Connect with us

Wirtschaft

ifo Institut: Stimmung in der Autoindustrie hat sich leicht aufgehellt

Published

on

München 03.06.2026

– Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im Mai etwas verbessert. Der Indikator stieg auf minus 20,8 Punkte, von minus 23,5* Punkten im April. Die Unternehmen bewerteten dabei ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im Vormonat und sehen zudem weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. „Angesichts der weiterhin hohen Unsicherheit bleibt die Stimmung in der Autoindustrie dennoch sehr gedrückt“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. 

Die Exporterwartungen fielen deutlich von 11,7 Punkten* im April auf minus 16,4 Punkte im Mai. Hierfür dürften die erneuten Zolldrohungen der USA Anfang Mai eine wichtige Rolle gespielt haben. Am 20. Mai 2026 haben sich dann jedoch EU-Kommission, Parlament und der Rat der EU-Mitgliedstaaten darauf geeinigt, das Zollabkommen mit den USA umzusetzen. Das dürfte in der Automobilbranche für ein gewisses Aufatmen gesorgt haben. „Allerdings stellen auch die weiterhin geltenden US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Autos und deren Teile immer noch eine spürbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie dar“, sagt Wölfl.

Mehr

Wirtschaft

Die Bahnbranche blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte – zurück

Published

on

By

Berlin 02.06.2026

– Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn (VDB), André Rodenbeck, erklärte heute in Berlin, dass der Auftragseingang für die Fertigstellung von Streckenausbauprojekten im deutschen Bahnnetz ein deutliches Zeichen für die Zufriedenheit mit der geleisteten Arbeit und der Weiterentwicklung der Bahntechnologien sei.

Die Bahnindustrie erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro. Mit einem Auftragseingang von 21,8 Milliarden Euro erreichte die Branche eine neue Rekordbilanz.

Mehr

Berlin

Deutschlands Seenland: Drei Bundesländer, ein Ziel

Published

on

By

Berlin 02.06.2026 

– Eine bundesweit einzigartige Allianz für die Bewerbung des Wassertourismus in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird fortgeführt: Die Tourismusorganisationen visitBerlin (Berlin Tourismus & Kongress GmbH), TMB Tourismus-Marketing Brandenburg und die MV Tourismus GmbH haben ihre seit 2022 bestehende Kooperation im Wassertourismus mit dem Titel „Deutschlands Seenland“ verlängert. Ziel der Kooperation ist es, Gäste für wassertouristische Angebote, angefangen beim Hausbootfahren bis hin zum Paddeln, zu begeistern. Die verbundenen Wasserreviere der drei Kooperationspartner bilden mit mehr als 5.000 Seen und 60.000 Kilometern Fließgewässer gemeinsam Deutschlands größtes zusammenhängendes Wassersportrevier, das auf rund 900 Kilometern auch führerscheinfrei befahren und erlebt werden kann.

Der Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, Peter Kranz, sagte: „Pünktlich zum Sommerstart bewerben wir gemeinsam das wassertouristische Angebot in Deutschlands Seenland – über Ländergrenzen hinweg und mit vereinten Kräften von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Ein Urlaub am und auf dem Wasser öffnet Horizonte und verbindet Regionen; das wollen wir unseren Gästen näherbringen.“

Sabine Wendt, Geschäftsführerin von visitBerlin: „Gerade im Sommer zeigt sich Berlin mit seinen Seen, Strandbädern, Wasserwegen und sogar Wasserfällen von einer besonders schönen Seite, urban und zugleich entspannt. Gemeinsam mit Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern machen wir Deutschlands Seenland als einzigartiges Reiseziel erlebbar.“

TMB Geschäftsführer Christian Woronka ergänzt: „Durch den Wassertourismus wird Wertschöpfung und Lebensqualität in den Regionen generiert und er stärkt regionale Infrastrukturen sowie gastgewerbliche und freizeitbezogene Angebote. Einheimische wie Gäste profitieren davon gleichermaßen. Die große Hausboot-Rundtour durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin verdeutlicht als ein Beispiel, wie verbunden die drei Bundesländer durch die Gewässer bei dieser europaweit einzigartigen Tour sind. Auf ihr erlebt man unter anderem den Wechsel von unberührter Natur zu pulsierendem Stadtleben.“

Ausblick: Mehr Service auf deutschlands-seenland.de 
Wer sich für einen Urlaub in Deutschlands Seenland interessiert, soll zukünftig noch mehr Informationen zur Urlaubsplanung bekommen. Welche Befahrungsregeln gibt es? Wo kann ich meinen Angelschein erwerben? Was muss ich in Sachen Umwelt- und Naturschutz beachten? Diese und weitere Fragen sollen auf der neuen Serviceseite unter deutschlands-seenland.de beantwortet werden. Bis zum Jahresende soll das Portal zudem in englischer Sprache verfügbar sein, um auch ausländische Gäste zu begeistern.

Deutschlands Seenland auf allen Kanälen 
Zudem verständigten sich die Kooperationspartner, die Marke „Deutschlands Seenland“ großangelegt und auf allen Kanälen im Kampagnenzeitraum von Juni bis Ende Oktober zu bewerben. Der zugehörige Kurzfilm, bei dem Gäste einen humorvoll inszenierten Kanuausflug von Berlin nach Schwerin verfolgen können, wurde bereits im Mai auf dem 35. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern im Werbeblock bei 60 Filmvorführungen gezeigt und kann zudem auf YouTube und weiteren Social-Media-Kanälen angesehen werden.

Foto: © visitBerlin. Im Bild (v. l. n. r.): Peter Kranz, Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, mit Sabine Wendt, Geschäftsführerin von visitBerlin, und Christian Woronka, Geschäftsführer der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg, an der Spree in Berlin.

Mehr

Wirtschaft

ifo Institut: Materialknappheit in der Industrie verschärft sich

Published

on

By

München 02.06.2026

– Industrieunternehmen haben immer mehr Probleme, sich mit Vorprodukten zu versorgen. Im Mai berichteten 15,9 Prozent der Industrieunternehmen von Engpässen. Im April lag der Anteil noch bei 13,8 Prozent. „Die Lieferketten bleiben angespannt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Vor allem Branchen mit hohem Bedarf an öl- und energieintensiven Vorprodukten spüren die Folgen der geopolitischen Spannungen.“

Stark betroffen ist die Chemische Industrie. Dort berichteten 31,2 Prozent der Unternehmen von Materialmangel. Auch bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren bleibt die Lage schwierig: Der Anteil stieg auf 23,7 Prozent. In der Elektroindustrie meldet rund jedes vierte Unternehmen Probleme bei der Materialversorgung. In der Automobilindustrie liegt der Anteil mit 10,0 Prozent vergleichsweise niedrig. „Verglichen mit dem langfristigen Durchschnitt vor 2020, der industrieweit bei etwa fünf Prozent liegt, sind diese Zahlen beunruhigend hoch“, sagt Wohlrabe. „Es ist durchaus möglich, dass mehrere Unternehmen infolge der Engpässe die Produktion senken müssen.“ 

Die konsumnahen Branchen bleiben von der Mangellage weitgehend verschont. In der Getränkeindustrie wurden keine Engpässe gemeldet. Bei den Nahrungsmittelherstellern lag der Anteil bei 6,9 Prozent.  

Mehr

Berlin

Erfolgreich in die Zukunftmit#Ausbildung

Published

on

By

Berlin 01.06.2026

Die -Neue Allianzvereinbarung ZDH- mit dem Bundesministerium für Bildung, Familie und Jugend (BMBSFI) startet unter dem Motto „Erfolgreich in die Zukunftmit#Ausbildung“ ab heutigem Montag, 1.Juni 2026,  für eine neue Berufsausbildung.

Bundesministerin Karin Prien sagte „Mit der neuen Vereinbarung übernimmt die Allianz für Aus-und Weiterbildung Verantwortung für die Zukunft Deutschlands.

Handwerkspräsident Jörg Ditrich hebt hervor:Unsere Betriebe brauchen mehr denn je motivierte und gut vorbereitete Auszubildende.

Foto: © PWO

Mehr

Politik

Wohngeld und Kinderzuschlag in reformierte Grundsicherung

Published

on

By

München 01.06.2026

– Eine reformierte Grundsicherung, die weitere Leistungen wie Wohngeld und Kinderzuschlag integriert, hätte positive Effekte auf das Arbeitsangebot und das Staatsbudget. Das ergaben Berechnungen des ifo Instituts und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Wichtig sind für diese Zielgrößen die Hinzuverdienstregelungen. Wer auf dem Arbeitsmarkt in sozialversicherungspflichtige Jobs wechseln will, dem sollte weniger der Transferleistungen abgezogen werden. Bei Haushalten ohne Kinder, die in Kleinst- und Minijobs verweilen, müsste hingegen stärker angerechnet werden“, sagt Maximilian Blömer, Leiter der Ex-Ante Politikevaluation am ifo Institut. 

Das IAB und das ifo Institut hatten unabhängig voneinander mehrere Reformansätze in sogenannten Mikrosimulationen durchgerechnet und dabei Konsensschätzungen zu 84 Reformvarianten abgegeben. „Die Anpassungen der Stellschrauben zeigen, dass das Aufgehen von Wohngeld und Kinderzuschlag in einer Grundsicherung mit veränderten Hinzuverdienstregelungen überwiegend zu fiskalischen Einsparungen führen würde“, sagt IAB-Forscherin Kerstin Bruckmeier. Es sei aber darauf zu achten, dass Haushalte mit Kindern und hohen Wochenarbeitszeiten nicht schlechter gestellt würden als im heutigen System.  

Andere Reformansätze, wie die reine Zusammenlegung von Wohngeld und Kinderzuschlag würden nach den Berechnungen der Forscher schwächeren Effekten oder sogar Mehrkosten erzeugen.

Mehr

Politik

Zu wenig Kapazitäten bei Fachkräften in der Pflege

Published

on

By

Berlin 01.06.2026

– Der Bericht über die Umsetzung und Weiterentwicklung des Personalbemessungsverfahrens in der vollstationären Langzeitpflege liegt als Unterrichtung der Bundesregierung (21/6180) vor. Laut Sozialgesetzbuch XI (SGB XI/Soziale Pflegeversicherung) prüft das Bundesgesundheitsministerium erstmals 2025 und dann alle zwei Jahre eine Anpassung der Personalanhaltswerte in der vollstationären Langzeitpflege sowie der Grundlagen für eine mindestens zu vereinbarende Personalausstattung.

Während die Mindestpersonalausstattung bislang landesindividuell geregelt ist, soll sie perspektivisch durch eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung ersetzt werden. Grundlage der ministeriellen Prüfung ist ein Bericht des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Das Gesundheitsministerium sei dabei zu der Einschätzung gelangt, dass eine weitere Anhebung der Personalanhaltswerte derzeit nicht möglich ist. Auch eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeführt werden. Der Arbeitsmarkt biete nicht die nötigen Kapazitäten bei Assistenz- und Fachkräften in der Pflege.

Bei Pflegefachkräften handele es sich um einen Engpassberuf nach der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit. Für Assistenzkräfte in der Pflege lägen in der Arbeitsmarktstatistik keine gesonderten Daten vor. Aus dem Bericht des GKV-SV lasse sich jedoch ableiten, dass gerade in diesem Bereich die größte Lücke bestehe. Die neu startenden Ausbildungen nach dem Pflegefachassistenzgesetz ab 2027 könnten dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.

Mehr

Wirtschaft

Arbeitslosigkeit geht leicht zurück,

Published

on

By

Berlin 29.05.2026

– Im Mai 2026 waren insgesamt 2,95 Millionen Menschen arbeitslos. Das waren 58.000 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,3 Prozent und ist damit gegenüber April um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Saisonbereinigt waren im Mai 12.000 Menschen weniger arbeitslos als im April. Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mitzählt, verringerte sich saisonbereinigt um 8.000.

Aufgrund der anhaltend angespannten geopolitischen und wirtschaftlichen Lage fällt die Frühjahrsbelebung auch im Mai verhalten aus. Die Konjunktur ist weiterhin zu schwach, um Impulse am Arbeitsmarkt zu setzen. Das Risiko, durch den Verlust der Beschäftigung arbeitslos zu werden, ist im langjährigen Vergleich jedoch nach wie vor relativ gering.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im März saisonbereinigt – nach fünf Rückgängen in Folge – wieder leicht gestiegen. Ohne Beschäftigungsaufnahmen von ausländischen Staatsangehörigen würde die Zahl der Beschäftigten in Deutschland schon seit längerem sinken. Im März waren 5,93 Millionen Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Deren Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 194.000 gestiegen.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Trotz einer leichten Erholung bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt angesichts der anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung angespannt. Grund dafür sind die internationalen Krisen und die Transformationsprozesse in der Wirtschaft. Mit dem 500-Milliarden-Investitionspaket fördert die Bundesregierung Zukunftstechnologien und setzt gezielte Wachstumsimpulse. Allein in diesem Jahr investieren wir zudem gemeinsam mit der BA rund vier Milliarden Euro in die berufliche Weiterbildung, um Menschen fit zu machen für die Jobs von morgen.

Vor allem Grundkenntnisse zu KI und der Umgang mit digitalen Technologien müssen in alle Ausbildungsberufe integriert werden. Gut ausgebildete Fachkräfte sind entscheidend für die Innovations-, Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit

Mehr

Wirtschaft

Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, April 2026

Published

on

By

0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt)
+0,2 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt)
-0,4 % zum Vorjahresmonat

Wiesbaden 29.05.2026

– Im April 2026 waren rund 45,61 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) blieb die Zahl der Erwerbstätigen damit saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert (‑6 000 Personen; 0,0 %). Von Mai 2025 bis März 2026 war sie gegenüber dem jeweiligen Vormonat durchschnittlich um 17 000 Personen gefallen.

Nicht saisonbereinigt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im April 2026 gegenüber März 2026 um 88 000 Personen (+0,2 %) zu. Im April-Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 war die Erwerbstätigkeit im Vormonatsvergleich um 95 000 Personen gestiegen.

Rückgang der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahr hält an

Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Erwerbstätigen im April 2026 um 184 000 Personen (-0,4 %). Damit setzte sich der seit August 2025 auf dem Arbeitsmarkt erkennbare Abwärtstrend im Vorjahresvergleich weiter fort. In den Monaten Januar und Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat jeweils bei ‑0,3 % gelegen, im März 2026 ebenfalls bei -0,4 %.

Bereinigte Erwerbslosenquote im April 2026 bei 3,8 %

Im April 2026 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 1,68 Millionen Personen erwerbslos. Das waren 21 000 Personen oder 1,2 % mehr als im April 2025. Die Erwerbslosenquote stieg auf 3,9 % und lag damit leicht über dem Vorjahreswert (April 2025: 3,8 %).

Bereinigt um saisonale und irreguläre Effekte lag die Erwerbslosenzahl im April 2026 bei 1,67 Millionen Personen. Das waren 13 000 Personen oder 0,8 % weniger als im März 2026. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag unverändert bei 3,8 %.

Mehr

Wirtschaft

ifo Institut: Preisdruck lässt etwas nach

Published

on

By

München 29.05.2026

– Etwas weniger Unternehmen planen, ihre Preise anzuheben. Die ifo Preiserwartungen sanken im Mai leicht auf 30,3 Punkte, von 31,3 im April. „Zwar lässt der Preisdruck etwas nach. Dennoch dürften die Produzenten- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten spürbar steigen. Teurere Energie und knappere Vorprodukte erhöhen die Produktionskosten, die von den Unternehmen an ihre Kunden weitergegeben werden“, sagt ifo-Forscherin Tiphaine Wibault. Nach den kräftigen Anstiegen der Preiserwartungen im März und April bleibt das Niveau weiterhin hoch.

Bei den Dienstleistern und im Handel haben die Preiserwartungen leicht nachgegeben von 27,2 bzw. 54,3 Punkten im April auf 25,0 bzw. 48,7 im Mai. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ist der Indikator von 34,4 auf 32,0 Punkte gesunken. Vor allem bei energieintensiven Unternehmen hat der Preisdruck nachgelassen: der Indikator ging von 47,4 auf 41,8 Punkte zurück. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen sind die Preiserwartungen hingegen leicht gestiegen von 29,9 auf 30,7 Punkte. 

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.

Mehr

Wirtschaft

MIGRÄNE in Deutschland

Published

on

By

Berlin 28.05.2026 DGP

– Migräne belastet viele Menschen erheblich, weshalb gut verträgliche vorbeugende Optionen von großem Interesse sind. Die Ergebnisse eine systematischen Reviews mit Metaanalyse zeigen, dass das Schlafhormon Melatonin im Placebovergleich Migräneattacken verkürzte, Kopfschmerztage reduzierte und die Lebensqualität verbesserte. Es war weniger effektiv als Amitriptylin, aber wies ein günstigeres Sicherheitsprofil auf.

Migräne ist eine chronische neurologische Erkrankung, die den Alltag der Betroffenen erheblich einschränkt. Melatonin, ein zentraler Regulator des zirkadianen Rhythmus mit antientzündlichen und schmerzlindernden Eigenschaften, wird als mögliche Option zur Vorbeugung von Migräneattacken diskutiert.

Wirksamkeit von Melatonin als Migräneprophylaxe?

Ein systematischer Review mit Metaanalyse hat nun die Wirksamkeit und Sicherheit von Melatonin in der vorbeugenden Migränetherapie näher beleuchtet. Für die Analyse wurden Studien identifiziert, die Melatonin mit Placebo oder anderen Standardmedikamenten zur Prophylaxe wie Amitriptylin verglichen. Die Recherche erfolgte in PubMed, Cochrane, Scopus, Embase und Web of Science bis zum 29.09.2024. Die Auswertung basierte auf Veränderungen vom Ausgangswert bis zur letzten Nachbeobachtung.

Systematischer Review mit Metaanalyse über 9 randomisiert-kontrollierte Studien

Insgesamt wurden 9 randomisierte, kontrollierte Studien mit 788 Studienteilnehmern eingeschlossen. Im Vergleich zu Placebo reduzierte Melatonin die Dauer von Migräneattacken, die Zahl der Kopfschmerztage, die Kopfschmerzstärke sowie den Schmerzmittelverbrauch signifikant.

Melatonin versus Placebo:

Zudem erhöhte Melatonin die Responderrate, also den Anteil der Studienteilnehmer mit einer Reduktion der monatlichen Kopfschmerzfrequenz um mindestens 50 % (Risk Ratio, RR 1,38; 95 % KI: 1,11 – 1,70; p < 0,01). Darüber hinaus verbesserte Melatonin sowohl die Schlafqualität, gemessen mit dem Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI: MD -1,64; 95 % KI: -2,85 – -0,42; p = 0,008), als auch die krankheitsbedingte Einschränkung im Alltag, erfasst mit dem Migraine Disability Assessment (MIDAS: MD: -4,07; 95 % KI: -5,45 – -2,69; p < 0,001).

Besser als Placebo, weniger effektiv als Amitriptylin, aber verträglicher

Im direkten Vergleich mit Amitriptylin zeigte Melatonin eine geringere Wirksamkeit hinsichtlich Attackendauer und Schmerzintensität. Für den Analgetikaverbrauch und die Responderate ergaben sich keine konsistenten Vorteile. Allerdings wies Melatonin ein günstigeres Verträglichkeitsprofil auf, insbesondere war das Risiko für Müdigkeit signifikant geringer (RR: 0,49; 95 % KI: 0,28 – 0,87; p = 0,01).

Möglicher Einsatz von Melatonin in der Migräneprophylaxe

Die Autoren schließen, dass Melatonin im Vergleich zu einem Placebo signifikante Vorteile bei der Reduktion der Migränebelastung bietet, bei gleichzeitig gutem Sicherheitsprofil. Obwohl Amitriptylin in mehreren Wirksamkeitsparametern überlegen blieb, stellt Melatonin laut der Studienautoren eine sinnvolle präventive Option dar, insbesondere als ergänzende Therapie während der Eindosierung etablierter Erstlinienmedikamente. Weitere direkte Vergleichsstudien mit standardisierten Dosierungen und längeren Beobachtungszeiträumen sind aber erforderlich. Die Einnahme von Melatonin zur Migräneprophylaxe sollte nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt/Ärztin erfolgen, da Melatonin nicht ist.

Mehr

Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftserwartungen in der Chemie brechen ein

Published

on

By

München 28.05.2026

– Das Geschäftsklima in der Chemischen Industrie hat sich im Mai weiter eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex sank auf minus 30,2 Punkte, nach minus 28,6* Punkten im April. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit minus 17,5 Punkten besser bewerteten als im April mit minus 25,8* Punkten, brachen die Erwartungen weiter ein: von minus 31,3* auf minus 42,0 Punkte. „Die Unternehmen schätzen die aktuelle Belebung im laufenden Geschäft als vorübergehend ein“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf. 

Die im April begonnene Sonderkonjunktur setzt sich im Mai fort: Teile der Branche profitieren von höherer Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen infolge der gestörten globalen Lieferketten. Gleichzeitig bleibt die Versorgungslage mit Vorprodukten angespannt: 31,1 Prozent der Unternehmen berichteten über Materialknappheit. Im ersten Quartal waren es nur 7,0 Prozent. Entsprechend kräftig zogen die Preise für chemische Erzeugnisse an. Der Indikator für die Preisentwicklung gegenüber dem Vormonat stieg auf plus 47,5 Punkte nach 32,5* Punkten im April. Die Mehrheit der Unternehmen rechnet mit weiteren Preissteigerungen. Trotz der Belebung der Nachfrage planen die Unternehmen mit einer geringeren Produktion und einem weiteren Personalabbau. Auch die Exporterwartungen verschlechterten sich deutlich auf minus 15,7 Punkte nach minus 2,0* Punkten im April. „Die vorübergehende Sonderkonjunktur verschafft der Branche zwar kurzfristig Luft, die strukturellen Kernprobleme bleiben jedoch ungelöst“, sagt Wolf. 

Mehr

Politik

Wirtschaftsausblick 2026

Published

on

By

Berlin 27.05.2026  

– Deutschland verzeichnet seit 2019 eine Konjunkturabschwächung, die die meisten Wirtschaftszweige und Branchen betrifft. Die Hoffnungen auf eine Erholung in den Jahren 2020 und 2021 waren groß.

Die Coronavirus-Pandemie und der seit 2022 andauernde Krieg in der Ukraine haben diese Hoffnungen jedoch zunichtegemacht. Dies hat Ökonomen und Wirtschaftsvertreter veranlasst, in ihren Analysen zur wirtschaftlichen Zukunft vorsichtiger vorzugehen.

In ihrem am Mittwoch, dem 27. Mai, veröffentlichten Bericht zum Wirtschaftsausblick 2026 betonte der Sachverständigenrat zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass der Krieg im Iran die Wirtschaftstätigkeit und die nationale Produktion negativ beeinflusst. Die Prognose für dieses Jahr liegt nun bei lediglich 0,5 % statt der zuvor erwarteten 0,8 %und Inflationsrate von 3,5% .

Für 2027 gehen die Experten von einem nationalen Produktionswachstum von 0,8 % und einem Inflationsrate von 2,8 % aus.

Mehr

Wirtschaft

ifo Institut: Stellenabbau verlangsamt sich etwas

Published

on

By

München 27.05.2026

– Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im Mai auf 93,9 Punkte, nach 91,4 Punkten im April. „Insgesamt wollen aber immer noch mehr Unternehmen Stellen abbauen als aufbauen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung bleiben die Unternehmen bei den Personalplanungen zurückhaltend.“ 

Die Arbeitsmarktsituation in der Industrie ist unverändert schwierig. Das Barometer ist zwar leicht gestiegen, dennoch werden per Saldo weiterhin Arbeitsplätze abgebaut. Dies gilt weiterhin auch für den Groß- und Einzelhandel. Bei den Dienstleistern erholte sich das Barometer nach dem Einbruch im Vormonat wieder. Schwierig bleibt die Lage in der Logistik und im Tourismus. In der Bauwirtschaft ist die Situation seit Monaten nahezu unverändert. Unternehmen planen mit einem konstanten Personalbestand.

Mehr

Wirtschaft

45% der Flüge in 2025 waren Kürzstreckenflüge

Published

on

By

Wiesbaden 26.05.2026

– Wegen des weltweiten Kerosinmangels könnten in nächster Zeit viele Flüge gestrichen werden – insbesondere auf der Kurzstrecke. 652 000 Kurzstreckenflüge mit Passagierbeförderung begannen oder endeten im Jahr 2025 an deutschen Hauptverkehrsflughäfen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Kurzstreckenflüge mit einer Distanz von maximal 1 000 Kilometern hatten somit einen Anteil von 45 % an allen 1,5 Millionen Passagierflügen des Jahres 2025. Ihr Ziel oder Start war überwiegend das nahegelegene Ausland: 82 % der Kurzstreckenflüge mit Passagierbeförderung waren Auslandsflüge.

55 % aller Flüge mit Passagierbeförderung an deutschen Hauptverkehrsflughäfen im Jahr 2025 hatten eine Distanz von mehr als 1 000 Kilometern. Sie verkehrten mit 76 % überwiegend von und ins europäische Ausland, gefolgt von Asien (10 %), Amerika (8 %) und Afrika (7 %).

Kurzstreckenflüge im 1. Quartal 2026 unter dem Niveau der Vorjahre

In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 gingen 137 700 Passagierflüge über eine kurze Distanz von weniger als 1 000 Kilometern. Das waren 3 % weniger als im Vorjahreszeitraum mit 141 800 Kurzstreckenflügen. Auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2024 waren es mit 138 900 Kurzstreckenflügen etwas mehr als in diesem Jahr. Die Zahl der Passagierflüge insgesamt ist im 1. Quartal 2026 mit 282 100 Flügen im Vergleich zum 1. Quartal 2025 mit 284 400 Flügen ebenfalls leicht gesunken (-1 %).

Meiste Kurzstreckenflüge 2025 zwischen Frankfurt am Main und London-Heathrow

Die häufigste Verbindung auf der kurzen Distanz an deutschen Hauptverkehrsflughäfen war 2025 die zwischen Frankfurt am Main und London-Heathrow mit 11 000 Passagierflügen. Darauf folgten die innerdeutschen Verbindungen zwischen Frankfurt am Main und dem Flughafen Berlin Brandenburg mit knapp 11 000 Flügen, München und Frankfurt am Main mit 10 700 Flügen sowie Frankfurt am Main und Hamburg mit 10 300 Flügen.

Knapp die Hälfte aller Auslandsurlaube in der EU 2024 mit dem Flugzeug

In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) war das Flugzeug im Jahr 2024 bei 48 % aller Auslandreisen mit mindestens einer Übernachtung nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat das Hauptbeförderungsmittel. Kürzere Auslandsreisen mit ein bis drei Übernachtungen erfolgten zu 30 % mit dem Flugzeug. Ab vier oder mehr Übernachtungen wurde bei 55 % der Urlaubsreisen hauptsächlich geflogen. Bei Inlandsurlauben ab einer Übernachtung nutzten hingegen nur 2 % der EU-Bürgerinnen und -bürger das Flugzeug als Hauptbeförderungsmittel.

Mehr

Wirtschaft

Insolvenzen zurückgegangen

Published

on

By

Wiesbaden 22.05.2026

– Im Februar 2026 haben die deutschen Amtsgerichte nach vorläufigen Ergebnissen 2 053 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,7 % weniger als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Zudem lagen für Februar 2026 keine Daten aus Rheinland-Pfalz vor. Für die Berechnung des Bundesergebnisses wurden für Rheinland-Pfalz daher die Vorjahreswerte verwendet. Die Forderungen der Gläubiger aus den im Februar 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 2,5 Milliarden Euro. Im Februar 2025 hatten die Forderungen bei rund 9,0 Milliarden Euro gelegen.

Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei am höchsten

Bezogen auf 10 000 Unternehmen gab es im Februar 2026 insgesamt 5,8 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 11,1 Fällen je 10 000 Unternehmen. Danach folgte das Gastgewerbe mit 9,7 Fällen und das Baugewerbe mit 8,8 Insolvenzen.

0,6 % mehr Verbraucherinsolvenzen im Februar 2026 als im Vorjahresmonat

Im Januar 2026 gab es 6 112 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 0,6 % mehr als im Vorjahresmonat.

Mehr

The Week