Wirtschaft

ifo Institut: Geschäftsklima in der Chemie leicht verbessert

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Berlin, München 04.02.2026

– Das Geschäftsklima in der Chemischen Industrie hat sich im Januar geringfügig verbessert. Der Index stieg auf minus 23,5 Punkte, nach minus 24,6* Punkten im Dezember. Dabei trübte sich die aktuelle Lage deutlich ein und fiel auf minus 34,9 Punkte, nach minus 29,7* Punkten im Dezember. Die Erwartungen hellten sich dagegen auf, von minus 19,3* auf minus 11,4 Punkte im Januar. „Die Chemie blickt etwas weniger pessimistisch in die Zukunft, doch die laufenden Geschäfte bleiben schwach“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Herrschte zum Jahresende 2025 noch Krisenstimmung, so stabilisiert sich die Nachfrage im Januar leicht. Erstmals seit Monaten stieg der Auftragsbestand. Der Indikator verbesserte sich von minus 23,7 auf plus 3,4 Punkte. Die Auftragsbücher sind für 1,8 Monate gefüllt, im Oktober waren es noch 1,4 Monate. Trotz dieser positiven Signale bewerten die Unternehmen den gesamten Auftragsbestand mit minus 47,1 Punkten weiterhin als sehr niedrig. Die Kapazitätsauslastung in der Chemischen Industrie liegt mit 72,7 Prozent deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 80,9 Prozent. Die Unternehmen planen, die Produktion in den nächsten Monaten zurückzufahren und Personal weiter zu reduzieren. „Der anhaltende Preisdruck und die Unsicherheiten im Außenhandel durch drohende Zölle belasten die Chemische Industrie“, sagt Wolf.

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