Politik

Zeitungskommentare zum Feuerwerksverbot

Published

on

Berlin 29.12.2025

Der Umsatz mit Feuerwerkskörpern während der Silvesterfeierlichkeiten liegt zwischen 183 und 197 Millionen Euro.

Derzeit wird über ein Feuerwerksverbot diskutiert, da Feuerwerkskörper schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Eine Umfrage des TÜV-Instituts, deren Ergebnisse am Montag, dem 29. Dezember, veröffentlicht wurden, ergab, dass 74 % der Befragten ein Verbot des Kaufs von Raketen, Fontänen und Knallkörpern befürworten, während 22 % Feuerwerk, insbesondere zu Silvester, unterstützen

Hilfsorganisationen sind der Ansicht, dass dieses Geld nicht für Feuerwerk ausgegeben, sondern stattdessen zur Unterstützung bedürftiger Bevölkerungsgruppen verwendet werden sollte.

Und damit nach Deutschland, wo zum Jahresende wieder einmal über ein Verbot von Silvesterfeuerwerk diskutiert wird. Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER kommentiert: „Tierschützer, Polizeigewerkschafter und Ärztevertreter fordern gemeinsam ein Verkaufsverbot für Silvesterböller. Ein Argument dabei sind die Angriffe mit Feuerwerkskörpern auf Polizisten und Rettungskräfte in Berlin und die schweren Verletzungen mit illegalen Silvesterraketen. Auch dass sich Haustiere erschrecken, wird als Argument für ein Verbot genannt. Doch bei genauem Hinsehen sind einige der Argumente der Feuerwerksgegner abenteuerlich. Denn Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte zum Beispiel sind bereits verboten und werden auch juristisch verfolgt – egal ob sie mit Ziegelsteinen, Molotow-Cocktails oder Silvester-Raketen erfolgen. Besser als über Verbote zu diskutieren, wäre es, eine Kultur des maßvollen Umgangs mit Feuerwerk zu etablieren. Und organisierte Feuerwerke, die von Fachleuten gezündet werden, wären wohl wirklich eine schönere und sicherere Alternative“, schätzt der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER.

„Was spricht denn gegen mehr kommunal organisierte Feuerwerke kombiniert mit Musik und modernen Licht- und Drohnenshows?“, fragen die NÜRNBERGER NACHRICHTEN und fügen an: „Wer liebgewonnene Rituale verändern will, wird aber viel mehr solche Alternativen anbieten müssen.“

Die AUGSBURGER ALLGEMEINE blickt über Silvester hinaus auf das kommende Jahr und die bevorstehenden fünf Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: „2026 droht das Jahr zu werden, in dem das alte Parteiensystem endgültig zerfällt und der Rechtsruck, nicht nur im Osten, seinen Höhepunkt erreicht. Ob sich der Siegeszug der AfD anschließend abschwächt, ist offen. Resignation aber verbietet sich. Nur wenn die demokratischen Kräfte sich am Riemen reißen, gibt es Hoffnung auf die Trendwende“, mahnt die AUGSBURGER ALLGEMEINE.

The Week

Die mobile Version verlassen