Politik

Trumps Ambitionen in Grönland

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Berlin 21.01.2026

Wir alle wissen, dass US-Präsident Donald Trump Immobilienentwickler ist und sein in New York ansässiges Unternehmen zu den größten Immobilienkonzernen zählt. Doch fragen wir uns: Was will dieser Präsident, der sich bereits die Europäische Union und andere Länder weltweit (mit Ausnahme der arabischen Staaten) vor den Kopf gestoßen hat, von der abgelegenen Insel Grönland?

Vielleicht hatte der französische Präsident Emmanuel Macron recht, als er seinen Freund Trump fragte, was er in Grönland wolle. Die Insel ist ganzjährig schneebedeckt, und die bittere Kälte ist – außer für die Bewohner – unerträglich.

Wir fragen Trump, ob er plant, eine Niederlassung seines Immobilienunternehmens auf der Insel zu eröffnen, um seine Geschäftstätigkeit auszuweiten.

Die kommenden Tage werden unsere Fragen beantworten.

Von einer Schicksalswoche spricht der TAGESSPIEGEL aus Berlin: „Deutschland und Europa können ihre Sicherheit nicht ohne die USA garantieren und brauchen von Trump ein Minimum an Solidarität in der Ukraine. Hat sich da etwas Entscheidendes verändert? Ja und Nein. Die Europäer haben aus ihren Erfahrungen mit Trump gelernt und sind nun bereit, den Konflikt anzunehmen. Sie haben begonnen, die militärische Abhängigkeit zu reduzieren. Aber sie sind noch immer nicht so klarsichtig und entschlossen, wie es nötig wäre. Deshalb ist dies eine Schicksalswoche für Europa. Sie kann die Selbstbehauptung einleiten. Sie kann aber auch zur Demütigung der EU vor aller Welt führen“, warnt DER TAGESSPIEGEL.

In der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG heißt es: „Merz und die anderen europäischen Staats- und Regierungschefs sind nichtum die Aufgabe zu beneiden, eine kohärente Politik zu formen. Sie wird wohl darin bestehen müssen, Trump Deals anzubieten, wo das möglich ist, und ihn auflaufen zu lassen, wo es nötig ist. Das gilt auch für Trumps ‚Friedensrat‘. Wer als Europäer einen Rest Anstand besitzt, wird nicht allen Ernstes daran denken, diesem Privatklub des Potentaten beizutreten.“

Die FRANKFURTER RUNDSCHAU kommentiert die persönliche Nachricht des französischen Präsidenten Macron an Trump: „’Mein Freund, ich verstehe nicht, was du in Grönland tust.‘ So schreibt der Präsident Frankreichs an den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Wir erleben gerade einen historischen Moment. Nicht nur, weil Trump um jeden Preis Grönland haben will. Sondern auch, weil der mächtigste Mann der Erde behandelt wird wie ein Kind, das man vom Rand einer Klippe weglocken will. Macrons Nachricht ist nur ein Symptom einer lange gärenden Krankheit. Wir erleben den Aufstieg des Anti-Intellektualismus“, konstatiert die FRANKFURTER RUNDSCHAU.

Die TAGESZEITUNG aus Berlin betont die enge Abhängigkeit Europas von den USA: „Trump kann Europa erniedrigen, weil der Kontinent tatsächlich schwach ist. Wir sind erpressbar, weil wir die USA als Exportmarkt benötigen, weil wir die Informationen der US-Geheimdienste brauchen und weil wir ohne den atomaren Schutzschild der USA ziemlich schutzlos wären. Es wird Jahre und Jahrzehnte dauern, diese Abhängigkeiten zu reduzieren. Und trotzdem muss Europa signalisieren: Bis hier und nicht weiter“, fordert die TAZ.

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