Politik
Internationaler Tag gegen Kinderarbeit
Berlin 12.06.2026
– Mit Schulessen weltweit Kindern bessere Perspektiven geben – BMZ startet digitale Informationskampagne
Für viele Eltern in Entwicklungsländern ist ein Schulessen wichtiger Anreiz, um ihre Kinder weiter zur Schule zu schicken – statt zur Arbeit. Mit der Initiative „Sichere Ernährung – stark fürs Leben“ unterstützt das Entwicklungsministerium (BMZ) weltweit Schulessensprogramme.
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Ein Teller am Tag kann viel verändern. Schulessen bekämpfen Hunger, fördern Bildungschancen und schaffen Perspektiven – und wirken damit weit über das Klassenzimmer hinaus. Keinem Kind soll die Chance auf Bildung verbaut werden, weil es aus Not viel zu früh arbeiten muss. Kein Kind soll hungrig aufwachsen müssen. Schulessensprogramme sind hier ein entscheidender Hebel, daher haben wir uns gemeinsam mit internationalen Partnern ein großes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen zusätzlich 100 Millionen Kinder weltweit Schulessen erhalten – und so eine Perspektive auf ein gesundes und selbstbestimmtes Leben bekommen.“
Mit der Initiative „Sichere Ernährung – stark fürs Leben“ legt das BMZ einen Schwerpunkt auf die gesunde und ausreichende Ernährung von Kindern. Sie leiden besonders unter den Folgen von Hunger und Mangelernährung, oft mit lebenslangen Beeinträchtigungen.
Schulessensprogramme bieten hier einen besonders wirkungsvollen Ansatz:
• Kinder erhalten in der Schule ein vollwertiges Essen – oft das einzige am Tag. Das verbessert ihre Lernfähigkeit und damit ihre Bildungs- und Zukunftschancen.
• Schulessen sind für viele Eltern ein wichtiger Anreiz, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Davon profitieren besonders Mädchen, die in vielen Teilen der Welt seltener zur Schule gehen als Jungen.
• Durch die Zubereitung von Schulessen aus lokalen landwirtschaftlichen Produkten entstehen lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze
Mit einer neuen Informationskampagne mit Online-Meldungen, Video-Clips sowie auf den Social-Media-Kanälen zeigt das BMZ anhand persönlicher Geschichten von Grundschulkindern aus Äthiopien, Sambia und Sierra Leone, wie Schulessensprogramme Chancen auf Bildung eröffnen, Hunger bekämpfen und Perspektiven für eine bessere Zukunft schaffen.