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Wirtschaft

ifo Institut: Deutsche Wirtschaft überraschend robust

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München 30.07.2026

– Trotz gestiegener Energiepreise und hoher Inflation blieb die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 2026 auf Erholungskurs. Neben der expansiven Finanzpolitik kamen konjunkturelle Impulse aus dem Ausland. „Insbesondere das krisengeplagte Verarbeitende Gewerbe dürfte seine Wertschöpfung weiter ausgeweitet haben. Darauf deuten die gestiegenen Industrieumsätze, insbesondere im Auslandsgeschäft, hin“, kommentiert ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent im zweiten Quartal 2026. Auch die Geschäfte im Einzelhandel verbesserten sich nach einem Tief zu Jahresbeginn. 

In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich laut Wollmershäuser die Erholung fortsetzen. Darauf deutet unter anderem die Aufhellung des ifo Geschäftsklimas in den vergangenen Monaten hin. Vor allem hält der Schub durch die Finanzpolitik an. Im Sommer nahmen zudem eine Reihe struktureller Reformen der Bundesregierung Gestalt an. Allerdings ist der Konflikt am Persischen Golf am 10. Juli wieder aufgeflammt, wodurch die Energiepreise erneut kräftig gestiegen sind. „Die vom ifo Institut im Juli befragten Unternehmen blicken dennoch deutlich weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. Es gibt kaum Unterschiede zwischen den Geschäftserwartungen der Unternehmen, die vor dem 10. Juli und danach geantwortet haben“, so Wollmershäuser weiter.* Dahinter verbirgt sich vermutlich die Hoffnung, dass der Konflikt bald beigelegt sein wird. 

*Zwischen dem 07.07. und 10.07.2026 hatten gut 60 Prozent der Befragten ihre Einschätzungen zu Geschäftserwartungen für den Juli bereits abgegeben.

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Berlin

Die IFA 2026 in der Hosentasche: Die offizielle IFA App ist ab sofort verfügbar

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Berlin, 30. Juli 2026 

– Die offizielle App der IFA 2026 ist ab sofort im Apple App Store und bei Google Play verfügbar. Als digitaler Begleiter unterstützt sie Fachbesuchende, Ausstellende, Medienverter:innen und Technikfans dabei, ihren Aufenthalt auf dem Berliner Messegelände optimal vorzubereiten und das weltweit größte Event für Consumer Electronics, Home Appliances und Future Tech, vom 4. bis 8. September, effizient zu erleben.

Die gesamte IFA in einer App

Von internationalen Technologiemarken über aufstrebende Start-ups bis zu neuen Produkten, Show Areas, Bühnen und Programm-Highlights: Die App dient als persönlicher Guide, führt durch das umfangreiche Angebot der Messe und bündelt alle Informationen rund um die IFA 2026. Interessante Aussteller und Programmpunkte lassen sich als Favoriten speichern und übersichtlich organisieren. Mit der persönlichen Agenda können Sessions, Keynotes, Produktpräsentationen und weitere Veranstaltungen vorgemerkt werden. So entsteht bereits vor der Anreise ein individueller Zeitplan, der sich während der IFA flexibel anpassen lässt.

Damit unterstützt die App sowohl Besucherinnen und Besucher, die sich von aktuellen Technologietrends inspirieren lassen möchten, als auch Branchenprofis, die ihren Aufenthalt gezielt an konkreten Geschäftszielen und Produktkategorien ausrichten wollen sowie Journalist:innen, die Gesprächstermine vorab vereinbaren möchten.

Push Notifications werden über aktuelle Hinweise, Live-Updates und kurzfristige Programmänderungen informieren und helfen dabei, auch an ereignisreichen Messetagen den Überblick zu behalten.


Wie Google Maps, nur für die IFA

Ein zentrales Feature ist die integrierte Blue-Dot-Navigation. Ähnlich wie bei bekannten Kartendiensten zeigt die App den eigenen Standort direkt auf dem digitalen Geländeplan an und versorgt Besucher:innen schnell mit den nötigen Informationen, um sich mühelos auf der IFA zurechtzufinden.

Nutzerinnen und Nutzer können sich zu Hallen, Bühnen, Show Areas, Ausstellerständen und Programmpunkten führen lassen. Die App bietet interaktive Grundrisse, berechnet Wegezeiten und liefert Wegbeschreibungen zu und von verschiedenen Standorten auf dem Veranstaltungsgelände.

Gerade an stark besuchten Messetagen hilft die Navigation dabei, Wege effizient zu planen, Termine pünktlich zu erreichen und auch bisher unbekannte Bereiche der IFA zu besuchen. Damit wird die App zum digitalen Wegweiser für alle, die ihre Zeit auf der IFA effizient nutzen und möglichst viele Highlights entdecken möchten.

Digitales Networking für mehr relevante Kontakte

Für Fachbesuchende und registrierte Teilnehmende bietet die IFA App zusätzliche Networking-Funktionen. Nutzerinnen und Nutzer können gezielt nach Kontakten suchen, die zu ihren Geschäftszielen passen, direkt über die App Nachrichten austauschen sowie persönliche Meetings anfragen und verwalten. Diese Funktion können Journalist:innen beispielsweise nutzen, um sich mit Vertreter:innen von Ausstellern zu verbinden.

Die App empfiehlt zudem relevante Networking-Möglichkeiten, indem sie Personen und Kontakte auf der Grundlage der Interessen, des Profils und der Aktivitäten der Nutzenden innerhalb der App vorschlägt.

Damit beginnt das Networking nicht erst auf dem Messegelände. Relevante Kontakte können bereits vor der IFA identifiziert und angesprochen werden. Während der Veranstaltung unterstützt die App bei der Koordination der Gespräche, anschließend können neu geknüpfte Beziehungen weitergeführt werden.

Die App schafft damit eine digitale Verbindung zwischen dem physischen Messeerlebnis und dem internationalen IFA-Netzwerk – vor, während und nach der Veranstaltung.
„Die IFA bringt Menschen, Marken und Ideen aus aller Welt zusammen. Mit der IFA App beginnt dieses Erlebnis bereits vor dem ersten Messetag. Sie hilft unseren Besucherinnen und Besuchern, relevante Inhalte und Kontakte zu finden und ihre Zeit auf der IFA bestmöglich zu nutzen. Von der ersten Planung über die Navigation auf dem Gelände bis zum persönlichen Geschäftstermin begleitet die App durch das gesamte IFA-Erlebnis“, sagt Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH.

Fotos: © IFA-2026

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Wirtschaft

Soja startet durch

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Heimische Erntemenge von Sojabohnen von 2016 bis 2025 mehr als verdreifacht. •Sojabohnen-Importe (3,4 Millionen Tonnen) übersteigen heimische Erntemenge (130 800 Tonnen) 2025 deutlich. •EU-Anbauflächen von 2016 bis 2025 um 22,1 % gestiegen.

Wiesbaden 30.07.2026 

– Soja wird nicht nur als Futtermittel in der Nutztierhaltung eingesetzt, sondern auch zur Herstellung von Nahrungsmitteln wie etwa Tofu oder Sojajoghurt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland vom Jahr 2016, für das erstmals Zahlen zu Sojabohnen erhoben wurden, bis zum Jahr 2025 um 174,1 % gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden auf insgesamt 43 300 Hektar Sojabohnen angebaut – mehr als die Hälfte (52,7 %) davon in Bayern. 2016 waren es deutschlandweit noch 15 800 Hektar. Der Anteil der Anbaufläche für Sojabohnen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche lag 2025 bei 0,3 %.

Mehr als die Hälfte der deutschen Sojaernte aus Bayern

Auch die Ernte von Soja ist entsprechend stark gestiegen. Von 2016 bis 2025 hat sich die Erntemenge von Sojabohnen von 43 200 Tonnen auf 130 800 Tonnen mehr als verdreifacht (+202,8 %). Den Großteil der deutschen Sojaernte gab es 2025 in Bayern (57,3 %), gefolgt von Baden-Württemberg (18,0 %) und Sachsen-Anhalt (6,9 %).

Knapp zwei Drittel aller Sojabohnen-Importe aus den USA

Einen deutlich größeren Anteil der Versorgung mit Soja machen die Importe von Sojabohnen aus. Im Jahr 2025 wurden 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland eingeführt, 8,4 % mehr als im Jahr 2016 mit 3,1 Millionen Tonnen. Größte Sojabohnen-Lieferanten waren 2025 die Vereinigten Staaten mit 2,2 Millionen Tonnen. Das waren knapp zwei Drittel (64,1 %) der Importmenge. Weitere wichtige Lieferanten waren Brasilien (16,5 %) und die Ukraine (9,0 %).

Italien mit EU-weit größten Anbauflächen für Sojabohnen

In der Europäischen Union (EU) sind die Anbauflächen von Sojabohnen prozentual weniger stark gestiegen als in Deutschland. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat wurde im Jahr 2025 auf insgesamt 1,0 Millionen Hektar Sojabohnen angebaut. Das war gut ein Fünftel (22,1 %) mehr als 2016. Damals lagen die Anbauflächen für Sojabohnen bei 831 200 Hektar.

Mit rund 2,8 Millionen Tonnen war die Sojaernte in der EU 2025 knapp ein Zehntel (+9,9 %) höher als 2016 mit 2,5 Millionen Tonnen. Wegen schwankender Erträge fielen die Ernten in einzelnen Zwischenjahren aber auch höher aus, etwa 2018 und 2024.

Wichtigster Produzent von Sojabohnen in der EU war 2025 Italien (297 800 Hektar Anbaufläche, 1,1 Millionen Tonnen Ernte), gefolgt von Frankreich (150 200 Hektar, 391 900 Tonnen). Zusammen entfielen auf die zwei Staaten 44,1 % der Anbaufläche und gut die Hälfte (53,5 %) der Ernte von Sojabohnen in der EU. Deutschland hatte 2025 mit 4,3 % der Anbaufläche und 4,7 % der Ernte einen vergleichsweise kleinen Anteil an der gesamten Sojaproduktion in der EU.

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Wirtschaft

ifo Institut: Weniger Firmen planen Preiserhöhungen

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München 30. Juli 2026

– Im Juli planten weniger Firmen, ihre Preise zu erhöhen. Die ifo Preiserwartungen sanken auf 21,6 Punkte, von 26,1* im Juni. „Die künftige Preisentwicklung wird jedoch stark vom weiteren Verlauf des Konflikts im Nahen Osten und den davon abhängigen Energiepreisen beeinflusst. Die Preiserwartungen der Befragten vor den erneuten Angriffen fallen deutlich niedriger aus als die derjenigen, die erst nach dem 10. Juli ihre Erwartungen angegeben haben“, sagt ifo-Forscherin Tiphaine Wibault. 

Insgesamt sind im Juli die Preiserwartungen nahezu in allen Wirtschaftsbereichen gesunken. Besonders bei den energieintensiven Unternehmen ging der Indikator deutlich von 29,6* auf 21,2 Punkte zurück, bei den nicht-energieintensiven Unternehmen von 26,8* auf 22,9 Punkte. Dienstleister und Handelsunternehmen reduzierten ihre Preiserwartungen von 21,4* bzw. 42,2* auf 19,1 bzw. 31,4 Punkte. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ging der Indikator zurück auf 23,0 Punkte, nach 28,1* im Juni.  

Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Unternehmen, die vor dem 10. Juli und danach geantwortet haben.** An diesem Tag flammte der Konflikt am Persischen Golf erneut auf. Nach dem Ereignis waren die Preiserwartungen der Unternehmen deutlich höher als zuvor. Im Vergleich zum Juni planen Dienstleister und Bauunternehmen, die nach dem Wiederaufflammen geantwortet haben, sogar häufiger mit steigenden Preisen; in der Industrie und im Handel fielen die Preispläne zum Juni hingegen leicht. In der Gesamtwirtschaft sind sie etwa gleich hoch geblieben. „Insgesamt hält der Aufwärtsdruck bei den Preisen an und dürfte mit zunehmender Dauer des Konflikts steigen“, sagt Wibault. 

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Wirtschaft

ifo Institut: Unternehmen bauen weniger Stellen ab

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München 29.07.2026

– Die Unternehmen planen, etwas weniger Stellen abzubauen. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im Juli auf 93,0 Punkte, nach 92,2 Punkten im Juni. „Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich etwas, bleibt aber in schwierigem Fahrwasser“, sagt Klaus Wohlrabe. „Für eine Trendwende braucht es noch mehr wirtschaftliche Dynamik.“ 

In der Industrie bleibt der Stellenabbau das bestimmende Thema. Das Beschäftigungsbarometer gab dort nach. Nahezu alle Branchen planen mit weniger Personal. Eine positive Ausnahme sind die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen, die ihre Beschäftigung ausweiten wollen.

Im Handel hat sich das Beschäftigungsbarometer zwar verbessert, dennoch überwiegen sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel weiterhin die Pläne zum Personalabbau. Bei den Dienstleistern erholte sich der Indikator leicht. Auch hier besteht jedoch noch eine leichte Tendenz zum Stellenabbau. Besonders zurückhaltend sind die Unternehmen im Gastgewerbe. Einen Beschäftigungsaufbau planen dagegen die Rechts- und Steuerberatungen.

Im Baugewerbe hat sich an den Personalplanungen kaum etwas verändert. Einstellungen und Entlassungen halten sich hier weiterhin weitgehend die Waage. Die Unternehmen wollen ihren Personalbestand somit in etwa konstant halten.

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Wirtschaft

Hitzewelle in Deutschland

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Wiesbaden 29.07.2026 

– Viel trinken und abkühlen: Während der vergangenen Hitzewelle Ende Juni haben das viele gemacht, wie aktuelle Scannerdaten zum Einkaufsverhalten in großen Supermarktketten zeigen. So wurde in der letzten Juniwoche 77 % mehr stilles Wasser und 63 % mehr Sprudelwasser gekauft als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni 2026 im Lebensmitteleinzelhandel auch 90 % mehr Speiseeis abgesetzt als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der drei Vorjahre. Alle drei Warengruppen verzeichneten in dieser Woche mit Extremtemperaturen um die 40 Grad Celsius jeweils die höchsten Absatzmengen, die seit Beginn des Betrachtungszeitraums ab Anfang 2023 gemessen wurden.

Verkauf von anderen Erfrischungsgetränken ebenfalls deutlich gestiegen

Neben Wasser und Speiseeis wurden auch bei anderen Getränken im Betrachtungszeitraum ab Anfang 2023 Rekordmengen abgesetzt. Der Absatz von Biermischgetränken war in der letzten Juniwoche 63 % höher als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025. Der Absatz von alkoholfreiem Bier war 38 % höher und der von Limonade 34 % höher. Auch Cola (+32 %) verkauften die großen Supermarktketten deutlich mehr als in einer durchschnittlichen Sommerwoche, der Absatz erreichte jedoch keinen Höchststand.

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Wirtschaft

Gute Nachricht; ifo Geschäftsklimaindex gestiegen

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München 27.07.2026

– Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf 86,6 Punkte, nach 85,7 im Juni[1]. Dies war auf deutlich bessere Erwartungen zurückzuführen. Mit den laufenden Geschäften waren die Unternehmen aber etwas weniger zufrieden. Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index spürbar gestiegen. Insbesondere die Erwartungen erlebten einen deutlichen Schub. Die Urteile zur aktuellen Lage fielen hingegen etwas schlechter aus. Die Nachfrage belebte sich, der Materialmangel ließ nach.

Im Dienstleistungssektor hat der Indikator zugelegt. Die Dienstleister waren weniger skeptisch mit Blick auf die kommenden Monate. Die aktuelle Geschäftslage beurteilten sie jedoch etwas schlechter. Bei den Reiseveranstaltern hat sich die Stimmung verbessert.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima erneut aufgehellt. Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen waren weniger pessimistisch. Insbesondere die Einzelhändler hatten etwas weniger Sorge.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index gestiegen. Sowohl die Urteile zur aktuellen Lage als auch die Erwartungen konnten zulegen. Es klagten weniger Unternehmen über fehlende Aufträge.

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Politik

Das Bundeskabinett beschließt Startup- und Scaleup-Strategie.

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Berlin 22.07.2026

– Damit schafft die Bundesregierung bessere Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen – von der Gründung bi zur internationalen Skalierung. 

Hierzu erklärt die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche: „Mit der Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung legen wir das Fundament für die nächste Generation deutscher Weltmarktführer. Sie verfolgt drei Ziele: Gründen erleichtern, Wachstum beschleunigen und Innovation in Deutschland halten. Dafür senken wir bürokratische Hürden, mobilisieren mehr privates sowie öffentliches Wagniskapital und erleichtern Gründungen direkt aus der Wissenschaft heraus. Meinen Ressortkolleginnen und -kollegen danke ich für die hervorragende Zusammenarbeit. Wir haben ein echtes Gemeinschaftswerk geschaffen.“

Die Strategie zielt auf bessere Finanzierungsbedingungen für Startups und Scaleups – insbesondere in der Wachstumsphase –, stärkt den Transfer von der Forschung in marktfähige Geschäftsmodelle, baut  Bürokratie konsequent zurück und setzt Impulse für Zukunftstechnologien, etwa im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Bundesregierung nimmt zudem erstmals auch Startups aus dem Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in den Blick. Die Strategie ist unter enger Einbindung der Startup-Community entstanden. Rund 300 Stellungnahmen und die Ergebnisse von zehn Workshops sind in ihre Erarbeitung eingeflossen. Das zeigt: Die besten Lösungen entstehen im Dialog. 

Mit rund 150 Maßnahmen, die in Federführung verschiedenster Bundesressorts liegen, schafft die Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen für Innovation, Investitionen und Wachstum. Die Umsetzung soll noch in dieser Legislaturperiode erfolgen und von einem transparenten Monitoring mit jährlichen Fortschrittsberichten begleitet werden. 

Foto: © PWO

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Politik

Fernwärmepreise bleiben stabil

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Berlin 22.07.2026. 

– Die Fernwärme ist eine preisstabile und verlässliche Heizenergie. Das zeigt der aktuelle Halbjahresbericht der Preistransparenzplattform Fernwärme zum Stichtag 1. April 2026. Die Daten von inzwischen 710 Teilnetzen belegen: Die Fernwärmepreise bewegen sich seit 2023 auf einem stabilen Niveau von durchschnittlich rund 16 Cent pro Kilowattstunde (brutto), während zugleich die Transparenz am Markt weiter zunimmt und die Dekarbonisierung der Wärmenetze voranschreitet. 

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Fernwärmekundinnen und -kunden von einer hohen Preisstabilität profitieren. Anders als bei einzelnen Brennstoffen schlagen kurzfristige Preisschocks nicht unmittelbar auf die Wärmerechnung durch. Das schafft Planbarkeit für Verbraucherinnen und Verbraucher und die Wohnungswirtschaft“, sagt der stellvertretende VKU-Hauptgeschäftsführer Kai Lobo.

Transparenzplattform etabliertes Instrument zur Verbraucherinformation

Die von AGFW, BDEW und VKU getragene Preistransparenzplattform hat ihre Marktbedeutung weiter ausgebaut. Mit 710 erfassten Teilnetzen werden inzwischen mehr als 50 Prozent des deutschen Fernwärmeabsatzes repräsentiert. Zudem bildet die Plattform inzwischen knapp 27.000 Kilometer Fernwärmenetz und einen Wärmeabsatz von rund 61.500 Gigawattstunden ab. 

„Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Branche Transparenz lebt. Kundinnen und Kunden erhalten einen immer umfassenderen Überblick über Preise, Versorgungsstrukturen und den Fortschritt der Wärmewende“, so Lobo. 

Preise bleiben auf stabilem Niveau

Nach dem starken Anstieg infolge der Energiekrise 2022/2033 durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine haben sich die Fernwärmepreise stabilisiert. Für den typisierten Abnahmefall eines Mehrfamilienhauses mit 160 Kilowatt Anschlussleistung lag der durchschnittliche Fernwärmepreis zum Stichtag 1. April 2026 bei 15,6 Cent pro Kilowattstunde (brutto). Bereits zum gleichen Stichtag im Vorjahr waren es 15,6 Cent pro Kilowattstunde. 

Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass die große Mehrheit der Fernwärmekunden von ähnlichen Preisniveaus profitiert: Für nahezu den gesamten erfassten Wärmeabsatz liegen die Preise zwischen 12,5 und 17,5 Cent pro Kilowattstunde. Ausreißer betreffen lediglich einen kleinen Teil des Marktes. Fernwärme ist ein sehr lokales Produkt, so dass die Preise auch abhängig sind von dem Anteil und den Kosten lokal verfügbarer Energieträger, wie Abwärme und Biomasse. 

Planbarkeit durch feste Preisanpassungszyklen

Ein wesentlicher Grund für die vergleichsweise hohe Preisstabilität liegt in den festen Anpassungsmechanismen der Fernwärmeversorgung. Mehr als 60 Prozent der Unternehmen passen ihre Preise lediglich einmal pro Jahr an. Die meisten Preisanpassungen erfolgen jeweils zum Jahresbeginn im Januar. Unterjährige Änderungen betreffen nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Kundinnen und Kunden. 

Dadurch werden kurzfristige Schwankungen an den Energiemärkten nicht unmittelbar weitergegeben. Preisentwicklungen kommen zumeist zeitversetzt und schrittweise bei den Kundinnen und Kunden an und sind somit für diese besser planbar. 

Fernwärme wird sukzessive klimafreundlicher

Auch beim Umbau hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung macht die Branche Fortschritte. Bereits 29 Prozent der auf der Plattform erfassten Fernwärmeerzeugung stammen aus klimafreundlichen Quellen. Zudem erfüllen bereits 314 der 710 gemeldeten Wärmenetze die gesetzlichen Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes für das Jahr 2030 und decken mindestens 30 Prozent ihrer Wärmeerzeugung durch klimafreundliche Energieträger. 

„Die Wärmewende findet vor Ort statt. Die kommunalen Unternehmen investieren kontinuierlich in erneuerbare Wärme, unvermeidbare Abwärme und moderne Wärmenetze. Wer heute an ein Fernwärmenetz angeschlossen ist, profitiert nicht nur von einer sicheren Versorgung, sondern auch vom schrittweisen Übergang zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung“, hebt Lobo die Vorteile der Fernwärmeversorgung hervor.

„Damit der Fernwärmeausbau auch zukünftig eine tragende Säule der klimaneutralen Wärmewende ist, muss die Bundesregierung nun zügig die Weichen stellen und ein umfangreiches Wärmepaket auf den Weg bringen. Für den Ausbau der Fernwärme braucht es zum einen endlich eine angemessene Anschubfinanzierung, indem die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) von 1,4 Milliarden auf die notwendigen 3,5 Milliarden Euro pro Jahr angehoben und gesetzlich verankert wird. Zum anderen braucht es ein ganzes Wärmepaket aus Novellen der AVBFernwärme-Verordnung, Wärmelieferverordnung und Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, damit der Ausbau zügig voran geht und Fernwärme auch in Zukunft bezahlbar bleibt“, fordert Kai Lobo.  

Über die Preistransparenzplattform Fernwärme

Die Preistransparenzplattform Fernwärme (www.waermepreise.info) ist eine gemeinsame Initiative von AGFW, BDEW und VKU. Sie ermöglicht Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie der Wohnungswirtschaft einen transparenten Überblick über Fernwärmepreise, Preisentwicklungen und die Struktur der Wärmeerzeugung in Deutschland.

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Wirtschaft

Mais in Berlin und Brandenburg hat Zukunft

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Müncheberg 22.7.2036  

– Der Klimawandel verändert Brandenburgs Landwirtschaft schneller, als viele vermuten. Besonders Mais gerät durch Frühjahrstrockenheit und Hitzewellen unter Druck. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen für Kulturen wie Sorghum, Soja oder Kichererbsen. Agrarforscher Claas Nendel erklärt, welche Entwicklungen seine Modelle bis zum Jahr 2100 erwarten lassen – und warum es trotz aller Risiken keinen Grund für Untergangsszenarien gibt.

Hitzewellen , Frühjahrstrockenheit und schwindende Wasservorräte setzen Brandenburgs Ackerbau unter Druck. Doch der Agrarforscher und Universitätsprofessor Claas Nendel, Leiter des Programmbereichs Simulations- und Datenwissenschaften am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg, neigt nicht zu Untergangsszenarien. Im Interview erklärt er, warum der Mais an Bedeutung verlieren könnte, welche Chancen Sorghum, Soja und Kichererbse bieten und wie Pflanzenzüchtung und Sortenvielfalt die Risiken mindern können.

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Wirtschaft

ifo Institut: US-Handelspolitik belastet Investitionstätigkeit der Industrie

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München 22.07.2026

– Die US-Zollpolitik belastet einen Großteil der deutschen Industrieunternehmen und schlägt zunehmend auf deren Investitionsentscheidungen durch. Das ergab eine aktuelle Befragung des ifo Instituts. Demnach berichten mehr als 60 Prozent aller Unternehmen von negativen Auswirkungen durch die US-Zölle. In der Automobilindustrie sind es sogar 74 Prozent – ein Anstieg um 14 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. „Die Zollbelastung hat sich verfestigt, statt sich abzuschwächen. Die Autoindustrie ist doppelt betroffen: durch hohe Zölle und rückläufige Exporte in die USA“, sagt ifo-Außenhandels-Experte Andreas Baur. 
 
Die US-Zollpolitik hemmt immer stärker die Investitionen in Deutschland. Der Anteil der Unternehmen, die geplante Investitionsprojekte gestrichen haben, hat sich von 9 auf 16 Prozent nahezu verdoppelt. Etwa jedes dritte Unternehmen berichtet, dass es Projekte zeitlich verschiebt, das entspricht einem Anstieg um 11 Prozentpunkte. „Die US-Zollpolitik trifft nicht nur das Geschäft in den USA selbst, sondern bremst zunehmend auch Investitionen am Standort Deutschland. Das ist ein Alarmsignal, gerade weil Investitionsentscheidungen normalerweise sehr träge sind“, sagt ifo-Forscher Sebastian Link. 
 
Zumindest gelingt es den ifo-Experten zufolge vielen Unternehmen, die zusätzlichen Zollkosten über höhere Preise an ihre US-Kunden weiterzugeben: 34 Prozent überwälzen sie vollständig, weitere 28 Prozent zu mehr als der Hälfte. Jedes vierte Unternehmen trage die Kosten jedoch zu einem großen Teil selbst – mit Folgen für Margen und Geschäftslage. Mit einer schnellen Entspannung der Situation rechnen die wenigsten Befragten: 63 Prozent der Unternehmen kalkulieren mit einem unverändert hohen US-Zollniveau, 13 Prozent rechnen sogar mit weiteren Zollsteigerungen. 

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Politik

Bundesregierung gegen staatliche Lebensmittelpreise

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Berlin 20.07.2026 

– Grundsätzlich kommt aus Sicht der Bundesregierung dem Wettbewerb eine zentrale Rolle zu, da er dazu beitrage, dass sich die Verbraucherpreise in einem angemessenen Maß entwickeln. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/7134) auf eine Kleine Anfrage (21/6508) der Fraktion Die Linke und verweist damit auf die Antwort (21/6768), die auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke am 26. Juni 2026 gegeben wurde.

Insgesamt seien die Lebensmittelpreise zuletzt weniger stark gestiegen als das gesamtwirtschaftliche Preisniveau, stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort weiter fest.

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Wirtschaft

ifo Dresden: Nutzung Künstlicher Intelligenz in Ostdeutschland geringer als in Westdeutschland

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Dresden 20.07.2026

– Der Anteil der Unternehmen, die Künstliche Intelligenz (KI) aktiv nutzen, ist in Ostdeutschland deutlich geringer als in Westdeutschland. Das zeigen regionalisierte Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen. „Die Nutzung von KI ist zwischen 2023 und 2026 auch in Ostdeutschland stark gestiegen, der Anteil der Unternehmen, für die KI ,Kein Thema‘ ist, ist hier aber noch höher als in Westdeutschland“, sagt ifo-Forscher Robert Lehmann.  

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt KI inzwischen aktiv ein – in Ostdeutschland sind es der ifo Analyse zufolge nur knapp zwei Fünftel. Die ostdeutsche Wirtschaft befindet sich damit auf dem Stand, den Westdeutschland vor einem Jahr hatte. „Dieser Rückstand findet sich dabei in allen Wirtschaftsbereichen und in allen ostdeutschen Bundesländern und zeigt, dass die Unternehmen die hiermit verbundenen Chancen zur Produktivitätssteigerung noch nicht ausreichend nutzen“, kommentiert Joachim Ragnitz, Ko-Autor der Studie. „Der strukturelle Rückstand Ostdeutschlands bei der Adoption neuer Technologien zeigt sich damit auch beim Thema KI.“ Seiner Meinung nach hängt es vor allem von kleineren und mittleren Unternehmen ab, ob sich dieser Abstand in Zukunft verringert. 

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Wirtschaft

Deutsch-Chinesische Beziehung

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Wiesbaden, Berlin 20.07.2026  

– Die Volksrepublik China war auch in den ersten fünf Monaten 2026 importseitig Deutschlands wichtigster Handelspartner. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, betrugen die deutschen Importe aus China im Zeitraum Januar bis Mai 2026 einen Wert von 72,4 Milliarden Euro. Damit stiegen die Importe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,2 %. Im Mai 2026 stiegen die Importe um 2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat auf 14,0 Milliarden Euro (Mai 2025: 13,7 Milliarden Euro).

Importüberschuss im Handel mit China bei 42,8 Milliarden Euro

Die deutschen Exporte nach China sanken in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 um 14,5 % auf 29,6 Milliarden Euro. Durch die sinkenden Exporte und die gestiegenen Importe nahm der Importüberschuss im Handel mit der Volksrepublik China im Zeitraum Januar bis Mai 2026 auf 42,8 Milliarden Euro zu. Im Zeitraum Januar bis Mai 2025 hatte der Importüberschuss 33,5 Milliarden Euro betragen und im Gesamtjahr 2025 lag er bei 89,9 Milliarden Euro.

Wichtigste Importgüter aus China waren Datenverarbeitungsgeräte

Wichtigste Importgüter aus China waren in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 20,2 Milliarden Euro (+4,4 % zum Vorjahreszeitraum), gefolgt von elektrischen Ausrüstungen im Wert von 14,3 Milliarden Euro (+5,6 %) und Maschinen für 6,4 Milliarden Euro (+3,8 %).

Viele Produkte des täglichen Lebens, aber auch Waren für die Energiewende kommen inzwischen zu einem Großteil aus China. Wertmäßig kamen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 zum Beispiel 81,8 % der nach Deutschland importierten tragbaren Computer, 66,3 % der Smartphones, sowie 64,1 % der Lithium-Ionen-Akkus aus China. Zudem kamen 23,5 % der nach Deutschland importieren Personenkraftwagen mit Elektromotor aus China.

Auch die für die unter anderem in der Photovoltaiktechnik verwendeten Fotoelemente als Module oder in Form von Tafeln kamen von Januar bis Mai 2026 zu 86,1 % aus China.

Kraftfahrzeugexporte nach China stark eingebrochen

Von Deutschland nach China exportiert wurden im Zeitraum Januar bis Mai 2026 hauptsächlich Maschinen (5,8 Milliarden Euro), Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse (5,1 Milliarden Euro) und Kraftfahrzeuge bzw. Kraftfahrzeugteile (4,7 Milliarden Euro). Während die Exporte der Datenverarbeitungsgeräte um 0,9 % stiegen nahmen die Maschinenexporte um 17,5 % und die Exporte von Kraftfahrzeugen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum noch stärker um 26,1 % ab. Bis zum Jahr 2024 waren Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile Deutschlands wichtigstes Exportgut nach China. Im Jahr 2025 gingen die deutschen Kraftfahrzeugexporte um 33,0 % auf 13,6 Milliarden Euro gegenüber 2024 stark zurück. Im Jahr 2024 hatte der Exportwert von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen noch 20,3 Milliarden Euro betragen.

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Wirtschaft

ifo Institut: Sparen in der Krankenkasse kann Kosten in anderen Versicherungen erhöhen

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München 16.07.2026

– Kürzungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verringern dort die Ausgaben, können aber gleichzeitig Kosten in der Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung und bei privaten Haushalten erhöhen. Davor warnen Ökonomen des ifo Instituts und der Stanford University. „Wer nur auf den Beitragssatz der Krankenkasse schaut, sieht bestenfalls die halbe Rechnung“, sagt ifo-Forscher Roman Klimke. „Eine Leistungskürzung, die heute Geld spart, kann morgen Erwerbsfähigkeit kosten – und damit Beitragseinnahmen mindern sowie Ausgaben in anderen Teilen des Sozialstaats erhöhen.“  

Dies sei jedoch kein Freibrief für höhere Gesundheitsausgaben um jeden Preis: Leistungen ohne nachgewiesenen Nutzen gehörten nicht in die solidarische Finanzierung. „Entscheidend sei, Kosten und Nutzen nicht allein innerhalb des GKV-Haushalts zu bewerten“, sagt Klimke. 

Die Finanzkommission Gesundheit hat den kurzfristigen Handlungsbedarf in der GKV beziffert und teils weitreichende Einschnitte empfohlen. Klimke und seine Koautorin Maria Polyakova von der Stanford University plädieren dafür, Gesundheitspolitik zusätzlich an ihren langfristigen Wirkungen auf Erwerbsfähigkeit, Pflegebedürftigkeit und öffentliche Finanzen zu messen. Dieselbe Person sei im Lebensverlauf Patientin, Arbeitnehmerin, Beitragszahlerin und später möglicherweise pflegebedürftig – Einsparungen in einem System können deshalb Lasten in ein anderes verschieben. Schon heute berichte fast die Hälfte der 55- bis 64-Jährigen von einer langanhaltenden Krankheit, was zeige, wie eng Gesundheit und Erwerbsfähigkeit im höheren Alter verknüpft sind. „Eine Reform, die Ausgaben nur von einer Kasse in die andere verlagert, ist keine echte Einsparung für den Sozialstaat“, sagt Klimke. Die Autoren schlagen deshalb eine Sozialstaatsrechnung vor, die Kosten und Nutzen über Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitsmarktinstitutionen hinweg bewertet. 

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Wirtschaft

Fairer Handel in Deutschland wächst

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Berlin 15.07.2026  

– Der Faire Handel in Deutschland wächst weiter: 2025 erreichte der Umsatz mit fair gehandelten Produkten einen neuen Höchstwert von 2,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 4,7 Prozent.

„Die wirtschaftliche Entwicklung des Fairen Handels stimmt uns optimistisch, doch unsere politische Bilanz fällt kritischer aus“, erklärte Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel in Berlin. „Denn faire Handelsbeziehungen und der Schutz von Umwelt- und Menschenrechten geraten in Deutschland und der EU zunehmend unter Druck, während die Machtkonzentration in vielen Lieferketten auf Kosten der Produzierenden wächst.“

„Die Einhaltung von Menschenrechten, Klimaschutz und ökonomischer Erfolg stehen nicht im Widerspruch. Das zeigt der Faire Handel, der 2025 weiter gewachsen ist“, sagte Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel (FFH) anlässlich der Jahrespressekonferenz. „Viele Verbraucher*innen entscheiden sich – etwa beim Einkauf von Kaffee oder Schokolade – bewusst für die faire Alternative.“ Das belegen auch höhere Absätze bei vielen Produkten aus Fairem Handel. Besonders positiv entwickelten sich die Weltläden im zurückliegenden Jahr: Der anhaltenden Kaufzurückhaltung im stationären Einzelhandel zum Trotz konnnten sie ihre Umsätze um 10 Prozent steigern. „Weltläden sind das Rückgrat des Fairen Handels“, so Fiedler. „Sie verkaufen nicht nur faire Produkte, sondern machen globale Zusammenhänge sichtbar und halten das Engagement für globale Gerechtigkeit vor Ort lebendig.“

Nachbarn sind besser

„Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass Fairer Handel gesellschaftlich noch stärker verankert werden kann, wenn Politik, Handel und Zivilgesellschaft die richtigen Rahmenbedingungen schaffen“, so Matthias Fiedler. Während die Verbraucher*innen hierzulande 2025 durchschnittlich 33 Euro pro Kopf für faire Produkte ausgaben, waren es in der Schweiz rund 129 Euro allein für Fairtrade-gesiegelte Produkte. In Österreich lag der Wert bei 88 Euro, in Frankreich bei rund 47 Euro.

Rahmenbedingungen verändern

Seit 20 Jahren arbeitet das FFH daran, politische Rahmenbedingungen so zu verändern, dass die Prinzipien des Fairen Handels zum Standard werden. Anlässlich des Vereinsjubliäums fällt die Bilanz gemischt aus: „Wir haben in den letzten Jahren einiges erreicht. Aber derzeit stehen hart erkämpfte Nachhaltigkeitsregulierungen wie das Lieferkettengesetz, die Menschenrechte und Umwelt schützen sollen, in Deutschland und der EU mächtig unter Druck“, erklärte Andrea Fütterer. „Mit dem Abbau dieser Schutzstandards wird Verantwortungslosigkeit zum Wettbewerbsvorteil erhoben.“

„Zudem werden die strukturellen Bedingungen dieses Wettbewerbs immer ungleicher, da wenige große Konzerne über stetig steigende Marktmacht verfügen. Und mehr Marktmacht heißt immer auch weniger Verhandlungsmacht für Produzierende“, konstatierte Matthias Fiedler.

Das Forum Fairer Handel fordert deshalb, Marktmacht im Lebensmitteleinzelhandel und in globalen Lieferketten wirksam zu begrenzen, faire Preise gesetzlich zu verankern, Schutzstandards zu erhalten, und die Unternehmen zu stärken, die Verantwortung zum Kern ihres Geschäftsmodells machen.

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