Politik

Erdbebenopfer in Venezuela schnell unterstützen

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Bonn 01.07.2026

– Nach den schweren Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Toten und Verletzten weiter an, Zehntausende Menschen werden noch vermisst. Die internationale Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe mahnt zur schnellen Unterstützung für Betroffene.

“Allein in Caracas sind rund zwei Millionen Menschen betroffen. Viele haben durch das Erdbeben alles verloren. Falls es noch Überlebende unter den Trümmern geben sollte, zählt für sie jetzt jede Sekunde“, sagt Help-Nothilfekoordinatorin Simone Walter. „Aus unserer Erfahrung von früheren Erdbeben wissen wir, dass nur circa zehn Prozent aller Vermissten noch lebend geborgen werden können, die Zeit rennt also.“

In der Erdbebenregion fehlt es laut Help aktuell vor allem an Wasser, medizinischem Material, Schlafmatten, Hygieneartikeln und psychosozialer Hilfe. Help leistet gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation Nothilfe und verteilt Nahrungsmittel, Hygienepakete und Werkzeug-Sets zur Beseitigung der Trümmer an die betroffenen Menschen in El Junquito und Pericoco im Bundesstaat La Guaira.

La Guaira besonders betroffen

Allein in La Guaira stürzten über 100 Gebäude ein.„Neben der akuten Nothilfe nach einem Erdbeben ist es entscheidend, die Hilfsmaßnahmen fortlaufend an die Lage vor Ort anzupassen und die Menschen langfristig beim Wiederaufbau zu unterstützen“, erklärt Walter. „Doch um unsere Hilfe vor Ort ausweiten und die betroffenen Venezulaner:innen schnell und zielgerichtet unterstützen zu können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen.“

Help blickt auf jahrzehntelange Erfahrung in der Erdbeben-Nothilfe zurück, zuletzt leistete die Hilfsorganisation etwa nach den schweren Erdbeben in Myanmar und Afghanistan 2025 humanitäre Unterstützung.

The Week

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