Wirtschaft
640.500 Neugründungen und 502.200 vollständige Gewerbeaufgaben
Wiesbaden 06.03.2026
– Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 130 100 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 7,6 % mehr Neugründungen größerer Betriebe als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der vollständigen Aufgaben von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung um 0,8 % auf rund 99.900. Damit blieb die Zahl größerer Betriebsgründungen auch 2025 wie in allen Jahren seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2003 höher als die Zahl der Betriebsaufgaben.
Die Gesamtzahl der Neugründungen von Gewerben war im Jahr 2025 mit rund 640 500 um 7,7 % höher als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg um 6,4 % auf rund 762 400. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.
Die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben war 2025 mit rund 502.200 um 0,2 % niedriger als im Jahr zuvor. Die Gesamtzahl der Gewerbeabmeldungen sank um 1,0 % auf rund 612.900. Neben Gewerbeaufgaben zählen dazu auch Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.
Welt
Erderwärmung seit 2015 deutlich beschleunigt
Potsdam 09.03.2026
– Die globale Erwärmung hat sich seit 2015 deutlich beschleunigt.
Das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das Forschungsteam berücksichtigt in der Untersuchung bekannte natürliche Einflüsse auf die globale Temperatur und weist die Beschleunigung des Erwärmungstrends erstmals statistisch signifikant nach.
Die ermittelte Erwärmungsrate lag in den vergangenen zehn Jahren je nach Datensatz um rund 0,35°C pro Jahrzehnt, verglichen mit knapp 0,2°C pro Jahrzehnt im Durchschnitt der Jahre 1970 bis 2015. Damit ist das jüngste Erwärmungstempo höher als in jedem vorherigen Jahrzehnt seit Beginn der Messungen im Jahr 1880.
„Wir können nun erstmals eine starke und statistisch signifikante Beschleunigung der Erderwärmung nach 2015 belegen,“ sagt Grant Foster, ein US-Statistikexperte und Co-Autor der Studie, die in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht wurde. „Entscheidend ist, dass wir aus den Messdaten bekannte, natürliche Schwankungen herausrechnen, sodass das zufällige ‚Rauschen‘ geringer wird und daher das langfristige Erwärmungssignal klarer hervortritt.“
Kurzfristige natürliche Schwankungen der globalen Temperatur, verursacht durch El Niño, Vulkanausbrüche und solare Zyklen, können Veränderungen der langfristigen Erwärmungsrate überlagern. In der Datenanalyse, die auf Messdaten basiert, arbeitet das Forschungsteam mit fünf großen etablierten, globalen Temperaturdatensätzen (NASA, NOAA, HadCRUT, Berkeley Earth, ERA5). „Die bereinigten Daten zeigen eine Beschleunigung der Erderwärmung seit 2015 mit einer statistischen Sicherheit von über 98 Prozent, konsistent in allen untersuchten Datensätzen und unabhängig von der gewählten Auswertungsmethode,“ erklärt Stefan Rahmstorf, PIK-Forscher und Leitautor der Studie.
Ursachen nicht untersucht
Die extrem warmen Jahre 2023 und 2024 werden nach der Korrektur für El Niño und das Sonnenmaximum kühler, bleiben aber die beiden wärmsten seit Beginn der Messungen. In allen Datensätzen setzt bereits ab 2013 oder 2014 die Beschleunigung ein. Um zu überprüfen, ob sich die Erwärmungsrate seit den 1970er Jahren verändert hat, nutzte das Forschungsteam zwei statistische Ansätze: eine quadratische Trendanalyse und ein stückweise lineares Modell, das statistisch objektiv ermittelt, wann sich die Erwärmungsrate verändert.
Die Studie hat nicht die konkreten Ursachen der beobachteten Beschleunigung untersucht. Klimamodelle zeigen jedoch, dass eine zunehmende Erwärmungsrate grundsätzlich im Rahmen der aktuellen Klimamodellierungen liegt, so das Autorenteam.
„Setzt sich die Erwärmungsrate der vergangenen zehn Jahre fort, würde das zu einem langfristigen Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze des Pariser Abkommens vor dem Jahr 2030 führen,“ sagt Stefan Rahmstorf. „Wie schnell sich die Erde weiter erwärmt, hängt letztlich davon ab, wie rasch wir die globalen CO₂-Emissionen aus fossilen Energien auf null reduzieren.“
Politik
Deutschen Rohöl aus dem Nahen Osten
Wiesbaden 09.03.2026
– Der Krieg im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf die weltweite Versorgung mit Rohöl. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stammten 6,1 % des im Jahr 2025 nach Deutschland eingeführten Rohöls aus dem Nahen Osten, genauer aus dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Israel. Das entspricht 4,6 Millionen Tonnen von 75,7 Millionen Tonnen Rohöl, die insgesamt nach Deutschland importiert wurden. Im Jahr 2020 lag der Anteil der Rohöl-Importe aus den Staaten dieser Region bei 4,4 % von insgesamt 84,7 Millionen Tonnen. Andere Staaten des Nahen Ostens wie Oman, Katar, Kuwait oder Iran lieferten 2025 kein Rohöl nach Deutschland.
Die Mitgliedstaaten der EU beziehen 13,0 % ihrer Rohöl-Importe aus dem Nahen Osten
Die 27 EU-Mitgliedstaaten importierten im Jahr 2025 laut EU-Statistikbehörde Eurostat insgesamt 429,3 Millionen Tonnen Rohöl, wovon 13,0 % (55,9 Millionen Tonnen) aus dem Nahen Osten stammten. Die wichtigsten Lieferländer der EU für Rohöl aus dem Nahen Osten waren 2025 Saudi-Arabien mit einem Anteil von 6,9 % (29,6 Millionen Tonnen) und der Irak mit 5,9 % (25,1 Millionen Tonnen).
Die meisten deutschen Rohöl-Importe kommen aus Norwegen
Wichtigster Rohöl-Lieferant für Deutschland ist Norwegen. 16,6 % der gesamten Rohöl-Einfuhren nach Deutschland kamen 2025 von dort. Das entspricht 12,5 Millionen Tonnen Rohöl. Danach folgten die Vereinigten Staaten mit einem Anteil von 16,4 % an den Rohöl-Einfuhren (12,4 Millionen Tonnen) und Libyen mit 13,8 % (10,4 Millionen Tonnen).
Irak wichtigster Rohöl-Lieferant Deutschlands aus dem Nahen Osten
Bedeutendstes Lieferland für Rohöl aus dem Nahen Osten nach Deutschland war 2025 der Irak mit einem Anteil von 4,2 % (3,1 Millionen Tonnen) am gesamten Rohöl-Import. Damit lag der Irak an siebter Stelle der wichtigsten Rohöl-Lieferanten für Deutschland. Aus dem Nahen Osten folgten die Vereinigten Arabischen Emirate mit 1,1 % (801 000 Tonnen) und Saudi-Arabien mit 0,8 % (642 000 Tonnen). Unter den Ländern im Nahen Osten hat insbesondere Saudi-Arabien seine Bedeutung für den Rohöl-Import nach Deutschland in den letzten Jahrzehnten verloren. Im Jahr 2020 kamen 2,3 % der Rohöl-Importe nach Deutschland aus Saudi-Arabien (1,9 Millionen Tonnen).
Rohöl-Importe Deutschlands binnen 20 Jahren um ein Drittel gesunken
Die deutsche Nachfrage nach Rohöl ist insgesamt in den letzten Jahren deutlich gesunken. Im Jahr 2025 wurden 75,7 Millionen Tonnen Rohöl für durchschnittlich 477 Euro pro Tonne nach Deutschland importiert. Das waren 10,6 % weniger als noch im Jahr 2020 mit 84,7 Millionen Tonnen. Im langfristigen Vergleich ist der Rückgang noch größer: 2025 wurde gut ein Drittel (33,9 %) weniger Rohöl nach Deutschland eingeführt als noch 2005.
Methodische Hinweise:
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Die Außenhandelsdaten für die EU beziehen sich auf den Außenhandel der 27 EU-Mitgliedstaaten mit Nicht-EU-Staaten (EU-Extrahandel). Der Handel der 27 EU-Mitgliedstaaten untereinander (EU-Intrahandel) wird dabei nicht mitbetrachtet.
Politik
Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand
Berlin 06.03.2026
Frischer Wind für den gemeinsamen Aktionsplan.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat gemeinsam mit nunmehr 50
beteiligten Organisationen aus Bundes- und Landesministerien, Wirtschaftsverbänden, Wissenschaft, Finanzinstituten und Frauennetzwerken die Plattform zur Stärkung von Frauen in Mittelstand, Handwerk, Gründungen und Start-ups weiter ausgebaut und strategisch geschärft.
Der Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ wurde thematisch neu aufgestellt. Die neuen Maßnahmen zielen darauf, mehr Mädchen und Frauen für den Schritt in die berufliche Selbständigkeit und für Unternehmensübernahmen zu gewinnen. Zugleich werdenUnternehmerinnen im Handwerk und außerhalb urbaner Zentren gezielt unterstützt. Damit entsteht ein kraftvolles Bündnis, das Potenziale hebt, Talente sichtbarer Macht und neue Perspektiven eröffnet. Die beteiligten Akteurinnen und Akteure setzen mit ihrem Engagement ein Signal für die Zukunftsund Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Die 41 bisherigen Netzwerkpartnerinnen und -partner führen ihr Engagement mit Nachdruck fort und entwickeln ihre Maßnahmen konsequent weiter. Zugleich wird die Initiative durch neun weitere leistungsstarke Organisationen verstärkt:
• Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
• Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg
• Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW
• Business Angels Deutschland (BAND)
• Deutscher Bauernverband (DBV)
• Deutscher LandFrauenverband (dlv)
• Investorinnen-Netzwerk für Gründerinnen „encourageventures“
• Verband deutscher Bürgschaftsbanken (VDB)
• Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD).
Gemeinsam bündeln sie Expertise, Reichweite und Erfahrung – für mehr Gründerinnengeist, mehr Nachfolgerinnen und mehr weibliche Führung im Mittelstand.
Der Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ wurde im Mai 2023 erstmals
veröffentlicht und hat sich seitdem als tragfähige Agenda für konkrete Fortschritte etabliert. Er verbindet politische Zielsetzung mit praktischer Umsetzung und schafft eine starke
Vernetzungsplattform für alle, die Frauen auf dem Weg in unternehmerische Verantwortung begleiten und stärken.
Politik
Einkommensteuerreformen entlasteten Steuerzahler um 15 Milliarden Euro trotz kalter Progression.
München 06.03.2026
– Die Politik hat Auswirkungen der kalten Progression in Deutschland zwischen 2019 und 2023 nicht nur ausgeglichen, sondern darüber hinaus entlastet. Dies zeigt eine neue Studie von EconPol Europe. „Insgesamt war der entlastende Effekt verschiedener Reformen der Einkommensteuer zwischen 2019 und 2023 größer als die Belastung durch die kalte Progression“, sagt ifo-Forscher Max Lay. „Die Entlastung für die Steuerzahler in Deutschland war rund 15 Milliarden Euro höher als bei einem reinen Ausgleich der kalten Progression.“
Der inflationsgetriebene Anstieg der nominalen Löhne hätte dazu geführt, dass viele Einkommensgruppen in einen höheren Steuertarif gerutscht wären. „Ohne Reformen bei der Einkommensteuer hätte die kalte Progression die Steuerzahler zwischen 2019 und 2023 um zusätzliche 50 Milliarden Euro belastet“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls. „Neben dem Inflationsausgleichsgesetz und dem Steuerentlastungspaket von 2022, hat vor allem die weitreichende Abschaffung des Solidaritätszuschlags von 2021 dazu beigetragen, dass die Belastung der kalten Progression mehr als ausgeglichen werden konnte.“
Insgesamt untersucht die Studie die Auswirkungen der kalten Progression sowie die politischen Gegenmaßnahmen in 21 europäischen Ländern. Neben Deutschland haben auch Luxemburg, Litauen, Österreich, Kroatien, Slowenien, Slowakei und Lettland die Auswirkungen der kalten Progression überkompensiert. Finnland, Irland, Frankreich, Portugal und Griechenland haben den Effekt weitgehend oder vollständig ausgeglichen. Zypern, Spanien, Malta, Italien, Estland, die Niederlande, Belgien und Ungarn haben die kalte Progression nur teilweise ausgeglichen. „Die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der kalten Progression in den betroffenen Ländern umfassten ein breites Spektrum. Sie reichten von einem an die Inflation gekoppelten Steuertarif bis hin zu neuen Abzügen oder Änderungen von Steuersätzen“, sagt Lay.
Anhand harmonisierter Mikrodaten dokumentiert die Studie die Effekte der sogenannten Kalten Progression für 21 europäische Länder. Zudem werden die Auswirkungen politischer Maßnahmen zum Ausgleich der kalten Progression der einzelnen Länder im Zeitraum von 2019 bis 2023 untersucht.
Berlin
Malediven: Offizielles Gastland der ITB Berlin 2027
Berlin 05.03.2026
Die Malediven sind 2027 offizielles Gastland der ITB Berlin und präsentieren der internationalen Reisebranche auf der weltweit führenden Tourismusmesse ihre Schönheit, Vielfalt und Gastfreundschaft aus dem Indischen Ozean.
Die Partnerschaft wurde während der ITB Berlin 2026 offiziell besiegelt: Ibrahim Shiuree, CEO and Managing Director of Visit Maldives (MMPRC) und Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin, unterzeichneten den Vertrag bei einem offiziellen Fototermin am Malediven-Stand in Halle 5.2. „Wir freuen uns sehr, dass die Malediven 10 Jahre nach ihrem ersten Auftritt erneut als Gastland der ITB Berlin im Rampenlicht stehen. Diese langjährige Partnerschaft unterstreicht die Bedeutung der ITB Berlin als globale Plattform und den hohen Stellenwert der Malediven in der internationalen Tourismusbranche. 2027 wollen wir die außergewöhnliche Schönheit und Vielfalt der Malediven präsentieren und gleichzeitig zeigen, wie Tourismus und Nachhaltigkeit erfolgreich Hand in Hand gehen“, erklärte Dr. Mario Tobias, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin.
Eine globale Bühne für ein außergewöhnliches Reiseziel
Mit über 1.000 Inseln, türkisblauen Lagunen, weißen Sandstränden und farbenprächtigen Korallenriffen zählen die Malediven zu den bekanntesten Fernreisezielen weltweit. Das Land steht für exklusive Resort-Erlebnisse, authentischen Inseltourismus und herzliche Gastfreundschaft.
Als Gastland der ITB Berlin 2027 werden die Malediven die gesamte Vielfalt ihres touristischen Angebots präsentieren: von Luxus- und Boutique-Resorts über Tauch- und Wassersporterlebnisse bis hin zu Wellness-Retreats und kulturellen Begegnungen. Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Bestandteil der Tourismusstrategie des Landes, mit zahlreichen Initiativen zum Schutz der Meeresökosysteme und zur Unterstützung der lokalen Gemeinschaften.
„Die ITB Berlin bietet uns die ideale Plattform, um die einzigartigen Angebote unserer Inseln Reisenden aus aller Welt zu präsentieren. Wir freuen uns darauf, die internationale Tourismusbranche in Berlin willkommen zu heißen und die Vielfalt, Qualität und Gastfreundschaft zu zeigen, die die Malediven als Reiseziel auszeichnen“, sagte Ibrahim Shiuree, CEO and Managing Director of Visit Maldives.
Nur wenige Wochen zuvor besuchte der Präsident der Malediven Berlin und wurde vom deutschen Bundespräsidenten empfangen. Dieser historische Besuch unterstrich die strategische Bedeutung des Inselstaates sowohl für Deutschland als auch für die internationale Gemeinschaft.
Visit Maldives Year 2027: Die Malediven der Welt präsentieren
Das Jahr 2027 wurde offiziell zum „Visit Maldives Year“ erklärt – einer bedeutenden nationalen Tourismusinitiative, die die Einzigartigkeit und Anziehungskraft der Malediven international in den Fokus rückt. Präsident Dr. Mohamed Muizzu betonte, dass die Kampagne das Engagement des Landes für nachhaltiges Wachstum, internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Stärkung des Tourismussektors als zentralen Wirtschaftsmotor unterstreicht. Im Rahmen der Initiative werden die Malediven durch eine Vielzahl globaler Marketingmaßnahmen, darunter die Teilnahme an internationalen Reisemessen, Roadshows und gezielte digitale Kampagnen, ihre atemberaubende Natur, kulturelle Vielfalt und erstklassige Gastfreundschaft Reisenden und Partnern weltweit präsentieren. So soll die Position der Malediven als eines der führenden Fernreiseziele weiter gefestigt werden.
Starke Präsenz auf der ITB Berlin 2027
Als Gastland werden die Malediven die offizielle Eröffnungsgala am 15. März 2027 auf dem Berliner Messegelände ausrichten und vom 16. bis 18. März ein insgesamt abwechslungsreiches Programm präsentieren. Alle Teilnehmer der ITB Berlin können sich auf einen imposanten Messestand, kulturelle Darbietungen, Networking-Events und Presseaktivitäten freuen, die die Malediven in der internationalen Tourismusbranche prominent positionieren.
Mit der Rolle als Gastland unterstreichen die Malediven ihr langjähriges Engagement auf der ITB Berlin und betonen die Bedeutung des deutschen und europäischen Marktes. Die ITB Berlin 2027 bietet ihnen die ideale Plattform, um Partnerschaften weiter zu stärken, neue Reisetrends zu inspirieren und die Malediven fest ins Rampenlicht der globalen Reisebranche zu rücken.
Foto: © ITB Berlin, Abdulla Ghiyas (Chairperson, Visit Maldives Corporation), Ibrahim Shiuree (CEO und Managing Director, Visit Maldives), Deborah Rothe (Direktorin der ITB Berlin), Dr. Mario Tobias (CEO der Messe Berlin), David Ruetz (Senior Vice President der Messe Berlin (v.l.n.r.)
Welt
Blockade der Straße von Hormus trifft Importe in die EU direkt und indirekt
München 05.03.2026
– Eine Blockade des Schiffsverkehrs wirkt neben den ausbleibenden Lieferungen von Öl, Gas und anderen Grundstoffen indirekt über die weltweiten Lieferketten auf die Handelsströme der EU. Das ergab eine aktuelle Analyse des ifo Instituts und von Econpol Europe. „Die Importe aus dem Iran und den angrenzenden Staaten, die über die Straße von Hormus nach Europa geliefert werden, machen einen vergleichsweise geringen Teil aller Importe aus. Anders sieht es aus, wenn man nur die Öl- und Gaslieferungen betrachtet. Risiken bergen überdies indirekte Effekte über globale Lieferketten“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft.
Nach den Berechnungen der Außenhandelsexperten liegt der Anteil der Importe aus Iran und den Nachbarstaaten, der über die Straße von Hormus in die EU geliefert wird, bei rund zwei Prozent der gesamten Extra-EU-Importe. Bei Rohöl- und Flüssiggas sind die Anteile mit 6,2 bzw. 8,7 Prozent dagegen deutlich höher. Neben diesen möglichen Lieferengpässen bei einer Blockade sieht Flach indirekte Risken: „Eine Blockade der Straße von Hormus könnte die Ölexporte der westlich der Meerenge gelegenen Golfstaaten stark einschränken. Auch wenn die direkten Auswirkungen für Europa nicht erheblich sind, stellen die indirekten Effekte durch steigende Ölpreise und Lieferkettenstörungen ein größeres Risiko für Europa dar.“
Wirtschaft
VKU kritisiert „Made in EU“-Pflicht: Energiewende würde teurer
Berlin 04.03.2026
– Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag für den Industrial Accelerator Act (IAA) in Brüssel vorgestellt, der die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft stärken soll. Neu ist eine „Made in EU“-Pflicht bei öffentlichen Vergaben und Förderprogrammen. Das kritisiert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Mit einer Made in EU-Pflicht bei öffentlichen Vergaben würde die Energiewende teurer und langsamer, das wäre weder im Interesse des Klimaschutzes noch der Wirtschaft.
„Eine „Made in EU“-Pflicht bei der öffentlichen Auftragsvergabe würde die Energiewende ausbremsen und die Energiepreise verteuern. Das würde vor allem der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft schaden, insbesondere dem Mittelstand. Dieser Effekt dürfte sich verstärken, weil zusätzlich für öffentliche Vergaben im Bereich der Energieversorgung eine “buy-kohlenstoffarm“-Vorgabe erlassen wird, um grüne Leitmärkte zu schaffen. Das Vorgaben-Doppelpack aus Buy European und Buy kohlenstoffarm verteuert die Beschaffung und damit die Energiewende. Echte europäische Leitmärkte erreichen wir nicht mit „Made in EU“-Pflichten, die nur für öffentliche Vergabeverfahren gelten, sondern mit sektorenübergreifenden „Made in EU“-Standards und gezielter Förderung für die europäische Produktion,“ so Ingbert Liebing, VKU-Hauptgeschäftsführer.
Wenn es für bestimmte Komponenten kaum europäische Anbieter gibt, wird erstens die Beschaffung teurer. Für Stadtwerke, die bis 2030 ohnehin einen Großteil der Investitionen von 721 Milliarden Euro für die Energiewende mobilisieren müssen, bedeutet das höhere Kosten für Netze und Erzeugungsanlagen - und das wiederum würde am Ende zu höheren Energiepreisen führen.
Politik
Ausschuss billigt Fondsrisikobegrenzungsgesetz
Berlin 04.03.2026
– Der Finanzausschuss hat am Mittwochmorgen den Entwurf des Fondsrisikobegrenzungsgesetzes (21/3510) mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen von AfD und Die Linke bei Enthaltung der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. Zuvor hatten die Koalitionsfraktionen noch Änderungen vorgenommen. Der Gesetzentwurf soll morgen Nachmittag in zweiter und dritter Lesung debattiert werden.
Vonseiten der CDU/CSU-Fraktion hieß es im Ausschuss, dass es sich um ein sehr technisches Gesetz handle mit überschaubaren politischen Folgen. Trotzdem sei es ein wichtiger Schritt bei dem Vorhaben, stärker privates Geld für Investitionen zu gewinnen und den europäischen Kapitalmarkt zu stärken.
Die AfD-Fraktion lobte, dass der Gesetzentwurf zwar durchaus begrüßenswerte Änderungen beinhalte und für Deregulierung sorge. Aber insgesamt kritisierte sie, dass Bürger mehr Geld in Energiesysteme und Infrastruktur investieren sollten. Stattdessen nannte sie die USA als Vorbild mit dem dortigen Abschied von der Klimaschutzpolitik.
Die SPD reagierte ablehnend auf die Forderung, dass mehr Geld in die USA fließen solle. Stattdessen wies sie darauf hin, dass mit dem Gesetz auch die europäische Spar- und Investmentunion vorangetrieben werde.
Vonseiten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde vor den Risiken im Bereich Private Credit gewarnt, also Krediten, die beispielsweise Fonds vergeben und die damit nicht mehr den Regularien des Bankensektors unterliegen. Gleichwohl wurde anerkannt, dass Private Credit Chancen für junge Unternehmen ohne Sicherheiten biete.
Die Fraktion Die Linke wandte sich gegen eine nationale Deregulierung. Sie warnte vor den Risiken für Kleinanleger, die in privaten Kreditfonds anlegen.
Politik
Besserer Schutz für Designs
Berlin 04.03.2026
Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf zur Umsetzung von EU-Recht
Das Designrecht soll modernisiert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Designschutzverfahren sollen effizienter und nutzerfreundlicher gestaltet werden Insbesondere sollen neue Designformen ausdrücklich anerkannt und ihre Anmeldung zum Designschutz erleichtert werden. Das sieht ein Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz vor, den das Bundeskabinett heute beschlossen hat. Mit dem Gesetzentwurf soll die europäische Designrichtlinie 1:1 in deutsches Recht umgesetzt werden.
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Stefanie Hubig erklärt dazu:
„Produktpiraterie im Designrecht darf kein erfolgreiches Geschäftsmodell sein. Deshalb modernisieren wir das Designrecht und machen es zukunftsfest auch für digitale und dynamische Designs. Denn einzigartiges, innovatives Design ist ein Erfolgsfaktor deutscher Produkte.“
Das Design eines Produkts ist oft entscheidend bei der Kaufentscheidung. Ein effektiver Schutz von Designs ist daher ein wesentlicher Faktor für Innovationen. Mit dem Gesetzentwurf soll das Designrecht modernisiert werden. Das Verfahren zur Anmeldung eines Designs soll nutzerfreundlicher gestaltet werden.
Eingetragene Designs schützen klassischerweise die Erscheinungsform von industriell oder handwerklich hergestellten Erzeugnissen. Durch neue Technologien können aber auch neue Arten von Designs entstehen. Als Design schutzfähig sind beispielsweise: die Gestaltung von Bekleidung, Möbeln, Fahrzeugen, Webseiten, virtuellen Figuren oder Gegenständen in Computerspielen und Logos.
Der Gesetzentwurf sieht insbesondere folgende Änderungen vor:
Anerkennung und Anmeldung digitaler Designs
Neue digitale Designformen wie dynamische und animierte Designs sollen ausdrücklich in das Designgesetz aufgenommen werden. Im digitalen Raum müssen Designs nicht mehr statisch sein. Benutzeroberflächen, Videospielfiguren oder virtuelle Landschaften können sich bewegen und ihre Erscheinungsform ändern. Digitale Designs sind auch jetzt schon schutzfähig. Es soll aber klargestellt werden, dass sich aus der Bewegung Merkmale ergeben können, die für den Designschutz relevant sind.
Daneben soll die Anmeldung von dynamischen und animierten Designs vereinfacht werden. Bei solchen Designs soll für die Darstellung nun auch ein Video eingereicht werden können. Bislang ging eine solche Anmeldung nur mittels einzelner Standbilder.
Verbot vorbereitender Handlungen für designverletzende 3D-Drucke
Durch neue Technologien ist es einfacher, Rechte zu verletzen. Beispielsweise können Designelemente durch 3D-Drucker nachgebaut werden. Daher enthält der Gesetzentwurf neue Schutzregeln für eingetragene Designs. Bereits Handlungen, die designverletzende 3D-Drucke vorbereiten, sollen künftig ausdrücklich verboten sein. Dazu zählt etwa das Herunterladen von Software, mit der das Design aufgezeichnet werden kann, um die Herstellung eines designverletzenden Erzeugnisses zu ermöglichen.
Schutz vor Produktpiraterie bei Durchfuhr durch Deutschland
Künftig sollen Designinhaber ihre Rechte besser durchsetzen können, denn Designinhaber sollen bereits die Durchfuhr von designverletzenden Erzeugnissen verbieten können. Diese Änderung dient dem Schutz vor Produktpiraterie. Eine vergleichbare Regelung gibt es bereits für Marken.
Ⓓ für geschützte Designs
Designinhaber sollen ihre Designs künftig als solche kennzeichnen können. Für geschützte Designs soll es ein eigenes Symbol geben: das umkreiste D Ⓓ – in Anlehnung an das © für Urheberrechte (Copyright) und ® für Marken (Registered Trademarks). So sollen Designinhaber auf den Designschutz aufmerksam und kenntlich machen können, dass es sich um das originale Design handelt.
Reparaturklausel für den Ersatzteilmarkt
Die bestehende Reparaturklausel für den Ersatzteilmarkt wird geringfügig angepasst, um die Vorgaben der europäischen Designrichtlinie umzusetzen. Diese sieht erstmals eine europaweit einheitliche Reparaturklausel vor. Damit soll der Ersatzteilmarkt europaweit liberalisiert werden. Formgebundene Ersatzteile (zum Beispiel Kotflügel) sollen zum Zwecke der Reparatur auch von anderen Herstellern als demjenigen des Originals erworben werden können – ohne dass der Originalhersteller dies unter Berufung auf sein Designrecht verhindern kann. Das deutsche Designgesetz kennt eine solche Regelung schon seit 2020; im Gesetzentwurf wird daher lediglich die Übergangsfrist auf 2032 statt bislang 2045 verkürzt. Davon dürften auch deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren.
Bürokratieabbau bei Verfahren vor dem DPMA
Einige Verfahren vor dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) sollen vereinfacht werden. Verfahren, die in der Praxis nicht genutzt werden, sollen gestrichen werden. So soll unnötige Bürokratie vermieden und sollen effizientere
Wirtschaft
ifo Institut: Geschäftsklima in der Autoindustrie hat sich im Februar verbessert
München 04.04.2026
– Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im Februar erneut verbessert. Der Indikator stieg auf minus 15,6 Punkte, von minus 19,1* Punkten im Januar. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich besser als im Vormonat; die Geschäftserwartungen fielen dagegen etwas schlechter aus. „Die Nachfrage aus dem EU-Raum – vor allem nach Elektrofahrzeugen – wirkt für die deutsche Autoindustrie weiterhin als stützende Kraft“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Die Auftragsbücher der Unternehmen füllen sich wieder stärker laut ifo Umfrage und für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen bessere Geschäfte im Ausland. Die ifo Exporterwartungen stiegen auf 10,8 Punkte, nach 8,5* Punkten im Januar. Die wachsende Beliebtheit von E-Autos dürfte der treibende Faktor sein. „Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Pkw mit reinem Elektroantrieb (BEV) hat zum 1. Januar 2026 erstmals die Marke von zwei Millionen Fahrzeugen überschritten“, sagt Wölfl. Das besagt die aktuelle Bestandszählung des Kraftfahrt-Bundesamtes. Nach den Zahlen der Außenhandelsstatistik hat die Autoindustrie in Deutschland außerdem im Laufe des Jahres 2025 mehr als 40 Milliarden Euro durch den weltweiten Export an Elektro-Pkw erwirtschaftet; das waren 6,5 Prozent mehr als 2024. Mehr als 50 Prozent der Exporte an Elektro-Pkw fielen dabei auf andere EU-Länder, allen voran die Niederlande, Belgien, Frankreich und Dänemark.
Berlin
Berlin – Always now-
Berlin 03.03.2026
– Vom 3. bis 5. März 2026 präsentiert sich Berlin gemeinsam mit Brandenburg und dem Flughafen BER sowie zahlreichen weiteren Partnern auf der ITB Berlin im Hub27 (Stand 304). Zum 60-jährigen Jubiläum der weltweit führenden Tourismusmesse setzt die Hauptstadt auf ein neues Stand-Design und vielfältige Themen: von international beachteten Kultur- und Show-Highlights bis hin Produkten aus Berliner Manufakturen.
Burkhard Kieker, visitBerlin-Geschäftsführer: „Glückwunsch, ITB, zu 60 Jahren. Kaum eine Messe steht so für Berlin und den Begriff von Freiheit, Toleranz und Verständigung wie die Tourismusbörse mit Besucherinnen und Besuchern aus fast allen Ländern der Welt. Die ITB als internationale Bühne hat geholfen, Berlin zu dem zu machen, was es ist: zu einer der Top-3-Städtedestinationen Europas.“
Sabine Wendt, visitBerlin-Geschäftsführerin: „Berlin begeistert in diesem Jahr mit zahlreichen Kulturhighlights, innovativen Show-Formaten und neuen touristischen Angeboten. Genau das zeigen wir auf der 60. ITB. Mit ‚Crafted in Berlin‘ geben wir außerdem lokalen Manufakturen aus den Berliner Bezirken eine internationale Bühne. Gleichzeitig setzen wir mit dem Projekt ‚Reisen für Alle‘ ein klares Zeichen für barrierefreien Tourismus. So präsentieren wir Berlin als weltoffene, nachhaltige und zukunftsorientierte Metropole.“
Jahreshighlights am Berlin-Stand
2026 steht Berlin erneut für außergewöhnliche Erlebnisse, internationale Ausstellungen und große Events. Die Partner am Messe-Stand geben einen Ausblick auf die kommenden Highlights. So rücken gleich zwei Museen die französische Kunst in den Fokus: Die Neue Nationalgalerie präsentiert vom 20. März bis 9. August eine Werkschau des Bildhauers Constantin Brancusi. Die Alte Nationalgalerie widmet dem Kunsthändler Paul Cassirer vom 22. Mai bis 27. September eine umfangreiche Sonderausstellung. Eine Vorschau auf die Teil-Wiedereröffnung des Pergamonmuseums mit dem berühmten Pergamonaltar im Frühjahr 2027 wird ebenfalls am Berlin-Stand geboten.
Mit der atemberaubenden Show „Alizé“ des Cirque du Soleil, die derzeit das Publikum im Theater am Potsdamer Platz begeistert, und der neuen Hit-Produktion „Blinded by Delight“ des Friedrichstadt-Palast sind zwei Show-Highlights auf der ITB präsent. Auf der Tourismusmesse richtet Berlin außerdem den Blick auf Ocean Berlin, einem neuen Meerespark, der in wenigen Monaten mit einem riesigen Aquarium, einem begehbaren Acrylglastunnel und sechs thematischen Erlebniswelten Besucherinnen und Besucher in eine faszinierende Unterwasserwelt einlädt.
Neben Museen wie dem Humboldt Forum und dem Samurai Museum sowie beliebten Attraktionen wie Madame Tussauds präsentieren sich auf der ITB auch Sightseeing-Anbieter und die Gärten der Welt, um die grüne Vielfalt Berlins zu zeigen.
„Crafted in Berlin“ – Produkte aus Berliner Manufakturen
Nach erfolgreichen Auftritten auf der ITB 2025 und auf der Grünen Woche Anfang Januar bringen Berliner Handwerksbetriebe und Manufakturen aus allen zwölf Bezirken im Rahmen von „Crafted in Berlin“ ihre kreativen und hochwertigen Produkte erneut auf die Tourismusmesse. Pünktlich zur ITB wurden drei Crafted in Berlin Manufakturen-Routen zusammengestellt, die Besucher:innen per QR-Code direkt am Messe-Stand oder alternativ unter visitberlin.de/de/crafted-in-berlin abrufen können.
Reisen für alle
Ein zentrales Anliegen von visitBerlin ist die Förderung eines barrierefreien Tourismus in Berlin. Auf der ITB informiert visitBerlin über das Thema Barrierefreiheit in Berlin und stellt konkrete Maßnahmen vor. So koordiniert visitBerlin unter anderem das Projekt „Reisen für Alle“, das Gästen verlässliche Informationen zu barrierefreien Angeboten wie Hotels, Museen und Attraktionen bereitstellt.
Nachhaltigkeit als Selbstverständnis
Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil des Berliner Messeauftritts. Das Catering am Gemeinschaftsstand arbeitet nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards und ist durch Sustainable Berlin zertifiziert. Werbemittel werden reduziert eingesetzt und nicht neu produziert. Die verwendeten Materialien am Stand sind teils recycelbar und werden nach der ITB zur Weiterverarbeitung an einen Dienstleister übergeben.
Foto: © visit Berlin
Berlin
ITB Berlin 2026: 60 Jahre internationale Plattform für Tourismus, Märkte und Innovation
Berlin 02.03.2026
– Zum 60-jährigen Jubiläum versammelt die weltweit führende B2B-Tourismusmesse vom 3. bis 5. März fast 6.000 Aussteller aus mehr als 160 Ländern und bestätigt damit ihre Rolle als zentraler Marktplatz für internationalen Austausch, wirtschaftliche Perspektiven und strategische Zukunftsfragen des Tourismus.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 hat sich die ITB Berlin von einer kleinen Fachmesse zu einer globalen Branchenplattform in strategisch bedeutenden Märkten entwickelt. Inzwischen umfasst das ITB-Portfolio fünf Veranstaltungen in Europa, Asien und Amerika und stärkt damit die internationale Vernetzung sowie die Geschäftsanbahnung entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette. Die Jubiläumsausgabe steht sinnbildlich für einen Tourismus, der Wachstum, Innovation und Verantwortung gemeinsam denkt – und globale Entwicklungen nicht ausblendet, sondern aktiv in den Dialog einbindet. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten steht die ITB Berlin im engen Austausch mit ihren internationalen Partnern und Ausstellern und bewertet fortlaufend die aktuelle Situation.
“Die ITB Berlin ist seit 60 Jahren der Ort, an dem die internationale Reiseindustrie zusammenkommt, um Märkte zu verstehen, Trends einzuordnen und konkrete Geschäfte zu machen. Hier entstehen Partnerschaften, werden Verträge angebahnt und strategische Allianzen geschlossen. Gerade in Zeiten globaler Herausforderungen braucht es Plattformen, die wirtschaftliche Stärke, Innovation und Verantwortung miteinander verbinden“, sagt Dr. Mario Tobias, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin.
Foto: © ITB Berlin
Wirtschaft
ifo Institut: Homeoffice-Anteil bleibt stabil bei knapp 25 Prozent
München 02.03.2026
– Im Februar haben 24,3 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause gearbeitet. Das geht aus der jüngsten ifo Konjunkturumfrage hervor. Im März 2021 wurde der Höchstwert mit 32,3 Prozent erreicht, im August 2024 der niedrigste mit 23,4 Prozent. „Seit 2022 arbeiten etwa ein Viertel aller Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice“, sagt ifo Forscher Jean-Victor Alipour. „Trotz deutlicher Unterschiede zwischen den Branchen bleibt die Homeoffice-Nutzung auch innerhalb der einzelnen Sektoren weitgehend konstant.“
Mit 34,9 Prozent verzeichnet die Dienstleistungsbranche den höchsten Homeoffice-Anteil. Darunter arbeiten die IT-Dienstleister besonders häufig im Homeoffice: 76,4 Prozent – und die Unternehmensberater mit einem Anteil von 67,6 Prozent. Im Verarbeitenden Gewerbe arbeiten 15,4 Prozent von zu Hause. Darunter am häufigsten in der Automobilindustrie (24,2 Prozent) und bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten (21,9 Prozent). Im Handel liegt die Quote branchenbedingt deutlich niedriger bei 12,6 Prozent (Großhandel: 17,3 Prozent; Einzelhandel: 5,9 Prozent). In der Baubranche ist die Quote am niedrigsten (4,5 Prozent). „Einzelne Firmen, die das Homeoffice stark einschränken, begründen noch keinen Trend. Das Homeoffice ist und bleibt etabliert“, sagt Alipour.
Politik
Deutschland und Kanada vertiefen Rohstoffzusammenarbeit
Berlin 27.02.2026
Staatssekretär Rouenhoff bricht zur PDAC nach Toronto auf.
Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie,
Stefan Rouenhoff, besucht diese Woche die Prospectors & Developers Association of CanadaKonferenz (PDAC) in Toronto, eine der größten Bergbau- und Rohstoffmessen weltweit. Dort trifft er Vertreter der kanadischen Regierung sowie Unternehmen beider Länder. Rouenhoff wird von einer rund 20-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet.
Staatssekretär Rouenhoff:
„Deutschland und Kanada sind seit vielen Jahren enge Partner – mehr noch: Wir sind Freunde mit gemeinsamen Werten in einer Welt, die immer stärker von Dominanzstreben und Protektionismus geprägt ist. Die richtige Antwort auf diese geopolitischen Entwicklungen sind verlässliche Partnerschaften. Als Industrienation sind wir in besonderer Weise auf eine resiliente Rohstoffversorgung angewiesen. Kanada verfügt über einen großen Rohstoffreichtum sowie über einen leistungsfähigen und nachhaltigen Bergbausektor. Die PDAC bietet eine ideale Plattform, um den Dialog weiter zu vertiefen.“
In Gesprächen mit hochrangigen Vertretern des kanadischen Ministeriums für natürliche
Ressourcen (NRCan), verschiedener Provinzregierungen sowie Unternehmen wird
Staatssekretär Rouenhoff für konkrete Maßnahmen zur vertieften Zusammenarbeit werben.
Zudem nimmt er am „German Day“ teil, der im Rahmen der deutsch-kanadischen
Rohstoffpartnerschaft vom Kompetenzzentrum Bergbau und Rohstoffe der AHK Kanada
gemeinsam mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) organisiert und vom
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt wird.
Politik
ifo Institut: Europäischer Wohnungsbau erholt sich – Deutschland bleibt zurück
München 27.02.2026
– Die Zahl der in Europa fertiggestellten Wohnungen steigt 2026 auf 1,47 Millionen Einheiten, nach 1,44 Millionen im Jahr 2025. Für 2027 wird ein weiteres Wachstum auf 1,58 Millionen Einheiten erwartet. 2028 werden es voraussichtlich 1,66 Millionen Einheiten sein. Dies zeigen Prognosen der Forschergruppe EUROCONSTRUCT, der das ifo Institut angehört. „Auch wenn in Europa wieder mehr Wohnungen gebaut werden, wird der Aufschwung in Deutschland dagegen erst verzögert einsetzen und nur moderat ausfallen“, sagt ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister.
Nach einem Rückgang auf 205.000 Wohnungen im Jahr 2025, fallen die Fertigstellungen in Deutschland 2026 zunächst weiter auf 185.000 Einheiten. 2027 steigt die Zahl wieder auf 205.000 und 2028 auf 215.000 Einheiten. 2028 wird die Fertigstellungszahl aber noch um 15 Prozent unter dem Wert von 2024 liegen. Pro 1.000 Einwohner werden in Deutschland 2028 etwa 2,6 Wohnungen fertiggestellt und damit deutlich weniger als im europäischen Mittel (3,4). „Auf dem deutschen Wohnungsmarkt liegen Projektkosten und Zahlungsbereitschaft in vielen Fällen weiter deutlich auseinander. Die zahlreichen Initiativen zur Kostensenkung und Verfahrensbeschleunigung konnten bislang nicht die gewünschte Wirkung entfalten“, sagt Dorffmeister.
Der europäische Wohnungsbau wird vor allem durch einige größere Länder belebt: Großbritannien erhöht seine Fertigstellungen von rund 161.000 (2025) auf 207.000 Wohnungen (2028), Frankreich von 272.000 auf 314.000 und Spanien von 95.000 auf 135.000 Einheiten. Besonders dynamisch entwickeln sich kleinere Länder wie Ungarn von rund 14.000 auf 27.000 Wohnungen, Irland von 34.000 auf 45.000 und Schweden von 32.000 auf 41.000 Einheiten im gleichen Zeitraum. „Die vielerorts angespannten Wohnungsmärkte dürften von diesem Zubau aber oftmals kaum profitieren“, sagt Dorffmeister.
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