Politik
Erntebericht 2025: Im Durchschnitt gut
Berlin 03.09.2025
– Die deutsche Landwirtschaft hat 2025 trotz wechselhafter Witterung eine im Durchschnitt gute Ernte eingefahren. Das zeigt der amtliche Erntebericht, den der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, heute in Berlin vorgestellt hat. Starke Trockenheit im Frühjahr, viel Regen und Hitze im Juli hatten den Betrieben einiges abverlangt. Dennoch liegt die Erntemenge bei Getreide und Raps deutlich über dem Vorjahr und leicht über dem mehrjährigen Durchschnitt.
Auch 2025 bleibt der Winterweizen mit Abstand die wichtigste Kultur in Deutschland. Nach Ausweitung der Anbauflächen auf 2,86 Millionen Hektar liegt die Erntemenge bei rund 22,5 Millionen Tonnen – ein Plus von 26 Prozent gegenüber 2024 und zugleich 6,4 Prozent über dem mehrjährigen Durchschnitt. Bei der Qualität heißt es abwarten: Der durchschnittliche Rohproteingehalt liegt nach ersten Analysen mit 12,0 Prozent leicht über dem Vorjahr, weitere Proben stehen noch aus. Beim Winterraps wurden 1,09 Millionen Hektar angebaut – stabil gegenüber 2024 und über dem mehrjährigen Schnitt. Mit einer Erntemenge von fast 4 Millionen Tonnen liegt das Ergebnis rund 9,4 Prozent über dem Vorjahr.
Bundesminister Alois Rainer sagte dazu: „Unsere Landwirtinnen und Landwirte haben ganze Arbeit geleistet. Trotz schwieriger Witterung sind die Speicher gefüllt. Dafür gebührt ihnen Respekt und Dank. Unsere Landwirtschaft ist widerstandsfähig und innovativ. Aber klar ist auch – stabile Ernten gibt es in Zeiten widriger Wetterbedingungen nur mit unermüdlichem Einsatz, Unternehmergeist und verlässlichen Rahmenbedingungen. Genau dafür sorgen wir mit weniger Bürokratie, mehr Wettbewerbsfähigkeit und mehr Planungssicherheit.“
Mit einem klaren Kurswechsel setzt sich das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) deshalb dafür ein, die Betriebe gezielt zu entlasten.
Alois Rainer: „Wir halten Wort: Die Agrardieselrückvergütung kommt vollständig zurück, das Bürokratiemonster Stoffstrombilanz ist aufgehoben, erste überflüssige Meldepflichten sind gestrichen. Gerade heute hat das Kabinett zugestimmt, die Regelung zur kurzfristigen Beschäftigung von Saisonarbeitskräften auf 90 Tage oder 15 Wochen auszuweiten – das bringt den Betrieben wie auch den Arbeitskräften mehr Flexibilität. Auch die Stromsteuerentlastung wird für die Land- und Forstwirtschaft dauerhaft gesichert, was die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen weiter stärkt. Wichtig ist mir auch: Der Schreibtisch darf nicht die wichtigste Ackerfläche sein. Überflüssige Bürokratie muss weg. Gleichzeitig sorgen wir für gute, praxistaugliche Regeln, auf die Verlass ist und sichern mit praxistauglichem Pflanzenschutz, mit Forschung und Innovation die Ernten von morgen.“
Alois Rainer kündigte für die kommenden Monate weitere Schwerpunkte an: „Die Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft bleibt mein zentrales Ziel. Ich werde in den kommenden Monaten die Agrarexportstrategie vorlegen, um unseren Betrieben neue Marktchancen zu eröffnen – gerade auch für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Gleichzeitig müssen wir uns stärker für Krisen wappnen: Unsere Notfallreserve wird so erweitert, dass wir im Ernstfall auch Produkte vorhalten, die ohne viel Zubereitung verzehrt werden können. Das zeigt: Wir schaffen die Grundlagen dafür, dass unsere Landwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt, stabile Ernten einfährt und unsere ländlichen Regionen stark bleiben – heute und in Zukunft.“
Den Erntebericht 2025 finden Sie zum Download hier.
Wichtigste Zahlen, Daten, Fakten aus dem Erntebericht 2025:
- Getreide: Die gesamte Getreideernte (inklusive Körnermais) wird auf rund 44,7 Millionen Tonnen geschätzt, ein Plus von 14,8 Prozent gegenüber 2024 und 5,3 Prozent über dem Mittel 2019 bis 2024. Die Hektarerträge stiegen auf durchschnittlich 74,6 Dezitonnen pro Hektar. In allen Bundesländern wurden höhere Erträge als im Vorjahr erzielt.
- Winterweizen: Die wichtigste Getreidekultur erreicht 2025 voraussichtlich 22,5 Millionen Tonnen bei einem Hektarertrag von 78,5 Dezitonnen pro Hektar, 9,6 Prozent über dem Vorjahr. Die Anbaufläche stieg um 15,2 Prozent auf 2,86 Millionen Hektar. Der Rohproteingehalt nach ersten Analysen liegt im Mittel bei 12 Prozent, in Bayern am höchsten mit 13,6 Prozent und in Nordrhein-Westfalen am niedrigsten bei 10,5 Prozent.
- Hafer: Die Anbaufläche von Hafer wurde auf 187.100 Hektar gesteigert. In diesem Umfang wurde Hafer zuletzt vor 20 Jahren angebaut. Auch die Hektarerträge entwickeln sich positiv. Die Erntemenge überschreitet in der Folge zum ersten Mal seit 2005 die 900.000 Tonnen.
- Raps: Die Winterrapsernte 2025 wird auf rund 3,97 Millionen Tonnen geschätzt, 9,4 Prozent mehr als 2024. Der Hektarertrag liegt bei 36,3 Dezitonnen pro Hektar, leicht über dem Mittel der Jahre 2019 bis 2024. Der durchschnittliche Ölgehalt beträgt 43,2 Prozent. Die größten Anbauflächen finden sich in Mecklenburg-Vorpommern (187.700 Hektar), Sachsen-Anhalt (123.600 Hektar) und Bayern (115.500 Hektar).
- Hülsenfrüchte: Die Anbaufläche wuchs auf über 300.000 Hektar (+6 Prozent). Die Ackerbohne bleibt zweitwichtigste Kultur mit 66.300 Hektar, gefolgt von leicht steigenden Sojabohnen-Flächen und Süßlupinen mit 28.000 Hektar. Besonders die Felderbse legt mit 137.600 Hektar weiter zu und bleibt Deutschlands dominierende Körnerleguminose.
- Obst: Nach einem milden Frühjahr wird eine gute Ernte erwartet. Äpfel erreichen voraussichtlich 1,009 Millionen Tonnen (+15,7 Prozent vs. 2024), Kirschen rund 49.900 Tonnen (+41 Prozent), davon Sauerkirschen 11.200 Tonnen (+57 Prozent). Pflaumen und Zwetschen bleiben stabil bei 44.500 Tonnen.
- Kartoffeln: Vorläufige Zahlen deuten auf stabile bis leicht steigende Hektarerträge im Vergleich zum Vorjahr. Qualität und Größe der Knollen liegen im Durchschnitt der letzten Jahre. Aufgrund der ausgeweiteten Anbaufläche wird mit einer großen Erntemenge gerechnet.
- Hopfen: Die Hopfenernte 2025 könnte etwas kleiner ausfallen als im Vorjahr, da die Anbaufläche zurückging. Qualität und Bitterstoffgehalt werden als gut eingeschätzt, die Ernte läuft noch.
- Wein: Die Weinlese 2025 hat gerade erst begonnen und profitiert von günstigem Wetter, besonders für frühreifende Sorten. Erste Mostqualitäten sind gut bis sehr gut.
Grundlage des Berichts sind die Ergebnisse der besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE), die im Agrarstatistikgesetz §47 verankert ist und vom Statistischen Bundesamt gemeinsam mit den Statistischen Ämtern der Länder umgesetzt wird. Das erste vorläufige Ergebnis der deutschen Getreide- und Rapsernte, das mit dem BMLEH-Erntebericht bekannt gegeben wird, basiert auf konkreten Druschergebnissen, die bei der Ernte auf repräsentativ ausgewählten Feldern, verteilt über ganz Deutschland, festgestellt wurden. Es gibt den aktuellen Auswertungsstand in der zweiten Augusthälfte wieder. Es wurden rund 95 Prozent der Probeschnitte und rund 50 Prozent der Volldrusche, die als Stichprobe für die diesjährige Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) ausgewählt wurden, durchgeführt.
Politik
Pressestimmen zum Krieg zwischen Teheran und Washington
Berlin 17.07.2026
Stimmt es, dass Teheran und Washington vor wenigen Tagen eine zufriedenstellende Vereinbarung zur Beendigung ihres Konflikts getroffen haben? Wenn ja, warum bombardieren sie sich dann weiterhin gegenseitig?
Beobachter der Lage in der Golfregion glauben, dass die andauernden militärischen Auseinandersetzungen zwischen Teheran und Washington einzig und allein dem Machterwerb dienen und die Bevölkerung der Golfregion die Leidtragenden sind. Die Mullahs in Teheran haben die Beherrschung verloren; sie greifen Golfstaaten an, ohne die Folgen ihrer rücksichtslosen Politik zu bedenken. Ebenso wird Washingtons fortgesetzte Bombardierung von Zielen im Iran, ebenfalls ohne die Folgen seiner rücksichtslosen Politik zu bedenken, zu Ressentiments unter den Golfstaatenführern gegenüber ihren amerikanischen Verbündeten führen.
Und wer weiß, vielleicht geben die Vorhersagen des Oberbefehlshabers der NATO in Europa, John Calvin, der 1989 eine Rückkehr zur traditionellen Feindschaft zwischen Islam und Westen voraussagte und seine Befürchtung äußerte, dass sich Muslime gegen den Westen vereinen könnten, doch Anlass zur Sorge. Die Unruhe unter den Menschen in islamischen Ländern hinsichtlich der Fortsetzung des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran ist trotz der doktrinären Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten ein Grund zur Besorgnis.
Die panarabische Tageszeitung SHARQ AL-AWSAT kommentiert zum Iran: „Anstatt Vertrauen aufzubauen und tragfähige Partnerschaften zu entwickeln, versuchte das Regime, seinen regionalen Einfluss auszuweiten, auch durch Angriffe auf die Nachbarstaaten. Teheran betrachtet diese nicht als souveräne Partner, sondern als Einflusssphären. Da die grundlegenden Ursachen des Konflikts unverändert fortbestehen, kamen auch die erneuten amerikanischen Angriffe nicht überraschend“, heißt es in der in London erscheinenden SHARQ AL-AWSAT.
THE OMAN DAILY OBSERVER aus Maskat eruiert aufgrund dessen die Position des Staats, der sich in unmittelbarer Nähe zum Kriegsgeschehen befindet, und fordert Leserinnen und Leser auf: „Schauen Sie auf die Karte. Omans eigene Geschichte erinnert uns, dass Geografie sowohl Gefahr, als auch Möglichkeit sein kann. Die Drohnenattacken auf Musandam und Al Wusta und die Entscheidung Omans, den iranischen Botschafter zu formellem Protest einzubestellen, verdeutlichen, welche Disziplin ein kleiner Staat in gefährlicher Nachbarschaft braucht: Entschlossenheit ohne Hysterie, Protest ohne Leichtsinn. Karten zeigen uns, wo Staaten liegen. Sie zeigen uns nicht, was aus ihnen werden muss.“ Das war THE OMAN DAILY OBSERVER.
Politik
Zahl der Ausländer in Deutschland und Zahl der Abschiebungen nach Gambia
Berlin 17.07.2026
Angaben zur ausländischen Bevölkerung in Deutschland sind ein Thema der Antwort der Bundesregierung (21/7124) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/6414). Danach belief sich die Zahl der ausländischen Bevölkerung in der Bundesrepublik Ende vergangenen Jahres auf 14,07 Millionen. Zum 31. Dezember 2024 lag diese Zahl noch bei 14,06 Millionen, wie aus der Antwort weiter hervorgeht. Im laufenden Jahr sind laut Bundesregierung bis Mai 2026 insgesamt 65 Menschen nach Gambia abgeschoben worden – gegenüber 259 im Gesamtjahr 2025. Im Jahr 2024 waren es 205 Personen, 2023 insgesamt 431, wie aus der Antwort der Bundesregierung (21/7132) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/6743) weiter hervorgeht.
Politik
Türkische „Ülkücü“-Bewegung in Deutschland
Berlin 17.07.2026
– Über die türkische „Ülkücü“-Bewegung berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/7136) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/6785). Danach beruft sich diese rechtsextremistische Bewegung „auf eine extrem nationalistische bis rechtsextremistische Ideologie, die von Elementen wie Rassismus, Antisemitismus und einer Überhöhung des Türkentums geprägt ist“.
Anhängerinnen und Anhänger der „Ülkücü“-Bewegung werden oft als „Graue Wölfe“ bezeichnet, wie die Bundesregierung weiter ausführt. Eine gemeinsame Organisation oder eine Selbstzuordnung der gesamten „Ülkücü“-Anhängerschaft unter diesem Begriff gebe es aber nicht in Deutschland. Von den rund 13.500 in Deutschland lebenden türkischen Rechtsextremisten seien etwa 10.500 in drei großen Dachverbänden organisiert, „die in unterschiedlicher Ausprägung die ,Ülkücü‘-Ideologie vertreten“.
Der „Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland e. V.“ (ADÜTDF) gehören laut Vorlage aktuell zirka 7.000 Anhänger an, während der „ATİB – Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e. V.“ (ATİB) zirka 2.500 Anhänger in Deutschland zugerechnet werden können. Der „Föderation der Weltordnung in Europa“ (ANF) werden den Angaben zufolge zirka 1.000 Anhänger in Deutschland zugerechnet. „Der sogenannten ,freien Szene‘ werden zirka 3.000 Anhänger zugerechnet“, heißt es in der Antwort weiter.
Politik
Und lehnen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus ab
Berlin 17.07.2026
– Die Linksfraktion lehnt einen Einsatz der Bundeswehr zur Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus ab. In einem Antrag (21/7059) fordert sie die Bundesregierung auf, sich weder unmittelbar noch mittelbar an der Planung und Durchführung einer von Einzelstaaten oder Militärbündnissen geführten Militärmission in der Region zu beteiligen. Zudem sollen die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation des Konfliktes zwischen Israel, den USA und dem Iran intensiviert und die humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung in der Golfregion ausgeweitet werden. Die Genehmigungen für Waffenexporte an Staaten, die an einer militärischen Eskalation in der Golfregion beteiligt sind, sollen ausgesetzt werden.
Im Verlauf „des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der USA und Israels auf den Iran“ im Frühjahr 2026 und der daraus resultierenden militärischen Eskalation habe sich die sicherheitspolitische Lage in der Straße von Hormus trotz der im Juni vereinbarten Waffenruhe deutlich verschärft, heißt es im Antrag der Linksfraktion. Vor diesem Hintergrund sei es „nicht verantwortbar, einen Bundeswehreinsatz zur Unterstützung von Minenräummaßnahmen“ voranzutreiben
Politik
Linke fordert Sanktionen gegen israelische Siedlungen
Berlin 17.07.2026
– Die Fraktion Die Linke fordert die Bundesregierung in einem Antrag (21/7062) zu gezielten Sanktionen gegen israelische Siedlungen sowie Institutionen und Unternehmen auf, „die zur Konsolidierung der Besatzung beitragen“. Auf EU-Ebene solle sie sich außerdem für ein Importverbot für Waren aus israelischen Siedlungen sowie für den Ausschluss von Waren und Rohstoffen „aus völkerrechtswidrigen wirtschaftlichen Tätigkeiten israelischer Unternehmen“ in den besetzten palästinensischen Gebieten einsetzen. Unternehmen, die direkt zur Konsolidierung der Besatzung beitrügen, sollten nach Ansicht der Abgeordneten von öffentlichen Vergaben, staatlicher Exportförderung, Investitionsgarantien sowie Förderprogrammen des Bundes ausgeschlossen werden.
Die Fraktion beruft sich auf ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) vom 19. Juli 2024, indem festgestellt werde, dass die im Jahr 1967 begonnene israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete im Westjordanland und Gazastreifen unrechtmäßig sei und unverzüglich beendet werden müsse. Deutschland sei verfassungsrechtlich zur Achtung des Völkerrechts verpflichtet, betonen die Abgeordneten. Die daraus folgende Nichtanerkennungs- und Nichtunterstützungspflicht sei damit nicht nur ein politisches, sondern auch ein verfassungsrechtliches Gebot für die Bundesrepublik.
Konkret verweisen sie auf Berichte der Vereinten Nationen und der Medien, wonach beispielsweise der DAX-Konzern Heidelberg Materials im Verdacht steht, über seine hundertprozentige Tochterfirma Hanson Israel am Abbau von Rohstoffen auf palästinensischem Land im Westjordanland beteiligt zu sein und Material für den Bau illegaler israelischer Siedlungen zu liefern. Dieser und andere „Fälle illustrieren exemplarisch ein strukturelles Vollzugsdefizit: Deutschland setzt seine völkerrechtlichen Pflichten gegenüber deutschen Unternehmen, die von der Besatzungsökonomie profitieren, nicht durch“.
Politik
Stärkung zwischen Algerien und Deutschland
Berlin 16.07.2026
Es wurde eine Vereinbarung zur Stärkung der politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Algerien und Deutschland erzielt. Dies bestätigten Bundeskanzler Friedrich Merz und der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune bei ihrem Treffen am Donnerstag, dem 16. Juli, in Berlin.
Algerien ist ein gasreiches Land und nach Katar ein wichtiger Gaslieferant für Europa, insbesondere für Deutschland. Der algerische Präsident war am Mittwochabend in Berlin eingetroffen und hatte sich auch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen.
Foto: © PWO
Politik
Aktionsplan: Steuer-und Finanzkriminalität,
Berlin 16.07.2026
– Bundesfinanzminister Lars Klingbeil: „Die Ehrlichen dürfen nicht die Dummen sein. Deshalb erhöhen wir im Kampf gegen Steuerbetrug den Ermittlungsdruck und das Entdeckungsrisiko. Uns geht es um Gerechtigkeit. Wer unseren Staat und unsere Gesellschaft betrügt, darf damit nicht durchkommen. Wir wollen, dass künftig höhere Strafen drohen. Keiner soll sich mehr so einfach mit einer Selbstanzeige freikaufen können.
Wir bündeln staatliche Verantwortung und steigern die operative Schlagkraft. Dafür gründen wir beim Zoll ein neues Gemeinsames Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität. Dort können die Ermittlungen von Bund und Ländern eng koordiniert werden. Mit einem neuen Datenanalysezentrum sorgen wir dafür, dass Verbindungen und Muster schneller erkannt werden. KI wird uns dabei helfen, gezielt dort zuzuschlagen, wo das größte Betrugsrisiko besteht.“
Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig: „Steuerkriminalität schadet uns allen. Sie untergräbt das Vertrauen in die Gerechtigkeit unseres Rechtsstaats. Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass Regeln für alle gelten. Deshalb müssen wir beim Kampf gegen Steuerkriminalität vorankommen. Der Aktionsplan sieht dafür viele Maßnahmen vor – darunter auch höhere Strafen und eine effektive Abschöpfung von illegalem Vermögen. Es muss klar sein: Steuerkriminalität darf sich nicht lohnen!“
Foto: © PWO
Europa
Deutscher Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Berlin 16.07.2026
–Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung wird laut Bundesregierung immer erst im Folgejahr ex-post erhoben, sodass noch keine verbindlichen Aussagen für das Jahr 2026 getroffen werden könnten. Das geht aus einer Antwort (21/6957) auf eine Kleine Anfrage (21/6605) der AfD-Fraktion hervor.
Die Zusammensetzung des deutschen Beitrags zur internationalen Klimafinanzierung seit 2022 betreffend verweist die Bundesregierung auf die Berichterstattung an die Europäische Union unter Verordnung (EU) 2018/1999, zu Kriterien und Zielen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf die Kernthemenstrategie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), „Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie“, sowie den Reform- und Strategieplan „Zukunft zusammen global gestalten“.
Die Ziele der internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) bezüglich der Entwicklung von Deutschlands Partnerländern könnten der IKI-Strategie bis 2030 entnommen werden, die Auswahlkriterien und -verfahren für Förderinstrumente der IKI-Webseite.
Europa
Deutscher Beitrag zur Finanzierung des Europarates
Berlin 16.7.2026
– Deutschland hat 2024 einen Pflichtbeitrag in Höhe von rund 49,1 Millionen Euro zur Finanzierung des Europarates geleistet, was einem Anteil von circa 13 Prozent am gesamten Pflichtbeitragsaufkommen entspricht. Das geht aus dem als Unterrichtung (21/7080) vorliegendem „Bericht der Bundesregierung über die Tätigkeit des Europarats im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024“ hervor.
Über seinen Status als „großer Beitragszahler“ hinaus (gemeinsam mit Frankreich, Italien, Großbritannien) habe Deutschland auch 2024 mit 12,8 Millionen Euro zu den wichtigsten Gebern freiwilliger Leistungen gezählt. Wie in den Vorjahren seien dabei schwerpunktmäßig Vorhaben des Europarats zur Förderung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit unterstützt worden. Zu den größten Einzelposten gehörten der Vorlage zufolge zwei Millionen Euro für den Aktionsplan Ukraine, 1,5 Millionen Euro für den Sonderfonds Jugendarbeit des Europarats und eine Million Euro für den Sonderfonds zugunsten des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Mit vier Millionen Euro seien Kooperationsaktivitäten des Europarats in den Ländern des Westlichen Balkans und Osteuropas unterstützt worden.
Politik
332.524 Einbürgerungen im Jahr 2025
Berlin 16.07.2026
– Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts insgesamt 332.524 Personen eingebürgert worden. Dies entspricht einer Steigerung von 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/7078) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/6758) weiter ausführt.
Bei den häufigsten Staatsangehörigkeiten der Eingebürgerten liegt danach Syrien mit 65.574 vor der Türkei mit 34.092 und Russland mit 19.661, gefolgt vom Irak mit 13.750, Afghanistan mit 10.861, der Ukraine mit 10.562 und dem Iran mit 10.093.
Politik
Deutsch-österreichische Zusammenarbeit
Berlin 15.07.2026
Migration und Asyl sind die Top-Bereiche der heutigen Gespräche im Rahmen der Deutsch-österreichische Zusammenarbeit zwischen den deutschen und österreichischen Innenministern Gerhard Karner und Alexander Dobrindt.
Foto: © PWO
Politik
Beginn seiner Sommerpause
Berlin 15.07.2026
– Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigte in einer Pressekonferenz vor Beginn seiner Sommerpause, dass seine Regierung auf viele Forderungen der Bevölkerung eingegangen sei, darunter Steuersenkungen, Infrastrukturreformen und Bürokratieabbau.
Er betonte zudem die Stärkung der Europäischen Union und der Vereinten Nationen sowie das Vertrauen der UN und der internationalen Gemeinschaft in Deutschland.
Politik
Kampagne zur Zerschlagung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)
Berlin 15.07.2026
– Der US-Außenminister Marco Rubio hat eine Kampagne zur Zerschlagung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) angekündigt. Diese Kampagne richtet sich nicht nur gegen Mitarbeiter des Gerichts, sondern auch gegen Staaten, die mit dem IStGH kooperieren. Umso wichtiger ist es, dass sich die Vertragsstaaten nicht einschüchtern lassen und dem IStGH entschlossene Unterstützung zusichern.
„Wenn Marco Rubio ankündigt, den Internationalen Strafgerichtshof ‚Stein für Stein‘ zu demontieren, müssen wir das Völkerrecht ‚Stein für Stein‘ verteidigen“, sagt Andreas Schüller, Co-Leiter des Programms „Völkerstraftaten und Rechenschaftspflicht“ beim ECCHR. „Gegen autoritäre Machtpolitik können sich nur internationale Zusammenarbeit, politischer Mut und die Integrität der Rechtsstaatlichkeit durchsetzen.“
Seit seinem Amtsantritt übt Donald Trump zunehmend Druck auf den IStGH aus, indem er Sanktionen gegen die Chefanklägerin, die beiden stellvertretenden Ankläger sowie acht Richter des Gerichts verhängt hat. Zudem hat die US-Regierung Sanktionen gegen die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese sowie gegen drei führende palästinensische Menschenrechtsorganisationen erlassen: das Palestinian Centre for Human Rights (PCHR), Al-Haq und das Al Mezan Center for Human Rights, mit denen das ECCHR eng zusammenarbeitet.
Diese Eskalation folgt einem besorgniserregenden Muster politisch motivierter Angriffe auf die internationale Rechtsordnung und die Unabhängigkeit der Justiz. Ziel ist es, Ermittlungen gegen US-Verbündete oder US-Staatsangehörige zu behindern und so die strafrechtliche Aufarbeitung potenzieller Völkerstraftaten zu verhindern. Die Leidtragenden sind die Opfer und Überlebenden von Völkerstraftaten sowie all jene, die weltweit unter zunehmend schwierigen Bedingungen für Gerechtigkeit und gegen Straflosigkeit kämpfen.
Der IStGH wird tätig, wenn nationale Justizsysteme nicht willens oder in der Lage sind, die schwersten Völkerstraftaten zu verfolgen. Genau deshalb gerät er immer wieder in Konflikt mit mächtigen Staaten und politischen Interessen. Der Schutz seiner Unabhängigkeit ist eine gemeinsame Verantwortung der Vertragsstaaten.
Dies gilt auch für die Bundesregierung: Als Vertragsstaat des Römischen Statuts muss Deutschland nun fest hinter dem IStGH stehen und darf sich nicht unter Druck setzen lassen. Dazu gehört auch der Erlass nationaler und regionaler Abwehrvorschriften, die die Befolgung von US-Sanktionen untersagen und so Unternehmen und Einzelpersonen vor deren Auswirkungen schützen.
Die von den Sanktionen betroffenen Personen setzen ihre Arbeit unbeirrt fort – trotz der persönlichen und institutionellen Risiken, denen sie ausgesetzt sind. Damit verteidigen sie nicht nur die Unabhängigkeit der internationalen Justiz, sondern auch die Rechte der von internationalen Verbrechen Betroffenen – im Streben nach Gerechtigkeit, gegen staatliche Gewalt und zur Verteidigung des Völkerrechts.
Politik
Armut und Schulden
Wiesbaden 15.07.2026
– Für Personen, die im Jahr 2025 die Hilfe einer Schuldnerberatungsstelle in Anspruch genommen haben, waren Erkrankung, Sucht oder Unfall mit 18 % die am häufigsten genannten Hauptauslöser einer Überschuldung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen der Überschuldungsstatistik 2025 mitteilt, wurde als zweithäufigste Ursache Arbeitslosigkeit mit rund 17 % angegeben.
Die durchschnittliche Schuldenhöhe aller beratenen Personen belief sich auf 34 650 Euro. Männer wiesen dabei mit 39 717 Euro eine höhere durchschnittliche Schuldenhöhe auf als Frauen mit 29 500 Euro.
Trennung oder Scheidung häufigste Ursache bei Alleinerziehenden
Bei Alleinerziehenden waren familiäre Veränderungen besonders häufig Anlass für finanzielle Schwierigkeiten. Für alleinerziehende Frauen war in rund 23 % der Fälle eine Trennung, eine Scheidung oder der Tod des Partners beziehungsweise der Partnerin der Hauptauslöser der Überschuldung. Bei alleinerziehenden Männern lag dieser Anteil ebenfalls bei etwa 23 %. Die durchschnittliche Schuldenhöhe alleinerziehender Mütter belief sich auf 34 386 Euro. Alleinerziehende Väter wiesen mit durchschnittlich 46 219 Euro eine deutlich höhere Schuldenlast auf.
Mehrheit der beratenen Personen lebt allein
Die Betrachtung der Haushaltsgröße zeigt, dass Einpersonenhaushalte im Jahr 2025 die größte Gruppe unter den Ratsuchenden bildeten. Mehr als die Hälfte (knapp 52 %) aller beratenen Personen lebte allein. Bei knapp einem Viertel dieser Personen (rund 24 %) waren gesundheitliche Probleme der wichtigste Hauptauslöser der Überschuldung. Die durchschnittlichen Verbindlichkeiten aller Einpersonenhaushalte beliefen sich auf 32 155 Euro. Auch bei den Alleinlebenden zeigten sich deutliche Unterschiede bei der Schuldenhöhe zwischen den Geschlechtern. Während alleinlebende Männer durchschnittliche Verbindlichkeiten von 35 293 Euro aufwiesen, lagen diese bei alleinlebenden Frauen mit durchschnittlich 27 629 Euro deutlich niedriger.
Zahlungsrückstände am häufigsten gegenüber der öffentlichen Hand
Die Verbindlichkeiten der Ratsuchenden bestanden oftmals gegenüber mehreren Gläubigern gleichzeitig. Am häufigsten lagen Zahlungsrückstände gegenüber der öffentlichen Hand vor, wie beispielsweise Finanzämtern, gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungsträgern sowie der Bundesagentur für Arbeit und deren Jobcentern: Hier hatten mehr als die Hälfte (rund 57 %) aller beratenen Personen im Jahr 2025 offene Forderungen zu begleichen. Ebenfalls verbreitet waren Verbindlichkeiten gegenüber Telekommunikationsunternehmen mit einem Anteil von etwa 47 %. Ratenkredite bei Kreditinstituten betrafen rund 37 % der Fälle, während knapp 29 % der Ratsuchenden offene Rechnungen im Online- und Versandhandel aufwiesen.
Politik
Bundesregierung beschließt weitere Entlastungen
Berlin 15.07.2026
Über 10 Milliarden Euro Entlastung seit November umgesetzt / Wildberger: „Regierung hält Wort beim Bürokratierückbau“
Das Bundeskabinett ist heute zu seinem zweiten Entlastungskabinett zusammengekommen und hat umfassende Erleichterungen u.a. im Gesundheitsbereich, im Verkehr sowie beim Arbeitsrecht beschlossen. Die verabschiedeten Vorhaben entlasten Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger direkt um rund 10,4 Milliarden Euro jährlich.
Bei der heutigen Sitzung wurde ein positives Fazit zu den Entlastungsschritten gezogen.
Bundesminister für Staatsmodernisierung, Dr. Karsten Wildberger:
„Diese Regierung hält Wort beim Bürokratierückbau. Wir haben in den letzten Monaten über 40 Maßnahmen umgesetzt und entlasten damit die Wirtschaft und die Bürger mit insgesamt 10 Milliarden Euro. Das ist Ausdruck eines neuen Selbstverständnisses des Staates: Schlank, effizient und mit mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung von Unternehmen und Bürgern. Wir werden künftig nur das wirklich Notwendige regulieren. Entlastung bleibt eine Daueraufgabe und wir werden hier nicht nachlassen. Wir arbeiten bereits am Berichtsentlastungsgesetz, mit dem wir über alle Ressortgrenzen hinweg Berichtspflichten im vierstelligen Bereich aufheben werden.“
Bundesministerin für Arbeit, Bärbel Bas:
„Wir befreien Unternehmen und Beschäftigte von unnötiger Bürokratie und geben so Rückenwind für mehr Wachstum. Dabei halten wir die hohen Standards im Arbeitsschutz. Konkret fallen etwa die Extra-Prüfungen für Wasserkocher und Ladekabel im Büro weg. Das entlastet die Betriebe, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Mehr als 720 Millionen Euro jährliche Bürokratiekosten fallen so durch unser Entlastungspaket im Arbeitsrecht weg.“
Bundesministerin für Gesundheit, Nina Warken:
„Unnötige Dokumentations- und Nachweispflichten lähmen unser Gesundheitssystem. Wir wollen diese zurückfahren und die notwendigen Freiräume sowie mehr Zeit für die Versorgung schaffen. Wo Prozesse etwa aufgrund von Qualitätsgründen nicht verzichtbar sind, müssen sie digitalisiert werden. Genau hier setzen wir mit dem Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen an: Mit der elektronischen Überweisung wird der letzte analoge Prozess in der Versorgung digitalisiert. Die elektronische Patientenakte soll nicht nur für Personen mit Krankheitsgeschichte, sondern im Versorgungsalltag für alle Versicherten durch eine einfache Handhabung und Anwendungen mit klarem Mehrwert unersetzbar werden. Insgesamt macht dieses Gesetz die Versorgung einfacher, besser und effizienter.“
Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder:
„Manche Regelungen werden von der Zeit überholt und sind damit überflüssig. Als Bundesregierung haben wir uns vorgenommen, solche Regelungen konsequent abzuschaffen oder anzupassen. Das haben wir uns als Bundesregierung vorgenommen und das setzen wir auch konsequent um. Wir erleichtern damit den Alltag der Verkehrsunternehmen, entlasten Bürgerinnen und Bürger spürbar und reduzieren auch in der Verwaltung bürokratischen Aufwand. Wir streichen überflüssig gewordene Vorschriften, vereinfachen Verfahren und setzen auf digitale Lösungen. Ob im Taxi- und Mietwagenverkehr oder beim Gütertransport – überall dort, wo Regeln einfacher werden können, machen wir sie einfacher.“
Zeitgleich wurde auch ein Paket an Maßnahmen beschlossen, das noch bis Ende des Jahres umgesetzt werden soll.
Beschlossene Maßnahmen
Seit dem ersten Entlastungskabinett am 5. November 2025 hat die Bundesregierung 43 konkrete Maßnahmen quer über alle Ressorts umgesetzt. Dazu gehören u.a. weniger Hürden beim Ausbau von Telekommunikationsnetzen und Glasfaser, beschleunigte Genehmigung von Verkehrsinfrastruktur-Projekten, Kostensenkung beim Führerschein durch digitalen statt Präsenzunterricht; das Digitale-Identitäten-Gesetz zur Einführung einer Wallet, mehr Flexibilität beim Einbau und Austausch von Heizungen durch das Gebäudemodernisierungsgesetz sowie ein Sofortprogramm für den Bürokratierückbau im Arbeitsschutz, durch das rund 123.000 Sicherheitsbeauftragte in kleinen und mittleren Betrieben entfallen können.
Mit dem zweiten Entlastungskabinett kommen zehn weitere Entlastungsmaßnahmen hinzu. Zusammen mit den in den letzten sechs Wochen beschlossenen Maßnahmen ergibt sich eine Entlastung von 2,1 Milliarden Euro, seit dem ersten Entlastungskabinett beträgt die Gesamtentlastung 10,4 Milliarden Euro.
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