Welt
Gaza: Kinder in Gefahr
Berlin 27.07.2026
– „Wir könnten jeden Moment sterben“, sagt die 14-jährige Amani*. Damit ist sie nicht allein: Nach Angaben der Vereinten Nationen haben 96 Prozent der Kinder im Gazastreifen das Gefühl, ihr Tod könne jederzeit bevorstehen.
Wir sind für Kinder und Familien im Gazastreifen da, etwa in Schutz- und Spielräumen. Auch Amani findet dort Unterstützung: „Immer wenn mir etwas Angst macht, spreche ich hier darüber. Aber es gibt noch so viele Kinder, die diese Orte nicht kennen oder herkommen können. Wenn es noch mehr davon gäbe, könnten mehr Mädchen davon profitieren.“
Die meisten Gebäude im Gazastreifen liegen in Schutt und Asche, viele Kinder und Familien leben in Zelten. Mit den steigenden Temperaturen breiten sich dort aktuell Ratten, Kakerlaken, Fliegen und andere Schädlinge aus. Sie übertragen Krätze, Läuse und Hautinfektionen. Zudem ist Hunger allgegenwärtig und es gelangen bei weitem nicht ausreichend Hilfsgüter zu den Menschen.
So hilft Save the Children in Gaza
Derzeit betreiben wir zwei Gesundheitskliniken und 15 Ernährungszentren und helfen im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Zudem haben wir Kinderschutzprogramme, einschließlich psychosozialer Betreuung, an 21 Standorten und sorgen für Unterricht in 63 provisorischen Lernräumen. Familien unterstützen wir mit Bargeldhilfen.
Im Jahr 2025 haben wir mehr als 1,8 Millionen Menschen im Gazastreifen, darunter 950.000 Kinder, mit unserer Hilfe erreicht.
Wir fordern: Die Waffenruhe muss uneingeschränkt respektiert und eingehalten werden. Kinder im Gazastreifen müssen endlich in Sicherheit leben können. Nur ein dauerhafter Waffenstillstand kann das Überleben der Kinder sichern. Die Menschen im Gazastreifen brauchen endlich sichere, verlässliche und langfristige Hilfe, damit weitere Todesfälle durch Hunger, Krankheiten und Verletzungen verhindert werden. Sie haben ein Recht auf den Zugang zu humanitärer Hilfe.