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Wirtschaft

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2025

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Berlin 19.05.2025

Im ersten Quartal hat sich die deutsche Wirtschaft mit einem preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP-Zuwachs von 0,2 % gegenüber dem Vorquartal leicht erholt. Positive Impulse kamen vor allem vom privaten Konsum, Investitionen und vom Außenhandel infolge von Vorzieheffekten angesichts der angekündigten US-Zölle. Neben einer Erholung der konsumnahen Dienstleistungsbereiche konnten auch das Produzierende Gewerbe und das Baugewerbe von günstigen Bedingungen profitieren, was sich in steigender Produktion und positiveren Stimmungsindikatoren widerspiegelte. Dennoch bleiben die Geschäftserwartungen insbesondere im exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe eingetrübt, so dass eine erneute Abschwächung der Konjunktur im weiteren Jahresverlauf nicht auszuschließen ist.

–  Die Produktion im Produzierenden Gewerbe konnte zum Ende des ersten Quartals preis‑, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat mit 3,0 % kräftig zulegen. In der Industrie (+3,6 %) und im Baugewerbe (+2,1 %) stieg die Ausbringung deutlich an, die Energieproduktion nahm jedoch um 1,8 % ab. Auch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe – insbesondere aus dem Ausland – legten im März gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % spürbar zu Dabei dürften auch Vorzieheffekte im Zusammenhang mit den erwarteten US-Zollerhöhungen von Bedeutung gewesen sein.

–  Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) sind im März gegenüber dem Vormonat leicht um 0,4 % gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel ein reales Umsatzplus von 3,0 %. Neuzulassungen von Pkw insgesamt haben im April im Vormonatsvergleich um kräftige 10,6 % zugenommen; im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich nahmen sie jedoch um 6,9 % ab. Gegenüber April 2024 kam es zu einem geringfügigen Rückgang von 0,2 %. Aktuelle Frühindikatoren zeigen überwiegend eine leichte Aufhellung der Verbraucherstimmung an, ausgehend von einem niedrigen Niveau.

–  Die Inflationsrate ist im April mit +2,1 % erneut etwas gesunken. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln hat sich wieder etwas abgeschwächt, bleibt aber oberhalb der Gesamtinflation. Die Energiepreise gingen dagegen spürbar zurück. Die Kernrate ist wieder recht deutlich gestiegen. Im weiteren Verlauf dürfte sich die Inflation infolge geringerer Energie- und Rohstoffpreise, moderater Tariflohnsteigerungen sowie der gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage weiter im Bereich um 2 % bewegen.

–  Trotz schwacher Frühjahrsbelebung hat sich der Arbeitsmarkt im April etwas besser entwickelt als in den vorangegangenen Monaten. Die Arbeitslosigkeit ist saisonbereinigt lediglich um 4 Tsd. Personen gestiegen und die Erwerbstätigkeit konnte im März um 6 Tsd. Personen zulegen. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit durch die US-Zollpolitik und der weiterhin schwachen Beschäftigungsaussichten ist eine Trendwende am Arbeitsmarkt jedoch nicht absehbar.

–  Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist nach amtlichen Daten im Februar 2025 um 13,0 % gegenüber dem Vormonat und um 15,9 % gegenüber Februar 2024 angestiegen. Mit 2.068 beantragten Verfahren wurde der höchste Wert seit Juli 2015 verzeichnet. Auch der IWH-Insolvenzmonitor legte zu, im April gab es 11,4 % mehr Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften als im März.

LEICHTE WACHSTUMSBELEBUNG ZU JAHRESBEGINN

Im ersten Quartal hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland leicht erholt. Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Positive Wachstumsbeiträge gingen nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes vor allem vom privaten Konsum sowie den Investitionen aus. Da sich vor dem Hintergrund der angekündigten US-Zollanhebungen auch die Ausfuhrtätigkeit zu Jahresbeginn belebt hat, wobei Warenlieferungen zum Teil wohl vorgezogen wurden, dürfte auch vom Außenbeitrag ein positiver Impuls ausgegangen sein.

Entstehungsseitig deuten die aktuellen Indikatoren eine etwas ausgewogenere Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche als in der jüngsten Vergangenheit an: So dürfte sich die Wertschöpfung im stark exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe – nach sieben Quartalen mit Rückgängen – dank der Nachfragebelebung aus dem Ausland im ersten Quartal etwas erholt haben. Hierauf deutet der kräftige Anstieg der Produktion im März hin, insbesondere in den gewichtigen Bereichen Kfz und Kfz-Teile, pharmazeutische und chemische Produkte sowie im Maschinenbau. Trotz der hohen handelspolitischen Unsicherheit und der zuletzt gedämpften Geschäftserwartungen hat sich die Geschäftslage in der Industrie im ersten Quartal als insgesamt recht robust erwiesen. Auch im Baugewerbe dürfte im Zuge der milden Witterung ein Anstieg der Aktivität im ersten Quartal zu verzeichnen gewesen sein. Positiv dürften sich zu Jahresbeginn auch die konsumnahen Dienstleister im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe entwickelt haben. Hierauf deuten die gestiegenen Umsätze im Einzelhandel sowie in den Bereichen Verkehr und Lagerei hin.

Die leichte wirtschaftliche Erholung zu Jahresbeginn war auch anhand der jüngsten Aufhellung der Stimmungsindikatoren, vor allem der Geschäftslage, absehbar gewesen. Auch die Verbraucherstimmung, gemessen an dem GfK-Konsumklima und dem HDE-Konsumbarometer, tendierte zuletzt positiver. Allerdings deuten die aktuellen Umfragen zu den Geschäftserwartungen vor dem Hintergrund der angekündigten und zum Teil temporär ausgesetzten US-Zollerhöhungen sowohl bei der Industrie als auch bei den Dienstleistern auf eine erneute Eintrübung hin. Vor diesem Hintergrund ist eine erneute konjunkturelle Abschwächung im weiteren Jahresverlauf nicht auszuschließen.

KURZFRISTIG VORZIEHEFFEKTE, IM WEITEREN VERLAUF ABER GEDÄMPFTE AUSSICHTEN FÜR DIE WELTKONJUNKTUR

Nach den Einbrüchen und Schwankungen an den Finanzmärkten in Reaktion auf die weitreichenden US-Zollankündigungen Anfang April hat sich die Lage inzwischen wieder etwas stabilisiert. Die Kurse an den globalen Märkten haben sich vielerorts wieder erholt und finanzmarktbasierte Stimmungsindikatoren haben einen Teil des massiven Einbruchs im April im Mai wieder wettgemacht. Der Sentix-Indikator für die Weltwirtschaft verbleibt aber mit -3,7 Punkten weiterhin im negativen Bereich. Während sich die Konjunkturerwartungen der befragten Finanzinvestoren mit einem Anstieg der Erwartungskomponente von -19,6 Punkte auf -1,6 Punkte wieder etwas aufgehellt haben, hat sich die Lageeinschätzung nochmals verschlechtert; hier ist der Index von -4,0 auf -5,7 Punkte auf seinen tiefsten Wert seit Anfang 2023 zurückgegangen.

Im ersten Quartal dürfte die weltweite Industrieproduktion dagegen – gestützt durch Vorzieheffekte – weiter zugelegt haben. Im Februar expandierte sie saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat nach dem vorangegangenen leichten Rückgang wieder um 0,8 %. Binnen Jahresfrist lag sie damit um 2,9 % im Plus. Frühindikatoren für den weiteren Verlauf der Weltkonjunktur weisen aber auf eine gedämpfte Entwicklung der Weltkonjunktur hin: Der Stimmungsindikator von S&P Global für die Weltwirtschaft ist im April sowohl im Dienstleistungsbereich als auch in der Industrie gesunken. Der Gesamtindex blieb trotz eines Rückgangs von 52,0 auf 50,8 Punkte oberhalb der Wachstumsschwelle, signalisiert damit jedoch ein geringeres Wachstum der Weltwirtschaft als im Vormonat.

Der Welthandel hat sich nach den Zuwächsen um die Jahreswende im Februar gegenüber dem Vormonat seitwärts bewegt und lag mit +2,9 % weiterhin spürbar über dem Niveau des Vorjahresmonats. Februar-Daten zum Welthandel zeigen, dass die US-Gütereinfuhren nur geringfügig gegenüber dem Vormonat zurückgingen und damit auf dem hohen Niveau verblieben, das sie nach ihrem kräftigen Anstieg von 12,2 % im Januar erreicht hatten. Damit mehren sich die Anzeichen für Vorzieheffekte im Handel mit den USA infolge der angekündigten Zollerhöhungen. Dies wird auch durch aktuelle Containerumschlagsdaten gestützt: Im März lagen die Einfuhren in den Häfen an der Westküste der USA, über die der Großteil des Asienhandels abgewickelt wird, um 12 % über dem Vorjahresniveau. Beim weltweiten Seehandel zeigen sich aber erste Schwächetendenzen; so ist der RWI/ISL-Containerumschlag-Index im März saisonbereinigt auf 135,3 Punkte gegenüber 137,6 Punkte im Vormonat zurückgegangen. Nachdem der Containerumschlag in den europäischen Häfen bereits im Vormonat gesunken war, ging der Schiffshandel zum Ende des ersten Quartals in nahezu allen Weltregionen zurück. Vor dem Hintergrund der nach wie vor unklaren US-Zollpolitik bleibt die handels- und wirtschaftspolitische Unsicherheit deutlich erhöht, was neben direkten Effekten auf den Welthandel im weiteren Verlauf auch negative Auswirkungen auf die globale Produktions- und Investitionstätigkeit mit sich bringen kann.

DEUTSCHE EXPORTE IM ERSTEN QUARTAL SPÜRBAR BELEBT

Zum Ende des ersten Quartals wurde die seit Januar beobachtete Aufwärtsbewegung bei den Exporten unterbrochen. Im März gaben die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen saison- und kalenderbereinigt leicht um 0,4 % gegenüber dem Vormonat nach, nachdem sie im Januar und Februar um 1,6 % bzw. 2,0 % expandiert hatten. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war damit im ersten Quartal aber immer noch ein deutlicher Zuwachs von 3,2 % zu verzeichnen, der auch auf Vorzieheffekte im Warenhandel mit Blick auf die angekündigten US-Zollanhebungen zurückzuführen sein dürfte. Nachdem die Lieferungen in die USA schon im Februar mit +9,0 % kräftig gestiegen waren, legten sie im März um weitere 2,4 % zu. Auch im Handel mit den EU-Ländern war ein Zuwachs von 3,1 % zu beobachten. Besonders dynamisch entwickelten sich die Ausfuhren nach China mit +10,2 %. Gleichzeitig lagen die nominalen Einfuhren von Waren und Dienstleistungen im März saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % gegenüber dem Vormonat im Minus. Im Quartalsvergleich war aber mit +1,1 % – wie bei den Exporten – ein Anstieg zu verzeichnen. Infolge des geringeren Rückgangs der Exporte im Vergleich zu den Importen nahm der monatliche Überschuss im Handel mit Waren und Dienstleistungen im März gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt von 13,4 Milliarden Euro auf 14,6 Milliarden Euro zu.

Nach den Preissteigerungen in den vorangegangenen Monaten haben die Einfuhrpreise im März saisonbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vormonat nachgegeben. Die Ausfuhrpreise gingen mit -0,3 % weniger stark zurück, so dass sich die Terms of Trade gegenüber dem Vormonat mit +0,8 % recht deutlich verbesserten. In realer Rechnung dürfte der Rückgang der Aus- und Einfuhren von Waren und Dienstleistungen entsprechend etwas geringer ausgefallen sein.

Die Frühindikatoren haben sich zuletzt angesichts der erratischen US-Zollpolitik und der im April in Kraft gesetzten Zollanhebungen überwiegend wieder eingetrübt. Die Exportaussichten wurden – über einen Großteil der Sektoren hinweg – im April spürbar negativer beurteilt, so dass die ifo Exporterwartungen von -2,3 auf -9,8 Punkte fielen. Gewichtige Exportbranchen wie der Automobil- und der Maschinenbau oder die Chemiebranche erwarten wieder rückläufige Ausfuhren. Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind im März saisonbereinigt um 4,7 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, wobei besonders aus dem Euroraum mit +8,0 % mehr bestellt wurde als im Vormonat. Während die Auslandsbestellungen für Konsum- (+14,2 %) und Investitionsgüter (+6,2 %) merklich zulegten, ging die Nachfrage nach Vorleistungen mit -0,5 % etwas zurück. Im ersten Quartal insgesamt lagen die Auslandsorder aber immer noch um 1,8 % im Minus.

Insgesamt dürfte die Exporttätigkeit im ersten Quartal von vorgezogenen Bestellungen mit Blick auf die angekündigten US-Zollanhebungen gestützt worden sein. Die Frühindikatoren deuten aber auf eine erneute Abschwächung der Weltkonjunktur sowie der ausländischen Nachfrage hin. Damit ist eine erneute Abschwächung des deutschen Außenhandels in den kommenden Monaten zu erwarten.

ERHOLUNG DER INDUSTRIEPRODUKTION IM ERSTEN QUARTAL

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat mit +3,0 % kräftig zugelegt, nachdem sie im Februar um 1,3 % gesunken war. Besonders deutlich stieg die Ausbringung mit +3,6 % in der Industrie, aber auch das Baugewerbe verzeichnete mit +2,1 % einen spürbaren Zuwachs. Die Energieproduktion ging hingegen um 1,8 % zurück.

Die einzelnen Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie entwickelten sich dabei überwiegend positiv: Besonders deutlich stieg die Ausbringung pharmazeutischer Erzeugnisse (+19,6 %). Aber auch in den gewichtigen Bereichen Kfz und Kfz-Teile (+8,1 %), dem Maschinenbau

(+4,4 %) und der Herstellung von Metallerzeugnissen (+2,1 %) konnte die Produktion deutlich ausgeweitet werden. Auch die Produktion chemischer Erzeugnisse (+2,0 %), elektrischer Ausrüstungen (+3,7 %) sowie die Herstellung von DV-Geräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen (+2,4 %) nahm spürbar zu. Rückgänge waren dagegen neben dem Bereich der Nahrungs- und Futtermittel (-1,4 %) u.a. in der Kokerei und Mineralölverarbeitung (-4,5 %), der Bekleidungsindustrie (-2,2 %) sowie bei der Herstellung von Papier und Pappe (-0,2 %) zu beobachten.

Im gesamten ersten Quartal 2025 legte die Produktion im Produzierenden Gewerbe gegenüber dem Schlussquartal 2024 mit +1,4 % ebenfalls merklich zu. Dabei konnten sowohl die Industrie (+1,7 %), als auch das Baugewerbe (+0,7 %) und die Energieerzeugung (+1,0 %) Zuwächse verzeichnen. Das Vorjahresniveau unterschritt die Produktion im Produzierenden Gewerbe im ersten Quartal allerdings noch um 2,0 %.

Auch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich nach der Stagnation im Februar zuletzt deutlich erhöht. Die Bestellungen sind im März gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % gestiegen. Die Nachfrage aus dem Ausland wuchs mit +4,7 % stärker an als die inländischen Aufträge, die um 2,0 % expandierten. Besonders stark fiel das Plus bei den Ordern aus dem Euroraum mit +8,0 % aus. Aber auch die Auftragseingänge aus dem Nicht-Euroraum nahmen um deutliche 2,8 % zu. Bereinigt um Großaufträge erhöhten sich die Ordereingänge insgesamt um 3,2 % gegenüber dem Vormonat.

Im ersten Quartal insgesamt verringerten sich die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vorquartal um 2,3 %. Dabei gingen die Eingänge aus dem Inland um 3,3 % und aus dem Nicht-Euroraum um 3,1 % zurück. Bei den Bestellungen aus dem Euroraum war dagegen eine leichte Zunahme um 0,3 % zu verbuchen.

Der kräftige Anstieg der Industrieproduktion und der Auftragseingänge zum Ende des ersten Quartals dürfte auch auf Vorzieheffekte im Zusammenhang mit den zollpolitischen Ankündigungen der US-Administration zurückzuführen sein. Die Unsicherheit über den weiteren handelspolitischen Kurs der USA drückt sich jedoch in deutlich gedämpften Geschäfts- und Exporterwartungen aus. Demensprechend könnte es im weiteren Jahresverlauf auch wieder zu einer Abschwächung der Industriekonjunktur kommen.

EINZELHANDELSUMSATZ TRITT AUF DER STELLE; FRÜHINDIKATOREN ZEIGEN AUFHELLUNG

Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) sind im März gegenüber dem Vormonat leicht um 0,4 % gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel im März ein reales Umsatzplus von 3,0 %. Der Handel mit Lebensmitteln zog im März ebenfalls etwas an (+0,5 %). Der Umsatz im Internet- und Versandhandel stieg um 0,9 % gegenüber dem Vormonat und um deutliche 9,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Neuzulassungen von Pkw insgesamt sind im April im Vormonatsvergleich um kräftige 10,6 % gestiegen; im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich nahmen sie jedoch um 6,9 % ab. Gegenüber April 2024 kam es zu einem geringfügigen Rückgang von 0,2 %. Bei den PKW-Neuzulassungen durch Privatpersonen ergab sich im April im Vormonatsvergleich ein Plus von 8,5 %; in der Drei-Monats-Betrachtung sanken sie um 8,8 %. Pkw-Neuzulassungen von Unternehmen und Selbstständigen erhöhten sich im März um 11,7 %. Das Gastgewerbe verzeichnete im Februar gegenüber dem Vormonat einen nominalen Umsatzrückgang von 1,2 %; preisbereinigt belief sich das Minus auf 1,7 %. Gegenüber Februar 2024 setzte das Gastgewerbe real 3,2 % weniger und nominal 0,8 %. mehr um.

Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel (inkl. Kfz) ist im April um 3,2 Zähler auf -25,8 Punkte gesunken. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage ging um 3,5 Zähler auf -16,9 Punkte zurück wie auch die Erwartungen um 2,9 auf -34,2 Punkte.        
Das Konsumklima wird lt. Prognose der GfK im Mai um 3,7 Zähler auf -20,6 Pt. steigen. Für April gibt das Marktforschungsinstitut eine leichte Zunahme von 0,3 Zählern auf -24,3 Pt. an. Positiv entwickelten sich laut GfK insbesondere die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung. Die Sparneigung nahm deutlich ab und hellte das Gesamtbild zusätzlich auf. Das HDE-Konsumbarometer legte im April leicht zu.

Die Aufhellung der Konsumstimmung in Verbindung mit steigenden Realeinkommen dürften den privaten Konsum im weiteren Jahresverlauf stützen.

INFLATIONSRATE MIT 2,1 % WEITER RÜCKLÄUFIG

Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) ist im April mit +2,1 % erneut etwas gesunken. Gegenüber März erhöhte sie sich um 0,4 %. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln hat sich mit +2,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat wieder etwas abgeschwächt, bleibt aber oberhalb der Gesamtinflation. Die Energiepreise gingen dagegen im Vorjahresvergleich spürbar um 5,4 % zurück, so dass sich deren inflationsmindernder Effekt verstärkte.

Die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) ist dagegen recht deutlich auf +2,9 % gestiegen. Hierzu haben maßgeblich die mit +3,9 % wieder anziehenden Preise im Bereich der Dienstleistungen beigetragen. Dies dürfte nicht zuletzt auf den späten Termin der Osterfeiertage dieses Jahr zurückzuführen sein, die im Jahr 2024 Ende März lagen, in diesem Jahr aber erst Mitte April. Typischerweise steigen in dieser Zeit die Kosten für Dienstleistungen wie Reisen, Gastronomie und Übernachtungen temporär überproportional.

Auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen verringerte sich der Preisdruck zuletzt etwas: Die Erzeugerpreise gaben im März gegenüber dem Vormonat um 0,7 % nach, gegenüber dem Vorjahresmonat sanken sie um 0,2 %. Auch die Einfuhrpreise gingen im März im Vormonatsvergleich recht deutlich um 1,0 % zurück und lagen damit nur noch um 2,1 % über ihrem Vorjahreswert. Die Verkaufspreise im Großhandel nahmen im März gegenüber Februar um 0,2 % ab, im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen sie – vor allem wegen höherer Preise für Nahrungsmittel – um 1,3 % höher.

An den Spotmärkten notierte der Preis für Erdgas nach wie vor über den Werten des vorigen Jahres; nach den vorangegangenen deutlichen Anstiegen lag der TTF Base Load zuletzt mit rund 35 Euro/MWh knapp 20 % über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Gaspreise um fast 6 % verringert. Die Markterwartungen deuten für die kommenden Quartale ebenfalls auf Erdgaspreise von etwa 30 Euro/MWh hin. Rohöl der Sorte Brent wurde mit zuletzt rund 58 Euro/Barrel rund 24 % unter dem Niveau des Vorjahres gehandelt. Gegenüber dem Vormonat erhöhte er sich leicht um 2,4 %.

Im weiteren Verlauf dürfte die Inflation infolge geringerer Energie- und Rohstoffpreise, moderater Tariflohnsteigerungen sowie der gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage weiter um zwei Prozent schwanken.

LEICHTE FRÜHJAHRSBELEBUNG AM ARBEITSMARKT

Trotz schwacher Frühjahrsbelebung hat sich der Arbeitsmarkt im April etwas besser entwickelt als in den vorangegangenen Monaten. So ist die Arbeitslosigkeit im April saisonbereinigt (sb) nur noch um 4 Tsd. Personen gestiegen und die Unterbeschäftigung verzeichnete mit sb -3 Tsd. Personen sogar einen leichten Rückgang. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit geht dabei auf den Rechtskreis des SGB III zurück, während die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des SGB II zuletzt leicht abnahm. Die Erwerbstätigkeit hat im März mit sb +6 Tsd. Personen leicht zugelegt und auch die SV-pflichtige Beschäftigung verzeichnete im Februar mit sb 12 Tsd. Personen einen Zuwachs. Insgesamt stagnierte die Beschäftigungsentwicklung in den letzten Monaten jedoch weitgehend. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit lag im Februar abermals bei 240 Tsd. Personen, die Zahl der Anzeigen von Kurzarbeit entwickelt sich dabei leicht rückläufig.

Die Frühindikatoren haben sich trotz handelspolitischer Turbulenzen im April stabilisiert. Sowohl das IAB-Arbeitsmarktbarometer als auch das ifo-Beschäftigungsbarometer bewegen sich im historischen Vergleich jedoch weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Demnach ist vorerst mit einer anhaltenden Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Auch wenn die Beschäftigungsaussichten sich im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel und im Dienstleistungssektor zuletzt etwas verbessert haben, zeichnet sich insgesamt weiterhin eine rückläufige Beschäftigungsdynamik ab. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit durch die US-Zollpolitik ist eine spürbare Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt noch nicht absehbar.

UNTERNEHMENSINSOLVENZEN ERREICHEN 10-JAHRES-HOCH

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Februar 2025 nach endgültigen Ergebnissen um 13,0 % gegenüber dem Vormonat und um 15,9 % gegenüber Februar 2024 auf 2.068 beantragte Verfahren angestiegen. Dies ist der höchste Monatswert seit Juli 2015 (2.187). Zuvor bewegten sich die Insolvenzen von November bis Januar im Bereich um 1.800 Fälle. Auch die Zahl der betroffenen Beschäftigten sowie die Höhe der voraussichtlichen Forderungen haben auf Vormonatsbasis deutlich zugenommen. Als Ursachen für die weiterhin dynamische Entwicklung des Insolvenzgeschehens sind mehrere Faktoren zu nennen, darunter die weiterhin gedämpfte gesamtwirtschaftliche Entwicklung, strukturelle Herausforderungen, gestiegene Kosten und geopolitische Unsicherheiten.

Der im Vergleich mit der amtlichen Statistik methodisch enger gefasste und zeitlich aktuellere IWH-Insolvenztrend für Personen- und Kapitalgesellschaften weist im April mit 1.626 Insolvenzen einen Anstieg von 11,4 % gegenüber dem Vormonat bzw. 20,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Das IWH rechnet in den kommenden Monaten mit sinkenden Insolvenzzahlen, vorausgesetzt die kleineren Verfahren nähern sich wieder dem langjährigen Durchschnitt an.

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Wirtschaft

ifo Institut: Unternehmen investieren weniger

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München 10.12.2025

– Die Unternehmen haben ihre Investitionsvorhaben deutlich gekürzt. Das geht aus der aktuellen ifo Konjunkturumfrage hervor. Die Investitionserwartungen fielen für das laufende Jahr im November auf minus 9,2 Punkte, nach 2,4 Punkten im März. „Der tiefgreifende Strukturwandel und die mangelnde Attraktivität des Standorts Deutschland bremsen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen“, sagt ifo-Konjunkturexpertin Lara Zarges. „Die anhaltende Unsicherheit über wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen verstärkt die Investitionszurückhaltung zusätzlich.“ Mit einem Saldo von minus 3,1 Punkten sind die Investitionserwartungen für das kommende Jahr dennoch nicht ganz so pessimistisch wie für dieses Jahr.

Industrieunternehmen senken ihre Investitionserwartungen für das laufende Jahr am stärksten. Im November fiel der Wert auf minus 17,3 Punkte, nach plus 4 Punkten im März. Vor allem im Fahrzeugbau sanken die Erwartungen von minus 11,4 auf minus 36,7 Punkte. Ebenso senkt die Chemiebranche ihre Pläne von plus 21,0 Punkte auf minus 9,4 Punkte im November. Im Maschinenbau verschlechterten sich die Erwartungen von plus 0,9 Punkten im März auf minus 15,3 Punkte im November.  

Auch im kommenden Jahr planen die Industrieunternehmen, ihre Investitionen zurückzufahren, wenngleich der Saldo mit minus 6,9 Punkten höher liegt als für das Jahr 2025. Besonders pessimistisch sind die Chemieunternehmen (minus 15,8 Punkte). Der Fahrzeugbau erwartet dagegen, seine Investitionen nicht weiter abzusenken (minus 1,3 Punkte). Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen die Automobilbauer für das kommende Jahr ihre Investitionen in Software sowie in Forschung und Entwicklung stets ausgeweitet haben, kürzen sie ihre Pläne für das Jahr 2026 (minus 10,6 und minus 10,4 Punkte). Dagegen wollen sie in Ausrüstungen etwas mehr investieren (2,9 Punkte). Die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen planen für das kommende Jahr als einziger Industriezweig steigende Investitionen über alle Anlagegüter hinweg. Besonders die Ausweitung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben treibt ihren positiven Ausblick auf das kommende Jahr (13,1 Punkte).  

Auch im Handel sinken die Investitionserwartungen: für das laufende Jahr von minus 10,1 auf minus 13,1 Punkte. Doch auch für das kommende Jahr bleiben die Unternehmen mit minus 9,7 Punkten pessimistisch. Ebenso haben die Dienstleister ihre Pläne für das laufende Jahr deutlich zurückgenommen: von plus 4,9 auf minus 3,1 Punkte. Für 2026 sind die Dienstleister am optimistischsten gestimmt (1,1 Punkte).

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Berlin

Deutschlandreise auf der Grünen Woche: Die Highlights der Bundesländer

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Berlin 08.12.2025

13 Bundesländer sind beim 100-jährigen Messe-Jubiläum dabei. Sie präsentieren sich nicht nur kulinarisch, sondern stellen auch ihre Tourismusregionen vor. Mecklenburg-Vorpommern ist 2026 Partner der Grünen Woche.

Mecklenburg-Vorpommern kommt 2026 auf der Grünen Woche eine besondere Rolle zu: Als Partner präsentiert die beliebte Reise- und Genussregion ihre Vielfalt im Jubiläumsjahr besonders eindrucksvoll. Vom 16. bis 25. Januar rücken auf dem Berliner Messegelände touristische und kulinarische Highlights aus insgesamt 13 Bundesländern zusammen. Berlin und Bayern liegen hier nur ein paar Schritte voneinander entfernt – nirgendwo sonst erleben Besucherinnen und Besucher die Regionen Deutschlands so nah und abwechslungsreich.

Folgende Bundesländer sind auf der internationalen Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau vertreten: Baden-Württemberg (5.2), Bayern (22b), Berlin (21b), Brandenburg (21a), Hessen (6.2), Mecklenburg-Vorpommern (5.2), Niedersachsen (20), Nordrhein-Westfalen (5.2), Rheinland-Pfalz (6.2), Sachsen (21b), Sachsen-Anhalt (23b), Schleswig-Holstein (5.2), Thüringen (20).

Mecklenburg-Vorpommern ist Partner der Grünen Woche 2026

Mit seiner abwechslungsreichen Präsenz als Tourismus- und Genussregion ist Mecklenburg-Vorpommern ein Besucher-Highlight der Grünen Woche. Davon können sich nationale und internationale Delegationen überzeugen, wenn Mecklenburg-Vorpommern als offizieller Partner den Messerundgang in seiner Halle eröffnet. Zum 25. Mal ist das Bundesland mit eigener Länderhalle auf der Grünen Woche dabei. Dort präsentiert es Klassiker wie Fisch- und Bierspezialitäten, aber auch neue Produkte, zum Beispiel Nuss- und Saatmischungen sowie ein eigens für die Messe kreiertes Glühweinbrot.

Baden-Württemberg: Genuss trifft Natur

Unter dem Motto „Genuss ist Haltungssache“ lernen Gäste die kulinarischen Highlights und die einzigartige Natur Baden-Württembergs kennen. Mit Milchprodukten und Wurstspezialitäten können sie sich direkt aus dem Foodtruck verwöhnen lassen. Dazu passen die vorzüglichen Weine aus den zwei Anbaugebieten Baden und Württemberg sowie Bierspezialitäten. Weitere kulinarische Highlights sind verschiedene Obst- und Gemüsesorten vom Bodensee. Natürlich dürfen auch Klassiker wie Käsespätzle und Maultaschen mit Kartoffelsalat nicht fehlen. Auch Linsen mit Spätzle und köstliche Krautschupfnudeln werden frisch im eigenen Gastronomiebereich zubereitet. Für gute Stimmung sorgen täglich DJ Cat und Blaskapellen aus Baden-Württemberg. So können Besucherinnen und Besucher das Genießer- und Urlaubsland Baden-Württemberg mit allen Sinnen erleben.

Bayern erleben – mitten in Berlin!

Deutschlands größtes Bundesland heißt seine Gäste in der Bayernhalle 22b willkommen. Die lokalen Spezialitäten sprechen Genießer an: zartes Strohschwein, herzhafter Allgäuer Käse, edler Frankenwein, süffige Biere und viele weitere bayerische Schmankerl erwarten sie. Bayerische Lebensfreude verspricht der gemütliche Biergarten des traditionsreichen Entenwirts. Bei zünftiger Blasmusik und Auftritten von Trachtlern wird die echte bayerische Gastlichkeit spürbar. Auf einer Streuobst-Sonderfläche gibt es spannende Informationen und feine Erzeugnisse. Unter „Genuss Bayern“ zeigen bayerische Genussorte ihre Spezialitäten, auf der „Servus Urlaub“-Fläche erfahren Gäste alles über die schönsten Reiseziele im Freistaat. Auf mehr als 2.000 Quadratmetern können sie Bayern erleben – so authentisch und herzlich, wie in Bayern selbst.

Berlin: Neue Foodtrends aus der Hauptstadt

Jung, weltoffen und kreativ präsentiert sich Berlin nicht nur als Gastgeber der Grünen Woche, sondern auch auf dem Messegelände. Die Innovationskraft der Hauptstadt zeigt sich besonders auf der „Startup-Insel“. Sie bietet jungen innovativen Unternehmen eine Plattform, um ihre nachhaltigen Produkte zu präsentieren. Zudem wird das Projekt „Kantine Zukunft“ vorgestellt, das frische regionale Zutaten in der Gemeinschaftsverpflegung fördert. Es zeigt, wie Berlin innovative Lösungen zur Förderung einer nachhaltigen Ernährungswirtschaft in der Praxis umsetzt. Der Stand der Berliner Ernährungsstrategie stellt außerdem nachhaltige, gesundheitsförderliche Lebensmittel in den Mittelpunkt.

Brandenburg: Entdecken und mitmachen

Neben Traditionsmarken und -produkten wie Beelitzer Spargel, Spreewaldgurke oder Wurstspezialitäten laden Aussteller mit kreativen Ideen zum 100-jährigen Jubiläum der Grünen Woche zum Besuch der Brandenburg-Halle ein. Brandenburger Agrarforschung, junge Unternehmen und neue Ausstellende zeigen die Innovations- und Wirtschaftskraft der märkischen Natur- und Kulturlandschaft. Hier geht es ums Testen, Netzwerken und Sich-Zeigen. Auch 2026 ist Brandenburg ein Muss für Genießer und Entdecker!

Hessen: Äppelwoi und Grüne Soße

Wie gut Tradition und Innovation zusammenpassen, zeigt sich in der Hessen-Halle. Neben Klassikern wie Äppelwoi, Ahler Worscht und Grüner Soße gibt es leckere Hessen-Bowls mit Falafel und Süßkartoffel-Ingwer-Humus – alles aus hessischen Zutaten. Dazu laden hessische Weine, Spirituosen, Bier, Eis und vieles mehr zum Verweilen im „Hesse-

Gadde“ ein. Kochshows, Interviews und Aktionen sorgen für ein abwechslungsreiches Messeerleben für Groß und Klein. Täglich ab 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher den Messetag bei DJ-Musik ausklingen lassen.

Niedersachsen: Highlights aus der Heide

Als Modellregion für nachhaltige Entwicklung präsentiert sich die Lüneburger Heide erstmals am Stand von Niedersachsen in Halle 20. Von dort reisen auch Jan und Monika Alvermann mit ihrem Unternehmen WITT Wein an, das erstmals auf der Grünen Woche ausstellt. Darüber hinaus erwarten die Gäste Spezialitäten wie ein Grünkohl-Menü mit Bratkartoffeln von Wernsing, Pinkel und Mettenden, zubereitet von Profi-Koch Matthias Mähler. Am Stand des Oldenburger Münsterlandes gibt es einen Grünkohl-Smoothie und ein Veggie-Grünkohlmenü. Die „Stadion-Bratwurst“ von Werder Bremen wird am Goldschmaus-Grillstand auf den Rost gelegt. Unter der Schirmherrschaft des Bioland-Landesverbandes Niedersachsen/ Bremen versammeln sich an einem Messestand die Akteure der niedersächsischen Bio-Branche. Es gibt touristische Informationen und ein vielfältiges Bühnenprogramm. 

Nordrhein-Westfalen: Sahne, Senf und Bio-Öle

Wer schlägt Kuh Lotte im Sahne schlagen und wie schmeckt Senf vom Niederrhein? Mitmachen und Probieren stehen in der NRW-Halle auf der Grünen Woche 2026 im Fokus. Es gibt Bio-Öle aus der Münsterlandmühle und feine Brände der Feinbrennerei Sasse, eine Vielfalt an Haselnussspezialitäten, Aachener Karlswurst und Bio-Käse. Tägliche Kochshows sorgen für Abwechslung, Kölsch und die „Roten Funken“ für Stimmung – und dann wird noch die Pickert-Prinzessin gekrönt. Zu den Highlights gehört der Kölsche Abend am Montag, 19. Januar 2026, mit Funkemariechen, Kölsch und Blaskapelle. 

Sachsen: KI trifft Kiwibeeren

Auf eine genussvolle Reise nach Sachsen können sich Gäste der Halle 21b begeben. Neben Traditionsprodukten wie Kaffee, Bier oder Wein erwarten sie „in Sachsen“ Kiwibeeren-Fruchtaufstriche oder -Glühwein-Verkostungen. Die säuerliche Frucht erinnert geschmacklich an eine Mischung aus Kiwi und Stachelbeere. Wer es lieber herzhaft mag: Nudelkreationen mit schmackhaften Soßen liefert ein KI-gestützter, intelligenter Verkaufsautomat. Ob süß oder salzig, geräuchert oder frisch – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und von den sächsischen Tourismusregionen erfahren Besucherinnen und Besucher aus erster Hand, wo es im Freistaat am schönsten ist. 

Sachsen-Anhalt: Stars auf dem Grünen Teppich

Wenn am 22. Januar 2026 die Oscar-Nominierungen bekannt gegeben werden, locken Aussteller aus Sachsen-Anhalt in Halle 23b mit einem passenden Catering, das Lust macht auf die Verleihung im März: Als Vorspeise eine von Hand zubereitete Suppe aus der Altmark, bevor sich leichte Süße und grobe Körnung in einer Straußenbratwurst vereinen. Danach ein veganes Eis, das jedem anderen Nachtisch eiskalt die Show stiehlt. Denn hier trifft fein verarbeiteter Kakao auf eine selbstentwickelte Leinsamenpaste. Zum Abschluss fällt die Entscheidung schwer: Lieber eine „Secconade“ auf der Afterparty oder noch einen Abstecher an die Eierlikörbar? Und der Geheimtipp für alle Kino-Fans: buntes Popcorn!

Schleswig-Holstein: Frisches aus dem Norden

Auch Schleswig-Holstein lässt sich das 100-jährigen Bestehen der Grünen Woche nicht entgehen. Mit einem erneuerten und modernisierten Landesauftritt präsentiert sich der „echte Norden“ in Halle 5.2 gemeinsam mit Traditionsunternehmen sowie kulinarischen Schätzen aus dem ländlichen Raum. Besucherinnen und Besucher können sich auf frische nordische Küche freuen – von Kartoffel- und Kohlgerichten bis hin zu typisch schleswig-holsteinischen Fischspezialitäten. Abgerundet wird der Auftritt durch Angebote aus dem Binnenland und das touristische Profil des Landes zwischen den Meeren.

Rheinland-Pfalz: Bestes vom Winzer

In seiner Weinlounge in Halle 6.2 präsentiert sich Rheinland-Pfalz als „Paradies für Goldschlürfer“ mit exzellenten Weinen und Sekten – auch in alkoholfreien Varianten – aus seinen sechs Weinanbaugebieten Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Ahr und Mittelrhein.

Die rheinland-pfälzischen Weinmajestäten laden täglich zu Weinverkostungen ein. Bei einem spannenden Gold-Quiz können die Besucher unter anderem Wochenendaufenthalte in einem der Anbaugebiete gewinnen. Doch das Bundesland hat noch viel mehr zu bieten: spannende Ausflugsziele, Wellness- und Aktivangebote, für Kulturbegeisterte und Naturliebhaber. 

Thüringen: Überraschungen aus Deutschlands Mitte

Als Grünes Herz Deutschlands präsentiert sich das Bundesland unter dem Motto „Thüringen überraschend – 100 Jahre Grüne Woche“. Auf dieser besonderen Grünen Woche möchte Thüringen neben den Traditionsprodukten wie Bratwurst, Klößen und Bier Besonderheiten zeigen, die nicht gleich mit Thüringen verbunden werden. Nur einige Beispiele, die neugierig machen: Thüringer Freilandpilze (Trüffel) als kleiner Snack oder Brunnenkresse aus Erfurt, Sülze von der Wachtel, Slushcocktails mit regionalen Säften oder die Hex-Erlebniswelt mit dem weltgrößten Besen. Eine E-Kutsche als innovatives LEADER-Projekt ist im Eingangsbereich der Halle 20 zu finden. Lust auf eine Reise nach Thüringen machen zudem außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten sowie 100 (un-)bekannte Veranstaltungen in Thüringen.

Foto: Blick in die Halle Deutsche Regionen auf der Grünen Woche. © Messe Berlin

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Wirtschaft

ifo Dresden: US-Zölle schaden Industriestandorten in Süddeutschland am stärksten

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Dresden 09.12.2025

– Die US-Zölle von 15 Prozent auf EU-Waren wirken sich regional unterschiedlich auf die lokale Wirtschaft aus. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der US-Zölle für die Landkreise und kreisfreien Städte. „Das Nord-Süd-Gefälle ist deutlich: Während Potsdam sogar einen leichten Zugewinn verzeichnet, drohen Industriestandorten wie Salzgitter, Dingolfing-Landau, Wolfsburg und Ingolstadt empfindliche Einbußen“, sagt Marcel Thum, Leiter der ifo Niederlassung Dresden.

Besonders stark betroffen sind Regionen mit hohem Industrieanteil, etwa in der Automobil- und Metallerzeugung. Am höchsten sind die Wertschöpfungsverluste für Salzgitter (minus 1,16 Prozent), Dingolfing-Landau (minus 1,08 Prozent), Wolfsburg (minus 1,06 Prozent), Böblingen (minus 1,05 Prozent) und Ingolstadt (minus 0,98 Prozent). Leichte positive Wertschöpfungseffekte gibt es für Potsdam (plus 0,23 Prozent), den Main-Taunus-Kreis (plus 0,22 Prozent), Cottbus (plus 0,18 Prozent) und Bonn (plus 0,17 Prozent).

Die regionalen Unterschiede sind vor allem auf die Wirtschaftsstruktur vor Ort zurückzuführen. „Während Dienstleister vielerorts tendenziell profitieren und Marktanteile gewinnen können, sind die Verluste im Verarbeitenden Gewerbe in einzelnen Kreisen gravierend“, sagt Robert Lehmann von der ifo Niederlassung Dresden. „Insgesamt könnten die Zölle mittelfristig zu einer Verschiebung der Wirtschaftsaktivität von Industrie zu Dienstleistungen führen.“

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Berlin

Tourismus im Gleichgewicht: ITB Berlin Kongress 2026 weist den Weg

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Berlin 09.12.2025

Die ITB Berlin feiert 60 Jahre und der weltweit größte Think Tank der Branche widmet sich unter dem Leitmotiv „Leading Tourism into Balance“ den zentralen Zukunftsfragen der globalen Tourismusindustrie. Vom 3. bis 5. März 2026 diskutieren rund 400 internationale Top-Speaker in 17 Thementracks und auf vier Bühnen, wie sich zukunftsfähige Geschäftsmodelle mit dem Schutz natürlicher Lebensräume in Einklang bringen lassen. 

Der ITB Berlin Kongress 2026 blickt im kommenden Jahr auf Antworten und Strategien für eine Tourismusbranche im Umbruch. Mehr als 400 internationale Speaker beleuchten aktuelle Trends, präsentieren Forschungsergebnisse und Szenarien, debattieren Strategien und Handlungsoptionen. Expert:innen führender Unternehmen wie Nathan Blecharczyk (Co-Founder and Chief Strategy Officer, Airbnb), Mitra Sorrells (Senior Vice President, Phocuswright) und Bruce Poon Tip (Gründer, G Adventures) teilen exklusive Einblicke in aktuelle Marktentwicklungen und strategische Trends. Während Frauke Fischer (Business Biodiversity Expertin) aufzeigt, warum biologische Vielfalt ein zentraler Erfolgsfaktor für die Zukunft der Reisebranche ist, nimmt Thor Pedersen (Weltreisender und Bestsellersautor) das Publikum mit auf seine außergewöhnlichen Erfahrungen aus der Weltumrundung ohne Flugzeug, und lässt dabei ganz neue Perspektiven auf globales Reisen entstehen. 

Künstliche Intelligenz, Overtourism und Klimawandel erfordern Antworten 

Mit dem Leitmotiv „Leading Tourism into Balance“ richtet sich der ITB Berlin Kongress 2026 auf vier Bühnen und im Rahmen von 17 Thementracks an eine Branche, die zunehmend komplexeren Aufgaben unterliegt und dabei verschiedensten Anforderungen gerecht werden muss. Wie reagieren die Urlaubsziele auf den Übertourismus? Welche Chancen bieten Datenmanagement und Künstliche Intelligenz? Wieviel Anpassung erfordert der Klimawandel? Die Herausforderungen der Gegenwart verlangen nach innovativen Konzepten, die unterschiedlichste Akteure und Zielgrößen einbeziehen und divergierende Anliegen miteinander in Einklang bringen.

Foto: Mitra Sorrells (Senior Vice President Content, Phocuswright) auf dem ITB Berlin Kongress © ITB Berlin

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Politik

Ukraine: Wirtschaft zwischen Widerstandskraft und Zukunftschancen

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Berlin 09.12.2025

Die Ukraine entwickelt sich zu einem zentralen Akteur und eröffnet zugleich große Chancen für Unternehmen. Im Vorfeld des 8. Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforums, der zentralen Plattform für wirtschaftliche Kooperationen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Potenziale des Landes.

Bilateraler Handel und Investitionen

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine intensiviert sich stetig. Exportkreditversicherungen und Investitionsgarantien erleichtern deutschen Unternehmen den Marktzugang und werden von hiesigen Firmen kräftig genutzt. Fortschritte wie der Ausbau der Stromnetze und die Modernisierung der Logistik unterstreichen die Handlungsfähigkeit der Ukraine. Reformen bei der EU-Annäherung schaffen zusätzliche Planungssicherheit – ein entscheidender Faktor für Investitionen und langfristige Partnerschaften.

Wachstumsbranchen und Innovationspotenziale 

In der Ukraine bieten der Energiesektor, das Bauwesen und die Agrarwirtschaft vielversprechende Möglichkeiten. Der Wiederaufbau der zerstörten Energieinfrastruktur, verbunden mit einer stärkeren Integration in das europäische Stromnetz, eröffnet gute Chancen für langfristige Kooperationen. Der Reparatur- und Installationsbedarf kann und sollte mit moderner Technik erfolgen, um auch hier einen Schritt zur Harmonisierung von Standards mit der EU zu gehen.
Eine Dezentralisierung der Energieversorgung und die Modernisierung von Gebäuden durch energieeffiziente Technologien erschließen weitere Zukunftsmärkte. Gleichzeitig stärken die Diversifizierung in der Landwirtschaft sowie Investitionen in moderne Verarbeitungstechnologien die Exportfähigkeit des Landes. Für den deutschen Mittelstand bedeutet das: neue Geschäftsfelder, Partnerschaften und Chancen, um Know-how und Technologien einzubringen – und damit aktiv am Wiederaufbau und an der wirtschaftlichen Transformation der Ukraine mitzuwirken.

Sicherheit: Von Waffenlieferungen zu Industriepartnerschaften

In der Verteidigungsindustrie hat sich die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine in den vergangenen drei Jahren deutlich gewandelt. Heute entstehen Joint Ventures zwischen deutschen Unternehmen und ukrainischen Partnern, deutsche Firmen errichten vor Ort Produktionsstätten, und Kooperationen vor allem in der Drohnenabwehr sowie der Luftverteidigung eröffnen neue Innovationsfelder für eine enge bilaterale Zusammenarbeit.
 
Für hiesige Unternehmen bedeutet das Zugang zu Technologien, die unter realen Einsatzbedingungen getestet werden. Die Unterschiede zu 2024 sind deutlich: Damals dominierte die Debatte um Kampfpanzer und Flugabwehrsysteme. Heute geht es um lokale Produktion, Technologieentwicklung und langfristige Industriepartnerschaften auf Augenhöhe.

Ukraine als Verbündeter: Chancen jetzt nutzen

Die Ukraine ist auf dem Weg, ein zentraler Partner Europas zu werden – wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Deutsche Unternehmen haben die Chance, diesen Prozess aktiv mitzugestalten – durch Investitionen in Technologiepartnerschaften, lokale Produktion und Ausbildung. Risiken wie die Sicherheitslage, aber auch das Thema Korruption bleiben Herausforderungen. Die Deutsch-Ukrainische Industrie- und Handelskammer und das Kompetenzzentrum Wiederaufbau Ukraine der Deutschen Industrie- und Handelskammer unterstützen Unternehmen durch Vernetzung und gezielte Informationen bei der Identifizierung von Chancen und Minimierung von Risiken.
 
Die Bundesregierung und viele andere staatliche Akteure leisten bereits Unterstützung, indem sie Finanzierungs- und Absicherungsinstrumente für Projekte bereitstellen. Diese positiven Ansätze können aber bilateral und im internationalen Kontext noch intensiviert werden, um eine bessere Finanzierbarkeit von Projekten und Investitionen zu ermöglichen und europäische Standards zu implementieren.

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Berlin

Bundesumweltministerium informiert zum Natürlichen Klimaschutz

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Berlin 09.12.2025

–Informieren, Ausprobieren, Kennenlernen – das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) steht für eine Vielzahl von Themen. Auf der Grünen Woche 2026 wird sich das BMUKN Fragen rund um den Natürlichen Klimaschutz widmen.

Das Bundesumweltministerium informiert vom 16. bis 25. Januar 2026 in Halle 27 zur Rolle der Natur für den Klimaschutz. Wälder und Auen, Böden und Moore, Flussauen und Meere, Grünflächen in der Stadt und auf dem Land – all diese natürlichen Lebensräume helfen, das Klima zu schützen. Sie können Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden und langfristig speichern – wenn sie gesund, also ökologisch intakt sind. Um diese Ökosysteme zu stärken, wiederherzustellen und zu bewahren, unterstützt das Bundesumweltministerium (BMUKN) mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) zahlreiche Maßnahmen und Projekte. 

Damit wird die Natur wieder zur Verbündeten beim Klimaschutz, wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere bleiben erhalten. Und es geht noch um mehr: Darum, dass das Grundwasser noch für unsere Kinder und Enkelkinder reicht. Dass es weniger Erosion und auch künftig noch gute Ernten gibt und dass die Sommer erträglich bleiben, weil die Natur die Landschaft kühlt.

Unter dem Blickwinkel „Stärken, Wiederherstellen, Bewahren“ stellt das Bundesumweltministerium einzelne natürliche Lebensräume vor und zeigt…

… in welchen Bereichen der Mensch aktiv Ökosysteme erhalten oder dazu beitragen kann, dass sie sich erholen. 
… was Meere und Regenwürmer mit Klimaschutz zu tun haben.
… wie Naturschutz mit Klimaschutz Hand in Hand geht und der Nutzen, der für Mensch und Natur dadurch entsteht. 
… wie Moorschutz zum Geschäftsmodell werden kann.

Neben umfangreichen Informationen laden anschauliche Exponate zum Ausprobieren und Aktivwerden ein. Am Stand des Bundesumweltministeriums werden mit Quizformaten und Mitmachaktionen sowie mit einem unterhaltsamen und informativen Bühnenprogramm Wissen und Tipps für den Alltag vermittelt.

Foto: Auch auf der Grünen Woche 2025 konnten sich Jung und Alt bei Mitmachaktionen am Stand des BMUKN beteiligen. © Messe Berlin

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Europa

Konferenz zur Wirtschaftspolitik in der EU

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Berlin 08.12.2025

– Mit der Frage, wie die EU ihre Position in der Weltwirtschaft stärken kann, hat sich die 25. Tagung der Interparlamentarischen Konferenz über Stabilität, wirtschaftspolitische Koordinierung und Steuerung in der Europäischen Union (SWKS) am 29. und 30. September 2025 in Billund befasst. Das geht aus einer Unterrichtung (21/2992) der Delegation des Deutschen Bundestag hervor. Sie bestand aus sieben Bundestagsabgeordneten aus allen Fraktionen und wurde von Inge Gräßle (CDU/CSU) geleitet. Insgesamt nahmen Delegierte aus 25 EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament teil.

Weitere Themen der Konferenz waren die Finanzierung einer unabhängigen EU-Sicherheitspolitik und die Nachhaltigkeit der neuen europäischen Fiskalregeln im aktuellen geopolitischen Kontext.

Mit der Einrichtung der Konferenz haben sich die Unterzeichnerstaaten – zu denen alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union gehören – zur Aufnahme einheitlicher und verbindlicher Haushaltsregeln in ihre nationalen Rechtsordnungen, vorzugsweise auf Verfassungsebene, verpflichtet. Die erste SWKS-Konferenz fand im Herbst 2013 in Vilnius (Litauen) statt, seither gibt es jeweils im Frühjahr und im Herbst ein Treffen.

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Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima stagnierte 2025

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München 04.12.2025

– Das Geschäftsklima hat sich im Verlauf des Jahres 2025 kaum bewegt und bleibt deutlich hinter den Werten früherer Jahre zurück. Von Januar bis November stieg der Index insgesamt nur um rund 2,8 Punkte, was fast einem Stillstand gleichkommt. Die Geschäftslage hat sich kaum verändert (minus 0,4 Punkte), die Erwartungen legten im Jahresverlauf leicht zu (plus 5,9 Punkte). „Die Unternehmen blicken nüchtern und besorgt auf die wirtschaftliche Entwicklung“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Wir sehen eine nur von den Erwartungen getriebene Stabilisierung des Geschäftsklimas, und die Euphorie vom Jahresstart ist schon wieder verblasst.“ 
 
Seit Jahresbeginn verbesserte sich das Geschäftsklima in der Industrie zwar spürbar, dennoch bleiben nahezu alle Branchen im negativen Bereich, blicken also immer noch überwiegend pessimistisch in die Zukunft. So verbesserte sich das Geschäftsklima bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen zwar über das Jahr deutlich um 29,4 Punkte; die Stimmung blieb aber immer noch zurückhaltend – im November erreichte der Indikator minus 2,1 Punkte. In der Chemischen Industrie verschlechterte sich die Stimmung vor allem im Oktober und November. Insgesamt sank dort der Indikator um 8,6 Punkte. Auch bei den Herstellern von Nahrungs- und Futtermitteln sank das Barometer um 12,7 Punkte. 
 
Die Stimmung im Handel erholte sich etwas, blieb aber zum Jahresende auf einem sehr niedrigen Niveau und war insgesamt schlechter als in den vergangenen Jahren. Der Bau zeigte über das Jahr hinweg eine Aufwärtstendenz, wobei der Bereich aus einem sehr tiefen Tal kam und es bis zum November nicht aus dem negativen Bereich herausschaffte. Bei den befragten Dienstleistern gab es kaum Bewegung: Dabei hat sich die Stimmung in der Lagerei deutlich um plus 13,1 Punkte verbessert. Auch das Gastgewerbe ist zum Jahresende besserer Laune, plus 6,8 Punkte im Vergleich zum Januar. Hingegen fiel das Geschäftsklima im Verlagswesen um 14,9 Punkte. „Insgesamt zeigt sich über alle Wirtschaftsbereiche hinweg, dass man nicht von einer Erholung sprechen kann“, sagt Wohlrabe. 

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Berlin

Der ErlebnisBauernhof zeigt die Vielfalt moderner Landwirtschaft

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Berlin 04.12.2025

Der ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 präsentiert auch im Jubiläumsjahr der Grünen Woche die gesamte Themenbreite moderner Landwirtschaft. Unter dem Leitmotiv „Ernährung sichern. Natur schützen.“ zeigt die Agrarbranche, wie Innovation, Verantwortung und Vielfalt zusammenwirken. Mehr als 70 Partner aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Technik, Verarbeitung und Lebensmitteleinzelhandel gestalten die Halle gemeinsam.

Lea Fließ, Geschäftsführerin Forum Moderne Landwirtschaft: „Die Landwirtschaft steht für Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Innovation gleichermaßen. Der ErlebnisBauernhof zeigt, wie vielfältig und lösungsorientiert die Branche arbeitet – von der Pflanzenzüchtung über moderne Tierhaltung bis hin zu digitalen Technologien auf dem Acker. Zugleich stehen der Dialog und die Transparenz im Mittelpunkt, besonders im Jubiläumsjahr der AgrarScouts und während des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft.“ 


Einblicke in die gesamte Wertschöpfungskette

Der ErlebnisBauernhof führt durch die verschiedenen Stufen der Lebensmittelproduktion – von Bodenfruchtbarkeit über Saatgut, digitale Ackertechnik, Pflanzenbau, Pflanzenschutz, moderne Tierhaltung und Tierwohl bis hin zu Verarbeitung, Vermarktung und dem Lebensmitteleinzelhandel.

Besondere Stationen verdeutlichen, welche Rolle Kreisläufe, Nährstoffmanagement, Forschung und Innovationen für Nachhaltigkeit und Effizienz spielen. Multimediale Module, Mitmachangebote und interaktive Flächen helfen, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen.


Technologie, Innovation und Zukunftsthemen

Autonom fahrende Maschinen, digitale Sensorik, KI-gestützte Analyseverfahren oder neue Züchtungstechnologien zeigen, wie technische Entwicklungen zur Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft beitragen. Partner wie die Landtechnik, Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen und Start-ups setzen Schwerpunkte zu Klimaanpassung, Ressourceneffizienz und smarter Landwirtschaft.

„Technologie ist kein Selbstzweck – sie macht Landwirtschaft präziser, nachhaltiger und resilienter. Auf dem ErlebnisBauernhof lässt sich erleben, wie Innovation in Stall, Acker und Lieferkette wirkt“, betont Lea Fließ.


Moderne Tierhaltung – erklärt, transparent gemacht

In Halle 3.2 wird moderne Tierhaltung gezeigt: Modelle, Simulationen und Exponate veranschaulichen, wie Tierwohl, Stalltechnik und nachhaltige Kreisläufe zusammenspielen. Dabei stehen sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch der Alltag landwirtschaftlicher Betriebe im Fokus. Zusätzlich gibt es durch eine Kooperation mit Tierwohl TV echte Einblicke in Ställe. 


Pflanzenzucht, Pflanzenschutz & Ackerbau

Die Pflanzenproduktion gehört zu den zentralen Säulen des ErlebnisBauernhofs. In Halle 3.2 wird gezeigt, wie moderne Pflanzenzüchtung und ein präziser Pflanzenschutz dazu beitragen, stabile Ernten zu sichern und gleichzeitig den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in aktuelle Forschung, neue Sorten, resiliente Pflanzen für den Klimawandel sowie innovative Ackerbauverfahren – von regenerativen Methoden bis hin zu smart gesteuerter Digitalisierung auf dem Feld. 


2026 – Das Jahr der Frauen in der Landwirtschaft

Das internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft bildet einen thematischen Fokus. Inhalte zeigen die Rolle von Frauen in Betrieben, Beratung, Wissenschaft, Bildung und Politik. Diskussionsformate und Bühnenprogramme greifen neue Rollenbilder, Equal Opportunity und Fachkräftegewinnung auf.


AgrarScouts feiern 10-jähriges Jubiläum

Über 800 Landwirtinnen, Landwirte aus dem gesamten Bundesgebiet engagieren sich inzwischen als AgrarScouts. Auf dem ErlebnisBauernhof begleiten sie Politikdelegationen, Schulklassen und Messepublikum, erklären ihre Arbeit, beantworten Fragen und geben Orientierung in den Themenfeldern Ackerbau, Tierhaltung, Technik und Nachhaltigkeit.

„Die AgrarScouts stehen für gelebten Dialog. Sie übersetzen Fachwissen in Alltagssprache und schaffen Vertrauen – genau das braucht die gesellschaftliche Debatte“, so Fließ.


Bühnenprogramm & Dialogformate

Auf der Bühne der Halle 3.2 erwartet die Besuchenden ein breites Programm – von Talks zu Innovationen und Klimaanpassung über Fachimpulse zur Biodiversität, Züchtung und Bodenfruchtbarkeit bis hin zu Live-Demonstrationen rund um Tierwohl, Technik und Pflanzenbau.

Diskussionsrunden mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft machen die Spannbreite der Themen sichtbar. Auch das UN-Jahr der Frauen sowie der Nachwuchs in grünen Berufen sind feste Programmpunkte.


Erlebnispfade – Die interaktive „Schnitzeljagd“

Besucherinnen und Besucher können auf dem ErlebnisBauernhof über thematische Erlebnispfade die Vielfalt der Branche erkunden. Die interaktive „Schnitzeljagd“ führt zu ausgewählten Ständen und bietet spielerische Wissensstationen zu Tier, Technik, Natur und Boden. Gesammelte Marken können an einem zentralen Rastplatz gegen ein Getränk und einen Sammelbecher mit landwirtschaftlichem Motiv eingelöst werden.

Foto: Die AgrarScouts auf dem ErlebnisBauernhof der Grünen Woche 2025. © Forum Moderne Landwirtschaft e. V.

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Wirtschaft

ifo Institut: Materialknappheit in der Industrie nimmt zu

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München 01.12.2025

– Die Industrie kämpft mit immer mehr Engpässen bei Vorprodukten. In einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts meldeten 11,2 Prozent der befragten Unternehmen Schwierigkeiten, die benötigten Materialien für ihre Produktion zu bekommen – nach 5,5 Prozent im Oktober. „Die fehlenden Halbleiter verschärfen die bereits schwierige Situation der Industrie“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.

Insbesondere in der Automobilwirtschaft hat sich der Mangel zugespitzt. Mehr als jedes vierte Unternehmen (27,6 Prozent) berichtete von Engpässen bei Vorprodukten. Im Oktober waren es noch weniger als ein Prozent. Auch die Hersteller von elektronischen und optischen Produkten haben vermehrt Probleme – hier stieg der Anteil von 10,4 auf 17,5 Prozent. Ähnlich ergeht es den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen. Dort berichteten 16 Prozent von einem Mangel, nach 10 Prozent im Vormonat. Im Maschinenbau stieg der Anteil auf 8,2 Prozent.

Im langfristigen Mittel vor der letzten Krise von 2021 bis 2023 liegt der Anteil allerdings bei 5,2 Prozent. Ein ähnlich hoher Wert wurde im April 2024 mit 12,4 Prozent erreicht. Die Industrie verzeichnete den bisherigen Höhepunkt der Lieferprobleme im Dezember 2021. Da waren 81,9 Prozent der Unternehmen von Materialengpässen betroffen.

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Politik

Auch die Privatwirtschaft muss barrierefrei werden

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Die Bundesvereinigung Lebenshilfe sieht im Entwurf zum neuen Behindertengleichstellungsgesetz erheblichen Nachbesserungsbedarf.

Am 3. Dezember ist Welttag der Menschen mit Behinderung.

Berlin 02.12.2025
 

–Lange haben Menschen mit Behinderung auf die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes warten müssen. In dem nun vorgelegten Entwurf sieht die Bundesvereinigung Lebenshilfe jedoch erhebliche Schwachstellen und fordert zwingend Nachbesserungen. Anlässlich des Welttages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember erklärt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D.: „Wir sind froh, dass es jetzt endlich vorangehen soll. Wenn das Gesetz aber nicht besser wird, bleibt es in großen Teilen ein zahnloser Papiertiger.“

Das Behindertengleichstellungsgesetz hat das Ziel, Deutschland barrierefrei zu machen. Die Reform sieht allerdings keine umfängliche Verpflichtung privater Unternehmen zur Barrierefreiheit vor. Es wird lediglich klargestellt, dass ein Verstoß gegen bereits bestehende gesetzliche Vorgaben zur Barrierefreiheit eine Benachteiligung von Menschen mit Behinderung darstellt. Betroffene können aber nicht auf Beseitigung oder Unterlassung dieser Benachteiligung klagen, sondern sie nur feststellen lassen. Konsequenzen daraus folgen nicht. Ulla Schmidt: „Alle müssen ihren Beitrag leisten – auch der private Sektor. Gerade in einer alternden und vielfältigen Gesellschaft ist umfassende Barrierefreiheit notwendiger denn je.“ 

Zumindest stellt der Entwurf klar, dass Menschen mit Behinderung künftig einen durchsetzbaren Anspruch auf angemessene Vorkehrungen gegen private Unternehmen haben. Das sind Hilfestellungen, die im Einzelfall benötigt werden, um bestehende Barrieren zu überwinden. Beispielsweise das Vorlesen der Speisekarte oder das Anlegen einer mobilen Rampe. „Dieser Klarstellung muss im parlamentarischen Verfahren unbedingt erhalten bleiben und durch Ansprüche auf Schadensersatz und Entschädigung ergänzt werden“, fordert die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe. „Außerdem darf der Anspruch auf angemessene Vorkehrungen keinesfalls auf bestimmte Maßnahmen beschränkt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass es sogar zu einer Verschlechterung der aktuellen Rechtslage kommt. Derzeit schließt der Entwurf beispielsweise alle baulichen Änderungen aus.“

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Politik

BMLEH gibt Startschuss für Förderprogramm zur Flottenanpassung in der Nordsee

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Stilllegung von Fischereifahrzeugen wird mit 20 Millionen Euro unterstützt

Berlin 02.12.2025 

– Die Küstenfischerei in der Nordsee steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen: Reduzierte Fangmöglichkeiten und der zunehmende Verlust von Fischereigründen durch den Ausbau von Offshore-Windparks sowie die Ausweisung von Meeresschutzgebieten mit umfangreichen Beschränkungen der Fischerei haben die Notwendigkeit für einen grundlegenden Strukturwandel in der Fischereiflotte verstärkt.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützt mit einem neuen Förderprogramm die zukunftsorientierte Anpassung der deutschen Fischereiflotte in der Nordsee. Mit 20 Millionen Euro wird die Stilllegung von Fischereifahrzeugen gefördert, um die Struktur der Flotte zu verbessern und Fischern einen sozialverträglichen Ausstieg zu ermöglichen. Das Programm richtet sich insbesondere an die Krabbenfischerei, steht aber auch der Plattfischfischerei offen. Ziel ist es, die Flotte an Krabbenkuttern um rund 30 % zu verkleinern.

Dazu sagt der Bundesfischereiminister Alois Rainer: „Wir bringen die Leistungsfähigkeit der Fischereiflotte und die tatsächlichen Fangmöglichkeiten wieder ins Gleichgewicht. Unsere Förderung ermöglicht eine nachhaltige Strukturanpassung in der deutschen Fischereiflotte und sichert den Betrieben in der Nordsee, die weitermachen wollen, eine wirtschaftliche Perspektive.“

Mit der Maßnahme wird eine wesentliche Empfehlung der Zukunftskommission Fischerei (ZKF) umgesetzt. Diese hat mit ihrer Arbeit wichtige Ansatzpunkte für den notwendigen Transformationsprozess in der deutschen Seefischerei geliefert. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt mit Mitteln aus dem Windenergie-auf-See-Gesetz, die dem BMLEH für die Förderung von Maßnahmen zur umweltschonenden Fischerei, aber auch von Fischereistrukturmaßnahmen zur Verfügung stehen.

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Berlin

Ernährungssicherung braucht Vielfalt – Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche 2026

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Berlin 02.12.2025

Zur Grünen Woche 2026 zeigen die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Lebensmittelverband Deutschland am Gemeinschaftsstand „Zukunft schmeckt“, dass Vielfalt und Innovation zentrale Voraussetzungen sind, um die Ernährungssicherung in einem zunehmend herausfordernden globalen Umfeld auch in Zukunft zu gewährleisten.

Die breite Palette an Produkten, Technologien und Ernährungstrends illustriert, wie leistungsfähig und wandelbereit die Branche ist und wie essenziell stabile, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland sind. Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff unterstreicht: „Die deutsche Ernährungswirtschaft braucht politische Stabilität, die Planungssicherheit schafft, Innovation ermöglicht und Überregulierung verhindert. Vielfalt ist dabei weit mehr als eine Frage des Geschmacks: Sie stärkt Versorgungssicherheit und Resilienz, fördert Wettbewerb und eröffnet Verbraucherinnen und Verbrauchern echte Wahlfreiheit. Nur wenn Unternehmen ihre Kreativität entfalten können, lässt sich der Dreiklang aus Qualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit dauerhaft sichern.“

Programm am Stand:

Der Gemeinschaftsstand in Halle 3.2. präsentiert einen Mix aus Dialog, Wissensvermittlung und kulinarischer Inspiration. Die Showküche bildet erneut das Zentrum: Dort laden täglich Kochvorführungen und Verkostungen dazu ein, Geschmacksvielfalt zu erleben und sensorisches Wissen zu vertiefen. In moderierten Gesprächsrunden diskutieren Expertinnen und Experten aktuelle Entwicklungen der Ernährungswirtschaft – von Innovationsförderung über Nachhaltigkeitsfragen bis hin zu Fragen der Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Ein interaktiver Wissensbereich lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, ihr Know-how rund um Lebensmittel zu testen und zu erweitern, zum Beispiel mit dem digitalen Kennzeichnungsspiel „Was steht auf dem Etikett?“, bei dem man sich über verschiedene Kennzeichnungselemente auf Lebensmittelverpackungen informieren kann. Beim „Food-Waste-Quiz“ wiederum stehen vor allem Nachhaltigkeitsaspekte und Tipps rund um die Vermeidung von Lebensmittelverlusten im Vordergrund.

FOTO: Kochshow mit Sebastian Morgenstern – Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE). Foto: © Messe Berlin

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Wirtschaft

ifo Institut: Unternehmen wollen Stellen und Investitionen kürzen, wenn der Mindestlohn steigt.

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München 02.12.2025

– Mehr als jedes fünfte betroffene Unternehmen (22 Prozent) plant wegen der anstehenden Mindestlohnerhöhung, Stellen zu streichen. Zum 1. Januar 2026 wird dieser auf 13,90 Euro erhöht. Zudem rechnet mehr als ein Viertel von ihnen (28 Prozent) mit weniger Investitionen. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts. Jedes zweite betroffene Unternehmen (50 Prozent) plant, die Preise zu erhöhen. Als weitere Folgen nennen die Befragten sinkende Gewinne und eine schlechtere Position im Wettbewerb. 
 
„Die anstehende Mindestlohnerhöhung zum Jahreswechsel stellt einen bedeutenden Lohnkostenanstieg für die betroffenen Unternehmen dar“, sagt ifo-Forscher Sebastian Link. „Die Reaktionen der Unternehmen zeigen, dass die Anhebung des Mindestlohns in der aktuellen Phase der wirtschaftlichen Schwäche besonders schädlich ist. Obwohl die Unternehmen ähnlich betroffen sind wie von der letzten großen Anhebung im Jahr 2022, planen sie häufiger mit Stellenabbau und Investitionskürzungen.“ Die Anhebung von 12,82 Euro auf 13,90 Euro je Stunde entspricht einem Anstieg von 8,4 Prozent. Der Mindestlohn wird daher wesentlich stärker steigen als die allgemeinen Tariflöhne, die im Jahr 2026 voraussichtlich lediglich um 3 Prozent ansteigen werden. 
 
Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen (37 Prozent) gab an, direkt betroffen zu sein – an der Spitze das Gastgewerbe (77 Prozent) und der Einzelhandel (71 Prozent). Unter den Industrieunternehmen sind vor allem das Textil- und Bekleidungsgewerbe (62 Prozent) sowie die Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln (59 Prozent) von der Mindestlohnerhöhung betroffen. Am geringsten sind die Auswirkungen für das Baugewerbe, in dem ein höherer Branchenmindestlohn gilt. 
 
Die Studie basiert auf Daten aus der ifo Konjunkturumfrage im Oktober 2025 unter über 4.600 Unternehmen in Deutschland. Sie vergleicht zudem die aktuelle Umfrage mit den Reaktionen der Unternehmen bei der Mindestlohnerhöhung im Jahr 2022, als die betroffenen Unternehmen wesentlich geringere Effekte auf ihre Profitabilität und Nachfrage erwarteten und daher seltener planten, mit Beschäftigungs- und Investitionskürzungen zu reagieren. 

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Wirtschaft

Die Deutschen essen viel Schokolade 

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Wiesbaden 02.12.2025   

– Ob als Nikoläuse, Pralinen, klassische Tafeln oder im Adventskalender: Schokolade erfreut sich in der Vorweihnachtszeit großer Beliebtheit – auch wenn die Produktion von Schokolade zuletzt etwas zurückgegangen ist. Im Jahr 2024 wurden hierzulande knapp 1,07 Millionen Tonnen kakaohaltige Schokoladenerzeugnisse im Wert von 6,75 Milliarden Euro hergestellt. Gemessen an der Bevölkerungszahl Ende 2024 wurden damit rein rechnerisch gut 12,8 Kilogramm Schokolade pro Kopf produziert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Das entspricht wöchentlich knapp zweieinhalb Tafeln je 100 Gramm pro Kopf. 2024 wurde 5,8 % weniger Schokolade hergestellt als im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2019 mit 1,01 Millionen Tonnen nahm die Schokoladenproduktion um 6,2 % zu.

Schokoladen-Exporte liegen deutlich über den Importen

Die Pro-Kopf-Produktion von Schokolade darf allerdings nicht mit einem Pro-Kopf-Konsum verwechselt werden: Denn in Deutschland wird deutlich mehr Schokolade exportiert als importiert. Den Menschen hierzulande steht entsprechend weniger Schokolade zur Verfügung als produziert wird. Im Jahr 2024 exportierte Deutschland 981 400 Tonnen Schokolade – etwas weniger (-0,3 %) als im Vorjahr. Die Importmenge lag im Jahr 2024 bei 525 400 Tonnen. Das waren ebenfalls 0,3 % weniger als im Vorjahr. In den letzten zehn Jahren stieg sowohl die Export- als auch die Importmenge von Schokolade deutlich an: 2024 wurde 22,1 % mehr Schokolade exportiert und 22,3 % mehr Schokolade importiert als im Jahr 2014.

Belgische Schokolade beliebt: Ein Viertel der Schoko-Importe aus dem Nachbarland

Die Haupt-Herkunftsländer der deutschen Schokoladenimporte lagen 2024 in Europa: Ein Viertel (24,8 %) der Schokoladenimporte kam aus Belgien, 16,4 % aus den Niederlanden und 13,6 % aus Polen. Die deutschen Schokoladenexporte gingen ebenfalls vor allem nach Europa: Die Zielländer mit der größten Exportmenge waren 2024 Frankreich (12,3 %), Polen (9,9 %) und das Vereinigte Königreich (9,4 %).

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