Politik

Es gibt zu viele Meinungen und keine Lösungen

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Berlin 14.02.2026 aus München Redaktionsleiter Haitham Aiash

– Die Diskussionen über globale Entwicklungen, den Nahen Osten, Syrien, Gaza, Sudan, den Krieg in der Ukraine und Europas Beziehungen zu den Vereinigten Staaten galten als die wichtigsten Themen der Konferenz „Die Welt im Krieg“.

Mit Blick auf die Zukunft Syriens betonten alle Beteiligten ihr Engagement für die Sicherheit und politische Stabilität Syriens sowie ihre Unterstützung für den wirtschaftlichen Wiederaufbau. Der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani hob die engen Beziehungen zu den Nachbarländern seines Landes hervor. Die Teilnehmer des Syrien-Seminars, darunter der saudische Außenminister Prinz Faisal bin Farhan, warnten jedoch vor Propaganda, die darauf abziele, die mit den Kurden erzielten Übereinkünfte zu untergraben.

Zwar nahmen der kurdische Anführer Mazloum Abdi und der außenpolitische Sprecher seiner Organisation, Ilham Shahin, am Treffen zwischen den syrischen und amerikanischen Außenministern al-Shaibani und Rubio teil, um zu signalisieren, dass die Einigung der syrischen Regierung mit den Kurden erfolgreich war, doch bedeutet dies laut Nahostexperte und stellvertretendem Bundesentwicklungsminister Niels Annen nicht, dass man abweichende Meinungen ignorieren sollte.

Im Hinblick auf den Krieg im Sudan sprachen sich viele für die Anschuldigungen des sudanesischen Premierministers Kamel Idris gegen die Vereinigten Arabischen Emirate aus. Der Aufruf zum Einsatz von UN- und arabischen Streitkräften im Sudan zur Trennung der Kriegsparteien fand jedoch kaum Beachtung.

Was die europäisch-amerikanischen Beziehungen betrifft, so erklärte die Hohe Vertreterin der Europäischen Kommission für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, in einer Rede am Sonntag, dem 15. Februar, dass die Kritik amerikanischer Politiker an der Europäischen Union unangemessen und unglaubwürdig sei, obwohl US-Außenminister Marco Rubio in seiner Rede offenbar versucht hatte, die Europäer zu beschwichtigen und ihnen gleichzeitig Schwäche vorzuwerfen. Sie betonte, wie schwer es sei, den Vorwürfen bezüglich der Pressefreiheit Glauben zu schenken, und wies die Ansicht einiger Amerikaner zurück, ein starres und dekadentes Europa stehe kurz vor dem Zusammenbruch. Dies sei falsch, da Europa stark sei und sich rasch von seinen aktuellen Rückschlägen erhole.

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