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Politik

Wildlife warnt vor Wildtier-Tourismus

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München 16.03.2026

– Selfies mit Faultieren, Elefantenbaden oder das Streicheln von Raubkatzen werden als „einmalige Urlaubserlebnisse“ vermarktet. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife warnt jedoch vor Wildtier-Tourismus: Es handle sich um ein milliardenschweres Geschäftsmodell, das vom Tierleid profitiert.

Direkter Kontakt zu Wildtieren ist kein Zeichen von Tierfreundlichkeit – sondern ein Warnsignal,” kritisiert Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Dahinter verbirgt sich ein milliardenschweres Geschäftsmodell, das vom Tierleid profitiert.” Neue Entwicklungen auf internationaler und nationaler Ebene verdeutlichten die Missstände im Wildtier-Tourismus. Um weltweit Verbesserungen für Wildtiere zu erzielen, brauche es endlich verbindliche Tierschutzstandards im Tourismus, so Pro Wildlife.

Tierwohl im Tourismus berücksichtigen

Der Druck auf die Reisebranche wächst: Ein aktueller Beschluss der IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur) kritisiert, dass touristische Angebote mit Wildtieren in Gefangenschaft Tierleid verursachen und Risiken für die biologische Vielfalt sowie die menschliche Gesundheit bergen. Pro Wildlife unterstützt die Forderung der IUCN an Unternehmen und Regierungen, den Tierschutz zukünftig in Leitlinien für nachhaltigen Tourismus sowie Zertifizierungssystemen zu berücksichtigen.

Selfies befeuern tödlichen Tierhandel

Ein Beispiel für die negativen Auswirkungen touristischer Attraktionen ist der illegale Fang von Faultieren in den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas – für „niedliche” Fotos mit Reisenden oder den Verkauf an Zoos. Die Bilanz sei verheerend, so Pro Wildlife. Die meisten Faultiere würde bereits während des Transports oder in den ersten Wochen ihrer Gefangenschaft sterben.

Auch einige deutsche Zoos befeuern den tödlichen Trend und bieten gegen Bezahlung „direkte Berührungen” der stressanfälligen Tiere an. Aufgrund der Bedrohungslage gelten seit März erstmals internationale Schutzbestimmungen, die den Handel mit Zweifinger-Faultieren zukünftig eindämmen sollen.

Neues Marketing, selbes Tierleid

Knapp 3.000 Elefanten werden allein in Thailands touristischen Einrichtungen gehalten. Viele von ihnen bieten noch immer Elefantenreiten an, aber weil dies zunehmend in der Kritik steht, werben die Betreiber nun mit vermeintlich „ethischen” Alternativen: Bade-Erlebnisse, Füttern und Pflegen – all dies weiterhin mit engem Körperkontakt.

„Diese Angebote sind Etikettenschwindel: Sie sind ebenfalls hochproblematisch, weil direkte Interaktionen mit Reisenden durch Gewaltanwendung erzwungen werden. Die Tiere leben in tierquälerischen Bedingungen, häufig fixiert an kurzen Ketten”, erklärt Pro Wildlife-Expertin Daniela Freyer.

Ein positives Signal komme hingegen aus Indonesien: Dort habe die Regierung aufgrund massiven Drucks von Tierschutzorganisationen das Reiten auf Elefanten landesweit verboten.

Profite mit Tierbabys

Tiger- und Löwenbabys werden laut Pro Wildlife im Alter von wenigen Wochen ihren Müttern entrissen, um sie Touristen zum Streicheln und für Selfies anzubieten. Die Tiere würden sediert, um sie „gefügig“ zu machen und Angriffe auf Besucher zu verhindern. Beengte Käfige, chronischer Stress sowie Inzucht förderten zudem Krankheitsausbrüche: Im Februar 2026 starben in Thailands „Tiger Kingdom Chiang Mai” 72 der 240 dort gehaltenen Tiger an einer Infektionskrankheit.

In Südafrika kritisiert Pro Wildlife ein besonders perfides Geschäftsmodell: Der „Lebenszyklus” beginne mit der Vermarktung von Löwenbabys als Kuschel- und Foto-Objekte. Manche landeten auch in unseriösen Freiwilligenprogrammen. Mit zunehmendem Alter würden die Löwen für Spaziergänge (Lion Walks) eingesetzt, bis sie schließlich in der sogenannten Gatterjagd in umzäunten Gebieten von zahlenden Trophäenjägern getötet werden. Selbst nach dem Tod werde noch Profit gemacht: Die Knochen würden für vermeintliche Wundermittel verkauft – eine zynische Verwertung von Tieren, die ihr ganzes Leben lang ausgebeutet wurden.

In Südafrika kündigte Ende Februar zumindest die Regierung der Provinz Mpumalanga an, die kommerzielle Löwenzucht zu verbieten. „Das ist ein wichtiger Schritt, um das Leid der Tiere für touristische Angebote zu beenden. Wir fordern ein Ende der Löwenzucht in ganz Südafrika,“ so die Pro Wildlife Sprecherin.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Pro Wildlife fordert die Tourismusbranche und Reisende zum Verzicht auf Angebote mit Wildtieren in Gefangenschaft auf. „Einige Branchenriesen, darunter Online-Plattformen wie GetYourGuide und TripAdvisor verdienen noch immer am Tierleid – das muss endlich ein Ende haben”, mahnt Daniela Freyer.

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Politik

Deutsch-Niederländische Gespräche

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Berlin16.03.2026

– Bundeskanzler Friedrich Merz und der niederländische Ministerpräsident Rob Retten  zeigten sich zufrieden mit der Entwicklung der Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern. Diese umfassen die Zusammenarbeit auf allen Ebenen, insbesondere im wirtschaftlichen und militärischen Bereich, sowie ihre Unterstützung für die Europäische Union und die NATO.

Merz erklärte, der Krieg im Nahen Osten müsse beendet werden, da die Gefahr bestehe, dass er sich auf alle Länder der Region ausbreite. Er äußerte die Hoffnung, dass die Gespräche zwischen der Hisbollah und Israel zu einer Deeskalation führen würden und dass Berlin, Den Haag und andere europäische Länder den Krieg im Iran auf ihrer bevorstehenden Konferenz erörtern und eine gemeinsame Position zu dem Konflikt einnehmen würden.

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Politik

Flüchtlingsdebatte in Deutschland

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 Berlin 16.03.2026 

– Es ist bezeichnend: In etwa 3500 Kilometer Entfernung von Berlin bricht ein Krieg aus – und deutsche Politiker machen sich große Sorgen. Weniger um die iranische Zivilbevölkerung, die bereits jetzt unzählige Tote zu beklagen hat. Sondern davor, dass sich Menschen aus dem Kriegsgebiet auf den Weg nach Deutschland – und damit in Sicherheit – machen könnten. Solidarität mit Menschen, denen israelische und US-amerikanische Bomben um die Ohren fliegen? Nicht mit uns!

Nach Lesart diverser Bundespolitiker könnten unter nach Deutschland Flüchtenden Anhänger des Regimes in Teheran sein, die – wie könnte es anders sein – dem rechtschaffenden Bürger bei uns nur auf der Tasche liegen wollen. Siegfried Walch ist ganz besonders, sagen wir: um unser aller Wohl besorgt. „Die Sicherheit in Deutschland muss zu jeder Zeit oberste Priorität haben“, erklärte der CSU-Mann. Damit auch ja kein Iraner heiligen deutschen Boden betreten kann, fordert Walch eine Abwicklung von Asylverfahren direkt an den EU-Außengrenzen. Andere Politiker aus dem Politikbetrieb in Berlin äußerten sich ähnlich. Selbst Friedrich Merz (CDU) sagte kürzlich: „Wir drängen darauf, dass die Eigenstaatlichkeit des Iran erhalten bleibt. Wir möchten kein syrisches Szenario erleben.“

Wir erinnern uns an den Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Als russische Bomben dort Wohnhäuser in diversen Städten getroffen hatten, war die Empörung zu Recht groß. Und die Bundesregierung war sich schnell einig, Menschen aus den Kriegsgebieten bei uns aufzunehmen. Ein humanistischer Akt, der richtiger nicht hätte sein können. Damals wurde nicht die Frage gestellt, ob Ukrainer ein Sicherheitsrisiko für Deutschland sein könnten. Oder dass sie nur den deutschen Sozialstaat ausnehmen wollen. In anderen EU-Staaten wie Polen war die Stimmung ähnlich migrantenfreundlich. Wenn aber fünf Afrikaner und drei Araber, Perser oder Türken um Asyl bitten, dann bricht die große Hysterie aus.

Wir sehen also: Für die Herrschenden gibt es gute und schlechte Flüchtlinge. Oder anders formuliert: Menschen, die zu uns passen, und Menschen, die es nicht tun. Und genau hier liegt das Problem. Denn ein Mensch ist ein Mensch – egal, wo er geboren wurde, wie er aussieht oder an welchen Gott, Heiden oder Heiligen er glaubt. Die Angst vor Krieg ist universell – so wie die Menschenrechte es auch sind. Dass deutsche Politiker das anders sehen, verrät sehr viel über ihr Menschenbild, das offensichtlich von Vorurteilen und Rassismus geprägt ist.

Nota bene: In Deutschland lebende Iranerinnen und Iraner sind einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft überdurchschnittlich gut in den Arbeitsmarkt integriert. Sie verdienen auch durchschnittlich gut. Das sollte man den Besorgten dieser Republik mal auf die Nase binden.

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Hilfsorganisationen im Südsudan zum Rückzug gezwungen

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Berlin 16.03.2026

– Die eskalierende Gewalt im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei hat Hilfsorganisationen zum Rückzug gezwungen, zu Massenvertreibungen geführt und Familien ohne Hilfe zurückgelassen, berichtet Save the Children. Seit Dezember seien im Bundesstaat Jonglei mehr als 280.000 Menschen vor den Kämpfen geflohen, mehr als die Hälfte davon Frauen und Kinder.

Die Kinderrechtsorganisation Save the Children musste diese Woche alle humanitären Einsätze in Akobo East – bisher ein Rückzugsort für Vertriebene in Jonglei – aussetzen und ihre Mitarbeitenden abziehen. Grund dafür waren die eskalierende Gewalt und die Anordnung des südsudanesischen Militärs vom 6. März, dass alle Zivilist*innen, Nichtregierungsorganisationen sowie Organisationen und Friedenstruppen der Vereinten Nationen den Bezirk Akobo verlassen müssten.

Zum Zeitpunkt des Rückzugs versorgte Save the Children rund 100.000 Kinder in der Stadt Akobo mit lebenswichtigen Gesundheits-, Ernährungs-, Bildungs-, Kinderschutz- sowie Wasser- und Sanitärdienstleistungen. Die Familien, von denen viele bereits mehrmals vertrieben wurden, seien nun auf sich allein gestellt und die Kinder der Gewalt ausgesetzt.

Vor allem Kinder gefährdet

„Die Unterbrechung der humanitären Hilfe birgt die Gefahr, dass sich die ohnehin schon kritische Lage im Bundesstaat Jonglei weiter verschärft“, sagt Chris Nyamandi, Länderdirektor von Save the Children im Südsudan. „Wir hören, dass viele Familien auf ihrer Flucht kaum Lebensmittel, sauberes Wasser oder Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Vor allem Kinder sind durch die Unterbrechung der Hilfsmaßnahmen einem erhöhten Risiko von Mangelernährung, Krankheiten und anderen Gefahren ausgesetzt. Der Schutz und die Sicherheit der Zivilbevölkerung müssen stets Vorrang haben, insbesondere in Gebieten, in denen sich der Konflikt zuspitzt.“

Bereits im vergangenen Monat musste Save the Children Hilfsmaßnahmen im nahegelegenen Walgak aussetzen, nachdem Bewaffnete ein Büro der Kinderrechtsorganisation geplündert und angezündet, ein Gesundheitszentrum zerstört und vier Fahrzeuge gestohlen hatten.

Der Konflikt im Südsudan hat sich seit Ende Dezember landesweit nach erneuten Kämpfen erheblich verschärft, insbesondere im östlichen Jonglei, wo auch Akobo liegt. Der größte südsudanesische Bundesstaat zählt zu den Regionen mit der höchsten Ernährungsunsicherheit im Land.

Save the Children fordert alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, das humanitäre Völkerrecht zu achten und Hilfsorganisationen einen sicheren und ungehinderten Zugang zu den betroffenen Gemeinden zu gewährleisten. Die Kinderrechtsorganisation betont nachdrücklich, dass Einschränkungen von humanitären Maßnahmen oder Zwangsumsiedlungen von Personal die Gefahr bergen, dass Tausende von schutzbedürftigen Menschen keinen Zugang zu lebenswichtiger Hilfe haben.

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Deutsch-Türkisches Fastenbrechen

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Berlin 16.03.2026

Die Deutsch-Türkische Wirtschaftsvereinigung (MUSIAD) veranstaltete am Freitag, den 13. März, unter der Schirmherrschaft von Berlins Regirinder Bürgermeister Kai Wegner ein Fastenbrechen  in Berlin. An der Veranstaltung nahmen prominente Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Wirtschaft, Kirche  und Wissenschaft sowie Botschafter verschiedener Länder teil.

Foto: © PWO

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Internationale Tag gegen Islamophobie

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Berlin 16.03.2026

Der 15. März ist der Internationale Tag gegen Islamophobie. Die Vereinten Nationen haben beschlossen, diesen Tag dem Kampf gegen Islamophobie zu widmen – nicht mit Waffen, sondern mit den besten Mitteln: dem Dialog durch Seminare und Diskussionen, die die Lügen entlarven, die von jenen verbreitet werden, die antiislamische Propaganda verbreiten und Hass gegen Muslime schüren.

Die Vereinten Nationen sowie das Büro für Internationale Religionsfreiheit im Auswärtigen Amt und im Bundesministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklung bestätigten, dass Muslime weltweit zu den am häufigsten von Rassismus betroffenen Gruppen gehören.

In Deutschland haben nicht nur ältere Menschen Schwierigkeiten, eine Anstellung zu finden, sondern Muslime werden auch allein aufgrund ihres Namens, der einen islamischen Ursprung hat, abgelehnt. Viele akademisch gebildete Musliminnen finden keine Arbeit, weil sie den Hidschab tragen.

Islamophobie ist Rassismus und eine abscheuliche Diskriminierung, die die Menschenrechte verletzt. Der Grund, warum die Vereinten Nationen diesen Tag dem Kampf gegen Islamophobie gewidmet haben, liegt im Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland am 15. März 2019, bei dem mehr als 51 Menschen ums Leben kamen.

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Berlin führt Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit ein

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Berlin 16.03.2026

Berlin führt den 15. März als Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit ein. Der Senat will den Gedenktag sichtbar machen und den Dialog mit Moscheegemeinden stärken.

Der 15. März wird künftig auch in Berlin als „Internationaler Tag gegen Islamfeindlichkeit“ begangen. Das Abgeordnetenhaus beschloss dies auf Antrag der Fraktionen von CDU und SPD. Der Beschluss wurde am 9. Dezember von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner unterzeichnet.

Der Senat ist damit aufgefordert, den von der UN-Vollversammlung anerkannten Gedenktag öffentlich zu thematisieren und sichtbar zu machen. Geplant ist unter anderem, verstärkt das Gespräch mit Berliner Moscheegemeinden zu suchen und sie bei Dialog- und Begegnungsveranstaltungen rund um den 15. März zu unterstützen.

Der Internationale Tag gegen Islamfeindlichkeit erinnert an den Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch am 15. März 2019, bei dem 51 Menschen aus islamfeindlichen Motiven ermordet wurden. Der Tag steht für Gedenken, Mahnung und internationale Solidarität mit Musliminnen und Muslimen, die weltweit von Diskriminierung und Gewalt betroffen sind.

Zum 15. März 2026 sollen zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützt werden, die mit Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit auf Islamfeindlichkeit aufmerksam machen. Zudem will die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung bis dahin ein Eckpunktepapier zur Prävention von Islamfeindlichkeit erarbeiten – gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie muslimischen Akteuren.

 „Was wäre Berlin ohne musli­mische Menschen, Menschen mit Einwan­de­rungs­ge­schichte und alle anderen Perso­nen­gruppen, die von Rassismus und Diskri­mi­nierung betroffen sind? Gehören nicht all diese Menschen auch selbst­ver­ständlich zu dieser Stadt? Sollte es dann nicht vielleicht in aller Interesse sein, antimus­li­mi­schen Rassismus zu bekämpfen? Dafür kann der 15. März Impulse geben. Es muss sich viel tun, damit Rassismus jeglicher Art nicht immer weiter zunimmt“

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Zustimmung zum Bau-Turbo unter Bedingungen

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Berlin 13.03.2026

– Gemeinden können ihre Zustimmung zur Nutzung des Bau-Turbos unter der Bedingung erteilen, dass sich Vorhabenträger zur Einhaltung bestimmter städtebaulicher Anforderungen verpflichten. Zudem stehe es den Gemeinden frei, ihre Zustimmung innerhalb der Frist zu verweigern, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/4608) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/4193) mit. Mit Abschluss eines städtebaulichen Vertrages könnten Gemeinden eventuell Bodenwertsteigerungen abschöpfen. Dies entspreche dem von vielen Kommunen auch im Bereich der Bauleitplanung angewandten Verfahren, schreibt die Bundesregierung.

Grundsätzlich stellt die Regierung in der Antwort fest, dass der bis zum 31. Dezember 2030 befristete Bau-Turbo für bestimmte Wohnbauvorhaben weitreichende Abweichungen vom Planungsrecht vorsehe. So werde die Aufstellung eines Bebauungsplans entbehrlich. „Der Bau-Turbo macht damit den Weg frei für mehr Tempo im Wohnungsbau und für mehr bezahlbaren Wohnraum“, heißt es in der Antwort. Durch den geringeren Planungsaufwand könne nicht nur schneller, sondern auch günstiger gebaut werden. Damit die Erleichterungen des Bau-Turbos zu Anwendung kommen könnten, bedürfe es in jedem Einzelfall der Zustimmung der Gemeinde. Die Gemeinde könne also entscheiden, ob das geplante Vorhaben mit ihren Vorstellungen von der städtebaulichen Entwicklung und Ordnung vereinbar sei. Somit bleibe die Planungshoheit der Gemeinde gewahrt.

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Änderung des Steuerberatungsgesetzes

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Berlin 13.3.2026

– Die bisherige Beschränkung der Erlaubnis zur unentgeltlichen Hilfeleistung in Steuersachen auf Angehörige soll aufgehoben werden. Dies sieht der von der Bundesregierung eingebrachte Entwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (21/4550) vor. Nach Ansicht der Bundesregierung berücksichtigt die starre Beschränkung auf Angehörige den gesellschaftlichen Wandel und das Vordringen alternativer Lebenskonzepte nicht, die an die Stelle traditioneller familiärer Bindungen getreten seien. Damit soll die unentgeltliche Hilfeleistung in Steuersachen im Regelfall zulässig werden. Durch die Neuregelung sollen auch „Tax Law Clinics“ an oder im Umfeld von Hochschulen zulässig werden. In „Tax Law Clinics“ sollen unter Anleitung besonders qualifizierter Personen Hilfeleistungen in Steuersachen angeboten werden. Damit sollen das ehrenamtliche Engagement und die Gewinnung von Nachwuchskräften gefördert werden.

Außerdem ist in dem Gesetzentwurf eine Modernisierung der Vorschriften über Lohnsteuerhilfevereine vorgesehen. Deren Beratungsbefugnis soll erweitert werden.

Der Gesetzentwurf enthält auch eine Änderung des Gewerbesteuergesetzes. Damit soll eine Anhebung des Mindesthebesatzes für die Gewerbesteuer auf 280 Prozent vorgenommen werden. Der Bundesrat verlangt in seiner Stellungnahme eine Reihe von Änderungen und Ergänzungen.

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Bündnis Zukunft der Industrie verabschiedet industriepolitisches Papier

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Berlin 13.03.2026

Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, sowie dem zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Jürgen Kerner, ein Papier zur Industriepolitik vorgestellt. Das Papier wurde in dieser Woche im Spitzengespräch des Bündnisses Zukunft der Industrie verabschiedet.

Das Bündnis Zukunft der Industrie (BZdI) ist ein Zusammenschluss von 19 Partnern aus Industrie- und Arbeitgeberverbänden, der DIHK sowie Gewerkschaften und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Das Papier beschreibt die aktuellen Herausforderungen für die deutsche Industrie und benennt aus Sicht der Beteiligten zentrale Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche:

„Deutschland steht an einem industriellen Wendepunkt. Unsere Industrie ist das Fundament unseres Wohlstands und das Rückgrat unserer Wertschöpfung – zugleich steht sie unter wachsendem Druck. Gerade deshalb brauchen wir jetzt Klarheit, Prioritäten und einen engen Schulterschluss von Politik, Unternehmen und Gewerkschaften, damit Deutschland auch künftig ein führender Industriestandort bleibt.“

BDI-Präsident Peter Leibinger:

„Angesichts der aktuellen geopolitischen Herausforderungen setzt das Bündnis „Zukunft der Industrie“ ein starkes Zeichen: Für Deutschlands und Europas Wohlstand und Sicherheit ist eine leistungsfähige Industrie unverzichtbar. Weniger Bürokratie, ein integrierter Binnenmarkt, wettbewerbsfähige Energiepreise sowie eine moderne Infrastruktur sind zentrale Voraussetzungen, damit Investitionen und industrielle Stärke entstehen können. Nur wenn diese Bedingungen erfüllt sind, können wir die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa nachhaltig stärken und verlässliche internationale Partnerschaften weiter ausbauen.“

Zweiter Vorsitzender der IG-Metall Jürgen Kerner:

„Es besteht große Einigkeit darüber, dass eine starke Industrie entscheidend für Wohlstand, gute Arbeitsplätze und den sozialen Zusammenhalt in unserem Land ist. Ebenso gibt es ein gemeinsames Verständnis in der Analyse der Probleme, der Ziele und der notwendigen Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen, damit industrielle Arbeitsplätze erhalten bleiben, neue hochwertige Jobs entstehen und wir wirtschaftlich wieder Fahrt aufnehmen. Das ist eine gute Nachricht für die vielen Beschäftigten, die sich große Sorgen um ihren Arbeitsplatz und ihre Zukunft machen.

Jetzt gilt es, schnell ins Handeln zu kommen – gemeinsam, pragmatisch und ohne ideologische Scheuklappen. Es sind bereits zu viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Wir brauchen jetzt schnell sichtbare Ergebnisse. Eine weitere Hängepartie können wir den Beschäftigten nicht zumuten.“

Das Bündnis Zukunft der Industrie hat ein gemeinsames industriepolitisches Papier verabschiedet. Ziel ist es, das industrielle Fundament Deutschlands zu sichern und die industrielle Stärke des Standorts weiter auszubauen.

Das Papier benennt fünf zentrale Handlungsfelder und beschreibt jeweils die wichtigsten Herausforderungen und Maßnahmen:

• Rahmenbedingungen verbessern und strukturelle Wachstumsschwäche überwinden
• Fachkräfte sichern und Qualifizierung stärken
• Innovationen fördern und Investitionen in Schlüsseltechnologien voranbringen
• Resilienz stärken sowie Rohstoffversorgung und Wirtschaftssicherheit verbessern
• Europa stärken und Außenwirtschaftsbeziehungen diversifizieren

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Politik

Deutschland wahrscheinlich wichtigstes Zielland bei Fluchtbewegungen

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Berlin 13.03.2026

– Sollte es infolge des Kriegs im Iran und im Libanon zu grenzüberschreitenden Fluchtbewegungen kommen, dürfte Deutschland das wichtigste Zielland sein. Kanada ist ein weiteres bevorzugtes Ziel, gefolgt von Großbritannien, der Türkei, Frankreich und Australien. Das ist das Ergebnis eines neuen Berichts der Rockwool Foundation Berlin (RFBerlin).

Deutschland ist das beliebteste Zielland für potenzielle Auswanderer aus dem Iran (28 Prozent nennen Deutschland als wahrscheinlichstes Zielland), gefolgt von Kanada mit 13 Prozent, der Türkei mit 10 Prozent, dem Vereinigten Königreich mit 6 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent. Bei Befragten aus dem Libanon liegt Kanada mit 16 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Deutschland mit 14 Prozent, Australien mit 11 Prozent, Frankreich mit 9 Prozent und den USA mit 8 Prozent. Diese Zahlen stammen aus dem Gallup World Poll, der im Jahr 2024 die beabsichtigten Zielländer erfasst hat.

Die Migrationsabsichten stimmen weitgehend mit den tatsächlichen Ansiedlungsmustern jüngerer Geflüchteter aus beiden Ländern überein. Bis Ende 2025 lebten 29 Prozent der iranischen Geflüchteten in Deutschland, gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 26 Prozent, Kanada mit 8 Prozent und Österreich mit 5 Prozent. Auch unter Geflüchteten aus dem Libanon liegt Deutschland mit 34 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Kanada mit 12 Prozent, Dänemark mit 10 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent. Diese Zahlen stammen vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR).

„Migrationsmuster bauen häufig auf bestehenden Verbindungen zwischen Herkunfts- und Zielländern auf“, sagt Christian Dustmann, Direktor von RFBerlin, Professor für Volkswirtschaftslehre am University College London und Mitautor der Studie. „Dies unterstreicht die Bedeutung von Diaspora-Netzwerken, die die Kosten und Risiken von Migration verringern.“

„Die geografische Verteilung der Migrationsabsichten spiegelt stark die geografische Verteilung bestehender Flüchtlingsgemeinschaften wider“, ergänzt Tommaso Frattini, stellvertretender Direktor des Centre for Research and Analysis of Migration (CReAM) bei RFBerlin, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mailand und Mitautor der Studie. „Das deutet darauf hin, dass Migration im Falle zunehmender Vertreibung in der aktuellen Krise wahrscheinlich den bereits bestehenden Migrationskorridoren folgen wird.“

Migrationsabsichten führen jedoch nicht automatisch zu tatsächlichen migrationsbewegungen. „Praktische Einschränkungen können die tatsächlichen Migrationsbewegungen insbesondere in den frühen Phasen einer Krise beeinflussen“, erklärt Professor Dustmann. „Weiter entfernte Ziele wie Kanada, Australien und die Vereinigten Staaten sind schwieriger zu erreichen. Es ist daher wahrscheinlich, dass Europa – und insbesondere Deutschland – zum wichtigsten Ziel möglicher Fluchtbewegungen wird“.

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Allianz für faire Fachkräftegewinnung

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Berlin 12.03.2026

Entwicklungsministerin Alabali Radovan startet Allianz für faire Fachkräftegewinnung mit deutscher Wirtschaft.

Die gemeinsame Initiative mit der Privatwirtschaft setzt auf einen dreifachen Gewinn – für den Wirtschaftsstandort Deutschland, für die Fachkräfte und für ihre Herkunftsländer. Dafür bündelt die Allianz das Know-how der Wirtschaft mit den Netzwerken der Entwicklungszusammenarbeit und schafft langfristig tragfähige Strukturen für die Fachkräftegewinnung. Gemeinsam arbeiten die Partner an verbesserten Ausbildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern und einer transparenten Rekrutierung.

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Deutschland braucht qualifizierte Fachkräfte. Die Rekrutierung aus Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika wird für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger. Mit vielen Ländern arbeiten wir bereits eng zusammen und unterstützen sie dabei, Fachkräfte auszubilden. Jetzt starten wir gemeinsam mit der deutschen Privatwirtschaft eine neue Fachkräfteallianz. Unser Ziel ist ein dreifacher Gewinn: für den Wirtschaftsstandort Deutschland, für die Menschen, die zu uns kommen, und für ihre Herkunftsländer.“

An der Fachkräfteallianz „WE‑Fair: Wirtschaft und Entwicklungspolitik für faire Fachkräftegewinnung“ beteiligen sich als Gründungsmitglieder unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und deutsche Unternehmen wie DHL, der Personaldienstleister Randstad und der Maschinenbauer Klein. Am heutigen Start der Initiative nehmen rund 120 Vertreter*innen von Unternehmen, Kammern und Verbänden, Diaspora-Organisationen und Gewerkschaften teil.

Mit der Fachkräfteallianz intensivieren das Entwicklungsministerium (BMZ) und die deutsche Wirtschaft ihre Zusammenarbeit für eine faire, geordnete und nachhaltige Fachkräftegewinnung. Davon profitieren die Fachkräfte selbst, ihre Herkunftsländer und Deutschland. Durch bessere, praxisnahe Ausbildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern und transparente Rekrutierungsverfahren können qualifizierte Fachkräfte gut vorbereitet nach Deutschland kommen und sich schneller in Betriebe und Gesellschaft integrieren. Gleichzeitig profitieren die Herkunftsländer von stärkeren Ausbildungsstrukturen und Wissenstransfers.

Innerhalb der Allianz bringt jeder Partner seine Stärken entsprechend ein. Die deutsche Entwicklungspolitik hat langjährige, verlässliche Netzwerke in Partnerländern. Unternehmen bringen ihr praktisches Know-how und ihre Erfahrungen in Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung sowie bei der Integration von Fachkräften ein. Kammern, Branchen- und Außenwirtschaftsverbände, Diaspora-Organisationen und Gewerkschaften bündeln Interessen und können bei der Gewinnung, Vorbereitung und Integration der internationalen Fachkräfte unterstützen und eine wichtige Brückenfunktion übernehmen. So entstehen wirtschaftlich tragfähige Strukturen.

Ein konkretes Beispiel ist Vietnam: Dort unterstützt Deutschland Programme, die die berufliche Bildung an deutschen Standards ausrichten und so das Ausbildungsniveau insgesamt stärken. Rund die Hälfte der Absolvent*innen dieser Programme arbeitet anschließend in einem Unternehmen in Deutschland. Auch in Ägypten fördert Deutschland seit mehreren Jahren eine umfassende Reform des Berufsbildungssystems, um es praxisnäher und international anschlussfähiger zu machen. Gemeinsam mit ägyptischen Partnern, der deutschen Privatwirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit entwickelt das BMZ in ausgewählten Berufsgruppen Standardverfahren, um Fachkräfte und Auszubildende auf eine Tätigkeit in Deutschland vorzubereiten und an Unternehmen zu vermitteln.

Die international ausgerichtete Fachkräfteallianz ist Teil des umfassenden Engagements der Bundesregierung zur Fachkräftesicherung. Als weiteren Baustein startet das Bundesarbeitsministerium (BMAS) sogenannte Regionale Fachkräftewerkstätte in Deutschland. Sie vernetzen wichtige Akteure vor Ort und fördern den Austausch. Die erste dieser Regionalen Fachkräftewerkstätten startet ebenfalls heute.

Foto: © PWO

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Politik

0,9 % mehr Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen

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Wiesbaden 12.03.2026

– Im Schuljahr 2025/2026 werden rund 11,5 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an Schulen des Gesundheitswesens in Deutschland unterrichtet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, sind das 0,7 % oder 84 300 Schülerinnen und Schüler mehr als im Schuljahr 2024/2025. Die Schülerzahl steigt damit im vierten Jahr in Folge. Der Anstieg der Schülerzahlen deckt sich mit dem Bevölkerungsanstieg: Ende des Jahres 2024 gab es 0,8 % mehr Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 19 Jahren als zum Ende des Vorjahres.

An den allgemeinbildenden Schulen stieg die Schülerzahl im Schuljahr 2025/2026 gegenüber dem Schuljahr 2024/2025 um 0,9 % auf rund 9 Millionen, wobei in fast allen Bundesländern mehr Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr unterrichtet wurden. Einzig Thüringen (-0,5 %), das Saarland (-0,3 %) und Berlin (-0,1 %) wiesen einen leichten Rückgang auf. Am stärksten stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Bayern (+2,9 % beziehungsweise 38 600 Schülerinnen und Schüler). Dies ist vor allem auf die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums und den dadurch unvollständigen Abiturjahrgang 2025 in Bayern zurückzuführen. Durch den Wechsel vom G8- zum G9-Modell bleiben die Schülerinnen und Schüler ein Schuljahr länger an den allgemeinbildenden Gymnasien. An den beruflichen Schulen sank die Zahl der Schülerinnen und Schüler geringfügig um 0,4 % auf 2,3 Millionen.

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Politik

Irankrieg verschärft humanitäre Krisen

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Berlin 12.03.2026

– Die Diakonie Katastrophenhilfe ist besorgt, dass der anhaltende Irankrieg immer mehr Menschen innerhalb des Irans zur Flucht zwingt und sich die humanitäre Lage im gesamten Nahen und Mittleren Osten verschlechtert. „Durch die gegenseitigen Angriffe drohen Fortschritte der vergangenen Monate bei der Versorgung Notleidender zunichte gemacht zu werden“, warnt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Die Gefechte zwischen Pakistan und Afghanistan scheinen dabei völlig aus dem Blick der internationalen Gemeinschaft zu geraten. Es droht eine regionale Destabilisierung mit unvorhersehbaren Folgen für die gesamte Region.“

Mit dem Beginn des Irankriegs sind die Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der islamistischen Hisbollah im Libanon eskaliert. Fast 700.000 Menschen sind dort laut UN-Angaben auf der Flucht. Viele syrische Flüchtlinge verlassen den Libanon und suchen Schutz in ihrem Heimatland. „Es ist eine Wahl zwischen Not und Elend. Syrien ist politisch instabil und hat die humanitäre Krise im Land längst nicht überwunden. Wenn nun Tausende Geflüchtete in Syrien ankommen, droht die Versorgung für viele Menschen zusammenzubrechen. Die Zivilbevölkerung in Syrien ist dringend auf internationale Unterstützung angewiesen“, sagt Martin Keßler. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet mit zwei Partnern in Syrien psychosoziale Unterstützung, saniert Wohnraum und fördert einkommensschaffende Maßnahmen.

Zahlreiche Übergänge nach Gaza sind seit mehr als einer Woche geschlossen, sodass weniger Hilfsgüter den stark zerstörten Küstenstreifen erreichen. „Wir rechnen mit weiter steigenden Preisen für Nahrungsmittel. Dies bedeutet, dass viele öffentliche Küchen weniger oder keine Mahlzeiten für die Familien zubereiten können. Der Hunger in Gaza wird wieder zunehmen, wenn die meisten Grenzübergange geschlossen bleiben“, so Keßler. Lokale Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe verbessern in Gaza den Zugang zu Trinkwasser und Nahrungsmitteln für rund 2.000 Familien. Weitere Familien erhalten Unterstützung, um Notunterkünfte auszubessern sowie Saatgut.

Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan

Unterdessen geht der bewaffnete Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan weiter, der seit Ende Februar vor allem auf afghanischer Seite bereits mehr als 100.000 Menschen vertrieben hat. Pakistan wirft den Taliban unter anderem Terroranschläge und politische Einmischung vor. Parallel setzt Pakistan die Ausweisung afghanischer Geflüchteter fort. Fast eine Million Afghan*innen mussten Pakistan im vergangenen Jahr verlassen.

„Wir erleben in der Region nicht nur kriegerische Auseinandersetzungen mit neuen Geflüchteten und vielen Todesopfern, sondern auch die anhaltende Ausweisung von Menschen, die Schutz vor Gewalt suchen und in diesen neuen Konflikt hineingetrieben werden“, kritisiert Martin Keßler. „Trotz des Irankriegs darf die internationale Gemeinschaft vor dieser Lage nicht die Augen verschließen. Sie muss dringend zwischen den Konfliktparteien vermitteln, um eine militärische Eskalation zu verhindern und die wachsende humanitäre Not einzudämmen.“ In der afghanischen Provinz Nangarhar stabilisieren Partner der Diakonie Katastrophenhilfe die Ernährungslage von rund 25.000 Geflüchteten und Rückkehrern. Rund 22 Millionen Menschen sind in Afghanistan auf humanitäre Hilfe angewiesen.

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Politik

Startschuss für Fachkräftesicherung

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Berlin 12.03.2026

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat heute gemeinsam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke die erste Regionale Fachkräftewerkstatt beim Flugzeugtriebwerkshersteller Rolls-Royce in Dahlewitz eröffnet. Das neue Dialogformat wird in den kommenden Monaten in mehreren Regionen fortgesetzt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nutzt den Diskurs mit Unternehmen, Vertretern der Länder und Arbeitsmarktakteuren in unterschiedlichen Arbeitsmarktregionen, um daraus politischen Handlungsbedarf und Handlungsempfehlungen zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland abzuleiten.

Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas: „Unser Ziel ist Wirtschaftswachstum und dafür braucht es hochqualifizierte Fachkräfte. Damit Fachkräftesicherung gelingt, müssen Wirtschaft, Politik und Beschäftigte an einem Strang ziehen. Die Arbeitsmarktpolitik schafft den Rahmen, der Motor der Fachkräftesicherung bleiben die Unternehmen und ihre Beschäftigten. Dabei gehen viele Unternehmen neue Wege und erarbeiten kreative Konzepte zur Fachkräftesicherung. Die guten Beispiele wollen wir mit unserer Fachkräftestrategie in die Fläche tragen, um die Wirtschaft bei der Fachkräftegewinnung zu unterstützen. Denn jeder kluge Kopf, jede helfende Hand, schafft Wachstum und Wohlstand und bringt unser Land voran.“

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Ich freue mich sehr, dass die erste Regionale Fachkräftewerkstatt des Bundesarbeitsministeriums bei uns in Brandenburg bei Rolls-Royce stattfindet. Hier hat das Thema Fachkräftegewinnung einen besonderen Stellenwert. Das Unternehmen kann mit seiner Strategie Vorbild sein – bei der Ausbildung und auch bei der Anwerbung von Arbeits- und Fachkräften aus dem In- und Ausland. Ich danke Bärbel Bas dafür, dass sie mit ihrem neuen Format der Fachkräftewerkstatt alle maßgeblichen Akteure zum Austausch über notwendige Strategien und deren Umsetzung zusammenholt.“

Dr. Dirk Geisinger, Rolls-Royce Deutschland, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Rolls-Royce beschäftigt hier in Deutschland rund 10.000 hochqualifizierte Fachkräfte und wir wollen weiter wachsen, darum investieren wir so viel wie nie in Deutschland und hier in Brandenburg. Um die offenen Stellen in Zukunft auch besetzen zu können, bedarf es aber der richtigen Weichenstellungen durch die Politik, weshalb uns der Austausch im Rahmen der ersten Regionalen Fachkräftewerkstatt sehr wichtig ist.“

Die branchen- und ressortübergreifende Fachkräftestrategie der Bundesregierung beschreibt seit 2022 fünf Handlungsfelder, in denen Potenziale für die Fachkräftegewinnung und -sicherung bestehen. Diese sind Ausbildung, Weiterbildung, Fachkräfteeinwanderung, Arbeitskultur sowie die Erwerbspersonenpotenziale, unter anderem von Frauen, Älteren oder von Menschen mit Behinderungen. Im Impulspapier des Bundesarbeitsministeriums zur Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie werden mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung sowie der Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Unternehmen und Arbeitsmarktakteuren zwei weitere Handlungsschwerpunkte hinzugefügt.

Die Ergebnisse der Regionalen Fachkräftewerkstätten werden in die Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie einfließen.

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Immer mehr Kinder sind Opfer des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten

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New York, Köln 12.03.2026

– Gut zehn Tage nach Beginn des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten ist die Lage für Millionen von Kindern in der gesamten Region katastrophal. Seit dem 28. Februar wurden mehr als 1.100 Kinder bei den Gewalttaten verletzt oder getötet. Darunter sind 200 Kinder, die Berichten zufolge im Iran getötet wurden, 91 im Libanon, vier in Israel und eines in Kuwait. Da die Gewalt eskaliert und sich ausbreitet, werden diese Zahlen wahrscheinlich noch steigen.

Durch die weitreichenden Beeinträchtigungen im Bildungsbereich können Millionen von Kindern in der gesamten Region nicht zur Schule gehen. Hunderttausende Kinder wurden durch unerbittliche Bombardierungen vertrieben. Zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen sowie Wasser- und Abwassersysteme, von denen Kinder zum Überleben abhängig sind, wurden von den Konfliktparteien angegriffen, beschädigt oder zerstört. Nichts rechtfertigt die Tötung und Verstümmelung von Kindern oder die Zerstörung und Beeinträchtigung lebenswichtiger Dienstleistungen, auf die Kinder angewiesen sind.

Schwere Verstöße gegen Kinder in bewaffneten Konflikten können Verstöße gegen das Völkerrecht darstellen, einschließlich des humanitären Völkerrechts und der internationalen Menschenrechtsnormen. UNICEF bekräftigt die Forderung des UN-Generalsekretärs an die Konfliktparteien, die Kämpfe zu beenden und diplomatische Verhandlungen aufzunehmen. UNICEF fordert die Konfliktparteien außerdem auf, bei der Wahl der Mittel und Methoden der Kriegsführung alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um Schäden für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten.

Die Kinder der Region – insgesamt 200 Millionen – zählen darauf, dass die Welt schnell handelt.

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