Politik

Einfluss der Medien

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Berlin 02.07.2026

– Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt das ambivalente Verhältnis in Deutschland zu sozialen Medien: Die Mehrheit der Bevölkerung (71 Prozent) sorgt sich um den Einfluss großer Social-Media-Plattformen auf die Öffentlichkeit. Gleichzeitig wollen nur wenige Menschen (18 Prozent) auf sie verzichten. Die Verantwortung sehen die Befragten bei Politik und Plattformbetreibern. 

Klare Erwartung an Politik und Plattformen

Die Befragten sehen die Verantwortung für den Umgang mit Plattformmacht vor allem bei den Unternehmen selbst und bei politischen Institutionen. Die Zustimmung zu einer konsequenten Verpflichtung großer Plattformunternehmen auf die bestehenden Regeln und Gesetze ist hoch: 85 Prozent unterstützen höhere Geldstrafen für Plattformbetreiber, die gegen geltende Regeln verstoßen. Bei wiederholten Rechtsverstößen befürworten 80 Prozent sogar Maßnahmen bis hin zur Sperrung oder zum Verbot von Plattformen.

„Es gibt kein Akzeptanzproblem in der Bevölkerung für die Regeln und Gesetze, an die sich die Plattformen halten müssen. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, bestehende Regeln wie den Digital Services Act (DSA) klar durchzusetzen und ihre Wirkung im Alltag der Menschen sichtbarer zu machen“, sagt Asena Soydaş, Digitalisierungsexpertin der Bertelsmann Stiftung.

Digitale Souveränität als politische Aufgabe

Die Studie verdeutlicht, dass die Bevölkerung Plattformpolitik zunehmend als Frage demokratischer Souveränität versteht. 78 Prozent der Befragten wünschen sich ein selbstbewussteres Vorgehen Deutschlands und der Europäischen Union gegenüber großen Plattformkonzernen. Gleichzeitig halten 71 Prozent europäische Plattformalternativen für wichtig

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