Politik
Rund 90.000 Personen als Fachkräfte im Rettungsdienst
Berlin 22.12.2025
– Aufgrund der demografischen Entwicklung ist nach Angaben der Bundesregierung in den nächsten Jahren mit einer Verschärfung der Personalsituation in der Notfallversorgung zu rechnen. 2023 waren deutschlandweit rund 90.000 Personen als Fachkräfte im Rettungsdienst beschäftigt, darunter Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Betriebssanitäter, heißt es in der Antwort (21/3269) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/2971) der AfD-Fraktion.
Mit dem derzeit abgestimmten Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung werde ein Vorschlag für weitreichende Verbesserungen in der medizinischen Notfallrettung vorgelegt. Durch die Aufnahme der typischen Leistungen der medizinischen Notfallrettung (Notfallmanagement der Leitstellen, Versorgung vor Ort und Transport) als Leistungssegment im Sozialgesetzbuch werde mehr Kosten- und Leistungstransparenz sowie eine bessere digitale Vernetzung des Rettungsdienstes mit den anderen Akteuren der Notfallversorgung erreicht.
Ziel sei eine effizientere, bedarfsgerechte Steuerung von Patienten und damit auch eine Entlastung von kostenintensiven Strukturen der Notfallversorgung. Die Digitalisierung des Rettungsdienstes spiele dabei eine entscheidende Rolle. Zudem sollen den Angaben zufolge in einem Fachgremium unter Beteiligung aller wichtigen Akteure Empfehlungen entwickelt werden, um perspektivisch bundeseinheitliche Standards für die medizinische Notfallrettung zu erreichen.