Politik

Nothilfe für die Energieversorgung der Ukraine

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Berlin 04.12.2025

100 Millionen Euro mehr für den Ukraine Energy Support Fund 
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) stellt über die KfW Entwicklungsbank weitere 100 Millionen Euro für die Reparatur der ukrainischen Energieinfrastruktur zur Verfügung. Diese Mittel sind zusätzlich zu den in diesem Jahr bereits angekündigten 60 Millionen Euro. Sie fließen in den Energieunterstützungsfonds (Ukraine Energy Support Fund, UESF) der Energiegemeinschaft, in den seit 2022 auch zahlreiche weitere internationale Geber einzahlen. 
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: 
„Russland greift konsequent und gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur an, um den Winter zu einer weiteren Waffe zu machen. Die Energieversorgung in der Ukraine ist längst selbst zu einer Frontlinie geworden. Dort entscheidet sich, wie hart dieser Winter die Menschen trifft. Unsere zusätzlichen 100 Millionen Euro für den Ukraine Energy Support Fund sind eine klare Antwort: Wir lassen die Ukrainerinnen und Ukrainer nicht allein. Wer die Energieversorgung schützt, schützt die Menschen – genau darum geht es.“ 
Aus dem Energieunterstützungsfonds finanziert die Ukraine Ersatzteile und Ausrüstung für zerstörte Energieinfrastruktur. Die Energiegemeinschaft führt mit Hilfe einer externen Beschaffungsagentur transparente und wettbewerbliche Ausschreibungen für die zu beschaffenden Güter durch und kontrolliert die Verwendung der Mittel. Ukrainische Energieunternehmen erhalten auf diese Weise schnelle Hilfe für die Reparatur zerstörter Energieinfrastruktur. Vor dem Hintergrund jüngster Ermittlungen der ukrainischen 
Antikorruptionsermittlungsbehörden wird die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weiterhin strikt auf die Einhaltung ihrer Compliance-Regularien achten. Dazu gehört auch, dass eine hinreichende Corporate Governance der ukrainischen Energieunternehmen zur Bedingung der BMWE-Beteiligung am UESF gemacht wurde und dass die Erfüllung dessen laufend überprüft wird. Die Einhaltung von Corporate Governance nach etablierten Standards, insbesondere bei staatlichen Unternehmen, bildet das Fundament für die vertrauensvolle weitere Zusammenarbeit mit unseren ukrainischen Partnern. 
Bis Anfang 2025 hat die Bundesregierung bereits über 390 Millionen Euro in den 
Energieunterstützungsfonds eingezahlt. Gemeinsam mit der kürzlich angekündigten Aufstockung von 60 Millionen Euro steigt die deutsche Beteiligung mit der neuen Aufstockung von 100 Millionen Euro bis Ende 2025 auf insgesamt 550 Millionen Euro. Deutschland bleibt damit der mit Abstand größte Geber des Fonds der seit Februar 2022 über 1,3M Euro  gesammelt hat.

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