Berlin

Zwischen Feld und Welt: Metropolregion Nürnberg will Welt-Agrarkulturerbe werden

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21.01.2026

– Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region in Deutschland um den Titel Welt-Agrarkulturerbe und setzt sich damit für eine stadtnahe Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und mehr ein. 

Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region Deutschlands um den Titel Welt-Agrarkulturerbe. Damit setzt sie ein Zeichen: für eine einzigartige, stadtnahe Landwirtschaft, nachhaltige Kreisläufe und Ernährungssicherheit. Vorgestellt wird der Antrag am Donnerstagnachmittag in Halle 23a. Im Fokus der Bewerbung steht eine außergewöhnlich vielfältige Agrarkultur, die seit Jahrhunderten in enger Verbindung mit den Städten der Region steht. Ob das Nürnberger Knoblauchsland, die traditionsreiche Karpfenteichwirtschaft im Aischgrund und in der Oberpfalz oder Streuobstwiesen, Hopfengärten und Weinberge in Franken – sie alle bilden ein einzigartiges, lebendiges Gesamtsystem. Rund 100.000 Menschen arbeiten in der Land- und Ernährungswirtschaft in Nordbayern. Sie versorgen Millionen Menschen mit regionalen Lebensmitteln und leisten zugleich einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaften, zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt. 

Vorgestellt wird die Bewerbung am Donnerstag um 14 Uhr in einer Podiumsdiskussion in der Halle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Dabei informieren Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Vertreter und Vertreterinnen aus der Landwirtschaft über Inhalt und Stand des Antrags bei der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). 

Kulturell und ökologisch ein Schatz 

Der internationale Titel „Welt-Agrarkulturerbe“ wird von der FAO an landwirtschaftliche Systeme verliehen, die durch Tradition, ökologische Resilienz und kulturelle Bedeutung herausragen. Weltweit tragen ihn bisher 104 Landstriche – in Deutschland allerdings noch ein einziger. Mit ihrer Bewerbung möchte die Metropolregion Nürnberg diese Lücke schließen und ihre Agrarkultur international sichtbar machen. Die Auszeichnung bietet die Chance, ein starkes gesellschaftliches Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft zu schaffen. Ob die Metropolregion den Titel erhält, entscheidet die FAO im Laufe des Jahres. 

Dabei geht es nicht um Nostalgie, sondern um die Zukunft. Landwirtschaftliche Traditionen wie Streuobstanbau, Weidetierhaltung oder Brennkunst stehen für Wissen, Handwerk und Innovationskraft. Ein begleitender Aktionsplan soll die regionale Wertschöpfung stärken, mehr Produkte aus der Region in öffentliche Einrichtungen bringen und durch Bildungs- und Erlebnisangebote das gesellschaftliche Wissen und Bewusstsein für die Leistungen regionaler Landwirtschaft entwickeln. 

Nürnberg auf der Grünen Woche 

Die Europäische Metropolregion Nürnberg präsentiert sich mit einem Stand in der Messehalle 23a vom BMLEH. Am Donnerstag um 14 Uhr wird auf der Bühne eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zwischen Feld und Welt – Metropolregion Nürnberg als Welt-Agrarkulturerbe“ abgehalten. Um 14:45 Uhr beginnt das anschließende Pressegespräch am Stand 314.

Foto: © Messe Berlin

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