Politik
Hautkrebs verdoppelt
Wiesbaden 28.05.2026
– Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs hat sich innerhalb von 20 Jahren nahezu verdoppelt. 120 100 Menschen wurden 2024 mit der Diagnose Hautkrebs im Krankenhaus stationär behandelt. Das waren 94,5 % mehr Fälle als im Jahr 2004, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damals wurden 61 700 Menschen wegen Hautkrebs stationär behandelt. Zum Vergleich: Die stationären Krankenhausbehandlungen insgesamt sind im selben Zeitraum um 4,1 % gestiegen.
Behandlungsfälle aufgrund von hellem Hautkrebs besonders stark gestiegen
Zugenommen haben vor allem die Behandlungsfälle aufgrund des sogenannten hellen Hautkrebses. Sie haben sich binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt (+117,0 %): von 43 300 Fällen im Jahr 2004 auf 94 000 im Jahr 2024. Wegen des sogenannten schwarzen Hautkrebses gab es 2024 rund 26 100 stationäre Behandlungen und damit 41,7 % mehr als 2004. Vor allem heller Hautkrebs steht in Verdacht, durch Sonnenlicht mitausgelöst zu werden.
Hautkrebs bei 8,3 % aller stationären Krebsbehandlungen Hauptdiagnose
Hautkrebs war bei 8,3 % aller stationären Krebsbehandlungen im Jahr 2024 die Hauptdiagnose. Der Anteil der Hautkrebs- an allen Krebsbehandlungen hat sich binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt: Im Jahr 2004 hatte er noch bei 4,0 % gelegen.
Männer sind häufiger betroffen als Frauen: Auf sie entfielen zuletzt 57,2 % der stationären Behandlungen wegen Hautkrebs.
Zahl der Todesfälle wegen Hautkrebs binnen 20 Jahren um 65,1 % gestiegen
An Hautkrebs starben im Jahr 2024 rund 4 600 Menschen. Das waren 65,1 % mehr als im Jahr 2004 mit 2 800 solcher Todesfälle. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ist die Zahl der Todesfälle wegen Krebserkrankungen insgesamt um 10,1 % gestiegen. Wie bei den meisten Krebserkrankungen sind auch bei Hautkrebs vor allem ältere Menschen betroffen: So war mehr als die Hälfte (52,9 %) der 2024 an Hautkrebs Verstorbenen 80 Jahre oder älter.