Politik

IPPNW verurteilt völkerrechtswidrige Angriffe auf den Iran

Published

on

Berlin 02.03.2026

– Die von Ärztinnen und Ärzten gegründete Friedensorganisation IPPNW hat die völkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels auf den Iran verurteilt. Sie forderte die Bundesregierung auf, sich wie Spanien und Norwegen „klar und unmissverständlich für ein sofortiges Ende der Angriffe einzusetzen“.

Die am Samstag begonnenen Militärschläge seien von US-Präsident Donald Trump angeordnet worden, obwohl bei den Verhandlungen zum Atomprogramm konkrete Fortschritte erzielt wurden, erklärte IPPNW. Dies stehe im Widerspruch zu der Aussage, die Atomanlagen des Iran seien während der früheren Angriffe der USA und Israels ausgelöscht worden. Es gebe keine rechtliche Legitimation für sogenannte „Präventivschläge“, weder für die USA noch für andere Staaten. Die Angriffe auf den Iran drohten sich zu einem Flächenbrand auszuweiten und würden die bisherigen diplomatischen Bemühungen untergraben, den Frieden in der Region wiederherzustellen.

„Diese Militärschläge  sind völlig unverantwortlich und bergen die Gefahr einer weiteren Eskalation der Gewalt in der Region. Sie steigern die Gefahr der Verbreitung von Atomwaffen und des Einsatzes von Atomwaffen. Um die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, braucht es Verhandlungen und völkerrechtliche Abkommen wie den Atomwaffenverbotsvertrag“, sagte der IPPNW-Vorsitzende Dr. Lars Pohlmeier. 

Der Iran verfügt nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) und des US-Geheimdienstes derzeit nicht über ein aktives Atomwaffenprogramm. Laut dem Atomwaffensperrvertrag, den der Iran unterzeichnet hat, hat der Staat das Recht, Atomenergie für friedliche Zwecke zu nutzen. Die strittigen Fragen um den möglichen zivil-militärischen „Dual-Use“-Charakter des iranischen Nuklearprogramms müssten im Rahmen der bestehenden völkerrechtlichen Vereinbarungen wie dem Atomwaffensperrvertrag gelöst werden, so IPPNW. Der Rückzug aus dem 2015 beschlossenen Iran-Atomabkommen unter der ersten Trump-Regierung habe bereits maßgeblich zu dieser jüngsten regionalen und globalen Krise beigetragen.

The Week

Die mobile Version verlassen