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Aktuelle Lage nach dem IKT-Vorfall im Landesnetz Berlin

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Berlin 04.09.2026

– Nach dem IKT-Vorfall im Landesnetz Berlin hat die Sicherheit des Landesnetzes, der Schutz der Beschäftigten im Land Berlin sowie der Berlinerinnen und Berliner höchste Priorität. Wie bereits mitgeteilt, hat sich eine Gruppe mit dem Namen Rhysida zu der Tat bekannt und behauptet, im Besitz von gestohlenen Daten im Umfang von 5,7 Terabyte zu sein. Seit vergangenen Freitag erpressen die mutmaßlichen Täter das Land Berlin und haben die gestohlenen Daten im Rahmen einer Versteigerung zum Kauf angeboten. Das Mindestgebot lag bei 30 Bitcoins, also ca. zwei Millionen Euro. Es ist nicht auszuschließen, dass die mutmaßlichen Täter am morgigen Freitag, den 4. September 2026, die von ihnen gestohlenen Daten veröffentlichen. Darunter können nach jetzigem Kenntnisstand auch personenbezogene Daten von Beschäftigten des Landes Berlin, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen sein.

Der Senat und die beiden betroffenen Senatsverwaltungen für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen arbeiten eng mit dem Landeskriminalamt Berlin (LKA), der Staatsanwaltschaft Berlin, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und weiteren Sicherheitsbehörden im Bund zusammen. Das LKA als auch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt haben jeweils sogenannte Besondere Aufbauorganisationen (BAO) eingerichtet, um die Kräfte zu den Ermittlungen, zur Analyse des Angriffs, zur Sicherung der Daten und zur Beratung der Beschäftigten zu bündeln. Darüber hinaus wurde eine Taskforce zwischen den beiden Senatsverwaltungen eingerichtet. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen koordiniert alle Maßnahmen über den eingesetzten Krisenstab, hat für die Bediensteten eine Ansprechstelle eingerichtet und bindet einen externen Vertrauensanwalt als Ansprechpartner in vertraulichen oder rechtlich relevanten Sachverhalten.

Es liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, dass das Landesnetz noch infiltriert ist. Die forensischen Untersuchungen dauern aber an. Gegenstand der Untersuchungen ist auch, ob möglicherweise weitere Daten abgeflossen sind. Auch der IKT-Notfallstab tagt bis auf Weiteres.

Sofern im Rahmen der Analyse der abgeflossenen Daten einzelne betroffene Personen identifiziert werden, werden diese risikobasiert, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und des Berliner Datenschutzgesetzes von den zuständigen Senatsverwaltungen informiert.

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