Politik
Zunahme des Extremismus in Deutschland
Berlin 30.06.2026
– Bundesinnenminister Alexander Dobrindt präsentierte am Dienstagvormittag gemeinsam mit dem Leiter des Bundesamts für Verfassungsschutz (Inlandsnachrichtendienst), Sinan Selen , den Bericht des Inlandsnachrichtendienstes. Der Bericht beschreibt die Entwicklungen der Sicherheitslage und die Aktivitäten von Parteien und Organisationen, die als sicherheitsgefährdend in Deutschland, Europa und weltweit eingestuft werden.
Auf Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag zur Zusammenarbeit zwischen christlichen Fundamentalisten und der AfD bestätigte das Bundesinnenministerium den Verdacht einer engen Kooperation. Die fremdenfeindliche AfD instrumentalisiert religiöse Christen, obwohl ihr Parteiprogramm keinen expliziten Bezug zur Religion aufweist.
Zwischen Religiosität und Fanatismus besteht ein großer Unterschied. Religiosität ist das Verhalten, das den Grad der Einhaltung religiöser Gebote ausdrückt, während Fanatismus Extremismus und maßloses Verhalten bezeichnet. Fanatismus ist die Unfähigkeit, abweichende Meinungen zu akzeptieren. Der Fanatiker glaubt, in seiner übertriebenen Strenge im Recht zu sein und sieht andere in strittigen Fragen als im Unrecht an. Dies trägt zur Spaltung der Gesellschaft und zur Verurteilung anderer bei, was zu Feindschaft führen kann. Der religiöse Mensch hingegen glaubt an die Notwendigkeit unterschiedlicher Meinungen, um die Religion für die Menschen verständlicher zu machen.
Die Zahl der politisch motivierten Angriffe in Deutschland wird im Jahr 2025 voraussichtlich 85.837 erreichen. Dies gaben Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und der Präsident des Bundesamts für öffentliche Sicherheit, Sinan Selin, heute, Dienstag, den 30. Juni, bekannt. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 1.600 Angriffen gegenüber 2024 bzw. 37 Prozent. Die Zahl der wegen Gewalttaten Festgenommenen liegt bei rund 4.156.
Der Bericht des Bundesamts für öffentliche Sicherheit weist auf eine Zunahme nationalistischer Extremismen hin. Die Zahl der Angriffe stieg im Vergleich zu 2024 um 2,3 Prozent auf insgesamt 37.835. Davon entfallen rund 8.000 auf marxistische Gruppen und rund 1.823 auf religiös motivierte Angriffe, was einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Bundesminister Dobrindt sagte : Die größte Bedrohung für unsere Demokratie kommt weiterhin von Rechtsextremisten. Unser Ziel ist deshalb klar: Wir bekämpfen jede Form des Extremismus konsequent und statten unsere Sicherheitsbehörden mit weitergehenden Befugnissen für ein wirksames Vorgehen gegen Extremisten aus.“
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