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André Thomkins in Berlin

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Berlin 21.01.2026

André Thomkins (1930 Luzern – 1985 Berlin) verbindet surrealistische Impulse, dadaistische Sprachspiele und eine experimentelle Offenheit zu einer künstlerischen Sprache, die ihresgleichen sucht. Im Herzen war Thomkins weniger Maler als vielmehr Zeichner, Dichter, Konzept- und Objektkünstler mit einer Vorliebe für poetische Sprachsysteme und absurde Welten.

Trotz des experimentierfreudigen Gesamtwerkes, ist Thomkins vor allem für seine Zeichnungen bekannt. Erst in den letzten fünfzehn Jahren wurde seine Werkgruppe der Lackskins wiederentdeckt; eine ungewöhnliche Technik, die der zweifache documenta-Teilnehmer durch Zufall bereits in den 1950er Jahren entwickelte: Abgeleitet von einem Buchbindeverfahren ließ er in Experimenten Lack mittels Stäbchen auf eine Wasseroberfläche tropfen. Wie bei der traditionellen Herstellung von Marmorpapier, bearbeitete er den entstehenden Farbfilm, den Zufall miteinbeziehend, um das so entstandene Bild zuletzt mit Papier vom Wasser abzuziehen.

Die Ausstellung André Thomkins. Lackskins startet in der Galerie Michael Haas in Berlin, Niebuhrstraße 5 am 23. Januar 2026. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Foto: © Galerie Haas

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