Politik
Bundesregierung will Beteiligung an Rüstungkonzern KNDS
Berlin 22.06.2026
– Der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie kommt durch die anhaltende russische Bedrohung für Europa und den Angriffskrieg auf die Ukraine eine zentrale Bedeutung zu. Aus Sicht der Bundesregierung macht es diese geopolitische Lage erforderlich, die Kapazitäten der Verteidigungsindustrie auszubauen. Dabei will die Bundesregierung besonders bilaterale und europäische Rüstungskooperationen stärken. Der Zusammenarbeit mit Frankreich fällt dabei eine Schlüsselrolle zu.
Die Bundesregierung strebt daher eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent der Anteile an KNDS an. Mit dieser Beteiligung beabsichtigt die Bundesregierung, den Interessen des Bundes angesichts der Bedeutung des Unternehmens Rechnung zu tragen. Eine Beteiligung Deutschlands an KNDS wird den langfristigen Einfluss auf ein für die europäische Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit strategisch bedeutendes Unternehmen sichern. Zugleich werden die nationale industrielle Wertschöpfung sowie die technologische Souveränität und der Schutz von Sicherheitsinteressen und Schlüsseltechnologien in Deutschland gestärkt.
In engem Dialog und auf Augenhöhe mit unseren französischen Partnern wird sich die Bundesregierung für eine erfolgreiche und zukunftsgerichtete Entwicklung des Unternehmens einsetzen.
Die Vereinbarung und die gesamte Transaktion stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages. Die Bundesregierung beabsichtigt, den Umfang der Beteiligung – unter Beibehaltung gleicher Governance-Rechte im Unternehmen wie Frankreich – später wieder zu reduzieren.