Politik
Status der Kerosin-Versorgung
Berlin 21.04.2026
– Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat heute gemeinsam mit dem Verkehrsministerium die Luftfahrtbranche, Raffineriebetreiber und andere Stakeholder zu einem virtuellen Treffen eingeladen.
Dazu ein Zitat von Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche:
„Die Versorgung mit Kerosin in Deutschland ist aktuell gesichert, Versorgungsengpässe bestehen nicht. Gleichzeitig gilt: der Markt ist angespannt – das zeigt sich auch am Preisniveau. Wir beobachten die Entwicklung engmaschig und behalten neben Treibstoffpreisen auch die Versorgungsstrukturen und die verfügbaren Raffineriekapazitäten im Blick. Dem diente auch unser heutiges Treffen mit der Luftfahrt- und der Mineralölwirtschaft, zu dem wir gemeinsam mit dem BMV eingeladen hatten.
Das heutige Treffen hat bestätigt: wir haben mit unserer diversifizierten Raffineriestruktur einen großen Vorteil gegenüber anderen Ländern, die Kerosin ausschließlich über Importe beziehen. Die Herausforderungen durch den Iran-Krieg haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, über eigene Produktionskapazitäten zu verfügen.
Ich danke allen Teilnehmern für den heutigen vertrauensvollen Austausch. Mit Blick auf die angespannte Marktlage ist es mir ein besonderes Anliegen, mit Produzenten und Nachfragern in einem engen Austausch zu stehen. Sollte sich die Versorgungslage bei Kerosin aufgrund anhaltender Spannungen in der Golfregion verschärfen, werden wir in der Runde gegebenenfalls über erforderliche Maßnahmen beraten.“
Bundesminister für Verkehr Patrick Schnieder:
„Wir haben uns heute gemeinsam mit Produzenten, Importeuren, dem Erdölbevorratungsverband, der Luftverkehrswirtschaft und der Verbraucherseite in Deutschland ein Bild von der Lage gemacht und nehmen die Herausforderungen sehr ernst. Unser Ziel ist klar: Der Flugbetrieb muss auch weiterhin stabil laufen. Sowohl Unternehmen als auch die Menschen sind auf verlässliche Lieferketten und internationale Konnektivität angewiesen. Wir müssen deshalb etwaige Engpässe bei Treibstoffen frühzeitig erkennen, um passgenaue Maßnahmen ergreifen zu können. Neben nationalen Anstrengungen werden wir diese Herausforderung und mögliche Lösungsoptionen insbesondere auch auf EU-Ebene erörtern.“