Politik
Deutschlandtakt und Medizinal-Cannabisgesetz im Fokus
Berlin 17.02.2026
– Der Petitionsausschuss tagt am Montag, 23. Februar 2026, öffentlich. Während der um 12.00 Uhr beginnenden Sitzung im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses werden zwei Petitionen beraten.
Dabei handelt es sich zum einen um die Forderung nach einer Neuberechnung des Deutschlandtakts im Bahnverkehr mit reduzierter Höchstgeschwindigkeit und einer Priorisierung des Bestandsnetzausbaus. Ab etwa 13.00 Uhr wird es dann um Arzneimittel gehen. In der zu beratenden Eingabe wird verlangt, die geplanten Änderungen des Medizinal-Cannabisgesetzes (21/3061) zu stoppen.
Der sogenannte Deutschlandtakt muss nach Auffassung der Petentin Sarah Brodowski „aus ökonomischer und ökologischer Sicht sowie aus Gründen des Klimaschutzes“ neu berechnet und modifiziert werden. In ihrer mehr als 37.000-mal mitgezeichneten öffentlichen Petition (ID 180105) heißt es, der aktuelle Deutschlandtakt setze auf Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecken, die immense Kosten verursachten, Natur- und Kulturlandschaften zerstörten sowie Wohn- und Gewerbegebiete zerschnitten.
„Diese Planung widerspricht dem Klimaschutz“, urteilt die Petentin. Eine Neuberechnung des Deutschlandtakts mit reduzierter Höchstgeschwindigkeit und Priorisierung des Bestandsnetzausbaus würde ihrer Einschätzung nach die Investitionskosten und die CO-Belastung deutlich senken und Engpässe schneller beseitigen. „Eine Bahnmodernisierung ist nötig – aber ohne ökonomisch, ökologisch und sozial unverantwortliche Hochgeschwindigkeitsprojekte“, schreibt Brodowski.
Knapp 60.000 Mitzeichnungen (58.462) kann die Petition von Henning Todt für sich verbuchen. Er fordert, die geplanten Änderungen des Medizinal-Cannabisgesetzes zu stoppen, wonach künftig Verschreibungen nur noch nach einem persönlichen Arztbesuch möglich sein und der Apothekenversand verboten werden solle.
Das gefährde die Versorgung vieler Patientinnen und Patienten – vor allem in ländlichen Regionen – und führe zu einem ungerechten Zwei-Klassen-System, heißt es in seiner Petition (ID 184070). Daher müsse der Online-Arztkontakt für medizinisches Cannabis erhalten bleiben – insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder ohne wohnortnahe Versorgung. Auch müsse der Apothekenversand von Cannabis erlaubt bleiben, „denn nur so ist eine sichere und gleichberechtigte Versorgung möglich“, heißt es in der Eingabe.
Im Verlauf der öffentlichen Sitzung erhalten die Petentin und der Petent die Möglichkeit, ihr Anliegen nochmals kurz darzustellen, um dann konkrete Fragen der Ausschussmitglieder zu beantworten. An der Sitzung nehmen auch Mitglieder der Bundesregierung teil, die von den Abgeordneten zu den Themen befragt werden können. Ein abschließendes Votum wird der Ausschuss in einer seiner späteren Sitzungen fällen.
Politik
Sudan-Konferenz in Berlin
Berlin 15.04.2026
– Deutschland erhöht Unterstützung für notleidende Bevölkerung Sudans um 20 Mio. Euro
Drei Jahre nach Beginn des Krieges im Sudan erleben die Menschen dort die größte humanitäre Katastrophe der Welt. Mehr als 12 Millionen Menschen wurden vertrieben, etwa 4,5 Millionen davon sind in die umliegenden Länder geflohen. Über zwei Drittel der Bevölkerung – 33 Millionen Menschen – sind auf Hilfe angewiesen. Besonders alarmierend ist die systematische sexuelle Gewalt: Laut Vereinte Nationen sind mehr als 12 Millionen Frauen und Mädchen davon bedroht.
Zum dritten Jahrestag des Kriegsausbruchs richtet die Bundesregierung gemeinsam mit der Europäischen Union, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den USA und der Afrikanischen Union in Berlin die Sudan-Konferenz aus. Ziel ist es, eine sofortige Waffenruhe voranzubringen und zusätzliche Unterstützung für die betroffenen Menschen im Sudan zu mobilisieren.
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Wir dürfen die Menschen im Sudan nicht vergessen. Drei Jahre Krieg haben unfassbares Leid über die Bevölkerung im Sudan gebracht. Das BMZ engagiert sich im Sudan insbesondere für Frauen und Kinder, die wie so oft vom Kriegsgeschehen am stärksten betroffen sind. Frauen zeigen aber auch große Stärke und Resilienz. Während viele Männer durch den Krieg abwesend sind, kümmern sie sich um die Familien und den Lebensunterhalt. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die sudanesische Bevölkerung, aber auch die Flüchtlinge in den aufnehmenden Gemeinden der Nachbarländer, und baut so Grundlagen für eine friedliche Zukunft im Sudan auf.”
Seit Ausbruch des Krieges unterstützt das BMZ die notleidenden Menschen im Sudan dabei, sich unter schwierigsten Umständen selbst zu helfen. Ende 2025 hat das BMZ 155,4 Mio. Euro für Projekte im Sudan sowie in von der Krise betroffenen Nachbarländern bereitgestellt. 2026 werden wir unsere Unterstützung ausbauen und stellen weitere 20 Mio. Euro bereit. Damit verbessern wir den Zugang zur Basisversorgung, vor allem Wasser, Gesundheit, Bildung und Ernährung, sowie den sozialen Zusammenhalt in der Bevölkerung. Weitere Mittelzusagen sind in Prüfung.
Mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit unterstützen wir die Menschen im Sudan und in den Nachbarländern dabei sich ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Sie verbessern dadurch ihre Ernährung, erhalten besseren Zugang zu Bildungs-, Gesundheits-, Kinder- und Frauenschutzangeboten sowie zu nachhaltiger Wasser- und Sanitärversorgung. Durch diese Hilfe kann die Bevölkerung auf ihre eigenen Stärken und Leistungen zurückgreifen. So legen wir gemeinsam bereits jetzt den Grundstein für und eine friedliche Zukunft im Sudan.
Foto: © PWO
Politik
Auswirkungen der Krise im Nahen Osten
Berlin 15.04.2026
– Kommission konsultiert Mitgliedstaaten zu befristetem Krisenrahmen für staatliche Beihilfen.
Die Europäische Kommission holt derzeit die Stellungnahmen der Mitgliedstaaten zu einem Entwurf eines vorübergehenden Krisenrahmens für staatliche Beihilfen ein. Ziel ist es, die EU-Wirtschaft im Hinblick auf die Krise im Nahen Osten zu stützen. Dies hatte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 13. April angekündigt.
Die Kommission befragt die Mitgliedstaaten zu einem gezielten und befristeten Rahmen für einige der am stärksten von der Krise betroffenen Wirtschaftssektoren, wie Landwirtschaft, Fischerei, Straßenverkehr und innergemeinschaftliche Kurzstreckenseeschifffahrt. Der Vorschlagsentwurf enthält zudem eine vorübergehende Anpassung des Beihilferahmens für den Clean Industrial Deal (CISAF), die höhere Beihilfeintensitäten zur Bewältigung von Strompreisspitzen ermöglicht.
Vorschläge zur maßgeschneiderten befristeten Unterstützung für die am stärksten betroffenen Sektoren
· Übernahme eines Teils der Preissteigerungen für Kraftstoff oder Düngemittel im Vergleich zum Stand vor dem 28. Februar 2026, basierend auf dem Verbrauch der Begünstigten, sowie eine vereinfachte Maßnahme, die einen begrenzten Beihilfebetrag pro Unternehmen zulässt (mit Ausnahme der EU-Nahseeschifffahrt). Auf dieser Grundlage können sich die Mitgliedstaaten auf einschlägige Statistiken stützen, um eine individuelle Nachverfolgung des tatsächlichen Verbrauchs zu vermeiden.
· Eine Anhebung der maximalen Beihilfeintensität für die Stromkosten energieintensiver Industrien gemäß Abschnitt 4.5 des CISAF über das bisherige Maximum von 50 Prozent hinaus.
Bis Ende April soll ein befristeter Rahmen verabschiedet werden
Darüber hinaus ist die Kommission bereit, auf Einzelfallbasis und unter bestimmten Voraussetzungen vorübergehende Maßnahmen zu prüfen, die die Subventionierung der Brennstoffkosten für die Stromerzeugung aus Erdgas umfassen können, um die Gesamtstromkosten zu senken.
Die Kommission stellt den Mitgliedstaaten zudem weitere Fragen zu den Maßnahmen im Rahmenentwurf und dazu, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, um den Auswirkungen der Krise zu begegnen. Die Mitgliedstaaten haben nun die Möglichkeit, zum Entwurf der Kommission Stellung zu nehmen und diese Fragen zu beantworten. Die Kommission wird die Antworten zügig prüfen, mit dem Ziel, bis Ende April einen befristeten Rahmen zu verabschieden.
Politik
Wadephul eröffnete Sudan Konferenz
Berlin 15.04.2026
– Der deutsche Außenminister Johannes Wadephul eröffnete heute eine Konferenz zum Sudan. Teilnehmer sind Vertreter der Europäischen Union, der Afrikanischen Union, zivilgesellschaftlicher Organisationen, Menschenrechtsgruppen und weitere.
Die Konferenz, die bis morgen, Donnerstag, andauert, gilt als umstritten. Die sudanesische Regierung hat ihre Ablehnung der Konferenz angekündigt. Kritiker sehen darin eine Wiederholung der Konferenzen in London und Paris, die keine neuen Erkenntnisse bringe. Sie betrachten das Treffen der sudanesischen Fraktionen als Zeitverschwendung und betonen die dringende Notwendigkeit, den Sudan unter direkte UN-Aufsicht zu stellen und Druck auf die Regierungen der arabischen Länder auszuüben, die das Chaos im Sudan unterstützen.
Der Sudan, einst als Kornkammer Afrikas und der arabischen Welt bekannt, verfügt über mehr als eine Million Quadratkilometer Ackerland und einen riesigen Viehbestand von über einer Million Rindern, Schafen und Ziegen. Sudan besitzt ein immenses Exportpotenzial, doch anhaltende Konflikte haben seine Anbauflächen erheblich reduziert. Ackerland macht derzeit nur noch etwa 45 % der Gesamtfläche Sudans aus, und diese Konflikte verschärfen Hunger und Armut.
Wandel von der Kornkammer zur humanitären Krise.
Kriege und Konflikte: Der Krieg, der im April 2023 begann, hat die Produktion in wichtigen Regionen zum Erliegen gebracht.
Hungerkrise: Das Welternährungsprogramm warnt, dass sich Sudan von einer Kornkammer zur größten Hungerkrise der Welt entwickelt hat, in der Millionen Menschen unter akutem Hunger leiden.
Zerstörte Infrastruktur
Der Krieg hat zum Zusammenbruch der Infrastruktur und landwirtschaftlicher Anlagen geführt und Investitionen und Produktion behindert.
Trotz seiner reichen natürlichen Ressourcen kann Sudan sein Potenzial aufgrund anhaltender politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen und Konflikte nicht voll ausschöpfen.
Politik
Afrika Gespräch in Bundeskanzleramt
Berlin 15.04.2026
– Die Afrikanische Union ist für Deutschland ein zentraler strategischer Partner. Bundeskanzler Merz hat nun den Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Youssouf, getroffen.
Einige Themen: Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Afrika und der Krieg im Sudan. Die Afrikanische Union (AU) – als einzige kontinentale afrikanische Organisation – ist ein entscheidender Partner der Bundesregierung in Afrika. In vielen Bereichen wolle man die Zusammenarbeit verstärken, so Bundeskanzler Friedrich Merz vor seinem Gespräch mit Mahmoud Ali Youssouf. Der Präsident der Afrikanischen Union befindet sich anlässlich der Sudan-Konferenz am 15. April in Berlin, bei der er Co-Gastgeber ist. Deutschland unterstützt die Bemühungen einer Konfliktlösung. Denn, so betont der Kanzler: „Frieden und Sicherheit sind in Europa und Afrika eng miteinander verbunden.
Auswirkungen des Irankriegs: Die Folgen des Irankriegs – insbesondere die Blockade der Straße von Hormus und die Zerstörung von Infrastruktur in den Golfstaaten – träfen Afrika stark, so der Bundeskanzler. Es würden Inflation, Ernteausfälle, Nahrungsmittelengpässe drohen. Wichtig seien Gespräche darüber, wie Deutschland, Europa, die AU und ihre Mitgliedsstaaten politisch, wirtschaftlich und humanitär gemeinsam auf die Auswirkungen des Kriegs reagieren.
Sudan: Im Sudan herrscht die größte humanitäre Krise der Gegenwart. Deutschland richtet gemeinsam mit der AU und weiteren Staaten die Sudan-Konferenz in Berlin aus. Deutschland zählt zu den größten Gebern humanitärer Hilfe und unterstützt die Bemühungen der USA, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Ägyptens um einen Waffenstillstand.
Zusammenarbeit mit Afrika: Deutschland strebt noch engere Wirtschaftspartnerschaften mit Afrika an, so der Kanzler. Zudem unterstütze die Bundesregierung die Bemühungen um eine afrikanische Freihandelszone. Gleichzeitig unterstützt sie das Friedensengagement der AU auf dem Kontinent. Für die künftige Ausrichtung der deutschen Afrikapolitik gelte dem Kanzler zufolge: „Engere Kooperation, engerer Dialog – und das partnerschaftlich“
Politik
Alles steht und fällt mit der Eingliederungshilfe
Berlin 15.04.2026
– Beim Parlamentarischen Abend der Lebenshilfe appellierte gestern die Bundesvorsitzende Ulla Schmidt an die Abgeordneten des Bundestages, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung nicht zu gefährden und keine Leistungskürzungen zuzulassen.
Aufgrund des großen Kostendrucks in Deutschland befürchtet die Bundesvereinigung Lebenshilfe harte Einschnitte für Menschen mit Behinderung und ihre Familien. Um Kürzungen bei der Eingliederungshilfe zu verhindern, hat der Verband die bundesweite Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“ gestartet und richtet sich mit einer Petition direkt an den Deutschen Bundestag.
Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesgesundheitsministerin, machte jetzt beim Parlamentarischen Abend in Berlin deutlich, wie unverzichtbar die Eingliederungshilfe für Menschen mit Unterstützungsbedarf ist: „Ohne diese Leistung können Menschen mit Behinderung nicht teilhaben. Die Eingliederungshilfe ist für sie die Tür, durch die sie in die Gesellschaft kommen und die Hilfe, mit der sie ihr Leben führen. Alles steht und fällt mit der Eingliederungshilfe!“
Rund 150 Gäste waren der Einladung der Lebenshilfe in die Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund gefolgt – darunter: der Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit beim Bundeskanzler, Dr. Michael Meister, die Parlamentarischen Staatsekretär*innen Michael Brand (Familie), Kerstin Griese und Katja Mast (beide Arbeit und Soziales), Johann Saathoff (wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Anette Kramme (Justiz und Verbraucherschutz), der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Kerstin Claus, die teilhabepolitischen Fraktionssprecher*innen Heike Heubach (SPD), Wilfried Oellers (CDU/CSU), Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen), die Ausschussvorsitzenden Saskia Esken (Familie) und Bernd Rützel (Arbeit und Soziales) sowie weitere Abgeordnete des Bundestages.
Politik
Die internationale Gemeinschaft muss handeln
Berlin 15.04.2026
– Im Sudan wütet die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung – 33,7 Millionen Menschen – benötigt humanitäre Hilfe. Seit Beginn des Krieges vor drei Jahren hat Aktion gegen den Hunger rund zwei Millionen Menschen unterstützt. Die Organisation fordert verbindliche finanzielle und politische Zusagen der internationalen Gemeinschaft.
„Wir begrüßen es, dass die Bundesregierung die Sudan-Konferenz ausrichtet. Das allein aber reicht nicht. Die Konferenz muss konkrete Ergebnisse liefern, um das Leid der Menschen zu beenden. Eine Abschlusserklärung mit messbaren Zusagen zum Schutz der Zivilbevölkerung, einem sicheren humanitären Zugang und einer ausreichenden Finanzierung muss im Rahmen der Konferenz vereinbart werden“, sagt Jan Sebastian Friedrich-Rust Geschäftsführer von Aktion gegen den Hunger.
„Mehr als 21 Millionen Menschen leiden im Land unter akutem Hunger. Das ist eine direkte Folge des Konflikts, der Märkte zerstört, Ernten beeinträchtigt sowie Handelswege und die humanitäre Hilfe blockiert“, sagt Samy Guessabi, Landesdirektor von Aktion gegen den Hunger, der für die Sudan-Konferenz in Berlin ist.
Politik
Ausschuss lehnt Linken-Antrag zu Rassismusbekämpfung ab
Berlin 15.04.2026
– Die Fraktion Die Linke ist im Innenausschuss mit einem Antrag zur Bekämpfung von institutionellem Rassismus (21/4751) gescheitert. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD sowie der AfD-Fraktion lehnte das Gremium die Vorlage am Mittwochvormittag ab. Für den Antrag votierte neben der Linken auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Der Vorlage zufolge untersuchte das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) für eine 2020 vom damaligen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Auftrag gegebene Studie „erstmals umfassend und empirisch, wie sich Rassismus in staatlichen Institutionen in Deutschland manifestiert“. Zu den Erkenntnissen der Untersuchung gehöre der Befund, „dass rassistische Diskriminierung in allen untersuchten Institutionentypen nachweisbar ist und kein Phänomen bloßer Einzelfälle darstellt, sondern vielmehr ein strukturelles Risiko ist, das tief in behördlichen Praktiken, Ermessensspielräumen und der Organisationskultur verankert ist“.
Die Bundesregierung wird in dem Antrag aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der den Anwendungsbereich des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf das staatliche Handeln ausweitet und der ein Verbandsklagerecht für Antidiskriminierungsverbände einführt. Auch soll die Bundesregierung nach dem Willen der Fraktion flächendeckend niedrigschwellige und unabhängige externe sowie weisungsunabhängige behördeninterne Beschwerde- und Monitoringstellen aufbauen und eine einheitliche, wissenschaftlich fundierte Rassismusdefinition für die Bundesverwaltung bindend als Verwaltungsvorschrift erlassen.
Zugleich will die Fraktion sichergestellt haben, dass in Bundesbehörden bei gravierenden Entscheidungen wie etwa Leistungssanktionen oder Asylentscheidungen „konsequent das Vier-Augen-Prinzip angewendet wird“. Daneben plädiert sie dafür, Bewerbungs- und Einstellungsverfahren in Bundesbehörden „diskriminierungskritisch zu überarbeiten“. Des Weiteren spricht sie sich dafür aus, Sprachbarrieren in der Bundesverwaltung abzubauen, indem ein Rechtsanspruch auf Sprachmittlung geschaffen wird und Dolmetscherdienste sowie Formulare in verschiedenen Herkunftssprachen flächendeckend auf Kosten der Behörden bereitgestellt werden.
Ferner fordert die Fraktion die Bundesregierung auf, „strukturelle Maßnahmen gegen rassistische polizeiliche Kontrollpraktiken (Racial Profiling) zu ergreifen“. Dazu gehören dem Antrag zufolge die Ausgabe von Kontrollquittungen und der verpflichtende Einsatz von Bodycams auf Verlangen der Betroffenen einer polizeilichen Maßnahme. Darüber hinaus machen sich die Abgeordneten in der Vorlage unter anderem dafür stark, die Befugnisse der Bundespolizei zu „anlass- und verdachtsunabhängigen Personenkontrollen, insbesondere im Kontext der Feststellung unerlaubter Einreisen an Grenzen und in Zügen sowie bei Kontrollen wegen Waffenbesitzes“, ersatzlos zu streichen.
Politik
Reform des Vereinsgesetz: Weniger Einfluss aus dem Ausland
Berlin 15.04.2026
– Die Bundesregierung geht gegen die Einflussnahme ausländischer Regierungen in Deutschland vor: Künftig sollen Vereine offenlegen, wenn sie mehr als 10.000 Euro aus dem Ausland oder von damit verbundenen Organisationen erhalten. Das Bundeskabinett hat heute eine entsprechende Reform des Vereinsgesetzes auf den Weg gebracht. Damit setzt die Bundesregierung eine wichtige Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um: Vereine, die in Deutschland tätig sind, müssen offenlegen, woher finanzielle Mittel stammen. So sollen Sicherheitsbehörden Finanzströme deutlich besser nachvollziehen können, verdeckte Methoden wie das sogenannte „Hawala Banking“ oder nicht registrierte Barspenden gezielter bekämpft – und damit extremistischen und terroristischen Bestrebungen die finanzielle Grundlage entzogen werden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: „Bei auslandsbezogenem Extremismus und Spionage spielt die Finanzierung aus dem Ausland eine zentrale Rolle: Uns geht es um Aufdecken, Aufklären, Abstellen. Einflussnahme ausländischer Regierungen über hier gemeldete Vereine nehmen wir dabei stärker in den Blick.“
Politik
Regierungskooperation zwischen Berlin und Kiew
Berlin 14.04.2026
Heute wurden im Bundeskanzleramt unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Kooperationsabkommen zwischen Berlin und Kiew unterzeichnet. Die Zusammenarbeit umfasste auch die Militärpolitik. Hierzu wurden Absichtserklärungen zwischen den deutschen und ukrainischen Verteidigungsministern Boris Pistorius bzw. Mychajlo Fjodorow unterzeichnet. Fjodorow wird am Mittwoch, dem 15. April, an den Gesprächen zwischen NATO-Generalsekretär Mark Röttge und Verteidigungsminister Pistorius teilnehmen. Zwei weitere Absichtserklärungen wurden zum Wiederaufbau der Ukraine und zum Ausbau der Infrastruktur für Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion unterzeichnet.
Bundeskanzler Merz und der ukrainische Präsident bezeichneten die Unterzeichnung der Kooperations- und strategischen Partnerschaftsabkommen zwischen ihren beiden Ländern als klares Signal an Russland, dass die Ukraine nicht allein ist und uneingeschränkte europäische Unterstützung genießt. Mertz erklärte, die Ukraine sei zwar kein NATO-Mitglied, eine enge Zusammenarbeit zwischen Kiew und der NATO sei aber unausweichlich. Kiews Bemühungen um die Integration in die EU-Politik seien bereits weit fortgeschritten, bräuchten aber Zeit.
Bezüglich der ungarischen Wahlen äußerte der ukrainische Präsident die Hoffnung, dass die Missverständnisse mit Ungarn mit einem Machtwechsel der Opposition zur Regierung von Viktor Orbán beigelegt würden. Bundeskanzler Mertz bezeichnete die Wahlergebnisse als positiv für die Europäer und kündigte ein Treffen mit der neuen ungarischen Führung in zwei Wochen an.
Foto: © PWO
Politik
Wiederaufbau der ukrainischen Industrie
Berlin 14.04.2026
Bei den hochrangig besetzten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen heute in Berlin vereinbarten Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und der ukrainische Wirtschaftsminister Oleksii Sobolew eine neue Initiative zum Wiederaufbau der ukrainischen Industrie.
Entwicklungsministerin Alabali Radovan betonte die Chancen für die deutsche Wirtschaft: „Russland greift seit Jahren gezielt auch die industrielle Infrastruktur der Ukraine an. Die wirtschaftlichen Folgen sind massiv. Nur wenn die Wirtschaft in der Ukraine weiterläuft, können die Ukrainerinnen und Ukrainer im Land ihr Land verteidigen. Mit unserer neuen Initiative unterstützen wir den Wiederaufbau der Industrie – und schaffen zugleich Perspektiven für eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Davon profitieren ukrainische wie deutsche Unternehmen.“
Die ukrainische Industrie und die kritische Infrastruktur gehören zu den Hauptzielen russischer Angriffe. Die Ukraine hat bereits einen erheblichen Teil ihrer technologischen und industriellen Kapazitäten verloren, insbesondere in Branchen mit hoher Wertschöpfung.
Zum industriellen Wiederaufbau der Ukraine haben heute Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und der ukrainische Wirtschaftsminister Oleksii Sobolew eine Absichtserklärung („Joint Declaration of Intent on the Support of Industrial Recovery and Resilience in Ukraine“) unterzeichnet. Die Initiative soll es ukrainischen Unternehmen erleichtern, Maschinen und Ersatzteile zu günstigeren Konditionen aus Deutschland sowie aus der EU zu erwerben. Unterstützt werden insbesondere Betriebe, deren Produktionsanlagen durch den Krieg beschädigt oder zerstört wurden.
Oleksii Sobolew, ukrainischer Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft: „Das ‚Industrial Ramstein‘ bildet einen systemischen Rahmen für die Unterstützung der ukrainischen Industrie. Und wir sind unseren deutschen Partnern dankbar für die Bereitschaft, diese Initiative gemeinsam umzusetzen. Dabei geht es nicht nur um die Wiederherstellung zerstörter Kapazitäten, sondern auch um Modernisierung, den Aufbau neuer Produktionsstätten und die Integration in die europäischen Märkte. Es geht um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der ukrainischen Industrie, die wir gemeinsam mit unseren Partnern aufbauen.“
Die Umsetzung soll über die ukrainische „National Development Institution“ (NDI, ehemals Business Development Fund) erfolgen, einem langjährigen und zentralen Partner des Entwicklungsministerium in der Ukraine zur Förderung des ukrainischen Privatsektors. Das BMZ hat die Weiterentwicklung der Institution in den vergangenen Jahren begleitet – mit dem Ziel, sie zu einer leistungsfähigen Förderbank nach dem Vorbild der KfW auszubauen.
Das BMZ stellt für die Initiative insgesamt zunächst 30 Millionen Euro bereit.
Darüber hinaus wurden bei den Regierungskonsultationen Maßnahmen zur Unterstützung der Ukraine vereinbart. Insgesamt stellt das BMZ 233 Millionen Euro an neuen Mitteln für die Unterstützung der Ukraine bereit. Diese Mittel fließen in die Stärkung der Energieinfrastruktur, den Katastrophenschutz, die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte sowie den sozialen Wohnungsbau für Menschen, deren Häuser zerstört oder die vertrieben wurden. Auch unterstützt das BMZ die Ukraine dabei, fit für den EU-Beitritt zu sein und den Kampf gegen Korruption voranzutreiben.
Politik
Deutsch-Südafrikanische Partnerschaft
Berlin 13.04.2026
– Der deutsche Außenminister Bohan Vadephul und sein südafrikanischer Amtskollege Ronald Ozzy Lamola zeigten sich zufrieden mit den Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern auf allen Ebenen. Der deutsche Außenminister bekräftigte zudem Berlins Unterstützung für die Kandidatur der Afrikanischen Union für einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat.
Bezüglich des Scheiterns der Verhandlungen in Islamabad zwischen den USA und dem Iran betonte Vadephul die dringende Notwendigkeit, das Waffenstillstandsabkommen einzuhalten, um die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Der südafrikanische Minister hob hingegen hervor, wie wichtig es sei, die Drohgebärden zu mäßigen, und merkte an, dass Krieg allen schade.
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Politik
Gefahr durch Zecken
Wiesbaden 14.04.2026 Mit höheren Temperaturen im Frühling steigt die Aktivität von Zecken und damit auch die Infektionsgefahr, die von Zecken ausgeht. Hierzulande sind Zecken vor allem Überträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und der Borreliose (Lyme-Krankheit), die zu Krankenhausaufenthalten und in seltenen Fällen auch zum Tod führen können. 24 Menschen starben in Deutschland im Jahr 2024 an den Folgen eines Zeckenstiches, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. 15 Todesfälle waren auf eine Borreliose zurückzuführen und 9 auf eine FSME. Im Jahr zuvor waren es 10 Todesfälle aufgrund einer Borreliose und 9 aufgrund einer FSME.
4 830 Krankenhausbehandlungen wegen Borreliose im Jahr 2024
Aufgrund einer Borreliose gab es im Jahr 2024 gut 4 830 Krankenhausbehandlungen. Das waren weniger als im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024: In diesem Zeitraum wurden im Jahr durchschnittlich knapp 6 270 Menschen stationär aufgrund einer Borreliose behandelt. Die Borreliose wird durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen. Schutz gegen die Krankheit bietet die Vermeidung von Zeckenstichen, eine Impfung steht bisher nicht zur Verfügung.
Zahl der FSME-Klinikbehandlungen 2024 deutlich höher als im Schnitt der Vorjahre
Knapp 850 Patientinnen und Patienten wurden 2024 aufgrund einer FSME stationär in einer Klinik behandelt. Das waren deutlich mehr als im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024: Knapp 490 Menschen im Jahr wurden in diesem Zeitraum durchschnittlich aufgrund einer FSME im Krankenhaus behandelt. Bei einer FSME wird eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute durch Viren hervorgerufen. Besonders gefährdet sind Personen, die sich in einem FSME-Risikogebiet und häufig in der freien Natur aufhalten. Schutz gegen eine FSME-Erkrankung bietet laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) die Vermeidung von Zeckenstichen sowie die Impfung gegen FSME.
Politik
Zweigleisiger Ausbau der überlasteten Sylt-Anbindung geplant
Berlin 14.04.2026
– Laut dem von der Bundesregierung vorgelegten „Bericht über das Ergebnis der Vorplanung und der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der Ausbaustrecke (ABS) Niebüll – Klanxbüll – Westerland“ (21/4948) liegen die Gesamtkosten für das Schienenprojekt bei 426,37 Millionen Euro. Die ABS Niebüll – Klanxbüll – Westerland sei Teil des Bundesverkehrswegeplans 2030 und als neues Vorhaben Teil des vordringlichen Bedarfs des Bedarfsplans für die Schienenwege des Bundes, heißt es in der Unterrichtung. Der Streckenabschnitt Niebüll – Westerland der Strecke 1210 (Elmshorn – Westerland) schließe die Insel Sylt an das Festland an und sei aktuell als überlasteter Schienenweg gemäß Eisenbahnregulierungsgesetz (ERegG) ausgewiesen. „Durch die schrittweise Kapazitätserweiterung sollen die bestehenden Verkehre perspektivisch in einer optimalen Verkehrsqualität abgewickelt werden können, und weitere Verkehre ermöglicht werden“, heißt es in der Vorlage.
Das Bedarfsplanvorhaben umfasse den zweigleisigen Ausbau zwischen Niebüll und Klanxbüll sowie zwischen Morsum – Tinnum. Der Abschnitt Klanxbüll – Morsum sei bereits zweigleisig ausgebaut, heißt es. Für den kurzen Abschnitt Tinnum – Westerland bestehe kein Ausbauerfordernis. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) habe für das Vorhaben 2026 eine volkswirtschaftliche Neubewertung unter Berücksichtigung der Vorplanungsergebnisse vorgenommen. Im Ergebnis dieser Untersuchung ergebe sich eine positive Wirtschaftlichkeit in Form eines Nutzen-Kosten-Verhältnisses (NKV) in Höhe von 1,32.
Laut Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) werden mit der vorliegenden Vorzugsvariante der DB InfraGO AG die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und der zuwendungsrechtlich geforderte Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gewahrt. „Der Bund empfiehlt daher die Bestätigung der beschriebenen Vorzugsvariante der DB InfraGO AG als Grundlage für die weiteren Planungen“, heißt es in der Unterrichtung.
Politik
KTF-Förderprogramme für „grüne Schifffahrtskorridore“
Berlin 14.04.2026
– Mit den im KTF-Titel „Klimafreundliche Schifffahrt und Häfen“ geplanten und derzeit in der Abstimmung befindlichen Förderprogrammen sollen auch grüne Schifffahrtskorridore einschließlich des Aufbaus von Lade- und Tankinfrastrukturen gefördert werden. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/5172) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/4768) mit. Der im „Klima- und Transformationsfonds“ (KTF) enthaltene Titel umfasst ein Finanzvolumen von insgesamt 400 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre.
Die Entwürfe der Förderrichtlinien befänden sich im regierungsinternen Abstimmungsprozess, weshalb laut Regierung aktuell keine Aussagen zu der Mittelverausgabung getroffen werden könnten. Die ersten Förderrichtlinien werden der Antwort zufolge voraussichtlich Ende des zweiten Quartals 2026 veröffentlicht.
Die von den Grünen in ihrer Anfrage angesprochene Ertüchtigung der deutschen militärischen Hafeninfrastruktur ist laut Bundesregierung ein fortlaufender Prozess. Erste infrastrukturelle Maßnahmen zur Verstärkung der Sicherheit seien bereits eingeleitet worden. Die regelmäßige Durchführung nationaler und multinationaler Übungen trage zu einer verbesserten zivil-militärischen Kooperation bei.
„Zur Sicherstellung des militärischen Betriebes von verteidigungswichtiger Infrastruktur werden Heimatschutzkräfte ausgeplant, zivile Hafeninfrastruktur wird identifiziert und bei Bedarf ertüchtigt“, schreibt die Regierung. Die Sicherstellung der Energieversorgung liege grundsätzlich beim Betreiber. Anlassbezogen fänden Erörterungen zwischen Bundeswehr und Betreiber statt. Die zivil-militärische Zusammenarbeit werde im Spannungs- und Krisenfall durch das Operative Führungskommando der Bundeswehr koordiniert, heißt es in der Antwort.
Daraus geht des Weiteren hervor, dass die Vorlage eines Entwurfes für ein Seesicherheitsgesetz nicht beabsichtigt sei. Zuständigkeiten und Befugnisse der Bundespolizei auf See seien bereits durch die geltenden Gesetze, insbesondere Paragraf 3 Absatz 2 Seeaufgabengesetz in Verbindung mit der Seeschifffahrtsaufgaben-Übertragungsverordnung und Paragraf 6 Bundespolizeigesetz, geregelt, schreibt die Bundesregierung. Gleiches gelte für die Zuständigkeiten und Befugnisse der Bundeswehr. „Diese kann im Rahmen ihres Verteidigungsauftrages tätig werden sowie anderen Behörden technische Amtshilfe leisten“, heißt es in der Vorlage
Politik
Mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche
Berlin 14.04.2026
– Um ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche geht es in der Antwort der Bundesregierung (21/5188) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/4788). Danach ist der Meinungsbildungsprozess innerhalb der Bundesregierung in Bezug auf ein solches Verbot noch nicht abgeschlossen.
Wie die Bundesregierung daneben ausführt, verfolgt sie „das Ziel, Kinder und Jugendliche zu befähigen, altersangemessen digitale Angebote sicher, selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu nutzen“. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstütze dieses Ziel aktiv und „fördere zahlreiche Projekte und Initiativen, die Eltern und pädagogische Fachkräfte unterstützen“. Dem Koalitionsvertrag entsprechend sei im September 2025 die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ eingerichtet worden. „Handlungsempfehlungen werden im Sommer 2026 erwartet“, heißt es in der Antwort weiter. Danach ist die Expertenkommission unabhängig und arbeitet „ergebnisoffen und evidenzbasiert“.
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