Politik
Startup- und Scaleup-Strategie mit Schwerpunkt Rüstung
Berlin 03.08.2026
– Die Bundesregierung hat ihre „Startup- und Scaleup-Strategie“ als Unterrichtung (21/7450(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) vorgelegt. Junge, innovative Unternehmen sollen künftig gezielt in ihrer Wachstumsphase unterstützt werden. Dabei steht erstmals der Bereich Sicherheit und Verteidigung im Fokus der staatlichen Förderung. In dem 36-seitigen Dokument, das unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) entstanden ist, werden 152 Einzelmaßnahmen aufgelistet.
Für die Mobilisierung von Wagniskapital in den Bereichen Technologie, Biotechnologie und Verteidigungstechnologien soll der staatliche Zukunftsfonds über das Jahr 2030 hinaus verstetigt werden. Dieser staatliche Beteiligungsfonds zur Förderung von Zukunftstechnologien startete 2021 mit einem Volumen von zehn Milliarden Euro und soll nun weiterentwickelt werden.
Erstmals wird auch der Bereich Sicherheit und Verteidigung systematisch in die Förderung einbezogen. Für Firmen aus diesem Sektor soll der Kapitalzugang verbessert werden. Um Gründungen zu beschleunigen, ist das Projekt „Schneller Gründen“ geplant, das digitale Verfahren vereinheitlichen soll. Es wird geprüft, die Bindung von Startup-Mitarbeitern über Kapitalbeteiligungen steuerlich attraktiver zu machen. Die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen soll ausgeweitet werden. Außerdem sollen auch Möglichkeiten genutzt werden, Gelder aus der privaten Altersvorsorge in Startups zu investieren.