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Berlin

Regierung erwartet keine stärkere Fluglärmbelastung am BER

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Berlin 26.02..2025 

Die Bundesregierung geht nach eigener Aussage nicht davon aus, dass es durch eine Änderung des Navigationsverfahrens am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) zu mehr Fluglärm kommt. „Für die Bundesregierung sind derzeit keine Anhaltspunkte erkennbar, warum es durch die Performance Based Navigation (PBN)-Umstellung zu einer Änderung der Fluglärmbelastung in den Kommunen Zeuthen, Eichwalde, Schulzendorf, Wildau und Königs Wusterhausen kommen sollte“, heißt es in der Antwort (20/14995) auf eine Kleine Anfrage der Gruppe Die Linke (20/14832). Bei der PBN-Umstellung werde durch die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) grundsätzlich das Ziel verfolgt, „keine wesentlichen Änderungen in der Fluglärmbetroffenheit herbeizuführen“

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Knödel, Käse und Cannoli: Die Aromen Südeuropas auf der Grünen Woche

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21.01.2026

– Kaiserschmarrn aus Österreich, Raclette aus der Schweiz, sizilianische Oliven, französische Macarons und portugiesische Klassiker: Die Grüne Woche schmeckt nach Südeuropa – und nach Wohlfühlen.

Zwei Stunden bevor die ersten Gäste die Hallen der Grünen Woche betreten, wird auf der Christl Alm bereits geschäftig gewerkelt. Es gibt auch einiges zu tun im beliebten Restaurant am österreichischen Gemeinschaftsstand: Brötchen aufschneiden für Bratwurst, Leberkäs und Käsekrainer, Semmelknödel und Spinatknödel drehen, Salatdressing vorbereiten und – ganz wichtig – Das Fleisch in den Ofen schieben.

Vor dem Ansturm: Hochbetrieb auf der Christl Alm

„Es dauert etwa zwei Stunden, bis die erste Runde Schweinebraten fertig ist“, sagt Hannes Traunberger aus Linz, Chef der Christl Alm. Seit über zehn Jahren gehört das Restaurant mit den rot-weiß-karierten Tischdecken zu den Anziehungspunkten der World Tour der Grünen Woche. An über 50 Tischen verköstigen Hannes und sein 33-köpfiges Team die Besucherinnen und Besucher mit hausgemachten Marillenknödeln, Kaiserschmarrn und Riesengermknödeln, Kartoffelgröstl, Grillschinken und Schweinebraten „Viele kommen wegen des Schweinebratens oder der Speckknödel. Vor drei Jahren haben wir mit den Spinatknödeln etwas Neues mitgebracht und die werden geliebt“, sagt Hannes. Er mag die Atmosphäre in der südeuropäisch geprägten Halle 4.2: „Die Gäste sind gern und lange hier – und wir auch. Es ist einfach super mit der Schweiz, Italien und Frankreich“, sagt er.

Die süße und herzhafte Seite Siziliens

Wer den Blick durch die Halle schweifen lässt, sieht zunächst die farbenfrohen Macarons von Petit Paris, etwas weiter hinten stapeln sich in der Auslage grüne und schwarze Oliven aus Sizilien, gefüllt mit Mandeln oder Knoblauch, wahlweise mit oder ohne Kern, getrocknete Tomaten sowie Thunfisch aus dem Mittelmeer. Es ist der Stand von Giuseppe Farruggio und Corinn Gallo von La Qualita Autentica. Die Reise durch die Aromen Siziliens hat gerade begonnen, das sagt Corinn: „Wir haben noch einen zweiten Stand.“ 

Mit einem Lächeln weist sie in Richtung der Berge von kandierten Mandeln und Erdnüssen. In dunkle Schokolade gehüllte Orangen- und Zitronensticks liegen neben kunstvollen Schokoblöcken aus heller und dunkler Schokolade, veredelt mit Chili, Kaffeebohnen und der berühmten Pistazie aus Bronte – dem „grünen Gold“ Siziliens. Neben Torrone (karamellisierter Mandel- oder Pistazien-Nougat) Aragustina und Cannoli mit Vanille-, Schoko- oder Pistazienfüllung gibt es Schoko-Lollies in verspielten Formen wie Schmetterling, Hase, Teddybär oder Clown – und frische Erdbeeren und Bananen zum Genießen mit geschmolzener Schokolade direkt am Stand.

Schweizer Klassiker und ein Abstecher nach Portugal

Schokolade findet sich natürlich auch in der Schweiz, zum Beispiel bei Chocosuisse, dem Verband der Schweizer Schokoladenfabrikanten. Und was darf in der Schweiz nicht fehlen? Natürlich, Raclette. Die mit geschmolzenem Käse gefüllten Pfännchen haben bei uns in Deutschland zwischen Weihnachten und Silvester ihren großen Auftritt. Danach verschwindet der Raclette-Grill in meisten Haushalten wieder im Keller. Bei Raclette Suisse gilt: „Raclette geht immer!“ Und das zeigt sich auch an der langen Schlange am Stand. Hier wird der original Schweizer Raclettekäse mit dem typisch würzigen Aroma traditionell vom Laib geschabt (frönzösisch:„racler“) und mit oder ohne Schinken und Pfeffer auf dem Handbrot serviert. 

Danach bietet sich ein kleiner Verdauungsspaziergang in die Halle 7.2c an, wo Galáxia Gulosa mit saftigen Bifana- oder Leitão-à-Bairrada-Sandwiches die herzhafte Seite der portugiesischen Küche präsentiert. Cremige Pastéis de Nata und kunstvoll gefertigte Doce Fino aus der Algarve bilden die süße Ergänzung.

Foto: Messe Berlin

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Berlin

Zwischen Feld und Welt: Metropolregion Nürnberg will Welt-Agrarkulturerbe werden

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21.01.2026

– Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region in Deutschland um den Titel Welt-Agrarkulturerbe und setzt sich damit für eine stadtnahe Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und mehr ein. 

Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region Deutschlands um den Titel Welt-Agrarkulturerbe. Damit setzt sie ein Zeichen: für eine einzigartige, stadtnahe Landwirtschaft, nachhaltige Kreisläufe und Ernährungssicherheit. Vorgestellt wird der Antrag am Donnerstagnachmittag in Halle 23a. Im Fokus der Bewerbung steht eine außergewöhnlich vielfältige Agrarkultur, die seit Jahrhunderten in enger Verbindung mit den Städten der Region steht. Ob das Nürnberger Knoblauchsland, die traditionsreiche Karpfenteichwirtschaft im Aischgrund und in der Oberpfalz oder Streuobstwiesen, Hopfengärten und Weinberge in Franken – sie alle bilden ein einzigartiges, lebendiges Gesamtsystem. Rund 100.000 Menschen arbeiten in der Land- und Ernährungswirtschaft in Nordbayern. Sie versorgen Millionen Menschen mit regionalen Lebensmitteln und leisten zugleich einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaften, zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt. 

Vorgestellt wird die Bewerbung am Donnerstag um 14 Uhr in einer Podiumsdiskussion in der Halle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Dabei informieren Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Vertreter und Vertreterinnen aus der Landwirtschaft über Inhalt und Stand des Antrags bei der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). 

Kulturell und ökologisch ein Schatz 

Der internationale Titel „Welt-Agrarkulturerbe“ wird von der FAO an landwirtschaftliche Systeme verliehen, die durch Tradition, ökologische Resilienz und kulturelle Bedeutung herausragen. Weltweit tragen ihn bisher 104 Landstriche – in Deutschland allerdings noch ein einziger. Mit ihrer Bewerbung möchte die Metropolregion Nürnberg diese Lücke schließen und ihre Agrarkultur international sichtbar machen. Die Auszeichnung bietet die Chance, ein starkes gesellschaftliches Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft zu schaffen. Ob die Metropolregion den Titel erhält, entscheidet die FAO im Laufe des Jahres. 

Dabei geht es nicht um Nostalgie, sondern um die Zukunft. Landwirtschaftliche Traditionen wie Streuobstanbau, Weidetierhaltung oder Brennkunst stehen für Wissen, Handwerk und Innovationskraft. Ein begleitender Aktionsplan soll die regionale Wertschöpfung stärken, mehr Produkte aus der Region in öffentliche Einrichtungen bringen und durch Bildungs- und Erlebnisangebote das gesellschaftliche Wissen und Bewusstsein für die Leistungen regionaler Landwirtschaft entwickeln. 

Nürnberg auf der Grünen Woche 

Die Europäische Metropolregion Nürnberg präsentiert sich mit einem Stand in der Messehalle 23a vom BMLEH. Am Donnerstag um 14 Uhr wird auf der Bühne eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zwischen Feld und Welt – Metropolregion Nürnberg als Welt-Agrarkulturerbe“ abgehalten. Um 14:45 Uhr beginnt das anschließende Pressegespräch am Stand 314.

Foto: © Messe Berlin

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SconeLabs gewinnt Startup-Days der Grünen Woche 2026

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Berlin 22.01.2026

– Zehn Startups, viele Visionen für die Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung: Im Finale der Startup-Days auf der Grünen Woche setzt sich SconeLabs mit einer KI gegen Lebensmittelverschwendung durch.

Eine Gruppe von Personen auf der Bühne im ErlebnisBauernhof bei den Startup-Days 2026 mit großem Scheck für den ersten Platz und Logos der Finalisten im Hintergrund

Die Jury, Finalisten und der Gewinner der Startup-Days 2026. 

Wie soll man einen trinkfertigen Matcha aus der Dose, einen E-Traktor und eine Künstliche Intelligenz, die den Verfall von Obst und Gemüse vorhersagt, vergleichen? Oder ein fermentiertes, zuckerfreies und veganes Instant-Gericht, das zu 100 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht, mit einem autonomen Feldroboter und der Proteinherstellung aus Mikroorganismen und Nebenströmen der Landwirtschaft?

So vielfältig, dass ein Preis kaum reicht: Zehn Startups im Wettbewerb

Dieser Aufgabe widmen sich die Juriorinnen und Juroren des Startup-Preises nun bereits im achten Jahr. Am Dienstag und Mittwoch stellten zehn Startups aus der Agtech- und Foodbranche in dreiminütigen Pitches ihre innovativen Ideen für die Ernährungs- und Landwirtschaft auf der Grüne-Woche-Bühne vor. Die Preisverleihung fand am Mittwochabend im Rahmen des Netzwerkabends der Partner auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs statt. Der Startup-Preis wird in Kooperation mit der Andreas-Hermes-Akademie und der Landwirtschaftlichen Rentenbank verliehen. Er beinhaltet ein Coachingpreisgeld von 1.000 Euro, die Teilnahme an einem Accelerator-Programm von der Rentenbank und eine kostenfrei Präsentationsfläche auf der Grünen Woche 2027. 

„Startups bringen frischen Mut, Geschwindigkeit und Flexibilität in die Branche und die Projekte, die ich hier im Rahmen der Startup-Days gesehen habe, haben alle einen greifbaren Mehrwert“, sagte Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. „Wir haben zehn Pitches gesehen. Das war eine breite Welt an Überraschungen und bei allen Unternehmen sehen wir eine Perspektive“, sagte Jury-Sprecher Gerald Dohme vom Deutschen Bauernverband.

KI-gestützte Sensorik reduziert Verluste in der Lebensmittelkette

Am Ende überzeugte SconeLabs, die sich auf innovative Art dem Thema Lebensmittelverschwendung widmen: Gründer Nishit Agrawal und sein Team haben die Bedingungen in Lagerhallen als eines der größten Probleme ausgemacht. „Jeder kennt das Problem, dass man nicht weiß, wann eine Avocado reif und wann sie schlecht ist“, sagte er im Pitch. Das Problem gibt es in Lagerhallen auch, nur hat es einen weitaus größeren Effekt, als wenn man im Haushalt eine einzelne Avocado entsorgen muss. Das Berliner Technologieunternehmen hat eine Sensorik mit einer Künstlicher Intelligenz kombiniert, die Echtzeitdaten aus Lagerung und Produktion frischer Lebensmittel in verwertbare Erkenntnisse verwandelt. So können Risiken, Qualitätsverluste und Verderb frühzeitig erkannt werden, was Lebensmittelverschwendung verringert, und die Haltbarkeit optimiert.

„Ich kann mir nicht vorstellen, warum man das für sein Lager nicht haben wollen würde und eigentlich auch nicht, warum es das nicht schon längt gibt“, sagte Jury-Mitglied Jana Moritz von der Schwarz Gruppe. 

Gesunde Fertiggerichte und neue Proteinquellen begeistern die Jury

Ähnliches gilt für Miss Mineva’s moderne, gesunde Alternative zu herkömmlichen Fertiggerichten. Auch MicroHarvest hat beeindruckt. Das Biotechnologie‑Unternehmen hat eine neue Art der Proteinproduktion entwickelt, die auf natürlichen Mikroorganismen basiert. 

„Ich fände es schön, wenn wir drei Preise vergeben könnten“, hatte Jury-Mitglied Clement Tischer von der Rewe Group noch vor der Preisverleihung gesagt. Zum Glück geht es ja beim Startup-Preis nicht darum, dass nur eine Idee weiterverfolgt wird. „Wir haben in der Agrar- und Ernährungswirtschaft komplexe Herausforderungen, also brauchen wir auch viele Ideen“, sagte Nikola Steinbock von der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Im Rahmen des Netzwerkabends lud sie noch einmal explizit zum Austausch ein: für eine bessere Vernetzung zwischen Startups und der Landwirtschaft.

Fotos: © Messe Berlin

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young generation hub: Berufe entdecken und Geschicklichkeit trainieren

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Berlin 21.01.2026

– Von A wie Agrarwirtschaftlich-Technischer Assistent bis Z wie Zimmerer reicht die Auswahl an Berufen im young generation hub. Viele Stationen können ganz praktisch selbst ausprobiert werden. 

Es braucht etwas Fingerspitzengefühl, bis die Schweißnaht richtig sitzt. Eine VR-Brille zeigt den Verlauf an, die Umstehenden fiebern über den Bildschirm mit. Am Stand des Gleisbauers und Bahninfrastrukturdienstleisters Spitzke erfahren Jugendliche, welche Ausbildungsberufe das Unternehmen anbietet. Tom und Marvin sind im dritten Lehrjahr zum Baugeräteführer. Sie schweißen zwar keine Schienen zusammen wie ihre Kollegen. Aber wenn an einer ihrer Maschinen etwas kaputt ist, reparieren sie es selbst, zur Not auch mit dem Schweißgerät. Gute Noten in Mathe und Physik sind in ihrem Job von Vorteil. Was ihnen Spaß macht: Der Umgang mit den Maschinen und viel draußen zu sein. 

Mehr als 80 Berufe können Jugendliche im young generation hub in Halle 2.1 noch bis Freitag entdecken. Zu den Ausstellern gehören Unternehmen und Innungen, aber auch Ausbildungseinrichtungen wie der Lehrbauhof. Jeder Stand bietet eine Mitmachaktion an. Bei der Schornsteinfegerinnung können die Schülerinnen und Schüler auf einer Slackline ihren Gleichgewichtssinn trainieren und sich im Besenbinden üben. Die S-Bahn-Berlin hat einen Fahrsimulator mitgebracht. Bei der Bundeswehr wird an einer Trainingspuppe Reanimation geübt. Gartenbauer pflastern einen Weg. 

Geduld und Geschicklichkeit 

Am Stand des Bauunternehmens Porr erwartet die Jugendlichen eine besondere Challenge: Mit einem Elektro-Bagger soll ein Bolzen in ein Rohr versenkt werden – gar nicht so einfach. Trotzdem ist die Schlange lang. „Wir wollen die Baubranche für junge Menschen attraktiv machen“, sagt der Kaufmännische Regionalleiter Spezialtiefbau, Markus Schwarz. Eine Ausbildung wie beispielsweise zum Spezialtiefbauer biete viele Entwicklungsmöglichkeiten – bis hin zum Bauleiter. „Auf Veranstaltungen wie diesen versuchen wir auch Mädchen zu begeistern. Viele Maschinen werden inzwischen per Touchscreen gelenkt. Körperliche Kraft ist keine Voraussetzung mehr für die Arbeit am Bau“, so Schwarz. 

Balász, Jake und Paul aus Pankow haben sich extra bei dem noch größeren Baufahrzeug von Gottlieb Tesch Kanal- und Rohrleitungsbau angestellt. Sie haben bereits bei den Konstruktionsmechanikern um die Wette Schrauben und Muttern eingeschraubt. Balász würde gerne Polizist werden, Jake vielleicht Tischler. Auch Solina, Philine und Karlotta haben das Mutter- und Schrauben-Spiel ausprobiert. Zu ihren Traumberufen – Ärztin, Psychologin, Sportmoderatorin – haben sie allerdings beim young generation hub nur wenig Informationen gefunden, wobei auch verschiedene Studiengänge vorgestellt werden. 

Jeden Tag um 13 Uhr gibt es im young generation hub eine Podiumsdiskussion. Am Montag beispielsweise sprach sich Berlins Arbeits- und Sozialsenatorin und Schirmherrin Cansel Kisiltepe für die Einrichtung eines Azubi-Werks nach dem Vorbild des Studierenden-Werks aus, vor allem um günstigen Wohnraum zu schaffen. Denn der Wohnungsmarkt schreckt viele junge Menschen ab, eine Ausbildung in Berlin zu machen – zum Nachteil der ortsansässigen Wirtschaft. 

Foto: © Messe Berlin

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Kinder lernen Ernährung auf der Grünen Woche

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Berlin 21.01.2026

– Fußball trifft Ernährung: Während Philipp Lahm am Kaufland-Stand für Gesundheitsbewusstsein wirbt, entdecken Schülerinnen und Schüler am Gemeinschaftsstand „Zukunft schmeckt“ die Freude am Kochen.

Nicht viele Menschen können von sich behaupten, schon einmal von einem Fußball-Weltmeister einen Einkaufskorb voller Lebensmittel in die Hand gedrückt bekommen zu haben – die Schülerinnen und Schüler aus der sechsten Klasse der Havelland-Grundschule gehören seit dieser Woche dazu. 

„Wer hat schonmal etwas vom Klimafußabdruck gehört?“, fragt Philipp Lahm. 13 Hände schießen in die Höhe. Der ehemalige Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft überreicht den Kindern Körbe mit Lebensmitteln und einen Scanner. Auf einem Tablet konnten sie ablesen, wie viel CO2 das jeweilige Lebensmittel pro Kilogramm verursacht, außerdem sprechen sie mit Ernährungspsychologin Bastienne Neumann spielerisch über ausgewogene Ernährung. Der Workshop „Machen macht Schule“ fand am Montag am Kaufland Stand in Halle 3.2 statt, wo Philipp Lahm und die Supermarktkette ihre gemeinsame Initiative vorstellten, um Kinder und Jugendliche in Deutschland stärker für ausgewogene Ernährung, Bewegung und persönliche Entwicklung zu sensibilisieren. 

Genuss und Spaß an der Kochinsel von „Zukunft schmeckt“

Am Gemeinschaftsstand „Zukunft schmeckt“ kümmern sich die Berufsköche Daniel Schade und Philipp Schundau um spielerische Genusserlebnisse. Am Stand der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und dem Lebensmittelverband Deutschland finden täglich zwei Kochevents für Schülerinnen und Schüler statt. Heute gibt es Gemüsecurry, Mie-Nudeln mit Gemüsesoße und Waffeln. Die Klasse 6a der Schule am Wäldchen aus Hohenschönhausen verteilt sich in kleinen Gruppen an den Tischen. Sie bekommen Brettchen, Schüsseln, Schäler und kleine Messer. „Passt auf eure Finger auf und lasst euch Zeit“, sagt Philipp Schundau, der Karotten, rote Paprika, Gurken, Zwiebeln und grüne Bohnen an den Tischen verteilt. 

Luca (12) und Maja (13) dürfen Champignons und das geschälte Gemüse in der Küchenmaschine verarbeiten. „Das macht Spaß“, sagt Luca. Keine zehn Minuten sind vergangen und schon ist alles Gemüse kleingeschnitten. Daniel Schade bereitet mit zwei Schülerinnen den Waffelteig vor. „Wir wollen den Kindern auf spielerische Weise das Kochen näherbringen und wie man mit einfachen Zutaten und Spaß in kurzer Zeit etwas Leckeres herstellen kann“, sagt Kerstin Steinchen vom Deutschen Lebensmittelverband.

Gesundheit und Ernährung im Fußball

„Als ich klein war, habe ich noch nicht so viel über Ernährung nachgedacht, aber zum Glück hatte ich meine Eltern und Großeltern, die darauf geachtet haben“, sagt Philipp Lahm. Durch seine Verletzungen wie einen Mittelfußbruch, Kreuzbandriss oder den Trizeps Abriss kurz vor der Heim-WM 2006, habe er sich mehr Gedanken darüber gemacht, was Gesundheit bedeutet und gesunde Ernährung. „Wenn du das, was du liebst, nicht mehr machen kannst, merkst du wie wichtig Gesundheit ist“, sagt er.

Junge Fußballerinnen und Fußballer im Alter von 11-12 Jahren lernen bei FoodSkillz in Halle 23 im Rahmen von IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung spielerisch, was gute Ernährung im Sport bedeutet – mit einem kurzen Theorieteil und gemeinsamen Kochen im Team. Vor Ort lädt das Team am Mittwoch noch von 11.00 bis 13.00 Uhr sowie von 16.00 bis 17.00 Uhr an der Zubereitungsinsel zu Kochaktionen ein.

„Nicht alle haben die Möglichkeit, sich mit Ernährung zu beschäftigen. Die haben ganz andere Sorgen“, sagt Philipp Lahm. Das sei ihm klarer geworden, als er 2007 nach Südafrika gereist ist. Die Eindrücke vor Ort gaben den Startschuss für die Philipp Lahm Stiftung. „Es gibt aber auch in Deutschland benachteiligte Kinder“, ergänzt er. Bei seinen Camps achtet er darauf, die Kinder zu berücksichtigen, die nicht unter so behüteten Verhältnissen aufgewachsen sind wie er selbst.

Foto: © Messe Berlin

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André Thomkins in Berlin

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Berlin 21.01.2026

André Thomkins (1930 Luzern – 1985 Berlin) verbindet surrealistische Impulse, dadaistische Sprachspiele und eine experimentelle Offenheit zu einer künstlerischen Sprache, die ihresgleichen sucht. Im Herzen war Thomkins weniger Maler als vielmehr Zeichner, Dichter, Konzept- und Objektkünstler mit einer Vorliebe für poetische Sprachsysteme und absurde Welten.

Trotz des experimentierfreudigen Gesamtwerkes, ist Thomkins vor allem für seine Zeichnungen bekannt. Erst in den letzten fünfzehn Jahren wurde seine Werkgruppe der Lackskins wiederentdeckt; eine ungewöhnliche Technik, die der zweifache documenta-Teilnehmer durch Zufall bereits in den 1950er Jahren entwickelte: Abgeleitet von einem Buchbindeverfahren ließ er in Experimenten Lack mittels Stäbchen auf eine Wasseroberfläche tropfen. Wie bei der traditionellen Herstellung von Marmorpapier, bearbeitete er den entstehenden Farbfilm, den Zufall miteinbeziehend, um das so entstandene Bild zuletzt mit Papier vom Wasser abzuziehen.

Die Ausstellung André Thomkins. Lackskins startet in der Galerie Michael Haas in Berlin, Niebuhrstraße 5 am 23. Januar 2026. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Foto: © Galerie Haas

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Wenn Reis zu Kunst wird – Asien auf der Grünen Woche

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Berlin 20.01.2026

Auf der Grünen Woche trifft Tadschikistans Kunsthandwerk auf Cosplay und Onigiri aus Japan: Kulinarik, Handwerk und Anime-Kultur zeigen Asiens Vielfalt mitten in Berlin.

Eine der vielleicht aufwändigsten Würdigungen der Grünen Woche steht am Stand von Tadschikistan. Auf 1,35 Meter Breite und 60 Zentimeter Höhe klebt Reiskorn an Reiskorn, rote Linse an Buchweizen und Leinsamen sowie ein Schriftzug aus kleinen grünen Bohnen. „Die Bohnen haben wir alle einzeln im Bild arrangiert“, sagt Fayzimakhmad Amonov, Leiter der Abteilung für internationale Beziehungen des Landwirtschaftsministeriums von Tadschikistan. 

Seit vier Jahren ist das kleinste Land Zentralasiens auf der Grünen Woche präsent. Am Stand gibt es Mandeln, Walnüsse und Trockenfrüchte, Äpfel und Granatäpfel, die in den fruchtbaren Tälern des Landes angebaut werden, sowie Honig von regionalen Imkern und traditionelles Kunsthandwerk. Ein ganz besonderer Publikumsmagnet ist das kunstvolle Grüne-Woche-Reisbild, an dem laut Fayzimakhmad Amonov sechs Personen drei Tage gearbeitet haben, bevor es auf dem Luftweg nach Berlin kam. 

Japanische Reisbällchen zum Selbermachen 

Ein anderes Kunstwerk aus Reis kommt aus Japan. Es heißt Onigiri. Wörtlich übersetzt bedeutet das „gegriffener Reis“ oder „Reisknödel“. Damit sind traditionelle japanische Reisbällchen gemeint mit verschiedenen Füllungen wie Lachs, Pflaume oder Gemüse, die oft in Dreiecks- oder Kugelform gebracht und häufig in Nori-Algenblätter eingewickelt werden. Sie sind ein handlicher Snack für unterwegs oder als Pausenbrot sehr beliebt. Im Gegensatz zu Sushi wird der Reis nicht gesäuert, und die Füllung ist vollständig vom Reis umschlossen, wodurch sich die Aromen intensivieren. 

Im Rahmen des Schulprogramms findet im Bereich „Home Green Home“ noch am Donnerstag, 22.01. und Freitag, 23.01. der Koch-Workshop: „How to Onigiri – Das japanische Butterbrot“ statt. Dabei bereiten Schüler:innen gemeinsam mit Showkoch Mori ihre eigenen Onigiri zu. Besucherinnen und Besucher können zuschauen. 

Onigiri sind in Deutschland und anderen Ländern nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch durch ihre Präsenz in Anime und Manga bekannter geworden. Viele Menschen außerhalb Japans wurden durch Serien und Filme auf diese typischen japanischen Reisbällchen aufmerksam, zum Beispiel durch Szenen, in denen Figuren Onigiri beim Picknick, auf Reisen oder einfach als Snack essen.

Foto: © Messe Berlin

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Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“.

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Berlin 20.01.2026

Bundesforschungsministerin Dorothee Bahr eröffnete am Dienstag, den 20. Januar, das Wissenschaftsjahr 2026 unter dem Motto „Medizin der Zukunft“.

„Gesundheit betrifft uns alle“, betonte sie und fügte hinzu, dass dieses Jahr der Intensivierung und Stärkung der medizinischen Forschung gewidmet sei. Ihr Ministerium wolle Deutschlands Führungsrolle in der medizinischen Forschung unterstreichen und die Gesundheitssysteme durch diese Fortschritte weiter verbessern.

Die Konferenz, die noch bis Mittwoch andauert, bringt medizinische Experten, insbesondere aus den Bereichen Gynäkologie und Weltraummedizin, aus der Europäischen Union, Kanada und mehreren arabischen Ländern zusammen.

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Barrierefreiheit im Tourismus

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Berlin 19.01.2026 

visitBerlin wurde im Rahmen der Urlaubsmesse „Caravan, Motor und Touristik“, kurz CMT, in Stuttgart mit dem „Komoot Spirit Award“ ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Online-Plattform für Outdoor-Aktivitäten die Angebote und Maßnahmen von visitBerlin für einen barrierefreien und inklusiven Tourismus in der deutschen Hauptstadt. Den Preis erhält visitBerlin für die Handbike-Touren sowie barrierefreien Wanderungen und Spaziergänge, die über die Webseite und App von Komoot angeboten werden.

Sabine Wendt, Geschäftsführerin von visitBerlin: „Die Förderung eines zugänglichen und inklusiven Tourismus in Berlin ist für uns eine Herzensangelegenheit. Gemeinsam mit unseren Partnern in der Stadt setzen wir uns dafür ein, Berlin als eine Reisedestination für alle erlebbar zu machen. Die Auszeichnung von Komoot ist eine wunderbare Bestätigung für unsere Aktivitäten und zugleich Ansporn, unsere Angebote in Zukunft noch weiter auszubauen.“

Die Handbike- und barrierefreien Berlin-Touren in der Outdoor-App und auf der Webseite von Komoot machen die Wege und Erlebnisse in der Hauptstadt digital und niedrigschwellig zugänglich. Die angebotenen Touren führen nicht nur zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, dem Gendarmenmarkt und dem Fernsehturm, sondern ebenfalls entlang des ehemaligen Mauerverlaufs und verbinden die lebendige Innenstadt mit der entspannten Natur in den Bezirken. Erarbeitet wurden die Handbike-Routen gemeinsam mit Komoot. Im Rahmen des Projekts „Reisen für Alle“ wurden die drei barrierefreien Wanderwege gekennzeichnet. Das Kennzeichnungssystem bietet verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit touristischer Angebote. visitBerlin koordiniert das Projekt seit 2013 für die deutsche Hauptstadt.

Foto: © komoot/Griessenböck

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Deutsch-Österreichische Gespräche

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Berlin 16.01.2026

– Der deutsche Außenminister Johannes Wadephul begrüßte am Freitag, den 16. Januar, in Berlin auf einer Pressekonferenz mit seiner österreichischen Amtskollegin Beate Reisinger das palästinensische Abkommen über eine nationale Einheitsregierung. Beide bekräftigten ihre Unterstützung für die Bevölkerung des Gazastreifens und dessen Wiederaufbau.

Wadephul und seine österreichische Gästin gaben bekannt, dass sie über Russlands Krieg gegen die Ukraine und die europäische Unterstützung für Kiew im Kampf für Freiheit und die Unabhängigkeit des ukrainischen Volkes gesprochen hätten.

Die beiden Minister erörterten auch die Europäische Union und betonten, dass deren Stärke in der Solidarität der Regierungen ihrer Mitgliedstaaten und deren Politik liege, die auf dem Bekenntnis zur europäischen Einheit beruhe.

Die beiden Minister bezeichneten die Beziehungen ihrer Länder als gut und eng und brachten ihren Wunsch zum Ausdruck, diese weiter zu vertiefen.

Foto: © PWO

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Ein Ort für Brücken, nicht für Gräben

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Berliner Agrarministerkonferenz 2026

Berlin 17.01.2026

Ministerinnen und Minister aus rund 60 Staaten wollen effizientere Wassernutzung in der Landwirtschaft fördern.

Unter Vorsitz des Bundesministers für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, fand heute die 18. Berliner Agrarministerkonferenz mitAgrarministerinnen und Agrarministern aus 61 Staaten sowie Vertreterinnen und Vertretern von 14 internationalen Organisationen statt. In ihrer Abschlusserklärung betonten die Ministerinnen und Minister, dass die Landwirtschaft auf ausreichend Wasser angewiesen ist, um Lebensmittel zu produzieren. Landwirtschaft spielt damit eine Schlüsselrolle für die globale Ernährungssicherheit. Zugleich machten die Agrarminister deutlich, dass die Landwirtschaft als einer der größten Wassernutzer ein zentraler Teil der Lösung bei der Bewältigung von Wasserknappheit ist. Sie kann entscheidend zu einer nachhaltigen Wassernutzung beitragen und wirksame Lösungen für eine globale Wasserresilienz liefern.

Dazu sagt Bundesminister Rainer: „Wasser entscheidet über Ernten, Ernten entscheiden über Ernährung und eine gesicherte Ernährung entscheidet über unsere Zukunft. Uns Agrarministerinnen und Agrarminister eint ein Auftrag: die Produktivität der Land- und Ernährungswirtschaft zu stärken, Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und damit die Einkommen der Höfe zu stabilisieren. Und dabei ist klar: Landwirtschaft braucht Wasser.

Ich freue mich, dass heute von Berlin das klare Bekenntnis ausgeht, dass die Landwirtschaft nicht das Problem, sondern ein zentraler Teil der Lösung für eine nachhaltige Wassernutzung ist. Darauf haben wir uns in unserer Abschlusserklärung verständigt. Diese Abschlusserklärung ist der Ausdruck unseres gemeinsamen Willens, Verantwortung zu übernehmen. Wir bekennen uns dazu, eine effizientere Wassernutzung in der Landwirtschaft zu fördern, etwa durch präzise Bewässerung, Wassereinsparung, besseren Bodenschutz und die Reduzierung von Lebensmittelverlusten. Das zeigt, dass die Agrarministerkonferenz ein Ort für Brücken ist, nicht für Gräben.“

Die Ministerinnen und Minister haben zudem gefordert, die Stimme der Landwirtschaft im Vorfeld der UN-Wasserkonferenz 2026 zu stärken und den Sektor in der globalen Wasserpolitik einzubeziehen.

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Weil der Apfel nicht im Regal wächst: Lernen auf dem ErlebnisBauernhof

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Berlin 17.01.2026

– Auf dem ErlebnisBauernhof feiern die Agrar Scouts ihr Jubiläum, Frauen stehen im Fokus – und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner erinnert daran, dass der Apfel am Baum wächst.

Die Traube vor dem Aktionsrad wird immer größer. Gerade durften die Kinder schätzen, wie viele Lebewesen in einem Liter Boden wohnen und haben gelernt, dass es nicht 300, sondern sogar über zehn Milliarden sind. „Können wir nochmal drehen?“, fragt ein kleines Mädchen und schaut mit großen Augen zu Erwin Koster, der erklärt, was sie tun kann, damit möglichst wenig Lebensmittel im Müll landen. Erwin Koster kommt bereits seit 29 Jahren auf die Grüne Woche, früher als Berufsschullehrer für Landwirtinnen und Landwirte, seit 2020 ist er AgrarScout. „Unser Ziel ist zu informieren. Die Kunst besteht darin, schwierige Sachverhalte so herunterzubrechen, dass man sie nicht mehr vergisst“, sagt er. 

AgrarScouts feiern 10-jähriges Jubiläum 

Die AgrarScouts feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2. „Ohne die hochmotivierten Landwirtinnen und Landwirte, die seit Jahren mit den Menschen in Kontakt treten, offen erklären und einordnen, geht es nicht“, sagte Lea Fließ. Die Geschäftsführerin vom Forum Moderne Landwirtschaft holte die AgrarScouts im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Erlebnisbauernhofes auf die Bühne. Außerdem gebe es noch eine weitere Hauptfigur, verkündet sie: „Die Vereinten Nationen haben 2026 als internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen. Frauen übernehmen Verantwortung mit Selbstverständnis und diese Persönlichkeiten stehen im Mittelpunkt auf dem Erlebnisbauernhof.“ 

Frauen als Rückgrat der Landwirtschaft 

Zehn Porträts von Betriebsleiterinnen, Funktionärinnen und Mitarbeiterinnen präsentierte Lea Fließ auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs, darunter das von Marianne Albersmeier, Betriebsleiterin vom Hof Albersmeier, die sagt: „Wir Frauen werden oft als Rückgrat der Landwirtschaft bezeichnet. Es ist an der Zeit, dass wir ein Gesicht bekommen und echte Gleichberechtigung gelebt wird.“ Marianne Albersmeier ist ebenfalls AgrarScout – genau wie Charlotte Schlichting, die auf dem Vorwiesenhof ihrer Eltern in Lübeck aufgewachsen ist und plant, diesen mit ihrem Bruder zu übernehmen. Auch ihr Porträt befindet sich in der Präsentation, die über den gesamten Messeverlauf zwischen den Programmpunkten auf der Bühne in Halle 3.2 abgespielt werden soll. „Ich habe mich riesig über die Anfrage gefreut, weil es darum geht, Frauen sichtbarer zu machen“, sagt Charlotte Schlichting. Auf Instagram hat sie 12.600 Follower und bei YouTube gibt es unter „NDR auf´m Land“ eine Reportage über ihr Landleben. 

Keine Grüne Woche ohne ErlebnisBauernhof

Auch Johanna Bensch von der Deutschen Phytomedizinische Gesellschaft bemüht sich um Sichtbarkeit. Die angehende Doktorandin erklärt gerade einer Familie, was passiert und wie es aussieht, wenn eine Gurke oder Zuckerrübe von einem Virus befallen wird. Sie klärt auf über Hintergründe zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und auch zu Alternativen wie Fruchtfolge und Mischanbau oder Beschnitt. „Ich möchte Menschen informieren und sensibilisieren für Maßnahmen, die es rund um den Pflanzenschutz gibt und für ein Bild abseits der medial geprägten Inhalte“, sagt sie. 

Landwirtschaft zum Verstehen und Anfassen, das ist das Motto des ErlebnisBauernhofs, ein Gemeinschaftsprojekt des Forums Moderne Landwirtschaft mit mehr als 70 Partnern aus der Agrar- und Ernährungsbranche. Sie alle laden in Halle 3.2 dazu ein, Landwirtschaft spielerisch zu entdecken mit interaktiven Stationen, Mitmachaktionen und praxisnahen Angeboten rund um Prävention, Sicherheit und Bildung für die Grüne Branche. „Ich kann mir Berlin nicht ohne Grüne Woche vorstellen und ich kann mir die Grüne Woche nicht ohne den Erlebnisbauernhof vorstellen. Wir Stadtmenschen und gerade auch die Kinder sollten wissen, dass der Apfel am Baum wächst und nicht im Regal“, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner.

Ninja Priesterjahn Foto, © Messe Berlin

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Brandenburg vernetzt, Berlin inszeniert

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Berlin 17.01.2026

– Ein zweiter Tag voller Köstlichkeiten liegt hinter uns – von der Straußenbratwurst bis zur Wasserbüffelsülze, dem Wacheteleierlikör und der Gurkenbrause.

Enge Vernetzung in Brandenburg

„Hier in Brandenburg entstehen Netzwerke“, sagt Karl-Dietmar Plentz. „Vor zwei Jahren haben wir hier Landwirte kennengelernt, die Kichererbsen in Brandenburg anbauen“, erzählt er. Die Kichererbsen der Agrargenossenschaft Trebbin vertreibt Karl-Dietmar Plentz nun mit an seinem Stand. Außerdem kam er dadurch auf die Idee, neben dem Roggenbrot aus Natursauerteig, das auf dem Rezept seines Urgroßvaters basiert, Brot aus Kichererbsenmehl anzubieten. Der Bäckermeister stellt seit 25 Jahren in der Brandenburg-Halle aus. Zum 100. Jubiläum hat er ein etwa 1,20 Meter langes Grüne-Woche-Brot gebacken. Sein Unternehmen ist mit 148 Jahren noch älter ist als die Messe. In Brandenburg sind alle eng vernetzt – auch mit der Landwirtschaftsministerin Hanka Fröhlich. „Sie war selbst lange Ausstellerin in der Brandenburg-Halle. Wir sehen sie als eine von uns“, sagt Karl-Dietmar Plentz. „Das ist hier wie ein Familientreffen.“

Originale Berliner Mauersteine selbst kloppen

Auch Berlin setzt ein Zeichen für Verbindung, Herkunft und gelebte Tradition: Die Fläche wurde von 500 auf 1.200 Quadratmeter vergrößert und befindet sich in diesem Jahr in Halle 21b. Übersehen lässt sich der Bereich kaum: Das DDR-Museum präsentiert 3,60 Meter hohe Originalsteine der Berliner Mauer, aus denen Besucherinnen und Besucher selbst Stücke abschlagen, mit einer alten DDR-Wage abwiegen und käuflich erwerben können. BRYX Toys baut aus 50.000 Klemmbausteinen bis zum 20. Januar den Berliner Fernsehturm im Maßstab von 1:54 auf einer Höhe von 6,80 Metern nach, der Berliner Funkturm wird in einer Höhe von 25 Zentimetern zum Kauf angeboten. Außerdem hat Berlin eine bunte Mauer als Foto-Spot und eine eigene Bühne, die von rbb 88,8 bespielt wird. 

Berliner Kleingärtner beleben Grüne Woche nach Kriegsende

Auch ein Stück Berlin zeigt der Stand des Berliner Landesverbands der Gartenfreunde (Halle 21b/223). Hier lässt sich nachvollziehen, welchen Einfluss die Kleingärtner auf das Bestehen der Grünen Woche haben und hatten. „Dank der Kleingärtner, die ihr Obst und Gemüse aufs Messegelände brachten, konnten 1948 erstmals nach dem zweiten Weltkrieg wieder Agrarerzeugnisse gezeigt werden“, sagt Lars Jaeger, Direktor der Grünen Woche.

Für das aktuellen Berlin-Flair sorgt der Start-up-Bereich, in dem sich über die Laufzeit der Messe 17 unterschiedliche Unternehmen vorstellen, der Gemeinschaftsstand „Crafted in Berlin“ mit ausgewählten regionalen Manufakturen und die „Initiative gegen Beliebigkeit“, ein Zusammenschluss verschiedener Traditionsbetriebe. Sterne-Koch Tim Raue präsentiert am Mittwoch, 21. Januar um 11.00 Uhr die neue Currywurst-Kreationen für das Fernsehturm-Restaurant (21b/221). 

Kai Wegner mit einem Bauhelm, Hammer und Meißel an einem Stück der Berliner Mauer.

Ein Stück Berliner Mauer für Zuhause – gibt´s in der Berlinhalle.

Heute präsentierte sich die Reiterstaffel der Bundespolizei und in der Blumenhalle wurde im Stil der Goldenen 20er getanzt, herzlich Willkommen morgen zum Tag 3 der Grünen Woche.

Fotos: © Messe Berlin

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Berlin

Mit der Grünen Woche auf Deutschlandreise

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Berlin 16.01.2026

Einmal quer durch Deutschland an einem Tag: Von Grünkohl und Stadionbratwurst über Glühweinbrot, echte Berliner Currywurst und Wein aus dem Ländle bis zum bayerischen Biergarten: Besucherinnen und Besucher entdecken auf der Deutschland-Tour regionale Klassiker, kreative Neuinterpretationen, Jubiläumsaktionen zu 100 Jahren Grüne Woche und touristische Highlights aus allen Bundesländern – genussvoll, überraschend und vielfältig. 

Foto: © Messe Berlin

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EU-Agrarkommissar Hansen zieht Bilanz

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Berlin 16.01.2026

EU-Agrarkommissar Christophe Hansen zieht auf der Grünen Woche Bilanz seines ersten Amtsjahres. Im Fokus stehen Einkommen der Landwirte, die Zukunft der GAP, Herkunftskennzeichnung und der direkte Dialog mit der Praxis. „Für mich ist es eine große Ehre, in dieser wunderbaren Veranstaltung der Grünen Woche in Berlin teilnehmen zu dürfen. Wir sind hier wieder auf einer der größten Landwirtschaftsmessen in Europa und in der Welt.“

Foto: © Messe Berlin-Christoph Hansen

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