Politik
Kanada entscheidet sich für das deutsch-norwegische U-Boot-Angebot
Berlin 07.07.2026
Die kanadische Regierung hat sich für die Beschaffung des deutsch-norwegischen U-Bootes der Klasse 212CD (Common Design) entschieden. Die Entscheidung ist ein Meilenstein für die trilaterale Partnerschaft von Deutschland, Norwegen und Kanada und für die langfristige Stärkung der transatlantischen Sicherheit. Wir freuen uns sehr über die kanadische Entscheidung. Sie verdeutlicht einmal mehr unsere enge Beziehung mit Kanada.
Kanada hat sich damit für ein hochmodernes und leistungsfähiges Produkt von TKMS sowie eine strategische Partnerschaft mit Deutschland und Norwegen entschieden. Gemeinsam können wir die weltweit größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte aufbauen. Die trilaterale Flotte wird bis zu 24 U-Boote umfassen. Alle drei Länder können sich auf vier Werften in der nördlichen Hemisphäre stützen und ein umfassendes Instandhaltungskonzept zum Erhalt der Einsatzbereitschaft nutzen. Deutschland, Norwegen und Kanada können Expertise und Erfahrungen austauschen, gemeinsam ausbilden und die U-Boote interoperabel weltweit einsetzen.
Die zukünftige U-Boot-Flotte der drei Nationen Kanada, Deutschland und Norwegen wird damit ein wesentlicher Pfeiler in der Strategie der NATO zur Sicherung des Hohen Nordens und ein sichtbarer Beitrag zum Maritime Burden Shifting sein: Die europäischen Verbündeten übernehmen mit Kanada gemeinsam mehr Verantwortung in der NATO.
Bundesminister Pistorius zur Entscheidung:
„Gemeinsam werden wir die weltweit größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte aufbauen. Die Informationen, die unsere bis zu 24 U-Boote im Nordatlantik, in der Arktis und im Hohen Norden sammeln werden, können wir schnell untereinander austauschen, analysieren und nutzen. Und wir können die Systeme bei Bedarf an vier verschiedenen Werften in der nördlichen Hemisphäre warten. Mein besonderer Dank geht an Oliver Burkhard und das Team von TKMS sowie an meinen norwegischen Amtskollegen und Freund Tore O. Sandvik. Gemeinsam haben wir sehr engagiert für die gute Sache gekämpft und uns am Ende gegen einen starken Mitbewerber durchgesetzt. Klar ist auch: Wir dürfen uns nicht zurücklehnen. Jetzt geht es darum, die Verträge fertig zu machen und die U-Boote möglichst schnell ins Wasser zu bekommen.“