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Wirtschaft

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2025

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Berlin 19.05.2025

Im ersten Quartal hat sich die deutsche Wirtschaft mit einem preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP-Zuwachs von 0,2 % gegenüber dem Vorquartal leicht erholt. Positive Impulse kamen vor allem vom privaten Konsum, Investitionen und vom Außenhandel infolge von Vorzieheffekten angesichts der angekündigten US-Zölle. Neben einer Erholung der konsumnahen Dienstleistungsbereiche konnten auch das Produzierende Gewerbe und das Baugewerbe von günstigen Bedingungen profitieren, was sich in steigender Produktion und positiveren Stimmungsindikatoren widerspiegelte. Dennoch bleiben die Geschäftserwartungen insbesondere im exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe eingetrübt, so dass eine erneute Abschwächung der Konjunktur im weiteren Jahresverlauf nicht auszuschließen ist.

–  Die Produktion im Produzierenden Gewerbe konnte zum Ende des ersten Quartals preis‑, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat mit 3,0 % kräftig zulegen. In der Industrie (+3,6 %) und im Baugewerbe (+2,1 %) stieg die Ausbringung deutlich an, die Energieproduktion nahm jedoch um 1,8 % ab. Auch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe – insbesondere aus dem Ausland – legten im März gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % spürbar zu Dabei dürften auch Vorzieheffekte im Zusammenhang mit den erwarteten US-Zollerhöhungen von Bedeutung gewesen sein.

–  Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) sind im März gegenüber dem Vormonat leicht um 0,4 % gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel ein reales Umsatzplus von 3,0 %. Neuzulassungen von Pkw insgesamt haben im April im Vormonatsvergleich um kräftige 10,6 % zugenommen; im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich nahmen sie jedoch um 6,9 % ab. Gegenüber April 2024 kam es zu einem geringfügigen Rückgang von 0,2 %. Aktuelle Frühindikatoren zeigen überwiegend eine leichte Aufhellung der Verbraucherstimmung an, ausgehend von einem niedrigen Niveau.

–  Die Inflationsrate ist im April mit +2,1 % erneut etwas gesunken. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln hat sich wieder etwas abgeschwächt, bleibt aber oberhalb der Gesamtinflation. Die Energiepreise gingen dagegen spürbar zurück. Die Kernrate ist wieder recht deutlich gestiegen. Im weiteren Verlauf dürfte sich die Inflation infolge geringerer Energie- und Rohstoffpreise, moderater Tariflohnsteigerungen sowie der gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage weiter im Bereich um 2 % bewegen.

–  Trotz schwacher Frühjahrsbelebung hat sich der Arbeitsmarkt im April etwas besser entwickelt als in den vorangegangenen Monaten. Die Arbeitslosigkeit ist saisonbereinigt lediglich um 4 Tsd. Personen gestiegen und die Erwerbstätigkeit konnte im März um 6 Tsd. Personen zulegen. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit durch die US-Zollpolitik und der weiterhin schwachen Beschäftigungsaussichten ist eine Trendwende am Arbeitsmarkt jedoch nicht absehbar.

–  Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist nach amtlichen Daten im Februar 2025 um 13,0 % gegenüber dem Vormonat und um 15,9 % gegenüber Februar 2024 angestiegen. Mit 2.068 beantragten Verfahren wurde der höchste Wert seit Juli 2015 verzeichnet. Auch der IWH-Insolvenzmonitor legte zu, im April gab es 11,4 % mehr Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften als im März.

LEICHTE WACHSTUMSBELEBUNG ZU JAHRESBEGINN

Im ersten Quartal hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland leicht erholt. Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Positive Wachstumsbeiträge gingen nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes vor allem vom privaten Konsum sowie den Investitionen aus. Da sich vor dem Hintergrund der angekündigten US-Zollanhebungen auch die Ausfuhrtätigkeit zu Jahresbeginn belebt hat, wobei Warenlieferungen zum Teil wohl vorgezogen wurden, dürfte auch vom Außenbeitrag ein positiver Impuls ausgegangen sein.

Entstehungsseitig deuten die aktuellen Indikatoren eine etwas ausgewogenere Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche als in der jüngsten Vergangenheit an: So dürfte sich die Wertschöpfung im stark exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe – nach sieben Quartalen mit Rückgängen – dank der Nachfragebelebung aus dem Ausland im ersten Quartal etwas erholt haben. Hierauf deutet der kräftige Anstieg der Produktion im März hin, insbesondere in den gewichtigen Bereichen Kfz und Kfz-Teile, pharmazeutische und chemische Produkte sowie im Maschinenbau. Trotz der hohen handelspolitischen Unsicherheit und der zuletzt gedämpften Geschäftserwartungen hat sich die Geschäftslage in der Industrie im ersten Quartal als insgesamt recht robust erwiesen. Auch im Baugewerbe dürfte im Zuge der milden Witterung ein Anstieg der Aktivität im ersten Quartal zu verzeichnen gewesen sein. Positiv dürften sich zu Jahresbeginn auch die konsumnahen Dienstleister im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe entwickelt haben. Hierauf deuten die gestiegenen Umsätze im Einzelhandel sowie in den Bereichen Verkehr und Lagerei hin.

Die leichte wirtschaftliche Erholung zu Jahresbeginn war auch anhand der jüngsten Aufhellung der Stimmungsindikatoren, vor allem der Geschäftslage, absehbar gewesen. Auch die Verbraucherstimmung, gemessen an dem GfK-Konsumklima und dem HDE-Konsumbarometer, tendierte zuletzt positiver. Allerdings deuten die aktuellen Umfragen zu den Geschäftserwartungen vor dem Hintergrund der angekündigten und zum Teil temporär ausgesetzten US-Zollerhöhungen sowohl bei der Industrie als auch bei den Dienstleistern auf eine erneute Eintrübung hin. Vor diesem Hintergrund ist eine erneute konjunkturelle Abschwächung im weiteren Jahresverlauf nicht auszuschließen.

KURZFRISTIG VORZIEHEFFEKTE, IM WEITEREN VERLAUF ABER GEDÄMPFTE AUSSICHTEN FÜR DIE WELTKONJUNKTUR

Nach den Einbrüchen und Schwankungen an den Finanzmärkten in Reaktion auf die weitreichenden US-Zollankündigungen Anfang April hat sich die Lage inzwischen wieder etwas stabilisiert. Die Kurse an den globalen Märkten haben sich vielerorts wieder erholt und finanzmarktbasierte Stimmungsindikatoren haben einen Teil des massiven Einbruchs im April im Mai wieder wettgemacht. Der Sentix-Indikator für die Weltwirtschaft verbleibt aber mit -3,7 Punkten weiterhin im negativen Bereich. Während sich die Konjunkturerwartungen der befragten Finanzinvestoren mit einem Anstieg der Erwartungskomponente von -19,6 Punkte auf -1,6 Punkte wieder etwas aufgehellt haben, hat sich die Lageeinschätzung nochmals verschlechtert; hier ist der Index von -4,0 auf -5,7 Punkte auf seinen tiefsten Wert seit Anfang 2023 zurückgegangen.

Im ersten Quartal dürfte die weltweite Industrieproduktion dagegen – gestützt durch Vorzieheffekte – weiter zugelegt haben. Im Februar expandierte sie saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat nach dem vorangegangenen leichten Rückgang wieder um 0,8 %. Binnen Jahresfrist lag sie damit um 2,9 % im Plus. Frühindikatoren für den weiteren Verlauf der Weltkonjunktur weisen aber auf eine gedämpfte Entwicklung der Weltkonjunktur hin: Der Stimmungsindikator von S&P Global für die Weltwirtschaft ist im April sowohl im Dienstleistungsbereich als auch in der Industrie gesunken. Der Gesamtindex blieb trotz eines Rückgangs von 52,0 auf 50,8 Punkte oberhalb der Wachstumsschwelle, signalisiert damit jedoch ein geringeres Wachstum der Weltwirtschaft als im Vormonat.

Der Welthandel hat sich nach den Zuwächsen um die Jahreswende im Februar gegenüber dem Vormonat seitwärts bewegt und lag mit +2,9 % weiterhin spürbar über dem Niveau des Vorjahresmonats. Februar-Daten zum Welthandel zeigen, dass die US-Gütereinfuhren nur geringfügig gegenüber dem Vormonat zurückgingen und damit auf dem hohen Niveau verblieben, das sie nach ihrem kräftigen Anstieg von 12,2 % im Januar erreicht hatten. Damit mehren sich die Anzeichen für Vorzieheffekte im Handel mit den USA infolge der angekündigten Zollerhöhungen. Dies wird auch durch aktuelle Containerumschlagsdaten gestützt: Im März lagen die Einfuhren in den Häfen an der Westküste der USA, über die der Großteil des Asienhandels abgewickelt wird, um 12 % über dem Vorjahresniveau. Beim weltweiten Seehandel zeigen sich aber erste Schwächetendenzen; so ist der RWI/ISL-Containerumschlag-Index im März saisonbereinigt auf 135,3 Punkte gegenüber 137,6 Punkte im Vormonat zurückgegangen. Nachdem der Containerumschlag in den europäischen Häfen bereits im Vormonat gesunken war, ging der Schiffshandel zum Ende des ersten Quartals in nahezu allen Weltregionen zurück. Vor dem Hintergrund der nach wie vor unklaren US-Zollpolitik bleibt die handels- und wirtschaftspolitische Unsicherheit deutlich erhöht, was neben direkten Effekten auf den Welthandel im weiteren Verlauf auch negative Auswirkungen auf die globale Produktions- und Investitionstätigkeit mit sich bringen kann.

DEUTSCHE EXPORTE IM ERSTEN QUARTAL SPÜRBAR BELEBT

Zum Ende des ersten Quartals wurde die seit Januar beobachtete Aufwärtsbewegung bei den Exporten unterbrochen. Im März gaben die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen saison- und kalenderbereinigt leicht um 0,4 % gegenüber dem Vormonat nach, nachdem sie im Januar und Februar um 1,6 % bzw. 2,0 % expandiert hatten. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war damit im ersten Quartal aber immer noch ein deutlicher Zuwachs von 3,2 % zu verzeichnen, der auch auf Vorzieheffekte im Warenhandel mit Blick auf die angekündigten US-Zollanhebungen zurückzuführen sein dürfte. Nachdem die Lieferungen in die USA schon im Februar mit +9,0 % kräftig gestiegen waren, legten sie im März um weitere 2,4 % zu. Auch im Handel mit den EU-Ländern war ein Zuwachs von 3,1 % zu beobachten. Besonders dynamisch entwickelten sich die Ausfuhren nach China mit +10,2 %. Gleichzeitig lagen die nominalen Einfuhren von Waren und Dienstleistungen im März saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % gegenüber dem Vormonat im Minus. Im Quartalsvergleich war aber mit +1,1 % – wie bei den Exporten – ein Anstieg zu verzeichnen. Infolge des geringeren Rückgangs der Exporte im Vergleich zu den Importen nahm der monatliche Überschuss im Handel mit Waren und Dienstleistungen im März gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt von 13,4 Milliarden Euro auf 14,6 Milliarden Euro zu.

Nach den Preissteigerungen in den vorangegangenen Monaten haben die Einfuhrpreise im März saisonbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vormonat nachgegeben. Die Ausfuhrpreise gingen mit -0,3 % weniger stark zurück, so dass sich die Terms of Trade gegenüber dem Vormonat mit +0,8 % recht deutlich verbesserten. In realer Rechnung dürfte der Rückgang der Aus- und Einfuhren von Waren und Dienstleistungen entsprechend etwas geringer ausgefallen sein.

Die Frühindikatoren haben sich zuletzt angesichts der erratischen US-Zollpolitik und der im April in Kraft gesetzten Zollanhebungen überwiegend wieder eingetrübt. Die Exportaussichten wurden – über einen Großteil der Sektoren hinweg – im April spürbar negativer beurteilt, so dass die ifo Exporterwartungen von -2,3 auf -9,8 Punkte fielen. Gewichtige Exportbranchen wie der Automobil- und der Maschinenbau oder die Chemiebranche erwarten wieder rückläufige Ausfuhren. Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind im März saisonbereinigt um 4,7 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, wobei besonders aus dem Euroraum mit +8,0 % mehr bestellt wurde als im Vormonat. Während die Auslandsbestellungen für Konsum- (+14,2 %) und Investitionsgüter (+6,2 %) merklich zulegten, ging die Nachfrage nach Vorleistungen mit -0,5 % etwas zurück. Im ersten Quartal insgesamt lagen die Auslandsorder aber immer noch um 1,8 % im Minus.

Insgesamt dürfte die Exporttätigkeit im ersten Quartal von vorgezogenen Bestellungen mit Blick auf die angekündigten US-Zollanhebungen gestützt worden sein. Die Frühindikatoren deuten aber auf eine erneute Abschwächung der Weltkonjunktur sowie der ausländischen Nachfrage hin. Damit ist eine erneute Abschwächung des deutschen Außenhandels in den kommenden Monaten zu erwarten.

ERHOLUNG DER INDUSTRIEPRODUKTION IM ERSTEN QUARTAL

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat mit +3,0 % kräftig zugelegt, nachdem sie im Februar um 1,3 % gesunken war. Besonders deutlich stieg die Ausbringung mit +3,6 % in der Industrie, aber auch das Baugewerbe verzeichnete mit +2,1 % einen spürbaren Zuwachs. Die Energieproduktion ging hingegen um 1,8 % zurück.

Die einzelnen Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie entwickelten sich dabei überwiegend positiv: Besonders deutlich stieg die Ausbringung pharmazeutischer Erzeugnisse (+19,6 %). Aber auch in den gewichtigen Bereichen Kfz und Kfz-Teile (+8,1 %), dem Maschinenbau

(+4,4 %) und der Herstellung von Metallerzeugnissen (+2,1 %) konnte die Produktion deutlich ausgeweitet werden. Auch die Produktion chemischer Erzeugnisse (+2,0 %), elektrischer Ausrüstungen (+3,7 %) sowie die Herstellung von DV-Geräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen (+2,4 %) nahm spürbar zu. Rückgänge waren dagegen neben dem Bereich der Nahrungs- und Futtermittel (-1,4 %) u.a. in der Kokerei und Mineralölverarbeitung (-4,5 %), der Bekleidungsindustrie (-2,2 %) sowie bei der Herstellung von Papier und Pappe (-0,2 %) zu beobachten.

Im gesamten ersten Quartal 2025 legte die Produktion im Produzierenden Gewerbe gegenüber dem Schlussquartal 2024 mit +1,4 % ebenfalls merklich zu. Dabei konnten sowohl die Industrie (+1,7 %), als auch das Baugewerbe (+0,7 %) und die Energieerzeugung (+1,0 %) Zuwächse verzeichnen. Das Vorjahresniveau unterschritt die Produktion im Produzierenden Gewerbe im ersten Quartal allerdings noch um 2,0 %.

Auch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich nach der Stagnation im Februar zuletzt deutlich erhöht. Die Bestellungen sind im März gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % gestiegen. Die Nachfrage aus dem Ausland wuchs mit +4,7 % stärker an als die inländischen Aufträge, die um 2,0 % expandierten. Besonders stark fiel das Plus bei den Ordern aus dem Euroraum mit +8,0 % aus. Aber auch die Auftragseingänge aus dem Nicht-Euroraum nahmen um deutliche 2,8 % zu. Bereinigt um Großaufträge erhöhten sich die Ordereingänge insgesamt um 3,2 % gegenüber dem Vormonat.

Im ersten Quartal insgesamt verringerten sich die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vorquartal um 2,3 %. Dabei gingen die Eingänge aus dem Inland um 3,3 % und aus dem Nicht-Euroraum um 3,1 % zurück. Bei den Bestellungen aus dem Euroraum war dagegen eine leichte Zunahme um 0,3 % zu verbuchen.

Der kräftige Anstieg der Industrieproduktion und der Auftragseingänge zum Ende des ersten Quartals dürfte auch auf Vorzieheffekte im Zusammenhang mit den zollpolitischen Ankündigungen der US-Administration zurückzuführen sein. Die Unsicherheit über den weiteren handelspolitischen Kurs der USA drückt sich jedoch in deutlich gedämpften Geschäfts- und Exporterwartungen aus. Demensprechend könnte es im weiteren Jahresverlauf auch wieder zu einer Abschwächung der Industriekonjunktur kommen.

EINZELHANDELSUMSATZ TRITT AUF DER STELLE; FRÜHINDIKATOREN ZEIGEN AUFHELLUNG

Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) sind im März gegenüber dem Vormonat leicht um 0,4 % gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel im März ein reales Umsatzplus von 3,0 %. Der Handel mit Lebensmitteln zog im März ebenfalls etwas an (+0,5 %). Der Umsatz im Internet- und Versandhandel stieg um 0,9 % gegenüber dem Vormonat und um deutliche 9,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Neuzulassungen von Pkw insgesamt sind im April im Vormonatsvergleich um kräftige 10,6 % gestiegen; im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich nahmen sie jedoch um 6,9 % ab. Gegenüber April 2024 kam es zu einem geringfügigen Rückgang von 0,2 %. Bei den PKW-Neuzulassungen durch Privatpersonen ergab sich im April im Vormonatsvergleich ein Plus von 8,5 %; in der Drei-Monats-Betrachtung sanken sie um 8,8 %. Pkw-Neuzulassungen von Unternehmen und Selbstständigen erhöhten sich im März um 11,7 %. Das Gastgewerbe verzeichnete im Februar gegenüber dem Vormonat einen nominalen Umsatzrückgang von 1,2 %; preisbereinigt belief sich das Minus auf 1,7 %. Gegenüber Februar 2024 setzte das Gastgewerbe real 3,2 % weniger und nominal 0,8 %. mehr um.

Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel (inkl. Kfz) ist im April um 3,2 Zähler auf -25,8 Punkte gesunken. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage ging um 3,5 Zähler auf -16,9 Punkte zurück wie auch die Erwartungen um 2,9 auf -34,2 Punkte.        
Das Konsumklima wird lt. Prognose der GfK im Mai um 3,7 Zähler auf -20,6 Pt. steigen. Für April gibt das Marktforschungsinstitut eine leichte Zunahme von 0,3 Zählern auf -24,3 Pt. an. Positiv entwickelten sich laut GfK insbesondere die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung. Die Sparneigung nahm deutlich ab und hellte das Gesamtbild zusätzlich auf. Das HDE-Konsumbarometer legte im April leicht zu.

Die Aufhellung der Konsumstimmung in Verbindung mit steigenden Realeinkommen dürften den privaten Konsum im weiteren Jahresverlauf stützen.

INFLATIONSRATE MIT 2,1 % WEITER RÜCKLÄUFIG

Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) ist im April mit +2,1 % erneut etwas gesunken. Gegenüber März erhöhte sie sich um 0,4 %. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln hat sich mit +2,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat wieder etwas abgeschwächt, bleibt aber oberhalb der Gesamtinflation. Die Energiepreise gingen dagegen im Vorjahresvergleich spürbar um 5,4 % zurück, so dass sich deren inflationsmindernder Effekt verstärkte.

Die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) ist dagegen recht deutlich auf +2,9 % gestiegen. Hierzu haben maßgeblich die mit +3,9 % wieder anziehenden Preise im Bereich der Dienstleistungen beigetragen. Dies dürfte nicht zuletzt auf den späten Termin der Osterfeiertage dieses Jahr zurückzuführen sein, die im Jahr 2024 Ende März lagen, in diesem Jahr aber erst Mitte April. Typischerweise steigen in dieser Zeit die Kosten für Dienstleistungen wie Reisen, Gastronomie und Übernachtungen temporär überproportional.

Auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen verringerte sich der Preisdruck zuletzt etwas: Die Erzeugerpreise gaben im März gegenüber dem Vormonat um 0,7 % nach, gegenüber dem Vorjahresmonat sanken sie um 0,2 %. Auch die Einfuhrpreise gingen im März im Vormonatsvergleich recht deutlich um 1,0 % zurück und lagen damit nur noch um 2,1 % über ihrem Vorjahreswert. Die Verkaufspreise im Großhandel nahmen im März gegenüber Februar um 0,2 % ab, im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen sie – vor allem wegen höherer Preise für Nahrungsmittel – um 1,3 % höher.

An den Spotmärkten notierte der Preis für Erdgas nach wie vor über den Werten des vorigen Jahres; nach den vorangegangenen deutlichen Anstiegen lag der TTF Base Load zuletzt mit rund 35 Euro/MWh knapp 20 % über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Gaspreise um fast 6 % verringert. Die Markterwartungen deuten für die kommenden Quartale ebenfalls auf Erdgaspreise von etwa 30 Euro/MWh hin. Rohöl der Sorte Brent wurde mit zuletzt rund 58 Euro/Barrel rund 24 % unter dem Niveau des Vorjahres gehandelt. Gegenüber dem Vormonat erhöhte er sich leicht um 2,4 %.

Im weiteren Verlauf dürfte die Inflation infolge geringerer Energie- und Rohstoffpreise, moderater Tariflohnsteigerungen sowie der gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage weiter um zwei Prozent schwanken.

LEICHTE FRÜHJAHRSBELEBUNG AM ARBEITSMARKT

Trotz schwacher Frühjahrsbelebung hat sich der Arbeitsmarkt im April etwas besser entwickelt als in den vorangegangenen Monaten. So ist die Arbeitslosigkeit im April saisonbereinigt (sb) nur noch um 4 Tsd. Personen gestiegen und die Unterbeschäftigung verzeichnete mit sb -3 Tsd. Personen sogar einen leichten Rückgang. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit geht dabei auf den Rechtskreis des SGB III zurück, während die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des SGB II zuletzt leicht abnahm. Die Erwerbstätigkeit hat im März mit sb +6 Tsd. Personen leicht zugelegt und auch die SV-pflichtige Beschäftigung verzeichnete im Februar mit sb 12 Tsd. Personen einen Zuwachs. Insgesamt stagnierte die Beschäftigungsentwicklung in den letzten Monaten jedoch weitgehend. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit lag im Februar abermals bei 240 Tsd. Personen, die Zahl der Anzeigen von Kurzarbeit entwickelt sich dabei leicht rückläufig.

Die Frühindikatoren haben sich trotz handelspolitischer Turbulenzen im April stabilisiert. Sowohl das IAB-Arbeitsmarktbarometer als auch das ifo-Beschäftigungsbarometer bewegen sich im historischen Vergleich jedoch weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Demnach ist vorerst mit einer anhaltenden Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Auch wenn die Beschäftigungsaussichten sich im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel und im Dienstleistungssektor zuletzt etwas verbessert haben, zeichnet sich insgesamt weiterhin eine rückläufige Beschäftigungsdynamik ab. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit durch die US-Zollpolitik ist eine spürbare Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt noch nicht absehbar.

UNTERNEHMENSINSOLVENZEN ERREICHEN 10-JAHRES-HOCH

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Februar 2025 nach endgültigen Ergebnissen um 13,0 % gegenüber dem Vormonat und um 15,9 % gegenüber Februar 2024 auf 2.068 beantragte Verfahren angestiegen. Dies ist der höchste Monatswert seit Juli 2015 (2.187). Zuvor bewegten sich die Insolvenzen von November bis Januar im Bereich um 1.800 Fälle. Auch die Zahl der betroffenen Beschäftigten sowie die Höhe der voraussichtlichen Forderungen haben auf Vormonatsbasis deutlich zugenommen. Als Ursachen für die weiterhin dynamische Entwicklung des Insolvenzgeschehens sind mehrere Faktoren zu nennen, darunter die weiterhin gedämpfte gesamtwirtschaftliche Entwicklung, strukturelle Herausforderungen, gestiegene Kosten und geopolitische Unsicherheiten.

Der im Vergleich mit der amtlichen Statistik methodisch enger gefasste und zeitlich aktuellere IWH-Insolvenztrend für Personen- und Kapitalgesellschaften weist im April mit 1.626 Insolvenzen einen Anstieg von 11,4 % gegenüber dem Vormonat bzw. 20,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Das IWH rechnet in den kommenden Monaten mit sinkenden Insolvenzzahlen, vorausgesetzt die kleineren Verfahren nähern sich wieder dem langjährigen Durchschnitt an.

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Wirtschaft

ifo Institut: Stimmung in der Autoindustrie wieder deutlich verbessert

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München 04.11.2026

– Der Geschäftsklimaindex in der Automobilindustrie hat sich im Oktober wieder deutlich verbessert. Der Saldo lag bei minus 4,1 Punkten, im Vergleich zu minus 33,2* Punkten im September. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage besser als im Vormonat und sehen auch den kommenden Monaten weniger pessimistisch entgegen. „Von Entwarnung in der Automobilindustrie kann jedoch keine Rede sein, denn die starken monatlichen Schwankungen im Geschäftsklima deuten auf eine sehr hohe Unsicherheit in der Branche hin“, sagt die ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.  

Nach Einschätzung der ifo-Expertin könnte die Einigung zwischen Frankreich und Deutschland auf eine gemeinsame Automobilstrategie zur besseren Stimmung beigetragen haben. Danach müssten die Autohersteller ihre CO2-Emissionen bis 2035 zwar weiter um 90 Prozent im Vergleich zu 2021 senken, wie es die EU-Kommission im Dezember 2025 vorgeschlagen hatte. Neu ist aber, dass die verbleibenden zehn Prozent nicht anderweitig ausgeglichen werden müssten. Außerdem sollen staatliche Förderungen der Autoindustrie stärker an ein „Made in Europe“ geknüpft werden.  

ifo-Expertin Wölfl erwartet allerdings, dass die Entwicklung im Oktober nur ein kurzes Aufatmen ist. Die monatlichen Ausschläge des Index hätten seit Mitte 2026 wieder deutlich zugenommen. Sie spiegelten die immense Unsicherheit in der Branche wider, die wohl auch in näherer Zukunft nicht zurückgehen dürfte. „Die Einigung verschafft der Autoindustrie zwar ein gewisses Zeitfenster“, so Anita Wölfl. „Sie ändert jedoch nichts an der zentralen Herausforderung der Branche, im Technologiewettbewerb wieder an die Spitze aufzuschließen.“

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Wirtschaft

Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln seit 2019 um 48,4 % gestiegen

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Berlin, Wiesbaden 03.11.2026

– Nicht nur zur Erkältungszeit greifen viele Menschen gern zu
Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin C, Zink oder Eiweißgetränken. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden hierzulande im Jahr 2025
rund 241 000 Tonnen Nahrungsergänzungsmittel produziert – ein neuer
Höchststand. Das waren 1,6 % mehr als ein Jahr zuvor mit rund 237 000 Tonnen
und 48,4 % mehr als im Jahr 2019 (162 000 Tonnen). Auch der Wert der
produzierten Nahrungsergänzungsmittel ist gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
erhöhte er sich um 12,6 % von rund 1,85 Milliarden Euro auf gut 2,08
Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2019 hat sich der Wert der produzierten
Nahrungsergänzungsmittel mehr als verdoppelt (+137,6 %).

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Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima in der Chemie verschlechtert

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München 03.11.2026

– Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie hat sich im Oktober verschlechtert. Der Index fiel auf minus 5,9 Punkte, nach plus 3,0* Punkten im September. Die Chemieunternehmen bewerten dabei ihre aktuelle Geschäftslage weniger positiv. Der Indikator sank auf 2,4 Punkte, nach 7,5* Punkten im September. Vor allem ihre Geschäftserwartungen verschlechterten sich deutlich auf minus 13,8 Punkte, nach minus 1,5* Punkten. „Umstrukturierungen und Standortschließungen in der Chemie bereiten den Unternehmen Sorgen“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Dennoch gibt es auch Lichtblicke in der Branche: Die Nachfrage hat gegenüber September zugenommen, und die Neuaufträge sind angestiegen. Die Unternehmen wollen deshalb ihre Produktion ausweiten und planen die Preise weiter zu erhöhen. Sie konnten ihre Kapazitäten deutlich besser auslasten, nämlich zu 76,6 Prozent, nach 73,4* Prozent im Vorquartal. Dabei kommen die Aufträge im Oktober vor allem aus dem inländischen Verarbeitenden Gewerbe, während sich das Auslandsgeschäft schwächer entwickelte. Zwar bewerten die Chemieunternehmen ihre Ertragslage weniger negativ als in der ersten Jahreshälfte, dennoch planen sie infolge notwendiger Umstrukturierungen einen weiteren Personalabbau. „An der grundlegend angespannten Wettbewerbssituation im Inland als auch gegenüber dem Ausland hat sich wenig geändert“, sagt Wolf.

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Wirtschaft

ifo Institut: Energiepreisanstieg und Niedrigwasser bremsen deutsche Wirtschaft nur wenig aus

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München 30.10.2026

– Die kräftig gestiegenen Energiepreise und das Niedrigwasser auf deutschen Flüssen belasteten die Industrie- und Konsumkonjunktur im dritten Quartal 2026. „Trotzdem hat sich der Aufschwung der deutschen Wirtschaft nur wenig abgeschwächt“, kommentiert ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. In den drei Quartalen zuvor hatte die Wirtschaftsleistung im Schnitt um 0,3 Prozent zugelegt.

Laut Wollmershäuser dürfte die deutsche Wirtschaft zum Jahresende wieder mehr Fahrt aufnehmen und der Aufschwung sich fortsetzen. Darauf deutet die Aufhellung des ifo Geschäftsklimas der vergangenen Monate hin. Während die Finanzpolitik nach wie vor für Schub sorgt, gewinnt die Erholung im krisengeplagten Verarbeitenden Gewerbe zunehmend an Breite. So profitieren Unternehmen in der Elektroindustrie und im Maschinenbau von einer steigenden Auslandsnachfrage und haben ihre Exporterwartungen spürbar nach oben korrigiert. Der private Konsum leidet hingegen weiterhin unter der Inflation, die im Winterhalbjahr voraussichtlich wieder anzieht.

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Politik

Neues Ökodesign-Gesetz

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Berlin 03.11.2026

Neue Regelungen zu Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung treten in Kraft und sorgen für mehr Verbraucherschutz. Am 1. November treten das neue Ökodesign-Gesetz und die Änderungen des Energieverbrauchskennzeichnungsgesetzes in Kraft. Die Neuerungen zielen darauf ab, dass von Herstellern zu erfüllende Produkteigenschaften zu Effizienz, Reparierbarkeit und Haltbarkeit eingehalten und von Händlern korrekt dargestellt werden. So werden Effizienzvorteile abgesichert und der Verbraucherschutz gestärkt. Zugleich werden die flankierenden Bußgeldverordnungen neu gefasst, um den Marktüberwachungsbehörden der Länder bei Verstößen die Verhängung von Sanktionen zu ermöglichen. Die neuen Regelungen gewährleisten die einheitliche Anwendung geltenden EU-Rechts in Deutschland, um faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern, ohne dabei über die bestehenden EU-Vorgaben hinauszugehen.

Künftig können die Marktüberwachungsbehörden nun noch konsequenter gegen Hersteller vorgehen, deren Produkte den für sie geltenden Ökodesign-Anforderungen, z.B. an die Reparierbarkeit des Produktes, nicht entsprechen oder deren Produkte eine falsche Energieverbrauchskennzeichnung aufweisen. Damit wird sichergestellt, dass Verbraucher eine verlässliche und objektive Grundlage für ihre Kaufentscheidungen haben und nachhaltige Produkte einen fairen Wettbewerbsvorteil erhalten. Verbraucher können so durch sparsame, langlebige und reparierbare Produkte bares Geld bei der Nutzung und bei Neuanschaffungen sparen. Im Jahr 2024 waren dies für einen durchschnittlichen EU-Haushalt 317 Euro, weil die Produkte beispielsweise weniger Strom und Wasser verbrauchen und langlebiger sind.

Derzeit gibt es für mehr als 30 Produktgruppen, darunter Smartphones, Server und Lichtquellen,Elektromotoren, Transformatoren, Heizungskessel und Ventilatoren entsprechende Ökodesign-Anforderungen. Die bekannten Energielabel mit der markanten grün-roten A-bis-G-Skala gibt es derzeit für 16 Produktgruppen – von Leuchtmitteln, Smartphones und Fernsehern über Küchengeräte bis hin zu Heizungskesseln, Wärmepumpen und Klimaanlagen.

Das Gesetzespaket wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiiert, um die nationalen Rahmenbedingungen an die dynamischen Entwicklungen der europäischen Gesetzgebung anzupassen, technologieoffene energieeffiziente Technik zu fördern und autonome Verbraucherentscheidungen zu stärken.

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Technik

ifo Institut: Deutschland schlecht auf KI-Boom vorbereitet

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München 02.11.2026

– Deutschland fehlen laut ifo Institut wichtige Voraussetzungen, um das Wachstumspotenzial Künstlicher Intelligenz auszuschöpfen. Das besagen Ergebnisse einer Analyse im Auftrag der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, die in Kürze veröffentlicht wird. „Die Hightech-Branche ist noch zu klein, die Verwaltung ist zu wenig digitalisiert, das Bildungssystem passt sich nicht schnell genug an die Veränderungen durch KI an“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Innovationsökonomik und digitale Transformation. 

Der IKT-Sektor (Informations- und Kommunikationstechnologien) trägt nur 4,6 Prozent zur Bruttowertschöpfung in Deutschland bei. Damit liegt der Anteil im unteren EU-Mittelfeld. Bei IKT-Dienstleistungen importierte Deutschland 2025 Leistungen im Wert von 11 Milliarden US-Dollar mehr, als es exportierte. „Kein anderes EU-Land ist im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie stärker vom Ausland abhängig als Deutschland“, sagt ifo-Forscher Christian Pfaffl. 

Kaum Fortschritte gibt es nach Analysen des ifo Instituts auch bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung – obwohl gerade sie mithilfe von KI und der umfangreich vorhandenen Verwaltungsdaten Bürger*innen und Unternehmen bessere Dienstleistungen anbieten könnte. So steckt Deutschland beispielsweise bei der Bereitstellung vorausgefüllter Formulare noch in der Experimentierphase, während dies in Nachbarländern wie den Niederlanden, Dänemark, Polen oder Österreich längst weitgehend umgesetzt ist.

Ein weiteres Problem sehen die ifo-Forschenden im Bildungsbereich: Bei Kompetenzen über dem Grundniveau liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. 40 Prozent der Achtklässler*innen erreichen nicht Stufe 2 der Computer- und Informationskompetenz. „KI-Anwendungen verbreiten sich rasant, aber zu vielen fehlt das Wissen, sie produktiv zu nutzen”, sagt Falck. Mangelnde Fachkompetenz ist der häufigste Grund, warum Unternehmen geplante KI-Projekte nicht umsetzen.

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Berlin

Niedersachsen wird Partnerland der Grünen Woche 2027

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Berlin 03.11.2026

Vom 15. bis 24. Januar 2027 lädt die Grüne Woche Fach- und Privatpublikum nach Berlin ein. Partnerland der internationalen Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau wird Niedersachsen.

Niedersachsen wird Partnerland der Grünen Woche 2027. Das Bundesland gestaltet den offiziellen Auftakt der Veranstaltung und präsentiert sich einem nationalen und internationalen Publikum.

„Die Grüne Woche bringt seit Jahrzehnten Menschen, Märkte und Ideen aus aller Welt in Berlin zusammen. Mit Niedersachsen gewinnen wir 2027 ein Partnerland, das für eine starke Land- und Ernährungswirtschaft ebenso steht wie für Innovation und Zukunftsorientierung. Wir freuen uns darauf, Niedersachsen auf unserem Berliner Messegelände eine internationale Bühne zu bieten“, sagt Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin. 

Mit einem landwirtschaftlichen Produktionswert von rund 18 Milliarden Euro zählt Niedersachsen zu den bedeutendsten Agrarstandorten Deutschlands. Landwirtschaftliche Betriebe, Unternehmen des vor- und nachgelagerten Bereichs sowie Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen bilden eine breit aufgestellte Land- und Ernährungswirtschaft mit stabilen Wertschöpfungsketten.

„Die Grüne Woche ist weit über Deutschland hinaus ein wichtiges Schaufenster für Landwirtschaft und Ernährung. Und Niedersachsen ist als Agrarland Nummer 1 der ideale Partner. Land- und Ernährungswirtschaft sind hierzulande sowohl gelebte Tradition als auch hochmoderner High-Tech-Sektor und stehen buchstäblich für die Bodenhaftung und Stärken unseres Landes. Innovative Unternehmen und vor allem die Menschen gestalten mit ihrem Wissen und ihrer täglichen Arbeit unsere ländlichen Räume. Ich freue mich darauf, diese Vielfalt gemeinsam in Berlin zu präsentieren“, sagt Olaf Lies, Niedersächsischer Ministerpräsident.

Mit der neuen Standortkampagne „Niedersachsen. Das ist groß.“ rückt das Land selbstbewusst seine Stärken z. B. in der Land- und Ernährungswirtschaft in den Fokus. Bei der Grünen Woche geht es darum, einem breiten Publikum zu zeigen, dass in Niedersachsen in der Branche schon jetzt Großes bewegt wird und sie durch Einbindung hochmoderner Technologie gleichzeitig bestens für die Zukunft aufgestellt ist. 

„Niedersachsen prägt die Land- und Ernährungswirtschaft Deutschlands seit Generationen. Als Partnerland der Grünen Woche 2027 möchten wir die Menschen, Unternehmen und Ideen unseres Landes in den Mittelpunkt stellen und zeigen, welchen Beitrag Niedersachsen für die Zukunft von Ernährung, Landwirtschaft und ländlichen Räumen leistet. Die Grüne Woche bietet dafür die ideale Bühne“, sagt Miriam Staudte, Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Foto: Visualisierung der Niedersachsen-Halle zur Grünen Woche 2027, © Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e. V.

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Wirtschaft

ifo Institut: Unternehmen wollen weniger Stellen abbauen

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München 28.10.2026

– Die Unternehmen in Deutschland planen insgesamt etwas weniger Stellen abzubauen. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im Oktober leicht auf 95,5 Punkte, nach 95,1 Punkten im September. „Die Unternehmen werden beim Stellenabbau etwas vorsichtiger. Für einen breiten Beschäftigungsaufbau fehlt dem Aufschwung aber noch die Stärke“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.  

In der Industrie hat sich die Situation gegenüber September leicht verschlechtert. Die Unternehmen planen weiterhin mit weniger Personal. Vor allem in der Automobilindustrie sollen weitere Stellen abgebaut werden. Bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen sind dagegen mehr Neueinstellungen vorgesehen. Zuletzt plante die Industrie Anfang 2023 einen Personalaufbau. 

Die Dienstleister wollen eher Stellen aufbauen. Auch bei den Leiharbeitsfirmen wächst angesichts der verbesserten Konjunkturaussichten die Zuversicht. Im Handel planen die Unternehmen dagegen unverändert mit weniger Personal. Auch im Baugewerbe zeichnet sich ein leichter Stellenabbau ab. 

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Berlin

Senat beschließt Bericht zur Umsetzung der Solarpflicht

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Berlin 27.10.2026

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, 

Franziska Giffey, den jährlichen Bericht an den Hauptausschuss im Abgeordnetenhaus zur Umsetzung des Solargesetzes sowie Unterstützungsmaßnahmen des Landes für die Umsetzung im Wohnungsbestand beschlossen.GUffey sagte 

Berkin hat beim Ausbau der Solarenergie in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. 
Berliner Senatorin fürArveit und Soziales Xabsel Kizilteps berichtet weniger Asysuchende in Berlin.

Foto: © PWO

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Wirtschaft

ifo Institut: Exporterwartungen gestiegen

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München, 27.10.2026

– Die Stimmung unter den Exporteuren hat sich im Oktober deutlich gebessert. Die ifo Exporterwartungen stiegen auf 12,2 Punkte, nach 9,0 Punkten im September. Das ist der höchste Wert seit Februar 2022. „Vor allem die Automobilindustrie hat ihre Exportaussichten deutlich nach oben korrigiert“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Auch in vielen anderen Industriebranchen stehen die Zeichen auf Exportwachstum.“

Nach einem deutlichen Minus im September rechnen nun auch die Automobilhersteller wieder mit steigenden Exporten. Im Maschinenbau bleiben die Unternehmen optimistisch. Besonders zuversichtlich sind weiterhin die Hersteller elektrischer Ausrüstungen sowie von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen. In der Metallerzeugung und -bearbeitung haben sich die Exportaussichten ebenfalls verbessert. Die Getränkeindustrie erwartet weiterhin ein kräftiges Exportgeschäft. Dagegen rechnen die Unternehmen der Chemischen Industrie und des Papiergewerbes im Oktober mit rückläufigen Ausfuhren.

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Wirtschaft

Bruttosparquote in Deutschland

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Wiesbaden 27.10.2026

– Private Haushalte in Deutschland sparen anteilig mehr als in vielen anderen Industriestaaten. Mit 18,9 % lag die Bruttosparquote im Jahr 2025 deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 14,3 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltspartag am 30./31. Oktober mitteilt. In Frankreich sparten die privaten Haushalte 17,8 % ihres verfügbaren Bruttoeinkommens, in den Niederlanden 17,4 %, in Österreich 15,7 % und in Italien 10,8 %. Einen deutlich höheren Wert unter den international mit Deutschland vergleichbaren Staaten wies die Schweiz mit 27,4 % aus, was an der dortigen höheren Bedeutung der privaten Altersvorsorge liegt. Vergleichsweise niedrig war die Bruttosparquote dagegen mit 10,7 % in den Vereinigten Staaten.

Die Bruttosparquote wird üblicherweise für internationale Vergleiche genutzt. Sie weist den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen, vor allem auf Immobilien, aus.

Haushalte in Deutschland neigten auch in den Vorjahren stärker zum Sparen

Auch in einer langfristigen Betrachtung zeigt sich die hohe Sparneigung der Haushalte in Deutschland. In den letzten zehn Jahren sparten die Haushalte im Durchschnitt 19,1 % ihres Einkommens. In Frankreich war der Anteil mit 16,6 % geringer, ebenso in den Niederlanden (16,3 %), in Österreich (15,3 %), in Italien (12,1 %) und in den Vereinigten Staaten (13,0 %).  In der Schweiz war die Bruttosparquote im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 dagegen höher (24,5 %).

Zuletzt ging die Sparquote in Deutschland leicht zurück. Im ersten Halbjahr 2026 lag sie wie im gesamten Jahr 2025 bei 18,9 %. Im Jahr 2024 hatte sie bei 19,6 % gelegen. Einen Höchststand hatte sie im Jahr 2020 mit 22,9 % erreicht. Während der damals herrschenden Covid-19-Pandemie konsumierten die Menschen weniger als gewöhnlich, was zu einem Anstieg der Sparquote führte.

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Politik

Pressestimmen zum Chef des Automobilkonzerns Audi

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Berlin 27.10.2026

– Mitglieder der Linksfraktion im Bundestag sowie humanitäre Hilfsorganisationen fordern den Rücktritt von Audi-Chef Gernot Döllner. Anlass ist die Eröffnung eines Werks seines Konzerns im US-Bundesstaat Georgia  zeitgleich mit einem Wahlkampfauftritt des US-Präsidenten Donald Trump in eben jenem Bundesstaat. Viele werten diesen Schritt als Unterstützung für Trumps Wahlkampagne.

Deutschland ist bereits Schauplatz für Präsidentschaftswahlkämpfe geworden: So hielt der ehemalige US-Präsident Barack Obama 2009 eine mitreißende Rede am „Großen Stern“ im Herzen Berlins – ein Auftritt, der ihn auf dem Weg ins Weiße Haus unterstützte, wo er bis 2017 amtierte. Seit April dieses Jahres führt zudem Reza Pahlavi, der Sohn des Schahs von Iran, von Berlin aus seine Kampagne gegen die Mullahs in Teheran, mit dem Ziel, erneut die Herrschaft im Iran zu übernehmen.

Dass der Audi-Chef nun ein Werk in den USA eröffnet und sich dabei an die Seite von US-Präsident Trump stellt, ist ein schwerer Schlag für die deutsche Bundesregierung sowie für die deutsche Bevölkerung – von der sich eine Mehrheit ein baldiges Ende von Trumps Amtszeit im Weißen Haus wünscht.

Zum nächsten Thema. Der Audi-Vorstandsvorsitzende Döllner steht in der Kritik, weil er an einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Trump teilgenommen hat. Die NÜRNBERGER NACHRICHTEN halten fest: „Sicher: BMW und Mercedes produzieren schon seit Längerem in den USA, und alle drei deutschen Premium-Hersteller investieren kräftig und unter Beifall der kommunistischen Funktionäre im demokratiefreien China. Dem Mitbewerber Audi gereichte es bisher zum Nachteil, keine Produktion in den Vereinigten Staaten zu unterhalten. Der Bau einer Audi-Fabrik jenseits des Atlantiks ist ökonomisch folgerichtig. Völlig unakzeptabel aber ist, diese Entscheidung ganz offen zum Wahlkampfgeschenk für einen europafeindlichen Präsidenten zu machen, der sich damit in seinen protektionistischen Zoll-Orgien bestätigt fühlen kann. Dem Ansehen der Premium-Marke in Europa ist das abträglich. Was ist eigentlich aus den ethischen Grundsätzen geworden, denen sich der Konzern einmal verschrieben hat?“, fragen die NÜRNBERGER NACHRICHTEN.

„Der Auftritt des Audi-Chefs an der Seite Donald Trumps wird völlig zu Recht zerrissen, er war unsäglich“, findet die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG. „Das Motiv dürfte eine Zahl mit wenigstens neun Stellen sein. Denn was Döllner in Trumps Jubelveranstaltung offenbar nicht sagen durfte: Voraussetzung für das neue Audi-Werk in den USA sind hohe Subventionen und/oder Zollvorteile. Die Wahlkampfhilfe des Unternehmenschefs gehört zur Gegenleistung wie die Zahl der Arbeitsplätze. Man kann nur hoffen, dass Trump das Audi-Engagement wenigstens teuer eingekauft hat. Diese Rechnung wird Döllner nun zumindest allen internen Kritikern aufmachen, die ihm den Imageschaden und damit die Schädigung der Unternehmensinteressen vorwerfen. Der Preis, den die gesamte deutsche Wirtschaft zu zahlen hat, ist die Glaubwürdigkeit“, urteilt die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG.

Die Zeitung DIE WELT kommt zu einer anderen Bewertung: „Gernot Döllner ist ein mutiger CEO. Er überarbeitet radikal die Designsprache von Audi, er hat den Schritt in die Formel 1 gewagt, und nun riskiert er auch noch Anfeindungen in einem politisch tief nach links gerutschten deutschen Heimatmarkt. Aber vielleicht ist genau das ja das neue, gute Profil von Audi: Autos zu bauen für erfolgreiche Menschen, denen schlecht wird, wenn sie es mit moralischen Weltmeistern zu tun bekommen, die in ihrem eigenen Leben nichts zustande bringen. Vorsprung durch Technik – für jene erfolgsverliebte bürgerliche Mittel- und Oberschicht, die sich politisch gerade nicht mehr repräsentiert fühlt. Alle vernünftigen Deutschen, zumindest aber die Nettosteuerzahler, sollten Döllner dankbar sein, wenn es ihm gelingt, damit wenigstens die wichtigsten Arbeitsplätze in Ingolstadt zu retten.“ Das war die Zeitung DIE WELT.

Die GLOCKE aus Oelde nimmt den Audi-Chef ebenfalls in Schutz: „Welcher deutsche Unternehmenschef mit Interessen in den USA würde in schwierigen Zeiten die Einladung eines US-Präsidenten ablehnen? Betriebsräte und Gewerkschaften sollten sich lieber auf die Frage konzentrieren, wie sie dazu beitragen können, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Autoindustrie zu stärken.“

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Wirtschaft

ifo Geschäftsklimaindex gestiegen

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München 26.10.2026

– Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Oktober auf 90,2 Punkte, nach 89,9 im September. Dies war auf zuversichtlichere Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurde hingegen etwas schlechter eingeschätzt. Die Konjunkturbelebung setzt sich fort.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index deutlich gestiegen. Die Unternehmen beurteilten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Erwartungen substanziell besser. Beide Indikatoren drehten erstmals seit mehr als drei Jahren wieder ins Plus. Die Zahl der Neuaufträge ist gestiegen. Infolgedessen planen die Unternehmen die Produktion zu steigern.

Im Dienstleistungssektor erlitt das Geschäftsklima einen Dämpfer. Die Unternehmen waren unzufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen fielen hingegen besser aus. Positiv stachen die IT-Dienstleister hervor.

Im Handel hat sich der Indikator nicht bewegt. Auf der einen Seite beurteilten die Händler ihre aktuelle Lage schlechter. Auf der anderen Seite hellten sich ihre Erwartungen etwas auf. Der Großhandel entwickelte sich besser als der Einzelhandel.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index gestiegen. Die Unternehmen waren spürbar zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen legten leicht zu.

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Politik

Förderung von Investitionen in Deutschland

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Berlin 20.10.2026

– In seiner Eröffnungsrede auf der Konferenz „Deutschland – ein Land für Investitionen“ betonte Friedrich Merz, dass Deutschland ein bedeutender Industrie- und Wirtschaftsstandort sei. Das Gütesiegel „Made in Germany“ genieße weltweit nach wie vor hohes Ansehen, und viele Länder seien bestrebt, deutsche Industrieprodukte zu erwerben. Deutschland biete zudem Unternehmern ein attraktives Umfeld, um ihre geschäftlichen Vorhaben zu verwirklichen und ihre unternehmerischen Ziele zu erreichen.

Merz rief die deutschen Wirtschafts- und Industrievertreter dazu auf, diesen guten Ruf durch die ständige Weiterentwicklung ihrer Technologien zu wahren und die Beziehungen zu Partnern in der globalen Wirtschaft zu stärken. Ziel sei es, Deutschland dauerhaft als ein weltweit führendes Zentrum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft zu erhalten.

An der Konferenz „Deutschland – ein Land für Investitionen“ nehmen führende Persönlichkeiten aus Industrie und Wirtschaft aus Europa, Nord- und Südamerika, China, Japan sowie weiteren Teilen Asiens teil.

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Politik

Betonung der Stärke von Wirtschaft und Produktion.

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Berlin 20.10.2026

– Dies unterstrichen der Bundeskanzler Friedrich Merz, die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und der Finanzminister Lars Klingbeil in einer gemeinsamen Erklärung nach Abschluss der Konferenz „Investitionen in Deutschland“, die an diesem Dienstag, dem 20. Oktober, in Berlin stattfand. Sie hoben die Bedeutung des Investorenschutzes sowie der Förderung von Investitionen in Deutschland hervor und verwiesen zudem auf eine neue Dynamik im deutschen Wirtschaftsgeschehen.

Foto: © PWO

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