birgt Risiken, die weit über die unmittelbaren wirtschaftlichen Aspekte hinausgehen.

Die Entscheidung über den Zusammenschluss wird zunehmend von politischen Überlegungen geprägt, insbesondere in einem Wahljahr, in dem die Stimmen der Gewerkschaften von großer Bedeutung sind. Gewerkschaften wie die United Steelworkers (USW) haben sich gegen die Fusion ausgesprochen, während nationale Sicherheitsexperten die Vorteile betonen. Diese widersprüchlichen Perspektiven zeigen die Schwierigkeiten, die durch die politische Instrumentalisierung des Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) entstanden sind. Historisch gesehen war der CFIUS ein überparteiliches Gremium, dessen Aufgabe es war, das nationale Sicherheitsrisiko ausländischer Investitionen zu bewerten. Die aktuelle politische Einmischung könnte jedoch nicht nur die Fusion gefährden, sondern auch die Stabilität und Glaubwürdigkeit der USA auf der internationalen Bühne untergraben.

Die potenziellen wirtschaftlichen Vorteile einer Fusion sind erheblich. Eine starke Zusammenarbeit zwischen U.S. Steel und Nippon Steel könnte dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Stahlmarkt zu erhöhen. Insbesondere angesichts der Herausforderungen durch billigeren chinesischen Stahl ist es entscheidend, dass amerikanische Unternehmen strategisch gut positioniert sind, um auf diesen Druck zu reagieren. Die Fusion könnte dazu führen, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und die Innovationskraft gestärkt wird, was letztlich der gesamten US-Wirtschaft zugutekommen würde.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Beziehung zu Japan, einem der größten Investoren in den USA. Die Politisierung der Überprüfung von ausländischen Investitionen könnte langfristig die Beziehungen zu einem unserer engsten Verbündeten belasten. Wenn Japan und andere Verbündete das Gefühl haben, dass ihre Investitionen in den USA unsicher sind, könnte dies zu einem Rückgang ausländischer Direktinvestitionen führen. Dies wäre nicht nur für die amerikanische Wirtschaft schädlich, sondern könnte auch die militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der NATO gefährden.

Die aktuellen politischen Manöver könnten nicht nur die Fusion selbst, sondern auch die zukünftige Bereitschaft ausländischer Investoren beeinträchtigen, in den USA tätig zu werden. Die Argumente der Gegner der Fusion basieren oft auf kurzfristigen politischen Überlegungen, während die langfristigen Folgen einer Isolation der US-Wirtschaft schwerwiegender sein könnten. Ein Rückgang ausländischer Investitionen könnte zu einem Anstieg der Kosten für die amerikanischen Steuerzahler führen, da inländische Unternehmen möglicherweise auf staatliche Unterstützung angewiesen wären, um ihre Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Ein besonders beunruhigender Trend ist die mögliche Verwendung des CFIUS als politisches Werkzeug. Dies könnte gefährliche Präzedenzfälle schaffen, die es zukünftigen Regierungen ermöglichen, ähnliche Entscheidungen zu treffen, um politische Vorteile zu erlangen. Wenn das Vertrauen in die Unabhängigkeit von Regierungsbehörden erodiert, könnte dies auch das Investitionsklima für ausländische Unternehmen verschlechtern. Ein derartiger Verlust an Vertrauen könnte die US-Wirtschaft langfristig destabilisieren und die Innovationskraft behindern.

Darüber hinaus könnte die Ablehnung der Fusion den amerikanischen Fertigungssektor belasten. Die Beschäftigung von Millionen von Amerikanern in Unternehmen, die von ausländischen Direktinvestitionen profitieren, steht auf dem Spiel. Diese Investitionen haben in den letzten Jahrzehnten maßgeblich zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der amerikanischen Industrie beigetragen. Ein Rückgang dieser Investitionen könnte die industrielle Basis der USA schwächen und die Abhängigkeit von staatlichen Interventionen erhöhen.

Insgesamt ist es entscheidend, dass die Biden-Regierung und der CFIUS nicht nur die kurzfristigen politischen Vorteile im Blick haben, sondern auch die langfristigen wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen ihrer Entscheidungen. Eine Fusion zwischen Nippon Steel und U.S. Steel könnte nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Stahlindustrie stärken, sondern auch die Beziehungen zu wichtigen Verbündeten wie Japan festigen und somit das gesamte NATO-Bündnis stärken.

Die Herausforderung besteht darin, einen ausgewogenen Ansatz zu finden, der sowohl nationale Sicherheitsinteressen als auch die Notwendigkeit, internationale Beziehungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern, berücksichtigt. Es ist an der Zeit, die Politisierung des Handels zu beenden und stattdessen die Vorteile eines offenen und kooperativen Handelsumfelds zu erkennen, das letztlich allen NATO-Staaten zugutekommt. Indem wir den Weg für eine Fusion von Nippon Steel und U.S. Steel ebnen, setzen wir ein Zeichen für Vertrauen und Zusammenarbeit – zwei Grundpfeiler einer stabilen und prosperierenden globalen Gemeinschaft.

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Berlin

Das sind die beliebtesten Berlin-Souvenirs

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Berlin 08.06.2026 

– Ob Mauerstück, Magnet oder Fernsehturm: Berlin-Besucher:innen nehmen gern ein Stück Hauptstadt als Erinnerung mit nach Hause. Deshalb erweitern die Berlin Tourist Infos von visitBerlin ihr Sortiment.

Klassiker und Trends
Souvenirs mit klarem Berlin-Bezug dominieren die meist verkauften Souvenirs in den Berlin Tourist Infos: Magnete führen mit rund 35 Prozent Anteil deutlich, gefolgt von Postkarten (14 Prozent) und Schlüsselanhängern (11 Prozent). Auch Mauerartikel (7 Prozent) sowie Tassen (5 Prozent) gehören zu den gern gekauften Erinnerungsstücken. Gefragt sind kompakte, leicht transportierbare Souvenirs, darunter Miniaturen des Brandenburger Tors oder Buddy Bären. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach originellen und lokal produzierten Produkten, von kulinarischen Spezialitäten bis hin zu Designartikeln aus Berliner Manufakturen.

Berlin für zu Hause: Wahrzeichen zum Nachbauen
Neu im Sortiment sind Bausteinsets des Berliner Unternehmens BRYX von Berliner Wahrzeichen. Ob Fernsehturm, Brandenburger Tor, East Side Gallery, Design-Ikone ICC oder Funkturm, der aktuell sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Gäste bauen sich ihr persönliches Stück Berlin selbst zusammen und nehmen es als bleibende Erinnerung mit.

Produkte „Made in Berlin“ sind  in den Berlin Tourist Infos ebenfalls erhältlich: von Spezialitäten wie Currywurst oder Sauce im Glas, Popcorn von Knalle, Berliner Honig und Gewürzmischungen bis hin zu Designprodukten wie handbedruckte Magnete und Tassen der Maina-Manufaktur oder Socken mit Berlin-Motiven von OffBeat. Dazu kommen außergewöhnliche Artikel wie das Majathi-Parfum „Breath of Berlin“ im Fernsehturm.

Mit der Initiative „Crafted in Berlin“ macht visitBerlin die Vielfalt der Produkte aus den Berliner Manufakturen auch auf Messen und im Netz sichtbar. Das Projekt steht für authentisches Handwerk und nachhaltige Produktion.

Shopping gehört zum Berlin-Erlebnis
Für viele Gäste ist Shopping ein fester Bestandteil ihres Aufenthalts: Für zwölf Prozent der internationalen Besucher:innen und 18 Prozent der deutschen Gäste zählt es zu den wichtigsten Aktivitäten. Als einzigartige Shopping-Metropole bietet die Stadt dafür zahlreiche Möglichkeiten, von den Berlin Tourist Infos bis zu kleinen, außergewöhnlichen Läden in den Kiezen mit Produkten „Made in Berlin“.

Berlin Tourist Infos: viermal in der Stadt
Die Berlin Tourist Infos gibt es an vier zentralen Standorten: am Brandenburger Tor, im Humboldt Forum, im Hauptbahnhof und am Flughafen BER. Neben einer persönlichen Beratung erwartet die Gäste hier ein Sortiment an Souvenirs. Mit der Berlin Welcome Card, die freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr und Vorteile bei touristischen Partnern bietet, erhalten Gäste 25 Prozent Rabatt auf Souvenirs in den Berlin Tourist Infos. Rund 800.000 Besucher jährlich nutzen die Berlin Tourist Infos. Die Beratung erfolgt in 13 Sprachen; zwei Drittel der Gäste kommen aus Deutschland, ein Drittel aus dem Ausland.

© visitBerlin, Foto: Andreas Schwarz

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Politik

Bitkom zur Vereinbarung „Bestes Netz für Deutschland“

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Berlin 08.06.2026

Am heutigen Montag unterzeichnen Bund, Länder, Kommunen und Netzbetreiber das Memorandum of Understanding „Bestes Netz für Deutschland“.

Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst„Die Vereinbarung von Bund, Ländern, Kommunen und Netzbetreibern zeigt, wo der Netzausbau besser werden muss und wie er besser werden kann. Der Netzausbau ist eine gemeinsame Aufgabe: Er geht dort voran, wo Bund und Länder Hürden abbauen, Kommunen den Ausbau zur Priorität machen und Unternehmen bauen können. 

Die Notwendigkeit zeigt sich anhand einer neuen Erhebung des Bitkom: Bis ein neuer Mobilfunkmast steht, vergehen im Schnitt mehr als drei Jahre. Die eigentliche Planung durch die Unternehmen dauert durchschnittlich acht Monate, der Bau rund vier Monate. Die größten Verzögerungen entstehen bei der Standortsuche mit im Schnitt 16 Monaten und im Genehmigungsverfahren mit rund zehn Monaten. Auch die Stromanbindung kann bis zu eineinhalb Jahre dauern. 

Dennoch haben die Telekommunikationsunternehmen in den vergangenen Jahren viel erreicht: 5G erreicht nahezu alle Haushalte und rund 95 Prozent der Fläche. Mehr als 80 Prozent der Haushalte können heute einen Gigabitanschluss nutzen, fast die Hälfte hat Zugang zu Glasfaser. Aber der Ausbau bleibt weiterhin dort schwierig, wo Verfahren zu lange dauern oder Standorte für Masten und Stromanschlüsse fehlen.

Jetzt kommt es darauf an, dass aus der Vereinbarung Tempo auf der Baustelle wird, nicht zusätzliche Abstimmung auf dem Papier. Der Liegenschaftsatlas für öffentliche Gebäude und Grundstücke muss kommen, damit geeignete Mobilfunkstandorte schneller gefunden werden. Zudem brauchen Mobilfunkmasten eine priorisierte Stromanbindung. Genehmigungen müssen digital, einheitlicher und einfacher werden. Und das im vergangenen Sommer beschlossene überragende öffentliche Interesse darf nicht nur im Gesetz stehen, es muss auch in den Kommunen angewendet werden und die Verfahren spürbar beschleunigen.


Deutschland braucht Netze, die im Alltag flächendeckend und zuverlässig funktionieren: im Homeoffice, im Zug, auf dem Land, in der Arztpraxis, in der Schule und in den Unternehmen. Glasfaser und 5G sind die Grundlage dafür, dass Menschen verlässlich digital arbeiten, lernen und kommunizieren können. Das beste Netz für Deutschland entsteht durch weniger Bürokratie, einfachere Verfahren und Rahmenbedingungen, die Investitionen möglich machen.“

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Wirtschaft

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Berichtsmonat April 2026

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Berlin 08.06.2062 

Nach dem vorangegangenen deutlichen Anstieg kam es bei den Neuaufträgen zu Beginn des zweiten Quartals erwartungsgemäß zu einem Rücksetzer: Laut Angaben des Statistischen Bundesamts[1] gingen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April 2026 preis‑, kalender- und saisonbereinigt – sowohl mit als auch ohne Großaufträge – um 3,8 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Im März waren sie, um (revidiert) 4,5 Prozent gestiegen, wohl auch infolge vorgezogener Bestellungen angesichts drohender Lieferengpässe durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus. Im Vergleich zum April 2025 lag die Nachfrage im industriellen Sektor arbeitstäglich bereinigt damit aber noch um 1,6 Prozent im Plus. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Entwicklung mit – 3,1 Prozent zuletzt abwärtsgerichtet.

Dabei gingen im April sowohl aus dem Inland (- 2,9 Prozent) als auch aus dem Ausland (‑ 4,2 Prozent) weniger Bestellungen ein. Nach zwei kräftigen Zuwächsen kürzten die Abnehmer aus dem Euroraum ihre Aufträge um 11,1 Prozent, während die Nachfrage aus den übrigen Ländern mit + 0,8 Prozent aufwärtsgerichtet blieb.

Mit Blick auf die Gütergruppen waren nach den vorangegangenen kräftigen Zuwächsen insbesondere bei den Konsum- (- 6,7 Prozent) und Vorleistungsgütern (- 4,4 Prozent) Auftragseinbußen zu verzeichnen. In der längerfristigen Tendenz blieb die Nachfrage in beiden Segmenten aber aufwärtsgerichtet. Dagegen verringerte sich die Ordertätigkeit bei den Investitionsgüterherstellern sowohl im April (- 2,9 Prozent) als auch in der längerfristigen Dreimonatsbetrachtung (- 7,3 Prozent) spürbar.

In den einzelnen Wirtschaftszweigen stellte sich die Geschäftsentwicklung unterschiedlich dar. Während gewichtige Bereiche wie Kfz und Kfz-Teile (- 5,3 Prozent) und der Maschinenbau (- 7,4 Prozent) sowie die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen (-16,3 Prozent), pharmazeutischen Produkten (- 2,6 Prozent) und der sonstigen Fahrzeuge (- 7,4 Prozent) zu Beginn des zweiten Quartals spürbare Ordereinbußen zu verzeichnen hatten, blieb der Auftragsfluss bei Metall- und chemischen Erzeugnissen in etwa auf dem Niveau des Vormonats. Ein leichtes Orderplus ergab sich bei Daten, EDV und optischen Geräten sowie in der Metallerzeugung und in der Textil- und Bekleidungsindustrie (jeweils + 0,6 Prozent).

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich in der zweiten Jahreshälfte 2025 belebt und waren bis zu Beginn des Konflikts im Nahen Osten – unter teils hohen Schwankungen durch Großaufträge – in der Tendenz aufwärtsgerichtet. 

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Wirtschaft

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im April 2026: -3,8 % zum Vormonat

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Wiesbaden, Berlin 08.06.2026

– Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis)im April 2026 gegenüber März 2026 saison- und kalenderbereinigt um 3,8 % gesunken. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang ebenfalls um 3,8 % niedriger als im Vormonat. Im weniger volatilen
Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von Februar 2026 bis April 2026 um 3,1 % niedriger als in den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge stieg er im gleichen Zeitraum um +3,5 %. Im März 2026 stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Februar 2026 um 4,5 % (vorläufiger Wert: +5,0 %).

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe
April 2026 (real, vorläufig):
-3,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+1,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

März 2026 (real, revidiert):
+4,5 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+6,1 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

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Politik

ifo Institut: Ölkonzerne geben Tankrabatt größtenteils weiter

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München 08.06.2026

– Der seit 1. Mai geltende Tankrabatt der Bundesregierung kommt mittlerweile an den Zapfsäulen an. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des ifo Tankrabatt-Trackers. „Während beim Diesel über den gesamten Mai hinweg durchschnittlich 12 Cent weitergegeben wurden, sind es beim Super E5 16 Cent und bei Super E10 15 Cent pro Liter“, sagt Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Finanzwissenschaft. 

Die Autofahrerinnen und Autofahrer wurden entlastet. In der Gesamtbetrachtung verbleibt jedoch ein Teil der eingesetzten Steuermittel von rund 1,6 Milliarden Euro bei den Mineralölkonzernen. Außerdem komme der Tankrabatt vor allem denjenigen zugute, die viel fahren oder Fahrzeuge mit hohem Verbrauch besitzen. Die pauschale Steuersenkung eignet sich nicht zur zielgenauen Entlastung besonders betroffener Personengruppen, etwa Pendlerinnen und Pendler mit niedrigem Einkommen. Zugleich verzerrten die niedrigeren Preise an der Zapfsäule das Knappheitssignal und setzten falsche Anreize. Auch wirkt der Tankrabatt klimapolitischen Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen im Autoverkehr entgegen.

„Die Bundesregierung sollte den Tankrabatt nicht über den Juni hinaus verlängern“, sagt Neumeier. „Stattdessen braucht es zielgenaue Maßnahmen wie eine Reform der Einkommensteuer, um einkommensschwache Haushalte zu entlasten.“

Der ifo Tankrabatt-Tracker wird an jedem Werktag auf Basis der Spritpreise vom Vortrag aktualisiert. Damit kann jede*r interessierte Bürger*in Tag für Tag nachvollziehen, ob der Tankrabatt die versprochene Wirkung entfaltet und die Spritpreise senkt. Auf der Webseite und im ifo Schnelldienst digital finden sich außerdem Informationen zu den verwendeten Daten und zu den Methoden, die die Wissenschaftler*innen für ihre Auswertung nutzen.

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Wirtschaft

ifo Institut: Stimmung in der Autoindustrie hat sich leicht aufgehellt

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München 03.06.2026

– Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im Mai etwas verbessert. Der Indikator stieg auf minus 20,8 Punkte, von minus 23,5* Punkten im April. Die Unternehmen bewerteten dabei ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im Vormonat und sehen zudem weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. „Angesichts der weiterhin hohen Unsicherheit bleibt die Stimmung in der Autoindustrie dennoch sehr gedrückt“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. 

Die Exporterwartungen fielen deutlich von 11,7 Punkten* im April auf minus 16,4 Punkte im Mai. Hierfür dürften die erneuten Zolldrohungen der USA Anfang Mai eine wichtige Rolle gespielt haben. Am 20. Mai 2026 haben sich dann jedoch EU-Kommission, Parlament und der Rat der EU-Mitgliedstaaten darauf geeinigt, das Zollabkommen mit den USA umzusetzen. Das dürfte in der Automobilbranche für ein gewisses Aufatmen gesorgt haben. „Allerdings stellen auch die weiterhin geltenden US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Autos und deren Teile immer noch eine spürbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie dar“, sagt Wölfl.

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Wirtschaft

Die Bahnbranche blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte – zurück

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Berlin 02.06.2026

– Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn (VDB), André Rodenbeck, erklärte heute in Berlin, dass der Auftragseingang für die Fertigstellung von Streckenausbauprojekten im deutschen Bahnnetz ein deutliches Zeichen für die Zufriedenheit mit der geleisteten Arbeit und der Weiterentwicklung der Bahntechnologien sei.

Die Bahnindustrie erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro. Mit einem Auftragseingang von 21,8 Milliarden Euro erreichte die Branche eine neue Rekordbilanz.

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Berlin

Deutschlands Seenland: Drei Bundesländer, ein Ziel

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Berlin 02.06.2026 

– Eine bundesweit einzigartige Allianz für die Bewerbung des Wassertourismus in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird fortgeführt: Die Tourismusorganisationen visitBerlin (Berlin Tourismus & Kongress GmbH), TMB Tourismus-Marketing Brandenburg und die MV Tourismus GmbH haben ihre seit 2022 bestehende Kooperation im Wassertourismus mit dem Titel „Deutschlands Seenland“ verlängert. Ziel der Kooperation ist es, Gäste für wassertouristische Angebote, angefangen beim Hausbootfahren bis hin zum Paddeln, zu begeistern. Die verbundenen Wasserreviere der drei Kooperationspartner bilden mit mehr als 5.000 Seen und 60.000 Kilometern Fließgewässer gemeinsam Deutschlands größtes zusammenhängendes Wassersportrevier, das auf rund 900 Kilometern auch führerscheinfrei befahren und erlebt werden kann.

Der Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, Peter Kranz, sagte: „Pünktlich zum Sommerstart bewerben wir gemeinsam das wassertouristische Angebot in Deutschlands Seenland – über Ländergrenzen hinweg und mit vereinten Kräften von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Ein Urlaub am und auf dem Wasser öffnet Horizonte und verbindet Regionen; das wollen wir unseren Gästen näherbringen.“

Sabine Wendt, Geschäftsführerin von visitBerlin: „Gerade im Sommer zeigt sich Berlin mit seinen Seen, Strandbädern, Wasserwegen und sogar Wasserfällen von einer besonders schönen Seite, urban und zugleich entspannt. Gemeinsam mit Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern machen wir Deutschlands Seenland als einzigartiges Reiseziel erlebbar.“

TMB Geschäftsführer Christian Woronka ergänzt: „Durch den Wassertourismus wird Wertschöpfung und Lebensqualität in den Regionen generiert und er stärkt regionale Infrastrukturen sowie gastgewerbliche und freizeitbezogene Angebote. Einheimische wie Gäste profitieren davon gleichermaßen. Die große Hausboot-Rundtour durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin verdeutlicht als ein Beispiel, wie verbunden die drei Bundesländer durch die Gewässer bei dieser europaweit einzigartigen Tour sind. Auf ihr erlebt man unter anderem den Wechsel von unberührter Natur zu pulsierendem Stadtleben.“

Ausblick: Mehr Service auf deutschlands-seenland.de 
Wer sich für einen Urlaub in Deutschlands Seenland interessiert, soll zukünftig noch mehr Informationen zur Urlaubsplanung bekommen. Welche Befahrungsregeln gibt es? Wo kann ich meinen Angelschein erwerben? Was muss ich in Sachen Umwelt- und Naturschutz beachten? Diese und weitere Fragen sollen auf der neuen Serviceseite unter deutschlands-seenland.de beantwortet werden. Bis zum Jahresende soll das Portal zudem in englischer Sprache verfügbar sein, um auch ausländische Gäste zu begeistern.

Deutschlands Seenland auf allen Kanälen 
Zudem verständigten sich die Kooperationspartner, die Marke „Deutschlands Seenland“ großangelegt und auf allen Kanälen im Kampagnenzeitraum von Juni bis Ende Oktober zu bewerben. Der zugehörige Kurzfilm, bei dem Gäste einen humorvoll inszenierten Kanuausflug von Berlin nach Schwerin verfolgen können, wurde bereits im Mai auf dem 35. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern im Werbeblock bei 60 Filmvorführungen gezeigt und kann zudem auf YouTube und weiteren Social-Media-Kanälen angesehen werden.

Foto: © visitBerlin. Im Bild (v. l. n. r.): Peter Kranz, Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, mit Sabine Wendt, Geschäftsführerin von visitBerlin, und Christian Woronka, Geschäftsführer der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg, an der Spree in Berlin.

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Wirtschaft

ifo Institut: Materialknappheit in der Industrie verschärft sich

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München 02.06.2026

– Industrieunternehmen haben immer mehr Probleme, sich mit Vorprodukten zu versorgen. Im Mai berichteten 15,9 Prozent der Industrieunternehmen von Engpässen. Im April lag der Anteil noch bei 13,8 Prozent. „Die Lieferketten bleiben angespannt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Vor allem Branchen mit hohem Bedarf an öl- und energieintensiven Vorprodukten spüren die Folgen der geopolitischen Spannungen.“

Stark betroffen ist die Chemische Industrie. Dort berichteten 31,2 Prozent der Unternehmen von Materialmangel. Auch bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren bleibt die Lage schwierig: Der Anteil stieg auf 23,7 Prozent. In der Elektroindustrie meldet rund jedes vierte Unternehmen Probleme bei der Materialversorgung. In der Automobilindustrie liegt der Anteil mit 10,0 Prozent vergleichsweise niedrig. „Verglichen mit dem langfristigen Durchschnitt vor 2020, der industrieweit bei etwa fünf Prozent liegt, sind diese Zahlen beunruhigend hoch“, sagt Wohlrabe. „Es ist durchaus möglich, dass mehrere Unternehmen infolge der Engpässe die Produktion senken müssen.“ 

Die konsumnahen Branchen bleiben von der Mangellage weitgehend verschont. In der Getränkeindustrie wurden keine Engpässe gemeldet. Bei den Nahrungsmittelherstellern lag der Anteil bei 6,9 Prozent.  

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Berlin

Erfolgreich in die Zukunftmit#Ausbildung

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Berlin 01.06.2026

Die -Neue Allianzvereinbarung ZDH- mit dem Bundesministerium für Bildung, Familie und Jugend (BMBSFI) startet unter dem Motto „Erfolgreich in die Zukunftmit#Ausbildung“ ab heutigem Montag, 1.Juni 2026,  für eine neue Berufsausbildung.

Bundesministerin Karin Prien sagte „Mit der neuen Vereinbarung übernimmt die Allianz für Aus-und Weiterbildung Verantwortung für die Zukunft Deutschlands.

Handwerkspräsident Jörg Ditrich hebt hervor:Unsere Betriebe brauchen mehr denn je motivierte und gut vorbereitete Auszubildende.

Foto: © PWO

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Politik

Wohngeld und Kinderzuschlag in reformierte Grundsicherung

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München 01.06.2026

– Eine reformierte Grundsicherung, die weitere Leistungen wie Wohngeld und Kinderzuschlag integriert, hätte positive Effekte auf das Arbeitsangebot und das Staatsbudget. Das ergaben Berechnungen des ifo Instituts und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Wichtig sind für diese Zielgrößen die Hinzuverdienstregelungen. Wer auf dem Arbeitsmarkt in sozialversicherungspflichtige Jobs wechseln will, dem sollte weniger der Transferleistungen abgezogen werden. Bei Haushalten ohne Kinder, die in Kleinst- und Minijobs verweilen, müsste hingegen stärker angerechnet werden“, sagt Maximilian Blömer, Leiter der Ex-Ante Politikevaluation am ifo Institut. 

Das IAB und das ifo Institut hatten unabhängig voneinander mehrere Reformansätze in sogenannten Mikrosimulationen durchgerechnet und dabei Konsensschätzungen zu 84 Reformvarianten abgegeben. „Die Anpassungen der Stellschrauben zeigen, dass das Aufgehen von Wohngeld und Kinderzuschlag in einer Grundsicherung mit veränderten Hinzuverdienstregelungen überwiegend zu fiskalischen Einsparungen führen würde“, sagt IAB-Forscherin Kerstin Bruckmeier. Es sei aber darauf zu achten, dass Haushalte mit Kindern und hohen Wochenarbeitszeiten nicht schlechter gestellt würden als im heutigen System.  

Andere Reformansätze, wie die reine Zusammenlegung von Wohngeld und Kinderzuschlag würden nach den Berechnungen der Forscher schwächeren Effekten oder sogar Mehrkosten erzeugen.

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Politik

Zu wenig Kapazitäten bei Fachkräften in der Pflege

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Berlin 01.06.2026

– Der Bericht über die Umsetzung und Weiterentwicklung des Personalbemessungsverfahrens in der vollstationären Langzeitpflege liegt als Unterrichtung der Bundesregierung (21/6180) vor. Laut Sozialgesetzbuch XI (SGB XI/Soziale Pflegeversicherung) prüft das Bundesgesundheitsministerium erstmals 2025 und dann alle zwei Jahre eine Anpassung der Personalanhaltswerte in der vollstationären Langzeitpflege sowie der Grundlagen für eine mindestens zu vereinbarende Personalausstattung.

Während die Mindestpersonalausstattung bislang landesindividuell geregelt ist, soll sie perspektivisch durch eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung ersetzt werden. Grundlage der ministeriellen Prüfung ist ein Bericht des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Das Gesundheitsministerium sei dabei zu der Einschätzung gelangt, dass eine weitere Anhebung der Personalanhaltswerte derzeit nicht möglich ist. Auch eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeführt werden. Der Arbeitsmarkt biete nicht die nötigen Kapazitäten bei Assistenz- und Fachkräften in der Pflege.

Bei Pflegefachkräften handele es sich um einen Engpassberuf nach der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit. Für Assistenzkräfte in der Pflege lägen in der Arbeitsmarktstatistik keine gesonderten Daten vor. Aus dem Bericht des GKV-SV lasse sich jedoch ableiten, dass gerade in diesem Bereich die größte Lücke bestehe. Die neu startenden Ausbildungen nach dem Pflegefachassistenzgesetz ab 2027 könnten dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.

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Wirtschaft

Arbeitslosigkeit geht leicht zurück,

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Berlin 29.05.2026

– Im Mai 2026 waren insgesamt 2,95 Millionen Menschen arbeitslos. Das waren 58.000 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,3 Prozent und ist damit gegenüber April um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Saisonbereinigt waren im Mai 12.000 Menschen weniger arbeitslos als im April. Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mitzählt, verringerte sich saisonbereinigt um 8.000.

Aufgrund der anhaltend angespannten geopolitischen und wirtschaftlichen Lage fällt die Frühjahrsbelebung auch im Mai verhalten aus. Die Konjunktur ist weiterhin zu schwach, um Impulse am Arbeitsmarkt zu setzen. Das Risiko, durch den Verlust der Beschäftigung arbeitslos zu werden, ist im langjährigen Vergleich jedoch nach wie vor relativ gering.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im März saisonbereinigt – nach fünf Rückgängen in Folge – wieder leicht gestiegen. Ohne Beschäftigungsaufnahmen von ausländischen Staatsangehörigen würde die Zahl der Beschäftigten in Deutschland schon seit längerem sinken. Im März waren 5,93 Millionen Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Deren Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 194.000 gestiegen.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Trotz einer leichten Erholung bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt angesichts der anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung angespannt. Grund dafür sind die internationalen Krisen und die Transformationsprozesse in der Wirtschaft. Mit dem 500-Milliarden-Investitionspaket fördert die Bundesregierung Zukunftstechnologien und setzt gezielte Wachstumsimpulse. Allein in diesem Jahr investieren wir zudem gemeinsam mit der BA rund vier Milliarden Euro in die berufliche Weiterbildung, um Menschen fit zu machen für die Jobs von morgen.

Vor allem Grundkenntnisse zu KI und der Umgang mit digitalen Technologien müssen in alle Ausbildungsberufe integriert werden. Gut ausgebildete Fachkräfte sind entscheidend für die Innovations-, Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit

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Wirtschaft

Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, April 2026

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0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt)
+0,2 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt)
-0,4 % zum Vorjahresmonat

Wiesbaden 29.05.2026

– Im April 2026 waren rund 45,61 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) blieb die Zahl der Erwerbstätigen damit saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert (‑6 000 Personen; 0,0 %). Von Mai 2025 bis März 2026 war sie gegenüber dem jeweiligen Vormonat durchschnittlich um 17 000 Personen gefallen.

Nicht saisonbereinigt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im April 2026 gegenüber März 2026 um 88 000 Personen (+0,2 %) zu. Im April-Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 war die Erwerbstätigkeit im Vormonatsvergleich um 95 000 Personen gestiegen.

Rückgang der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahr hält an

Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Erwerbstätigen im April 2026 um 184 000 Personen (-0,4 %). Damit setzte sich der seit August 2025 auf dem Arbeitsmarkt erkennbare Abwärtstrend im Vorjahresvergleich weiter fort. In den Monaten Januar und Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat jeweils bei ‑0,3 % gelegen, im März 2026 ebenfalls bei -0,4 %.

Bereinigte Erwerbslosenquote im April 2026 bei 3,8 %

Im April 2026 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 1,68 Millionen Personen erwerbslos. Das waren 21 000 Personen oder 1,2 % mehr als im April 2025. Die Erwerbslosenquote stieg auf 3,9 % und lag damit leicht über dem Vorjahreswert (April 2025: 3,8 %).

Bereinigt um saisonale und irreguläre Effekte lag die Erwerbslosenzahl im April 2026 bei 1,67 Millionen Personen. Das waren 13 000 Personen oder 0,8 % weniger als im März 2026. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag unverändert bei 3,8 %.

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Wirtschaft

ifo Institut: Preisdruck lässt etwas nach

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München 29.05.2026

– Etwas weniger Unternehmen planen, ihre Preise anzuheben. Die ifo Preiserwartungen sanken im Mai leicht auf 30,3 Punkte, von 31,3 im April. „Zwar lässt der Preisdruck etwas nach. Dennoch dürften die Produzenten- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten spürbar steigen. Teurere Energie und knappere Vorprodukte erhöhen die Produktionskosten, die von den Unternehmen an ihre Kunden weitergegeben werden“, sagt ifo-Forscherin Tiphaine Wibault. Nach den kräftigen Anstiegen der Preiserwartungen im März und April bleibt das Niveau weiterhin hoch.

Bei den Dienstleistern und im Handel haben die Preiserwartungen leicht nachgegeben von 27,2 bzw. 54,3 Punkten im April auf 25,0 bzw. 48,7 im Mai. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ist der Indikator von 34,4 auf 32,0 Punkte gesunken. Vor allem bei energieintensiven Unternehmen hat der Preisdruck nachgelassen: der Indikator ging von 47,4 auf 41,8 Punkte zurück. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen sind die Preiserwartungen hingegen leicht gestiegen von 29,9 auf 30,7 Punkte. 

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.

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