Technik
Streaming ist Mainstream – doch der Markt wird kleinteiliger
Berlin 11.09.2026
Die Postbank Digitalstudie 2026 zeigt: Streaming ist bei Jüngeren nahezu selbstverständlich, Mehrfach-Abos werden zum Normalfall – und die Nutzungsintensität nähert sich über Altersgruppen hinweg an.
Streaming hat in Deutschland den Status eines Zusatzangebots hinter sich gelassen. Was früher als Alternative zum linearen Fernsehen galt, ist für viele Haushalte längst Teil der alltäglichen Medienversorgung. Laut der repräsentativen „Postbank Digitalstudie 2026“ nutzen 72 Prozent der Deutschen mindestens einen kostenpflichtigen Streaming-Dienst im Haushalt. Besonders deutlich ist die Verankerung bei den 18- bis 39-Jährigen: In dieser Altersgruppe kommen kostenpflichtige Angebote auf eine Reichweite von 90 Prozent.
Vom Leitmedium zum Plattform-Mix
Auffällig ist dabei nicht allein die hohe Nutzung, sondern die Art, wie Haushalte ihre Medienzugänge organisieren. Das klassische Einzel-Abo verliert an Gewicht: 46 Prozent der Haushalte zahlen bereits für zwei oder mehr Streaming-Dienste, mehr als jeder fünfte sogar für drei oder mehr Angebote. Der Markt entwickelt sich damit zunehmend zu einem Baukastensystem, in dem Nutzerinnen und Nutzer je nach Inhalt, Preis und Gewohnheit mehrere Plattformen kombinieren. „Streaming hat sich vor allem bei jüngeren Menschen fest im Alltag etabliert. Auffällig ist aber nicht nur die Reichweite, sondern auch die wachsende Parallel-Nutzung mehrerer Plattformen. Viele Haushalte stellen sich ihr Programm heute individuell über verschiedene Dienste hinweg zusammen“, sagt David Dommel, Leiter digitales Performance-Marketing der Postbank.
Generation Gap bei der Reichweite – nicht beim Vielstreaming
Der eigentliche Generationenunterschied liegt weniger in der Intensität als in der grundsätzlichen Verbreitung. Während neun von zehn unter 40-Jährigen kostenpflichtige Streaming-Angebote nutzen, liegt der Anteil bei den ab 40-Jährigen bei 63 Prozent. Umgekehrt verzichten nur zehn Prozent der Jüngeren komplett auf Streaming, aber 37 Prozent der Älteren. Wer jedoch streamt, unterscheidet sich in der Nutzungsdauer weniger stark, als es die Reichweitenwerte vermuten lassen: 35 Prozent der unter 40-Jährigen sehen oder hören mehr als acht Stunden pro Woche kostenpflichtige Streaming-Inhalte, bei den ab 40-Jährigen sind es 29 Prozent.
Auch in der Spitzengruppe der Vielnutzer zeigt sich kaum noch ein Altersgefälle: Jeweils zehn Prozent der Jüngeren und der Älteren streamen mehr als 15 Stunden pro Woche. Für Medienanbieter ist das ein relevanter Befund. Die jüngeren Zielgruppen treiben zwar weiterhin die Reichweite, doch intensive Nutzung entsteht nicht ausschließlich dort. „Streaming ist längst über einzelne Altersgruppen hinausgewachsen. Zwar ist die Nutzung bei Jüngeren verbreiteter. Wer aber streamt, kann unabhängig vom Alter viel Zeit mit Serien, Filmen, Sport oder Musik verbringen“, sagt Dommel.
Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2026
Für die „Postbank Digitalstudie 2026 – die digitalen Deutschen“ wurden im April und Mai dieses Jahres 3.050 Einwohnerinnen und Einwohner befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im zwölften Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2022 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.
Berlin
Von KI im eigenen zu Hause bis zum Mähroboter
IFA 2026 zeigt die ganze Vielfalt von Smart Home und intelligenten Outdoor-Lösungen
Berlin 07.09.2026
– Die IFA Berlin, das weltweit größte Event für Consumer Electronics, Home Appliances und Future Tech, zeigt, wie KI und vernetzte Technologien den Alltag im eigenen zu Hause und im Garten verändern. Intelligente Küchensysteme berücksichtigen individuelle Bedürfnisse, Haushaltsroboter übernehmen immer komplexere Aufgaben und smarte Lösungen unterstützen eine effizientere Nutzung von Energie und Ressourcen. Mit der Show Area Outdoor Cooking & Gardening verlängert die IFA den Smart-Living-Bereich konsequent bis auf den Rasen.
„Wir sehen auf der IFA, wohin sich der Bereich Smart Home entwickelt: Küchen werden intelligenter, Haushaltsroboter übernehmen immer komplexere Aufgaben und vernetzte Technologien reichen längst über die eigenen vier Wände hinaus bis in den Garten. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Energieeffizienz und einen möglichst einfachen, intuitiven Alltag. Entscheidend ist, dass Technologie nicht nur smarter wird, sondern Menschen konkret Zeit und Aufwand abnimmt. Genau diese Entwicklung machen wir auf der IFA erlebbar“, sagt Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH.
Wie sehr sich das Verständnis von Smart Home verändert hat, zeigte die IFA am heutigen Montag bei diversen Paneldiskussionen und Showcases. Dabei drehten sich die Gespräche um eine zentrale Frage: Wie schafft Technologie im Alltag einen wirklichen Mehrwert? KI-gestützte Geräte und intelligente Automatisierung verändern Küche und Haushalt. Gleichzeitig werden Vertrauen, Datenschutz und Nutzerkontrolle zu entscheidenden Voraussetzungen für die Akzeptanz neuer Technologien.
KI in der Küche: Nutzer wollen das perfekte Gericht statt zahlreicher Programme und Einstellungen
Im Panel „AI in the Kitchen: Helpful, Hype, or Harmful?“ diskutierten Dr. Stefan Breit, Executive Director Technology bei Miele, Dr. Victoria Spadaro-Grant, Chief Science & Innovation Officer bei Tate & Lyle, und Eelco Lammertink, Head of Home Connect Growth & Ecosystem Partnerships bei BSH Home Appliances Group. Moderiert wurde das Gespräch von Surj Patel, Technologist bei The Spoon.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Daten und vernetzte Haushaltsgeräte die Abläufe in der Küche vereinfachen können. Entscheidend sei nicht die technische Komplexität im Hintergrund, sondern das Ergebnis: Nutzer:innen wollten sich nicht mit zahlreichen Programmen und Einstellungen beschäftigen, sondern ein gelungenes Gericht und ein positives Genusserlebnis erhalten. Mit Blick auf eine alternde Bevölkerung müssten intelligente Küchensysteme künftig auch veränderte Ernährungsbedürfnisse berücksichtigen. Vernetzte Assistenzlösungen könnten zudem dazu beitragen, dass ältere Menschen ihren Alltag länger selbstständig im eigenen Zuhause gestalten können.
KI soll Hausarbeit im Hintergrund vereinfachen
Wie sich dieser Anspruch auf den gesamten Haushalt übertragen lässt, erklärte Dr. Markus Miele, Executive Director and Co-Proprietor bei Miele, am Samstag in seiner Keynote „The End of Housework Is in Sight: Innovating in the Age of AI“. Er machte deutlich, dass KI die Hausarbeit nicht komplizierter, sondern einfacher und unsichtbarer machen soll. Sensoren und KI könnten zukünftig etwa Wäsche, Farben und Textilien erkennen und automatisch das passende Programm auswählen. An die Stelle zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten wird für Nutzer:innen ein möglichst einfacher Vorgang treten. “Premium” bedeutet in Zukunft, dass Menschen weniger Entscheidungen treffen müssen.
Bei dem Panel „Design for a Human-Centered Smart Home“ stellten sich die Expert:innen von Smart Design, Electrolux und Springhouse Technologies der Frage, wie Smart Homes gestaltet werden müssen, damit Menschen ihnen vertrauen. Im Mittelpunkt standen intuitive Bedienung, Nachhaltigkeit und die Balance zwischen Komfort, Transparenz und Kontrolle. Das Ziel: ein Zuhause, dessen Technologie sich möglichst selbstverständlich in den Alltag integriert, statt permanent Aufmerksamkeit einzufordern.
Bereits am vergangenen Sonntag zeigten WGSN und TCL mit „The Sensory Intelligent Home“, wohin diese Entwicklung führt. KI, Sensorik und Design verschmelzen zu einem vernetzten Ökosystem, das stärker auf Menschen und ihre Bedürfnisse reagiert. Smart Home entwickelt sich damit vom Verbund einzelner vernetzter Geräte zunehmend zu einem intelligenten Lebensraum.
Smart Home auch für Gesundheitsförderung und Wellbeing
Gleichzeitig rücken auch die Themen Gesundheit und Wellbeing stärker in den Smart-Home-Fokus. Im Panel „How Tech Will Transform Food, Health, and Longevity at Home“ diskutierten die Speaker heute darüber, wie Haushaltsgeräte, Wearables und digitale Gesundheitstechnologien im Zusammenspiel wirken könnten. Daten könnten künftig dabei helfen, Ernährung und Gewohnheiten individueller auszurichten, um Menschen dabei zu unterstützen, länger selbstständig zu Hause zu leben. Damit würden Fragen nach Datenschutz und dem verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten noch wichtiger, so die Expert:innen.
Auch Robotik spielt dabei eine wachsende Rolle. Von spezialisierten Koch- und Reinigungsrobotern über mobile Assistenten bis hin zu Humanoiden könnten solche Systeme künftig bei der Essenszubereitung, beim Monitoring oder bei alltäglichen Aufgaben unterstützen. Gleichzeitig bleiben Sicherheit, Vertrauen und gesellschaftliche Akzeptanz zentrale Fragen.
Smart Home endet nicht an der Tür, sondern reicht bis in den eigenen Garten
Dass intelligente Technologien längst nicht mehr an der Haustür enden, zeigt die Show Area Outdoor Cooking & Gardening. Mit ihr verlängert die IFA den Smart-Home-Bereich bis auf Terrasse und Garten. In dieser Show Area erleben Besucher:innen noch bis morgen, wie vernetzte Technologien das Kochen im Freien, die Gartenarbeit und die Pflege von Außenbereichen komfortabler und effizienter machen.
Das Spektrum reicht von Outdoor Cooking und BBQ über intelligente Gartentechnik bis hin zu Lösungen für Haus und Werkstatt. Smarte Bewässerungssysteme versorgen Pflanzen bedarfsgerecht mit Wasser, autonome Mähroboter übernehmen die Rasenpflege und vernetzte Sensoren liefern Informationen über Wetter- und Bodenbedingungen. Auch hier gewinnen Energie- und Ressourceneffizienz weiter an Bedeutung: Intelligente Systeme helfen dabei, Wasser und Energie gezielter einzusetzen, während neue Materialien und Technologien den Ressourcenverbrauch reduzieren.
Foto: © IFA Berlin
Politik
Vier von zehn Deutschen trauen Social Media mehr als ihrer eigenen Zeitung
Berlin 03.09.2026
– Mehr als die Hälfte der 20- bis 49-Jährigen traut Social-Media-Posts mehr als klassischen Nachrichten – obwohl viele von ihnen schon Fake News auf denselben Plattformen bemerkt haben. Studienautor Roland Heintze findet das „demokratiepolitisch alarmierend“.
Roland Heintze, PER-Chef: Das schwindende Vertrauen in Redaktionen führe zu einer Verschiebung, wer die öffentliche Meinungsbildung prägt.„
Vier von zehn Menschen in Deutschland haben laut Umfrage mehr Vertrauen in Social-Media-Posts als in klassische Nachrichten. Das geht aus dem „Social-Media-Atlas 2026“ hervor, für den rund 3.600 Internetnutzer ab 16 Jahren befragt worden sind. Der Wert von 43 Prozent bedeutet sechs Prozentpunkte Zuwachs zum Vorjahr.
„Bei Internetnutzerinnen und -nutzern zwischen 20 und 49 Jahren liegt der Anteil sogar bei mehr als der Hälfte“, teilte die Beratungsgesellschaft PER Agency in Hamburg mit, die die Studie zusammen mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung vom Marktforschungsunternehmen Toluna repräsentativ erstellen ließ. Der Branchendienst Horizont berichtete zuerst über die Umfragewerte.
Empfehlungen aus dem Umfeld haben viel Gewicht
„Dabei verlassen sich zwei Drittel der Befragten vor allem auf Posts, die sie von privaten Kontakten erhalten.“ Das Vertrauen in die Zusendungen von Freunden, Bekannten und Verwandten auf Social-Media-Plattformen unterliege allerdings Schwankungen. Nachdem es 2023 deutlich zurückgegangen war, sei es in diesem Jahr wieder leicht gestiegen, erläutern die Studienverfasser.
„35 Prozent der Befragten folgen im Schnitt häufig privaten Empfehlungen – das sind 5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr“, so die Mitteilung. Für private Empfehlungen sind in der „Generation Z“ (16 bis 29 Jahre) sogar 47 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer empfänglich, in der „Generation Y“ (30 bis 45 Jahre) sind es 46 Prozent, während der Anteil mit zunehmendem Alter deutlich sinkt.
Viele berichten von Fake News auf Plattformen
„Das Ergebnis, dass im Schnitt vier von zehn Menschen Social-Media-Posts glaubwürdiger finden als redaktionelle Nachrichten, ist aus demokratiepolitischer Sicht alarmierend“, betonte Social-Media-Experte und PER-Chef Roland Heintze. „Klassische Medien durchlaufen Sorgfaltspflichten und Redaktionsprozesse, die Nachrichten auf Social Media nicht bieten, insbesondere, wenn privat gepostet wird. Das schwindende Vertrauen in Redaktionen führt zu einer Verschiebung, wer die öffentliche Meinungsbildung prägt.“
Die Reichweite der Social-Media-Plattformen vergrößere den Effekt, so PER. „84 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer sind in sozialen Medien aktiv. Zum Vergleich: Zu Beginn der Messung im Jahr 2011 waren es noch 64 Prozent.“ Die Spitzenplätze im Ranking der meistgenutzten Plattformen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert: Whatsapp (77 Prozent), Youtube (74 Prozent), Facebook (64 Prozent), Instagram (60 Prozent) und Tiktok (47 Prozent) bilden wie schon 2025 die Top 5.
57 Prozent der Befragten hatten bereits auf Facebook das Gefühl, dass in Nachrichten die Wahrheit verdreht wird oder die Information nicht stimmt. Auf Tiktok sind es 51 Prozent, auf Instagram 45 Prozent.
Für den Social-Media-Atlas 2026 wurden rund 3.600 deutsche Internetnutzer ab 16 Jahren online befragt. Die repräsentative Umfrage erfolgte im Januar 2026. Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.
Politik
Rolle von Künstlicher Intelligenz für die Verwaltung
Berlin 03.09.2026
– Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) kann die öffentliche Verwaltung zentralen Herausforderungen mit innovativen Lösungen begegnen, um Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten und zur Arbeitsentlastung beizutragen. Eine moderne Verwaltung muss auch KI als Arbeitswerkzeug nutzen, betont die Bundesregierung in einer Antwort (21/7753) auf eine Kleine Anfrage (21/7315) der AfD-Fraktion. „Der maßgebliche Standard lautet: Inhalt und Verantwortung liegen beim Menschen. KI kann unterstützen, aber sie ersetzt weder Zielsetzung noch Struktur, Inhalt, Urteilsvermögen oder politische Haltung. KI ist ein unterstützendes Werkzeug, der Mensch führt.“
Die Bundesregierung fördere die Nutzung von KI in der Verwaltung, weil sie überzeugt ist, dass Deutschland den produktiven und zugleich maßvollen Umgang mit KI schnell weiter lernen müsse, heißt es in der Antwort weiter.
Politik
Mehrheit offen für Rechenzentren vor der eigenen Haustür
- – 66 Prozent stehen einem neuen Rechenzentrum am eigenen Wohnort positiv gegenüber
- – 88 Prozent finden aber, dass Rechenzentren zu viel Energie verbrauchen
- – Kabinett verabschiedet Gewerbesteuerreform für Rechenzentren
Berlin 06.09.2026
– Die Bevölkerung ist neuen Rechenzentren gegenüber deutlich offener, als die Debatten über ihren Energieverbrauch vermuten lassen. So würden zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) einem neuen Rechenzentrum am eigenen Wohnort positiv gegenüberstehen. 40 Prozent wären sogar sehr positiv eingestellt. Rund ein Viertel (25 Prozent) würde einen Neubau hingegen eher oder sehr negativ sehen. Gleichzeitig finden 88 Prozent, dass Rechenzentren zu viel Energie verbrauchen. Das zeigt eine repräsentative Befragung unter 1.006 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Rechenzentren sind das Rückgrat der digitalen Welt und werden durch KI noch wichtiger, für Wirtschaft und Verwaltung ebenso wie für unseren Alltag. Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir diese Infrastruktur brauchen, sondern wie wir ihren Ausbau möglichst effizient und ohne Beeinträchtigungen von Mensch und Natur gestalten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Dass die Bundesregierung die jeweiligen Kommunen künftig stärker am Gewerbesteueraufkommen von Rechenzentren beteiligen will, schafft im Fall der Fälle finanzielle Kompensation und sollte so auch umgesetzt werden.“
Die Bedeutung von Rechenzentren wird unter der Bevölkerung inzwischen als sehr hoch eingeschätzt: 82 Prozent sagen, Rechenzentren gehörten heute zur Basisinfrastruktur Deutschlands, ähnlich wie Strom, Wasser oder Straßen. 73 Prozent sind der Meinung, Deutschland brauche mehr Rechenzentren. Auch der Standort spielt eine Rolle: 72 Prozent ist es sehr oder eher wichtig, dass ihre Daten in Rechenzentren in Deutschland verarbeitet werden. Die hohe Zustimmung bedeutet allerdings nicht, dass neue Rechenzentren vor Ort immer und überall auf Zustimmung stoßen. In einzelnen Kommunen gibt es Widerstand gegen konkrete Projekte. Dementsprechend wünschen sich 92 Prozent, dass besser erklärt wird, wofür neue Rechenzentren gebraucht werden. 83 Prozent haben zumindest eine grobe Vorstellung davon, was ein Rechenzentrum ist und was dort passiert. Rohleder: „Betreiber und Kommunen müssen frühzeitig erklären, welchen Nutzen ein Rechenzentrum hat, welche Auswirkungen vor Ort entstehen und wie mit Energie, Wasser, Fläche und anderen Ressourcen umgegangen wird.“ Auch mit Blick auf die digitale Souveränität seien eigene Rechenzentrumskapazitäten bedeutend. Wer bei Cloud und KI dauerhaft von Infrastruktur außerhalb Europas abhängig sei, mache sich auch wirtschaftlich und technologisch abhängig. Rohleder: „Deutschland muss im internationalen Wettbewerb um Rechenzentren attraktiver werden. Dazu gehören wettbewerbsfähige Stromkosten, ein schnellerer Zugang zum Stromnetz und deutlich schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren.“
Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.006 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 28 bis KW 32 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Wissen Sie, was Rechenzentren sind und wofür sie gebraucht werden?“; „Stellen Sie sich vor, dass an Ihrem Wohnort ein neues Rechenzentrum gebaut wird. Wie würden Sie dem ganz grundsätzlich gegenüberstehen?“; „Wie wichtig ist Ihnen generell, dass Ihre Daten in Rechenzentren in Deutschland verarbeitet werden?“ und „Welche der folgenden Aussagen treffen auf Sie bzw. Ihrer Meinung nach zu bzw. nicht zu?“
Berlin
Einsteigen, ankommen, IFA erleben
Berlin 27.08.2026
Mobility Partner machen den Weg zur Messe und durch die Hauptstadt einfach und günstig.
Ob Ride-Hailing, Carsharing, E-Scooter, E-Bike oder E-Roller: IFA Besucher:innen und Aussteller erhalten exklusive Rabatte bei Bolt, Dott, emmy, Free2move, FreeNow und Voi
Wer die IFA 2026 vom 4. bis 8. September 2026 in Berlin besucht, kann nicht nur auf dem Messegelände neue Technologien entdecken, sondern auch besonders flexibel durch die Stadt kommen. Gemeinsam mit Bolt, Dott, emmy, Free2move, FreeNow und Voi bietet die IFA ihren Besuchenden und Ausstellern auch in diesem Jahr wieder exklusive Mobilitätsangebote und Rabatte während der IFA Tage.
Am Morgen mit einem Carsharing-Auto entspannt vom Hotel zur IFA fahren, nach einem ereignisreichen Messetag Berlins schönste Ecken mit E-Bike oder E-Roller erkunden und sich abends vom Restaurant ins Hotel bringen lassen: Die verschiedenen IFA Angebote reichen von Ride-Hailing über Carsharing bis hin zu E-Scooter, E-Bikes und E-Roller.
Ankommen und direkt ins IFA Erlebnis starten
Berlin verfügt über ein dichtes Netz aus S-Bahn, U-Bahn und Bussen, sodass die IFA mit dem öffentlichen Nahverkehr schnell erreichbar ist. Ergänzend dazu bieten die IFA Mobility Partner flexible Möglichkeiten, damit sich Besuchende und Aussteller während der Messetage einfach und günstig durch die Hauptstadt bewegen können.
„Mit unseren Mobility Partnern bringen wir unsere Gäste wieder flexibel und günstig zur IFA und durch die Stadt. Wie auch im letzten Jahr bieten Bolt, Free2Move, und Voi vergünstigte Fahrten für Fahrdienste, Carsharing, E-Scooter und E-Bikes. Neu dabei in diesem Jahr sind die Angebote von Dott, emmy und FreeNow. Gemeinsam mit dem gut ausgebauten Berliner Nahverkehr schaffen wir maximale Flexibilität für den IFA Besuch“, sagt Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH.
Mit Bolt direkt ans Ziel
Mit Bolt kommen IFA Gäste bequem per App mit einem Fahrdienst durch Berlin und profitieren während der gesamten IFA von exklusiven Bolt-Rabatten. Bestandskund:innen erhalten mit dem Code BOLTIFA26 einen Rabatt von 10 Prozent. Neukund:innen sparen 40 Prozent mit BOLTIFA26NEW auf die erste Fahrt.
Beide Angebote sind auf maximal 20 Euro Rabatt pro Fahrt begrenzt. Insgesamt stehen 12.000 Codes nach dem First-come-first-served-Prinzip zur Verfügung. Die Aktion gilt vom 4. bis 8. September 2026 für Ride-Hailing-Fahrten in Berlin. Es gelten die AGB von Bolt.
Kein Stau, kein Stress mit Dott
Gerade für kürzere Strecken zwischen Messe, Hotel und Stadt bietet Dott eine flexible Alternative. Mit dem Code IFAXDOTT erhalten IFA Besucher:innen und Aussteller 30 Prozent Rabatt auf ihre nächsten sechs E-Scooter-Fahrten. Der Code kann ab dem 4. September 2026 in der Dott App eingelöst werden und ist anschließend 14 Tage gültig.
Mit emmy auf dem E-Roller zur IFA
Mit den E-Rollern von emmy kommen IFA Gäste flexibel zur Messe und wieder zurück. Sie erhalten 15 Prozent Rabatt auf Fahrten zum und vom IFA Messegelände. Auf dem Hinweg wird der gemietete E-Roller einfach in der ausgewiesenen IFA Zone an der Masurenallee abgestellt, um die Miete zu beenden. Der Rabatt wird automatisch abgezogen. Für den vergünstigten Rückweg buchen IFA Besucher:innen einen E-Roller innerhalb der IFA Zone via App. Der Rabatt gilt für alle E-Roller mit Rabatt-Flag. Ein Code wird nicht benötigt.
Berlin flexibel entdecken mit Free2move
Mit dem Carsharing-Angebot von Free2move sind IFA Gäste während ihres Messebesuch unabhängig mit dem Auto unterwegs. Die Fahrzeuge, darunter auch E-Autos, stehen Tag und Nacht im Berliner Stadtgebiet zur Verfügung. Bei der Miete sind Kraftstoff bzw. Laden, Versicherung und Parken inklusive. Mit dem Code PSM-IFA-2026 erhalten Neukund:innen 10 Euro Startguthaben bei der ersten Miete. Die Registrierung ist für Neukund:innen kostenlos. Der Code kann bis zum 8. September 2026 in der Free2move-App oder auf der Website eingelöst werden. Das Startguthaben ist 30 Tage gültig.
Mit Freenow by Lyft zur IFA fahren
Auch FreeNow ergänzt die Mobilitätsangebote rund um die IFA und ermöglicht Besuchenden und Ausstellern flexible Taxi-Fahrten in Berlin. Fahrt per App bestellen, reinsetzten, ankommen – einfach den Code IFA26 in der Freenow-App eingeben und 10 Prozent* Rabatt auf zwei Taxifahrten zur Messe erhalten. Neukund:innen erhalten mit dem Code IFANEW26 50 Prozent** Rabatt auf zwei Taxifahrten zur IFA.
*bis max. 7€ pro Fahrt / **bis max. 10€ pro Fahrt.
Mit E-Scooter und E-Bikes von Voi von A nach B
Vom Messegelände schnell zur nächsten S-Bahn-Station oder weiter durch Berlin: Voi bietet IFA-Besuchern mit E-Scootern und E-Bikes eine flexible Ergänzung zu Bus und Bahn. Mit dem Code IFA2026 gibt es 50 Prozent Rabatt auf den Voi 60-Minuten-Pass. Das Angebot gilt bereits ab dem 24. August und ist bis 14. September 2026 gültig. Schnell sein lohnt sich, der Code ist auf 1.000 Einlösungen begrenzt.
Mobility auf der IFA
Mobilität spielt nicht nur auf dem Weg zur IFA eine Rolle, sondern auch direkt auf dem Messegelände. Bei der Show Area Mobility werden aktuelle Entwicklungen rund um E-Mobilität, vernetzte Fahrzeuge und smarte Mobilitätslösungen ausgestellt. Auf dem IFA Mobility-Track ist ausprobieren ausdrücklich erwünscht. E-Scooter und E-Bikes können unter realistischen Bedingungen getestet werden.
Foto: © Messe Berlin, IFA
Berlin
Senatsverwaltungen wieder ans Landesnetz Berlin angebunden
Berlin 25.08.2026
– Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sind übers Wochenende wieder an das Landesnetz Berlin angebunden worden. Nach dem IKT-Vorfall waren die beiden Senatsverwaltungen am Abend des 14. August 2026 isoliert worden, um die Sicherheit des Landesnetzes zu gewährleisten. Mit der erfolgten Anbindung stehen auch wieder die in den Bezirken genutzten Fachverfahren grundsätzlich zur Verfügung. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass es zu Beginn noch vereinzelt zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen in den Arbeitsprozessen kommen kann. Die beiden Senatsverwaltungen haben Sofortmaßnahmen zur Erhöhung ihrer IT-Sicherheit veranlasst. Dies beinhaltet auch eine kontinuierliche erhöhte Überwachung ihrer IT-Systeme.
Die forensischen Untersuchungen zur Absicherung des IT-Systems der Landesverwaltung dauern an und werden auch in den kommenden Wochen fortgesetzt.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner: „Alle Senatsverwaltungen sind wieder ans Landesnetz Berlin angeschlossen und grundsätzlich arbeitsfähig. Ich danke dem CDO Florian Hauer und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Senatskanzlei, den IKT-Notfallstäben, den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI, dem Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Tagen. Jetzt kommt es darauf an, unsere IT-Sicherheit weiter zu verbessern und unser Landesnetz noch besser gegen Angriffe von außen zu schützen.“
Politik
Haushalt 2027: Digitaletat steigt auf 1,44 Milliarden Euro
Berlin 20.08.2026
– Für das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) sind im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 Ausgaben in Höhe von rund 1,44 Milliarden Euro vorgesehen. Das sind rund 84,6 Millionen Euro mehr als das für 2026 ausgewiesene Soll von 1,36 Milliarden Euro. Das geht aus dem Einzelplan 24 des Haushaltsentwurfs 2027 (21/7300) hervor.
Von den Ausgaben entfallen rund 588 Millionen Euro auf sächliche Verwaltungsausgaben (2026: 448,3 Millionen Euro), rund 543,3 Millionen Euro auf Zuweisungen und Zuschüsse (2026: 547,5 Millionen Euro) sowie 326,2 Millionen Euro auf Investitionen (2026: 321 Millionen Euro). Die Personalausgaben sollen 76,8 Millionen Euro betragen (2026: 42,9 Millionen Euro). Im Einzelplan ist zudem erstmals eine globale Minderausgabe für Effizienzmaßnahmen von 90 Millionen Euro veranschlagt. Die Verpflichtungsermächtigungen belaufen sich auf rund 382,5 Millionen Euro, nach rund 1,78 Milliarden Euro 2026.
Größter Ausgabenbereich ist mit rund 1,09 Milliarden Euro die „IT-Infrastruktur des Bundes“ (Kapitel 2402). Gegenüber dem Soll 2026 von rund 956,2 Millionen Euro steigt der Ansatz um knapp 130 Millionen Euro. Davon entfallen unverändert rund 501 Millionen Euro auf den Schutz der informationstechnischen Systeme des Bundes.
Für die Umsetzung der „IT-Konsolidierung Bund“ sind rund 219,7 Millionen Euro vorgesehen, nach 242,6 Millionen Euro 2026. Mit der IT-Konsolidierung sollen laut Vorbemerkung auf Grundlage des Deutschland-Stacks gemeinsame Cloud-, Kommunikations- und Verwaltungslösungen sowie ein standardisierter IT-Arbeitsplatz für die Bundesverwaltung bereitgestellt werden. Erstmals für 2027 im Einzelplan 24 veranschlagt sind außerdem rund 154,6 Millionen Euro für die „IT-Betriebskonsolidierung Bund“. Dabei sollen laut Vorbemerkung cloudfähige und serverseitige IT-Lösungen der unmittelbaren Bundesverwaltung auf standardisierten virtuellen Servern der Bundescloud 2.0 in den Rechenzentren des Informationstechnikzentrums Bund zusammengeführt werden.
Weitere rund 210,8 Millionen Euro sind für die „IT des Bundes“ eingeplant (2026: 212,5 Millionen Euro). Dazu zählen unter anderem 77,8 Millionen Euro für „KI-Governance und digitale Basis-Dienste“ (2026: 79,4 Millionen Euro), 56,6 Millionen Euro für die Föderale IT-Kooperation (2026: 56,6 Millionen Euro) und 24 Millionen Euro für ein Plattformökosystem für komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren (2026: 30 Millionen Euro). Neu sind sechs Millionen Euro für die „Steuerung Cybersicherheit des Bundes“.
Für „Digitalpolitik, digitale Innovationen und Konnektivität“ (Kapitel 2401) sind rund 208,4 Millionen Euro vorgesehen, rund 14,1 Millionen Euro weniger als 2026. Die Titelgruppe „Digitale Innovationen“ umfasst rund 148,4 Millionen Euro (2026: 150,8 Millionen Euro). Davon entfallen 81,2 Millionen Euro auf „Souveräne Dateninfrastruktur, Datenverfügbarkeit und Künstliche Intelligenz“ (2026: 89 Millionen Euro) sowie rund 28,3 Millionen Euro auf „Digitale Souveränität und Ökosysteme digitaler Innovationen“ (2026: 28,65 Millionen Euro) einschließlich der Sovereign Tech Agency. Die Zuschüsse für „innovative Anwendungen von Künstlicher Intelligenz“ sollen dagegen von rund 26 Millionen Euro auf 35,2 Millionen Euro steigen.
Für die Entwicklung und Erprobung neuer softwaregesteuerter Netztechnologien sind 17,2 Millionen Euro an Zuschüssen vorgesehen (2026: 18 Millionen Euro), weitere 6,2 Millionen Euro für entsprechende Investitionen – ebenso viel wie 2026. Die Verwaltungsausgaben der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft sollen von 20 Millionen Euro auf zwölf Millionen Euro sinken. Für das Gigabitbüro sind wie 2026 3,6 Millionen Euro eingeplant.
Nahezu unverändert bleibt mit rund 62,9 Millionen Euro der Ansatz für „Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau“ (Kapitel 2403) (2026: 62,93 Millionen Euro). Davon sind wie 2026 60 Millionen Euro in einer eigenen Titelgruppe gebündelt. 47,5 Millionen Euro sollen für Maßnahmen der Staatsmodernisierung und des Bürokratierückbaus zur Verfügung stehen. Aus diesem Titel können auch Ausgaben für das Zentrum für Legistik finanziert werden. Weitere 12,5 Millionen Euro sind für den Effizienzfonds der Modernisierungsagenda Bund vorgesehen.
Zusätzliche Mittel für Digitalisierungsaufgaben stehen im Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIK) zur Verfügung. Die dortige Titelgruppe „Investitionen in die Digitalisierung“ umfasst 2027 insgesamt rund 9,04 Milliarden Euro, nach knapp sechs Milliarden Euro 2026. Darin enthalten sind auch von anderen Ressorts bewirtschaftete Titel, etwa für Mikroelektronik. Das BMDS bewirtschaftet innerhalb der Titelgruppe 2027 sechs Titel mit einem Volumen von zusammen rund 3,75 Milliarden Euro, nach rund 3,11 Milliarden Euro 2026. Für diese sechs Titel sind zudem Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von zusammen rund 3,14 Milliarden Euro vorgesehen.
Den größten dieser Posten bildet die Unterstützung des flächendeckenden Breitbandausbaus. Dafür sind rund 2,61 Milliarden Euro vorgesehen, nach rund 2,26 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Für den Mobilfunkausbau sinkt der Ansatz dagegen von 200 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro.
Deutlich mehr Mittel sieht das Sondervermögen für die Digitalisierung der Verwaltung vor. Für „Bürgerkonto / Infrastruktur / KI in Verwaltung und Wirtschaft“ steigt der Ansatz von 256 Millionen Euro auf rund 495 Millionen Euro. Für „Transformation / Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnik“ sind knapp 200 Millionen Euro vorgesehen, nach 45 Millionen Euro 2026. Die höheren Ansätze für beide Titel begründet der Wirtschaftsplan mit der Nachveranschlagung nicht abgeflossener Mittel aus 2025 sowie mit einer Anpassung an die prognostizierten Mittelabflüsse.
Für das europäische Identitätsökosystem und die sogenannte EUDI-Wallet stehen 155 Millionen Euro bereit (2026: 162 Millionen Euro). Der Ansatz zur Modernisierung der Registerlandschaft sinkt von 194 Millionen Euro auf rund 146,8 Millionen Euro.
Politik
Transparenzpflichten für KI in Deutschland
Berlin 06.08.2026
Seit dem 2. August gelten in der Europäischen Union neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Systeme und KI-generierte Inhalte. Ziel der Neuregelung ist, mehr Transparenz beim Einsatz von KI zu schaffen. Bürgerinnen und Bürger sollen künftig besser erkennen können, wann sie mit einem KI-System interagieren oder wann Inhalte mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt oder manipuliert wurden.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erklärte: „Dass nun EU-weit bestimmte Transparenzpflichten gelten, ist ein wichtiger Meilenstein. Die neuen Regelungen stärken das Vertrauen in digitale Inhalte. Durch mehr Transparenz über den Einsatz künstlicher Intelligenz leisten sie einen Beitrag dazu, das Risiko von Täuschungen und die Verbreitung irreführender KI-generierter Inhalte zu verringern. Zugleich greifen Ausnahmen zugunsten der Kunst- und Pressefreiheit, für deren praxistaugliche Ausgestaltung ich mich innerhalb der Bundesregierung eingesetzt habe.“
So sind die Transparenzpflichten so ausgestaltet, dass kreative und journalistische Arbeit nicht unverhältnismäßig eingeschränkt wird. Sofern KI-generierte Bilder, Audio oder Videos eindeutig unauthentisch oder unecht sind, entfällt die Kennzeichnungspflicht. Bei satirischen Bildmontagen oder bei Spielfilmen kann der erforderliche Hinweis in einer Weise erfolgen, die die Wahrnehmung des Werks nicht beeinträchtigt. Auch für journalistische Beiträge gilt keine Kennzeichnungspflicht, soweit sie vor der Veröffentlichung einer angemessenen Kontrolle unterliegen und eine Redaktion die Verantwortung übernimmt.
Die Neuregelungen richten sich nicht nur an die Anbieter bestimmter KI-Systeme. Sie gelten auch für KI-Betreiber, also Akteure, die KI-Systeme in eigener Verantwortung verwenden, etwa Unternehmen und Einrichtungen. Damit können die neuen Transparenz- und Kennzeichnungspflichten auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft relevant sein, beispielsweise für Verlage, Rundfunkveranstalter, Film- und Fernsehproduktionen sowie Museen und Kultureinrichtungen.
Künftig sind bestimmte KI-Inhalte zu kennzeichnen, darunter Deepfakes – also täuschend echt wirkende, mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte – sowie bestimmte KI-Texte zur Information der Öffentlichkeit.
Kulturstaatsminister Weimer: „Insgesamt ist die KI-Verordnung ein Baustein eines europäischen Ordnungsrahmens für KI, der Innovation ermöglicht, Verantwortung schafft und Kreative stärkt.“
Zur Unterstützung bei der Umsetzung hat die EU Leitlinien, einen Verhaltenskodex, FAQs und Icons zur Kennzeichnung veröffentlicht.
Politik
KI bislang nicht in Rüstungskontrolle eingesetzt
Berlin 02.08.2026
– Die Bundesregierung hat bislang keine Systeme künstlicher Intelligenz (KI) oder Verfahren maschinellen Lernens direkt oder indirekt in der Rüstungs- oder Exportkontrolle eingesetzt. Bestehende Rüstungskontrollverträge sähen einen solchen Einsatz nicht vor, heißt es in ihrer Antwort (21/7323(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/6839(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). „Potential und Grenzen des Einsatzes von KI sind noch nicht ausreichend erforscht“, schreibt die Bundesregierung. Zudem weist sie darauf hin, dass die KI einer „rasanten Entwicklung“ unterliege. „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im militärischen Bereich bleibt eine der wichtigsten Herausforderungen für die Rüstungs- und Exportkontrolle und ist mit Risiken, aber auch Chancen verbunden.“
Mögliche Anwendungen in der Verifikation würden derzeit vom Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in einer geschlossenen Testumgebung erprobt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle prüfe zudem, ob künstliche Intelligenz künftig in einem neu aufgelegten digitalen Antrags- und Bearbeitungsportal eingesetzt werden könne.
Grenzen sieht die Bundesregierung bei der Kontrolle militärisch genutzter Systeme. Wegen des doppelten Verwendungszwecks neuer Technologien sowie der Geheimhaltung und Intransparenz sei es „nicht abschließend möglich zu verifizieren, ob und inwieweit andere Staaten KI-Modelle für militärische Zwecke trainieren“. Die Bundesregierung setze sich für eine verantwortungsvolle militärische Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Rahmen der völkerrechtlichen Bestimmungen ein.
Technik
ifo Präsident warnt vor existenzieller Abhängigkeit bei Künstlicher Intelligenz
München 19.06.2026
– Nach Ansicht von ifo Präsident Clemens Fuest bedroht die Abhängigkeit von amerikanischen KI-Unternehmen Europas Wirtschaft existenziell. „Die Anordnung der US-Regierung, ausländischen Staatsangehörigen den Zugang zu den neuesten Modellen von Anthropic zu verwehren, zeigt erneut die Verwundbarkeit Europas. Hier sind kritische Sektoren wie Forschung, Industrie und Verteidigung betroffen, die Folgen solcher Abschaltungen können dramatisch sein.“
Europa kontrolliere nur einen Bruchteil der globalen KI-Infrastruktur, sei aber ein bedeutender Anwender. Während die USA etwa 75 Prozent der weltweiten Hochleistungs-Rechenkapazität für moderne KI beherrschen und China rund 15 Prozent, liege Europa mit weniger als 5 Prozent weit zurück.
Um dieser existenziellen Bedrohung entgegenzuwirken, sind laut Fuest drei zentrale Aufgaben für Europa von höchster Dringlichkeit. Erstens müsse der Ausbau von Rechenzentren, Chipfabriken und Energieinfrastrukturen massiv beschleunigt und gefördert werden, Genehmigungsverfahren wären drastisch zu verkürzen. Zweitens sei es nötig, dafür schnell mehr Energie bereitzustellen, was die Reaktivierung stillgelegter Kraftwerke nötig machen könnte. Drittens bräuchte es eine kohärente EU-Strategie für den Ausbau der europäischen KI-Kapazitäten, verbunden mit einer Entschlackung bisheriger Regulierungen wie dem EU AI Act.
„Die KI-Revolution ist vermutlich ähnlich folgenreich wie die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts, sie schreitet nur deutlich schneller voran. Wenn die nationalen Regierungen und die EU nicht sofort entschlossen handeln, wird Europa aus dieser Revolution als großer Verlierer hervorgehen,“ sagt Fuest.
Politik
Gemeinsames Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen eröffnet
Berlin 16.06.2026
– Bundesinnenminister Alexander Dobrindt im Beisein zahlreicher Vertreterinnen und Vertretern von Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder das Gemeinsame Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen (GAZ Hybrid) eröffnet. Zentrale Aufgabe des GAZ Hybrid ist, Spionage, Sabotage, Desinformation, Proliferation, transnationale Repression, Staatsterrorismus und weitere Formen hybrider Bedrohungen zu erkennen und zu bekämpfen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: „Hybride Bedrohungen sind schon längst zur täglichen Bedrohung geworden. Im Gemeinsamen Zentrum zur Abwehr Hybrider Bedrohungen vereinen die Sicherheitskräfte von Bund und Ländern, von Polizei, Verfassungsschutz und Sicherheit in der Informationstechnik ihre Fähigkeiten. Wir schützen unser Land gegen feindliche Akteure und sichern die Stabilität unserer Infrastruktur, unserer Wirtschaft und unserer Demokratie. Wir investieren in Vorsorge. Mit Lagebildern, täglichem Informationsaustausch und koordinierter Reaktion erhöhen wir mit dem Abwehrzentrum unsere Widerstandsfähigkeit.“
Die im GAZ Hybrid beteiligten Partner analysieren und verdichten Erkenntnisse. Zudem koordinieren sie operative nachrichtendienstliche und polizeiliche Schutz- und Abwehrmaßnahmen. Im GAZ Hybrid werden Fälle bearbeitet, bei denen es Anhaltspunkte auf Aktivitäten fremder Nachrichtendienste gibt. Dabei kann es sich um geheimdienstliche Akteure handeln, jedoch genauso um sogenannte Low-Level-Agents, die für einzelne Aktionen angeworben wurden und möglicherweise keine Kenntnis über den Auftraggeber oder das verfolgte Ziel haben.
Wie die übrigen Abwehrzentren ist das GAZ Hybrid nicht als eigenständige Behörde organisiert. Es bietet als gemeinsame Plattform die Möglichkeit für vernetztes Agieren der nationalen Sicherheitsbehörden, um zusammen Bedrohungslagen frühzeitig erkennen und entschlossen disruptiv einwirken zu können.
Die Kooperation der Behörden wird in fünf Arbeitsgruppen stattfinden: Die AG Lage bündelt Bewertungen und phänomenrelevante Informationen, um Muster zu erkennen, Bezüge in andere Bundesländer bzw. ins Ausland festzustellen und gezielte Abwehrmaßnahmen treffen zu können. In der AG Operativer Informationsaustausch besprechen sich die Partner zu konkreten sensiblen, zeitkritischen Erkenntnissen, die eine koordinierte und behördenübergreifende Vorgehensweise erfordern. In der AG Desinformation und Einflussnahme stehen der Austausch und die gemeinsame Bewertung von relevanten Informationen und Erkenntnissen sowie deliktsspezifischen Trends und Analysen im Zentrum. Im Vorfeld von nationalen, europäischen und ggf. internationalen Wahlen fungiert die AG als zentrale Plattform für den Informations- und Erkenntnisaustausch. Die AG Wirtschaft verfolgt das Ziel, relevante Akteure der Behörden mit denen in Unternehmen und Verbänden zu vernetzen und einen Austausch von Informationen zu etablieren. Der Abgleich der jeweiligen Erkenntnisse und Bewertungen soll zu einem gesamtstaatlichen Lagebild beitragen. In der AG Analyse und Berichtswesen werden ausgewählte Phänomene und aktuelle Schwerpunktthemen vertieft bearbeitet, Muster und Netzwerke identifiziert sowie vom Einzelfall losgelöste disruptive Abwehrmaßnahmen betrachtet.
Als ständige Teilnehmer vertreten sind das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Landesbehörden für Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt, die Landeskriminalämter, die Bundespolizei, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, das Bundesamt für den Militärischen Abwehrdienst, der Bundesnachrichtendienst, der Generalbundesanwalt und die Generalzolldirektion.
Politik
Nutzung von elektronischen Lichtbildern im Passwesen
Berlin 10.06.2026
–Um die verpflichtende Nutzung von elektronischen Lichtbildern im Passwesen geht es in der Antwort der Bundesregierung (21/6241) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/6042). Darin führte die Fraktion aus, dass seit Mai 2025 bei der Beantragung von Reisepässen, Personalausweisen, elektronischen Aufenthaltstiteln sowie Reiseausweisen des Ausländerrechts ausschließlich elektronisch gefertigte biometrische Lichtbilder zulässig seien. Die digitalen Passbilder müssten nunmehr direkt in der Kommune oder in einem Fotostudio angefertigt werden. Dafür stelle die Bundesdruckerei nach eigener Aussage den Kommunen PointID-Systeme zur Verfügung. „Für Bürgerinnen und Bürger werden zu deren Nutzung Gebühren in Höhe von sechs Euro pro Lichtbild erhoben“, schrieb die Fraktion weiter.
Wie die Bundesregierung zur Ausstattung mit PointID-Geräten bei den Pass-, Ausweis- und Ausländerbehörden in ihrer Antwort darlegt, sind von rund 6.500 Behördenstandorten etwa 4.950 Standorte mit PointID ausgestattet. Ob eine Kommune den Service zur Lichtbilderfassung vor Ort anbietet oder auf Dienstleister außerhalb verweist, liege in ihrer Entscheidungshoheit. Die Gebühr von sechs Euro decke den behördlichen Aufwand für den kommunalen Betrieb von Lichtbilderfassungssystemen und für die Lichtbildaufnahme ab, sofern das Bild in der Behörde aufgenommen und PointID genutzt wird,
Politik
Bitkom zur Vereinbarung „Bestes Netz für Deutschland“
Berlin 08.06.2026
Am heutigen Montag unterzeichnen Bund, Länder, Kommunen und Netzbetreiber das Memorandum of Understanding „Bestes Netz für Deutschland“.
Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst: „Die Vereinbarung von Bund, Ländern, Kommunen und Netzbetreibern zeigt, wo der Netzausbau besser werden muss und wie er besser werden kann. Der Netzausbau ist eine gemeinsame Aufgabe: Er geht dort voran, wo Bund und Länder Hürden abbauen, Kommunen den Ausbau zur Priorität machen und Unternehmen bauen können.
Die Notwendigkeit zeigt sich anhand einer neuen Erhebung des Bitkom: Bis ein neuer Mobilfunkmast steht, vergehen im Schnitt mehr als drei Jahre. Die eigentliche Planung durch die Unternehmen dauert durchschnittlich acht Monate, der Bau rund vier Monate. Die größten Verzögerungen entstehen bei der Standortsuche mit im Schnitt 16 Monaten und im Genehmigungsverfahren mit rund zehn Monaten. Auch die Stromanbindung kann bis zu eineinhalb Jahre dauern.
Dennoch haben die Telekommunikationsunternehmen in den vergangenen Jahren viel erreicht: 5G erreicht nahezu alle Haushalte und rund 95 Prozent der Fläche. Mehr als 80 Prozent der Haushalte können heute einen Gigabitanschluss nutzen, fast die Hälfte hat Zugang zu Glasfaser. Aber der Ausbau bleibt weiterhin dort schwierig, wo Verfahren zu lange dauern oder Standorte für Masten und Stromanschlüsse fehlen.
Jetzt kommt es darauf an, dass aus der Vereinbarung Tempo auf der Baustelle wird, nicht zusätzliche Abstimmung auf dem Papier. Der Liegenschaftsatlas für öffentliche Gebäude und Grundstücke muss kommen, damit geeignete Mobilfunkstandorte schneller gefunden werden. Zudem brauchen Mobilfunkmasten eine priorisierte Stromanbindung. Genehmigungen müssen digital, einheitlicher und einfacher werden. Und das im vergangenen Sommer beschlossene überragende öffentliche Interesse darf nicht nur im Gesetz stehen, es muss auch in den Kommunen angewendet werden und die Verfahren spürbar beschleunigen.
Deutschland braucht Netze, die im Alltag flächendeckend und zuverlässig funktionieren: im Homeoffice, im Zug, auf dem Land, in der Arztpraxis, in der Schule und in den Unternehmen. Glasfaser und 5G sind die Grundlage dafür, dass Menschen verlässlich digital arbeiten, lernen und kommunizieren können. Das beste Netz für Deutschland entsteht durch weniger Bürokratie, einfachere Verfahren und Rahmenbedingungen, die Investitionen möglich machen.“
Politik
VKU-Umfrage: Netzbetreiber sehen Ausbauziele ohne Reformen gefährdet
Berlin 04.06.2026.
– Rund 93 Prozent der kommunalen Strom-Verteilnetzbetreiber planen bis 2045 mindestens eine Verdoppelung ihrer Netzkapazitäten. Das geht aus einer Umfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor. Doch die aktuellen Rahmenbedingungen setzen Netzbetreiber unter Druck: Ohne Anpassungen bei der Regulierung sei das gesetzliche Ziel, den Anteil erneuerbaren Energien bis 2030 auf 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs zu erhöhen, in den Verteilnetzen nicht erreichbar. Das gaben rund 75 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen an.
„Der Erfolg der Energiewende entscheidet sich in den Verteilnetzen. Bis 2045 werden sich laut Umfrage bei 48 Prozent der Unternehmen die für den Anschluss von EE-Anlagen, Ladesäulen, Wärmepumpen in Gebäuden und in Wärmenetzen erforderlichen Netzkapazitäten verdoppeln, 37 Prozent rechnen mit einer Verdreifachung und 8 Prozent gehen sogar von einer Vervierfachung aus. Kommunale Energieversorger investieren massiv und brauchen verlässliche Regeln, die Investitionen möglich machen“, sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. Der aktuelle Reformprozess der Netzentgelte der Bundesnetzagentur (BNetzA) (sogenannter AgNes-Prozess) sei richtig und notwendig, müsse aber weiterentwickelt werden. „Wer das Netz nutzt, muss sich auch angemessen an den Infrastrukturkosten beteiligen“, so Liebing.
Dabei gilt aus Sicht der Unternehmen die Regulierung weiterhin als unzureichend: 79 Prozent bewerten die Folgen der NEST‑Regulierung (Netze. Effizient. Sicher. Transformiert.) als negativ oder sehr negativ. 74 Prozent halten den bestehenden Rahmen aus Anreizregulierung, Verzinsung und Effizienzvergleich für nicht geeignet, die notwendigen Investitionen zu ermöglichen. Liebing: „Die NEST‑Regulierung hat die Unternehmen bereits erheblich belastet. Jetzt kommt es darauf an, die Rahmenbedingungen im AgNes‑Prozess so weiterzuentwickeln, dass Investitionen nicht ausgebremst, die finanziellen Lasten des Netzausbaus fairer verteilt und netzdienliches Verhalten angereizt werden.“
Neben der Regulierung sehen sich Verteilnetzbetreiber weiteren Herausforderungen gegenüber: Als wesentliche Bremsen beim Netzausbau nennen die Befragten den bürokratischen Aufwand bei der Planung der Netztrassen (66 Prozent), Material- und Trafolieferengpässe (54 Prozent), lange Genehmigungs- und Umweltverträglichkeitsprüfungen (48 Prozent) und fehlende Baukapazitäten (47 Prozent).
Liebing fordert eine regulatorische und politische Nachjustierung: „Investitionen in Verteilnetze müssen erleichtert, Genehmigungen beschleunigt und die Finanzierung der Energiewende fair organisiert werden.“
Deutschland hat beim Ausbau erneuerbarer Energien große Fortschritte gemacht. Der Strom wird zunehmend dezentral erzeugt, mit Photovoltaikanlagen, Windkraft und Biomasseanlagen. Gleichzeitig werden immer mehr Batteriespeicher, Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen in das Stromsystem integriert. „Die geopolitische Lage zeigt uns Tag für Tag, dass die eingeschlagene Richtung, weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern, grundsätzlich richtig ist“, sagt Liebing.
Politik
Dobrinds Cyberspace
Berlin 27.05.2026
– Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Berlin, dass der Cyberspace gefährlich sei und eine Bedrohung darstelle.
Der Minister betonte, sein Ministerium werde in Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft entschieden gegen Cyberspionage und deren Infrastruktur vorgehen, um die öffentliche Ordnung, die Wirtschaft, die Industrie und die Infrastruktur des deutschen Staates zu schützen.
Foto: © PWO
-
Politik5 Tagen agoWer ist im Krieg?
-
Politik5 Tagen ago
Vier von zehn Deutschen trauen Social Media mehr als ihrer eigenen Zeitung
-
Berlin3 Tagen agoIFA 2026 übertrifft Vorjahreswerte und machte Zukunftstechnologien erlebbar
-
Politik5 Tagen ago
Keine Pläne für Einstellung des Bahnbetriebs wegen Hitze
-
Berlin5 Tagen ago
Aktuelle Lage nach dem IKT-Vorfall im Landesnetz Berlin
-
Politik5 Tagen ago
Alkoholische Getränke auf Flügen der Flugbereitschaft
-
Politik5 Tagen ago
Mehr als 2.500 UNterschriften für das Bauhaus-Manifest
-
Politik5 Tagen ago
Rolle von Künstlicher Intelligenz für die Verwaltung
-
Europa3 Tagen agoPartner-Vertrauenswürdig
-
Politik5 Tagen ago
Mehrheit offen für Rechenzentren vor der eigenen Haustür
-
Berlin4 Tagen agoVon KI im eigenen zu Hause bis zum Mähroboter
-
Politik5 Tagen ago
Presseblick: Die Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehungen
-
Politik4 Tagen agoWer regiert Sachsen-Anhalt?
-
Wirtschaft4 Tagen ago
Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Berichtsmonat Juli 2026
-
Wirtschaft5 Tagen ago
ifo Institut erhöht Prognose auf 1,4 Prozent Wachstum für 2026




