Politik
Pressekommentare zum Anschlag in Sydney
Berlin 18.12.2025
– Nur wenige Stunden nach dem Anschlag auf Juden, die in Sydney, Australien, einen religiösen Feiertag begingen, warnte US-Präsident Donald Trump die Welt vor dem, was er als „islamischen Terrorismus“ bezeichnete, und rief zum Kampf dagegen auf.
Wir glauben nicht an Verschwörungstheorien, doch wenn die Hetze gegen Muslime nachlässt und ein psychisch gestörter Täter einen friedlichen Christen, Juden oder auch Muslim oder Nicht-Muslim angreift, sehen die Feinde des Islam eine Gelegenheit, ihren Hass gegen Muslime weiter zu schüren. Daher glauben manche Menschen, dass Verschwörungstheorien zweifellos wahr sind.
Muslime leiden unter psychisch kranken Menschen, die den Islam durch ihre Straftaten angreifen. Die Hetze des neuen US-Präsidenten erinnert an die Aussagen des amerikanischen Denkers Samuel Huntington, der 1995 im Freien Institut in Herhausen einen Krieg der Zivilisationen ausrief. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center 2001 führte er dies in Berlin weiter aus und rief zur Teilnahme an einem Krieg gegen den Islam auf.
Damals forderte er die Teilnahme an einem Krieg gegen den Islam. Der Islam habe nichts mit der Organisation namens Islamischer Staat zu tun, und man solle nicht auf den amerikanischen Präsidenten und andere reagieren. ًWir sollten Sollen die Narren doch reden, oder: Lass die Jekken laufen wie die Düsseldorfer sagen während der Karnevalssession verwendet wird.
DER SPIEGEL kommentiert den Terroranschlag in Sydney auf Teilnehmer des jüdischen Chanukka-Festes. Dieser sei kein“ einmaliger Ausbruch von Gewalt“, schreibt der Autor, sondern: “ … der Kulminationspunkt einer Entwicklung, die seit Jahren absehbar ist. Wer heute noch behauptet, antisemitische Gewalt in westlichen Demokratien sei ein Randphänomen oder ein tragischer Ausnahmefall, verweigert sich der Realität. Das zeigt die verbreitete Parole ‚globalize the intifada‘. Sie wird auf Demonstrationen, in sozialen Netzwerken und an Universitäten skandiert. Sie ist längst nicht mehr nur rhetorische Radikalität. Sie ist eine offene Drohung – und sie meint genau das, was am Bondi Beach geschehen ist: Gewalt gegen Juden, überall, jederzeit, entgrenzt von Ort, Kontext und individueller Verantwortung“, hält der DER SPIEGEL fest.
Der MÜNCHNER MERKUR analysiert: „Die Terroristen von Sydney haben es der australischen Regierung auf die denkbar schlechteste Art vergolten, dass diese im Nahostkrieg Palästina als Staat formell anerkannte und damit den Terror der Hamas belohnte. Wenn die Politik damit die anschwellende Wut eines antisemitischen Mobs in den Straßen australischer Metropolen beschwichtigen wollte, dann hat sie ihr Ziel verfehlt. Im Gegenteil. Sie hat die Israelhasser nur noch selbstbewusster und stärker gemacht.“