Politik

Lübeck ohne Fernverkehrsanbindung

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Berlin 23.02.2026

– Nach Angaben der Deutschen Bahn AG (DB AG) wird eine Fernverkehrsanbindung Lübecks erst wieder zur Inbetriebnahme der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung (FBQ) möglich sein. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/4158) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/3893) mit. Im Nahverkehr sei Lübeck weiterhin alle dreißig Minuten an Hamburg angebunden, wo es zahlreiche Umsteigemöglichkeiten zum Fernverkehr gebe, heißt es weiter. Noch bis 30. April 2026 werde Lübeck zudem von drei baubedingt umgeleiteten Intercity-Zügen Hamburg-Rostock pro Tag und Richtung bedient.

Wann die Inbetriebnahme der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung erfolgt, ist derweil der Vorlage zufolge unklar. Nach Auskunft der DB InfraGO AG werde sich die Umsetzung der Festen Fehmarnbeltquerung über 2029 hinaus verzögern, schreibt die Regierung. Als Gründe für eine Anpassung des Zeitplans seien Schwierigkeiten beim Abschluss der Planungen und der Baurechtserlangung angeführt worden. Im September 2025 habe auch die dänische Seite bekannt gegeben, „dass das Ziel, den Fehmarnbelt-Tunnel im Jahr 2029 zu eröffnen, gefährdet ist“.

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) stimme mit dem dänischen Verkehrsministerium ab, wie der aktuelle Stand der Arbeiten auf beiden Seiten eingeschätzt wird und was ein neuer, belastbarer Zieltermin für die Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung und ihrer Hinterlandanbindung sein kann, heißt es weiter.

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