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Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima in der Chemie deutlich verbessert

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München 01.07.2026

– Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie hat sich im Juni kräftig verbessert. Der Geschäftsklimaindex stieg auf minus 17,8 Punkte, nach minus 29,0* Punkten im Mai. Die Unternehmen schätzten die Geschäftslage deutlich besser ein. Der Saldo stieg auf minus 2,9 Punkte nach minus 16,5* Punkten im Mai. Auch die Geschäftserwartungen hellten sich deutlich auf: von minus 40,7* auf minus 31,5 Punkte. „Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie profitiert von leichten Rückgängen bei den Preisen für Energie und einzelnen Vorprodukten nach der sich abzeichnenden Entspannung im Nahost-Konflikt“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Nach Einschätzung der ifo-Fachexpertin sorgt ein Sondereffekt im internationalen Handel für die besseren Zahlen: Aufgrund von Lieferausfällen aus dem Nahen Osten und dem besonders betroffenen Asien verlagert sich die Nachfrage nach chemischen Produkten zu deutschen Herstellern. Auch im Juni gingen gegenüber dem Vormonat mehr Aufträge bei den Unternehmen ein, die Produktion stabilisierte sich. Gleichzeitig hoffen die Chemieunternehmen auf mehr Exporte als im Vormonat, hier stieg der Saldo auf minus 4,8 Punkte nach minus 16,1* Punkten im Mai. Die Versorgung mit Vorprodukten bleibt jedoch angespannt. Die Mehrheit der Unternehmen plant für die nächsten Monate wieder mit steigenden Preisen. „Von einer nachhaltigen Trendwende kann noch keine Rede sein“, so Wolf. „Doch nach langer Zeit zeichnet sich erstmals wieder ein Hoffnungsschimmer ab.“

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Politik

Bericht zum ERP-Sondervermögen 2025

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Berlin 07.10.2026  

– Der Bericht der Bundesregierung über die Inanspruchnahme der Fördermittel aus dem ERP-Sondervermögen im Jahr 2025 liegt als Unterrichtung (21/8250) vor.

Die Schwerpunkte der ERP-Förderung lagen demnach auf der Förderung von Existenzgründungen und Wachstumsfinanzierungen einschließlich Leasingfinanzierungen, dem Aufbau und der Modernisierung bestehender Unternehmen in den regionalen Fördergebieten, der Digitalisierungs- und Innovationsförderung, der Bereitstellung von Beteiligungskapital vor allem für junge innovative Unternehmen und der Förderung von Exportgeschäften deutscher Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das hierfür geplante Fördervolumen betrug im Jahr 2025 rund 11,1 Milliarden Euro. Das Zusagevolumen habe rund zehn Milliarden Euro betragen.

„Die Nachfrage nach ERP-Programmen war im Jahr 2025 trotz eingetrübter Konjunktur hoch“, heißt es in dem Bericht. Die geplanten Zusagevolumina für die Mittelstandsfinanzierung der ERP-Förderung seien „über alle Programme betrachtet nahezu erreicht“ worden. Insgesamt wurden 2025 in den ERP-Programmen den Angaben zufolge rund 34.000 einzelne Förderkredite zugesagt.

Im Bereich der Gründungsförderung und Wachstumsfinanzierungen seien im Jahr 2025 über die beiden ERP-Programme ERP Kapital für Gründung und Nachfolge, ERP-Förderkredit KMU und ERP-Gründerkredit – Start-Geld insgesamt rund 6,6 Milliarden Euro Fördervolumen zugesagt worden. „Dies entspricht rund 67 Prozent des gesamten ERP-Neugeschäfts 2025“, schreibt die Bundesregierung. Es seien insgesamt rund 26.157 Einzelzusagen in diesem Förderbereich realisiert worden.

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Kunst

Frankfurter Buchmesse 2026

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Berlin 07.10.2026

Rund 4.400 Verlage aus etwa 100 Ländern nehmen an der Frankfurter Buchmesse teil, die heute, am Mittwoch, dem 7. Oktober, ihre Tore öffnet und bis zum kommenden Sonntag, dem 11. Oktober, dauert. Das Programm umfasst kulturelle Abende und Vorträge; zudem werden politische Entwicklungen weltweit thematisiert, insbesondere Menschenrechte, Kriege und Friedensappelle. Die Messe ist somit ein kulturell-politisches Ereignis, das alle Aspekte des aktuellen Weltgeschehens widerspiegelt.

Im Jahr 2025 erschienen in Deutschland etwa 52.644 neue Buchtitel.   

Die Anfänge der Buchmesse reichen mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit, denn Frankfurt am Main wurde nach Erfindung des Buchdrucks im benachbarten Mainz im Jahr 1450 durch Johannes Gutenberg zum europaweit führenden Handelsplatz für Bücher, die nach Gutenbergs Methode der Buchproduktion hergestellt waren. Eine „Messe für Bücher“ in Frankfurt am Main ist bereits für das Jahr 1370 belegt. Die erste wahre Frankfurter Buchmesse unter ebendiesem Namen fand dann im Jahr 1949 statt und wurde vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Seitdem wird die Buchmesse jährlich abgehalten.

Buchmesse und was wird ausgestellt?

Mit über 7.000 Ausstellern pro Jahr lebt die Frankfurter Buchmesse von ihrer Vielfalt.Große Verlagshäuser präsentieren neben kleineren und mittleren Verlegern; Agenten und Autoren stellen Seite an Seite vor; Übersetzer oder Drucker preisen ihre Dienste an. Sie alle stellen während der Messewoche ihre Publikationen, Produkte und Dienstleistungen für die Buchbranche vor und nutzen die Gelegenheit, um Inspiration zu schöpfen, kreativ zu sein und ihr Geschäft voranzutreiben. Auch in der breiten Öffentlichkeit steigt die Popularität der Frankfurter Buchmesse. In den letzten Jahren kamen immer mehr branchenferne Besucher, im Jahr 2019 lag die Besucherzahl bei über 302.000.

 Das Buch ist ein treuer Freund des Menschen und der beste Gefährte; es wird nie müde, von uns gelesen und durchblättert zu werden. Es ist unser Wegweiser zu Wissen und Wissenschaft, nach denen wir suchen – die Menschheit kann auf das Buch nicht verzichten.

Foto: © Frankfurter Buchmesse GmbH

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Politik

ifo Institut: Ölkonzerne geben Tankrabatt bislang nur teilweise weiter

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München 07.10.2026

– Der seit 1. Oktober geltende Tankrabatt der Bundesregierung kommt nur teilweise an den Zapfsäulen an. Das zeigen aktuelle Berechnungen des ifo Tankrabatt-Trackers. „Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben. Beim Superbenzin E5 waren es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent“, sagt Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Finanzwissenschaft. „Am ersten Oktober wurde der Rabatt vollständig weitergegeben, während die Weitergabe am Wochenende unvollständig blieb.“

Angesichts der aktuellen Verknappung des Angebots trage diese Maßnahme nicht dazu bei, weniger Diesel und Benzin zu verbrauchen. „Der Tankrabatt ist außerdem wenig zielgenau. Haushalte mit geringem Einkommen, kleinen Autos und geringer Kilometerleistung profitieren kaum von diesem Entlastungspaket“, sagt ifo-Experte Christian Gréus. Neumeier ergänzt, vielmehr solle der Verbrauch eingeschränkt werden, ein höherer Preis biete dafür einen Anreiz. Zudem verzerre der Rabatt Kaufentscheidungen: Wer einen Benziner kaufe, mache sich von der Golfregion abhängig. Das solle der Preis auch zeigen.

Die detaillierten Ergebnisse werden ab dem 14. Oktober wöchentlich jeden Mittwoch ab 14 Uhr auf Basis der täglichen Spritpreise vom jeweiligen Vortag auf https://www.ifo.de/tankrabatt-tracker zur Verfügung gestellt. Dort finden sich außerdem Informationen zu den verwendeten Daten und zu den Methoden, die die Wissenschaftler für ihre Auswertung nutzen.

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Wirtschaft

ifo Institut: Elektroindustrie weiter im Aufwind

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München 01.10.2026

– Das Geschäftsklima in der Elektroindustrie* ist im September erneut kräftig gestiegen. Der Index legte auf 24,8 Punkte zu, nach 16,5 Punkten im August. Besonders deutlich verbesserte sich die aktuelle Geschäftslage von 15,0 auf 29,0 Punkte. Auch die Erwartungen stiegen an. „Die Elektroindustrie entwickelt sich zunehmend zur Konjunkturlokomotive innerhalb der deutschen Industrie“, sagt ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Während viele Industriebranchen noch mit einer schwachen Nachfrage kämpfen, laufen hier die Geschäfte bereits deutlich besser.“ 

Die Nachfrage in der Elektroindustrie entwickelte sich im September außerordentlich positiv. Die Unternehmen verbuchten deutlich mehr Neuaufträge und zeigten sich erstmals seit längerer Zeit wieder zufrieden mit ihrem Auftragsbestand. Entsprechend expansiv sind die Produktionspläne: Die Unternehmen wollen ihre Fertigung in den kommenden Monaten ausweiten. Auch vom Auslandsgeschäft werden Impulse erwartet. Die Exporterwartungen stiegen weiter an, während andere Branchen von einem verringerten Auslandsgeschäft ausgehen. 

Die gute Auftragslage bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich. Rund 40 Prozent der Unternehmen berichten von fehlenden Vorprodukten. Gleichzeitig wollen mehr Unternehmen ihre Verkaufspreise anheben. „Die Nachfrage ist derzeit nicht das Problem. Zum Engpass könnte dagegen die Versorgung mit Vorprodukten werden“, sagt Wohlrabe.

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Politik

Kleine Herbstbelebung am Arbeitsmarkt

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Die Arbeitsmarktzahlen im September 2026

Berlin 30.09.2026

– Die Zahl der Arbeitslosen ist im September auf 2,994 Millionen gefallen und lag damit erstmals seit drei Monaten wieder unter drei Millionen. Die Herbstbelebung fällt in diesem Jahr allerdings relativ schwach aus. Saisonbereinigt ergibt sich ein Anstieg um 12.000. Die Arbeitslosenquote lag im September bei 6,4 Prozent. Das waren 0,1 Prozentpunkte weniger als im August 2026.

Die aktuelle Wirtschaftsbelebung spiegelt sich in einer geringeren Inanspruchnahme von Kurzarbeit. Diese sank von Juni auf Juli um 13.000 auf 118.000. Im Vorjahresvergleich hat sie um 69.000 abgenommen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ging im September ebenfalls um 23.000 auf 304.000 zurück. Ein Rückgang ist in dieser Jahreszeit üblich, da Jugendliche, die sich über den Sommer arbeitslos gemeldet hatten, wieder oder nach Abschluss einer Ausbildung erstmals eine Beschäftigung finden. Saisonbereinigt stieg die Jugendarbeitslosigkeit jedoch leicht an (+2.000).

Zunehmend macht sich auf dem Arbeitsmarkt auch der demographische Wandel bemerkbar: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Juli erneut zurückgegangen und liegt nun bei 34,68 Mio. Personen (saisonbereinigt ein Minus um 12.000 Personen, minus 84.000 im Vergleich zum Vorjahr). Dieser Rückgang würde ohne die Beschäftigung von 6,02 Millionen Menschen, die keinen deutschen Pass haben, noch deutlicher ausfallen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 181.000.

Staatssekretärin Leonie Gebers: „Trotz der leichten Konjunkturbelebung bleibt die Situation auf dem Arbeitsmarkt auch im September angespannt. Während in einigen Branchen weiterhin zehntausende Stellen verloren gehen, wird anderswo händeringend nach Fachkräften gesucht.

Als Bundesregierung investieren wir in diesem Jahr eine Milliarde Euro zusätzlich in Qualifizierung und Weiterbildung, um Unternehmen im Transformationsprozess zu unterstützen. Darüber hinaus modernisieren wir die Arbeitsvermittlung, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den Arbeitsplatzwechsel zu erleichtern und Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Auch die Reform der Grundsicherung, die im Juli in Kraft getreten ist, zeigt erste Effekte: So stieg die Zahl von Eltern mit kleinen Kindern, die von den Jobcentern aktiv betreut werden, spürbar an. Das erhöht ihre Chancen, nach der familienbedingten Auszeit schnell wieder in Erwerbstätigkeit zurückzufinden.“

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Wirtschaft

ifo Institut: Höhere Energiepreise werden zunehmend weitergegeben

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München 30.09.2026

– Im September planten insgesamt etwas mehr Unternehmen, ihre Preise zu erhöhen. Die ifo Preiserwartungen stiegen leicht auf 22,7 Punkte, von 21,4* im August. Dies deutet darauf hin, dass die gestiegenen Energiepreise zunehmend auf die Verkaufspreise überwälzt werden. „Sprit und Heizöl haben sich bereits spürbar verteuert, im Winter dürften die Energieversorger die Preise für Strom und Gas anheben. Gleichzeitig wird der Preisdruck bei vielen Waren und Dienstleistungen weiter zunehmen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Insgesamt wird die Inflationsrate in den kommenden Monaten auf über drei Prozent klettern.“

 Insbesondere nach der Blockade der Meerenge Bab al-Mandab haben die Rohölpreise erneut deutlich angezogen. Auch die Erdgas- und Strompreise erreichten Mitte September den höchsten Stand seit Ende 2022. 

Im September stiegen die Preiserwartungen in den meisten Wirtschaftsbereichen. Besonders deutlich war der Anstieg bei den energieintensiven Industrieunternehmen. Dort kletterte der Indikator auf 24,8 Punkte, nach 19,5* Punkten im August. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen erhöhte er sich auf 20,4 Punkte, nach 19,2* Punkten. Doch auch im Handel legten die Preiserwartungen kräftig zu. Der Indikator stieg von 30,0* auf 35,6 Punkte. Hingegen planen die Dienstleister seltener mit steigenden Preisen. Hier sank der Wert von 20,9* auf 19,8 Punkte.

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Europa

ifo Institut / EconPol Europe: Zölle gegen China nur begrenzt wirksam

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München 29.09.2026

– Zusätzliche EU-Zölle auf chinesische Importe können kritische Abhängigkeiten und unfairen Wettbewerbsdruck aus China nur begrenzt beheben. Zu diesem Ergebnis kommen die ifo-Forscher*innen Lisandra Flach und Andreas Baur in einem aktuellen Beitrag. „Zölle sind je nach Ausgestaltung mit erheblichen ökonomischen Kosten und oft auch unbeabsichtigten Nebenwirkungen verbunden. Ihre Eignung hängt stark davon ab, welches Ziel man mit ihnen verfolgt“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft. „Vor allem aber können sie Maßnahmen zur Stärkung der eigenen Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit nicht ersetzen. Nachlassender Wettbewerbsdruck kann die Innovationsanreize geschützter Industrien sogar zusätzlich schwächen.“

Die Kosten für Ausgleichszölle gegen subventionierte Importe treffen nicht nur private Haushalte, sondern auch Unternehmen, die chinesische Vorleistungen einsetzen. „Teurere Vorleistungen verschlechtern insbesondere die Wettbewerbsposition exportorientierter Unternehmen gegenüber ausländischen Mitbewerbern“, sagt Andreas Baur, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Außenwirtschaft. Hinzu kommt: Auf Märkten außerhalb der EU greifen solche Zölle nicht. Für die europäische Industrie wiegt das schwer, denn sie setzt dort rund ein Viertel ihrer Produktion ab, einzelne Branchen sogar deutlich mehr.

Die EU sollte den Umgang mit China deshalb nicht im Alleingang organisieren, sondern gezielt Verbündete gewinnen, heißt es in dem Beitrag. Gemeinsam sei die Verhandlungsmacht gegenüber Peking deutlich größer. Wichtig sei es, darauf zu achten, mit den eigenen Maßnahmen nicht genau jene Partner zu treffen, die man für ein gemeinsames Vorgehen brauche. Dazu zählen etwa „Buy-European“-Vorgaben, die Partner mit EU-Handelsabkommen ausschließen, oder pauschale Schutzzölle, die nicht nach Herkunftsländern unterscheiden. Machten solche Maßnahmen international Schule, wäre am Ende die exportorientierte europäische Industrie der Verlierer.

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Wirtschaft

Wenig Geld für Professoren

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Berlin, wiesbaden 28.09.2026  

– Im Jahr 2024 hat eine Professorin beziehungsweise ein Professor an einer deutschen Universität durchschnittlich 325 400 Euro Drittmittel eingeworben. Das waren 2,1 % oder 6 800 Euro weniger als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) mit 1 160 400 Euro wie in den Vorjahren auf Platz 1 bei den Drittmitteleinnahmen je Professur, gefolgt von der Technischen Universität München mit 891 100 Euro und der Universität Stuttgart mit 860 500 Euro. Um Vergleiche zwischen Universitäten mit und ohne medizinische Einrichtungen zu ermöglichen, sind hierbei die medizinischen Einrichtungen beziehungsweise Gesundheitswissenschaften der Universitäten aufgrund der dort sehr hohen Drittmitteleinnahmen nicht berücksichtigt.

Bezogen auf die Gesamtsumme der eingeworbenen Drittmittel belegte 2024 mit 436 Millionen Euro erneut die Technische Universität München Platz 1. Auf den Rängen 2 und 3 folgten wie in den Jahren zuvor die RWTH Aachen mit 403 Millionen Euro und die Technische Universität Dresden mit 296 Millionen Euro. Drittmittel werden hauptsächlich für einzelne Forschungsprojekte oder -bereiche eingeworben.

Ingenieurwissenschaften mit den höchsten Drittmitteleinnahmen je Uni-Professur

Beim Vergleich der Drittmitteleinnahmen nach Fächergruppen sind auch die medizinischen Einrichtungen beziehungsweise Gesundheitswissenschaften der Universitäten einbezogen. Die Fächergruppe mit den höchsten Drittmitteleinnahmen je Universitätsprofessorin und -professor waren demnach im Jahr 2024 die Ingenieurwissenschaften mit 715 600 Euro (-0,3 % gegenüber 2023). An zweiter Stelle folgte die Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften mit 707 400 Euro (+4 %) und an dritter Stelle die Fächergruppe Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin mit 391 500 Euro (-7 %). Wesentlich geringer waren die Drittmitteleinnahmen in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 164 400 Euro je Professorin und Professor (-3 %) und in den Geisteswissenschaften mit 147 800 Euro (-1,4 %). Am niedrigsten waren sie in der Fächergruppe Kunst/Kunstwissenschaft mit 94 800 Euro (-6 %).

An Fachhochschulen deutlich geringere Drittmitteleinnahmen als an Universitäten

In anderen Hochschularten waren die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen je Professorin und Professor im Jahr 2024 deutlich geringer als an den Universitäten: An den Fachhochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) betrugen sie 53 300 Euro (+0,3 % gegenüber 2023) und an den Kunsthochschulen 23 800 Euro (+19 %). Im Durchschnitt aller Hochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) warb eine Professorin beziehungsweise ein Professor im Jahr 2024 Drittmittel in Höhe von 225 700 Euro ein (+0,1 %).

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Wirtschaft

Kartoffelernte 2026 unter herausfordernden Bedingungen

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Berlin 28.09.2026

– Die Kartoffelernte in Deutschland fällt in diesem Jahr schwächer aus. Nach den vorläufigen amtlichen Ergebnissen für das Jahr 2026 wird insgesamt eine Kartoffelernte von etwa 10,4 Millionen Tonnen erwartet. Damit wird das starke Vorjahr fast um ein Viertel und der mehrjährige Durchschnitt (2020-2025) um 13 Prozent unterschritten. Im Vorjahr wurde mit 13,9 Millionen Tonnen die größte Ernte seit dem Jahr 1990 eingefahren.

Ursache sind vor allem der verspätete Saisonstart 2026 infolge von Februarniederschlägen sowie die Hitze- und Dürreperioden im Sommer. Dies spiegelt sich in erster Linie im Ertrag je Hektar wider: Im bundesweiten Durchschnitt lag dieser bei etwa 38 Tonnen pro Hektar und damit rund 11 Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt und deutlicher unter dem sehr guten Vorjahr (minus 15 Prozent).

Nach den vorläufigen Ergebnissen der Erhebung der Bodennutzung landwirtschaftlicher Betriebe beläuft sich die Kartoffelanbaufläche in Deutschland im Jahr 2026 auf 268.300 Hektar und damit 11 Prozent unter dem hohen Vorjahresniveau. Der sechsjährige Durchschnitt wird um etwa 2 Prozent unterschritten.

Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern stehen für drei Viertel der gesamten deutschen Kartoffelanbaufläche, auch wenn in allen drei Ländern die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr reduziert wurde.

Angesichts eines seit Jahren hohem Selbstversorgungsgrades und dem sich abzeichnenden ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage dürften die Versorgung und das Preisniveau bei Kartoffeln für Verbraucherinnen und Verbraucher auch mittelfristig stabil bleiben.

Hintergrund:

Die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) hat in Verbindung mit der Erhebung der Bodennutzung landwirtschaftlicher Betriebe die Aufgabe, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt Angaben über die Menge und die Qualität der Ernte ausgewählter Fruchtarten für das gesamte Bundesgebiet und für die Länder zu liefern. Mithilfe der von den Ländern ermittelten Erträge von repräsentativ ausgewählten Probeflächen auf landwirtschaftlichen Betrieben wird das Ergebnis der Kartoffelernte berechnet. Da bislang erst 49 Prozent der insgesamt knapp 631 Probeflächen aus der BEE ausgewertet wurden, können sich beim endgültigen Ergebnis der Kartoffelernte noch Abweichungen ergeben.

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Berlin

InnoTrans zeichnet Influencer und Hackathon-Sieger aus

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Berlin 25.09.2026

Kreative Geschichten über Mobilität und innovative KI-Lösungen für die Bahnbranche: Am letzten Tag der InnoTrans 2026 standen gleich zwei Formate im Zeichen neuer Ideen. Beim zweiten Railway Influencer Festival wurden herausragende Content Creator und Beiträge aus der internationalen Mobilitätscommunity ausgezeichnet. Gleichzeitig kürte die InnoTrans die Gewinner des erstmals ausgetragenen internationalen Hackathons „AI on Track“.

„Die Bahnbranche braucht Innovationen – und Menschen, die diese Innovationen verständlich und mit Begeisterung nach außen tragen“, sagt InnoTrans-Direktorin Kerstin Schulz. „Genau dafür stehen unsere beiden Formate: Beim Railway Influencer Festival erleben wir, wie kreativ und authentisch die internationale Community über Mobilität kommuniziert. Beim Hackathon entstehen gleichzeitig innerhalb kürzester Zeit konkrete technologische Lösungen für Herausforderungen der Branche. Beides zeigt, wie viele neue Ideen rund um die Zukunft der Mobilität entstehen.“

Foto: © Messe Berlin GmbH, Christian Jähn, Nura Qureshi

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Berlin

Bestmarken zum Jubiläum: InnoTrans 2026 ist das Zentrum der globalen Mobilitätsbranche.

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Berlin 25.09.2026

– Bei ihrer 15. Ausgabe hat die InnoTrans 2026 erneut die globale Bahn- und Verkehrsindustrie und dabei Rekordzahlen geschrieben. Rund 175.000 Fachbesuchende aus mehr als 120 Ländern strömten durch die 42 belegten Hallen zur Weltleitmesse für Verkehrstechnik – eine neue Bestmarke in der 30-jährigen Geschichte. 3.190 Aussteller aus 59 Ländern (darunter 750 Neuausteller) präsentierten ihre Produkte und auf dem mit 200.000 Quadratmetern restlos ausgebuchten Gelände der Messe Berlin – ebenfalls eine Bestmarke. Mit rund 200 Ausstellern mehr als 2024 und 180 Weltpremierenunterstrich die InnoTrans zudem ihre Rolle als internationaler Treffpunkt und Innovationsplattform der Branche.

„Die Jubiläumsausgabe war eine InnoTrans der Superlative“, sagt Dirk Hoffmann, Chief Operating Officer der Messe Berlin: „Ein Plus von mehr als 5.000 Fachbesucher:innen im Vergleich zu 2024, dazu 3.190 Aussteller aus 59 Ländern und 180 Weltpremieren: Diese Zahlen machen uns sehr stolz und belegen, welche Strahlkraft die InnoTrans 30 Jahre nach ihrer Premiere besitzt. Einmal mehr hat Berlin die globale Mobilitätsbranche zusammengebracht – und den Raum für persönliche Begegnungen, neue Partnerschaften und konkretes Geschäft geschaffen. Eine echte Weltleitmesse eben.“

„In den vergangenen beiden Jahren ist aus dem Trendthema KI das absolut dominierende Gesprächsthema geworden. Künstliche Intelligenz ist mit der InnoTrans 2026 flächendeckend in der Branche angekommen“, sagt InnoTrans-Direktorin Kerstin Schulz: „Die hohen Zufriedenheitswerte zeigen uns, dass wir mit diesem Angebot den Nerv unserer Besucherinnen und Besucher treffen und gleichzeitig unseren Ausstellern die optimalen Rahmenbedingungen geben, ihre Innovationskraft zu demonstrieren!“ Eine repräsentative Befragung unter InnoTrans-Teilnehmern ergab Zufriedenheitswerte von mehr als 90 Prozent. 

Auf dem Frei- und Gleisgelände präsentierten die Aussteller 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern – von der Hybrid-Lokomotive des chinesischen Ausstellers CRRC, die in Berlin ihre Weltpremiere feierte, über die wasserstoffbetriebene Schmalspurbahn von Stadler bis hin zur softwaredefinierte Lokomotivplattform von Siemens Mobility. Zu den prägenden Themen der Messe gehörten darüber hinaus Digitalisierung, Automatisierung und Cybersecurity. Mit dem erstmals veranstalteten AI Hackathon „AI on Track“ und dem AI Mobility Lab rückte die InnoTrans neue KI-Anwendungen für den Mobilitätssektor zusätzlich in den Fokus. Der französische Aussteller Alstom etwa stellte den KI-Assistenten „Talk to my train“ vor, der Instandhaltungsteams dabei helfen soll, Probleme an den Zügen schneller zu finden und zu reparieren. 

Auch die InnoTrans Convention brachte hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden zusammen – unter anderem beim Rail Leaders’ Summit, der Auftaktveranstaltung des europäischen Infrastrukturverbandes ENIM und dem European African Industry Dialogue.

Sarah Stark, Hauptgeschäftsführerin Verband der Bahnindustrie: „Die InnoTrans ist alle zwei Jahre das Schaufenster einer Industrie, die Millionen Menschen bewegt, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze mit Zukunft schafft. Es war auch dieses Jahr wieder das Forum zahlreicher Gespräche, technischer Weltpremieren und Startpunkt starker internationaler Partnerschaften. Hier kann die Bahnindustrie zeigen, wie Zukunft geht!“

Enno Wiebe, Generaldirektor UNIFE: „Diese Ausgabe der InnoTrans zeigt, wie weit wir technologisch – insbesondere im Bereich der Digitalisierung – gekommen sind, um bessere Schienenverkehrsdienste zu ermöglichen, und welche Vorteile die Verbesserung und Umsetzung von Fertigungsergebnissen mit sich bringt. Unsere Reise geht weiter – noch schneller und noch weiter als zuvor. Deshalb setzen wir uns aktiv dafür ein, dass es einen Nachfolger für das Gemeinsame Unternehmen „Europe’s Rail“ gibt und dass wir in Partnerschaft mit den europäischen Entscheidungsträgern weiterhin die Grenzen des Möglichen erweitern können.“

Ingo Wortmann, Präsident Verband Deutscher Verkehrsunternehmen: „Die InnoTrans ist auch nach 30 Jahren noch immer der zentrale Treffpunkt für die internationale Verkehrsbranche und macht sichtbar, welche Innovationen unsere Mobilität von morgen prägen werden. Gerade in Zeiten tiefgreifender Transformation in der Branche bietet sie die wichtige Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen, um Lösungen zu entwickeln und gemeinsam die Weichen für einen leistungsfähigen, nachhaltigen und verlässlichen Verkehr zu stellen.“ 

Wolfgang Weber, Vorsitzender Geschäftsführung Verband der Elektro- und Digitalindustrie: „Die InnoTrans hat zu ihrem 30. Jubiläum 2026 einmal mehr gezeigt, wie stark die Bahnindustrie schon heute technologisch aufgestellt ist. Die Hersteller haben die richtigen Antworten auf zentrale Herausforderungen der Schiene, etwa beim Rollout von ETCS und DAK sowie autonomem Fahren. Jetzt brauchen sie den politischen Rückenwind, damit daraus auch Tempo bei Modernisierung und Umsetzung entsteht.“

Dr. Heike van Hoorn, Geschäftsführerin Deutsches Verkehrsforum: „Die InnoTrans hat erneut gezeigt, wieviel in der internationalen Bahnbranche in Bewegung ist. Energie und Innovationsfreude waren überall zu spüren. Wir können stolz sein auf unsere heimische Bahnindustrie und auf die Messe Berlin, die wieder alles gegeben hat, um dieses Event einzigartig zu machen.“

Prof. Dr.-Ing. Roland Leucker, Geschäftsführer der Studiengesellschaft für Tunnel und Verkehrsanlagen (STUVA) e. V.: „Die InnoTrans hat erneut eindrucksvoll gezeigt, dass eine leistungsfähige Infrastruktur das Rückgrat für die Zukunft der Bahn darstellt. Tunnel sind dafür unverzichtbar. Das STUVA-Tunnelforum bot die ideale Plattform, um im intensiven Austausch über zukunftsweisende Schlüsselthemen wie Nachhaltigkeit und den Einsatz Künstlicher Intelligenz neue Impulse für die Branche zu setzen.“

Pedro Fortea, General Director MAFEX (Spanien): „Seit 2002 habe ich an jeder InnoTrans teilgenommen und aus erster Hand erlebt, wie die Messe gemeinsam mit der Bahnindustrie gewachsen und zu ihrem weltweit führenden Treffpunkt geworden ist. Für Mafex, den Verband der spanischen Bahnindustrie und Koordinator des spanischen Gemeinschaftsstands, ist die InnoTrans eine zentrale Plattform, um die Stärke und Innovationskraft unserer Industrie sichtbar zu machen und die internationale Positionierung spanischer Bahnunternehmen weiter zu stärken.„

Foto: © Messe Berlin GmbH, Christian Jähn, Volkmar Otto

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Wirtschaft

ifo Institut: Exporterwartungen gesunken

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München 25.09.2026

– Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich im September leicht eingetrübt. Die ifo Exporterwartungen sanken auf 8,0 Punkte, nach 9,8 Punkten im August. Damit bleiben die Unternehmen jedoch mehrheitlich zuversichtlich. „Der Rückschlag ist vor allem auf die Automobilindustrie zurückzuführen“, sagt Klaus Wohlrabe. „In vielen anderen Industriebranchen stehen die Zeichen weiterhin auf Exportwachstum.“ 

Die Automobilindustrie musste einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Nach den optimistischen Erwartungen im August rechnen die Hersteller nun wieder mit sinkenden Exporten. Deutlich verbessert haben sich dagegen die Aussichten im Maschinenbau. Auch die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen sowie von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen erwarten steigende Ausfuhren. In der Getränkeindustrie sind die Exporterwartungen besonders positiv. Mit rückläufigen Exporten rechnen weiterhin die Unternehmen in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie im Papiergewerbe.

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Wirtschaft

Die besten Konzern-Presseseiten

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Berlin 25.09.2026

– Die Deutsche Telekom liegt in Sachen digitaler Pressearbeit vorn. Der Telekommunikationskonzern hat Eon an der Spitze der Rangliste MR Benchmark abgelöst. Der Energieriese belegt in dem von der Beratung Net Federation erstellten Ranking nun Platz drei hinter Henkel.

Der Vorjahresdritte Deutsche Telekom hat sich mit 816 von 1000 zu erreichenden Punkten auf Rang eins vorgeschoben (2025: 780 Punkte). Die Stärke seines Presse- und Medienbereichs laut Net Federation: Das Unternehmen vernetzt seine Informationsangebote konsequent und bündelt Inhalte in thematischen Medienmappen. Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel hat Platz zwei mit 807 Punkten (2025: 808) gehalten. Er verbinde Fakten und Unternehmensinformationen besonders durchgängig mit redaktionellem Storytelling und persönlichen Perspektiven, heißt es in einer Mitteilung der Kölner Digitalagentur und Unternehmensberatung. Eon ist von 840 auf 775 Zähler und damit den dritten Rang abgerutscht. Unabhängig davon punkte das Unternehmen damit, dass es seine Medienkommunikation stark an strategischen Zukunfts- und Transformationsthemen ausrichte.

Im Rahmen ihres MR Benchmark untersucht Net Federation jährlich die Veränderungen in der digitalen Presse- und Medienarbeit. Im dritten Quartal dieses Jahres wurden die Pressebereiche der Dax40-Unternehmen und zehn nicht börsennotierter deutscher Großunternehmen anhand von 99 Kriterien analysiert. Die Kriterien werden entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet. Für jedes Kriterium gilt eine 30-Sekunden-Regel: Was sich in dieser Zeit im Pressebereich nicht finden lässt, wird als nicht vorhanden gewertet.

Ein Ergebnis der Analyse ist, dass die Konzerne bei gesellschaftspolitischen Themen zurückhaltender geworden sind. 48 Prozent adressieren politische Themen sichtbar in ihrem Medienbereich, 2022 und 2024 waren es jeweils 68 Prozent. Während Strategie, Storytelling und persönliche Perspektiven an Bedeutung gewinnen, sind Inklusion, Frauenförderung und sexuelle Vielfalt seltener sichtbar als noch 2024. „Wer zu einem Thema schweigt, verschwindet damit nicht aus der Berichterstattung. Er gibt nur ab, wer die Antwort formuliert“, kommentiert NetFed-Geschäftsführer Christian Berens die Entwicklung. „Journalisten, Stakeholder und KI greifen dann auf andere Quellen zurück.“

Unterdessen bauen die Unternehmen laut MR-Benchmark ihre redaktionellen Angebote aus. 98 Prozent kommunizieren inzwischen ihre Unternehmensstrategie im digitalen Medienbereich, 2022 waren es 80 Prozent. Storytelling-Formate stiegen im gleichen Zeitraum von 60 auf 92 Prozent, Mitarbeiter-Testimonials von 52 auf 86 Prozent. Klassische Pressemitteilungen werden nun vermehrt mit Hintergrundinformationen, Kennzahlen, Medienassets und persönlichen Perspektiven verbunden.

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Wirtschaft

ifo Geschäftsklimaindex gestiegen

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München 24.09.2026

– Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im September auf 89,9 Punkte, nach 88,8 im August. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage positiver. Auch ihre Erwartungen hellten sich weiter auf. Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Erholungskurs fort.

Im Verarbeitenden Gewerbe konnte der Index erneut zulegen. Dies war auf deutlich bessere Erwartungen zurückzuführen, besonders in der Elektrobranche. Die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen hingegen etwas schlechter. Sie sind weiterhin unzufrieden mit dem Auftragsbestand. Die Automobilbranche bewegt sich auf schwierigem Terrain.

Im Dienstleistungssektor drehte das Geschäftsklima wieder in den positiven Bereich. Die Unternehmen waren vor allem mit den laufenden Geschäften zufriedener. Auch ihre Erwartungen korrigierten sie nach oben.

Im Handel ist der Indikator gestiegen. Die Händler bewerteten ihre aktuelle Lage positiver. Die Erwartungen stiegen ebenfalls. Angesichts steigender Inflation sind die Einzelhändler jedoch weiterhin zurückhaltend.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index nahezu unverändert geblieben. Auf der einen Seite waren die Unternehmen etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auf der anderen Seite fielen die Erwartungen geringfügig schlechter aus. Der Tiefbau läuft weiterhin besser als der Hochbau.

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Wirtschaft

Aufschwung mit Strukturproblemen

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Berlin 24.09.2026

– Die deutsche Wirtschaft ist seit Ende 2025 im Aufschwung. Die Erholung fällt stärker aus als noch im Frühjahr erwartet, bleibt aber schwach. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für das laufende Jahr ein BIP-Plus von 1,3 Prozent und für die beiden folgenden Jahre von 1,1 Prozent bzw. 0,4 Prozent. Gegenüber dem Frühjahr wurde die Prognose für 2026 um 0,7 und für 2027 um 0,2 Prozentpunkte angehoben. „Die Wirtschaft hat sich robuster entwickelt als erwartet. Der Aufschwung steht jedoch auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Struktur­probleme belasten“, sagt Oliver Holtemöller, Konjunkturchef des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Im laufenden Quartal bremst zudem Niedrigwasser die Aktivität vorübergehend. Das staat­liche Defizit nimmt weiter zu, sodass sich ein wachsender Konsoli­die­rungsbedarf aufstaut.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich kräftiger ent­wickelt als noch im Frühjahr erwartet. Vor allem die Exporte und die Wertschöp­fung im Verarbeitenden Gewerbe legten überraschend stark zu. Impulse kamen von der robusten Weltkonjunktur und dem weltweiten KI-Boom; zugleich waren Wettbewerber aus der Golfregion infolge des Iran-Kriegs erheblichen Produk­tionsbeeinträchtigungen ausgesetzt. Auch der Staatsverbrauch nahm kräftig zu. Die Unternehmensinvestitionen und der private Konsum blieben dagegen schwach. Der mit dem Iran-Krieg verbundene Energiepreisschock hat die deut­sche Wirtschaft zwar gebremst, die höheren Preise für Kraftstoffe und Heizöl sind bislang aber kaum auf die übrigen Verbraucherpreise übergesprungen.

Im dritten Quartal hat sich die Erholung vorübergehend verlangsamt. Die Stim­mungsindikatoren haben sich zwar weiter aufgehellt, am aktuellen Rand fallen die harten Konjunkturdaten jedoch schwächer aus. Insbesondere das seit Mitte Juli anhaltende Niedrigwasser behindert die Produktion in der Chemischen Industrie. Zugleich belasten die höheren Energiepreise die Kaufkraft und damit den privaten Konsum. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im dritten Quartal lediglich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen sein. Mit einer Normalisierung der Pegelstände sollten die Produktionshemmnisse ab dem vierten Quartal nach­lassen. Die robuste Nachfrage aus dem Ausland sowie steigende öffentliche Aus­gaben für Verteidigung und Infrastruktur stützen dann die weitere Erholung.

Für das Jahr 2027 erwarten die Institute eine Fortsetzung des Aufschwungs. Dieser wird vor allem von der inländischen Verwendung getragen. Der private Konsum dürfte mit den real verfügbaren Einkommen moderat zulegen, und die Woh­nungsbauinvestitionen dürften allmählich anziehen. Die private Investitions­tätigkeit bleibt insgesamt jedoch wohl schwach. Im Jahr 2028 verliert die Expansion an Tempo. Dabei zeigt sich zunehmend eine strukturelle Grenze des Aufschwungs: Das Erwerbspersonenpotenzial schrumpft demografiebedingt, und das Potenzialwachstum geht weiter zurück. Bereits geringe Zuwachsraten reichen daher künftig aus, um die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten auszulasten.

Alles in allem rechnen die Institute mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,3 Prozent im Jahr 2026, 1,1 Prozent im Jahr 2027 und 0,4 Prozent im Jahr 2028. Gegenüber dem Frühjahr wird die Prognose für 2026 um 0,7 Pro­zentpunkte und für 2027 um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Die Inflation dürfte von 2,8 Prozent in diesem Jahr zunächst auf 3,2 Prozent im Jahr 2027 steigen und 2028 auf 2,0 Prozent zurückgehen. Am Arbeitsmarkt kommt die Erholung verzögert an: Die Erwerbstätigkeit sinkt zunächst weiter, während die Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent im Jahr 2026 auf 6,2 Prozent im kommenden und 5,8 Prozent im Jahr 2028 zurückgeht.

Die Institute sehen zunehmenden Handlungsbedarf in der Finanzpolitik. Das staatliche Finanzierungsdefizit steigt von 4,1 Prozent in Relation zum Bruttoinlands­produkt im laufenden Jahr auf 4,7 Prozent im Jahr 2028. Der Zuwachs der Nettopri­märausgaben dürfte den im europäischen Regelwerk vorgesehenen Pfad deutlich überschreiten. Auch bei Einhaltung der reformierten nationalen Schuldenbremse wird die Schuldenquote mittelfristig weiter steigen; zudem nehmen die Zinsaus­gaben erheblich zu. Damit wächst der Konsolidierungsbedarf.

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