Connect with us

Welt

Hunger und Krieg gehen Hand in Hand

Published

on

Berlin 01.12.2024

Konflikte sind die Hauptursache für Hunger. Im Gazastreifen sehen wir das in all seiner Deutlichkeit. Auch weltweit leben mehr als 85 Prozent aller hungernden Menschen in Konfliktregionen. 

Heute möchte ich dir über unseren Einsatz für die Resolution 2417 berichten. Die Resolution 2417 wurde vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschlossen und verurteilt den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe sowie die systematische Verweigerung humanitärer Hilfe durch Regierungen in Konfliktgebieten. 2018 wurde sie einstimmig beschlossen. Den Zugang zu humanitärer Hilfe für die Zivilbevölkerung zu ermöglichen, ist eine Verpflichtung nach dem humanitären Völkerrecht.  

Mit der Petition, die auch du unterschrieben hast, rufen wir dazu auf, der Resolution 2417 nachzukommen. Denn nach dem humanitären Völkerrecht sind alle Staaten dazu verpflichtet, den Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten. Hunger darf niemals als Kriegswaffe eingesetzt werden! 

Den Menschen im Gazastreifen droht mit jedem weiteren Kriegstag eine Hungersnot. Um es ganz deutlich zu sagen: Bereits heute ist die gesamte Bevölkerung in Gaza mit einer Hungerkrise konfrontiert und vielerorts droht eine Hungersnot. Praktisch alle Familien müssen täglich auf Mahlzeiten verzichten, viele Menschen essen tagelang überhaupt nichts. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder sowie schwangere und stillende Frauen. Sie brauchen dringend lebenswichtige Medikamente, sauberes Wasser und Nahrung.

Satellitenbilder des Gazastreifens zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Fischerhäfen, Märkte, Bäckereien, Gewächshäuser und landwirtschaftliche Flächen sind nicht mehr nutzbar – ganz zu schweigen von den Häusern und Wohnungen der Menschen. Diese gezielte Zerstörung von ziviler Infrastruktur ist ein direkter Verstoß gegen die Resolution 2417 des UN-Sicherheitsrates.  

Solange die Kampfhandlungen weitergehen, wird keine ausreichende humanitäre Hilfe möglich sein. Das heißt konkret: Eine Hungersnot jetzt abzuwenden, geht nur, wenn es eine anhaltende Waffenruhe gibt und vermehrt Hilfsgüter und kommerzielle Güter alle Teile des Gazastreifens erreichen. 

Mehr

Europa

EU-Ukraine Gespräche in Berlin

Published

on

By

Berlin 13.01.2026

– Die Gespräche zwischen Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und der EU-Kommissarin für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, konzentrierten sich heute, Dienstag, den 13. Januar, auf die Ukraine. Verteidigungsminister Pistorius wertete die Ankündigung der Europäer auf ihrem jüngsten Treffen, Kiew rund 500 Milliarden Euro an Unterstützung zukommen zu lassen, als starkes Zeichen europäischer Solidarität mit der Ukraine.

Die EU-Kommissarin für Außen- und Sicherheitspolitik bekräftigte die Fortsetzung der europäischen Unterstützung für die Ukraine und erklärte, dass Gespräche mit der NATO über deren Beteiligung am Schutz der Ukraine geführt würden.

Foto: © PWO

Mehr

Politik

„Gemeinsam gestalten wir die Zukunft weltweit“

Published

on

By

Berlin 12.01.2026

Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Aballi Radovan, erklärte heute, Montag, den 12. Januar 2026: „Gemeinsam gestalten wir die Zukunft weltweit.“ Dies umfasst die Bekämpfung von Hunger und Ungleichheit, die Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit, die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure sowie die Förderung von Frieden und Stabilität, insbesondere im Nahen Osten und in Afrika.

Foto: © PWO

Mehr

Politik

American Academy: Die Internationale Ordnung steht am Rande des Zusammenbruchs

Published

on

By

Berlin 09.01.2026

– In einer kritischen Lektüre der aktuellen geopolitischen Landschaft veröffentlichte die New York Times einen Meinungsbeitrag der Wissenschaftlerin Una Hathaway, Professorin für Rechts- und Politikwissenschaft an der Yale University, in der sie warnte, dass die nach dem Zweite Weltkrieg entstandene internationale Rechtsordnung vom Zusammenbruch bedroht ist, da die Beschränkungen für den Einsatz militärischer Gewalt zwischen Staaten rasch erodieren.

Der Autor, der zum Präsidenten der American Society for International Law gewählt wurde, argumentierte, dass die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, am vergangenen Samstag kurz vor Tagesanbruch eine verdeckte Militäroperation gegen Venezuela zu starten, um dessen Präsident Nicolás Maduro zu entführen, ein eklatanter Angriff auf das internationale Rechtssystem sei.

Venezuelas Vertreter bei den Vereinten Nationen, Samuel Moncada, warf den Vereinigten Staaten vor, die Souveränität seines Landes verletzt zu haben, und forderte die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro sowie die Achtung seiner Immunität während einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, die der Diskussion der US-Militäroperation in Venezuela gewidmet war.

In einer Rede während der Sitzung am Montagabend sagte Moncada, sein Land sei wegen seiner natürlichen Ressourcen Opfer von US-Angriffen geworden, und betonte, dass der US-Angriff ein illegaler Angriff auf sein Land und eine eklatante Verletzung der UN-Charta sei.

In ihrem Artikel in der New York Times erklärte Hathaway, dass eine Welt, die dank der Regeln des Völkerrechts acht Jahrzehnte lang erfolgreich direkte Großmacht Konflikte vermieden hat, nun am Rande eines Abgrunds steht, der uns zurück in die Ära der „Schlachtschiffdiplomatie“ führt, als Gewalt die einzige Quelle der Wahrheit war.

 Der Autor, der auch nicht-ansässiger Wissenschaftler am Carnegie Endowment for International Peace ist, argumentiert, dass dieser Präzedenzfall kein bestimmtes Land bedroht, sondern vielmehr das Fundament einer internationalen Ordnung untergräbt, die trotz ihrer Schwächen Kriege zwischen Großmächten begrenzt und den Untergang von Staaten durch militärische Invasionen verhindert hat.

Der Autor beleuchtete die historische Transformation, die durch die UN-Charta von 1945 bewirkt wurde, als Krieg als Mittel zur Lösung internationaler Streitigkeiten kriminalisiert wurde, Invasionen und Beschlagnahmen verboten und militärische Gewalt durch wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen ersetzt wurde.

Trotz anhaltender Konflikte und Bürgerkriege argumentiert Hathaway, dass das System über Jahrzehnte hinweg zu einer erheblichen Reduzierung der Todesopfer durch grenzüberschreitende Konflikte beigetragen hat.

Dieser Trend begann jedoch zu Beginn des neuen Jahrtausends zu zerfallen, insbesondere nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf Washington und New York, als die Vereinigten Staaten das Konzept der „Selbstverteidigung“ auf den Einsatz von Gewalt gegen nichtstaatliche Gruppen außerhalb ihres Territoriums ausweiteten.

Diese rechtliche Ausweitung, die später von anderen Ländern übernommen wurde, öffnete laut Einschätzung des Rechts- und Politikwissenschaftsprofessors die Tür für den einseitigen Einsatz von Gewalt unter weitreichenden rechtlichen Vorwänden.

Diese rechtliche Ausweitung, die später von anderen Ländern übernommen wurde, öffnete laut Einschätzung des Rechts- und Politikwissenschaftsprofessors die Tür für den einseitigen Einsatz von Gewalt unter weitreichenden rechtlichen Vorwänden.

Hathaway wies darauf hin, dass die Folgen dieses Wandels seit 2014 sichtbar seien, da Konflikte im Nahen Osten, in der Ukraine und in Afrika eskalierten und die durchschnittliche Zahl der Todesopfer grenzüberschreitender Konflikte von weniger als 15.000 pro Jahr auf über 100.000 gestiegen ist.

Es wurde auch auf die Rückkehr direkter Kriege zwischen Ländern hingewiesen, insbesondere die russische Invasion der Ukraine, sowie auf andere regionale Konflikte in Asien und dem Nahen Osten.

In ihrer Analyse der Militäroperation in Venezuela weist Hathaway die US-Vorwürfe mit rechtlicher Strenge zurück und behauptet, dass der Kampf gegen Drogenhandel oder die Illegalität eines politischen Systems keinem Land das Recht gibt, militärische Aggressionen zu starten.

Sie betont, dass wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen die einzigen verfügbaren rechtlichen Instrumente waren und weiterhin sind, und warnt, dass Washingtons Niederschlagung dieser Basen andere Länder dazu ermutigen wird, dasselbe zu tun und die internationale Bühne in einen offenen Wald zu verwandeln.

Hathaway beschrieb den Zusammenbruch des internationalen Systems als „allmählich, dann plötzlich“. Es betont jedoch, dass die Rettung der internationalen Rechtsordnung weiterhin möglich ist, aber eine klare kollektive Haltung der Staaten erfordert, um diesem Eingriff entgegenzuwirken, bevor der vollständige Zusammenbruch vollständig ist.

Jahrzehnte des „unvollständigen“ Friedens, den die UN-Charta mitbegründet hat, stehen heute vor demselben Schicksal. Da die Vereinigten Staaten es versäumen, das grundlegende Prinzip der internationalen Rechtsordnung einzuhalten, dessen führende Verteidiger sie einst waren, steht dieses ohnehin schon „kranken“ System nun am Rande eines völligen Zusammenbruchs, wie sie ausdrückte.

Mehr

Politik

Keine Rückkehr zu kolonialer Vorherrschaft in Venezuela

Published

on

By

Berlin, Aachen 08.01.2026  

– Misereor hat die deutsche Bundesregierung aufgefordert, das Vorgehen der USA in Venezuela deutlich als Verstoß gegen das Völkerrecht zu kritisieren, um die Prinzipien der internationalen Rechtsordnung aufrechtzuerhalten. Die massiven Menschenrechtsverletzungen durch Präsident Nicolás Maduro und seiner Regierung rechtfertigten das Vorgehen der USA in keiner Weise, erklärte das katholische Hilfswerk am Mittwoch in Aachen.

Nicolás Maduro sollte der Prozess am Internationalen Strafgerichtshof gemacht werden, der bereits Ermittlungen zu mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Venezuela aufgenommen hatte, so Misereor.  Angesichts der Unsicherheit und der verschiedenen möglichen Szenarien müssten jetzt mit aller Macht die bestehenden zivilgesellschaftlichen Kräfte eingebunden und die demokratischen Prozesse gestärkt werden, um dem Willen der Menschen in Venezuela Ausdruck und Stärke zu verleihen. 
 
„Geopolitisch muss dieser völkerrechtswidrige Angriff – ebenso wie der Angriff Russlands auf die Ukraine – als eine weitere deutliche Schwächung des internationalen Völkerrechts und der Vereinigten Nationen gewertet werden. Diese sind seit dem 2. Weltkrieg Maßstab und Grundlage für internationale Beziehungen. Das Verhalten der USA ist eine offene Demonstration kolonialer Vorherrschaftsprinzipien“, sagte Misereor-Hauptgeschäftsführer Andreas Frick. Der Anspruch, das Land in neuer Allianz mit der Führungsriege des alten Regimes zu regieren, missachte den demokratischen Willen des venezolanischen Volkes mit dem eindeutigen Wahlergebnis vom 28. Juli 2024 zu Gunsten von Edmundo Gonzalez Urrutia, so Frick. „Die USA handeln nicht im Interesse der Demokratie und der Menschenrechte in Venezuela, sondern einzig allein im eigenen Interesse einer geopolitischen und wirtschaftlichen Vormachtstellung in Lateinamerika und der Karibik. 

Demokratische Prozesse wahren

Angesichts der Unwägbarkeiten der aktuellen und zukünftigen Machtverhältnisse sei die Bevölkerung in Venezuela extrem verunsichert, erklärte Misereor. Ihr Alltag sei geprägt durch Jahre der Wirtschaftskrise, des institutionellen Verfalls, Flucht und Migration, krimineller Netzwerke und einer politischen Polarisierung.

„Die Menschen wünschen sich Würde, Freiheit und die Anerkennung ihrer Menschenrechte. Dies würde auch die Freilassung aller politischen Gefangenen und die Rückkehr und Freiheit von Menschenrechtsaktivisten bedeuten. Deutschland und Europa müssen sich daher in Gesprächen mit den USA für friedliche und demokratische Prozesse in Venezuela einsetzen, die zu einer legitimierten politischen Neuordnung und einem Wiederaufbau des Landes führen könnten“, so Frick.
 
Misereor finanziert aktuell Projekte mit einem Volumen von knapp 1,2 Mio in Venezuela zur Förderung der Demokratie, Menschenrechte, Zivilgesellschaft sowie im Bereich Ernährungssicherheit.

Mehr

Politik

Massive Unterversorgung von afrikanischen Flüchtlingen droht

Published

on

By

Berlin 07.01.2026 

– Angesichts massiver Unterfinanzierung schlagen das Welternährungsprogramm (WFP) und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Alarm. Die prekäre Situation von Millionen von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in afrikanischen Ländern könnte sich mit Beginn des neuen Jahres weiter verschärfen. Die beiden Organisationen warnten am Montag, dass sie 2026 in vielen Ländern selbst grundlegendste Hilfe zum Überleben – Nahrung, Schutz oder Unterbringung – nicht mehr leisten können.

Mehr als ein Drittel der weltweit 117 Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebenen lebt in Afrika. Konflikte, etwa im Sudan und in der Demokratischen Republik Kongo zwingen weiterhin Hunderttausende Menschen in die Flucht – oft in Nachbarländer, die selbst von Hunger und Instabilität betroffen sind. Allein im bitterarmen Burundi sind im Dezember 2025 über 90.000 Flüchtlinge angekommen, die vor neuer Gewalt in der DR Kongo geflohen sind. WFP musste knappe Mittel strecken, um auch Neuankömmlinge zu versorgen. Die Nahrungsmittelrationen wurden auf 75 % reduziert, Aufnahmezentren sind überbelegt.

Die Mittel für die humanitäre Hilfe, auch aus Deutschland, sind zuletzt massiv gesunken: So standen UNHCR für seine Arbeit in Afrika im Jahr 2025 weniger als ein Viertel der benötigten Mittel zur Verfügung. WFP unterstützt über sechs Millionen Flüchtlinge in mehr als 20 afrikanischen Ländern mit Nahrungsmitteln und Programmen zur Existenzsicherung. Doch die Finanzierungslücken sind beispiellos: In einigen Ländern fehlen über 80 Prozent der Mittel, in allen Einsatzländern wurden Rationen gekürzt oder Programme der Ernährungshilfe komplett gestrichen.

„Die weltweiten Kürzungen in der humanitären Hilfe, treffen Flüchtlinge auf unserem Nachbarkontinent besonders hart. In vielen Ländern müssen wir nach Lage der Dinge die Hilfe schlicht einstellen“, sagte Dr. Martin Frick, Direktor des Berliner WFP-Büros. “Wenn wir Aufnahmestaaten nicht unterstützen, schafft das mehr Instabilität in fragilen Regionen.”

Zu wenig Nahrungsmittelhilfe

Katharina Thote, UNHCR-Vertreterin in Berlin: “Dieses Jahr wird entscheidend für unsere Arbeit. Wir benötigen dringend Mittel, um Leben retten zu können, aber auch um längerfristige Perspektiven zu bieten.“

Trotz Erfolgen im Kampf gegen die Hungersnot in Teilen des Sudans, drohen wegen fehlender Gelder schon im Januar Kürzungen bei der Nahrungsmittelhilfe, selbst für Menschen, die kurz vor dem Verhungern stehen.

Dramatisch sieht es laut WFP und UNHCR auch in Sudans Nachbarländern aus, etwa im Tschad, wo über 200.000 neu angekommene sudanesische Flüchtlinge ohne ausreichende Hilfe im Grenzgebiet ausharren. UNHCR fehlt es an Zelten für Neuankömmlinge. Einige Familien müssen unter freiem Himmel schlafen und haben kaum sauberes Trinkwasser. In Uganda, einem wichtigen Aufnahmeland für Flüchtlinge aus mehreren afrikanischen Staaten wie dem Sudan und der Demokratischen Republik Kongo, musste WFP kürzlich die Nahrungsmittelhilfe für eine Million Flüchtlinge einstellen, in Äthiopien droht das in gleicher Größenordnung in wenigen Wochen.

Angesichts dieser düsteren Aussichten für das neue Jahr appellieren UNHCR und WFP an die Bundesregierung und andere Geber, dringend die Mittel für die Flüchtlingsversorgung aufzustocken. Das wäre menschlich richtig und politisch klug, denn Destabilisierung und neue Fluchtbewegungen wären sonst die Konsequenz.

Mehr

Politik

Trump missachtet in Venezuela mutmaßlich das Völkerrecht!

Published

on

By

Berlin 05.01.2026

Nach dem Angriff auf die Hauptstadt von Venezuela und der Festnahme des Präsidentenehepaares erklären Antje Draheim und Harald Baumann-Hasske, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen:

Der militärische Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika vom 3. Januar 2026 auf die Hauptstadt Venezuelas, Caracas, und die Festnahme von Staatspräsident Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verstoßen nach aktuellem Kenntnisstand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gegen internationales Recht. Wir verurteilen dieses Vorgehen auf das Schärfste.

Auch wenn Nicolás Maduro aus Sicht der Europäischen Union das Amt des Präsidenten ohne demokratische Legitimation erlangt und unter Missachtung von Rechtsstaatlichkeit verwaltet hat, kann dies den eklatanten Bruch des Völkerrechts nicht rechtfertigen“, so Antje Draheim.

„Präsident Trump läutet damit endgültig ein Zeitalter ein, in dem internationale Regeln nicht mehr verbindlich sind und das Recht des Stärkeren allem anderen vorgeht“, so Baumann-Hasske weiter. „Es wird jetzt deutlich, dass Trump mit äußerster Härte gedenkt, international durchzusetzen, was er für die Interessen der USA erklärt. Dieses unilateralistische Vorgehen der USA stellt die EU vor großen Herausforderungen, die sie entweder handlungsfähig machen oder an die Grenzen ihrer Existenz bringen werden. Nur ein gestärktes und geeintes Europa kann in einer multipolaren Welt bestehen.“

Wir erwarten von der Bundesregierung, das Vorgehen der USA als einen Bruch des Völkerrechts klar zu benennen und zu verurteilen, auch wenn die USA innerhalb der NATO strategische Partner bleiben. Zugleich muss sich die EU vorbehaltlos für eine Deeskalation, einen demokratischen Übergangsprozess und für die Wiederherstellung staatlicher Souveränität Venezuelas einsetzen, damit das venezuelische Volk selber über sein Schicksal entscheiden kann.

Mehr

Politik

UNHCR schlägt Alarm

Published

on

By

Berlin 05.01.2026

– Angesichts massiver Unterfinanzierung schlagen das Welternährungsprogramm (WFP) und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Alarm. Die prekäre Situation von Millionen von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in afrikanischen Ländern könnte sich mit Beginn des neuen Jahres weiter verschärfen. Die beiden Organisationen warnen, dass sie 2026 in vielen Ländern selbst grundlegendste Hilfe zum Überleben – Nahrung, Schutz oder Unterbringung – nicht mehr leisten können.

Mehr als ein Drittel der weltweit 117 Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebenen lebt in Afrika. Konflikte, etwa im Sudan und in der Demokratischen Republik Kongo zwingen weiterhin Hunderttausende Menschen in die Flucht – oft in Nachbarländer, die selbst von Hunger und Instabilität betroffen sind. Allein im bitterarmen Burundi sind im Dezember 2025 über 90.000 Flüchtlinge angekommen, die vor neuer Gewalt in der DR Kongo geflohen sind. WFP musste knappe Mittel strecken, um auch Neuankömmlinge zu versorgen. Die Nahrungsmittelrationen wurden auf 75 % reduziert, Aufnahmezentren sind überbelegt.

Die Mittel für die humanitäre Hilfe, auch aus Deutschland, sind zuletzt massiv gesunken: So standen UNHCR für seine Arbeit in Afrika im Jahr 2025 weniger als ein Viertel der benötigten Mittel zur Verfügung. WFP unterstützt über sechs Millionen Flüchtlinge in mehr als 20 afrikanischen Ländern mit Nahrungsmitteln und Programmen zur Existenzsicherung. Doch die Finanzierungslücken sind beispiellos: In einigen Ländern fehlen über 80 Prozent der Mittel, in allen Einsatzländern wurden Rationen gekürzt oder Programme der Ernährungshilfe komplett gestrichen.

„Die weltweiten Kürzungen in der humanitären Hilfe, treffen Flüchtlinge auf unserem Nachbarkontinent besonders hart. In vielen Ländern müssen wir nach Lage der Dinge die Hilfe schlicht einstellen“, sagte Dr. Martin Frick, Direktor des Berliner WFP-Büros. „Wenn wir Aufnahmestaaten nicht unterstützen, schafft das mehr Instabilität in fragilen Regionen. Das können wir uns nicht leisten.“

Katharina Thote, UNHCR-Vertreterin in Berlin: „Dieses Jahr wird entscheidend für unsere Arbeit. Wir benötigen dringend Mittel, um Leben retten zu können, aber auch um längerfristige Perspektiven zu bieten.“

Trotz Erfolgen im Kampf gegen die Hungersnot in Teilen des Sudans, drohen wegen fehlender Gelder schon im Januar Kürzungen bei der Nahrungsmittelhilfe, selbst für Menschen, die kurz vor dem Verhungern stehen.

Dramatisch sieht es auch in Sudans Nachbarländern aus, etwa im Tschad, wo über 200.000 neu angekommene sudanesische Flüchtlinge ohne ausreichende Hilfe im Grenzgebiet ausharren. UNHCR fehlt es an Zelten für Neuankömmlinge. Einige Familien müssen unter freiem Himmel schlafen und haben kaum sauberes Trinkwasser.

In Uganda, einem wichtigen Aufnahmeland für Flüchtlinge aus mehreren afrikanischen Staaten wie dem Sudan und der Demokratischen Republik Kongo, musste WFP kürzlich die Nahrungsmittelhilfe für eine Million Flüchtlinge einstellen, in Äthiopien droht das in gleicher Größenordnung in wenigen Wochen.

Angesichts dieser düsteren Aussichten für das neue Jahr appellieren UNHCR und WFP an die Bundesregierung und andere Geber, dringend die Mittel für die Flüchtlingsversorgung aufzustocken. Das wäre menschlich richtig und politisch klug, denn Destabilisierung und neue Fluchtbewegungen wären sonst die Konsequenz.

Mehr

Politik

Erleichterung über die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Maduros

Published

on

By

Berlin 03.01.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte hierzu:

„Nicolás Maduro hat sein Land ins Verderben geführt. Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir – wie viele andere Staaten auf der Welt – daher nicht anerkannt. Maduro spielte in der Region, mit unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft eine problematische Rolle.

Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit. Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.“

Mehr

Welt

Neujahrsfeiertage auf der ganzen Welt. Geschichten von Neuanfängen der Menschen

Published

on

By

Berlin 02.01.2026

Jedes Jahr um Mitternacht feiert die Welt den Beginn eines Jahres und den Beginn eines neuen gregorianischen Jahres, bekannt als das neue Jahr, in dem, was als die berühmteste Feier der Welt beschrieben werden kann.

Die Feier des Neujahrstags beschränkt sich jedoch nicht auf das gregorianische Jahr, sondern Menschen und Gemeinschaften auf der ganzen Welt feiern ihre eigenen Neujahrsfeiern, jede mit ihrem eigenen einzigartigen Datum, Ritualen und Glaubensvorstellungen, von denen einige auf alte religiöse und spirituelle Traditionen zurückgehen, während andere mit Zyklen der Landwirtschaft, Astronomie oder der Erneuerung der Natur verbunden sind, was sie zu Symbolen für Neuanfänge und erneuerte Hoffnung macht und vielfältige Kulturen sowie die Vielfalt des menschlichen Erbes ausdrückt.

Im Folgenden finden Sie kurze Definitionen einiger der berühmtesten Jahre unter den Völkern der Welt sowie der damit verbundenen Bräuche und Rituale.

Gregorianisches Jahr

Es ist ein Sonnenjahr, das der Geburt Jesu Christi zugeschrieben wird, bestehend aus 12 Monaten, deren Tage zwischen 28 und 31 Tagen dauern, wobei der erste Januar ist, benannt nach dem römischen Gott Janus, dem Symbol für Eingänge, Anfänge und Übergänge, und im Syrischen Januar entspricht und der letzte Dezember ist, was „zehnter“ bedeutet, da es der zehnte Monat des Jahres war, der zuvor im März begann. Dezember entspricht im Syrischen Dezember: Dezember.

Das Sonnenjahr bezeichnet die Zeitspanne, die die Erde benötigt, um einen vollständigen Zyklus um die Sonne zu vollenden, und darauf wurde vor der Geburt Christi, Friede sei mit ihm, vertraut; es begann nicht mit dem Monat Januar, aber seine Lesungen variierten je nach historischen Phasen, sodass es in einer Zeit im März und in einem anderen Zeitraum im Dezember begann, aber der erste Januar wurde erst 153 v. Chr. als Beginn des römischen Jahres anerkannt.

Die Ernennung des 1. Januar zum Oberhaupt dieses Jahres steht in keinem bestimmten astronomischen Phänomen, aber vor 153 v. Chr. trat der Oberkonsul – die höchste Autorität in Rom – am 15. März seine Aufgaben an, die mit der Frühlingstagundnachtgleiche zusammenfiel, doch der römische Staat sah sich in diesem Jahr in Hispania (dem heutigen Spanien) mit einer großen Rebellion konfrontiert, und es war wichtig, dass der neue Konsul seine Aufgaben frühzeitig antrat, weshalb der Senat zusammentrat und eine Ausnahmeentscheidung traf, das Datum der Amtseinführung auf den 1. Januar zu verlegen. Diese Tradition begann mit dem Beginn des Verwaltungsjahres, dessen Haupt wir bis heute feiern.

Der christliche Kalender – also die gregorianischen Jahre zählt, wobei das Jahr, in dem Jesus geboren wurde, das erste Jahr im Kalender war – erschien im sechsten Jahrhundert n. Chr., genauer gesagt im Jahr 525 n. Chr., durch den Mönch Dionysius Exegos, und davor wurden die Jahre nach wichtigen Ereignissen oder der Machtübernahme durch Könige gezählt.

Hijri-Jahr- Islamische Kalaendar

Es ist ein Mondjahr, das der Wanderung des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm) zugeschrieben wird, bestehend aus 12 Monaten, von denen jeder mit dem Erscheinen seines sichelförmigen Mondes beginnt und sich über einen Zeitraum von 29 bis 30 Tagen erstreckt, abhängig vom Erscheinen des Mondsichels im folgenden Monat. Er beginnt mit dem Monat Muharram, der so genannt wurde, weil die Araber vor dem Islam Kämpfe verboten, und endet mit dem Monat Dhu al-Qi’dah, weil sie früher auf Eroberungen und Reisen verzichteten und daher nicht um Weide- oder Handelsweide baten, da es einer der heiligen Monate ist.

Quellen geben an, dass die erste Person, die begann, die Jahre ab dem Datum der Migration des Propheten zu zählen, sein zweiter Nachfolger Omar ibn al-Khattab war, der im 13. Jahr der Hidschra, entsprechend dem Jahr 634 n. Chr., das Kalifat übernahm, und dieser Kalender wird in mehreren Ländern noch immer verwendet und ist in der islamischen Kultur präsent; dementsprechend halten Muslime ihre Rituale ab und datieren viele ihrer Anlässe mit ihm; der 26. Juni 2025 fiel mit dem Hidschri-Neujahr 1447 zusammen.

Obwohl dieser Kalender als Hidschri-Kalender bezeichnet wird, stützte er sich auf die Reihenfolge der Monate, die unter den Arabern vorherrschte, und beginnt mit dem ersten Muharram. Quellen deuten darauf hin, dass die Migration des Propheten am 27. Safar von Mekka aus begann, sodass der Prophet (Friede sei mit ihm) und sein Begleiter Abu Bakr al-Siddiq am 12. Rabi‘ al-Awwal des ersten Hidschri-Jahres in Medina eintrafen. Es sind elf Schaltjahre.Viele muslimische Gemeinschaften feiern das islamische Neujahr, und in einigen Ländern der islamischen Welt ist es ein gesetzlicher Feiertag.

.Chinesisches Jahr

Im Gegensatz zu allen Jahreskalendern der Länder der Welt hat China seine eigenen Traditionen, da sein Jahreskalender ein solarer Mondkalender ist, der von den Zyklen von Sonne und Mond abhängt, da die Feierlichkeiten mit dem Eintreffen des ersten Tages des Mondneumonats beginnen und in der Regel 15 Tage dauern, bis sie mit dem Laternenfest enden, dem Tag, an dem der Vollmond ist.

Das chinesische Neujahr fällt üblicherweise zwischen dem 21. Januar und Mitte Februar, und sein Datum variiert jährlich, da dieser Kalender von den Zyklen von Sonne und Mond abhängt, da das chinesische Jahr jedes Jahr an einem anderen Tag beginnt (zum Beispiel zur Sonnengregorianischen Zeit), aber der Monat wird durch die Bewegung des Mondes bestimmt, sodass der erste Tag des Mondjahres auch in Schaltmonatsjahren ein offizieller Beginn ist.

Das chinesische Jahr besteht größtenteils aus 12 Monaten und trägt jedes Jahr den Namen eines der 12 chinesischen Tierkreiszeichen, an denen sich die Chinesen besonders interessieren; sie sind nach Tieren wie Stieren, Drache, Affen, Hahnen und Hund benannt. Der Countdown beginnt, als der Gelbe Kaiser den Thron bestieg, was wahrscheinlich 2697 v. Chr. stattfand, und gilt als Beginn der antiken chinesischen Geschichte.

Mittwoch, der 29. Januar 2025, ist das 4722. chinesische Jahr der chinesischen Schlange, und das nächste chinesische Neujahr fällt auf den 17. Februar 2026 und wird in China, Taiwan, Hongkong, Macau und anderen Teilen gefeiert.

Die Feier des chinesischen Neujahrs hat ihre Wurzeln in Traditionen, die mit Landwirtschaft und Ahnenverehrung verbunden sind (Shutterstock)

Koptische Sunnah

Er wurde Nowruz nach einem koptischen Wort genannt, das Flüsse bedeutet, weil er mit der Überschwemmung des Nils verbunden ist, und es soll ein persisches Wort sein, das „der neue Tag“ (Ni Rose) bedeutet, das die Perser den ersten Tagen des alten Kalenders gaben, als sie nach Ägypten kamen und den landwirtschaftlichen Kalender beibehalten wollten; dieser Tag war die Krone der Feste für die Pharaonen, da er mit dem landwirtschaftlichen Leben verbunden ist, und sie feierten ihn mit einer wunderbaren Feier als Fest der Flut, das die Erde wiederbelebt.

Dieser Kalender ist kirchlich auch als „Kalender der Märtyrer“ bekannt, zum Gedenken an die Opfer der Christenverfolgung durch den römischen Kaiser Diokletian, nachdem er 284 n. Chr. an die Macht kam und viele von ihnen tötete. Daher beginnt die Zählung ab diesem Jahr und fällt auf Donnerstag, den 11. September 2025, den ersten des koptischen Neujahrs 1742.

Das koptische Neujahr fällt auf den ersten Tuta, und der gregorianische Kalender fällt in Schaltjahren auf den 11. oder 12. September.

Der koptische Kalender basiert auf dem Sonnenjahr und besteht aus 12 festen Monaten, zu denen ein kurzer Monat namens al-Nasa hinzugefügt wird. Sie wurde hauptsächlich von den alten Ägyptern praktiziert und später von der koptischen Kirche als Grundlage für den religiösen und landwirtschaftlichen Kalender übernommen. Das koptische Jahr beträgt 365 Tage, das Schaltjahr 366 Tage.

Amazigh-Jahr

Das Amazigh-Neujahr ist unter mehreren Namen bekannt, wie „Nair“ oder „Januar“, und wird mit der landwirtschaftlichen Saison sowie ihren Konnotationen von Fruchtbarkeit und Optimismus verbunden.

Das Amazigh-Neujahr fällt jedes Jahres auf den 13. Januar und basiert auf einem traditionellen landwirtschaftlichen Kalender, der mit dem landwirtschaftlichen Zyklus verbunden ist, etwa 950 Jahre älter ist als der gregorianische Kalender und von den alten Amazighs in Nordafrika als Teil ihrer landwirtschaftlichen und sozialen Traditionen praktiziert wurde.

Es gibt viele Berichte über den Ursprung dieses Kalenders und den Anfang, von dem aus er begann, seine Jahre zu zählen, und einige Historiker führen ihn mit dem Datum des Sieges des Amazigh-Königs Shisheng I. über den ägyptischen König Ramses III. im Jahr 950 v. Chr. in Verbindung bringen, sodass das Jahr 2026 mit dem Jahr 2976 im Amazigh-Jahr übereinstimmt.

Algerien erkennt die Feier des Amazigh-Neujahrs seit 2018 an, und Marokko feierte das Amazigh-Jahr 2974 erstmals am 14. Januar 2024, nachdem es es offiziell zum offiziellen Feiertag erklärt hatte.

Das Neujahr wird in der Regel für einen Tag gefeiert, mit einigen festlichen Aktivitäten, die sich auf die folgenden Tage erstrecken, darunter das Antragen neuer Kleidung, die Zubereitung traditioneller Speisen, die Organisation von Veranstaltungen, Volkstänzen und Liedern sowie kulturelle Aktivitäten zur Einführung der Geschichte und Kultur der Amazighs.

Die Amazigh-Neujahrsfeier umfasst die Zubereitung traditioneller Speisen und die Organisation kultureller Aktivitäten (Shutterstock)

Hebräisches Jahr

Das hebräische Neujahr heißt Rosch Haschana, was Neujahr bedeutet, und gilt in der jüdischen Tradition als Tag der Abrechnung und Verantwortlichkeit, da es die Taten des vergangenen Jahres feiert und durch Reflexion und Buße auf den Beginn eines neuen Jahres vorbereitet.

Der jüdische Kalender basiert auf den Zyklen von Sonne und Mond zusammen, daher werden die Jahre durch die Erdrotation um die Sonne berechnet, die Monate durch die Umlaufbahn des Mondes um die Erde, und da ein geschätzter Unterschied von etwa 11 Tagen zwischen den beiden Zyklen besteht, werden alle 19 Jahre insgesamt 7 Monate addiert, um die Differenz zu korrigieren.

Das hebräische Jahr besteht aus 12 Monaten, mit Ausnahme des Schaltjahres, und ein weiterer Monat wird 7-mal alle 19 Jahre hinzugefügt. Das Jahr beginnt mit dem Monat Tischreh und endet mit dem Monat Ilul, und seine Namen ähneln den syrischen Monaten.

Die Zählung der Jahre im hebräischen Kalender beginnt nach jüdischem Glauben mit dem Beginn der Schöpfung, sodass Montag, der 22. September 2026, dem hebräischen Neujahr des Jahres 5787 entspricht.

Das hebräische Neujahr wird an den ersten und zweiten Tagen seines Aschreekh gefeiert, das nach dem gregorianischen Kalender meist im September oder Anfang Oktober liegt, und zu den Ritualen der Feier gehören besondere Gebete, das Dutzende Blasen der Schofar-Trompete und das Opfern symbolischer Mahlzeiten, die die Bedeutung von Segen und Fülle widerspiegeln, mit Schwerpunkt auf Buße und Erneuerung der Seele.

HA

Mehr

Politik

Dramatische Unterfinanzierung verschärft Flüchtlingskrise

Published

on

By

Bonn 02.01.2026 

– Die UNO-Flüchtlingshilfe zieht zum Jahresende 2025 eine ernüchternde Bilanz: Weltweit sind aktuell mehr als 117 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben. Die Herausforderungen sind enorm: Flucht dauert länger und wird komplexer, Frieden bleibt in vielen Regionen außer Reichweite, und massive Finanzierungslücken treffen zentrale humanitäre Programme hart.

In der Demokratischen Republik Kongo, in Myanmar, in der Ukraine und im Nahen Osten hält das Leid Vertriebener an. Besonders dramatisch ist die Lage im Sudan, wo anhaltende Gewalt, Vertreibung und der Zusammenbruch grundlegender Versorgungssysteme Millionen Menschen in existentielle Not treiben. „2025 war ein Jahr der alarmierenden Gegensätze“, so Mark Ankerstein, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe. „Der Bedarf an Schutz, Nahrung, medizinischer Versorgung und Bildung ist weiter gestiegen – gleichzeitig klafft eine immer größere Lücke zwischen benötigten und tatsächlich verfügbaren Mitteln.“

Unterfinanzierung mit gravierenden Folgen

Trotz internationaler Bemühungen, auch aus der deutschen Zivilbevölkerung, reichten die bereitgestellten Gelder für den UNHCR auch 2025 bei Weitem nicht aus, um die dringendsten Bedarfe von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen zu decken. Nach aktuellem Stand werden bis Ende 2025 rund 3,9 Milliarden US-Dollar erwartet, etwa 1,3 Milliarden beziehungsweise 25 Prozent weniger als 2024. Zuletzt lag die Finanzierung 2015 unter vier Milliarden US-Dollar, damals bei nur halb so vielen Vertriebenen wie heute.

Das Budget des UNHCR für 2026 ist auf 8,505 Milliarden US-Dollar festgelegt, was einer Reduzierung von mehr als 2,1 Milliarden US-Dollar (20 Prozent) gegenüber 2025 entspricht. Dies ist kein Ausdruck eines geringeren globalen Bedarfs, sondern das Ergebnis einer bewussten strategischen Neuausrichtung für die Planung und Umsetzung der Arbeit des UNHCR. In vielen Krisenregionen mussten Hilfsprogramme gekürzt oder priorisiert werden: Lebensmittelrationen wurden reduziert, Bildungsangebote eingeschränkt, medizinische Leistungen auf das Allernötigste beschränkt.

„Unterfinanzierung ist keine abstrakte Zahl – sie bedeutet konkret Hunger, fehlende medizinische Hilfe und verlorene Zukunftschancen für Millionen Menschen“, so Mark Ankerstein, der sich jüngst im Tschad ein Bild von der Hilfe vor Ort gemacht hat. „Ich habe im Tschad erlebt, dass trotz aller MIttelkürzungen jeder Euro für einen konkreten Menschen einen Unterschied machen kann, eine Mahlzeit, eine Matte zum Schlafen, eine medizinische Hilfe retten Leben und schaffen Hoffnung.“

Die Krise im Sudan

Der Sudan stand 2025 im Zentrum der globalen Fluchtbewegungen. Der anhaltende Konflikt hat Millionen Menschen zur Flucht gezwungen: Fast 12 Millionen Menschen wurden durch die Gewalt entwurzelt – jede*r Dritte im Sudan ist heute auf der Flucht. Über 4 Millionen Menschen haben sich in die Nachbarländer Tschad, Südsudan, Zentralafrikanische Republik, Ägypten und Äthiopien gerettet. Mehr als 24 Millionen Sudanes*innen sind von Hunger betroffen, 15 Millionen Kinder brauchen zudem humanitäre Hilfe.

Obwohl der humanitäre Bedarf riesig ist, fehlt es an Geld: Bis November erhielt der UNHCR im Jahr 2025 rund 37 Prozent der benötigten Gelder für Hilfe in der Region. Die Nachbarländer zeigen weiter Solidarität, stoßen jedoch an ihre Grenzen. Der Zugang zu Wasser, medizinischer Versorgung und Schutz ist teils massiv eingeschränkt.

„Die Menschen im Sudan brauchen dringend Schutz und Perspektiven. Doch ohne ausreichende finanzielle Mittel können selbst lebensrettende Maßnahmen nicht im notwendigen Umfang umgesetzt werden“, betont Mark Ankerstein.

Mehr

Politik

UNICEF zieht Jahresbilanz: Kindheit im Schatten von Krisen

Published

on

By

Köln 30.12.2025

– Das Jahr 2025 war für Millionen Kinder weltweit geprägt von Kriegen, Hunger und Krankheiten / Fortschritte sind auch unter schwierigsten Bedingungen möglich

Das Jahr 2025 war für Millionen Mädchen und Jungen weltweit geprägt von schweren Kinderrechtsverletzungen. Sie litten unter Hunger, Gewalt, Kriegen, Krankheiten und einer zusammengebrochenen Grundversorgung. Die globale Unterfinanzierung humanitärer Hilfe verschärfte die Situation. Gleichzeitig zeigen wirksame Hilfsprogramme: Mit entschlossenem, gemeinsamem Handeln können auch unter schwierigsten Bedingungen Leben gerettet und Zukunftsperspektiven geschaffen werden. 

Nie zuvor wuchsen so viele Kinder in Krisen- und Konfliktgebieten auf wie heute – fast jedes fünfte Kind und damit fast doppelt so viele wie Mitte der 1990er Jahre. Die Vereinten Nationen haben zudem einen Höchststand schwerer Kinderrechtsverletzungen und Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer festgestellt: 41.370 schwere Kinderrechtsverletzungen in nur einem Jahr haben sie für 2024 verifiziert. Das ist ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dahinter stehen Zehntausende Kinder, die getötet, verstümmelt, von bewaffneten Gruppen rekrutiert oder eingesetzt, entführt oder Opfer sexualisierter Gewalt wurden, denen Bildung, Schutz, medizinische Versorgung oder humanitäre Hilfe fehlen.

Höchststand bei Kinderrechtsverletzungen in Kriegsgebieten 

Auch wenn die Zahlen für 2025 noch nicht vorliegen, geht UNICEF davon aus, dass sich angesichts der aktuellen Kriege und Krisen keine Verbesserung abzeichnet. In Krisengebieten, darunter im Gazastreifen, im Sudan oder in der Ukraine, sind Kinder in täglicher Lebensgefahr durch explosive Waffen, Hunger und fehlende Grundversorgung. Laut einem heute von UNICEF veröffentlichten Bericht wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres über 35.000 Fälle sexualisierter Gewalt gegen Kinder in der Demokratischen Republik Kongo registriert.

Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, hat im November 2025 Kinder und Familien in der Ukraine besucht und erfahren, wie sehr sie unter der ständigen Bedrohung leiden. „Die Kinder in den Kriegsgebieten sind weit entfernt von einer Kindheit, die diesen Namen verdient”, erklärt Schneider. „Tag und Nacht sind von Angst geprägt. Viele haben Depressionen, Schlafstörungen und Entwicklungsverzögerungen. In der Ukraine werden Schulen und Spielplätze bombardiert, in Gaza leiden Kinder weiter unter Hunger, im Sudan werden sie Opfer sexualisierter Gewalt.  Kinder zahlen den höchsten Preis für Konflikte, die sie nicht verursacht haben.“

2025 – erstmals Hungersnöte in zwei Ländern gleichzeitig 

Bei der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung gibt es kaum Fortschritte und zudem einen starken Anstieg auf dem afrikanischen Kontinent. Laut dem aktuellen UN-Bericht The State of Food Security and Nutrition in the World (SOFI) sind weltweit rund 43 Millionen Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt und 150 Millionen chronisch mangelernährt. 

2025 wurde erstmals innerhalb eines Jahres in zwei Ländern eine Hungersnot bestätigt. In beiden Fällen war sie menschengemacht, ausgelöst durch Krieg und Konflikte: in Regionen des Sudan und des Gazastreifens. Im Sudan wurde in den Jahren 2024 und 2025 in mehreren Gebieten in Darfur eine Hungersnot festgestellt, zuletzt im November 2025 in Al-Fashir. Insgesamt sind im Sudan über 21 Millionen Menschen von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. 

Im Gazastreifen wurde im Sommer 2025 in Teilen von Gaza-Stadt ebenfalls eine Hungersnot festgestellt, nachdem Krieg und Blockaden von Hilfslieferungen zu einer katastrophalen Situation geführt haben. Mittlerweile besteht zwar laut neuesten Datenkeine Hungersnot mehr, aber die Situation bleibt so fragil, dass weiterhin 100.000 Kinder im Gazastreifen von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind.

Über 400 Millionen Kinder in extremer Armut 

Statt der Beseitigung von extremer Armut näher zu kommen, bedrohen die weltweiten Konflikte, die Folgen des Klimawandels, die Kürzungen internationaler Hilfen und steigende Staatsverschuldungen jahrzehntelange Errungenschaften. Der neue UNICEF-Bericht State of the World’s Children 2025 (SOWC) zeigt: Mehr als jedes fünfte Kind in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (417 Millionen) leidet unter mehreren schwerwiegenden Entbehrungen, etwa in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen, Ernährung, Sanitärversorgung und Wasser.

„Hunger und Kinderarmut sind kein Schicksal wie eine Naturkatastrophe, die uns plötzlich und unvorbereitet trifft“, sagt Christian Schneider. „Sie zeigen ein eklatantes Versagen unserer globalen Politik und unserer Gesellschaft gegenüber unseren Kindern. In unserer Welt des Überflusses sollten Kinder nicht hungern müssen oder durch Armut ihrer Gesundheit, Würde und Zukunftschancen beraubt werden. Beides kann beendet werden, wenn das Wohlergehen und die Rechte der Kinder gewahrt und geschützt werden.“

Schwere Krankheitsausbrüche und fehlender Impfschutz

2025 kam es zu schweren Krankheitsausbrüchen, die Kinder besonders gefährdeten. In der Demokratischen Republik Kongo etwa wurde der schlimmste Cholera-Ausbruch seit 25 Jahren registriert. Zudem hatte das Land mit einem neuen Ebola-Ausbruch zu kämpfen. Auch im Sudan griff Cholera um sich. UNICEF schätzt, dass mehr als 80.000 Kinder in West- und Zentralafrika einem hohen Risiko ausgesetzt sind, an Cholera zu erkranken, da saisonale Regenfälle, Überflutungen und prekäre Lebensbedingungen die Ausbreitung begünstigen.

Gleichzeitig stagniert laut UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der Kinder weltweit ohne Impfschutz. Laut aktuellen Daten haben im Jahr 2024 fast 20 Millionen Kleinkinder mindestens eine der erforderlichen drei Impfdosen gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus verpasst. Mehr als 14 Millionen Kinder blieben gegen diese gefährlichen Krankheiten völlig ungeimpft.

Fortschritte 2025: Hilfe in schwierigen Kontexten, die ankommt 

Auch unter schwierigsten Bedingungen durch Angriffe, zerstörte Infrastruktur und Hürden beim humanitären Zugang konnte UNICEF 2025 gemeinsam mit Partnern Leben retten und Perspektiven schaffen, zum Beispiel durch folgende Maßnahmen:

  • 21,1 Millionen Menschen bekamen ausreichend Zugang zu sauberem Wasserzum Trinken undfür Haushaltsbedürfnisse.
  • 6,9 Millionen KindererhieltenZugang zuformellerund informellerBildung, einschließlich frühkindlicher Förderung.
  • 4,6 Millionen Kinder, Jugendliche und Betreuungspersonenbekamenin ihren Gemeinden psychosozialeundpsychologische Unterstützung.
  • Fast3 Millionen Impfdosenund damit fast jede zweite Dosis für Kinder weltweitwurden2024durch UNICEFverteilt.Diese Arbeit wurde 2025 fortgesetzt,insbesonderewurdenKinder in Konfliktzonen erreicht.Sokonnten UNICEF und Partner mehr als 94 Prozent aller Kinder im Gazastreifen(über 640.000 Kinder)gegen Kinderlähmung impfen.
  • Nach verheerenden Erdbebenetwain Myanmar und Thailand sowie nach Wirbelstürmen in Mosambik und der Karibik leistete UNICEF schnelle Nothilfe.

Gemeinsame Verantwortung für Kinder im neuen Jahr

Christian Schneider: “2026 wird ein Jahr mit enormen Herausforderungen für Kinder. UNICEF wird auch weiter alles daransetzen, sie zu schützen, Leben zu retten und Perspektiven zu schaffen und ruft nationale Regierungen, öffentliche Geldgeber und Partner aus der Privatwirtschaft dringend zu mehr statt weniger Unterstützung auf. Denn jedes Kind hat das Recht auf eine sichere, gesunde und hoffnungsvolle Kindheit und Zukunft – überall auf der Welt.”

Foto: Mangelernährtes Kind in einem von UNICEF unterstützten Ernährungszentrum in Tawila, Nord-Darfur (Sudan) im Dezember 2025. | © UNICEF/UNI914613/Jamal

Mehr

Politik

Kürzung von Hilfsbudgets gefährdet Flüchtlinge

Published

on

By

Berlin, Freiburg 29.12.2025 

– Nach einem Besuch eines Rohingya-Camps in Bangladesch warnt Oliver Müller, Leiter von Caritas international, vor den Folgen staatlicher Kürzungen in der humanitären Hilfe. Im größten Flüchtlingslager der Welt leben 1,2 Millionen Rohingya in äußerst prekären Verhältnissen.

Aufgrund des Bürgerkrieges in Myanmar seien seit Juni 150.000 neue Geflüchtete angekommen, die meisten davon Frauen und Kinder, berichtet Oliver Müller: „Nicht allen Menschen kann ausreichend geholfen werden. Die Zahl unterernährter Kinder ist im vergangenen Jahr um elf Prozent angestiegen.“

Die Situation der Geflüchteten in dem Camp Kutupalong steht beispielhaft für den Zusammenbruch der Mittel für humanitäre Hilfe im Jahr 2025, so Caritas international. Weltweit konnten nur noch elf Prozent des Bedarfs gedeckt werden. Das Deutsche Auswärtige Amt hat die Mittel für humanitäre Hilfe um die Hälfte auf eine Milliarde gekürzt. Und das, obwohl aufgrund der Zunahme von Kriegen und Konflikten sowie den Folgen der Klimakrise der Bedarf gleichbleibend hoch ist. Weltweit sind mehr als 300 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

„Weniger humanitäre Hilfe heute multipliziert nur die Notfälle von morgen“, sagt Oliver Müller und prognostiziert, „dass es bis 2030 Millionen vermeidbarer Todesfälle geben wird, verbunden mit der Destabilisierung der Wirtschaft in zahlreichen Ländern, deren Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen ist.“

Während immer mehr Staaten dem von den USA angestoßenen Trend folgen und ihrer internationalen Verantwortung nicht mehr angemessen gerecht werden, zeigen sich die Spenderinnen und Spender von Caritas international weiterhin in hohem Maße solidarisch mit Menschen in Not. „Ich bin dafür sehr dankbar“, sagt Oliver Müller. „Ich sehe die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender auch gesellschaftspolitisch als ein Signal, das mir Hoffnung macht. Aus zahlreichen Gesprächen weiß ich, dass damit auch oftmals eine Botschaft an die Politik verbunden ist, dass internationales Engagement wichtig ist.“

Mehr

Politik

Straftäter nach Syrien und Afghanistan abgeschoben

Published

on

By

Berlin 23.12.2025

Die Bundesregierung hat erstmals seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs einen verurteilten Straftäter nach Syrien abgeschoben. Er wurde am Vormittag den Behörden in Damaskus übergeben. Bereits am Morgen war die Abschiebung eines weiteren Straftäters nach Afghanistan erfolgt. Die Rückführung nach Afghanistan ist bereits die zweite Abschiebung eines afghanischen Straftäters innerhalb einer Woche.

Der nach Syrien zurückgeführte Mann hatte in Nordrhein-Westfalen wegen besonders schweren Raubes, Körperverletzung und Erpressung eine Haftstrafe verbüßt. Der afghanische Straftäter saß in Bayern unter anderem wegen vorsätzlicher Körperverletzung im Gefängnis.

Das Bundesinnenministerium hat in den vergangenen Monaten Gespräche sowohl mit der syrischen Regierung als auch mit Vertretern der Verantwortlichen in Afghanistan geführt. Nun gibt es Vereinbarungen darüber, dass Abschiebungen von Straftätern und Gefährdern künftig regelhaft stattfinden können.

Mehr

Politik

Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro

Published

on

By

Berlin 19.12.2025

Bundeskanzler Friedrich Merz erklärt zur Entscheidung des Europäischen Rats, der Ukraine einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen:

„Das Finanzpaket für die Ukraine steht. Wie von mir gefordert erhält die Ukraine einen zinslosen Kredit über 90 Milliarden Euro. Diese Mittel reichen aus, um den militärischen Bedarf und den Bedarf beim Haushalt für die nächsten zwei Jahre zu decken. Dieses Signal ist entscheidend, um den Krieg zu beenden, denn Putin wird erst einlenken, wenn er begreift, dass sich sein Krieg nicht lohnen wird.

Wir werden die russischen Vermögenswerte eingefroren lassen, bis Russland die Ukraine entschädigt hat. Dafür haben wir bereits in der vergangenen Woche gesorgt. Die Ukraine wird diesen Kredit erst zurückzahlen müssen, wenn diese Entschädigung geflossen ist. Und wir behalten uns ausdrücklich vor: Sollte Russland keine Entschädigung leisten, werden wir – in völliger Übereinstimmung mit dem Völkerrecht – die russischen Vermögenswerte für die Rückzahlung heranziehen.

Ich freue mich, dass wir diese Entscheidung heute nach intensiven Verhandlungen einstimmig treffen konnten. Damit können wir auf die bewährten europäischen Instrumente zurückgreifen und der Ukraine ohne weitere Verzögerung umgehend helfen.“

Mehr

Politik

AfD gegen Verwendung des eingefrorenen russischen Vermögens

Published

on

By

Berlin 19.12.2025 

– Die AfD-Fraktion wendet sich gegen die Verwendung des in der EU eingefrorenen russischen Staatsvermögens zur Unterstützung der Ukraine im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg. Dies würde einen völkerrechtswidrigen Präzedenzfall schaffen und die Rechtsstaatlichkeit beschädigen, schreiben die Abgeordneten in einem Antrag (21/3309). Außerdem würde ein solcher Schritt Negativfolgen für den gesamten Euro-Raum auslösen, „da im Anblick einer Enteignung durch die politische Exekutive internationale private und staatliche Anleger mit Zweifeln an ihren Eigentumsrechten kein Vertrauen mehr in den Euro als Weltwährung und auch in den gesamten Finanz- und Wirtschaftsstandort in Europa hätten“.

Die Bundesregierung wird aufgefordert, „sich gegen die Verwendung der russischen staatlichen Vermögenswerte einzusetzen, wenn diese nicht im von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Verhandlungsprozess einvernehmlich mit Russland verabredet wird“. Außerdem solle sie weder bilaterale Beiträge aus dem Bundeshaushalt leisten noch eine gemeinsame Verschuldung auf EU-Ebene eingehen, wie von der EU-Kommission für die Ukraine ebenfalls vorgeschlagen. Ferner solle sie „kriegsverlängernde Unterstützungsleistungen“ beenden und „zur Diplomatie zurückkehren“.

Mehr

The Week