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Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima im Straßenbau leicht verbessert

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München 06.07.2026

– Das Geschäftsklima im Straßenbau hat sich im Juni etwas verbessert. Der Indikator stieg auf minus 25,5 Punkte, nach minus 27,6 Punkten im Mai. Sowohl die Indikatoren der Geschäftslage (minus 14,5) als auch der Erwartungen (minus 35,9) stiegen leicht. Doch insgesamt verschlechtert sich die Geschäftslage seit Ende 2018. Im Juni gaben die Unternehmen an, dass ihre Auftragsbestände etwa 3,4 Monate ausreichen. Im langfristigen Durchschnitt sind es 2,6 Monate. „Zwar berichteten die Straßenbaufirmen von hohen Auftragsbeständen, allerdings werden die Vorhaben anscheinend nur schleppend umgesetzt, und gleichzeitig gehen immer weniger neue Aufträge ein“, sagt ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister. „Eigentlich hätte das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität zusätzlichen Spielraum eröffnen sollen.“ 
 
Der Straßenbau ist stark von der Nachfrage der öffentlichen Hand abhängig und der Sanierungsbedarf ist hoch. „Dennoch erhält der Straßenbau im Sondervermögen nicht die nötige Priorität. Viele Kommunen stehen unter erheblichem Haushaltsdruck. Auch beim Bund konkurriert der Straßenbau mit anderen Aufgabenfeldern“, erklärt Dorffmeister. Hinzu kommt, dass die Preise für Straßenbauleistungen in den vergangenen fünf Jahren um 46 Prozent gestiegen sind. Und im zweiten Quartal 2026 berichteten die Firmen wieder deutlich öfter von steigenden Preisen. „Der Irankrieg wird die reale Entwicklung des ohnehin schwächelnden Straßenbaus weiter bremsen“, sagt Dorffmeister.  

Im Juni meldeten die Unternehmen im Straßenbau, dass ihre Auftragsbestände für etwa 3,4 Monate ausreichen. Im langfristigen Durchschnitt sind es 2,6 Monate. „Doch seit 2022 sind sie mit ihrer Auftragslage zunehmend unzufrieden: Viele Aufträge kommen nicht in Gang und Neuaufträge fehlen“, erklärt Dorffmeister. Im Juni klagten 38,7 Prozent über Auftragsmangel – im langfristigen Mittel waren es 26 Prozent. Materialmangel spielt dagegen kaum eine Rolle: nur 4,5 Prozent der Unternehmen fehlten wichtige Baustoffe, nach 5,9 Prozent im Mai.  

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Politik

Der deutsche Haushalt für 2027

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Berlin 06.07.2026

– Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gab bekannt, dass die Bundesregierung in ihrer Sitzung am Montag seinem Vorschlag zugestimmt hat, rund 555,4 Milliarden Euro für den Haushalt 2027 bereitzustellen, also 5,9% mehr als Bundeshaushal 2026.

Klingbeil erklärte dazu: 

„Wir wollen, dass Deutschland ein starkes und krisenfestes Land ist. Deshalb sind die Prioritäten im Bundeshaushalt für 2027 klar: Wir wollen unser Land wieder auf Wachstumskurs bringen und die Arbeitsplätze der Zukunft in Deutschland schaffen. Wir investieren in Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft ebenso wie in Sicherheit und Resilienz.

Foto: © PWO

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Politik

Bundesregierung vergibt Chance auf Wachstum und Zukunftsinvestitionen

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Berlin 06.07.2026.

– Aus Sicht des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) ist der heute vom Kabinett beschlossene Bundeshaushalt 2027 insbesondere mit Blick auf den Klima- und Transformationsfonds (KTF) eine absolute Enttäuschung und eine vertane Chance für Wachstum und mehr Zukunftsinvestitionen. Trotz zusätzlicher Verschuldung auf Rekordhöhe (über 200 Milliarden Euro Neuverschuldung) setzt der Bund aus Sicht der Kommunalwirtschaft zu wenige Impulse für die Modernisierung der Infrastruktur und die Transformation zur Klimaneutralität. Positiv bewertet der VKU hingegen die vorgesehene Stärkung der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW).

Dazu erklärt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing:

„Der Bundeshaushalt 2027 bleibt hinter den Erwartungen an einen echten Zukunftshaushalt zurück. Die Bundesregierung eröffnet sich mit 200 Milliarden Euro neuen Schulden erhebliche finanzielle Spielräume, nutzt diese aufgrund unzureichender Konsolidierungsbemühungen aber nicht konsequent für Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Das ist eine vertane Chance.“

Besonders kritisch sieht der VKU die geplante teilweise Umleitung von Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandel (ETS) in den Kernhaushalt. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bereits 2027 rund 2,7 Milliarden Euro aus den ETS-Erlösen nicht mehr dem Klima- und Transformationsfonds (KTF), sondern dem Bundeshaushalt zufließen. Gleichzeitig sollen Kürzungen bei Förderprogrammen die Einnahmeausfälle des KTF ausgleichen. Da helfen auch nicht die 10 Milliarden Euro Zuführung aus dem Sondervermögen: Angesichts der Zuführung aus dem KTF an den Kernhaushalt für konsumtive Zwecke werden auch diese Mittel zweckentfremdet.

„Der Klima- und Transformationsfonds wurde geschaffen, um zusätzliche Investitionen in Klimaschutz, Transformation und Infrastruktur zu finanzieren. Wenn nun Mittel aus dem Emissionshandel zum Stopfen von Haushaltslöchern im Kernhaushalt genutzt werden, verliert der KTF seine eigentliche Funktion. So verkommt der KTF zum Verschiebebahnhof für mangelnde Einsparbemühungen im Kernhaushalt.“, so Liebing. Er kritisiert: „Dies sind Taschenspielertricks, mit denen die Grundsätze von Haushaltsklarheit und Haushaltswahrheit ausgehebelt werden”.

Es klinge wie Hohn, wenn es in der Kabinettsvorlage heißt, mit den Kürzungen der Investitionsmittel im KTF werde „dessen finanzielle Situation verbessert”. Stattdessen verkommt er zum Steinbruch für mangelnde Konsolidierungsbemühungen. 

Aus Sicht des VKU sendet die Bundesregierung damit das falsche Signal. Die Herausforderungen bei der Transformation der Energie- und Wärmesysteme, beim Ausbau der Wasser- und Abwasserinfrastruktur sowie bei der Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen erforderten langfristig verlässliche und zusätzliche Investitionen. Hierfür wird der KTF gebraucht. Die Bundesregierung bekunde diese Notwendigkeiten selbst, werde dem aber mit diesem Haushaltsentwurf nicht gerecht.  

„Deutschland braucht mehr Investitionen in die Infrastruktur von morgen und nicht die Umwidmung von Mitteln innerhalb des Bundeshaushalts hin zu konsumtiven Zwecken. Wer Klimaneutralität, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit erreichen will, muss die verfügbaren Finanzmittel konsequent auf diese Ziele ausrichten.“

Sorge bereitet dem VKU zudem die Ankündigung pauschaler Kürzungen bei bislang noch nicht gebundenen Fördermitteln im KTF. Gerade für kommunale Unternehmen seien stabile und verlässliche Förderbedingungen entscheidend, um milliardenschwere Infrastrukturvorhaben anzustoßen und umzusetzen. Genau das sollte der KTF auch liefern.

Positiv bewertet der Verband dagegen den vorgesehenen Aufwuchs der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW).

„Die Stärkung der BEW ist ein wichtiges Signal für die Wärmewende, das wir konsequent eingefordert haben. Kommunale Unternehmen investieren bundesweit in den Um- und Ausbau klimaneutraler Wärmenetze. Diese Investitionen brauchen langfristige Planungssicherheit und eine verlässliche Förderkulisse, der Aufwuchs der Fördermittel kommt daher zur rechten Zeit und muss 2028 ff. weitergehen.“

Die Umlage der EU-Plastikabgabe auf die Hersteller wird vom VKU grundsätzlich begrüßt. Bei der konkreten Ausgestaltung ist jedoch darauf zu achten, dass tatsächlich eine Lenkungswirkung für weniger Verpackungsmüll und mehr Recycling entsteht.

Abschließend fordert der VKU den Bundestag auf, die parlamentarischen Beratungen zu nutzen, um die investiven Schwerpunkte des Haushalts nachzuschärfen.

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Wirtschaft

ifo Institut: Stimmung in der Autoindustrie verschlechtert

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München 03.07.2026

– Der Geschäftsklimaindex in der Automobilindustrie fiel im Juni auf minus 21,4 Punkte, von minus 20,7* Punkten im Mai. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter als im Vormonat. Gleichzeitig sehen sie den kommenden Monaten deutlich weniger pessimistisch entgegen. „Der Zick-Zack-Kurs, den wir bei der Stimmung in der Automobilbranche über das Jahr 2025 beobachten konnten, hat sich dieses Jahr bislang fortgesetzt“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Eine Stütze für die Branche liefert das Geschäft im Inland und im europäischen Ausland. Im Inland ist die Elektromobilität nach wie vor Wachstumstreiber, erklärt Wölfl. Von Januar bis Mai 2026 wurden in Deutschland knapp 284.000 rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit liegt der durchschnittliche Anteil von BEVs an allen Neuzulassungen bislang im Jahr 2026 bei knapp 24 Prozent. Von Januar bis Mai 2025 lag er bei 17 Prozent.

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Politik

ifo Institut: Mehr als zwei Drittel aller Sozialausgaben fließen in Rente und Gesundheit

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München 02.07.2026

– Rund 70 Prozent des deutschen Sozialbudgets fließt in Renten- und Gesundheitsausgaben. Dies zeigt eine neue Studie des ifo Instituts zur Entwicklung des Sozialbudgets in Deutschland von 1992 bis 2024. „Der Sozialstaat wächst vor allem strukturell durch den demografischen Wandel. Das geschieht vor allem zu Lasten der jungen Generation“, sagt ifo-Forscherin Lilly Fischer. 

Insgesamt ist das Sozialbudget in Deutschland seit 1992 preisbereinigt um knapp 60 Prozent gestiegen und entspricht im Jahr 2024 rund 31 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Im Jahr 1992 entsprach das Sozialbudget noch 26 Prozent der Wirtschaftsleistung. „Über 80 Prozent des Anstiegs bei den Sozialausgaben hängen mit den Funktionen Alter und Krankheit und damit der Alterung der Gesellschaft zusammen“, sagt ifo-Forscherin Emilie Höslinger. In Krisenjahren stieg die Sozialbudgetquote aufgrund wirtschaftlicher Schocks, in denen der Sozialstaat als automatischer Stabilisator diente. Nach den Krisenjahren folgte jeweils eine Phase der Stabilisierung. 

Steuerfinanzierte Förder- und Fürsorgesysteme wie Arbeitslosenunterstützung, Familienleistungen, Wohngeld oder Hilfen für Menschen mit Behinderung machen heute etwa 20 Prozent des Budgets aus. Die realen Ausgaben wuchsen im Zeitverlauf um fast 130 Prozent. Innerhalb der Förder- und Fürsorgesysteme sind die Ausgaben für Kinder und Jugendliche am stärksten gestiegen – um mehr als 140 Prozent. Damit trugen sie lediglich rund 17 Prozent zum Zuwachs des gesamten Sozialbudgets bei. Der Bereich Arbeitslosigkeit war im gesamten Zeitverlauf ein relevanter Ausgabenblock, tritt jedoch gegenüber den alters- und gesundheitsbezogenen Leistungen zunehmend in den Hintergrund. 

Die Studie stützt sich auf Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum deutschen Sozialbudget für den Zeitraum 1992 bis 2024. Das Sozialbudget umfasst dabei neben steuerfinanzierten Transfers und Versorgungsleistungen der Sozialversicherungen auch betriebliche (z. B. Betriebsrenten) und private Leistungen (z. B. Riester-Renten). Die Forschenden betrachten drei Kennzahlen: nominale Ausgaben, reale Ausgaben in Preisen von 2020 sowie die Sozialbudgetquote, also den Anteil des Sozialbudgets am Bruttoinlandsprodukt. 

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Politik

Alterssicherung von Selbstständigen

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Berlin 01.07.2026   

– Die Gesamtzahl der nicht obligatorisch versicherten Selbstständigen lässt sich nur näherungsweise bestimmen. Für 2021 wird die Zahl der nicht obligatorisch abgesicherten Selbstständigen im Haupterwerb auf rund 2,15 Millionen geschätzt, führt die Bundesregierung in einer Antwort (21/6666) auf eine Kleine Anfrage (21/6304) der Fraktion Die Linke aus. Detaillierte Informationen könnten dem Forschungsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit dem Titel „Selbstständige Erwerbstätigkeit in Deutschland“ entnommen werden, heißt es weiter. Die Zahl der Selbstständigen mit obligatorischer Alterssicherung wird in der Antwort mit 890 000 angegeben.

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Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima in der Chemie deutlich verbessert

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München 01.07.2026

– Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie hat sich im Juni kräftig verbessert. Der Geschäftsklimaindex stieg auf minus 17,8 Punkte, nach minus 29,0* Punkten im Mai. Die Unternehmen schätzten die Geschäftslage deutlich besser ein. Der Saldo stieg auf minus 2,9 Punkte nach minus 16,5* Punkten im Mai. Auch die Geschäftserwartungen hellten sich deutlich auf: von minus 40,7* auf minus 31,5 Punkte. „Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie profitiert von leichten Rückgängen bei den Preisen für Energie und einzelnen Vorprodukten nach der sich abzeichnenden Entspannung im Nahost-Konflikt“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Nach Einschätzung der ifo-Fachexpertin sorgt ein Sondereffekt im internationalen Handel für die besseren Zahlen: Aufgrund von Lieferausfällen aus dem Nahen Osten und dem besonders betroffenen Asien verlagert sich die Nachfrage nach chemischen Produkten zu deutschen Herstellern. Auch im Juni gingen gegenüber dem Vormonat mehr Aufträge bei den Unternehmen ein, die Produktion stabilisierte sich. Gleichzeitig hoffen die Chemieunternehmen auf mehr Exporte als im Vormonat, hier stieg der Saldo auf minus 4,8 Punkte nach minus 16,1* Punkten im Mai. Die Versorgung mit Vorprodukten bleibt jedoch angespannt. Die Mehrheit der Unternehmen plant für die nächsten Monate wieder mit steigenden Preisen. „Von einer nachhaltigen Trendwende kann noch keine Rede sein“, so Wolf. „Doch nach langer Zeit zeichnet sich erstmals wieder ein Hoffnungsschimmer ab.“

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Politik

ifo Institut: Tankrabatt nicht vollständig weitergegeben

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München 29.06.2026

– Der Tankrabatt hat die Autofahrer größtenteils erreicht, aber nicht vollständig. Das ergeben Berechnungen im Rahmen des ifo Tankrabatt-Trackers. So lagen die Preise in Deutschland bei Super E5 um 17 Cent, bei Super E10 um 16 Cent und bei Diesel um 12 Cent unter Vergleichswerten ausländischer Tankstellen ohne Tankrabatt (Stand: 26. Juni). „Damit wurde der Tankrabatt beim Superbenzin nahezu vollständig an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben, beim Diesel lag die Weitergabe bei rund 73 Prozent. Ohne den Tankrabatt hätte der Preis für den Liter Superbenzin noch den gesamten Juni hindurch im Tagesdurchschnitt wohl über 2 Euro gelegen“, sagt Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Finanzwissenschaft. 

Das Auslaufen des Tankrabatts zum 30. Juni bedeutet den ifo-Experten zufolge aber auch, dass Anfang Juli wieder mit steigenden Kraftstoffpreisen zu rechnen ist. „Wie hoch es geht, wird vor allem von der Entwicklung des Ölpreises abhängen. Da dieser zuletzt gesunken ist, haben auch die Kraftstoffpreise nachgegeben“, sagt Ramona Schmid, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifo Zentrum für Finanzwissenschaft.

Nach Ansicht der ifo-Forscher ist es richtig, dass die Bundesregierung den Tankrabatt auslaufen lässt. „Es war eine teure Maßnahme, die den Staat rund 1,6 Milliarden Euro gekostet hat. Die unvollständige Weitergabe beim Diesel bedeutet, dass ein Teil davon bei den Mineralölkonzernen gelandet ist“, so Christian Gréus, Doktorand am ifo Zentrum für Finanzwissenschaft. Sollte es zwischen den USA und dem Iran tatsächlich zu einer Einigung kommen, dürften sich die Kraftstoffpreise ohnehin wieder normalisieren. 

Der ifo Tankrabatt-Tracker wird an jedem Werktag auf Basis der Spritpreise vom Vortrag aktualisiert. Damit kann jede*r interessierte Bürger*in Tag für Tag nachvollziehen, ob der Tankrabatt die versprochene Wirkung entfaltet und die Spritpreise senkt. Auf der Webseite und im ifo Schnelldienst digital finden sich außerdem Informationen zu den verwendeten Daten und zu den Methoden, die die Wissenschaftler*innen für ihre Auswertung nutzen.

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Wirtschaft

ifo Institut: Unternehmen bauen vermehrt Stellen ab

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München 26.06.2026

– Die Unternehmen planen, wieder vermehrt Stellen abzubauen. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im Juni auf 92,3 Punkte, nach 93,9 Punkten im Mai. „Der Arbeitsmarkt bleibt schwach“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt.“ 

In der Industrie bleibt der Arbeitsmarkt angespannt. Zwar hat sich das Barometer leicht verbessert, dennoch überwiegen die Pläne zum Stellenabbau. Im Groß- und Einzelhandel nimmt der Personalabbau wieder stärker zu. Bei den Dienstleistern gab das Barometer deutlich nach. Besonders schwierig bleibt die Lage bei den Leiharbeitsfirmen sowie im Tourismus. Im Baugewerbe sind hingegen kaum Veränderungen geplant. Die Unternehmen wollen ihren Personalbestand weitgehend konstant halten.

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Politik

Maßnahmenstärkung von Frauen im touristischen Verkehrssektor

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Madrid 25.06.2026

– Ein neuer Bericht von UN Tourism und der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) belegt, dass Frauen im touristischen Verkehrssektor nach wie vor stark unterrepräsentiert sind – insbesondere in technischen Berufen, im Fahrdienst sowie in Führungspositionen.

Der heute veröffentlichte „Global Report on Women in Tourism Transport“ liefert erstmals weltweit vergleichbare, nach Geschlechtern aufgeschlüsselte Daten über Frauen, die im Personenverkehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft tätig sind. Der Bericht benennt die rechtlichen, kulturellen und strukturellen Barrieren, die Frauen den Zugang zu menschenwürdiger Arbeit, beruflichem Aufstieg und Führungspositionen erschweren.

Die Ergebnisse zeigen, dass der touristische Verkehrssektor weiterhin stark von Männern dominiert wird. In Ländern, für die Daten vorliegen, gilt: Frauen stellen 36 % der Beschäftigten in der Luftfahrt, aber nur 6 % der Piloten; Männer dominieren weiterhin technische Bereiche, das Cockpit sowie Führungspositionen.

96 % aller im touristischen Verkehr Beschäftigten sind im Personenverkehr zu Lande tätig, doch nur 3 % von ihnen sind Frauen. Im Personenverkehr zu Wasser liegt der Frauenanteil bei lediglich 12 %, wobei insbesondere in Management- und Technikpositionen große Lücken bestehen.

Sicherheit, sanitäre Einrichtungen und rechtlicher Schutz stellen weiterhin wesentliche Hürden dar. In jedem fünften Land fehlen nach wie vor gesetzliche Schutzmaßnahmen gegen Belästigung am Arbeitsplatz.

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Wirtschaft

Arbeitslosenzahl ein wenig gesunken

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Berlin 30.06.2026   

– Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Juni nur leicht gesunken. Sie ging im Vergleich zum Mai um 15.000 auf 2,936 Millionen zurück, teilte die Bundesagentur ‌für Arbeit (BA) mit. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.

Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, Mai 2026
0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt)
+0,2 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt)
-0,4 % zum Vorjahresmonat

Im Mai 2026 waren rund 45,68 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) blieb die Zahl der Erwerbstätigen damit saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert ( 7 000 Personen; 0,0 %). Von Mai 2025 bis April 2026 war sie gegenüber dem jeweiligen Vormonat durchschnittlich um 16 000 Personen gefallen.

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Wirtschaft

ifo Institut: Exporterwartungen leicht gestiegen

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München 25.06.2026

– Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich etwas verbessert. Die ifo Exporterwartungen stiegen im Juni auf minus 3,7 Punkte, nach minus 5,7 Punkten im Mai. „Die Exporteure sind noch skeptisch, ob die geopolitische Unsicherheit nachhaltig abnimmt,“ sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Zudem ist die internationale Konkurrenz weiterhin stark.“

Die Elektroindustrie ist optimistisch und rechnet mit einem deutlichen Anstieg ihrer Exporte. Auch die Getränkehersteller blicken zuversichtlicher auf das Auslandsgeschäft, während die Nahrungsmittelindustrie mit rückläufigen Auslandsumsätzen plant. In der Pharmabranche sowie bei den Herstellern von Glas und Keramik werden ebenfalls steigende Exporte erwartet, wenn auch in moderatem Umfang. In der Chemischen Industrie konnte der Einbruch aus dem Vormonat weitgehend ausgeglichen werden. Derzeit wird nur noch mit einem leichten Rückgang gerechnet. Schwieriger bleibt die Lage dagegen in der Automobilindustrie und der Metallbranche, die weiterhin von sinkenden Exporten ausgehen.

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Wirtschaft

Preise für Wohnimmobilien in 2026

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Wiesbaden 25.6.2026 

– Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 1. Quartal 2026 um durchschnittlich 1,4 % gegenüber dem 1. Quartal 2025 gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal erhöhten sich die Preise um 0,3 %. 

Preise entwickelten sich regional unterschiedlich

Für Eigentumswohnungen zahlten Käuferinnen und Käufer im 1. Quartal 2026 in dünn besiedelten ländlichen Kreisen 3,6 % mehr als im 1. Quartal 2025. In kreisfreien Großstädten außerhalb der TOP-7-Metropolen stiegen die Preise im Vorjahresvergleich um 2,9 %. In den sieben größten Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf) fiel der Preisanstieg mit +0,3 % geringer aus. In den dicht besiedelten ländlichen Kreisen wurde hingegen ein leichter Preisrückgang um 0,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal beobachtet.

Für Ein- und Zweifamilienhäuser war der Preisanstieg in den TOP-7-Metropolen mit +1,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal am stärksten, gefolgt von den kreisfreien Großstädten mit +1,2 %. In den dünn besiedelten ländlichen Kreisen hingegen zahlten Käuferinnen und Käufer für Ein- und Zweifamilienhäuser im Durchschnitt 0,8 % weniger als im 1. Quartal 2025.

Auch gegenüber dem Vorquartal sind die Preise für Wohnimmobilien in einigen Regionen gestiegen und in anderen gefallen. Eigentumswohnungen verzeichneten gegenüber dem 4. Quartal 2025 den größten Preisanstieg in städtischen Kreisen mit einem Plus von 0,9 %. Auch in den anderen Regionen wurden Wohnungen leicht teurer. Nur in den kreisfreien Großstädten gab es keine Preisveränderung und in den dicht besiedelten ländlichen Kreisen fielen die Preise für Wohnungen laut vorläufigen Zahlen um 2,3 %. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser fielen gegenüber dem 4. Quartal 2025 mit -0,8 % am stärksten in den dünn besiedelten ländlichen Kreisen. Der stärkste Anstieg wurde mit +0,6 % in den kreisfreien Großstädten beobachtet.

Mit der aktuellen Veröffentlichung wurde das Ergebnis des 4. Quartals 2025 für den bundesweiten Häuserpreisindex um 0,4 Prozentpunkte nach unten revidiert (vorläufiger Wert: +3,0 % zum 4. Quartal 2024, revidierter Wert: +2,6 %). Revisionen werden regelmäßig durchgeführt, um nachträgliche Meldungen zu berücksichtigen.

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Wirtschaft

Deutsches BIP wächst 2026 nur noch um 0,4 %

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Berlin 22.06.2026

Die Konjunktur schwächt sich weiter ab: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 von 1,0 % auf 0,4 % gesenkt. Auch in der Eurozone und weltweit hat sich das Wachstum verlangsamt. Industrie und Nachfrage verlieren an Dynamik. Ein entschlossenes Reformpaket ist dringend erforderlich, um Investitionen anzukurbeln und das Wachstum wiederzubeleben.

Die Wachstumsprognose des Bundesverbands der Deutschen Industrie spiegelt die aktuelle Lage wider: Für Deutschland wird 2026 nur noch ein Wachstum von 0,4 % erwartet, statt der zu Jahresbeginn prognostizierten 1 %. Für die Eurozone wurde die Prognose von 1,1 % auf 0,7 % reduziert.

Die Weltwirtschaft wird voraussichtlich nur um 2,9 % wachsen und damit deutlich unter ihrem langjährigen Durchschnitt.

Diese neuen Prognosen berücksichtigen das Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges sind jedoch weiterhin spürbar. [SA1.1] Ein umfassendes Reformpaket der Koalition könnte die Stimmung im Land verbessern. Vorsicht ist geboten; noch ist nichts sicher.

Die Lage der Industrie verschlechtert sich weiter: Die Produktion sank im ersten Quartal um 1,0 % gegenüber dem Vorquartal und um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Auftragseingänge schwächeln: Nach einem Rückgang im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal blieb die Nachfrage zu Beginn des zweiten Quartals schwach. Eine Erholung der Produktion wird nicht vor dem vierten Quartal erwartet, sofern keine weiteren Störungen auftreten.

Die Frage ist nun: Was brauchen wir, um unsere Stärken wieder auszubauen? Vor allem aber müssen wir unser Wachstumspotenzial steigern. Dies sollte der Leitgedanke für jede wirtschaftspolitische Entscheidung sein.

Die Situation ist klar: Was brauchen wir, um unsere Stärke zurückzugewinnen? Dies galt bereits bei Amtsantritt der Regierung im Mai 2025 und ist heute umso deutlicher. Wenn dies der Maßstab ist, müssen wir schlussfolgern, dass die Regierung ihre Ambitionen verloren hat. Teillösungen reichen nicht aus, und die Fortführung des Koalitionsvertrags genügt in der zunehmend komplexen Lage nicht mehr.

Was wir brauchen, ist ein umfassendes Reformpaket, das Investitionen ermöglicht und das Wachstum ankurbelt – kurzum, das die Wettbewerbsfähigkeit des Landes wiederherstellt.

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Wirtschaft

Über 1 Million Beschäftigte an Schulen

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Wiesbaden 22.06.2026

– Rund 5,5 Millionen Menschen in Deutschland waren zum Stichtag 30. Juni 2025 nach vorläufigen Ergebnissen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Tag des öffentlichen Dienstes am 23. Juni 2026 mitteilt, waren das 95 100 Beschäftigte oder 1,8 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit arbeiteten 2025 rund 12 % aller Erwerbstätigen in Deutschland im Staatsdienst. Hohe Zuwächse waren wie bereits in den Vorjahren vor allem bei den Schulen, Hochschulen und Kindertageseinrichtungen zu verzeichnen.

Mit über 1 Million Beschäftigten im Jahr 2025 sind die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen der personalstärkste Aufgabenbereich des öffentlichen Dienstes. Neben Lehrkräften sind hier auch kommunale Beschäftigte mit Schulträgeraufgaben erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Beschäftigten bei den Schulen um 19 000 oder 1,8 % auf 1 069 600. Dabei stieg die Zahl der angestellten Beschäftigten um 1 800 oder 0,5 % auf 356 900 und die Zahl der Beamtinnen und Beamten um 17 200 oder 2,5 % auf 712 700. Durch die Verbeamtung von Bestandslehrkräften kam es allein in Berlin zu einem starken Anstieg von Beamtinnen und Beamten an Schulen (+5 900), während die Zahl der angestellten Beschäftigten dort zurückging (-5 500).

Zahl der Erzieherinnen und Erzieher in 15 Jahren nahezu verdoppelt

Der seit Jahren anhaltende Personalzuwachs bei kommunalen Kindertageseinrichtungen setzte sich weiter fort: Ende Juni 2025 waren dort 298 000 Personen beschäftigt und damit 7 500 oder 2,6 % mehr als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs ist damit geringer als in den fünf Jahren zuvor, in denen es einen starken Zuwachs von durchschnittlich 11 500 Erzieherinnen und Erzieher pro Jahr gab. Langfristig betrachtet hat sich deren Zahl von 2010 bis 2025 fast verdoppelt (+96 % oder +4,6 % durchschnittlich pro Jahr).

Mehr Personal an Hochschulen

Das Personal an Hochschulen einschließlich Hochschulkliniken stieg binnen Jahresfrist um 13 900 Personen oder 2,2 %. Insgesamt waren Ende Juni 2025 im Hochschulbereich 651 300 Personen beschäftigt und damit 39 % mehr als 15 Jahre zuvor.

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Technik

ifo Präsident warnt vor existenzieller Abhängigkeit bei Künstlicher Intelligenz

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München 19.06.2026

– Nach Ansicht von ifo Präsident Clemens Fuest bedroht die Abhängigkeit von amerikanischen KI-Unternehmen Europas Wirtschaft existenziell. „Die Anordnung der US-Regierung, ausländischen Staatsangehörigen den Zugang zu den neuesten Modellen von Anthropic zu verwehren, zeigt erneut die Verwundbarkeit Europas. Hier sind kritische Sektoren wie Forschung, Industrie und Verteidigung betroffen, die Folgen solcher Abschaltungen können dramatisch sein.“

Europa kontrolliere nur einen Bruchteil der globalen KI-Infrastruktur, sei aber ein bedeutender Anwender. Während die USA etwa 75 Prozent der weltweiten Hochleistungs-Rechenkapazität für moderne KI beherrschen und China rund 15 Prozent, liege Europa mit weniger als 5 Prozent weit zurück. 

Um dieser existenziellen Bedrohung entgegenzuwirken, sind laut Fuest drei zentrale Aufgaben für Europa von höchster Dringlichkeit. Erstens müsse der Ausbau von Rechenzentren, Chipfabriken und Energieinfrastrukturen massiv beschleunigt und gefördert werden, Genehmigungsverfahren wären drastisch zu verkürzen. Zweitens sei es nötig, dafür schnell mehr Energie bereitzustellen, was die Reaktivierung stillgelegter Kraftwerke nötig machen könnte. Drittens bräuchte es eine kohärente EU-Strategie für den Ausbau der europäischen KI-Kapazitäten, verbunden mit einer Entschlackung bisheriger Regulierungen wie dem EU AI Act.

„Die KI-Revolution ist vermutlich ähnlich folgenreich wie die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts, sie schreitet nur deutlich schneller voran. Wenn die nationalen Regierungen und die EU nicht sofort entschlossen handeln, wird Europa aus dieser Revolution als großer Verlierer hervorgehen,“ sagt Fuest.

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