Politik

„Handelsblatt“, „Tagesspiegel“ und „B.Z.“ wachsen gegen den Trend

Published

on

Berlin 30.07.2026

Einmal pro Jahr ermittelt die agma die Leser- und Leserinnen-Zahlen der Tages- und Wochenzeitungen. Zu den Gewinnern der Auswertung gehören diesmal u.a. das “Handelsblatt”, der “Tagesspiegel”, die “B.Z.” und die “Morgenpost für Sachsen”, zudem die Kombi RheinMainMedia Gesamt und das Duo “Stuttgarter Zeitung” und “Stuttgarter Nachrichten”. Klar nach unten ging es u.a. für die “Berliner Morgenpost”, die “Ostsee Zeitung” und die “Westdeutsche Zeitung”.

Reichweitenstärkste Tageszeitung bleibt auch 2026 natürlich die “Bild”: 5,81 Millionen Leute lesen die Zeitung pro Tag. Das sind zwar 4,4 Prozent weniger, doch im Vergleich zu den deutlicher rückläufigen Auflagenzahlen ist das ein recht geringes Minus. Größere Verluste gab es bei den überregionalen Tageszeitungen laut agma für die “F.A.Z.”, die 5,0 Prozent einbüßte, und die “taz”, die seit geraumer Zeit nur noch digital erscheint und damit 17,2 Prozent Leserinnen und Leser verlor. Gegen den Trend Reichweite dazu gewonnen haben das “Handelsblatt” und der “Tagesspiegel”, der in der MA nun als überregioanle Zeitung gewertet wird.

Einschränkend muss nach der MA Audio allerdings auch zur MA Tageszeitungen gesagt werden, dass die Grundgesamtheit der MA wegen neuer Zahlen des Mikrozensus von 71,00 auf 70,03 Millionen, also um fast eine Million Personen, geschrumpft ist. Insgesamt gilt also: Weniger Menschen, weniger potenzielle Leserinnen und Leser, weniger potenzielle Reichweite für die Zeitungen. Ein kleines Minus – bundesweit eins von etwa 1,4 Prozent – wäre völlig normal für die Branche und kein Grund zur Sorge. Größere Verluste können hingegen nicht allein mit dieser Thematik erklärt werden – und Gewinne sind um so positiver zu werten.

Bei den regionalen Kaufzeitungen, einem Segment, das bei den Auflagen seit Jahren zu den größten Verlierern gehört, sieht es in den Befragungen der agma diesmal deutlich positiver aus. Mit der “B.Z.” und der “Morgenpost für Sachsen” gibt es hier sogar zwei Gewinner, der “Express” verlor zudem nur 3,8 Prozent. Deutlicher sind die Verluste des Münchner Duos “tz” und “Abendzeitung”.

Bei den regionalen Abo-Zeitungen, die wir wegen der schwierigen Vergleichbarkeit von Einzeltiteln und Vermarktungs-Kombis alphabetisch und nicht als Ranking präsentieren, gewannen u.a. “RheinMainMedia Gesamt” („Frankfurter Neue Presse“ und andere), das Duo “Stuttgarter Zeitung” und “Stuttgarter Nachrichten”, die “Schwäbische Zeitung”, die “Braunschweiger Zeitung” und die “Sächsische Zeitung” dazu.

Deutliche Verluste, die weit über den oben beschriebenen Sondereffekt des Mikrozensus hinausgehen, gab es hingegen für die “Volksstimme”, die “Märkische Allgemeine”, die “Westdeutsche Zeitung”, die “Ostsee Zeitung” und die “Berliner Morgenpost”.

The Week

Die mobile Version verlassen