Politik

Pressekommentare zum Thema Hitzewelle

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Berlin 29.06.2026

Die Zahl der Hitzeopfer, die Anfang letzter Woche begann und bis Sonntag, den 28. Juni, anhielt, erreichte laut einem Bericht des Robert Koch-Instituts für medizinische Forschung etwa 16. Der Wetterdienst bezeichnete die Hitzewelle als historisches Ereignis.

Die steigenden Temperaturen in Deutschland in den letzten Jahren geben Anlass zur Sorge. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass bis 2025 zwischen 2.500 und 2.600 Menschen in Deutschland an den Folgen von Hitzewellen sterben werden. In der Europäischen Union erreichte die Zahl der Hitzetoten laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa zwischen dem 20. und 28. Juni etwa 1.500.

Angesichts der steigenden Temperaturen und ihrer Opfer betonen Umweltorganisationen in Deutschland und Europa, dass alle Klimakonferenzen gescheitert seien und es nun unerlässlich sei, die Beschlüsse dieser Konferenzen durchzusetzen.

Auch hierzulande werden tägliche neue Hitzerekorde gemeldet. Die AUGSBURGER ALLGEMEINE fordert dringende Maßnahmen: „Die Bundesregierung scheint einfach abwarten zu wollen, bis es wieder kühler ist, oder allenfalls noch darauf zu verweisen, dass Hitzeschutz Sache der Kommunen sei. Doch damit macht sie es sich zu leicht. Es braucht schnell einen bundesweiten Hitze-Masterplan, ein kühles Konzept, das die Menschen besser auf die noch kommenden Hitzewellen vorbereitet“, mahnt die AUGSBURGER ALLGEMEINE.

Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz sieht die Städte und Gemeinden mit der Lösung der Probleme am Ende ihrer Leistungsfähigkeit: „Die Kommunen sind mit der Aufgabe angesichts leerer Kassen und eines drückenden Milliardendefizits überfordert. Und entsprechend wirksame Schritte sind teuer – Trinkbrunnen, mehr Parks und Beschattungen von versiegelten Flächen, Wasserspeichersysteme, Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden, betrieben bestenfalls mit Energie aus Solaranlagen auf den Dächern. Wenn jetzt aber die Grünen aus der Opposition dies fordern, sei ihnen zugerufen, dass sie es selbst nicht ausreichend umgesetzt haben. Da, wo sie in den vergangenen Jahren in Regierungsverantwortung waren oder heute noch sind“, erinnert die RHEIN-ZEITUNG.

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG appelliert angesichts der hohen Temperaturen, sich besser auf den Klimawandel vorzubereiten: „Pflegekräfte stoßen bei dem Versuch, die Älteren zu schützen, an ihre Grenzen. Klimaanlagen könnten helfen, sind in jedem Supermarkt selbstverständlich, aber in Seniorenheimen die Ausnahme. Für Schulen gilt dasselbe. Wenn die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes stimmen, sind die Tage mit extremer Hitze und die Tropennächte nun erst einmal vorüber. Doch die Klimakrise hat leider erst begonnen. Jetzt wäre die Zeit, sich auf die nächste Hitzewelle vorzubereiten“, empfiehlt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.

Am Ende hilft alles nichts, ist in der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG zu lesen. „Damit die Bedingungen, zu leben und zu wirtschaften, in unseren Breitengraden so gut bleiben, wie sie sind, müssen die globalen Emissionen schnellstmöglich gegen null gesenkt werden. Je länger das dauert, umso teurer wird die Rechnung, umso größer wird das Leid. Die Hitzerekorde dieser Tage zeigen, wo die Reise hingeht.“

The Week

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