Wirtschaft
ifo Institut: Exporterwartungen stark gestiegen
München 26.08.2026
– Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich deutlich verbessert. Die ifo Exporterwartungen stiegen im August auf plus 9,6 Punkte, nach minus 2,8 Punkten im Juli. Dies ist der höchste Wert seit Februar 2022 und der stärkste Anstieg seit Juni 2020. „Die Exportwirtschaft nimmt Fahrt auf“, sagt Klaus Wohlrabe. „Insbesondere die Ausfuhr in die EU boomt, während die Exporte nach China weiter schwächeln.“
Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen sind weiterhin sehr optimistisch. Gleiches gilt für die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. Die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft und die hohen Investitionen in KI dürften hier eine Rolle spielen. Die Automobilindustrie blickt ebenfalls deutlich optimistischer auf ihre Exportaussichten. Auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen keimt neue Zuversicht auf. Mit rückläufigen Exporten rechnen hingegen das Papiergewerbe sowie die Unternehmen in der Metallerzeugung und -bearbeitung.
Wirtschaft
ifo Institut: Firmen streichen weniger Jobs
München 27.08.2026
– Die Unternehmen in Deutschland wollen weniger Stellen abbauen als bisher. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im August auf 94,8 Punkte, nach 93,0 Punkten im Juli. Das ist der höchste Wert seit Mai 2025. „Der Arbeitsmarkt zeigt eine leichte Aufwärtsbewegung“, sagt Timo Wollmershäuser. „In Summe werden aber noch Arbeitsplätze abgebaut.“
In der Industrie hat der Stellenabbau an Dynamik verloren. Das Beschäftigungsbarometer stieg hier auf den höchsten Wert seit März 2024. Die einzelnen Branchen sind aber mehrheitlich weiterhin auf Kürzungen ausgerichtet. Positive Ausnahmen sind die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie die Nahrungsmittelindustrie. Hier soll die Beschäftigtenzahl steigen.
Im Handel hat sich das Beschäftigungsbarometer zwar verbessert, dennoch überwiegen sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel weiterhin die Pläne zum Personalabbau. Bei den Dienstleistern gleichen sich Expansions- und Kürzungspläne genau aus. Die Beschäftigung soll in Summe konstant gehalten werden. Gleiches gilt für den Bausektor.
Berlin
Einsteigen, ankommen, IFA erleben
Berlin 27.08.2026
Mobility Partner machen den Weg zur Messe und durch die Hauptstadt einfach und günstig.
Ob Ride-Hailing, Carsharing, E-Scooter, E-Bike oder E-Roller: IFA Besucher:innen und Aussteller erhalten exklusive Rabatte bei Bolt, Dott, emmy, Free2move, FreeNow und Voi
Wer die IFA 2026 vom 4. bis 8. September 2026 in Berlin besucht, kann nicht nur auf dem Messegelände neue Technologien entdecken, sondern auch besonders flexibel durch die Stadt kommen. Gemeinsam mit Bolt, Dott, emmy, Free2move, FreeNow und Voi bietet die IFA ihren Besuchenden und Ausstellern auch in diesem Jahr wieder exklusive Mobilitätsangebote und Rabatte während der IFA Tage.
Am Morgen mit einem Carsharing-Auto entspannt vom Hotel zur IFA fahren, nach einem ereignisreichen Messetag Berlins schönste Ecken mit E-Bike oder E-Roller erkunden und sich abends vom Restaurant ins Hotel bringen lassen: Die verschiedenen IFA Angebote reichen von Ride-Hailing über Carsharing bis hin zu E-Scooter, E-Bikes und E-Roller.
Ankommen und direkt ins IFA Erlebnis starten
Berlin verfügt über ein dichtes Netz aus S-Bahn, U-Bahn und Bussen, sodass die IFA mit dem öffentlichen Nahverkehr schnell erreichbar ist. Ergänzend dazu bieten die IFA Mobility Partner flexible Möglichkeiten, damit sich Besuchende und Aussteller während der Messetage einfach und günstig durch die Hauptstadt bewegen können.
„Mit unseren Mobility Partnern bringen wir unsere Gäste wieder flexibel und günstig zur IFA und durch die Stadt. Wie auch im letzten Jahr bieten Bolt, Free2Move, und Voi vergünstigte Fahrten für Fahrdienste, Carsharing, E-Scooter und E-Bikes. Neu dabei in diesem Jahr sind die Angebote von Dott, emmy und FreeNow. Gemeinsam mit dem gut ausgebauten Berliner Nahverkehr schaffen wir maximale Flexibilität für den IFA Besuch“, sagt Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH.
Mit Bolt direkt ans Ziel
Mit Bolt kommen IFA Gäste bequem per App mit einem Fahrdienst durch Berlin und profitieren während der gesamten IFA von exklusiven Bolt-Rabatten. Bestandskund:innen erhalten mit dem Code BOLTIFA26 einen Rabatt von 10 Prozent. Neukund:innen sparen 40 Prozent mit BOLTIFA26NEW auf die erste Fahrt.
Beide Angebote sind auf maximal 20 Euro Rabatt pro Fahrt begrenzt. Insgesamt stehen 12.000 Codes nach dem First-come-first-served-Prinzip zur Verfügung. Die Aktion gilt vom 4. bis 8. September 2026 für Ride-Hailing-Fahrten in Berlin. Es gelten die AGB von Bolt.
Kein Stau, kein Stress mit Dott
Gerade für kürzere Strecken zwischen Messe, Hotel und Stadt bietet Dott eine flexible Alternative. Mit dem Code IFAXDOTT erhalten IFA Besucher:innen und Aussteller 30 Prozent Rabatt auf ihre nächsten sechs E-Scooter-Fahrten. Der Code kann ab dem 4. September 2026 in der Dott App eingelöst werden und ist anschließend 14 Tage gültig.
Mit emmy auf dem E-Roller zur IFA
Mit den E-Rollern von emmy kommen IFA Gäste flexibel zur Messe und wieder zurück. Sie erhalten 15 Prozent Rabatt auf Fahrten zum und vom IFA Messegelände. Auf dem Hinweg wird der gemietete E-Roller einfach in der ausgewiesenen IFA Zone an der Masurenallee abgestellt, um die Miete zu beenden. Der Rabatt wird automatisch abgezogen. Für den vergünstigten Rückweg buchen IFA Besucher:innen einen E-Roller innerhalb der IFA Zone via App. Der Rabatt gilt für alle E-Roller mit Rabatt-Flag. Ein Code wird nicht benötigt.
Berlin flexibel entdecken mit Free2move
Mit dem Carsharing-Angebot von Free2move sind IFA Gäste während ihres Messebesuch unabhängig mit dem Auto unterwegs. Die Fahrzeuge, darunter auch E-Autos, stehen Tag und Nacht im Berliner Stadtgebiet zur Verfügung. Bei der Miete sind Kraftstoff bzw. Laden, Versicherung und Parken inklusive. Mit dem Code PSM-IFA-2026 erhalten Neukund:innen 10 Euro Startguthaben bei der ersten Miete. Die Registrierung ist für Neukund:innen kostenlos. Der Code kann bis zum 8. September 2026 in der Free2move-App oder auf der Website eingelöst werden. Das Startguthaben ist 30 Tage gültig.
Mit Freenow by Lyft zur IFA fahren
Auch FreeNow ergänzt die Mobilitätsangebote rund um die IFA und ermöglicht Besuchenden und Ausstellern flexible Taxi-Fahrten in Berlin. Fahrt per App bestellen, reinsetzten, ankommen – einfach den Code IFA26 in der Freenow-App eingeben und 10 Prozent* Rabatt auf zwei Taxifahrten zur Messe erhalten. Neukund:innen erhalten mit dem Code IFANEW26 50 Prozent** Rabatt auf zwei Taxifahrten zur IFA.
*bis max. 7€ pro Fahrt / **bis max. 10€ pro Fahrt.
Mit E-Scooter und E-Bikes von Voi von A nach B
Vom Messegelände schnell zur nächsten S-Bahn-Station oder weiter durch Berlin: Voi bietet IFA-Besuchern mit E-Scootern und E-Bikes eine flexible Ergänzung zu Bus und Bahn. Mit dem Code IFA2026 gibt es 50 Prozent Rabatt auf den Voi 60-Minuten-Pass. Das Angebot gilt bereits ab dem 24. August und ist bis 14. September 2026 gültig. Schnell sein lohnt sich, der Code ist auf 1.000 Einlösungen begrenzt.
Mobility auf der IFA
Mobilität spielt nicht nur auf dem Weg zur IFA eine Rolle, sondern auch direkt auf dem Messegelände. Bei der Show Area Mobility werden aktuelle Entwicklungen rund um E-Mobilität, vernetzte Fahrzeuge und smarte Mobilitätslösungen ausgestellt. Auf dem IFA Mobility-Track ist ausprobieren ausdrücklich erwünscht. E-Scooter und E-Bikes können unter realistischen Bedingungen getestet werden.
Foto: © Messe Berlin, IFA
Politik
Eckpunkte zum Wärmenetzpaket beschlossen
– Der vom Bundeswirtschaftsministerium eingebrachte Entwurf stellt die Weichen für das kommende neue Wärmenetzgesetz. Den Eckpunkten war ein umfangreicher Dialog mit allen beteiligten Interessenvertretern vorausgegangen.
Berlin 26.08.2026
– Die Regelwerke AVB-Fernwärmeverordnung (AVBFernwärmeV) und die Verordnung über die Verbrauchserfassung und Abrechnung bei der Versorgung mit Fernwärme oder Fernkälte (FFVAV) werden in einem gemeinsamen Gesetzgebungsverfahren so schnell wie möglich angepasst und in ein neues Wärmenetzgesetz überführt. Auch die für den Anschluss an die Fernwärme relevanten Vorgaben im BGB werden in diesem Gesetzgebungsverfahren angepasst.
Die Eckpunkte führen die Interessen von Mietern, Vermietern und Fernwärmeunternehmen in einem ausgewogenen Gesamtpaket zusammen und bilden damit die Basis für eine Reform aus einem Guss. Konkret sehen die Eckpunkte Folgendes vor:
Die gesetzliche Ausgestaltung der Preisänderungsklauseln bleibt grundsätzlich bestehen, wird aber um die Möglichkeit einer Preisänderungsklausel ergänzt, die sich nicht an einem Kostenindex, sondern an den tatsächlichen Kosten ausrichtet. Die Nutzung von Gas-Börsenindizes im Marktelement wird ausgeschlossen.
Versorgungsunternehmen sollen rechtssichere Möglichkeiten zur Anpassung von Preisen erhalten, wenn sie in Maßnahmen zur Dekarbonisierung oder zum Netzausbau, der wiederum der Dekarbonisierung dient, investieren.
Das Kostenneutralitätsgebot im BGB (WärmeLV) soll dahingehend angepasst werden, dass bei erheblichen Investitionen des Vermieters oder eines Dritten in die Änderung der Heizungsanlage (z.B. Anschluss an ein Wärmenetz oder Errichtung einer neuen Heizungsanlage) eine Mehrbelastung der Mieter von bis zu 0,50 Euro/qm zulässig ist. Der Anwendungsbereich des Kostenneutralitätsgebots wird auf sich selbst versorgende Mieter (insbesondere im Fall der Versorgung durch Gasetagenheizungen) erstreckt, um eine rechtssichere Umstellung auf Fernwärme zu ermöglichen. Insgesamt schaffen wir so die Möglichkeit Wärmenetze nachzuverdichten, was letztlich dafür sorgen wird, dass das Fernwärmeangebot für alle Fernwärmekunden kostengünstiger wird.
Für eine höhere Planungssicherheit bei den Wärmeleistungen wird das bisher voraussetzungslose und unbeschränkte Leistungsanpassungsrecht der Kundenangepasst: Bei Durchführung von Effizienzmaßnahmen, dem Einsatz erneuerbarer Energien oder im Fall einer Überdimensionierung der Leistung, steht dem Kunden, jeweils nach Durchführung einer Energieberatung, ein Leistungsanpassungsrecht zu. Um einen Ausgleich mit den Interessen der Versorgungsunternehmen herzustellen, soll es Sonderregelungen z.B. für kleine Netze geben.
Das Sonderkündigungsrecht der Kunden wird auf Fälle begrenzt, in denen das Wärmenetz noch nicht ausreichend dekarbonisiert ist. Im Gegenzug erhält das Unternehmen einen Anspruch auf Ersatz der kundenspezifischen Investitionen in den Fernwärmeanschluss.
Eine branchenspezifische Schlichtungsstelle wird im Verantwortungsbereich des BMWE eingerichtet. Sie soll mit Inkrafttreten des neuen Rechtsrahmens für die Beilegung von Streitigkeiten über den Anschluss an das Wärmenetz, die Belieferung mit Wärme und deren Messung sowie die Leistungsanpassung zuständig sein. Hierzu wird das BMWE in einen strukturierten Dialog mit den Stakeholdern eintreten.
Mit der Einführung einer verpflichtenden und anwenderfreundlichen Preistransparenzplattform bei einer Bundesbehörde, auf der Preise, Tarifstrukturen und Strukturparameter durch die Wärmeversorgungsunternehmen veröffentlicht und mindestens einmal jährlich aktualisiert werden, wird die Markttransparenz deutlich erhöht. Durch ihre Einführung werden zugleich die EU-Transparenzanforderungen an Wärmenetze erfüllt und verbesserte Auswertungen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) ermöglicht. Der bürokratische Aufwand für die Unternehmen soll durch den Wegfall oder die Bündelung bestehender Meldepflichten und durch einheitliche Daten- und Berichtsstandards möglichst reduziert werden.
Zudem soll eine Preisaufsicht bei einer Bundesbehörde zur Prüfung der Preise auf Angemessenheit (ex-post), beispielsweise mit Blick auf strukturell vergleichbare Versorgungsunternehmen, eingeführt werden. Für eine höhere Planungs- und Investitionssicherheit sollen Versorgungsunternehmen auch die Möglichkeit erhalten, Preisstrukturen oder -änderungen bei geplanten Investitionen oder Netzausbauvorhaben vorab genehmigen zu lassen.
In dem Gesetzgebungsverfahren werden zudem durch das BMJV die für den Anschluss an die Fernwärme relevanten Vorgaben im BGB zur Wärmelieferverordnung angepasst. Dadurch wird die Möglichkeit, auf Fernwärme umzusteigen, erleichtert. Damit setzen wir eine zentrale Forderung um, die bestehenden Hemmnisse für den Ausbau und die Nachverdichtung von Wärmenetzen im Gebäudebestand abzubauen.
Politik
Die deutsche Wirtschaft ist ein Opfer ausländischer Geheimdienste.
Berlin 27.08.2026
Die deutsche Wirtschaft und Industrie erlitten innerhalb eines Jahres Verluste in Höhe von rund 211 Milliarden Euro durch ausländische Spionage und den Diebstahl von Technologieplänen. Die Spionagequote erreichte 28 Prozent, während sie 2023 noch bei 7 Prozent lag. Die Quote des Informationsdiebstahls bei Unternehmern und Firmeninhabern lag bei 97 Prozent.
Dies gab der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (bitko), Ralf Wintergerst, am Mittwoch, dem 26. August, auf einer Pressekonferenz bekannt. Er erklärte, viele Unternehmer befürchteten, dass ihre Unternehmen Ziel von Spionage seien.
Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz und Sicherheit (BVS), Sinan Selen, erklärte, sein Amt sei wachsam gegenüber den Aktivitäten ausländischer Geheimdienste und gehe entschieden gegen die Aktivitäten der Wirtschaft und Industrie vor. Er rief die Bevölkerung zur Zusammenarbeit mit seinem Amt und den Sicherheitsbehörden auf, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und nicht Opfer von Spionage zu werden.
Wirtschaft
ifo Institut: Knapp einem Viertel der Unternehmen fehlen Fachkräfte
München 21.08.2026
– Der Fachkräftemangel in Deutschland hat wieder etwas zugenommen. Im Juli gaben 23,2 Prozent der Unternehmen an, dass ihnen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, nach 21,1 Prozent im April. Trotz des Anstiegs bleibt der Fachkräftemangel damit unter dem langfristigen Durchschnitt, der bei 31,7 Prozent liegt. „Die schwache Konjunktur hält den Fachkräftebedarf derzeit in Grenzen“, sagt ifo-Forscherin Daria Schaller. „Mit einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung dürfte auch der Fachkräftemangel aber wieder deutlicher zunehmen.“
Im Dienstleistungssektor liegt der Anteil von Unternehmen, die zu wenig Fachkräfte finden, nahezu unverändert bei 25,7 Prozent. In einzelnen Branchen stieg dieser allerdings deutlich an. In der Telekommunikation erhöhte er sich von 16,3 auf 31,1 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2023. In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung stieg der Anteil ebenfalls kräftig – auf 64,7 Prozent nach zuletzt 52,4 Prozent. Im Handel bleibt der Fachkräftemangel mit 16,2 Prozent auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. In der Industrie meldeten 18,7 Prozent einen Mangel an Fachkräften – ein spürbarer Anstieg von 4,5 Prozentpunkten im Vergleich zum April. Vor allem die Papierindustrie (35,0 Prozent) findet schwieriger adäquat ausgebildete Mitarbeiter. Im Bauhauptgewerbe berichtet fast jedes dritte Unternehmen (32,6 Prozent) von Fachkräftemangel.
„Mehr Arbeitslose bedeuten nicht automatisch mehr verfügbare Fachkräfte“, sagt Schaller. „Entscheidend ist, ob Qualifikation und Anforderungen der offenen Stellen zusammenpassen„
Wirtschaft
Kraftfahrzeug-Exporte
Berlin 20.08.2026
– Die wichtigste Exportgüter Deutschlands waren im 1. Halbjahr 2026 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit einem Wert von 124,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 sanken die Kraftfahrzeug-Exporte um 5,8 %. An zweiter Stelle lagen Maschinen mit einem Wert von 107,7 Milliarden Euro (-0,9 %). Auf Rang 3 der Exporte lagen Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 73,1 Milliarden Euro vor den chemischen Erzeugnissen mit einem Warenwert von 71,6 Milliarden Euro. Bei diesen beiden Warengruppen konnten Zuwächse von 9,5 % beziehungsweise 1,4 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 verzeichnet werden.
Wichtigste Importgüter Deutschlands waren im 1. Halbjahr 2026 Kraftwagen und Kraftwagenteile mit einem Wert von 77,1 Milliarden Euro (+3,7 % zum 1. Halbjahr 2025) sowie Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit 75,6 Milliarden Euro (+10,0 %).
Der größte Exportüberschuss wurde im Handel mit Maschinen mit 54,0 Milliarden Euro erzielt, gefolgt von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen mit 47,6 Milliarden Euro. Umgekehrt wurden beim Handel mit Erdöl und Erdgas beziehungsweise bei den Erzeugnissen der Landwirtschaft deutlich mehr Waren importiert als exportiert. Hier betrug der Importüberschuss 35,5 Milliarden beziehungsweise 16,5 Milliarden Euro.
Politik
10 % mehr Anerkennungen ausländischer Berufsabschlüsse 2025
Wiesbaden 19.08.2026
– Die Zahl der im Ausland erworbenen und in Deutschland anerkannten
Berufsabschlüsse ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden 2025 rund 86 600 Anerkennungsanträge
positiv beschieden, das sind knapp 10 % mehr als im Jahr 2024 (79 100). Damit
zeigt sich allerdings eine Verlangsamung des Wachstums, das in den beiden
vorherigen Jahren wesentlich höher lag (2024: +21 %, 2023: +25 %). Knapp 84 %
der positiv beschiedenen Anerkennungsverfahren gingen im Jahr 2025 auf nach
Bundesrecht geregelte Berufe zurück, 16 % auf nach Landesrecht geregelte
Berufe.
• Anstieg fällt geringer aus als in den Vorjahren
• Deutlich mehr Anerkennungen aus Syrien, weniger Anerkennungen aus Bosnien und Herzegowina
Wirtschaft
ifo Institut: Jedes vierte Unternehmen fürchtet um seine Wettbewerbsfähigkeit
München 19.08.2026
– Jedes vierte Unternehmen in Deutschland (25,4 Prozent) fürchtet, auf Märkten außerhalb der EU an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Das ergab eine aktuelle Befragung des ifo Instituts im Juli. Die Wettbewerbsposition deutscher Industrieprodukte auf dem europäischen Markt verschlechtert sich nach Ansicht von 17 Prozent der Unternehmen. „Die deutsche Industrie kann auf den internationalen Märkten weiterhin keinen Boden gutmachen“, sagt Klaus Wohlrabe. „Gerade außerhalb Europas bleibt der Wettbewerbsdruck hoch.“
Zum Vergleich: Eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit außerhalb Europas sehen nur 5,2 Prozent, in Bezug auf die Konkurrenz innerhalb Europas sind es 6,3 Prozent. Besonders schwierig ist die Lage in der Automobilindustrie. Dort berichten 43,0 Prozent der Unternehmen von einer schlechteren Wettbewerbsposition auf Märkten außerhalb der EU. In der Metallerzeugung und -bearbeitung sind es 29,1 Prozent, in der Chemischen Industrie 26,0 Prozent und im Maschinenbau 25,5 Prozent. Auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (25,3 Prozent) und elektrischen Ausrüstungen (24,5 Prozent) sieht rund jedes vierte Unternehmen seine Wettbewerbsposition auf den internationalen Märkten geschwächt.
Viele Unternehmen stehen auch innerhalb der EU unter Druck. Besonders häufig berichten die Automobilindustrie (24,8 Prozent) und die Chemische Industrie (22,1 Prozent) von einer schlechteren Wettbewerbsposition. „Die Wettbewerbsprobleme der deutschen Industrie sind struktureller Natur“, so Wohlrabe. „Kurzfristige konjunkturelle Verbesserungen allein werden daran wenig ändern.“
Eine positive Ausnahme ist die Getränkeindustrie. Sie ist die einzige Branche, die ihre Wettbewerbsposition sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU verbessern konnte
Wirtschaft
Energiewende-Barometer 2026: Investitionen verlassen Deutschland
Berlin 18.08.2026
Lt. DIHK stellen hohe Energiekosten für immer mehr Unternehmen eine ernsthafte Belastungsprobe dar: Investitionen werden verschoben, Produktionskapazitäten wandern ins Ausland ab, und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland gerät unter Druck. Das geht aus dem aktuellen Energiewende-Barometer der IHK-Organisation hervor. Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von rund 3.100 Unternehmen aller Branchen und Regionen im Juni 2026.
Dabei steht für die Betriebe nicht die Energiewende als solche infrage. Sie unterstützen das Ziel der Klimaneutralität grundsätzlich, erwarten jedoch gleichzeitig eine Klimapolitik, die Transformation und Wettbewerbsfähigkeit verbindet. Nach Einschätzung vieler Unternehmen besteht hier erheblicher Handlungsbedarf. Vor allem energieintensive Betriebe sehen sich mit steigenden Belastungen konfrontiert, die durch internationale Krisen und anhaltende strukturelle Schwächen des hiesigen Standorts zusätzlich verschärft werden.
Energiewende beeinträchtigt Wettbewerbsfähigkeit
In den vergangenen zwölf Monaten sind die Energiekosten weiter in die Höhe geschossen: 49 Prozent der Unternehmen berichten von höheren Strompreisen, 67 Prozent von gestiegenen Kosten für Wärme, vor allem Gas und Heizöl. Entsprechend verschlechtert sich auch der Wert des Energiewende-Barometers, das die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit misst. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung liegt der Wert 2026 auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 bei minus 11,5 Punkten.
Besonders kritisch fällt die Bewertung in Industrie und Handel aus. Beide Branchen kommen auf einen Wert von minus 22 Punkten. Während die Industrie direkt unter hohen Energiekosten leidet, wirken sich diese im Handel eher indirekt über steigende Material-, Transport- und Logistikkosten aus. Gleichzeitig schwächt die sinkende Kaufkraft vieler Verbraucherinnen und Verbraucher die Nachfrage.
Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. In Norddeutschland werden die Auswirkungen der Energiewende teilweise positiver beurteilt, da erneuerbare Energien dort zunehmend selbst zum Wirtschaftsfaktor geworden sind. In West-, Süd- und Ostdeutschland hat sich die Bewertung dagegen gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.
Deindustrialisierung wird zur Realität
Problematisch ist die Entwicklung bei den Investitionen. Rund ein Drittel der Unternehmen verschiebt Ausgaben für ihre Kernprozesse, weil hohe Energiekosten finanzielle Spielräume einschränken. Auch Klimaschutzmaßnahmen sowie Forschungs- und Innovationsprojekte werden vertagt. In der Industrie ist die Zurückhaltung besonders ausgeprägt: Hier geben 35 Prozent der Betriebe an, eigentlich notwendige Investitionen wegen der hohen Energiekosten aufzuschieben.
Die finanziellen Belastungen wirken sich zudem unmittelbar auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aus: Mehr als 40 Prozent von ihnen sehen ihre Marktposition durch die ungünstigen Kostenstrukturen geschwächt, in der Industrie sind es sogar rund zwei Drittel. Gleichzeitig setzen sich Betriebsschließungen fort: Rund 20 Prozent aller Unternehmen prüfen, ob sie wirtschaftliche Tätigkeit in Deutschland einstellen, beziehungsweise haben entsprechende Schritte bereits eingeleitet oder umgesetzt. In der Industrie gilt das für 40 Prozent der Betriebe, bei großen Industrieunternehmen sogar für fast 60 Prozent. Die Gefahr einer schleichenden Deindustrialisierung wächst.
Politische Gegenmaßnahmen gewünscht
Vor diesem Hintergrund befürworten viele Unternehmen Maßnahmen zur Stärkung der Energieinfrastruktur, einen beschleunigten Ausbau der Netze sowie eine Senkung von Steuern und Abgaben auf Strom. Kritisch bewertet werden dagegen zusätzliche Belastungen durch regulatorische Vorgaben oder steigende CO₂-Kosten. Die Diskussion über die Reform des europäischen Emissionshandels zeigt zugleich, dass das Bewusstsein für die wirtschaftlichen Folgen der Transformation wächst und die Frage nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Wirtschaft
Hitzebedingte Verluste
Berlin 18.08.2026
– Die Ernte 2026 fällt in Deutschland und der EU insgesamt durchwachsen aus, geprägt von Hitze, Trockenheit und regionalen Unwettern, mit Rückgängen bei Getreide, Erdbeeren und Spargel, während Raps stabil bleibt.
Getreide und Ölsaaten
Die Getreideernte in Deutschland wird auf rund 42,7 Millionen Tonnen geschätzt, was einem Rückgang von 5,6 % gegenüber 2025 entspricht. Die Hitzewelle im Juli hat vielerorts zu Ertragsverlusten geführt, insbesondere bei Weizen, dessen Winterware im Vergleich zum Vorjahr um 12 % zurückgeht. Gerste war die erste erntereife Sorte, während die Winter- und Sommergetreide von Mitte Juni bis Ende August geerntet werden. Raps zeigt sich stabil mit einer Prognose von gut vier Millionen Tonnen, leicht über dem Vorjahr, trotz regionaler Unwetterschäden. In Niedersachsen ist die Wintergerstenernte bereits abgeschlossen, jedoch haben Starkregen und Hagel Schäden auf etwa 100.000 Hektar Ackerfläche verursacht,
Obst und Gemüse
Die Erdbeerernte im Freiland wird voraussichtlich 71.300 Tonnen betragen, ein Rückgang von 11,3 % gegenüber 2025 und der niedrigste Wert seit 1995. Die abnehmenden Anbauflächen tragen zu diesem Rückgang bei, insbesondere in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Spargelernte wird auf 100.300 Tonnen geschätzt, leicht unter dem Vorjahreswert, jedoch stabiler als in den Vorjahren. Die größten Spargelmengen werden in Niedersachsen, Bayern und Brandenburg erwartet www.destatis.de.
EU-weite Lage
Die EU-Kommission hat ihre Ertragserwartungen für 2026 nach unten korrigiert. Besonders betroffen sind Sonnenblumenkerne, Körnermais und Sojabohnen, während Raps regional durch Flächenkorrekturen in Kanada teilweise ausgeglichen wird. Die extreme Wetterlage seit Mitte Juni führt zu Ertragseinbußen von bis zu 2 Mrd. € in der EU. Die Handelsströme werden durch geopolitische Spannungen, wie die eingeschränkte Schifffahrt über das Schwarze Meer, zusätzlich belastet. Die Preise für Weizen und Raps reagieren stark auf diese Entwicklungen, wobei die Erzeugerpreise für Raps bei etwa 510 €/t liegen
Zusammenfassung
Die Ernte 2026 ist durch extreme Wetterbedingungen geprägt, die zu regionalen Ertragsrückgängen führen. Während Raps stabil bleibt, sind Getreide, Erdbeeren und Spargel von Rückgängen betroffen. Die Situation wird durch geopolitische Faktoren und Handelsbeschränkungen verschärft, was die Marktpreise beeinflusst. Insgesamt bewegt sich die Ernte noch im Bereich einer durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittlichen Ernte, wobei einzelne Regionen deutlich stärker betroffen sind
Wirtschaft
36 % aller Übernachtungen in Österreich von Gästen aus Deutschland
Wiesbaden 18.08.2026
– Ob in Skandinavien, den Alpen oder am Mittelmeer: In vielen Urlaubsländern trifft man oft auf andere Reisende aus Deutschland. Gemessen an der Zahl der Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben ist das in Österreich am wahrscheinlichsten. 35,9 % aller Übernachtungen in Österreich im Jahr 2024 entfielen auf Gäste aus Deutschland, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen der europäischen Statistikbehörde Eurostat mitteilt. Hinter der benachbarten Alpenrepublik folgte Kroatien mit dem zweithöchsten Anteil. Dort waren 22,5 % aller Übernachtungen von Gästen aus Deutschland. Beide Länder verzeichneten deutlich mehr Übernachtungen von Gästen aus Deutschland als von Gästen aus dem eigenen Land (Österreich: 28,3 %, Kroatien: 9,3 %).
Auf Rang drei der EU-Staaten mit dem höchsten Anteil an Übernachtungen von Gästen aus Deutschland lagen die Niederlande (19,2 %). Im EU-Ausland insgesamt waren 11,6 % aller Gästeübernachtungen im Jahr 2024 von Reisenden aus Deutschland. Sie stellten in rund der Hälfte der EU-Staaten die jeweils größte Gruppe aller Reisegäste aus dem Ausland, so zum Beispiel auch in Italien, Frankreich oder Tschechien.
Anteil der Gästeübernachtungen aus Deutschland in Rumänien, der Slowakei und Finnland EU-weit am geringsten
EU-weit am geringsten ist der Anteil der Übernachtungen von Gästen aus Deutschland in Rumänien. Dort entfielen nur 1,6 % aller Übernachtungen im Jahr 2024 auf Gäste aus Deutschland. Darauf folgten die Slowakei (2,5 %) und Finnland (3,1 %). Auch in Schweden (4,3 %) und Frankreich (4,7 %) machen Reisende aus Deutschland einen eher kleineren Teil der Gästeübernachtungen insgesamt aus. In Spanien war der Anteil ihrer Übernachtungen mit 10,9 % ebenfalls etwas kleiner als im EU-Ausland insgesamt (11,6 %).
Außerhalb der EU liegen der europäischen Statistikbehörde Eurostat nur für ausgewählte Länder die Übernachtungszahlen nach dem Herkunftsland der Reisenden vor. So waren etwa in der Türkei 14,9 % aller Übernachtungen im Jahr 2024 von Reisenden aus Deutschland. In der Schweiz waren es 9,9 % und in Norwegen 6,3 %. Auch in diesen drei Ländern machten Gäste aus Deutschland den jeweils größten Anteil an den Übernachtungen von ausländischen Reisenden aus.
65,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus Deutschland in Italien
Gemessen an den absoluten Übernachtungszahlen gab es EU-weit die meisten Reisegäste aus Deutschland 2024 in Italien (65,3 Millionen Übernachtungen), Spanien (54,9 Millionen), Österreich (47,1 Millionen), den Niederlanden (27,9 Millionen) und Frankreich (21,3 Millionen).
Wirtschaft
ifo Institut / EconPol Europe: Niedriger CO₂-Preis und hohe Preisschwankungen bremsen klimafreundliche Investitionen
München 18.08.2026
– Deutsche Industrieunternehmen würden mehr in klimafreundliche Technologien investieren, wenn der CO₂-Preis höher und zugleich verlässlich wäre. Dies zeigt eine aktuelle ifo-Umfrage. „Für viele Unternehmen machen planbare CO₂-Preise den Unterschied, ob sich etwa eine neue, klimafreundliche Anlage rechnet“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls. „Die befragten Unternehmen investieren im Schnitt erst, wenn der Preis konstant über 90 Euro pro Tonne CO₂ liegt. Bei zu starken Preisschwankungen investieren die Unternehmen nicht.“
Bei einem niedrigen CO₂-Preis von etwa 50 Euro pro Tonne lehnen die befragten Unternehmen das Klimaschutzprojekt im Durchschnitt ab. Steigt der erwartete CO₂-Preis auf 175 Euro, fällt die Entscheidung klar zugunsten der klimafreundlichen Investition aus. „Aktuell liegen die Preise des europäischen Emissionshandels von etwa 70 bis 90 Euro nahe an der Schwelle, an der ein durchschnittliches Industrieunternehmen in Deutschland beginnt, klimafreundlich zu investieren, aber ein großer Teil dürfte noch zögern“, sagt ifo-Forscher Gerome Wolf.
Neben der Höhe des CO₂-Preises spielen Preisschwankungen eine zentrale Rolle für die Investitionsentscheidungen der Unternehmen. „Der CO₂-Preis entfaltet seine volle Wirkung nur, wenn es keine starken Preisschwankungen gibt. Sobald Unternehmen mit einer hohen Schwankungsbreite rechnen, warten sie ab und investieren selbst dann nicht, wenn der Durchschnittspreis hoch ist“, sagt Matti Liski, Professor an der Aalto Universität. Nimmt die Schwankungsbreite um einen Prozentpunkt zu, muss der CO₂-Preis um rund 1,40 Euro steigen, um die Investitionswahrscheinlichkeit konstant zu halten. Verlässliche politische Rahmenbedingungen seien daher für Investitionsentscheidungen ausschlaggebend. Unternehmen, die den politischen Kurs beim Klimaschutz für verlässlich halten, zeigen im Schnitt eine deutlich höhere Investitionsbereitschaft in klimafreundliche Projekte als Firmen mit geringem Vertrauen.
Die Untersuchungen beruhen auf einer Sonderbefragung im Rahmen der ifo Konjunkturumfrage vom Februar 2026 unter 830 Industrieunternehmen mit mindestens 25 Beschäftigten. Jedes Unternehmen erhielt fünf hypothetische Investitionsszenarien zu einem Klimaschutzprojekt, das den CO₂-Ausstoß senkt und Energie einspart. Die Szenarien unterschieden sich mit Blick auf die Höhe des CO₂-Preises (zwischen 50 und 200 Euro pro Tonne) und in der Spanne, in der dieser Preis schwanken könnte (zwischen plus/minus 0 und 100 Prozent).
Politik
Betreuungspflichten sind ein häufiger Grund für den Nichterwerbsstatus junger Menschen
Wiesbaden 17.08.2026
– Der Anteil junger Menschen, die nicht in Ausbildung oder Beschäftigung sind, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. In Deutschland lag er unter den 20- bis 24-Jährigen im Jahr 2025 bei 10,0 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis internationaler Vergleichsdaten der europäischen Statistikbehörde Eurostat mitteilt. In den vergangenen Jahren ist der Anteil hierzulande kontinuierlich leicht gestiegen: Im Jahr 2022 waren noch 8,8 % der 20- bis 24-Jährigen nicht in Ausbildung oder Beschäftigung.
Trotz Anstiegs hierzulande anteilig weniger junge Menschen betroffen als im EU-Schnitt
Im Vergleich der 27 EU-Staaten hat Deutschland trotz des Anstiegs eine vergleichsweise niedrige NEET-Quote (Not in Employment, Education or Training – Nicht in Ausbildung, Weiterbildung oder Beschäftigung). Im EU-Schnitt waren 12,9 % der 20- bis 24-Jährigen nicht in Ausbildung oder Beschäftigung. Am niedrigsten war der Anteil in den Niederlanden (5,6 %), Schweden (7,3 %) und Tschechien (7,6 %). In Rumänien (22,8 %), Bulgarien (17,3 %) und Frankreich (16,2 %) waren junge Menschen anteilig am häufigsten nicht in Ausbildung oder Beschäftigung. Für Luxemburg liegen keine Daten für das Jahr 2025 vor (2024: 10,8 %).
Anteil junger Frauen etwas höher als der junger Männer
Unter jungen Frauen ist der Anteil derjenigen, die nicht in Ausbildung oder Beschäftigung sind, etwas höher als unter jungen Männern. 2025 waren in Deutschland 10,5 % der jungen Frauen und 9,6 % der jungen Männer im Alter von 20 bis 24 Jahren betroffen. Im EU-Schnitt waren es 13,2 % der jungen Frauen und 12,5 % der jungen Männer. In knapp zwei von drei EU-Staaten waren junge Frauen stärker betroffen als junge Männer.
Mit Blick auf die Situation junger Menschen in größeren Städten und ländlichen Gebieten ergibt sich ein uneinheitliches Bild. In Deutschland waren junge Menschen in größeren Städten (10,6 %) häufiger nicht in Ausbildung oder Beschäftigung als in ländlichen Gebieten (7,9 %). In der EU insgesamt waren dagegen junge Menschen in ländlichen Gebieten (15,4 %) deutlich häufiger betroffen als in größeren Städten (11,5 %).
Betreuungspflichten, gesundheitliche Einschränkungen und Suche nach Ausbildung oder Studium sind häufige Gründe
Warum junge Menschen im Alter von 20 bis 24 Jahren weder in einer Bildungsmaßnahme noch in einer Beschäftigung sind, kann unterschiedliche Gründe haben. Für Deutschland liegen dazu Angaben aus dem nationalen Bildungsbericht für das Jahr 2024 vor. Demnach waren 25 % von ihnen arbeitssuchend, sie gelten als Erwerbslose. 66 % standen dem Arbeitsmarkt dagegen nicht zur Verfügung und gelten damit als Nichterwerbspersonen. Weitere 6 % starteten demnächst eine Ausbildung oder ein Studium und 4 % standen vor einem neuen Job.
Unter den 20- bis 24-jährigen Nichterwerbspersonen nannten 20 % Betreuungspflichten und 18 % gesundheitliche Einschränkungen als Grund. Weitere 17 % suchten aus bildungsbezogenen Gründen keine Arbeit, möglicherweise weil sie auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz warteten.
In den Niederlanden (5,6 %) sind junge Menschen am seltensten betroffen, in Rumänien (22,8 %) am häufigsten
Wirtschaft
ifo Institut: Geschäftsklima im Wohnungsbau leicht verbessert
München 17.08.2026
– Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich im Juli etwas verbessert. Das Geschäftsklima stieg von minus 30,6 auf minus 29,3 Punkte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage besser. Die Erwartungen trübten sich dagegen geringfügig ein und bleiben pessimistisch. „Die gestiegenen Baugenehmigungen kommen offenbar langsam in der Branche an“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Bis daraus eine breite Erholung entsteht, ist es aber noch ein weiter Weg.“
Auch bei der Auftragslage zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, sank von 43,7 auf 41,2 Prozent. Gleichzeitig nahmen jedoch die Stornierungen deutlich zu. 13,1 Prozent der Unternehmen berichteten von abgesagten Projekten, nach 11,4 Prozent im Vormonat. Bei der Materialversorgung hat sich die Situation etwas entspannt: Der Anteil der Unternehmen mit Engpässen bei wichtigen Vorprodukten sank von 9,7 auf 8,5 Prozent. „Die Auftragslage entwickelt sich langsam in die richtige Richtung, gleichzeitig werden wieder mehr Projekte storniert“, sagt Wohlrabe. „Das zeigt, wie fragil die Erholung im Wohnungsbau weiterhin ist.“
Politik
ifo Institut: Unternehmen schützen sich wenig gegen technische Abhängigkeit von den USA
München 11.08.2026
– Gut jedes fünfte Unternehmen in Deutschland hält die eigene Abhängigkeit von digitalen Produkten und Diensten US-amerikanischer Anbieter für riskant, plant aber keinerlei Gegenmaßnahmen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts. „Die Unternehmen wissen recht genau, wo sie stehen – sie ziehen daraus kaum Konsequenzen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Befragungen. „Gründe können sein, dass Unternehmen vor den Zusatzkosten dieser Risikovorsorge zurückschrecken und dass sie nicht sicher sein können, dass Lieferanten oder Kunden diese Investitionen in digitale Unabhängigkeit ebenfalls auf sich nehmen wollen.“
Knapp 88 Prozent der Unternehmen nutzen Produkte US-amerikanischer Anbieter, 31 Prozent sehen sich stark von ihnen abhängig. Von jenen, die darin ein Risiko erkennen, wollen mehr als vier von zehn nichts dagegen unternehmen. Anlass für die Befragung ist die vorübergehende Sperrung der leistungsfähigsten KI-Modelle des US-Anbieters Anthropic für ausländische Nutzer, die das US-Handelsministerium Mitte Juni angeordnet und Ende Juni wieder aufgehoben hatte.
Am stärksten betroffen fühlt sich der Dienstleistungssektor mit 39 Prozent, am wenigsten das Bauhauptgewerbe mit 15 Prozent. Auffällig ist, dass die am stärksten betroffenen Firmen das Risiko nicht unbedingt am höchsten einschätzen. In der Werbung und Marktforschung sehen sich 72 Prozent der Unternehmen stark abhängig, aber nur 51 Prozent halten dies für sehr riskant.
Wo Unternehmen handeln wollen, richtet sich der Blick nach Europa: Der Umstieg auf europäische Alternativen ist mit 34 Prozent die am häufigsten genannte Maßnahme, vor der Diversifizierung der Anbieter mit 30 Prozent. Der Aufbau eigener IT-Infrastruktur folgt mit 18 Prozent weit dahinter. Auf die Europäische Union entfallen jedoch weniger als 5 Prozent der weltweit erfassten Rechenkapazität für KI-Anwendungen.
„Die Bereitschaft zum Wechsel ist da, das Angebot fehlt“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest. „Europa muss den Ausbau von Rechenzentren und Energieinfrastruktur deutlich beschleunigen und Genehmigungsverfahren von Jahren auf Monate verkürzen. Zugleich sollte der Staat seine eigene Nachfragemacht nutzen: Verbindliche Abnahmezusagen der öffentlichen Hand würden europäischen Anbietern jene Planungssicherheit geben, die aus verstreuter privater Nachfrage nicht entsteht.“
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