Politik
Finanzkontrolle stärkt Strukturen für Opferschutz
Berlin 22.07.2026
– Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat ihre Strukturen zum Schutz potenzieller Opfer von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel nach Angaben der Bundesregierung „gezielt gestärkt“. Dazu sei die Funktion der Opferschutzkoordinatorinnen und Opferschutzkoordinatoren an den 41 Hauptzollämtern aufgewertet worden, heißt es in der Antwort (21/7153(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/6774(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Darin hatte die Fraktion Nachfragen zu einer früheren Antwort(Interner Link) (21/4667(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) gestellt.
Die Identifizierung möglicher Opfer bleibe jedoch schwierig. „Häufig erschweren Abhängigkeitsverhältnisse, Ängste vor Repressalien, sprachliche Barrieren sowie aufenthaltsrechtliche oder wirtschaftliche Unsicherheiten die Offenlegung entsprechender Sachverhalte“, schreibt die Bundesregierung. Nach Jahren aufgeschlüsselte Statistiken zur Zahl der von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit an Beratungsstellen übermittelten Hinweise oder zur Ausstellung von Bescheinigungen über die Bedenk- und Stabilisierungsfrist lägen nicht vor, heißt es weiter.