Wirtschaft
Status Bauhauptgewerbe 1 Halbjahr 2024
WIESBADEN – Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2024 gegenüber April 2024 kalender- und saisonbereinigt unverändert geblieben (0,0 %). Dabei entwickelten sich die Wirtschaftsbereiche sehr unterschiedlich: Während der Auftragseingang im Hochbau um 7,0 % stieg, ging er im Tiefbau um 5,9 % zurück
Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2023 nahm der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 1,1 % zu. Dabei stieg der Auftragseingang im Hochbau um 4,4 %, im Tiefbau nahm er dagegen um 1,8 % ab. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe lag um 1,0 % über dem Vorjahresniveau.
In den ersten fünf Monaten 2024 lagen die realen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe kalenderbereinigt um 1,6 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Nominal waren die Auftragseingänge um 2,8 % höher.
Umsatz leicht zurückgegangen
Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe nahm im Mai 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,5 % ab. Der nominale Umsatz ging im gleichen Zeitraum um 3,5 % auf 9,2 Milliarden Euro zurück. Dabei sank der Umsatz im Hochbau real um 11,6 % (nominal: -11,1 %), während er im Tiefbau um 3,9 % anstieg (nominal: +5,3 %).
In den ersten fünf Monaten 2024 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt um 1,3 %, nominal um 0,2 %.
Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen nahm im Mai 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 % ab.
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, Mai 2024
+0,0 % zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt)
+1,1 % zum Vorjahresmonat (real, kalenderbereinigt)
+1,0 % zum Vorjahresmonat (nominal)
Umsatz im Bauhauptgewerbe, Mai 2024
-4,5 % zum Vorjahresmonat (real)
-3,5 % zum Vorjahresmonat (nominal)
Berlin
Knödel, Käse und Cannoli: Die Aromen Südeuropas auf der Grünen Woche
21.01.2026
– Kaiserschmarrn aus Österreich, Raclette aus der Schweiz, sizilianische Oliven, französische Macarons und portugiesische Klassiker: Die Grüne Woche schmeckt nach Südeuropa – und nach Wohlfühlen.
Zwei Stunden bevor die ersten Gäste die Hallen der Grünen Woche betreten, wird auf der Christl Alm bereits geschäftig gewerkelt. Es gibt auch einiges zu tun im beliebten Restaurant am österreichischen Gemeinschaftsstand: Brötchen aufschneiden für Bratwurst, Leberkäs und Käsekrainer, Semmelknödel und Spinatknödel drehen, Salatdressing vorbereiten und – ganz wichtig – Das Fleisch in den Ofen schieben.
Vor dem Ansturm: Hochbetrieb auf der Christl Alm
„Es dauert etwa zwei Stunden, bis die erste Runde Schweinebraten fertig ist“, sagt Hannes Traunberger aus Linz, Chef der Christl Alm. Seit über zehn Jahren gehört das Restaurant mit den rot-weiß-karierten Tischdecken zu den Anziehungspunkten der World Tour der Grünen Woche. An über 50 Tischen verköstigen Hannes und sein 33-köpfiges Team die Besucherinnen und Besucher mit hausgemachten Marillenknödeln, Kaiserschmarrn und Riesengermknödeln, Kartoffelgröstl, Grillschinken und Schweinebraten „Viele kommen wegen des Schweinebratens oder der Speckknödel. Vor drei Jahren haben wir mit den Spinatknödeln etwas Neues mitgebracht und die werden geliebt“, sagt Hannes. Er mag die Atmosphäre in der südeuropäisch geprägten Halle 4.2: „Die Gäste sind gern und lange hier – und wir auch. Es ist einfach super mit der Schweiz, Italien und Frankreich“, sagt er.
Die süße und herzhafte Seite Siziliens
Wer den Blick durch die Halle schweifen lässt, sieht zunächst die farbenfrohen Macarons von Petit Paris, etwas weiter hinten stapeln sich in der Auslage grüne und schwarze Oliven aus Sizilien, gefüllt mit Mandeln oder Knoblauch, wahlweise mit oder ohne Kern, getrocknete Tomaten sowie Thunfisch aus dem Mittelmeer. Es ist der Stand von Giuseppe Farruggio und Corinn Gallo von La Qualita Autentica. Die Reise durch die Aromen Siziliens hat gerade begonnen, das sagt Corinn: „Wir haben noch einen zweiten Stand.“
Mit einem Lächeln weist sie in Richtung der Berge von kandierten Mandeln und Erdnüssen. In dunkle Schokolade gehüllte Orangen- und Zitronensticks liegen neben kunstvollen Schokoblöcken aus heller und dunkler Schokolade, veredelt mit Chili, Kaffeebohnen und der berühmten Pistazie aus Bronte – dem „grünen Gold“ Siziliens. Neben Torrone (karamellisierter Mandel- oder Pistazien-Nougat) Aragustina und Cannoli mit Vanille-, Schoko- oder Pistazienfüllung gibt es Schoko-Lollies in verspielten Formen wie Schmetterling, Hase, Teddybär oder Clown – und frische Erdbeeren und Bananen zum Genießen mit geschmolzener Schokolade direkt am Stand.
Schweizer Klassiker und ein Abstecher nach Portugal
Schokolade findet sich natürlich auch in der Schweiz, zum Beispiel bei Chocosuisse, dem Verband der Schweizer Schokoladenfabrikanten. Und was darf in der Schweiz nicht fehlen? Natürlich, Raclette. Die mit geschmolzenem Käse gefüllten Pfännchen haben bei uns in Deutschland zwischen Weihnachten und Silvester ihren großen Auftritt. Danach verschwindet der Raclette-Grill in meisten Haushalten wieder im Keller. Bei Raclette Suisse gilt: „Raclette geht immer!“ Und das zeigt sich auch an der langen Schlange am Stand. Hier wird der original Schweizer Raclettekäse mit dem typisch würzigen Aroma traditionell vom Laib geschabt (frönzösisch:„racler“) und mit oder ohne Schinken und Pfeffer auf dem Handbrot serviert.
Danach bietet sich ein kleiner Verdauungsspaziergang in die Halle 7.2c an, wo Galáxia Gulosa mit saftigen Bifana- oder Leitão-à-Bairrada-Sandwiches die herzhafte Seite der portugiesischen Küche präsentiert. Cremige Pastéis de Nata und kunstvoll gefertigte Doce Fino aus der Algarve bilden die süße Ergänzung.
Foto: Messe Berlin
Berlin
Zwischen Feld und Welt: Metropolregion Nürnberg will Welt-Agrarkulturerbe werden
21.01.2026
– Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region in Deutschland um den Titel Welt-Agrarkulturerbe und setzt sich damit für eine stadtnahe Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und mehr ein.
Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region Deutschlands um den Titel Welt-Agrarkulturerbe. Damit setzt sie ein Zeichen: für eine einzigartige, stadtnahe Landwirtschaft, nachhaltige Kreisläufe und Ernährungssicherheit. Vorgestellt wird der Antrag am Donnerstagnachmittag in Halle 23a. Im Fokus der Bewerbung steht eine außergewöhnlich vielfältige Agrarkultur, die seit Jahrhunderten in enger Verbindung mit den Städten der Region steht. Ob das Nürnberger Knoblauchsland, die traditionsreiche Karpfenteichwirtschaft im Aischgrund und in der Oberpfalz oder Streuobstwiesen, Hopfengärten und Weinberge in Franken – sie alle bilden ein einzigartiges, lebendiges Gesamtsystem. Rund 100.000 Menschen arbeiten in der Land- und Ernährungswirtschaft in Nordbayern. Sie versorgen Millionen Menschen mit regionalen Lebensmitteln und leisten zugleich einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaften, zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt.
Vorgestellt wird die Bewerbung am Donnerstag um 14 Uhr in einer Podiumsdiskussion in der Halle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Dabei informieren Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Vertreter und Vertreterinnen aus der Landwirtschaft über Inhalt und Stand des Antrags bei der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).
Kulturell und ökologisch ein Schatz
Der internationale Titel „Welt-Agrarkulturerbe“ wird von der FAO an landwirtschaftliche Systeme verliehen, die durch Tradition, ökologische Resilienz und kulturelle Bedeutung herausragen. Weltweit tragen ihn bisher 104 Landstriche – in Deutschland allerdings noch ein einziger. Mit ihrer Bewerbung möchte die Metropolregion Nürnberg diese Lücke schließen und ihre Agrarkultur international sichtbar machen. Die Auszeichnung bietet die Chance, ein starkes gesellschaftliches Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft zu schaffen. Ob die Metropolregion den Titel erhält, entscheidet die FAO im Laufe des Jahres.
Dabei geht es nicht um Nostalgie, sondern um die Zukunft. Landwirtschaftliche Traditionen wie Streuobstanbau, Weidetierhaltung oder Brennkunst stehen für Wissen, Handwerk und Innovationskraft. Ein begleitender Aktionsplan soll die regionale Wertschöpfung stärken, mehr Produkte aus der Region in öffentliche Einrichtungen bringen und durch Bildungs- und Erlebnisangebote das gesellschaftliche Wissen und Bewusstsein für die Leistungen regionaler Landwirtschaft entwickeln.
Nürnberg auf der Grünen Woche
Die Europäische Metropolregion Nürnberg präsentiert sich mit einem Stand in der Messehalle 23a vom BMLEH. Am Donnerstag um 14 Uhr wird auf der Bühne eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zwischen Feld und Welt – Metropolregion Nürnberg als Welt-Agrarkulturerbe“ abgehalten. Um 14:45 Uhr beginnt das anschließende Pressegespräch am Stand 314.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
SconeLabs gewinnt Startup-Days der Grünen Woche 2026
Berlin 22.01.2026
– Zehn Startups, viele Visionen für die Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung: Im Finale der Startup-Days auf der Grünen Woche setzt sich SconeLabs mit einer KI gegen Lebensmittelverschwendung durch.

Die Jury, Finalisten und der Gewinner der Startup-Days 2026.
Wie soll man einen trinkfertigen Matcha aus der Dose, einen E-Traktor und eine Künstliche Intelligenz, die den Verfall von Obst und Gemüse vorhersagt, vergleichen? Oder ein fermentiertes, zuckerfreies und veganes Instant-Gericht, das zu 100 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht, mit einem autonomen Feldroboter und der Proteinherstellung aus Mikroorganismen und Nebenströmen der Landwirtschaft?
So vielfältig, dass ein Preis kaum reicht: Zehn Startups im Wettbewerb
Dieser Aufgabe widmen sich die Juriorinnen und Juroren des Startup-Preises nun bereits im achten Jahr. Am Dienstag und Mittwoch stellten zehn Startups aus der Agtech- und Foodbranche in dreiminütigen Pitches ihre innovativen Ideen für die Ernährungs- und Landwirtschaft auf der Grüne-Woche-Bühne vor. Die Preisverleihung fand am Mittwochabend im Rahmen des Netzwerkabends der Partner auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs statt. Der Startup-Preis wird in Kooperation mit der Andreas-Hermes-Akademie und der Landwirtschaftlichen Rentenbank verliehen. Er beinhaltet ein Coachingpreisgeld von 1.000 Euro, die Teilnahme an einem Accelerator-Programm von der Rentenbank und eine kostenfrei Präsentationsfläche auf der Grünen Woche 2027.
„Startups bringen frischen Mut, Geschwindigkeit und Flexibilität in die Branche und die Projekte, die ich hier im Rahmen der Startup-Days gesehen habe, haben alle einen greifbaren Mehrwert“, sagte Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. „Wir haben zehn Pitches gesehen. Das war eine breite Welt an Überraschungen und bei allen Unternehmen sehen wir eine Perspektive“, sagte Jury-Sprecher Gerald Dohme vom Deutschen Bauernverband.
KI-gestützte Sensorik reduziert Verluste in der Lebensmittelkette
Am Ende überzeugte SconeLabs, die sich auf innovative Art dem Thema Lebensmittelverschwendung widmen: Gründer Nishit Agrawal und sein Team haben die Bedingungen in Lagerhallen als eines der größten Probleme ausgemacht. „Jeder kennt das Problem, dass man nicht weiß, wann eine Avocado reif und wann sie schlecht ist“, sagte er im Pitch. Das Problem gibt es in Lagerhallen auch, nur hat es einen weitaus größeren Effekt, als wenn man im Haushalt eine einzelne Avocado entsorgen muss. Das Berliner Technologieunternehmen hat eine Sensorik mit einer Künstlicher Intelligenz kombiniert, die Echtzeitdaten aus Lagerung und Produktion frischer Lebensmittel in verwertbare Erkenntnisse verwandelt. So können Risiken, Qualitätsverluste und Verderb frühzeitig erkannt werden, was Lebensmittelverschwendung verringert, und die Haltbarkeit optimiert.
„Ich kann mir nicht vorstellen, warum man das für sein Lager nicht haben wollen würde und eigentlich auch nicht, warum es das nicht schon längt gibt“, sagte Jury-Mitglied Jana Moritz von der Schwarz Gruppe.
Gesunde Fertiggerichte und neue Proteinquellen begeistern die Jury
Ähnliches gilt für Miss Mineva’s moderne, gesunde Alternative zu herkömmlichen Fertiggerichten. Auch MicroHarvest hat beeindruckt. Das Biotechnologie‑Unternehmen hat eine neue Art der Proteinproduktion entwickelt, die auf natürlichen Mikroorganismen basiert.
„Ich fände es schön, wenn wir drei Preise vergeben könnten“, hatte Jury-Mitglied Clement Tischer von der Rewe Group noch vor der Preisverleihung gesagt. Zum Glück geht es ja beim Startup-Preis nicht darum, dass nur eine Idee weiterverfolgt wird. „Wir haben in der Agrar- und Ernährungswirtschaft komplexe Herausforderungen, also brauchen wir auch viele Ideen“, sagte Nikola Steinbock von der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Im Rahmen des Netzwerkabends lud sie noch einmal explizit zum Austausch ein: für eine bessere Vernetzung zwischen Startups und der Landwirtschaft.
Fotos: © Messe Berlin
Wirtschaft
Digitalwirtschaft bleibt Stabilitätsanker: 245 Milliarden Euro Umsatz in 2026
- ITK-Markt wächst weiter: Bitkom erwartet ein Plus von 4,4 Prozent
- Treiber sind Software & Telekommunikations-Infrastruktur
Berlin, 22. Januar 2025
– Während viele Branchen mit schwacher Nachfrage ringen, zeigt sich die Digitalwirtschaft robust. Der Markt für IT und Telekommunikation (ITK) wächst 2026 voraussichtlich um 4,4 Prozent auf 245,1 Milliarden Euro – getragen vor allem von Software und digitalen Infrastrukturen. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 3,9 Prozent auf rund 235 Milliarden Euro zugelegt. Gleichzeitig legt auch die Beschäftigung in der Branche auf bereits hohem Niveau leicht zu: Die Zahl der Erwerbstätigen im ITK-Sektor soll im Jahr 2026 um rund 11.000 auf 1,36 Millionen steigen. Ende 2025 lag die Zahl der Stellen bei 1,349 Millionen. Die Digitalbranche baut damit ihre Rolle als größter industrieller Arbeitgeber vor dem Maschinenbau, der Elektro- und der Automobilindustrie weiter aus. „In Zeiten anhaltender Konjunkturschwäche, hoher Kosten und geopolitischer Spannungen zeigt sich die Digitalwirtschaft widerstandsfähig. Das aktuelle Wachstum in Markt und Beschäftigung ließe sich verdoppeln, würden die Rahmenbedingungen stimmen. 2026 muss zum Jahr des Durchbruchs in der Digitalpolitik werden“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Wir müssen weg von Überregulierung und Bürokratie, hin zu schnellen Genehmigungen, praxistauglichen Regeln und einer echten digitalen Verwaltung, die den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen dient, statt ihnen Nerven und Ressourcen zu rauben. Wer Digitalisierung will, muss sie möglich machen – bei Netzen und Rechenzentren ebenso wie bei Plattformen, Künstlicher Intelligenz oder in der Datenwirtschaft.“
Software-Umsätze wachsen um mehr als 10 Prozent
Das Wachstum der Digitalwirtschaft wird weiterhin von der Informationstechnik getragen – allen voran von Software. Für 2026 rechnet Bitkom in Deutschland mit einem IT-Umsatz von 170 Milliarden Euro, ein Plus von 5,8 Prozent. Besonders dynamisch entwickelt sich erneut das Software-Geschäft, das um 10,2 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro wächst. Ein wesentlicher Teil entfällt dabei auf Software für den Betrieb öffentlicher Clouds. Allein mit dieser Cloud-Software werden 2026 voraussichtlich 38,3 Milliarden Euro umgesetzt, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 16,4 Prozent. Künstliche Intelligenz gewinnt ebenfalls stark an Dynamik – wenngleich der KI-Markt bislang ein sehr viel kleineres Volumen hat: Die Umsätze mit KI-Plattformen steigen 2026 nach Bitkom-Berechnungen um 61 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, nachdem sie 2025 bereits um 62 Prozent gewachsen waren. Auch IT-Dienstleistungen legen zu (Umsatz: 54,3 Mrd. Euro, +3,5 Prozent); cloudbasierte Services machen hier mit 35,7 Milliarden Euro inzwischen rund zwei Drittel der Umsätze aus. „Cloud und KI verändern die Software- und Service-Märkte grundlegend und werden immer mehr zum Standard für Unternehmen aller Branchen“, sagt Bitkom-Präsident Wintergerst.
Auch der Markt für IT-Hardware entwickelt sich 2026 insgesamt positiv. Bitkom rechnet mit einem Umsatzwachstum von 3,9 Prozent auf 57,4 Milliarden Euro, getragen vor allem durch Investitionen in digitale Infrastrukturen. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt Infrastructure-as-a-Service – also gemietete Server-, Netzwerk- und Speicherkapazitäten. Dieser Bereich soll 2026 um 21,0 Prozent zulegen und damit erneut deutlich stärker wachsen als andere Segmente. Zuwächse verzeichnen zudem Workstations (plus 5,1 Prozent), Mobile PCs (plus 4,5 Prozent) sowie Server (plus 4,3 Prozent). Leicht rückläufig bleiben dagegen weiterhin Consumer Electronics (minus 3,2 Prozent) sowie Tablets (minus 3,5 Prozent). „Der Hardware-Markt profitiert vom Wandel hin zu Cloud- und KI-basierten Architekturen“, erläutert Wintergerst. „Besonders gefragt sind vor allem leistungsfähige Infrastrukturen und weniger einzelne Endgeräte.“
TK-Markt wächst auf über 75 Milliarden Euro
Für den Teilmarkt Telekommunikation prognostiziert Bitkom für 2026 ein Umsatzwachstum von 1,2 Prozent auf 75,1 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran haben weiterhin die Telekommunikationsdienste, deren Umsätze um 1,3 Prozent auf 54,1 Milliarden Euro steigen. Das Geschäft mit Endgeräten geht dagegen leicht zurück (minus 1,2 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro), da Smartphones zunehmend länger genutzt werden. Deutlich dynamischer entwickeln sich die Investitionen in die Telekommunikations-Infrastruktur, die um 4,6 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro zulegen. „Die Telekommunikationsnetze sind das Rückgrat der digitalen Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung. Nahezu alle Haushalte verfügen heute über 5G, und der Glasfaserausbau kommt mit großen Schritten voran“, so Wintergerst. „Um das aktuelle Ausbautempo halten zu können, brauchen die Netzbetreiber investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und schnellere Genehmigungsverfahren. Hier warten wir insbesondere auf die anstehende Novelle des Telekommunikationsgesetzes und hoffen, dass sie spürbare Erleichterungen bringt.“
Auch die Investitionen der ITK-Unternehmen in ihre eigene Ausstattung bleiben 2026 auf einem hohen Niveau. 22 Prozent der Unternehmen planen höhere Investitionen als im Vorjahr, 58 Prozent wollen ihre Ausgaben konstant halten. Damit sichert eine klare Mehrheit ihr Investitionsniveau des Vorjahrs. Die Mittel fließen vor allem in Software sowie in Forschung und Entwicklung, daneben auch in Ausrüstung und Gebäude.
Digitalbranche performt besser als die Gesamtwirtschaft
Trotz insgesamt positiver Umsatzentwicklung ist die Geschäftslage der einzelnen Unternehmen sehr uneinheitlich – das macht der Bitkom-ifo-Digitalindex deutlich, der sich aus der aktuellen Geschäftslage und den Geschäftserwartungen der Unternehmen berechnet. Zum Jahresende 2025 lag der Index mit minus 4,0 Punkten weiterhin unter der Nulllinie. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage noch leicht positiv bewerten (+1,7 Punkte), fallen die Geschäftserwartungen mit minus 9,4 Punkten deutlich verhaltener aus. Viele Unternehmen stehen damit weiter unter erheblichem Druck. Gleichzeitig zeigt sich die Branche widerstandsfähiger als die Gesamtwirtschaft: Der Bitkom-ifo-Digitalindex liegt weiterhin klar über dem ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland, der zuletzt bei minus 8,5 Punkten notierte.
Weltweit dominieren die USA
Weltweit wachsen die Umsätze mit IT und Telekommunikation 2026 der Prognose zufolge um 6,4 Prozent auf 5,7 Billionen Euro. Das stärkste Wachstum verzeichnen die USA mit einem Plus von 9,2 Prozent, gefolgt von China (+5,5 Prozent), der EU ohne Deutschland (+5,1 Prozent), Indien (+4,9 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+4,7 Prozent). Deutschland liegt mit einem Wachstum von 4,4 Prozent zwei Punkte unter dem globalen Durchschnitt, während Japan mit 1,1 Prozent abgeschlagen ist. 41 Prozent der weltweiten Ausgaben für ITK entfallen auf die USA, die ihre dominante Stellung damit auch gegenüber China weiter ausbauen. Mit deutlichem Abstand folgen China (11 Prozent) und Japan (4,4 Prozent). Deutschland erreicht einen Weltmarktanteil von 3,9 Prozent, das Vereinigte Königreich kommt auf 3,8 Prozent, Indien auf 2,4 Prozent. Auf die EU ohne Deutschland entfallen 11 Prozent des globalen ITK-Markts. Wintergerst: „Die Dynamik der Weltmärkte macht deutlich, dass Wachstum vor allem dort entsteht, wo Investitionen in digitale Infrastrukturen und neue Technologien erleichtert werden. Für Deutschland und Europa heißt das, die Investitionsbedingungen hier am Standort verbessern.“
Aus Bitkom-Sicht muss 2026 das Jahr des digitalen Durchbruchs werden. Die Digitalisierung biete die Chance, Wachstum zu schaffen, die staatliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen und den Standort Deutschland resilient und krisenfest zu machen. Voraussetzung dafür seien weniger Bürokratie, Smart Regulation statt Überregulierung und eine zügige Umsetzung bereits beschlossener Vorhaben. Dazu zählt für Bitkom insbesondere die Einführung der Eudi-Wallet als digitale Brieftasche in einem Jahr. „Die Eudi-Wallet ist die Grundvoraussetzung für den flächendeckenden Einsatz digitaler Identitäten, sichere digitale Geschäftsprozesse und Verwaltungsleistungen – und ist damit ein Schlüsselprojekt für Europa“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Wichtig sei außerdem, die Veröffentlichung der von der Koalition geplanten Rechenzentrumsstrategie inklusive Energiepreis-Entlastung für die energieintensive Digitalwirtschaft. Ebenso zentral seien der weitere schnelle Ausbau digitaler Infrastrukturen sowie die Entwicklung der Cloud- und KI-Infrastruktur. „Digitale Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität entscheiden darüber, ob Deutschland auch künftig wirtschaftlich erfolgreich und politisch handlungsfähig ist“, so Wintergerst.
Wirtschaft
Hohe Selbstständigenquote in Kulturberufen
Wiesbaden, Berlin 21.01.2026
– Im Jahr 2024 waren in Deutschland rund 1,3 Millionen Personen in Kulturberufen tätig – vom Kunsthandwerk bis zum Journalismus. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis des Mikrozensus mitteilt, entsprach das einem Anteil von rund 3 % an allen Erwerbstätigen. Gegenüber dem letztmaligen Berichtsjahr 2021, das stark durch die Corona-Pandemie geprägt war, nahm die Zahl der Erwerbstätigen in Kulturberufen um rund 6 % zu. Die Gesamtbeschäftigung stieg im gleichen Zeitraum um rund 4 %. Frauen stellten wie in den Vorjahren mit rund 52 % die Mehrheit der Erwerbstätigen in Kulturberufen.
Der Kulturbereich weist traditionell überdurchschnittlich hohe Selbstständigenquoten auf. Im Jahr 2024 lag der Anteil der Selbstständigen in Kulturberufen bei rund 33 % (2021: 34 %) und damit deutlich über dem Durchschnittswert aller Berufe von rund 9 %. Besonders hoch war die Selbstständigenquote im Bereich Kunsthandwerk und bildende Kunst (85 %) sowie in der Moderation und Unterhaltung (61 %). Deutlich geringer fiel der Anteil in den Bereichen Veranstaltungsservice und -management (17 %) sowie Redaktion und Journalismus (26 %) aus.
Ein Drittel der Erwerbstätigen verdient weniger als 1 500 Euro netto
Niedrige Einkommen sind im Kulturbereich überdurchschnittlich verbreitet: Rund 33 % der Erwerbstätigen in Kulturberufen erzielten 2024 ein monatliches Nettoeinkommen von unter 1 500 Euro, gegenüber rund 25 % bei allen Erwerbstätigen in Deutschland. Ein höheres monatliches Nettoeinkommen von mindestens 2 500 Euro erzielten 34 % der Erwerbstätigen in Kulturberufen, während es 39 % bei allen Erwerbstätigen in Deutschland waren.
Besonders häufig lagen die Einkommen im unteren Bereich unter 1 500 Euro netto in den Berufen Kunsthandwerk und bildende Kunst (57 %) sowie im Buch-, Kunst-, Antiquitäten- und Musikfachhandel (52 %). Höhere Einkommen von über 2 500 Euro netto erzielten dagegen Beschäftigte im Produkt- und Industriedesign (54 %) sowie in der Theater-, Film- und Fernsehproduktion (50 %).
Berlin und Hamburg mit den höchsten Anteilen an Kulturberufen
Mit rund 8 % hatte Berlin 2024 den höchsten Anteil der Erwerbstätigen in Kulturberufen an der Gesamterwerbstätigenzahl. Auch Hamburg lag mit rund 6 % deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 3 %. Betrachtet man die Verteilung auf die Bundesländer, so waren in den drei einwohnerstärksten Ländern Nordrhein-Westfalen (20 %), Bayern (16 %) und Baden-Württemberg (13 %) sowie im Stadtstaat Berlin (12 %) die meisten Kulturschaffenden zu finden. Sie vereinten zusammen rund 61 % aller Erwerbstätigen in Kulturberufen auf sich.
Wirtschaft
Import- Exportzahlen mit USA gesunken
– Infolge der Zollpolitik der US-Regierung haben sich die deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen im Jahr 2025 deutlich abgeschwächt. Von Januar bis November 2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von rund 135,8 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sanken die Exporte in die USA damit um 9,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Januar bis November 2024: 149,9 Milliarden Euro). Die Importe aus den USA stiegen dagegen um 2,2 % auf 86,9 Milliarden Euro.
Im Vergleich zum Warenhandel insgesamt entwickelte sich der Handel mit den USA sowohl exportseitig als auch importseitig unterdurchschnittlich: Mit einem Warenwert von 1 444,3 Milliarden Euro verzeichneten die deutschen Exporte insgesamt von Januar bis November 2025 nicht kalender- und saisonbereinigt ein leichtes Plus von 0,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die deutschen Importe insgesamt legten im selben Zeitraum nicht kalender- und saisonbereinigt um 4,2 % auf 1 260,8 Milliarden Euro zu.
Exportüberschuss im Handel mit den USA auf tiefstem Stand seit der Pandemie
Der Exportrückgang und das Importplus ließen den Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit den USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 auf 48,9 Milliarden Euro schrumpfen. Dies ist der niedrigste Wert für diesen Zeitraum seit dem Pandemiejahr 2021. Im Vorjahreszeitraum 2024 war der Überschuss noch auf einem Rekordhoch von 64,8 Milliarden Euro. Trotz dieses Rückgangs um 24,6 % blieben die USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 das Land, mit dem Deutschland den weltweit höchsten Handelsbilanzüberschuss erzielte.
Kraftwagen- und Maschinen-Exporte in die USA mit deutlichem Minus, Pharma-Exporte mit leichtem Plus
Die für Deutschland wichtigsten Exportbranchen verzeichneten im US-Geschäft 2025 zum Teil deutliche Einbußen. Wichtigste Exportgüter in die USA waren weiterhin Kraftwagen und Kraftwagenteile. Der Wert dieser Ausfuhren von Januar bis November 2025 sank jedoch um 17,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 26,9 Milliarden Euro. Ein leichtes Plus zeigte sich dagegen bei pharmazeutischen Erzeugnissen, deren Exporte in die USA im selben Zeitraum um 0,7 % auf 26,2 Milliarden Euro zunahmen. Der Export von Maschinen in die USA ging zurück: um 9,0 % auf 24,1 Milliarden Euro. Dahinter folgten die Exporte von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen in die USA mit einem Wert von 11,1 Milliarden Euro und einem Minus von 6,1 % gegenüber den ersten elf Monaten 2024. Die Exporte von elektrischen Ausrüstungen (9,8 Milliarden Euro, -0,6 %) und chemischen Erzeugnissen (8,1 Milliarden Euro, -14,2 %) waren ebenfalls rückläufig.
Deutschland importiert mehr Pharma-Produkte sowie Flugzeuge, Schiffe und Co. aus den USA
Bei den Importen aus den USA nach Deutschland spielten pharmazeutische Erzeugnisse die größte Rolle. Diese Warengruppe verzeichnete von Januar bis November 2025 einen Zuwachs von 8,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 13,7 Milliarden Euro. Zuwächse gab es im selben Zeitraum auch bei den Einfuhren sonstiger Fahrzeuge (11,2 Milliarden Euro, +26,5 %). Hierunter fallen vor allem Luft- und Raumfahrzeuge sowie Schienenfahrzeuge oder Schiffe. Gestiegen sind auch die Importe von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen (9,1 Milliarden Euro, +6,7 %). Dahinter folgten die rückläufigen Importe von Erdöl und Erdgas aus den USA (8,6 Milliarden Euro, -13,5 %) sowie die von chemischen Erzeugnissen (7,1 Milliarden Euro, -1,7 %) und Maschinen (6,3 Milliarden Euro, -0,7 %).
USA von China als wichtigster Handelspartner Deutschlands abgelöst
Wegen der geringeren Exporte aus Deutschland verloren die USA ihre im Jahr 2024 gewonnene Position als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder an China – gemessen am Gesamtwert aller Exporte und Importe. So lag der Außenhandelsumsatz mit den USA im Zeitraum von Januar bis November 2025 bei insgesamt 222,8 Milliarden Euro. Damit rangierten die Vereinigten Staaten hinter China, dessen Handelsumsatz mit Deutschland vor allem wegen des großen Importvolumens aus der Volksrepublik bei gut 230,8 Milliarden Euro lag.
Handel der EU mit den USA wächst überdurchschnittlich
Anders als der deutsch-amerikanische Handel hat der Handel zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA im zurückliegenden Jahr überdurchschnittlich zugelegt. Laut EU-Statistikbehörde Eurostat exportierten die 27 EU-Mitgliedstaaten von Januar bis November 2025 Waren im Wert von 515,9 Milliarden Euro in die USA. Das waren 4,7 % mehr als von Januar bis November 2024 mit damals 492,9 Milliarden Euro. Das Plus ist allerdings fast ausschließlich auf die stark gestiegenen Exporte Irlands in die USA zurückzuführen (+60,6 %). 20 der 27 EU-Mitgliedstaaten verzeichneten im selben Zeitraum dagegen rückläufige Exporte in die USA.
Die Importe der EU aus den USA stiegen im selben Zeitraum um 4,9 % von 310,5 Milliarden Euro auf 325,8 Milliarden Euro. Hier geht das Plus zu einem großen Teil auf die gestiegenen Einfuhren Italiens aus den USA zurück (+34,4 %). Zum Vergleich: Die weltweiten Exporte der EU insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 2,0 % auf 2 429,0 Milliarden Euro, die EU-Importe insgesamt nahmen um 2,3 % auf 2 306,6 Milliarden Euro zu.
Exportüberschuss der EU im Handel mit den USA gestiegen
Die Warenexporte der EU in die USA überstiegen weiterhin deutlich deren Importe von dort. Die EU konnte ihren Exportüberschuss im Handel mit den USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2 % von 182,4 Milliarden Euro auf 190,1 Milliarden Euro steigern.
Das Plus im Exportgeschäft der EU mit den Vereinigten Staaten beruht vor allem auf der gestiegenen Ausfuhr von pharmazeutischen Erzeugnissen. Der Wert der Pharma-Exporte von Januar bis November 2025 lag bei 158,6 Milliarden Euro und damit um 33,3 % höher als im Vorjahreszeitraum (119,0 Milliarden Euro). Auch bei den Importen der EU aus den Vereinigten Staaten gab es den wertmäßig größten Anstieg bei den pharmazeutischen Erzeugnissen. Ihr Importwert erhöhte sich im selben Zeitraum um 26,0 % auf 56,5 Milliarden Euro (Januar bis November 2024: 44,9 Milliarden Euro).
Im Handel der EU mit den USA bildeten pharmazeutische Erzeugnisse sowohl im Export als auch im Import die jeweils größte Warengruppe. Irland war dabei unter den EU-Staaten der mit Abstand größte Exporteur pharmazeutischer Erzeugnisse in die USA. Größter EU-Importeur von pharmazeutischen Erzeugnissen aus den USA war Italien.
Berlin
Barrierefreiheit im Tourismus
Berlin 19.01.2026
visitBerlin wurde im Rahmen der Urlaubsmesse „Caravan, Motor und Touristik“, kurz CMT, in Stuttgart mit dem „Komoot Spirit Award“ ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Online-Plattform für Outdoor-Aktivitäten die Angebote und Maßnahmen von visitBerlin für einen barrierefreien und inklusiven Tourismus in der deutschen Hauptstadt. Den Preis erhält visitBerlin für die Handbike-Touren sowie barrierefreien Wanderungen und Spaziergänge, die über die Webseite und App von Komoot angeboten werden.
Sabine Wendt, Geschäftsführerin von visitBerlin: „Die Förderung eines zugänglichen und inklusiven Tourismus in Berlin ist für uns eine Herzensangelegenheit. Gemeinsam mit unseren Partnern in der Stadt setzen wir uns dafür ein, Berlin als eine Reisedestination für alle erlebbar zu machen. Die Auszeichnung von Komoot ist eine wunderbare Bestätigung für unsere Aktivitäten und zugleich Ansporn, unsere Angebote in Zukunft noch weiter auszubauen.“
Die Handbike- und barrierefreien Berlin-Touren in der Outdoor-App und auf der Webseite von Komoot machen die Wege und Erlebnisse in der Hauptstadt digital und niedrigschwellig zugänglich. Die angebotenen Touren führen nicht nur zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, dem Gendarmenmarkt und dem Fernsehturm, sondern ebenfalls entlang des ehemaligen Mauerverlaufs und verbinden die lebendige Innenstadt mit der entspannten Natur in den Bezirken. Erarbeitet wurden die Handbike-Routen gemeinsam mit Komoot. Im Rahmen des Projekts „Reisen für Alle“ wurden die drei barrierefreien Wanderwege gekennzeichnet. Das Kennzeichnungssystem bietet verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit touristischer Angebote. visitBerlin koordiniert das Projekt seit 2013 für die deutsche Hauptstadt.
Foto: © komoot/Griessenböck
Wirtschaft
ifo Institut: Unternehmen erwarten mehr von Berufseinsteigern
München 19.01.2026
– Knapp zwei Drittel der Unternehmen sehen Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Selbstorganisation und Verantwortungsbewusstsein als wichtige Fähigkeiten bei Berufseinsteigern. Fachkenntnisse erwartet nur knapp jedes zweite Unternehmen. Dies geht aus der aktuellen Personalleiterbefragung von Randstad und dem ifo Institut hervor. „Für den erfolgreichen Berufseinstieg zählen aus Sicht vieler Unternehmen nicht nur Fachkenntnisse, sondern vor allem auch soziale Kompetenzen und Lernbereitschaft“, sagt ifo-Forscher Jonas Hennrich.
58 Prozent der Unternehmen nennen Lern- und Anpassungsfähigkeit als wichtige Kompetenz für Berufsanfänger. Innerhalb der fachlichen Anforderungen stehen vor allem fachspezifische Grundlagenkenntnisse und digitale Kompetenzen im Fokus. Kreativitäts- und Innovationsfähigkeit spielen mit rund 10 Prozent hingegen eine untergeordnete Rolle.
Gleichzeitig gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Tätigkeitsfeld von Berufseinsteigern an Bedeutung. Bereits 14 Prozent der Unternehmen setzen KI ein, um Aufgaben von Berufsanfängern zu übernehmen. In den kommenden drei Jahren rechnen sogar 40 Prozent damit, dass KI Aufgaben von Berufsanfänger übernehmen wird. Die Zahl der Stellen für Berufseinsteiger ist bislang jedoch überwiegend stabil geblieben: Bei fast zwei Dritteln der Unternehmen gab es in den vergangenen drei Jahren keine Veränderungen, und auch für die kommenden drei Jahre rechnen die meisten mit einer gleichbleibenden Stellenanzahl.
Berlin
Weil der Apfel nicht im Regal wächst: Lernen auf dem ErlebnisBauernhof
Berlin 17.01.2026
– Auf dem ErlebnisBauernhof feiern die Agrar Scouts ihr Jubiläum, Frauen stehen im Fokus – und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner erinnert daran, dass der Apfel am Baum wächst.
Die Traube vor dem Aktionsrad wird immer größer. Gerade durften die Kinder schätzen, wie viele Lebewesen in einem Liter Boden wohnen und haben gelernt, dass es nicht 300, sondern sogar über zehn Milliarden sind. „Können wir nochmal drehen?“, fragt ein kleines Mädchen und schaut mit großen Augen zu Erwin Koster, der erklärt, was sie tun kann, damit möglichst wenig Lebensmittel im Müll landen. Erwin Koster kommt bereits seit 29 Jahren auf die Grüne Woche, früher als Berufsschullehrer für Landwirtinnen und Landwirte, seit 2020 ist er AgrarScout. „Unser Ziel ist zu informieren. Die Kunst besteht darin, schwierige Sachverhalte so herunterzubrechen, dass man sie nicht mehr vergisst“, sagt er.
AgrarScouts feiern 10-jähriges Jubiläum
Die AgrarScouts feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2. „Ohne die hochmotivierten Landwirtinnen und Landwirte, die seit Jahren mit den Menschen in Kontakt treten, offen erklären und einordnen, geht es nicht“, sagte Lea Fließ. Die Geschäftsführerin vom Forum Moderne Landwirtschaft holte die AgrarScouts im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Erlebnisbauernhofes auf die Bühne. Außerdem gebe es noch eine weitere Hauptfigur, verkündet sie: „Die Vereinten Nationen haben 2026 als internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen. Frauen übernehmen Verantwortung mit Selbstverständnis und diese Persönlichkeiten stehen im Mittelpunkt auf dem Erlebnisbauernhof.“
Frauen als Rückgrat der Landwirtschaft
Zehn Porträts von Betriebsleiterinnen, Funktionärinnen und Mitarbeiterinnen präsentierte Lea Fließ auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs, darunter das von Marianne Albersmeier, Betriebsleiterin vom Hof Albersmeier, die sagt: „Wir Frauen werden oft als Rückgrat der Landwirtschaft bezeichnet. Es ist an der Zeit, dass wir ein Gesicht bekommen und echte Gleichberechtigung gelebt wird.“ Marianne Albersmeier ist ebenfalls AgrarScout – genau wie Charlotte Schlichting, die auf dem Vorwiesenhof ihrer Eltern in Lübeck aufgewachsen ist und plant, diesen mit ihrem Bruder zu übernehmen. Auch ihr Porträt befindet sich in der Präsentation, die über den gesamten Messeverlauf zwischen den Programmpunkten auf der Bühne in Halle 3.2 abgespielt werden soll. „Ich habe mich riesig über die Anfrage gefreut, weil es darum geht, Frauen sichtbarer zu machen“, sagt Charlotte Schlichting. Auf Instagram hat sie 12.600 Follower und bei YouTube gibt es unter „NDR auf´m Land“ eine Reportage über ihr Landleben.
Keine Grüne Woche ohne ErlebnisBauernhof
Auch Johanna Bensch von der Deutschen Phytomedizinische Gesellschaft bemüht sich um Sichtbarkeit. Die angehende Doktorandin erklärt gerade einer Familie, was passiert und wie es aussieht, wenn eine Gurke oder Zuckerrübe von einem Virus befallen wird. Sie klärt auf über Hintergründe zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und auch zu Alternativen wie Fruchtfolge und Mischanbau oder Beschnitt. „Ich möchte Menschen informieren und sensibilisieren für Maßnahmen, die es rund um den Pflanzenschutz gibt und für ein Bild abseits der medial geprägten Inhalte“, sagt sie.
Landwirtschaft zum Verstehen und Anfassen, das ist das Motto des ErlebnisBauernhofs, ein Gemeinschaftsprojekt des Forums Moderne Landwirtschaft mit mehr als 70 Partnern aus der Agrar- und Ernährungsbranche. Sie alle laden in Halle 3.2 dazu ein, Landwirtschaft spielerisch zu entdecken mit interaktiven Stationen, Mitmachaktionen und praxisnahen Angeboten rund um Prävention, Sicherheit und Bildung für die Grüne Branche. „Ich kann mir Berlin nicht ohne Grüne Woche vorstellen und ich kann mir die Grüne Woche nicht ohne den Erlebnisbauernhof vorstellen. Wir Stadtmenschen und gerade auch die Kinder sollten wissen, dass der Apfel am Baum wächst und nicht im Regal“, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner.
Ninja Priesterjahn Foto, © Messe Berlin
Berlin
Brandenburg vernetzt, Berlin inszeniert
Berlin 17.01.2026
– Ein zweiter Tag voller Köstlichkeiten liegt hinter uns – von der Straußenbratwurst bis zur Wasserbüffelsülze, dem Wacheteleierlikör und der Gurkenbrause.
Enge Vernetzung in Brandenburg
„Hier in Brandenburg entstehen Netzwerke“, sagt Karl-Dietmar Plentz. „Vor zwei Jahren haben wir hier Landwirte kennengelernt, die Kichererbsen in Brandenburg anbauen“, erzählt er. Die Kichererbsen der Agrargenossenschaft Trebbin vertreibt Karl-Dietmar Plentz nun mit an seinem Stand. Außerdem kam er dadurch auf die Idee, neben dem Roggenbrot aus Natursauerteig, das auf dem Rezept seines Urgroßvaters basiert, Brot aus Kichererbsenmehl anzubieten. Der Bäckermeister stellt seit 25 Jahren in der Brandenburg-Halle aus. Zum 100. Jubiläum hat er ein etwa 1,20 Meter langes Grüne-Woche-Brot gebacken. Sein Unternehmen ist mit 148 Jahren noch älter ist als die Messe. In Brandenburg sind alle eng vernetzt – auch mit der Landwirtschaftsministerin Hanka Fröhlich. „Sie war selbst lange Ausstellerin in der Brandenburg-Halle. Wir sehen sie als eine von uns“, sagt Karl-Dietmar Plentz. „Das ist hier wie ein Familientreffen.“
Originale Berliner Mauersteine selbst kloppen
Auch Berlin setzt ein Zeichen für Verbindung, Herkunft und gelebte Tradition: Die Fläche wurde von 500 auf 1.200 Quadratmeter vergrößert und befindet sich in diesem Jahr in Halle 21b. Übersehen lässt sich der Bereich kaum: Das DDR-Museum präsentiert 3,60 Meter hohe Originalsteine der Berliner Mauer, aus denen Besucherinnen und Besucher selbst Stücke abschlagen, mit einer alten DDR-Wage abwiegen und käuflich erwerben können. BRYX Toys baut aus 50.000 Klemmbausteinen bis zum 20. Januar den Berliner Fernsehturm im Maßstab von 1:54 auf einer Höhe von 6,80 Metern nach, der Berliner Funkturm wird in einer Höhe von 25 Zentimetern zum Kauf angeboten. Außerdem hat Berlin eine bunte Mauer als Foto-Spot und eine eigene Bühne, die von rbb 88,8 bespielt wird.
Berliner Kleingärtner beleben Grüne Woche nach Kriegsende
Auch ein Stück Berlin zeigt der Stand des Berliner Landesverbands der Gartenfreunde (Halle 21b/223). Hier lässt sich nachvollziehen, welchen Einfluss die Kleingärtner auf das Bestehen der Grünen Woche haben und hatten. „Dank der Kleingärtner, die ihr Obst und Gemüse aufs Messegelände brachten, konnten 1948 erstmals nach dem zweiten Weltkrieg wieder Agrarerzeugnisse gezeigt werden“, sagt Lars Jaeger, Direktor der Grünen Woche.
Für das aktuellen Berlin-Flair sorgt der Start-up-Bereich, in dem sich über die Laufzeit der Messe 17 unterschiedliche Unternehmen vorstellen, der Gemeinschaftsstand „Crafted in Berlin“ mit ausgewählten regionalen Manufakturen und die „Initiative gegen Beliebigkeit“, ein Zusammenschluss verschiedener Traditionsbetriebe. Sterne-Koch Tim Raue präsentiert am Mittwoch, 21. Januar um 11.00 Uhr die neue Currywurst-Kreationen für das Fernsehturm-Restaurant (21b/221).

Ein Stück Berliner Mauer für Zuhause – gibt´s in der Berlinhalle.
Heute präsentierte sich die Reiterstaffel der Bundespolizei und in der Blumenhalle wurde im Stil der Goldenen 20er getanzt, herzlich Willkommen morgen zum Tag 3 der Grünen Woche.
Fotos: © Messe Berlin
Berlin
Mit der Grünen Woche auf Deutschlandreise
Berlin 16.01.2026
Einmal quer durch Deutschland an einem Tag: Von Grünkohl und Stadionbratwurst über Glühweinbrot, echte Berliner Currywurst und Wein aus dem Ländle bis zum bayerischen Biergarten: Besucherinnen und Besucher entdecken auf der Deutschland-Tour regionale Klassiker, kreative Neuinterpretationen, Jubiläumsaktionen zu 100 Jahren Grüne Woche und touristische Highlights aus allen Bundesländern – genussvoll, überraschend und vielfältig.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
EU-Agrarkommissar Hansen zieht Bilanz
Berlin 16.01.2026
EU-Agrarkommissar Christophe Hansen zieht auf der Grünen Woche Bilanz seines ersten Amtsjahres. Im Fokus stehen Einkommen der Landwirte, die Zukunft der GAP, Herkunftskennzeichnung und der direkte Dialog mit der Praxis. „Für mich ist es eine große Ehre, in dieser wunderbaren Veranstaltung der Grünen Woche in Berlin teilnehmen zu dürfen. Wir sind hier wieder auf einer der größten Landwirtschaftsmessen in Europa und in der Welt.“
Foto: © Messe Berlin-Christoph Hansen
Berlin
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet Grüne Woche
Berlin 16.01.2026
– Zum 100. Jubiläum lobte das deutsche Staatsoberhaupt bei seiner Ansprache im City Cube die Messe als Ort der Debatte, an dem die wichtigen Zukunftsfragen verhandelt werden.
Das deutsche Staatsoberhaupt lobte die Messe 100 Jahre nach ihrer Gründung als einen Ort der Debatte, an dem die wichtigen Zukunftsfragen verhandelt werden. Aus der Politik hielten außerdem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin des Partners Mecklenburg-Vorpommern, EU-Kommissar Christophe Hansen sowie Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer Reden bei der Eröffnung der Grünen Woche im City Cube.
Klänge des Swing Orchestra David Hermlin versetzten die rund 2.000 geladenen Gäste in die Gründungsjahre der Grünen Woche zurück. Filmausschnitte erzählten die Geschichte von damals bis heute. Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin, sprach von den Umbrüchen und Neuanfängen, die die Messe erlebt hat. Sie sei Genuss- und Erlebnisort – und zugleich eine politische Plattform von größter Internationalität.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte der Grünen Woche, die über Berlin hinaus strahle. Sie trage seit ihrer Gründung zur Annäherung von Stadt und Land bei. Bis heute unterschieden sich die Lebenserfahrungen. Mit einem Abbau von Bürokratie sollten landwirtschaftliche Berufe attraktiv bleiben. Auch wenn er die Besorgnisse verstehe, sei er überzeugt von neuen Allianzen wie dem Mercosur-Abkommen. Wie wollen wir leben, wie uns ernähren seien große Zukunftsfragen, die auf der Grünen Woche verhandelt werden.
Für Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner steht die Messe – genau wie Berlin – für Weltoffenheit, Vielfalt und Innovation. Sie habe einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Berlinerinnen und Berliner und sei eine absolute Erfolgsgeschichte. Stadt und Land bräuchten einander. Die Messe biete Gelegenheit für Austausch und Zusammenhalt.
Als erstes deutsches Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr Partner der Grünen Woche. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigte sich stolz, dass ihr Bundesland seit 25 Jahren mit einem eigenen Messeauftritt dabei ist. Die Messe sei eine echte Leistungsschau für Unternehmen. Gegen den Bundestrend gebe es in Meck-Pom ein Wirtschaftswachstum, ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit von Branchen wie Landwirtschaft und Tourismus. Agrarwirtschaft und Naturschutz würden nicht als Konkurrenz, sondern als Partner gedacht.
Bei einem Podium zum Thema „Landwirtschaft und Ernährung – Wege in die Zukunft“ spracht sich Agrarminister Alois Rainer dafür aus, Deutschland nicht kaputt zu reden, zugleich aber Bürokratie abbauen und der Landwirtschaft Freiräume zu lassen. Bauernpräsident Joachim Rukwied bezeichnete die Grüne Woche als hervorragende Plattform für einen Dialog, der im Land weitergeführt werden müsse. Produktivität und Wirtschaftlichkeit sind für Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, wichtige Aspekte von Nachhaltigkeit, die es brauche, um einen Genrationswechsel in der Landwirtschaft einzuleiten. Dr. Christian von Boetticher, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), sprach sich für Wachstumsimpulse durch die Politik aus.
Foto: © Messe Berlin
Berlin
100 Jahre Grüne Woche – 100 Jahre Landwirtschaft – Die Jubiläumstour
Berlin 16.01.2026
– 1.500 Aussteller aus Deutschland, Europa und der Welt präsentieren kulinarische Köstlichkeiten, touristische Highlights, blumige und tierische Erlebnisse und laden zum Austausch über Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau ein.
Ein Jahrhundert Messegeschichte an einem Tag: Die Grüne Woche 2026 feiert ihr 100-jähriges Jubiläum und verbindet historische Einblicke mit Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Innovation und Ernährung. Die Tour beginnt mit einer Reise in die Vergangenheit: Die Blumenhalle entführt die Besucherinnen und Besucher in die goldenen 20er. Die Messegäste erwarten nostalgische Fassaden, elegante Details und liebevoll arrangierte Blumen, die den grauen Berliner Winter für einen Moment in den Hintergrund treten lassen.
Foto: © Messe Berlin
Welt
ifo Institut: Mercosur-Abkommen kann negative Effekte der US-Zollpolitik abfedern
München 16. 01.2026
– Das Mercosur-Abkommen kann Einbußen der US-Zollpolitik teilweise kompensieren. „Die Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist ein wichtiger erster Schritt. Es sind aber zusätzliche Handelsabkommen mit weiteren Handelspartnern nötig, um die negativen Folgen der US-Zollpolitik zu kompensieren“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft. „Die EU sollte sich darauf konzentrieren, auch in den derzeit laufenden Freihandelsverhandlungen zügig zu Ergebnissen zu kommen. Das Handelsabkommen mit Indonesien liegt beispielsweise bereits ausgehandelt auf dem Tisch.“
Eine Studie des ifo Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat ergeben, dass neue Freihandelsabkommen mit sieben wichtigen Handelspartnern die negativen Effekte der US-Zollpolitik nicht nur ausgleichen, sondern sogar überkompensieren würden. Die deutschen Exporte würden durch diesen Schritt trotz der US-Zölle um bis zu 4,1 Prozent wachsen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt würde um bis zu 0,5 Prozent erhöht. Positive Wertschöpfungseffekte könnten vor allem in exportstarken Industriebranchen wie dem Maschinenbau (2,7 Prozent), der Chemieindustrie (3,1 Prozent) und der Automobilindustrie (3,2 Prozent) realisiert werden.
Für die Studie wurden neben dem EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) auch Abkommen mit Indien, Australien, Indonesien, Malaysia, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten angenommen. Ohne neue Handelsabkommen würden die US-Zölle das deutsche BIP mittelfristig um 0,13 Prozent und die Exporte um 1,3 Prozent verringern.
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